Klimahysterie macht sie zum Unwort des Jahres

Regelmäßig werden die ‚Unworte des Jahres ohne Sachkenntnis gekürt‘, so auch das „Unwort des Jahres 2019: ‚Klimahysterie'“. Die Begründung lautet:

Mit dem Wort „Klimahysterie“ werden Klimaschutzbemühungen und die Klimaschutzbewegung diffamiert und wichtige Debatten zum Klimaschutz diskreditiert. Der Ausdruck wurde 2019 von vielen in Politik, Wirtschaft und Medien – von der F.A.Z. über Unternehmer bis hin insbesondere zu AfD-Politikern – verwendet. Er pathologisiert pauschal das zunehmende Engagement für den Klimaschutz als eine Art kollektiver Psychose. Vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Erkenntnisse zum Klimawandel ist das Wort zudem irreführend und stützt in unverantwortlicher Weise wissenschaftsfeindliche Tendenzen.

Dabei soll durch die Bezeichnung „Unwort“ selbst diffamiert und sollen Gegenpositionen in der Debatte diskreditiert werden. Die gelegentlich falsche Verwendung eines Wortes spricht nicht gegen das Wort oder dessen richtige Verwendung. Im konkreten Fall wäre es nicht richtig, jede Sorge um das Weltklima oder gar seriöse wissenschaftliche Untersuchungen dazu als Klimahysterie zu bezeichnen. Effektheischende Übertreibungen wie Warnungen vor dem Aussterben der Menschheit, wenn es etwas wärmer wird, sind jedoch im ursprünglichen Wortsinn hysterisch (siehe auch ‚Klimafanatiker wollen Demokratie und Menschen opfern‘).

Hysterie ist als Fachbegriff veraltet und könnte als frauenfeindlich verstanden werden, aber darauf haben sich die selbsterklärten Sprachkritiker nicht bezogen. Der heutige umgangssprachliche Gebrauch passt jedenfalls auf viele Klimaaktivisten: „Damit meint man einen Menschen oder ein Verhalten, das durch Theatralik und einen übertriebenen Ausdruck von Gefühlen […] gekennzeichnet ist.“ Deshalb wäre, wenn man schon Unwörter bestimmen will, Klimanotstand passender gewesen (siehe ‚EU-Parlament ruft Klimanotstand aus‘). Das ist allerdings nicht so politisch korrekt, worum es vor allem zu gehen scheint.

6 Gedanken zu „Klimahysterie macht sie zum Unwort des Jahres

  1. Unwort des Jahres in Ö: “ b’soffene G’schicht “ ( hat der Strache über seinen Ibiza-Auftritt gesagt)
    Lustig war auch das Unwort 2014: „Negerkonglomerat“ ( hat der damalige EU-Delegationsleiter der FPÖ Mölzer über die EU gesagt).
    Damals hat sich Parteichef Lucke aufgeregt, wie die AfD in Sachsen den Mölzer eingeladen hat.

    Der Mölzer wäre fast prominent in die deutsche Parteiengeschichte eingegangen. Der hat 2008 geschafft ein Art Vereinigungstreffen mit NPD, DVU, REP, PRO NRW und rechten Einzelpersonen zu organisieren und die haben sogar eine gemeinsame Erklärung unterschrieben. Nur hat das dann nicht funktioniert, die REPs sind schnell abgesprungen und PRO hat dann auch nicht mitgemacht.

    • „Klimaleugner“ ist schon ein krasses Wort und damit werden tatsächlich „wichtige Debatten zum Klimaschutz diskreditiert“. Allerdings gibt es tatsächlich Menschen, die nicht nur einen hauptsächlich menschengemachten Klimawandel bezweifeln, sondern meinen, es gäbe nur Wetter und gar kein Klima.

      • „Allerdings gibt es tatsächlich Menschen, die nicht nur einen hauptsächlich menschengemachten Klimawandel bezweifeln, sondern meinen, es gäbe nur Wetter und gar kein Klima.“

        Zwar sollte die Definition des Begriffes Klima und insbesondere die Tatsache, dass Aussagen zum Klima immer eine 30jährige Referenzperiode zu Grunde liegt und nicht das aktuelle Tageswetter, eigentlich selbst für jeden Absolventen einer Haupt- oder Mittelschule zur Allgemeinbildung gehören, aber offenbar wurde rudimentäres Schulwissen aus dem Erdkundeunterricht selbst von den berühmten „97% der Wissenschaftler“ unter den selbst ernannten „Klimarettern“ längst vergessen.

      • Die grüne Mafia will uns beherrschen. Klimaschutz muss ins Grundgesetz. Und darum wird Klage eingereicht. Es geht schließlich um unser Leben! Und was „Klimaschutz“ bedeutet, bestimmen natürlich die grünen Klimanazis nach eigenem, höheren Recht. Sie sind nicht gewählt, sondern undemokratische NGOs, egal. Der Klimawandel durch CO2 und Methan-Fürze sind nicht bewiesen, schon gar nicht der Anteil des Menschen daran, aber sie wissen es besser. Und sie haben längst eine endlose, niemals fertige Liste mit Maßnahmen, Befehlen und Verboten, um den Rest der Bevölkerung total zu unterjochen. Jeder muss folgen sonst – Exitus.

        Und viel zuviele Leute tun genau das: folgen freiwillig, lassen sich einlullen, speziell in Deutschland – 1933 lässt grüßen. Vor allem die Medien agieren gerne grünrot gleichgeschaltet, und die Politiker glauben vielleicht nicht jeden grünen Dreck, riechen aber Prozente bei den nächsten Wahlen.

        Dabei ist höchst zweifelhaft, ob eine Mehrheit so blöd ist und unter „Flugscham“ leidet oder den „gefährlichen“ Feinstaub von Autoreifen und Bremsen im eigenen After sucht, an dem immerhin 17 pro 100.000 angeblich frühzeitig sterben. Im Gegenteil. Es gibt vielleicht noch Hoffnung, dass eine qualifizierte denkende Mehrheit diese grüne Mischpoke endlich zum Teufel jagt. Da, wo sie hingehört.

  2. Totalitäre Religionen reagieren halt sehr empfindlich auf Kritik. Da unterscheidet sich die Klimareligion nicht von ihrer orientalischen Schwester.

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