Spahn verweigert Einzelfallprüfung von Anträgen auf Sterbehilfe

Bundesgesundheitsminister Jens „Spahn lehnte 102 Anträge auf Sterbehilfe ab“, und zwar pauschal und ohne Einzelfallprüfungen, die das Bundesverwaltungsgericht verlangt hatte. Der Minister ignoriert also ein höchstrichterliches Urteil, um willkürlich über das Leben anderer Menschen zu verfügen und sie zu einem qualvollen statt selbstbestimmten Sterben zu verurteilen. Dasselbe gilt für das Zerstückeln von noch lebenden Körpern, denn ‚Spahn und Merkel wollen auf Zustimmung zu Organspenden verzichten‘, worüber diese Woche im Bundestag abgestimmt wird. Staat und Regierung werden immer übergriffiger und wollen nicht nur über das Einkommen und Vermögen, sondern auch den Körper, das Leben und den Tod ihrer Untertanen uneingeschränkt verfügen.

18 Gedanken zu „Spahn verweigert Einzelfallprüfung von Anträgen auf Sterbehilfe

  1. So ist das eben im real existierenden Sozialismus. Kein Privateigentum, keine Privatsphäre, nicht einmal ein Recht am eigenen Leben. Mao Zedong und Pol Pot lassen grüßen.

    • Da gibt es schon noch Unterschiede, doch die CDU ist eigentlich keine bürgerliche Partei mehr, sondern das Kollektiv steht auch für sie inzwischen über dem Individuum (mit Ausnahme der Kanzlerin, die über dem Kollektiv steht) und die anstehende Zusammenarbeit mit der umbenannten SED ist da nur folgerichtig.

      • Sagen wir mal so – nicht nur die CDU, sondern ganz Deutschland nähert sich in großen Schritten dem kommunistischen Abgrund.

  2. Wenn linke Kampfweiber posaunen „mein Bauch gehört mir, kehre ich das Ganze um und verfüge „mein Körper gehört mir, auch mein toter Körper“!

    Warum bekommen Hirntote vor der Organentnahme eine Betäubung? Seltsam, oder! Ich spende NICHT, mein Körper ist KEIN Ersatzteillager!!!

  3. Bereits 1973 (!) hat Prof. Hossmann am Kölner Max-Planck-Institut unter Prof, Zülch nachgewiesen, dass sich Affen- und Katzengehirne nach drei Stunden Kreislaufstillstand vollständig wiederbeleben lassen. (google scholar und FAZ)
    Damit war das Hirntodkonzept unbrauchbar geworden, da man nach Aufhören der elektrischen Aktivität und der Durchblutung davon ausging, dass der Kern des menschlichen Ichs irreversibel verloren war.
    Dies ist offensichtlich ein Irrtum und müsste zur Folge haben, dass – wie in der Schweiz – ein Moratorium auf Organentnahmen nach vermeintlichem Hirntod erlassen wird.
    Pathophysiologisch überleben die Nervenzellen des Gehirns recht lange (s.o.), aber die sog. Perizyten, die Gefäßauskleidung der Hirngefäße, schwellen zu und bringen damit die Durchblutung zum Erliegen. Die Hossmannschen und die Methoden von Yale (Brain Ex) machen offenbar diese Schwellung rückgängig.

    Zu den weiteren Meisterleistungen Sparkassen-Spahns: die Masernimpfung hinterlässt eben keine Herdenimmunität; jedenfalls fehlt der wissenschaftliche Nachweis.

      • Das nicht. – Aber warum ein Moratorium?
        Dazu schrieb ich in den Ärztlichen Nachrichten am 20.04.19 den Kommentar, der auf positive Resonanz stieß:
        “ …
        Nun zeigen die Experimente von Yale völlig überraschend, dass nach andertalbtägigem Kreislaufstillstand und Gabe von Brain-Ex es möglich ist, gewisse Stoffwechselfunktionen sowie geringe , nicht koordinierte elektrische Aktivität an Schweinehirnen auszulösen. Damit ist zumindest bewiesen, dass die bisherigen Kriterien einen irreversiblen vollständigen Hirntod nicht tragen und die Diskussion um Organentnahme von Verstorbenen neu begonnen werden muss. Bis auf Weiteres sollte ein Moratorium gelten, da Straftatbestände wie fahrlässige Tötung oder gar Totschlag verwirklicht werden könnten.
        Nicht erwähnt wird im Kommentar, dass man die Brain-Ex-Lösung auch an hirntoten Menschen ausprobierte, um Organe länger transplantationsfrisch zu halten. Eine Perfusion der Gehirne wurde bewusst vermieden; warum wohl?
        Tatsächlich handelt es sich um eine Frankenstein-Medizin. Ich verweise auf den Satz Rudolf Steiners, wir würden in wenigen Jahrzenten sehen „zu welchen Arten des Todes“ diese rein naturwissenschaftlich-positivistische Medizin führen würde, die im Übrigen oftmals von der Veterinärmedizin abgeleitet ist.“

  4. Wieviele Leben darf man durch Organplantation retten, um ein einziges Leben in Kauf zu nehmen? Die meisten werden sagen:“Keins“ und nehmen dadurch den Tod vieler in Kauf. Ehrlich gesagt kann ich mir die selbst gestellte Frage nicht beantworten. Bei Hirntod plus x Minuten haben wir den Tod des zu Transplatierenden in Kauf genommen.

    • Zumindest darf man keinen für die Transplantation notwendigerweise noch lebenden Körper zerschneiden, wenn der Betreffende nicht vorher zugestimmt hat. Nicht nur die Freiheit, sondern auch die Menschenwürde wird hier massiv verletzt.

    • Der Mensch ist keine Ware. Damit beantwortet sich diese abscheuliche Frage für mich von selbst. Jedenfalls für alle Fälle, in denen keine ausdrückliche Zustimmung des Betroffenen zur Organentnahme vorliegt.

    • Das Ergebnis gefällt mir zumindest besser als die Alternative. Was Bündnis 90/Die Grünen angeht, so gibt es dort eben doch noch bürgerrechtliches Gedankengut, während andere vielleicht meinen, dass Homöopathie ohnehin besser hilft.

      • Dieses Gedankengut gibt es dann aber logischerweise auch in der AfD, die sich zumindest an dieser Stelle nicht von ihrer sozialistischen Seite zeigt.

      • Ja, hier gab es einmal eine positive Schnittmenge. Überhaupt hat die Opposition in diesem Fall ein schreckliches Gesetz verhindert, für das es in Union und SPD jeweils eine Mehrheit gab. Wenn häufiger ohne den ohnehin nicht grundgesetzkonformen Fraktionszwang abgestimmt würde, wären vermutlich mehr Entscheidungen besser.

      • Ihre gestrige Rede war das erste Vernünftige, das ich jemals von Annalena Baerbock gehört habe. Eine der immer seltener werdenden Sternstunden deutscher Politik sozusagen.

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