SPD will Tempolimit nachverhandeln und ganze Fahrzeugklassen verbieten

Verkehrsminister „Scheuers Nein zum Tempolimit erzürnt SPD“. Dabei hat sie gerade erst vor zwei Monaten gegen einen Antrag der Grünen für ein flächendeckendes Tempolimit auf deutschen Autobahnen gestimmt (siehe ‚Grundsteuerreform mit Öffnungsklausel beschlossen‘). Eigentlich war sie da schon für diese weitere Maßnahme gegen die deutsche Autoindustrie, doch der Koalitionsfriede bedeutete ihr damals noch mehr, zumal es auch mit ihr keine Mehrheit für diese weitere Gängelung der Bürger gegeben hätte, die die Verkehrssicherheit kaum erhöhen und den CO2-Ausstoss kaum verringern würde. Das Durchschnittstempo würde zwar auch kaum sinken bei einem Tempolimit von 130 Kilometer pro Stunde, aber dabei würde es sicher nicht bleiben, denn dieselben Argumente würden auch eine Reduzierung auf 100 oder gar 90 Stundenkilometer rechtfertigen. Konsequenterweise müsste man das Autofahren ganz verbieten. Ganz so konsequent ist die SPD noch nicht, aber willkürliche Verbote von ganzen Fahrzeugklassen werden bereits gefordert:

Der SPD-Fraktionsvize Matthias Miersch forderte zusätzlich zum Tempolimit einen Zulassungs-Stopp für Autos mit hohem Verbrauch. „Um ordnungsrechtliche Eingriffe werden wir nicht herumkommen“, sagte Miersch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er glaube nicht, „dass die Welt untergeht, wenn wir auf die Neuzulassung von riesigen Spritschluckern wie zum Beispiel großen amerikanischen Pick-up-Trucks mit Benzinmotoren in Deutschland und Europa verzichten.“ Die Gesellschaft müsse sich sehr genau überlegen, „welche Fahrzeuge wir in unserem Straßenverkehr wollen“.

Eine freie Gesellschaft würde diese wie die meisten anderen Fragen den einzelnen Bürgern statt Politikern überlassen. Doch selbst die Politiker im Bundestag haben über das Tempolimit doch gerade erst abgestimmt und mehrheitlich dagegen votiert. Aber demokratische Entscheidungen erkennen Sozialisten eben nur an, wenn sie ihnen passen. Von daher ist es nur konsequent, dass „Ralf Stegner für Fusion von SPD und Linkspartei“ und nicht nur ein Tempolimit ganz offen eintritt. Die ‚SPD darf nicht SED-Zusammenschluss freiwillig wiederholen‘, außer wenn sie ihr leider absehbares Ende auch noch als Erfolg verkaufen will und die Einheit der Sozialisten über die sozialdemokratische Idee und Tradition stellt.

23 Gedanken zu „SPD will Tempolimit nachverhandeln und ganze Fahrzeugklassen verbieten

  1. Es soll uns vorgeschrieben werden, welche Meinungen wir haben dürfen, auch was wir im Internet anonym posten und was als „Volksverhetzung“ strafrechtlich verfolgt werden kann.

    Auch will der Staat bestimmen, welche Autos wir fahren dürfen, wie schnell die fahren sollen, welche Heizungen wir zu betreiben haben, wie oft wir in Urlaub fliegen können und welche Sexualerziehung unsere Kinder bekommen.

    Wir sollen auch umgezogen werden, bezüglich Verzicht auf Fleisch-, Fett- und Zuckerkonsum und tropische Früchte, unsere Freizeitgestaltung und Mobilität verändern, politischer Korrektheit annehmen und eine „Willkommenskultur für primitive, radikale und gewaltaffine Völker praktizieren.

    Weil sonst morgen die Welt untergeht, bzw. A. H. von den Toten aufersteht und seine erneute Machtergreifung unmittelbar bevorsteht?!?

    Rot2Grün will uns in eine DDR.2.0 führen, Merkel & Co. haben zumindest nichts dagegen und die FDP befindet sich seit Jahren im Winterschlaf…!

    • Auch wenn ich weiß dass SIe Mitglied und Wähler der AfD sind, so sehen Sie glaube ich die Altparteien der „Mitte“, also SPD, FDP und CDU, noch immer zumindest in dieser Hinsicht viel zu positiv und harmlos an.

      Die Grünen hatten noch nie die absolute Mehrheit und waren die meiste Zeit über eine 8-12%-Partei. Und dennoch haben nicht nur die SPD, sondern auch Union und FDP ihren abstrusen Forderungen sowohl in Brüssel, als auch in Berlin, erst zu der nötigen Mehrheit verholfen. Man ist zuerst jahrelang dem links-grünen Zeitgeist und der Diskurshegemonie (sowohl durch die Partei, als auch derem Vorfeld) hinterhergelaufen und hat entweder aus reinem Opportunismus, oder aber sogar aus Absicht? diesen radikalen Vorderungen nachgegeben und diese nicht selten sogar proaktiv eigenständig umgesetzt: Klimawahn, Massenmigration, alle grünen Lieblingsthemen sind gerade durch die SPDs, FDPs und CDUs Deutschlands und Europas erst umgesetzt worden.

      Wenn sich etwa die FDP in dieser Hinsicht in einem Winterschlaf befinden sollte, so währt dieser bereist seit Jahrzehtnen. Eine Partei aber, die jahrzehntelang keine adäquate Arbeit in diesen wichtigen Dingen macht (hier: Widerstand gegen den links-grünen Zeitgeist und den sich daraus ergebenden Konsequenzen), ist entweder vollkommen überflüssig, oder aber heimliche Komplizin. Was wohl schlimmer ist, muss jeder für sich entscheiden.

      • @Patriot
        Ihre Feststellungen hinsichtlich des Einflusses der Grünen auf die Traditionsparteien teile ich und es werden dort im Hinblick auf Europa- Beschlüsse um die Jahrtausendwende die Vorstellungen geherrscht haben, so schlimm werde es wohl nicht kommen, man werde sich schon irgendwie arrangieren. Ihr Fehler beginnt da, wo Sie die AfD im taktischen Verhalten mit den Grünen gleichsetzen (das ist über Ihre persönliche Meinung hinaus das Verhängnis der AfD). Wenn man – mit Vorbehalt – noch der Hypothese folgen kann, dass das Migrations-Thema parteiübergreifend so mobilisiert wie das Umweltthema, hat die AfD-Führung zu einem nationalistisch geprägten Handwerkszeug gegriffen, wohingegen sich die Grünen dem Zeitgeist entsprechend kosmopolitisch orientiert haben. Die Folge ist eine sich ständig verstärkende Stigmatisierung der AfD in der Öffentlichkeit, die eine politische Mitgestaltung ausschließt. Dagegen gibt es in den Ffügeln der regierungsbildenden Parteien immer wieder Chancen zur Mitgestaltung (der sozialliberale Flügel der FDP hat seinerzeit z.B. die Anhebung des Schonvermögens in Hartz IV durchsetzen können, die Abschaffung der Quartalsgebühr in der GKV bewirkt). Frauke Petry hat die Sackgasse der AfD vor dem Kölner Parteitag noch vermeiden wollen, in dem sie u.a. das Thema der GEZ-Gebühren in den Vordergrund rücken wollte. Dagegen hat sich die AfD-Spitze um Gauland damals auf die Grünen-Taktik zurückgezogen. Und so arbeiten eben die Experten der AfD auf diversen Fachgebieten „für die Katz“. Da ist es schon besser, bei der MIT oder der Werteunion oder im Sozialflügel der FDP auf seine Chance hinzuarbeiten. Außer im Mandatswettbewerb mit dem Ziel, möglichst viele der Mitläufer in CDU/CSU und SPD um Lohn und Brot zu bringen, sehe ich derzeit keine Funktion für die AfD.

      • @ Klaus Wolfgang Berger

        Es gibt mehrere Möglichkeiten, um politische Ideen und Ziele umzusetzen und haben auch für sich genommen ihre Berechtigungen.

        Zum einen kann man die absolute Mehrheit erreichen. Dies ist allerdings gerade in der heutigen Zeit und in einer doch schon recht fragmentierten Gesellschaft ein schwieriges Unterfangen. Selbst auf der Landesebene in Sachsen wird der AfD dies so ohne weiteres nicht gelingen, im Bund erst recht nicht.

        Dann gibt es die Möglichkeit einer Koalition, um dann z.B. ähnlich wie die Grünen ab 1998, auch die staatlichen Fördertöpfe dazu zu nutzen, um seine „Partner“ im vorpolitischen Raum (im Falle der Grünen etwa „Umwelthilfe“, Antifa und Bespitzelungs- und Denunzierungsvereine) und letzten Endes auch seine eigenen langfristigen Perspektiven zu stärken.
        Letzten Endes kann man dann theoretisch einiges in der Regierung bewirken, man kann aber auch -zumal als neue Partei- gerade wenn man der prozentual deutlich kleinere Juniorpartner ist, vom größeren Koalitionspartner quasi geschluckt werden und unter Umständen gar nicht viele eigenen Akzente setzten. Die AfD sollte daher prozentual auf Augenhöhe im Falle einer Koalition sein. Gauland hat bereits vor Jahren auf das Schicksal früherer kleiner rechter Parteien hingewiesen, die als Mini-Partner keine gute Koalitionszeit hatten.

        Auch aus der Opposition heraus kann man möglichst viele eigene Ideen und Ziele umsetzen. Dass soetwas gelingen kann, hat gerade dass Beispiel der Grünen gezeigt. Diese konnten über einen langen Zeitraum, indem sie in den früheren Jahren noch an kaum Koalitionen beteiligt waren, bereits sehr viel Druck auf den politischen Mainstream auslösen. Dieses geschah bereits durch das bloße Existieren als eigene Partei und dem damit auslösenden Unsicherheitsfaktor, aber gerade auch ergänzend über den vorpolitischen Raum, indem die Grünen bereits zuvor und dann immer mehr ausbauend ihre Themen, Narrative und Framings und deren angebliche Notwendigkeit ausbreiten konnten.

        Als Konsequenz hat sich das Overton-Fenster von vormals radikalen und nicht akzeptablen grünen und linken Randthemen über die Jahre immer weiter in die für Linke und Grüne günstige Richtung verschoben.

        https://de.wikipedia.org/wiki/Overton-Fenster

        Da die Parteien der „Mitte“ aus FDP und CDU/CSU hier völlig versagt haben (entweder aus Opportunismus und Unwissenheit, oder aber aus purer Absicht?), hat es keinen nennenswerten Widerstand gegeben. Einzelschicksale und Unglücke, wie das von Tschernobyl und ein paar inakzeptable Übergriffe aus Ausländer Anfang der 90er sowie die ewige Schuldkult/Nazikeule wurden geschickt instrumentalisiert und zu einem aktuellen und akuten Massenphänomen aufgespielt. Dies gelang deshalb gut, weil man im vorpolitsichen Raum bereist sehr stark war. Später konnten die Grünen auch durch temporäre Regierungsbeteiligungen ihre Themen umsetzen, aber dies gelang bereits auch schon zuvor.

        Die AfD hat viele Themen (wie z.B. die Zerstörung der deutschen Automobilindustrie) und nicht nur das Migrationsthema. Natürlich hat der Mainstream kein Interesse daran der AfD hier Kompetenzen oder ein Alleinstellungsmerkmal zuzugestehen. Dass die AfD stigmatisiert wird, ist doch logisch und lässt sich auch nicht völlig verhindern. Zum einen ist in ein Wespennest gestoßen worden, welches neben dem Verlust der Deutungshoheit Angst um Posten und Mandate hat. Luckes LKR und Petrys Partei waren ja sehr erfolgreich. Das höchste Werte-Union Mitglied ist glaube ich Beisitzer eines KV in der CDU…

      • Patriot sagte am 28/12/2019 um 09:16 :“Es gibt mehrere Möglichkeiten, um politische Ideen und Ziele umzusetzen und haben auch für sich genommen ihre Berechtigungen. . . .“
        Die aufgezählten Möglichkeiten gibt es – wie ich begründet dargestellt habe – für die AfD eben nicht und die Folgen dieser von Teilen der Führungsschicht geteilten Uneinsichtigkeit habe ich auch beschrieben.

  2. Ich denke, dass es beim erneuten Herauskramen eines etwaigen Tempolimits weniger um CO2 und Umwelt geht, als vielmehr darum, den Verbrennern ihre erheblichen Wetbewerbsvorteile gegenüber den ideologisch gewünschten, akkubetriebenen Elektromobilen hinsichtlich Vmax und Reichweite etwas zu nehmen.

    Die bloße Verbreitung des völlig realitätsfernen und sinnfreien SPD-Hinweises auf große US-Pickups mit hubraumstarken Benzinmotoren verursacht wahrscheinlich mehr CO2-Emmission als alle in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge dieser Gattung (wie viele mögen das wohl sein? … vielleicht ein paar Hundert?) zusammen.

  3. Lassen wir die SPD in Ruhe sterben! Die Bratze und der Hehler werden dazu den würdigen Rahmen geben.
    Der eigentliche Feind der Freiheit und des Wohlstandes ist mittlerweile grün und nicht mehr rot. Ihm muß unsere Aufmerksamkeit und unser Widerstand gelten. (Während ich diese Zeilen schreibe, jubeln diese Wohlstandsvernichter gerade über die erfolgreiche Eliminierung von ca 3.000.000.000 € in Philippsburg.)

  4. Das Ganze ist eh nur noch linkspopulistisches Geschwafel einer zunehmend abgehalfterten SPD, die in ihrem verzweifelten prozentualem Dahinsiechen angesichts eines immer größeren Mandats- und Pöstchenverlustes ihr Heil in einer radikalen Themenüberbietung ihrer klammheimlichen grünen Vorbilder sucht.

    Wenn Herr Miersch hier von zukünftig diskutierbaren willkürlichen Verboten von PKW und dem freien Individualverkehr fabuliert, dieses ist doch bereits – auch dank seiner eigenen Partei – bereits in den 90ern in gleich mehrerlei Hinsicht auf den Weg gebracht worden:

    Ab 1998 hat man unter Rot-Grün die unsägliche „Umwelthilfe“, die nun fleißig zum Nachteil der Deutschen Automobilindustrie und des „kleinen“ Autofahrers klagt, mit dem „amtlichen“ Siegel der Gemeinnützigkeit versehen. Auch hat man bereits ebenfalls in den 90er Jahren auf der EU-Ebene die vollkommen willkürlichen und irrationalen Grenzwerte, die heute und noch weiter verschärfend in den nächsten Jahren in Kraft treten, auf Antrag der europäischen Grünen mitabgenickt. Und da die Grünen-Parteien in Europa gerade in den 90er Jahren noch keine allzu hohen Prozentwerte hatten, kann man sich ja denken, welche großen „Volksparteien“ diesen Wahnsinns-Anträgen mit völlig willkürlichen und auf Hysterie aufbauenden Micky-Maus-Werten zur Mehrheit verholfen haben…

    Schon in wenigen Jahren (ich glaube bereits ab 2025, oder spätestens ab 2030) treten derart wahnwitzige Kleinst-Grenzwerte in Kraft, so dass diese kaum noch ein Verbrennungsmotor wird einhalten können. Ganze Fahrzeugklassen lassen sich dann nicht mehr „gesetzestreu“ herstellen. Die bereits angedrohten Konsequenzen an die Hersteller: willkürlich festgelegte Strafzahlungen für willkürlich festgelegte Grenzwerte. Natürlich werden dann diese Strafzahlungen, die durchaus pro PKW mehrere Tausend Euro betragen können, an die Kunden weitergeleitet. Was das bedeutet, kann man sich denken. Auch die wenigen übrig bleibenden Verbrennungsmotor-Autos werden durch eine ganze Kaskade an Maßnahmen erheblich teurer, nur um kleinste Korrekturen hinter dem Komma zu realisieren, die in der Praxis kaum ins Gewicht fallen würden aber über die Zulassung und mögliche Strafzahlungen entscheiden. Völlig unwissenschaftlich, praxisfern und vor allem gegenüber den „einfachen budgetarmen Menschen“, die angeblich die SPD vertreten will, hochgradig asozial.

    Autofahren wird wieder, wie früher einmal, eine privelegierte Angelegenheit.

    Dieser um seine Pöstchen und Mandate bangende Altparteienapparatschik braucht sich also gar nicht so besorgt zu echauffieren. Der anti-wissenschaftliche, antisoziale und antideutsche Weg seiner der links-grünen Diskurshoheit hinterherhechelnden pseudo-sozialen Partei ist in dieser Hinsicht bereits in der Vergangenheit gründlich und „nachhaltig“ eingeschlagen worden.

  5. Heute morgen forderte ein jüngerer Mann im Fernsehen ein Verbot von Sylvesterfeuerwerk, da sinnlos. Ich fragte im Rundmail: Ist Freude sinnlos? Welchen Sinn im absurden Sinn dieses ekelhaft freiheitsfeindlichen Mannes macht der geschlechtliche Verkehr (mit) einer Frau nach den Wechseljahren? Soll der Staat das auch verbieten dürfen?

    • Guter Vergleich, Herr Motte!
      Das hätte ich Ihnen als (zumindest von mir meist so wahrgenommener) Gralshüter asketischen Urchristentums gar nicht zugetraut … 😉

      • Silvesterfeuerwerk ist in der Tat sinnlos. Jedes choreographierte, zentral abgebrannte Feuerwerk von 10 min. Dauer erzeugt bei den meisten Menschen mehr Freude als eine Batterie selbst angezündeter Feuerwerkskörper.
        Mit der Einschränkung von Kindern von 8 bis 14. Denen sollte man den Spaß gönnen. Warum aber um Mitternacht? Die Dunkelheit setzt in Deutschland spätestens um 18 Uhr ein.

        Viel schlimmer als die Gedanken über das Verbieten von dies oder das, ist meines Erachtens, dass sich der Staat überhaupt anmaßt, meist entgegen des Prinzips von „Treu und Glauben“, während der Nutzungsdauer eines langlebigen Gebrauchsguts die Nutzunngsbedingungen zu ändern. (Dieselfahrverbote, Umweltzonen, Gestaltung der Kfz-Steuer…)

    • @Ulrich Motte
      Sinnlos ist eine Replik auf jede abwegige veröffentlichte Meinung. Hier ist aber lediglich die Begründung der Forderung hilflos – und Ihr Vergleich hinkt im Übrigen in erstaunlicher Weise. Der früher übliche Brauch ist im Zuge der Verwahrlosung der öffentlichen Sitten, des gewachsenen Wohlstandes und der preiswerter gewordenen Mittel längst zu einer mehrtägigen Störung verkommen, die eine Beschränkung erforderlich macht- zumindest aber das Bewußtsein für das Problem schärft.

      • Klaus Wolfgang Berger: Soweit Störung nach ja gut geregeltem sicherheitsrechtlichem Störerbegriff vorliegt, ist die Sache eine andere. Ich meinte natürlich nur den Normalfall. Ausnahmefälle kann man aus Zeitmangel natürlich hier meist nicht miterwähnen.

        Sel300: Sie übersehen erstens, daß mich mein „Urchristentum“ (ein mißverständlicher Begriff) hier und anderswo noch nie daran hinderte, für Andersdenkende volle Freiheit zu fordern, sondern ich gerade aus meinem Glauben (wie ich auch schrieb) strikt liberal bin, und es Ihnen auch sehr schwer fallen dürfte, eine Aufforderung von mir zu Askese zu belegen. Gerade die freudige sexuelle Lust fordere ich immer, als gut biblisch zu bejahen! Lust heißt aber nicht immer und unbedingt: völlige Regellosigkeit! Wer lustvoll Sport treibt oder jagt oder Geige spielt, achtet ja besser auch auf Regeln. Die Regeln Christi darf aber der Staat gerade nicht durchsetzen- ein oberster Grundsatz meiner Konfession ist: völlige Trennung von Religion und Staat!

      • @Ulrich Motte
        „… und es Ihnen auch sehr schwer fallen dürfte, eine Aufforderung von mir zu Askese zu belegen.“

        Ist ja schon gut, Herr Motte. Regen Sie sich wieder ab. Ich wollte nur mein positives Erstaunen zum Ausdruck bringen und habe doch überhaupt nicht behauptet, dass Sie irgendjemanden zur Askese aufgefordert hätten. Oder sollte ich besser schreiben „es dürfte Ihnen sehr schwer fallen, zu belegen, dass ich Ihnen eine Aufforderung zur Askese unterstellt habe“ ? 😉 *sehrverwundertguck*

        Einen unfallfreien Rutsch und alles erdenklich Gute für das Neue Jahr!

      • „Der früher übliche Brauch ist im Zuge der Verwahrlosung der öffentlichen Sitten, des gewachsenen Wohlstandes und der preiswerter gewordenen Mittel längst zu einer mehrtägigen Störung verkommen, die eine Beschränkung erforderlich macht- zumindest aber das Bewußtsein für das Problem schärft.“

        Das muss ich Ihnen leider zustimmen. Wichtiger als ständig neue Verbote wäre aber die strikte Ahnudung von Verstößen gegen die bereits bestehenden Regelungen. So lange diese nicht gewährleistet ist, nutzen auch weitere Vorschriften und Verbote nichts.

  6. Sel300: Sie bezeichneten mich als Gralshüter asketischen Christentums. Wenn ich sage, daß es dafür keinen Beleg gibt, können Sie den Unsinn Ihrer Aussage nicht dadurch beseitigen, daß Sie sagen, Sie hätten ja keine Aufforderung zur Askese von mir behauptet. Denn eine Aufforderung wäre ja der Beleg für Ihre Aussage. Genauso blühende, nämlich unbelegte, Phantasie, ist Ihre These von meiner angeblichen Aufregung.

  7. Ist es denn richtig, dass die SPD jetzt auch die Rundfunksteuer abschaffen will?

    „Meine Oma ist ’ne alte Umweltsau“
    „https://www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/„meine-oma-ist-ne-alte-umweltsau“-nrw-ministerpräsident-laschet-schaltet-sich-in-debatte-um-wdr-video-ein/ar-BBYq6fT?ocid=spartandhp“:

    Ich kann mir vorstellen, dass Herr Armin Laschett und Frau Malu Dreyer jetzt nicht mehr am Rundfunk Staatsvertrag festhalten.
    Ich hoffe, dass alle Seniorinnen und Senioren sich weigern, die Rundfunk-Strafsteuer weiter zu bezahlen.
    Die verantwortlichen Intendanten mit ihren horrenden Gehältern werden hoffentlich entlassen.

      • Ich weiß, Sie haben es ironisch gemeint.

        Ich und einige meiner Mitschüler haben in der fünften Klasse im Musikunterricht Volkslieder verballhornt.

        Dass Macher beim WDR so etwas Infantiles aber auch noch mot dem eh schon schwachsinnigen Text „Meine Oma fährt im Hühnerstall….“ anstellen.
        Viel schlimmer als diese Entgleisung an sich ist jedoch der Ansatz, Grundschulkinder als Botschafter des korrekten Umgangs mit „dem Klima“ einsetzen zu wollen.
        Eine ganze Gesellschaft belehren und bevormunden zu wollen, wird niemals funktionieren. Dazu ist die Menschheit einfach zu verblödet und man darf auch die Trotzreaktionen nicht außer Acht lassen.
        Die Twitter – Ergüsse von dannytastisch setzen dem Ganzen noch eine fatale, ideologische Krone auf.

  8. Ich fahre hin und wieder längere Strecken auf der Autobahn und stelle fest, dass viele Fahrer dort deutlich schneller als 130 fahren. Daraus schließe ich, dass ein Tempolimit ein starker Eingriff in die Freiheitsrechte wäre, der darüber hinaus vielleicht auch in der Praxis kaum beachtet werden würde (sofern der Staat das Verbot nicht von Anfang an stark durchsetzt).

    • Ich musste gestern kurzfristig nach Maastricht und habe den verkehrsarmen Sonntag genutzt, um die Tour hin und zurück (insgesamt 1.620 km) an einem Tag mit dem Auto durchzuziehen. Mit den dazwischen eingelegten Stopps hat meine Reise insgesamt 17 Stunden gedauert. Davon ziemlich genau 11 Stunden reine Fahrtzeit. Mit einem sinnfreien Tempolimit von 120 oder 130 km/h wäre das eben so wenig machbar gewesen wie mit einem Elektroauto, das alle 200 km für vier Stunden oder länger an die Ladesäule muss. Aus einer machbaren Tagestour wäre so mindestens eine Dreitagestour mit zwei Übernachtungen oder eine zweitägige Flugreise geworden.

      Noch Fragen?

  9. Pingback: Grünen ist inzwischen Tempolimit am wichtigsten | Alexander Dilger

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