Merkel und Scholz wollen Aktiensparer statt Spekulanten besteuern

„Merkel lobt Scholz für Börsensteuer-Plan“, was sonst niemand tut, weil sie Aktiensparer statt Spekulanten trifft. Aber genau das findet Frau Merkel gut und „hält es für richtig, dass sich der Entwurf von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) zu einer Finanztransaktionssteuer auf Aktienkäufe konzentriert, die hoch spekulativen Derivate aber ausklammert. Merkel sagte […], Frankreich und Großbritannien hätten auch nur eine Aktiensteuer. Man würde ansonsten ein neues Feld aufmachen, was man nicht wolle.“ Dabei sollte es ursprünglich bei der Finanztransaktionsteuer darum gehen, Spekulation zu begrenzen und langfristige Anleger zu begünstigen. Frau Merkel und Herr Scholz wollen jetzt genau das Gegenteil und zeigen damit, welche Interessen sie wie schon bei der Eurorettungspolitik vertreten, nämlich die von Spekulanten und Hochfinanz, nicht von ihren normalen Bürgern und Sparern. Ihr ‚Fauler Kompromiss zur Grundrente‘ begünstigt damit willkürlich einige Rentner zu Lasten aller, die sinnvoll selbst fürs Alter vorsorgen wollen.

18 Gedanken zu „Merkel und Scholz wollen Aktiensparer statt Spekulanten besteuern

  1. Es war immer CDU-Position, dass man eine Steuer auf Aktienanlagen nicht will. Bis die FdJ-Sekretärin Merkel kam…!

  2. Global-Player zahlen in Deutschland keine Steuern. Bürger, die mit bereits versteuertem Geld Aktien oder Fonds kaufen, um für ihr Alter vorsorgen, werden aber jetzt zusätzlich zur Kasse gebeten?!? Das neue sozialdemokratisierte Deutschland…???

  3. Das Ganze resultiert auf völliger Sachunkenntnis Kanzlerin in Finanzangelegenheiten.

    DDR Erziehung wirkt immer noch, anders nicht zu erklären. Wie konnte die CDU/CU einer Person mit diesen Intentionen zur Kanzlerin machen.

    Physikerin ? 4.0 in jeder Rede und gleichzeitig ruft sie der Welt “ Willkommen“ zu , Analphabeten einschl. sogen. Geringqualifizierte folgen in größten Dimension begeistert.

    Ergebnis : Sozialismus in allen Bereichen für Deutschland.

  4. Dumm, dümmer, Merkel und Scholz.
    Was dieses Dumm-dumm-Gespann mit Billigung ihrer Parteifreunde fabriziert, lässt einen wirklich staunen. Allerdings kann ich weder bei den Genossen noch bei der Klatschhasenpartei erkennen, dass Besserung in Sicht wäre.

      • Das ist in der Tat nicht das erste mal, dass sich Frau Merkel nicht für Beschlüsse ihrer Partei interessiert (siehe u.a. doppelte Staatsbürgerschaft). Nichtsdestotrotz wurde sie von den CDU-Klatschhasen wieder und wieder zur Parteivorsitzenden gewählt und wird uns, wenn alles so weiter läuft wie es sich derzeit abzeichnet, wohl auch noch mit weiteren vier Jahren Kanzlerschaft beglücken. Aber gegen so viel Trägheit wächst in Deutschland eben offenbar kein Kraut.

    • Es ist jedoch wie bei der Eurorettungspolitik: Die deutsche Regierung macht den größten Unsinn und bezahlt andere noch fürs Mitmachen. Das Aufkommen dieser Steuer soll z. B. zwischen den beteiligten Ländern geteilt werden.

      • Hätte gerne gewusst, wie hoch das „Schmiergeld“ für die Slowakei gewesen ist, damit sie nicht abspringen.

  5. Wie nur aus der NZZ und nicht in unseren Prawda-Medien präzise zu erfahren war, fällt die Aktienkaufsteuer nicht nur beim Kauf sondern auch beim Verkauf an.
    Dies bedeutet, dass die gesamte Aktiensteuer nicht nur 0,4%, sondern beim entsprechendem Anstieg des Aktienkurses über Jahre durchaus 1% des Einstiegskurses und mehr erreichen kann.
    Herr Scholz hat neulich öffentlich geprahlt, dass er nie Aktien oder sonstige Wertpapiere besessen habe. Sein Geld sei sicher auf dem Konto. Neu ist, dass sich Politiker ihrer eigenen Dummheit rühmen.

    • Tja. Letzte Woche stand unsere Bundesregierung noch am Abgrund der Dummheit. Heute ist sie offenbar schon einen großen Schritt weiter … 😉

      • Transaktionssteuer auch bei Verkauf der Aktie? Das habe ich bislang noch nicht gehört. Gilt das auch, wenn sie mit Verlust verkaufen?

      • Ja klar. Wenn schon, denn schon. Keine Rücksicht auf Verluste. Sie schaffen das!

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