Russland für vier Jahre bei Sportwettkämpfen gesperrt

Formal ist es die höchste jemals verhängte Strafe der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada: „Russland für vier Jahre von Olympischen Spielen und WM ausgeschlossen“, weil die erst letztes Jahr wieder zugelassene (siehe ‚Welt-Anti-Doping-Agentur nimmt russische Doping-Agentur wieder auf‘) russische Anti-Doping-Agentur Rusada im großen Stil Daten manipuliert und gelöscht hat, um das systematische russische Staatsdoping weiter zu verschleiern. Faktisch ändert sich nicht viel, sondern dürfen die meisten russischen Athleten weiterhin unter neutraler Flagge starten, wenn ihnen nicht individuell Doping nachgewiesen wurde, was aber gerade durch die staatlichen Manipulationen massiv erschwert wurde.

7 Gedanken zu „Russland für vier Jahre bei Sportwettkämpfen gesperrt

  1. @Alexander Dilger

    Welch Weltsensation. Es ist immert so leicht mit dem Finger auf das ausgelotete Feindbild, welches ein der Ami vorsetzt, zu zeigen. Und das obgleich bei uns trotz ohne Doping (weiß mans denn?) die Degeneration schon in der Kinderstube anfängt. Laut WHO kommen in Deutschland nicht mal 20% der Jugendlichen noch auf wenigstens eine Stunde Bewegung am Tag. Und da ist der Schulweg schon mit inbegriffen! Hauptgrund ist die Digitalisierung.

    Ganz ehrlich? Mir ist es doch egal ob die Spitzensportler Dopen. Sollen sie doch alle dopen und schon ist es wieder fair. Wir Deutschen haben dringlichere Probleme als irgendwelche Russen, die sich zu Unrecht goldene Medalien umhängen. Wir bekommen es ja noch nicht mal auf die Reihe, einen Großteil unserer Jugendlichen überhaupt zu irgendeinen sportlichen Wettkampf außerhalb der Playstation zu überreden. Weder mit noch ohne „Cheat-Code“…

    Aber das liegt meiner Meinung nach noch nicht mal allein an der Digitalisierung. Bierbäuchige Deppen welche die sportlichen Erfolge und Misserfolge tatsächlicher Sportler vom Sofa aus kritisieren, sind ja die Väter der fetten kleinen Scheißer die irgendwelche Fussballsticker sammeln und auf der XBox Fifa zocken. Aber auf dem Bolzplatz vor der Haustür nicht mal eine Runde um diesen herum schaffen ohne nach 300m Seitenstiche zu bekommen. Die müssen dann erst mal 20 Minuten auf dem Rasen hächelnd und schwitzend zusammenbrechen um gerade noch so dem Tod von der Schippe zu springen.

    • *Zusatz zum Ende des mittleren Abschnitts:

      Und sei es auch nur der Wettkampf gegen sich selbst. Der Kampf gegen den inneren Schweinehund.

      • @Alexander Dilger

        Ach geben Sie doch einfach zu, dass ich recht habe. Was soll jetzt diese absurde Verschwörungstheorie? Ich wüsste jetzt ohne zu googlen noch nicht mal was der IOC ist. Ganz einfach weil ich mich für wesentliche Belange interessiere. Und nicht für irgendwelche gedopten Drecksrussen und überbezahlten Sportler die ich ebenso nicht mal den Namen nach kenne. Die Olympiade hat jetzt was mit der grassierenden Jugenddiabetis, Adipositas und mit der auch sonst vielleicht gerade durch Sport vorbeugbaren Disziplinlosigkeit und Drogen/Alkohol-Verwahrlosung unserer Jugend zu tun? Ach halt… die verkiffen, versaufen, verfaulenzen, versmartphnen und verfressen bestimmt fast die gesamte Kindheit weil sie mal Hochleistungssportler werden wollen… Sicher steckt Russland dahinter! Wo ist mein Aluhut?

  2. Finde ich gut. Gegen immer dreistere Vertuschungen staatlicherseits braucht es drastische Maßnahmen, soll der Kampf gegen Drogen und Doping nicht gleich komplett aufgegeben werden.
    Der individuelle Sportler hingegen darf sich fair und neutral dem Wettkampf stellen. Man kann nur hoffen, dass er daran vom Staat nicht gehindert wird und keine Sanktionen fürchten muss.
    Wie verfährt man in den Mannschaftssportarten? Ich bin gespannt, wie man sich da aus der „russischen Staatsaffaire“ stiehlt…

    • Für Mannschaftssportarten gilt grundsätzlich dasselbe, also sportlich qualifizierte Teams ohne nachgewiesenes Doping dürfen unter neutrale Flagge antreten. Der russische Staat ist natürlich daran interessiert und wird seine eigenen Sportler nicht daran hindern.

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