Fabian wird in Grundschule aufgenommen

Diese Woche hat unser Sohn Fabian sowohl vom Gesundheitsamt die Bestätigung bekommen, dass er völlig gesund und hinreichend entwickelt ist, um ab nächstem Jahr in die Schule gehen zu können, als auch von der nächstgelegenen Grundschule die Zusagen, dass er dort aufgenommen wird. Sein erster Schultag wird am 13. August 2020 sein. Er hat auch gerade seinen zweiten Milchzahn verloren und wird immer größer sowie vernünftiger.

33 Gedanken zu „Fabian wird in Grundschule aufgenommen

  1. Alles Gute für den kleinen Jungen! In Ihrer Wohngegend wird die staatliche Grundschule wohl recht gut sein. Unseren gemeinsamen Wohnort Dortmund und NRW kennzeichnet ein bißchen, daß es hier bei rund 600.000 Einwohnern nur eine private Grundschule gibt, die der Waldorfschule. Fast nur noch in NRW (minimale Ausnahmen in Niedersachsen) gibt es staatliche Bekenntnisschulen, über 900 in NRW, zu über 90 % katholische, der kleine Rest evangelische. In Dortmund gibt es 10 solche katholischen Grundschulen, 1 katholische Hauptschule, 1 evgl. Grundschule. Aus liberaler Sicht sollten diese Schulen in private dieser Religionsgemeinschaften umgewandelt werden. Ihre Schülerschaft ist religiös oft bunt zusammengesetzt. Aber es wäre aus liberaler Sicht auch gut, gäbe es nichtreligiöse und andersreligiöse private Grundschulen. Insgesamt liegt die BRD beim Privatschüleranteil im internationalen Vergleich noch weit zurück.

    • Ich möchte keine Verhältnisse wie in den USA, in denen gut situierte Eltern quasi gezwungen sind, pro Jahr einen fünfstelligen Betrag an Schulgeld aufzuwenden, um ihren Kindern eine ordentliche Schulbildung zu ermöglichen.

      • Das würden Eltern mit den entsprechenden finanziellen Mitteln gerne für ihren Nachwuchs tun (und tun es häufig auch schon, z. B. für Schulen im Ausland). Viele Eltern haben aber schlicht diese Mittel nicht, zumal der Staat ihnen schon so viel Geld abnimmt.

      • Manche tun es vielleicht gerne, weil die öffentlichen, kostenlosen Schulen nicht gut genug sind. Aber es wäre doch besser, wenn das Niveau überall gut genug wäre. Privatunterricht nebenbei, der über das Basisniveau eines Gymnasiums hinausgeht, kann man immer noch einkaufen.

      • Schulen werden nicht von selbst besser. Ausgerechnet die FDP setzt inzwischen auf zentrale Planvorgaben, während ich auch und gerade im Schulbereich für Wettbewerb bin, sowohl föderal zwischen den Ländern als auch zwischen den Schulen und Schulformen in einem Bundesland sowie mit vielfältigen Privatschulen und Homeschooling.

      • Josef Fischer: Die Schulfinanzierung in den USA weist sicher Absurditäten auf, beim Modell für Staatsschulen begonnen, bei der radikalen staatlichen Diskriminierung sehr vieler Privatschulen noch nicht endend. Zumindest vorübergehend ist als eine (es gibt auch andere gute Modelle) mögliche gute Finanzierungsform das Gutscheinmodell zu überlegen: Alle Eltern bekommen für ihre Kinder einen Gutschein, der die üblichen Schulkosten für ihr Kind am Ort deckt, den sie nach Ihrer Wahl an genehmigten staatlichen oder privaten Schulen abgeben. Gäbe es das Modell in den USA, wären die von Ihnen genannten Probleme im Regelfall keine. Die Privatschuldebatte in der BRD wird leider von vielen Vorurteilen geprägt.

      • Das Gutscheinmodell wäre gut, übrigens auch für Hochschulen. Allgemeinbildende Schulen bekommen in Deutschland schon jetzt sehr viel Geld vom Staat, müssen sich dafür aber auch an viele Bedingungen halten, die den Wettbewerb wieder stark einschränken.

      • Machen wir es konkret: In Dortmund gibt es an der Stadtkrone ein Privatgymnasium. Wissen Sie, wie hoch hier der Monatsbeitrag ist und wie gut die Aufnahmechancen sind?

      • Die Möglichkeit auf Privatschulen auszuweichen ist für Kinder von Eltern, die sich das leisten können, natürlich eine Option. Prekäre Verhältnisse an auf diesem Wege von manchen Schülern verlassenen Schulen verschärfen sich dadurch allerdings, so dass das Grundproblem immer schlechter werdender Schulen hierdurch keineswegs gelöst, sondern eher noch verschlimmert wird. Der gesamtgesellschaftliche Nutzen von Privatschulen ist folglich aus sozialer Sicht fragwürdig.

      • Was ist denn das für eine sozialistische Argumentation ausgerechnet von Ihnen? Die klugen Schüler sollen in Gesamtschulen verdummen, damit die dummen nicht (und sei es nur relativ) noch dümmer werden?

      • Nein, natürlich sollen keine klugen Schüler in Gesamtschulen verdummen. Ich bin sehr für die Erhaltung des viergliedrigen Schulsystems, aber in der Grundschule (und um die ging es hier ja zunächst) sind die Kinder nun einmal die ersten vier Jahre zusammen, so sie nicht auf eine Förderschule gehen.

        Das Kernproblem besteht doch darin, dass der Anteil von Grundschülern mit mangelhaften bis gar nicht vorhandenen Sprachkenntnissen inzwischen so hoch ist, dass an manchen Schulen gar keine vernünftige Beschulung (der ganzen Klasse) mehr möglich ist. Die Lösung des Problems kann jedoch nicht darin bestehen, dass autochtone Kinder von Eltern, die sich das leisten können, dem öffentlichen Schulsystem entzogen werden und diejenigen Kinder, die nicht dumm sind und die Sprache beherrschen, aber zu „arme“ Eltern haben, als immer kleiner werdende Minderheit zwischen der Sprache nicht mächtigen Kindern zurückgelassen werden. Dann können Sie die staatliche Zuständigkeit für das Schulwesen und jede Form von Bildung ja gleich ganz abschaffen! (was ich zwar für durchaus diskutabel halte, dann aber bitte mit allen Kosequenzen bis hin zur Abschaffung Ihres eigenen Beamtenstatus auf Steuerzahlers Kosten)

        Das Problem muss m.E. an anderer Stelle angepackt werden. Deutsch zu erlernen muss der Einschulung vorausgehen.

      • Die staatliche Schulpflicht sollte durchaus abgeschafft werden im Gegensatz zu einer Beschulungspflicht bzw. gelegentlichen staatlichen Kontrollen. Wenn Kinder nichts lernen, muss eine Alternative gefunden werden. Das gilt aber nicht nur für Homeschooling und Privatschulen, sondern auch für schlechte staatliche Schulen. Allerdings ist der Staat ein schlechterer Kontrolleur von sich selbst. Allein schon das spricht für eine Aufgabenteilung.

        Wo es keine Wahl gibt, kann das staatliche Angebot beliebig schlecht werde. Ansonsten stimmen die meisten Eltern mit den Füßen dagegen ab. Der Inklusionsgedanke wird in Deutschland völlig falsch verstanden. Sowohl behinderte Kinder als auch solche ohne Deutschkenntnisse brauchen eine gezielte Förderung, keine Gemeinschaftsklasse, in der niemand mehr etwas lernt (manche Kinder sind trotzdem schlauer als andere, während engagierte Eltern sich dann noch stärker um Bildung außerhalb der Schule bemühen).

    • Zumindest dem Augenschein nach ist die Grundschule in Ordnung. Ich bin Empiriker und werde Konsequenzen ziehen, wenn es sich später anders herausstellen sollte. Dabei gibt es in Deutschland zu wenig Privatschulen und ist Homeschooling ganz verboten. Die Gründung einer eigenen Schule ist schwierig, aber notfalls eine Option, ebenso der Wegzug ins zumindest in dieser Hinsicht liberale Ausland.

  2. Wir können davon ausgehen, dass Sie sich die Grundschule zuvor genau angeschaut und den Anteil des deutschen und des ausländischen Prekariats geprüft haben…!?! 🙂

    • Ja. Viel wichtiger als die Staatsbürgerschaft sind ohnehin die Umgangsformen (gar nicht extrem verfeinert, sondern ob Konflikte eher friedlich oder gewaltsam ausgetragen werden) und die Sprachkenntnisse.

      • Woher weiß man im Vorfeld, wie die Umgangsformen und die Sprachkenntnisse auf einer Schule sind? Vielleicht könnten Sie bei Gelegenheit über die Schule berichten (wenn der Name nicht im Internet stehen soll, vielleicht beim Hayek-Club o.ä.).

  3. Herzlichen Glückwunsch, alles Gute und viel Freude in diesem neuen Lebensabschnitt. Für alles andere,- für das Auf und Ab, ein geschicktes Händchen.

    Liebe Grüße von Kerstin Hahn

  4. Josef Fischer: Das Dortmunder Privatgymnasium ist sehr teuer wegen der nachschulischen Betreuung (die auch bei staatlichen Schulen kostet), die Nachhilfekosten ersparen soll und beiden Eltern eine eher uneingeschränkte Berufsausbildung ermöglichen. Meines Wissens (aber ich bin da sicher fehlbar) dürfen Privatschulen (außer Ergänzungsschulen, was fast keine Privatschulen, an denen man die Schulpflicht erfüllt, sind) in NRW kein Schulgeld nehmen. Die Aufnahmeaussichten am Dortmunder Privatgymnasium dürften wegen der noch geringen Schülerzahl gut sein. Um sich einen ersten Überblick über die Kosten von Privatschulen im Dortmunder Raum zu verschaffen, empfehle ich Ihnen nachzufragen beim katholischen Dortmunder Mallinckrodt-Gymnasium, bei der evangelikalen Freien Evangelischen Schule Hagen (die keine Kirchenmittel erhält und Grund- und Gesamtschule ist), bei der genauso finanzierten evangelikalen Matthias-Claudius-Schule Bochum (Grund- und Gesamtschule), und weiteren Privatschulen hier (die ich bei E-Mail Angabe, Adresse, Anruf, gerne heraussuche und nenne, selbstverständlich ohne Rücksicht auf weltanschauliche Ausrichtung). Schauen Sie auch nach bei den Georg-Müller-Schulen Bielefeld oder den August-Hermann-Francke Schulen Detmold und Lemgo. Bitte beachten: Wenn Privatschulen für übliche Leistungen Geld nehmen, liegt das daran, daß dem Staat Kinder an privaten Schulen weniger wert sind als solche an staatlichen Schulen. Staatliche Diskriminierung schafft also erst soziale Probleme, die „man“ beklagt… In den Niederlanden und in Belgien (und auch in Schweden neuerdings?) erhalten Privatschulen vom Staat dasselbe Geld wie staatliche: In Schweden ist der Anteil der Privatschüler neuerdings drastisch gestiegen, in Belgien und den Niederlanden besucht die Mehrheit der Kinder Privatschulen.

    • Für Nichtdortmunder: Hagen und Bochum liegen bei Dortmund. Das gilt auch für Lüdenscheid und Bergkamen, wo es ebenfalls evangelikale Privatschulen gibt, die „man“ sich leisten kann. Herr Prof. Dilger kritisierte oben, daß Deutschland im Gegensatz zu so vielen unserer Nachbarländer Home Schooling (Unterricht in der Familie zuhause) verbietet. Helmut Stücher, der Gründervater der deutschen Home School Bewegung (Hausschule) aus Siegen, schickte mir gerade einen weiteren Beweis für den Erfolg diese Schulsystems: Ein Kind, daß nur ganz zum Ende seiner Schulzeit zwecks Abschlußprüfung auf eine Staatsschule wechselte, erhielt bei der landesweiten Abschlußprüfung lauter „Einsen“, was durchaus nicht unüblich ist, denn diese Eltern sind oft wirklich engagiert für ihre Kinder und leben altmodische (Familien-)Werte, die die Staatsschule Kindern oft geradezu madig macht! Zu Kongressen der Home School-Bewegung in den USA schicken Eliteuniversitäten (wie Harvard) Vertreter, um zukünftige Studenten aus diesem Kreis zu gewinnen… Frau Schavan, ehemals Schulminister in Baden- Württemberg, sagte über Hausschulkinder, denen fehle es im Regelfall an nichts…

    • Wenn das Schulgeld sagen wir auf dem Niveau der Kita-Beiträge wäre, wäre es sicherlich in Ordnung und für viele Familien stemmbar. Eine Nachmittagsbetreuung sollte freiwillig sein, auch wenn es aus volkswirtschaftlichen Gründen Vorteile hat, wenn beide Eltern Vollzeit arbeiten.

      • In NRW dürfen Privatschulen gar kein Schulgeld nehmen, was ggf. stärker kontrolliert werden müsste. Betreuung bis in den Nachmittag kosten auch an öffentlichen Schulen ordentlich, ohne dass man Anspruch auf einen Platz hätte.

    • Im Gegensatz zu anderen Bundesländern dürfen Privatschulen in NRW tatsächlich kein Schulgeld nehmen, zumindest wenn sie in den Genuss der staatlichen Förderung von immerhin 94 Prozent der Kosten staatlicher Schulen kommen wollen. Faktisch wird wohl trotzdem häufig Geld von den Eltern verlangt.

      • Die staatliche Kostenerstattung liegt in Wirklichkeit wohl niedriger als 94 %, da nicht alle notwendigen Kosten berücksichtigt werden. Immerhin ist NRW gerechter als andere Bundesländer. Die „erwarteten“ Spenden liegen aber oft unter den Kitabeträgen – meine Haushaltshilfe (!) und ihr Mann zahlen 275 Euro für die Kita…. – und es gibt bei Privatschulen oft Mengen- und Armenrabatt.

      • Wir zahlen viel mehr für die Kita, verdienen aber wohl auch deutlich mehr.

        Eine Privatschule ist durchaus eine Option für uns, aber bei der Grundschule geht es z. B. auch um die örtliche Nähe, die wiederum zur Nähe des Freundeskreises führt etc. Vielleicht komme ich in vier Jahren auf Sie zu, wenn es um die Wahl einer weiterführenden Schule geht. Sie könnten zu Privatschulen auch einmal beim Hayek-Club vortragen. Bleiben Sie gesund!

  5. Gegenüber Privatschulen betone ich immer genau dieses Argument von Ihnen: Nähe ist so wichtig, gerade bei der Grundschule. Als ich in München wohnte, nahmen Freunde ihr 2 Töchter von einer Privatschule mit dem Argument: Die Freunde sind die Schulfreunde, und die Folge ist:
    Mutti wird zur Chauffeuse im Großraum München…

    • Sel 300: Gerade in (fast) rein afro-amerikanischen Gegenden in den USA haben sich Privatschulen als großer „Segen“ für arme Kinder erwiesen, und das zu Schulkosten (die die Eltern nicht bezahlen, sondern Spender: Kirchen, Private, Firmen), die gleichzeitig drastisch unter denen staatlicher Schulen liegen. Der Milliardär Steven Schwarzmann (Miteigentümer von Blackrock), ein Jude, hat neulich der katholischen Kirche 100 Millionen Dollar dafür geschenkt. Es wäre dringend geboten, die in der BRD ja durchaus vorhandenen griechischen (etwa in Dortmund) und türkischen (etwa in Köln) Privatschulen wissenschaftlich auf ihre Integrationsleistung zu überprüfen. Soweit ich das weiß, gelingt das dort gut. Gerade Armen und Migranten sollte der Staat Privatschulen ermöglichen. Mittel dazu wäre die endlich gleiche staatliche Förderung von privaten wie staatlichen Schulen. Viele evangelikale Privatschulen gerade in NRW, von Düren, Bonn, Euskirchen, Siegburg, Hennef im Westen bis Detmold, Bielefeld, Minden, Espelkamp, Lage und Lemgo bei Detmold, Schlangen (bei Paderborn), usw. sind voller Migrantenkinder, deren Väter Arbeiter und Handwerker sind, und die Integration gelingt dort bestens… Ich forderte eine evangelikale Privatschule in die Gneisenaustraße zu setzen, mitten im Dortmunder Problemviertel Nordstadt, wo (ich gehe dort öfter zum Gottesdienst und zur Bibelstunde) das übliche Straßenbild muslimische Frauen zeigt in Burkhas, umgeben von (reichlich) Kindern: Wetten, daß die Schule voll würde!

      • Ist das Schulsystem in NRW bereits auf US-Niveau angekommen?
        Falls es tatsächlich so sein sollte, würde ich Ihnen zustimmen.

        Allerdings frage ich mich schon, wozu uns der Deutsche Staat mit einer derart hohen Abgabenlast überzieht, wenn er nicht einmal das Schulsystem mehr in den Griff bekommt. Mit einer Abschaffung staatlicher Aufgaben muss auch eine entsprechende Senkung der Steuer- und Abgabenlast einhergehen. Dies ist im umverteilungskommunistischen Deutschland aber seit 1990 immer weniger mehr der Fall …

        Generell hätte ich nichts dagegen, wenn privates Engagement im Schulbereich oder auch bei anderen kommunalen und regionalen Aufgaben an die Stelle der öffentlichen Hand tritt. Dies ließe sich zum Beispiel durch örtliche Privatstiftungen trefflich bewerkstelligen und aus anderen Ländern gibt es dafür viele gute Beispiele (siehe z.B. Jakob und Emma Windler – Stiftung in Stein am Rhein https://stiftungen.stiftungschweiz.ch/organizations/jakob-und-emma-windler-stiftung, http://www.steinamrhein.ch/xml_1/internet/de/file/modul/news/html.cfm?config=EC0E10E3-215A-462D-60E2C3D92A562070&did=1&lid=1&lg=DE&userLG=DE&newsID=2340&pid=63).

        Solches Engagement könnte überaus beflügelt werden, wenn die dafür getätigten Aufwendungen (Spenden, Erbringen von Stiftungsvermögen) 1:1 von der Steuer abgezogen (nicht „abgesetzt“), also mit der Steuerlast verrechnet werden können. So könnte der Staat effizient entlastet und verschlankt werden. Aber welcher deutsche Regierungspolitiker will das schon?

  6. Beispiel Dortmund: Drei große Anbieter(gruppen) von Privatschulen wirken hier: Der größte Anbieter, die katholische Kirche, unterhält das große Mallinckrodt-Gymnasium, das kleine Privatgymnasium gehört zur Gruppe der weltanschaulich nicht gebundenen Privatschulen (bietet aber Religionsunterricht wie Staatsschulen), die Waldorf-Gesamtschule ist recht groß. Private Berufskollegs dürften auch Abiturmöglichkeiten bieten. Wie etwa auch in Wuppertal bereitet auch eine Ergänzungsschule auf das Abitur vor. Es gibt Ergänzungsschulen an denen man seine Schulpflicht nicht erfüllen kann, etwa Kosmetikschulen. An der Dortmunder Karl-Müchler-Schule kann man aber seine Schulpflicht erfüllen. Aber der Staat finanziert die Schule gar nicht. So kommt es zum Schulgeld von etwa 700 Euro monatlich.
    In Dortmund ist zudem eine jüdische Grundschule geplant. Jüdische Schulen expandieren gut, sind aber aus bekannten (schrecklichen) Ursachen kein großer Anbieter. Keine Schulen in Dortmund tragen der große Anbieter Evgl. Kirche und der mittelgroße Anbieter „Evangelikale“. Im benachbarten Bochum ist ein Zentrum der stark expandierenden Freien Alternativschulen, die – zugespitzt gesagt- Schüler stark machen lassen, was sie wollen. Auch Nichtdortmunder entnehmen so bitte, welche Vielfalt privater Schulträger es gibt. Die Liste ist viel länger als hier dargestellt. Aus liberaler Sicht besonders erfreulich sind Privatschulen völkischer Minderheiten, etwa die fast 50 Schulen der Dänen in Schleswig-Holstein.

  7. SEL300: (Auch) Ich schlug schon als eine Möglichkeit vor, Schulkosten mit der Einkommensteuer zu verrechnen. Hierbei müßten diejenigen, die weniger solche Steuern bezahlen als ihre Schulkosten betragen, eine Zusatzzahlung erhalten. Die Schweiz, wo wohl (oder ?) die von Ihnen erwähnte Stiftung sitzt, ist im übrigen betont privatschulfeindlich.

    • Mein Vorschlag mit der Steuerverrechnung zielte eigentlich mehr auf das Gesamtengagement als nur auf individuelle Schulkosten. Wobei das eine das andere nicht zwingend ausschließen muss. Allerdings müsste es m.E. für individuelle Schulkosten dann eine Obergrenze geben, um nicht reinen Steuersparmodellen Vorschub zu leisten.

      Die von mir als Beispiel angeführte Stiftung in Stein am Rhein (Schweiz) sollte nur als Beispiel dienen. Das Schweizer Schulsystem ist nach meinen eher bescheidenen Erkenntnissen eine mittlere Katastrophe. Viele Eltern in Grenznähe schicken ihre Kinder lieber auf Schulen in Süddeutschland oder Österreich.

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