AfD-Bundesvorstand von des Flügels Gnaden

Alexander „Gauland glaubt an baldige Koalition mit der CDU“. Vor viereinhalb Jahren half er noch, Bernd Lucke wegen solcher Pläne aus der AfD zu mobben. Heute wurde er selbst zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Er hat aber auch alles dafür getan, damit die CDU auf ein solches Ansinnen nicht eingehen kann. Denn „AfD-Chef Gauland sieht Höcke in ‚der Mitte der Partei'“, wozu er selbst maßgeblich beigetragen hat.

Noch traute sich dieser rechtsradikale Mittelpunkt der AfD nicht selbst aus der Deckung, doch sein Bruder im Geiste, Andreas Kalbitz, wurde wieder in den Bundesvorstand gewählt, und zwar in einer Stichwahl gegen den Flügel-Kritiker Kay Gottschalk, der nicht wieder in den Bundesvorstand kam wie auch sonst niemand, der dem Flügel nicht gefällt oder ihn sogar kritisiert. „Wenn radikal normal ist“, dann gibt es viele „Scharfmacher an vorderster Front“ und lässt sich im Ergebnis festhalten, dass der Flügel zwar noch immer nicht die absolute Mehrheit erreicht hat, aber sich auch keine Mehrheit mehr gegen ihn organisieren lässt, zumal es noch weitere rechtradikale Gruppierungen und Einzelpersonen in der AfD gibt.

Jörg Meuthen hat schon lange seinen Frieden mit dem Flügel gemacht und wäre sonst auch nicht wieder als Bundessprecher bestätigt worden. Nachfolger von Herrn Gauland als zweiter Bundessprecher wurde auf dessen Vorschlag Tino Chrupalla, der nicht nur ebenfalls vom Flügel unterstützt wurde, sondern mit diesem inhaltlich übereinstimmt. Auch Alice Weidel wurde nur deshalb erste Stellvertreterin ohne Gegenkandidaten, weil sie inzwischen vom Flügel und Herrn Höcke toleriert wird und diese ihrerseits toleriert, während sie früher noch seinen Ausschluss forderte. Nein, Herr Höcke wird nicht aus der AfD ausgeschlossen werden, sondern auch noch die letzten anständigen Konservativen aus ihr vertreiben.

157 Gedanken zu „AfD-Bundesvorstand von des Flügels Gnaden

  1. Eine Abspaltung oder Rausschmiss des Flügels war nicht zu erwarten. Aber eine Übernahme von Höcke und Co., die von vielen schon lange erwartet wurde, ist eben auch nicht erfolgt. Im letzten Jahr wurden die rechtsradikalen Landesvorsitzenden von Schleswig-Holstein und Mecklenburg Vorpommern (Herr Augustin) aus der AfD ausgeschlossen.
    Das was im Kampf gegen Rechtsaußen in der AfD von 2013 bis 2018 alles unterlassen wurde, kann von der heutigen AfD, die von vielen Tausenden Bürgerlichen verlassen wurde, nicht mehr gut gemacht werden. Nur die übelsten Rechtsaußen wird man verhindern können.
    Neben den erwartbaren, wie üblich sehr negativen Beiträgen zur AfD von Spiegel und Tagesspiegel, die im obigen Beitrag verlinkt sind, empfiehlt sich auch der Blick in die NZZ oder Tichyseinblick.de, wo sich lesenswerte Beiträge zu Herrn Chrupalla finden, etwa https://www.tichyseinblick.de/meinungen/der-zwilling/
    Letzten Samstag war ich bei einer herausragenden Veranstaltung mit Herrn Maaßen bei der WerteUnion in Bonn. Das Publikum erinnerte etwas an die AfD der Anfangszeit, wobei auch mehrere aktuelle AfDler zu den zustimmende Zuhörern zählten.
    Jedoch werden wir die WerteUnion wahrscheinlich nie wählen können. Sie macht noch nicht mal 1% der CDU Mitglieder aus und ist quantitativ völlig bedeutungslos.

  2. Ich habe den Parteitag zeitweilig per Videostream verfolgt. Die Reden, die ich gehört habe, und die Personen, die sie gehalten haben, sowie auch die Teilnehmer, die sich am Saalmikrophon zu Wort gemeldet hatten, machten auf mich einen ganz seriösen Eindruck. Ich war positiv überrascht.

  3. Gut zusammengefasst. Auch Pazderski und Junge wurden nicht gewählt. Der Flügel ist nahe oder bei 50%. Er hat offensichtlich seine Strategie gewechselt und tritt nicht mehr ganz so radikal und laut auf. Beispielsweise hielt Kalbitz eine ruhige und moderate Rede, während ausgerechnet sein Gegenkandidat Gottschalk ziemlich aggressiv auftrat. Das zeigt wohl die Verzweiflung der Flügel-Kritiker, die sich gar nicht mehr trauen, die extremistischen Tendenzen in der eigenen Partei anzuprangern, sondern meinen, nur mit scharfen Reden noch irgendeine Chance auf dem Parteitag haben zu können.

    Schade. Eine AfD ohne Flügel, mit Meuthen und Pazderski in der Mitte, Weidel und Krah als „Rechtsaußen“ und einem liberalen Flügel fände ich eine überzeugende politische Alternative. Die AfD ist es längst nicht mehr, auch wenn ich ihre Kritik an Merkel, der Zuwanderungspolitik, dem EU-Zentralismus und anderen Auswüchsen ja grundsätzlich teile.

    Ich frage mich, ob die Moderaten in der AfD nun weiter stillhalten und ausharren oder perspektivisch doch austreten und damit nach vielen Jahren uns folgen, die schon 2015 die Flucht vor dem rechtsradikalen Gesindel ergriffen haben.

    • Das „Gesindel“ sitzt ja wohl in erster Linie auf den Regierungsbänken von Bund und Ländern und hat doch erst die ganze Misere inkl. „Kollateralschäden“ überhaupt erst zu verantworten. Aus den Reihen der AfD oder des „Flügels“, den es so klar strukturiert und definiert ohnehin nicht gibt (keine Mitgliederlisten), hat es jedenfalls noch keine Mitverantwortung für Vergewaltigung, Mord und Totschlag und Vermögensveruntreuung im gigantischen Ausmaß gegeben. Ganz im Gegenteil: Es wird all dies angeprangert.

      Dass die AfD anders als Alfa/LKR und Team Petry keine Eintagsfliege auf Kreisklassengröße ist, sondern im Gegenteil mittlerweile in allen relevanten Paralamenten sitzt, zeigt ganz marktwirtschaftlich, welches Angebot das in seiner Gesamtheit überzeugendere ist.

      Daher ist es auch kein Wunder, dass die abgewirtschafteten und um ihre Pöstchen und Mandate bangenden Altparteien nebst deren höriger und abhängig-gesteuerter VS & Mainstreammedien sich nicht zuforderst an erfolglosen und sektiererischen Kleinstparteien (ALFA, LKR, Team Petry, NPD, Die Rechte, Dritter Weg, etc) abarbeiten, sondern an der einzigen und für sie gefährlichen und immer beliebter und relevanter werdenden Opposition in Deutschland.

      • Die AfD kommt bei Umfragen zur Zeit auf rund 15 %. 85% entfallen demnach auf andere Anbieter am Markt. Insofern sehe ich nicht, daß im Moment nach Marktmaßstäben das Angebot der AfD das in seiner Gesamtheit überzeugendere ist. Sie erhält im Moment weder mehr Stimmen als die Gesamtheit der schon vor ihr im Bundestag vertretenen Parteien noch ist sie stärkste Partei: CDU/CSU und Grüne sind jeweils stärker als sie und die SPD ungefähr gleichauf.

    • Wohin sind Sie geflohen? Ich kenne kaum ein Fluchtziel außer dem Rückzug ins Private und dem Abschied von aktiver politischer Arbeit.
      Richtig ist, dass Nicht-Flügler strategisch nicht optimal aufgestellt waren. Roland Hartwig wäre ein guter Stellvertreter oder etwa auch Kay Gottschalk, aber da muss man sich besser abstimmen und auf einen fokussieren.

      • Ich bin tatsächlich in die Parteilosigkeit „geflohen“. Ich respektiere aber jeden, der sich in der AfD weiterhin für konservativ-bürgerliche Politik stark macht, der als Teil der WerteUnion für einen Kurswechsel der CDU eintritt, innerhalb der FDP ein Gegengewicht zu den Linksliberalen bilden will oder meint, in einer Kleinstpartei sein Glück finden zu können. Ich war 2013/14 begeistertes AfD-Mitglied, aber habe heute keine Lust mehr auf Parteiarbeit. Meine Nerven sind zu schwach, um hautnah erleben zu wollen, wie Dummköpfe und Radikale sich gut organisiert anschicken, Vernunft und Anstand aus der Partei zu entfernen. Ich habe große Teile des AfD-Parteitags im Livestram verfolgt und fühle mich in meinem Austritt von 2015 bestätigt. So gut ich etwa einen Meuthen auch finde, ich will in keiner Partei sein, in der Höcke & Konsorten im Hintergrund die Strippen ziehen. Es ist genau so, wie Herr Dilger in diesem Blogbeitrag geschrieben hat: Der gesamte Bundesvorstand wird vom Flügel toleriert, auch wenn nur ein Teil dem Flügel angehört. Mutige Kritiker wurden gnadenlos abgewählt, so groß auch ihre Verdienste um die Partei sein mögen und wie sehr sie als „bürgerliches Gesicht“ zu gebrauchen wären.

    • Dafür wurde Jochen Haug aus NRW gewählt. Es kommt vielleicht nicht unbedingt auf die Zugehörigkeit zum Flügel, sondern auch auf persönliche Eigenschaften an.

    • Nein, Höcke bleibt weiter der Kronprinz. Er hat die Gefahr, aus der Partei ausgeschlossen zu werden, endgültig gebannt und seine parteiinternen Kritiker erheblich geschwächt. Im Bundesvorstand gibt es kaum noch Leute, die ihm gefährlich werden könnten oder es wagen würden, den Flügel zu kritisieren. So wird die AfD allmählich weiter nach rechts driften, ohne dass es offene Flügelkämpfe gibt. Die Bürgerlichen sind noch da, aber verlieren mehr und mehr an Boden. So sehe ich das.

      • Bürgerliche / Gemäßigte / Selbstdenker militärisch straff zu organisieren ist schlicht nicht möglich. Nur deshalb kann der eigentlich deutlich in der Minderheit befindliche Narrensaum so stark auftreten.

  4. “ …….Nachfolger von Herrn Gauland als zweiter Bundessprecher wurde auf dessen Vorschlag Tino Chrupalla… “

    Mit diesem Malermeister in der AfD kann ich gut leben. Auf geschliffene Rhetorik kann verzichtet werden, auch auf Germanisten, Soziologen.

    Wer je auf der Leiter gestanden hat und hart arbeiten musste um zu überleben kann nicht viel falsch machen.

    Überhaupt, mehr Bürger/innen aus dem Handwerk und Industrie in die Parteipolitik. Mit zwei Beinen im Leben.

  5. Wirtschaftspolitisch sind mindestens 3-4 der 5 AfD Sprecher klar marktwirtschaftlich orientiert (Meuthen, Weidel, von Storch) und auch Chrupalla und Brandner sind keine Sozialisten.

  6. Wir haben hier doch ein festes Gefüge von Absprachen, wobei der Flügel vertreten von Herrn Kalbitz sicherlich klüger agierte und weit mehr herausholte, als es ihm prozentual zu gestanden hätte, denn er verfügte nur über etwas über 100 Delegierte.

    Dass ein Herrn Junge und ein Herr Dr. Hartwig nicht gewählt wurden, lag daran, dass sie sich gegenseitig Konkurrenz machten – und keiner eine absolute Mehrheit fand – und das gleich in 2 Wahlgängen.

    Das ‚Fußvolk‘ also die, die lautstark ihre Meinung äußern wurde glatt umgangen – durften nur das wählen, was man ihnen vorgab.

    Möglich – und das sollte man noch abwarten, dass sich nunmehr wieder die konservativ-liberale Mehrheit durchsetzt – was aber nur gehen kann, wenn es gelingt die Mitglieder wieder in die Entscheidungen einzubinden

    und nicht einen Parteitag zu einem Treffen derer zu machen, die von der AfD leben und abhängig sind.

  7. Sollte man nicht auch erwähnen, dass der Parteitag einige Signale gegen rechtsaußen gesetzt hat? Die Rede von Gedeon wurde fast schon feindselig aufgenommen, weiterhin kam die ursprünglich angestrebte Verkleinerung/Abschaffung der Unvereinbarkeitsliste gar nicht erst zur Abstimmung.

    • Dass über die Abschaffung der Unvereinbarkeitsliste (übrigens ein Alleisntellungsmerkmal der AfD) nicht abgestimmt wurde, halte ich gerade in der jetzigen Phase für richtig. Es ist zwar grotesk und meiner Meinung nach ein Skandal, dass dezidiert friedliche und gewaltfreie Organisationen wie die Idenditäre Bewegung hinsichtlich eines angeblichen Extremismus auf eine Stufe mit gewalttätigen Organisationen wie Rote Hilfe, Interventionistische Linke und Antifa gestellt werden, aber dies ist der aktuellen von den Alt-68ern ausgehenden und diskursverengenden „Kultur“ der Meinungsverbrechen geschuldet. Damit solte sich die AfD momentan nicht befassen.
      Auch muss man jederzeit vorsichtig vor potenziell eingeschleusten V-Leuten sein.

      Dass man sich von Gedeons schrägen sektiererischen Thesen aus der Vergangenheit distanziert, ist richtig und wichtig. Hinter diesen Thesen verbirgt sich nämlich die naive und wie man historisch weiß, potenziell gefährliche Annahme es gäbe eine „einfache“ Lösung, einen „Magic-Key“, mit dem sich alle Probleme und Fehlentwicklungen lösen lassen. Herr Gedeon ist hier ein Relikt vergangener Zeit ähnlich den Irrläufern die glauben dass die Nazis positv für Deutschland gesesen wären und Stauffenberg ein Verbrecher gewesen war. Dabei wird ja gerade mit der ewigen Nazi-Litanei als Keule von den Etablierten knallharte Politik zum Nachteil Deutschlands (und Europas) durchgeboxt. Gut wäre es gewesen, wenn die Deutschen – etwas durch Stauffenberg – selbst noch Einfluss auf die Geschichtsschreibung hätten nehmen können.

      Dennoch fand ich das Verhalten einiger Delegierter (demonstratives umdrehen, Saal-Verlassen) als wenig demokratisch und etwas antifamäßig unreif. Man hätte ihn ohne Unterbrechung reden lassen sollen, wie jedes andere Mitglied auch, und dann einfach nicht wählen. Das wäre souveräner gewesen. Hoffentlich macht dieses zur Schau gestellte und von außen befeuerte Gehabe nicht noch weiter in der Partei Schule. Sein begründetes Missfallen gegenüber dem Kandidaten kann man auch anders und mit weniger zur Schau gestellter Hypermoral bekunden.

  8. Es hat sich am Wochenende gezeigt, dass gegen den Flügel keine Mehrheit mehr zu organisieren ist. Wenn man sieht das Leute wie Pazderski und Gottschalk, die nebenbei auch im beruflichen Leben erfolgreich waren, gegen Kalbitz oder Pöbelbrandner verlieren, tut das schon echt weh. Gerade mit Brandner wird man sich kein Gefallen getan haben, gilt er doch als unberechenbar bezogen auf die soziale Netzwerke.
    Einzig seriöse Alternative, die auf lange Sicht Erfolg haben könnten, sind für mich die Freien Wähler, da sie zumindestens eine kommunale Verwurzelung mit bringen. Eine Partei von unten nach oben Aufzubauen ist zwar anstrengender und mit weniger Erfolg versehen, doch wenn es klappt, ist man durch ein gesundes Wachstum und der damit niedrigeren Opportunistenanzahl wenigstens vor allzu radikalen Gruppen besser geschützt.

    • „und der damit niedrigeren Opportunistenanzahl “

      Die FW sind voller Opportunisten und wurden in ihrem Stammland Bayern von der AfD im Landtag dessen auch schon überführt.

      Vor der Wahl wurden vollmundige Anträge (u.a. Abschaffung der Altfall-Erschließungskosten) formuliert und in Aussicht gestellt, nach der Wahl und der Koalition mit der CSU wird fleißig zurückgerudert.

      http://www.pi-news.net/2019/01/gelungener-coup-der-afd-im-bayerischen-landtag/

      http://www.pi-news.net/2019/01/landtagsmikro-noch-offen-wir-koennen-doch-nicht-mit-der-afd-stimmen/

      Opportunisten, die überwiegend aus zu kurz gekommenen CSUlern bestehen und für eine Regierungsbeteiligung und Pöstchen auch bei Kleinigkeiten beigeben.

      • Gerade die AFD-Fraktion im bayrischen Landtag führt sich doch selber vor. 1 Jahre nach der Landtagswahl immer noch mit sich selbst beschäftigt und mehr auf Posten geschachere fixiert als auf wirkliche Arbeit für den Bürger. Das nenne ich die letzte evolutionäre Kraft, die Deutschland noch retten kann.
        Es wird natürlich in jeder Partei immer eine Zahl von Opportunisten geben. Nur wird dieser Anteil meiner Meinung nach in einer Partei, welche von unten nach oben wächst geringer sein. Um auf kommunaler Ebene erfolgreich zu sein, muss man sich Aktiv im Dorf-/Stadtleben einbringen. Es reicht gerade eben nicht irgendeine wilde Twitternachricht in die Welt zu setzen. Und das ein Opportunist die Mühlen der Kommunalpolitik auf sich nimmt in einer Partei, von der er nicht mal weiß, ob sie am Ende wirklich in ein Landesparlament einzieht, ist wohl ziemlich unwahrscheinlich.
        Auch die AFD wird, wenn sie jemals wirklich in einer Koalition mitarbeiten wird, Kompromisse eingehen werden. Dies ist in einer Demokratie auch völlig normal.
        Mit Blick auf Bayern kann man feststellen, dass die Koalition in der Bevölkerung gut angenommen wird. Beide Parteien stehen in Umfragen stärker da als noch bei der letzten Landtagswahl. Nur die „Überführer“-Opposition von der AFD stagniert bei unter 10% Prozent. Das muss wohl an den Medien liegen, die natürlich in klassischer Staatsfunkmanier die bayrische AFD in einem völlig falschen Licht darstellt.

  9. Da haben Sie aber einen sehr wütenden und leider wenig substantiierten Kommentar geschrieben. Sie sollten weniger Mainstreammedien lesen, gerade Spiegel und Tagesspiegel kann man doch schwerlich als neutral oder unabhängig bezeichnen. Das ewige und natürlich von SPD und CDU herbeiverordnete Rechtsruck-Geschreibe kauft doch mittlerweile kein Informierter mehr ab. Mittlerweile müsste die AfD ja mit den gleichen Mitgliedern und Funktionären, die bereits seit 2013/14 dabei sind, rechts von der NPD angesiedelt sein. Einfach nur lächerlich und so durchsichtig. Die Verzweiflung bei Altparteien und Medien, die um Mandate, Einfluss und Diskurshoheit bangen, muss hoch sein.

    Auch ist der Popanz, der um Höcke und den „Flügel“, den es ja so strukturiert gar nicht gibt (keine Mitgliederlisten) aufgezogen wird, einfach nur noch lächerlich und grotesk. Hier zeigt sich eine medial leicht beeinflussbare Hysterie und eine Tendenz zum radikalen schwarz-weiß/ entweder-oder Denken, das betriebsblind macht und uns Deutsche in der Vergangneheit schon öfters in Sackgassen gebracht hat. Kurskorrekturen braucht es immer, das ewige Festhalten an Irrwegen ist dagegen duzmm und gefährlich. Das Artikulieren und Formulieren von nationalen Interessen ist richtig und sollte normalerweise eine Selbstverständlichkeit sein.

    In den meisten ohne ein gebrochenes Rückgrat versehenen Ländern der Welt wäre eine Partei wie die AfD in der Mitte von Gesellschaft und Parteienspektrum angesiedelt.

    Rein rational ist sie Aussage „AfD-Bundesvorstand von des Flügels Gnaden“ eine Nicht-Aussage. Dass es bei innerparteilichen Wahlen immer die Kandidaten schwerer haben, die sich – in welche Richtung auch immer – eindeutig und ggf. spalterisch geäußert und positioniert haben, ist normal und bei allen Parteien der Fall. Mitglieder, die integrierend und innerparteilich kompromissbereit sind, können eher reüssieren. Dies war offenbar bei Gottschalk, langjähriges SPD-Mitglied und wohl auch Teil der Pretzell-Struktur nicht der Fall. Höcke dagegen ist ebenfalls nicht im Bundesvorstand vertreten und auch einige andere, die in der Vergangenheit innerparteilich angeeckt sind, ebensowenig. Im alten Vorstand von 2017 waren mit Kalbitz, Pasemann, Protschka und Gauland 4 Mitglieder, die man eher dem rechten Lager/ Flügel der Partei zuordnen konnte. Nun sind es mit Kalbitz, Protschka, Brandner, Paul und Chruppalla vielleicht 5 Mitglieder, die man eher dem rechten Lager der Partei zuordnen kann. Die Betonung liegt auf eher, denn Brandner, Paul, Chruppalla kann man durchaus auch in der Mitte der Partei sehen. Wieder in den BUVO sind auch Personen gekommen, die dezidiert für Wirtschaftsliberalismus und eine christlich/ Israel-freundliche Politik stehen: Von Storch, Meuthen, Kuhs, Weidel. Auch Fohrmann, Limmer, Haug und Wolf und Hütter haben mit dem „Flügel“ nichts zu tun.

    Es hat sich hier also im Vergleich zum letzten Vorstand nichts geändert. manche Wahlergebnisse waren knapp, dies galt allerdings für beide Lager und hat eben nicht nur etwas mit links-rechts zu tun, sondern auch mit innerparteilichen Animositäten und persönlichen Befindlichkeiten. Die in den Vorstand gewählten Personen aus dem „rechten“ Lager könnten überwiegend auch dem rechten Lager der Union angehören. Lediglich Kalbitz hat eine in Teilen etwas problematische punktuell altrechte Vergangenheit aus jüngeren Jahren (Besuche Jungen Landsmannschaft Ostpreussen/ JLO, etc), von der er sich aber schon lange glaubhaft wiederholt distanziert hat. Anders als Fischer und Schily ist er jedenfalls nicht durch Gewalt oder Terrorverteidigung aufgefallen.

    • @Patriot
      Sie sollten es so sehen: Die AfD hat keine Persönlichkeiten an der Spitze, die auch einer neutral gesinnten Öffentlichkeit die Verfolgung Ihrer feinsinnigen Differenzierungen nahelegen würde. Relativ neutrale Kommentierungen werden von der FAZ zur AfD seitens verschiedener Autoren geliefert. Da wurde heute beiläufig auf den Richtungsschwenk von Gauland verwiesen, der auf dem Kölner Parteitag noch den Vorstellungen von Frauke Petry zur Vorbereitung auf Regierungsbeteiligung entgegen getreten war, nun aber in Braunschweig – nach dem sich die Fronten gegenüber den anderen Parteien weiter verhärtet haben – zum genauen Gegenteil aufrief. Und Ihr Herr Meuthen hat sich mit seinem „Renten-Konzept“ – veröffentlicht in der FAZ- einstweilen auch verhoben.

      • @Klaus Wolfgang Berger

        Aber mal ganz unabhängig davon, was die AfD oder deren Gestalten darstellen sollen, sollte man sich hier mal lieber mit den ernsthafteren Argumenten dieser Partei auseinandersetzen, anstatt nur allgemeine Perlensuche zu betreiben, aus Angst sich zu verheben. Hier gehts mal um den Haushalt und nicht um Asylforderer. Obgleich das was die da ansprechen, ja im Grunde auch allen anderen Parteien auffallen müsste. Da stellt sich dann schon die Frage nach der Intention des planmäßigen Wegschauens. Eventuell ist es ja die, das deutsche Volk zu berauben.

        Aber eventuell ist das ja jetzt alles nur Perlen vor die Säue mit meinen Post.

      • Die AfD greift teilweise immer noch wichtige Themen auf, aber wie sie das tut, ist eher abschrecken und ohne plausible Lösungsvorschläge.

      • Es ist schlimm, wie Sie sich die AfD immer noch schönlügen. Dass Deutscher Volksgenosse eine NPD light begrüßt, ist eine Sache, doch Sie halten sich selbst doch immer noch für einen liberalen bayerischen Separatisten, was nun so gar nicht mehr zur AfD passt.

      • Die AfD ist zwar keine bayerische Regionalpartei, aber eine bayerische Regionalpartei, die bayerische Interessen nicht an erste Stelle ihres Handelns setzt (gemeint ist hier die CSU), ist für Bayern auch nicht nützlicher als eine überregionale Partei. Und immerhin unterstützt die AfD weder die Regiierung Merkel mit all ihren Pleiten, Pech und Pannen (wie es die CSU in ergebener Nibelungentreue tut), noch den peinlichen Klima Baal.

        Welche ernsthafte Alternative sehen Sie in der derzeitigen deutschen Parteienlandschaft?

      • Es fehlt leider an einer guten Alternative, aber besser als die heutige Alternative für Deutschland sind doch fast alle anderen Parteien, auf jeden Fall die Bayernpartei, CSU, FDP und Freie Wähler.

      • „… besser als die heutige Alternative für Deutschland sind doch fast alle anderen Parteien, auf jeden Fall die Bayernpartei, CSU, FDP und Freie Wähler.“

        Aha.
        Und wofür stehen CSU, FDP und Freie Wähler?
        – Für beliebig austauschbare Inhalte?
        – Für ein opprtunistisches Bäumchen, wechsle Dich?
        – Oder für maximale persönliche Karriereausrichtung?

        Mit Ausnahme der Bayernpartei, die zwar ein sehr gutes Programm hat, aber de facto seit sechs Jahrzehnten als zahnloser Tiger vor sich hin vegetiert (https://de.wikipedia.org/wiki/Bayernpartei#Wahlergebnisse_seit_1946), sehe ich auch in diesen Parteien zur Zeit nicht ansatzweise eine Alternative zur AfD.

        Von den restlichen der „fast allen anderen Parteien“ (darunter immerhin CDU, SPD, Bündnis90/Grüne und SED – die zusammen mehr als zwei Drittel, nämlich knapp 69% der derzeitigen Abgeordneten im deutschen Bundestag stellen) einmal ganz zu schweigen.

      • Als wenn es in der AfD nicht den größeren Opportunismus und das ungefilterte Streben nach dem schnellen Geld gäbe… Hinzu kommt der nationale Sozialismus, also das genaue Gegenteil von Liberalismus

      • Ja, wie jede relevante politische Partei ist leider auch die AfD ein Magnet für verkrachte Existenzen und prinzipienlose Karrieristen. Aber eben nicht nur, was man von der FDP inzwischen wohl leider nicht mehr behaupten kann. Jedenfalls nicht von den sichtbaren Aktiven in der FDP.

      • Was ist schlimm zb an geburtenprämien für Deutsche? Ich meine wo wir doch offiziell schon locker 20Mrd für Asylforderer veranschlagen oder in einigen Bundesländern +50% ausländischer Arbeitsloser durchfüttern. Und dann ja noch die die ganzen Mrd die uns durch eine Nichtbesteuerung großer Konzerne durch die Lappen gehen. Ich habe das mal ausgerechnet. Mit nur 18Mrd würden wir pro Jahr 144.000 jungen DEUTSCHEN Ehepaaren ein zinsloses zweckgebundenes (Hauskauf/Sanierung) Ehestandsdarlehen von 125.000€ pro Paar auszahlen können. Die erste Rate könnte wir nach 10 Jahren veranschlagen und dem Paar in der Zwischenzeit einen Rückzahlungserlass von 25% oder meinetwegen 33% pro ab Darlehensnahme geborenen Kind gewähren. Ja das wäre in der Tat eine nationalsozialistische Politik. Im 3. Reich gabs das ja auch schon. Allerdings auch heute wieder in Ungarn. Inzwischen ist in China aber deswegen kein Sack Reis umgefallen. Wenn wir das machen würden, dann fällt höchstens wehleidigen chronischen ethnischen Selbsthasser die Kinnlade herunter. Aber warum muss das jetzt unser Problem sein? Ich meine dem Wähler wird soetwas sicherlich gefallen und mehr braucht uns doch gar nicht zu interessieren.

      • Wäre es nicht viel besser, die Steuerfreibeträge für Kinder deutlich zu erhöhen oder gleich ein Familiensplitting einzuführen? Das wäre jedenfalls liberaler, während nationalistische wie sozialistische Politik mehr schadet als nutzt.

      • Das kann man doch zusätzlich machen. nur geben wir so viel Geld für Blödsinn aus, dass wenn man diesen drosseln oder ganz einstellen würde, viele Mrd an Steuermittel übrig hätte, welche ja dem Volk gehören und genauso gut an dieses Volk zurückfließen könnten, indem man ihnen zu Grundeigentum und damit zu einer soliden Grundlage für die Familienplanung verhilft. Vor allem könnte man auch den 8-9 Mrd GEZ Moloch auf ein Bruchteil reduzieren, damit die Deutschen wieder mehr Geld in der Geldbörswe haben. Dann brauchen wir auch keine Maischberger und ähnliches Pack als deren Gäste, die uns was von wachsender Armut im Land erzählen wollen oder wahlweise davon, wie gut es uns doch angeblich geht unter der Göttlichen. Wir gaben seit 2015 gut 100 Mrd (offiziell) zur Alimentierung von Asylforderern aus. Das hätte man genauso gut für Deutsche verwenden können. Nur sind Deutsche ja für viele Leute in diesen Land eine unerwünschte Gruppe der man keine 100Mrd in 5 Jahren zusätzlich zukommen lassen sollte. Die haben halt nicht die richtige Hautfarbe und darum empfindet man eine Förderung bei diesen auch als unzumutbaren Rückfall in angeblich dunkelste Zeiten.

      • Alexander Dilger 07/12/2019 um 00:15

        Die Aussage ist ja wirklich der Hammer und macht einem schon ein bisschen Angst. Sollten hier in Westdeutschland wirklich immer noch so Viele ein derart einbetoniertes politisches Denken haben, dann ist der Weg Deutschlands und überhaupt ganz Europas, den gewisse Kreise aus EU, UN, Altmedien, Altparteien und bestimmter NGOs ausgewählt haben, ja unweigerlich vorentschieden.

        Die Bayernpartei ist genau wie LKR eine völlig bedeutungslose Splitterpartei die nicht das Geringste an den gigantischen Fehlentwicklungen ändern wird. FDP und in noch stärkerem Umfang CDU/CSU haben nicht nur der stetigen Diskursverschiebung nach links tatenlos zugesehen, sondern sogar aktiv die links-grüne Agenda (Abwicklung der Nationalstaaten, Multikulti Parallel- und Gegengesellschaften, Abwicklung deutscher Schlüsseltechnologie) umgesetzt. Dies geschah nicht selten geheimniskrämerisch und wenig demokratisch und über Jahrzehnte mit bereits unzähligen Todesopfern. Wie man derartige unverantwortliche historisch beispiellose und unumkehrbare antidemokratisch von oben aufoktroyierte Transformationsprozesse immer noch per Wahl legitimieren kann, ist mir vollkommen schleierhaft. Es ist ja nicht so, dass es noch unklar wäre. Die Fakten liegen ja auf dem Tisch.

        Mich bestürzt dieses besonders, da Sie ja eigentlich um das Jahr 2017 herum hier schon einmal weiter waren. In der AfD gibt es eine ganze Reihe an Leuten, die wie Sie eine FDP-nahe Vorprägung/Sozialisierung haben und mit einer vorrangig nationalkonservativen Partei mit punktuell und ortsabhängig teils auch sozialpopulistischen Einsprengseln auch nicht allzu viel anfangen konnten. Sowohl Alice Weidel, Jörg Meuthen, Peter Boehringer sind hier zu nennen. Angeblich soll selbst der Ex-LKRler Prof. Starbatty laut Lucke Interesse bekundet haben wieder bei, oder zumindest im Umfeld der AfD, hinsichtlich seines Schwerpunktthemas Euro mitzumischen.

        Der akzeptierte Diskursraum ist auf Grund der links-grünen Hegemonie im politischen und gesellschaftlichen Diskurs in den letzten Jahrzehnten immer weiter nach links verschoben worden Dies gilt auch – und dies scheint vielen gar nicht ersichtlich zu sein – für die Definition des Extremismus. Während der Linksextremismus in der Beschreibung des VS mit einer antiquierten, sparsamen 70er Jahre-Definition nach RAF-Vorbild auskommen muss, hat man an der Rechtsextremismus Auslegung immer weiter fleißig nachgelegt und –justiert und diesen immer weiter erweitert und aufgebläht, so dass mittlerweile kaum mehr Kritik an der herrschenden Politik und ihren Fehlentwicklungen möglich ist. Alles soll als gottgegeben hingenommen werden. In einem Land, dass sich Demokratie schimpft, indem aber in allen relevanten Bereichen Leute mit Parteibuch abhängig beschäftigt sitzen – auch und gerade an den machterhaltenden Stellen, wie dem VS, braucht es eine starke Gegenöffentlichkeit, die darüber aufklärt.

        Manchmal bin ich mir gar nicht sicher, ob sich jeder darüber im Klaren ist, wie ernst die Lage für Deutschland und Europa ist. In den nächsten Jahrzehnten wird es einen gigantischen Migrationsdruck aus Afrika und Asien geben, noch deutlich mehr, als bisher. In Afrika wird die Bevölkerung auf 2 Milliarden Menschen anwachsen. Schon jetzt ist der Anteil an Kindern ohne Migrationshintergrund in vielen westdeutschen Großstädten enorm. Wir sind mittlerweile an einem Punkt angekommen, an dem man sich weitere Jahre des Zeitverplemperns schlichtweg nicht mehr leisten kann. Parteien sind keine Liebesheiraten, aber man muss nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner suchen und der lautet: Bist Du für den Erhalt der europäischen Nationalstaaten und deren soziokultureller Identität, oder dagegen?

      • Mir ist der Ernst der Lage durchaus bewusst, während Ihnen die Schwierigkeiten für eine politische Lösung nicht klar zu sein scheinen. Es genügt nicht, Probleme zu benennen. Die AfD hat keine Lösungen anzubieten und könnte diese vor allem gar nicht umsetzen, weil sie sich völlig unnötig in die rechtsradikale Ecke manövriert hat. Sie schwächt damit die bürgerlichen Kräfte, wenn es z. B. demnächst um die Frage Schwarz-Grün oder Grün-Schwarz gehen sollte.

      • Es ist keineswegs so, dass die ganze AfD „rechtsradikal“ ist. Allerdings stimme ich Ihnen zu, dass sich die AfD ohne Not von ihren Agents Provocateurs in diese Ecke treiben lassen hat. Hier hätte bereits der unselige Bernd Lucke anders agieren müssen und nicht erst Jörg Meuthen. Jetzt ist es natürlich sehr viel schwieriger von diesem Stigma wieder weg zu kommen, aber es ist nicht gänzlich unmöglich, zudem dieses Problem längst erkannt ist.

      • Wer behauptet denn hier, dass die ganze AfD rechtsradikal sei? Vermutlich ist es immer noch nicht die Mehrheit, sie lässt diese aber gewähren und bringt nicht einmal mehr einen Kritiker dagegen in den Bundesvorstand. Das von Ihnen erst noch zu erkennende Problem ist also, dass die AfD bereits gekippt ist und es keinen plausiblen Weg zurück gibt.

      • Ob und wenn ja, wie schnell dieses Problem gelöst werden kann, hängt nicht von mir, sondern vor allem vom Bundesvorstand ab. Etwas mehr Courage zum richtigen Zeitpunkt würde ich mir da schon auch oft wünschen. Aber ich bin nach wie vor zuversichtlich, dass die AfD das über kurz oder lang bewältigen wird. Wohingegen andere Parteien ihren eingeschlagenen Kurs so schnell nicht verlassen werden.

      • Wie können Sie Besserung vom Bundesvorstand erwarten, aus dem doch gerade erst alle Höcke-Kritiker entfernt wurden? Der Bundesvorstand ist wie die inzwischen die ganze AfD Teil des Problems, nicht der Lösung.

      • Das sehe ich schon ein wenig differenzierter.

        Gerade Jörg Meuthen hat sich doch auf dem Bundesparteitag sehr deutlich vom rechten Narrensaum abgegrenzt.

      • Herr Meuthen mag sich verbal abgrenzen, ist aber doch ein bekennender Freund des Flügels und von Herrn Höcke. Anders wäre auch nicht wiedergewählt worden.

      • Jörg Meuthen hat viel zu lange mit dem Flügel kokettiert, das sehe ich schon auch so. Umso bedeutsamer ist aber, dass er es ist, der jetzt rote Linien zieht.

      • Welche rote Linie hat Herr Meuthen denn gezogen? Er wird sicher kein Verfahren gegen Herrn Höcke & Co. anstrengen, sonst ist er ganz schnell weg von der Spitze wie Herr Lucke und Frau Petry.

      • Ein wirksames Amtsenthebungsverfahren gegen Höcke hätte von Lucke oder Petry durchaus erfolgreich betrieben werden können. Beide wollten jedoch gleich die Maximalvariante, den Parteiausschluss.

        Im Moment heisst es abwarten, da Sanktionen nur innert 60 Tagen ab Bekanntwerden des Grundes eingeleitet werden können und sich Höcke zur Zeit zahm wie ein Lamm geriert.

  10. Also mit anderen Worten, ist man hier erst mit einer AfD zufrieden, welche eine CDU mit Grünstich ist. Aber wozu braucht man dann noch eine AfD, wenn Ihr eure Einheitspartei Grüne-FDP-CDU-SPD schon habt? Und das schreibe ich als Nicht-AfDler. Ich kann mit deren halblauen Geschwätz nichts anfangen. Und für Israel zu sterben, wie es der Gauland erwartet, will ich auch nicht. Ich denke gar nicht daran!

    • Nein, ich wäre mit einer AfD zufrieden, die keine Rechtsradikalen, Rassisten und Antisemiten in ihren Reihen und an führenden Positionen dulden, sondern eindeutig auf dem Boden des Grundgesetzes stehen würde. Was in Deutschland inzwischen fehlt, ist eine seriöse bürgerliche Partei, weil die Union diese Position geräumt und die AfD sie nie wirklich besetzt hat. FDP und Freie Wähler könnten eigentlich mehr aus dieser Situation machen.

      • Was bedeutet:

        „die keine Rechtsradikalen, Rassisten und Antisemiten in ihren Reihen und an führenden Positionen dulden, sondern eindeutig auf dem Boden des Grundgesetzes stehen würde.“

        Sind damit sprachliche „Entgleisungen“ gemeint? Sie sind sehr empfindlich. Links-Grun wird das zu schätzen wissen, wenn Sie die geheuchelte Entrüstung von antiweißen, antideutschen Rassisten, welche diesen verkappten Rassismus hinter einer pseudohumanistische Selbstbeweihräucherung verstecken, auf sich wirken lassen. Würde diese „Entrüstungen“ Unsereins kalt lassen, wären diese absolut wirkungslos. Ansonsten zerfleischt man sich nur selber. Aschschlussverfahren, Spaltung, interne Anfeindungen, Austritte usw. Man tut also brav das, was der politische Gegner, welcher einen am Nasenring führt, möchte.

        Eventuell ist der Fehler also nicht in igrendwelchen Entgleisungen zu suchen, sondern in der Unfähigkeit Vieler, mit der Verachtung jener die einen unter jeder Voraussetzung doch so oder so verachten, psychologisch fertig zu werden. Es ist nicht schlimm, wenn es Leute gibt, die einen nicht mögen. Die überzeugt man doch eh nicht. Man überrennt sie und stellt sie mit einer neuen Regierung vor vollendete Tatsachen. Das überennen 8an der Wahlurne) übernehmen die Leute, welche die vorbildliche Standhaftigkeit ihrer politischen Führer angesichts gegnerischer propagandistischer Jauchekübel zu schätzen wissen und zum Vorbild nehmen.

      • @Alexander Dilger

        Warum ist dieser Höcke eigentlich Rassist? Wegen seinen Buch? Das letztendlich die Abschiebung als Rückführung und damit als Fernziel eines Asylverfahrens ab den Zeitpunkt der Befriedung des Herkunftslandes am Horizont stehen sollte, und dies bei Ausführung Gequängel und hässliche Bilder erzeugen wird, dürfte Fakt sein. Höcke meint ja nur, dass wir uns auf solche Dinge schon mal emotional vorbereiten sollten, wenn man anfängt Recht und Gesetz in Deustschland wieder in Kraft zu setzen. Auch dürfte es Fakt sein, dass wir hier eine ganze Reihe eigentlich asylunberechtigter Asylforderer im Land haben. Deren Tränen können uns doch egal sein. Es sei denn, man will alles was seit 2015 hergekommen ist, letztendlich einbürgern um in irgendwelchen Utopien leben zu können. Oder um dem Niedriglohnsektor neues Humankapital vor die Fabriktore oder den Marxisten neues revolutionäres Subjekt vor den Parteikarren spühlen zu können. Aber wenn man das will, dann soll man das auch so sagen und sich nicht hinter irgendwelchen Geschwätz von Rassismus oder Diskriminierung von „Bürgern 2. Klasse“ verkriechen. Unter hinter der Maske des Liberalismus, wenn man doch eigentlich nur Lobbyist ist und unter Freiheit eigentlich nur Narrenfreiheit für einen Hyperkapitalismus a la USA meint. Und im Grunde sind diese Asylforderer überhaupt keine Bürger. Alles was die bekommen ist ein Zugeständnis des Steuerzahlers. Ein „Zugeständnis“, welches unter fragwürdigen Umständen ausgelotet wird. Die können froh sein, hier überhaupt zeitweilig geduldet worden zu sein.

        Dann ist da ja noch „Höckes“ Aussetzer vom Mahnmal der Schande. Ich meine er hat ja eigentlich nur den Augstein (Jude) zitiert bezüglich des Holocaustmahnmals, als dieser sich gegen dessen Errichtung aussprach. Dessen Aussage hat ja seit 1998 auch keine Schnappatmung ausgelöst.

        https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-7085973.html

        Warum heute? Weil man das Haar in der Suppe sucht.

        uind worüber reden wir dabei eigentlich?
        In meinen Augen ist diese Anlage schon allein aus ästhetischer Sicht hässlich und verschandelt das Stadtbild. Ich war ja mal als Schüler dort. Also ich hätte auf Anhieb Einfälle für schönere, vor allem kreativere plastische Gestaltung der Thematik. Und die Berliner scheinen diesen Ort auch nicht wirklich als das wahrzunhemen, was die verantwortlichen „Künstler“ sich beim Entwurf wohl gedacht hatten. Dort wird uriniert, laute Musik gehört, auf den Steinen herumgespungen und geklettert. Es werden Selfies gemacht. (Die Presse berichtete unlängst darüber!) Dabei soll das doch einen Friedhof darstellen. Sieht nur keiner. Warum eigentlich? Ein Friedhof in Deutschland ist immer in ein Stück Natur eigebettet, zu dessen Teil die Verstorbenen ja letztendlich nach ihrer „Auflösung“ im Boden werden. Asche zu Asche usw. In der Wüste bei Wüstenvölkern mag das ja anders gehandhabt werden. Aber wir sind hier ja nicht in der Wüste und darum versteht auch keiner hier diese Art Kunst der Wüstenleute.

      • Das Durchsetzen des geltenden Rechts ist nicht rassistisch, aber Höckes Gefasel vom „afrikanischen Ausbreitungstypus“, den es nicht gibt.

      • Die Bevölkerung Afrikas wird sich bei stringenten Wachstum um 2050 von den heutigen 1 Mrd auf 2 Mrd verdoppelt haben. Und das liest man nicht nur in irgendwelchen „rechten Käseglocken“ sondern auch bei Welt, Stern usw. Um 1940 lag die Bevölkerung Afrikas mal bei 200 Mio. Völlig egal wie man das nennt. Das Problem der Bevölkerungsexplosion in Afrika ist real existent. Afrika hat viel mehr Menschen, als dessen Boden ernähren kann. Die logische Folge ist Auswanderung / Ausbreitung auf fremde Lebensräume. Das kennen wir ja aus unserer eigenen Geschichte, wo im Zuge der Industrialisierung/Landflucht und Verstädterung also der Aufkeimenden Wohnraumnot in mehreren Wellen Massen an Deutschen nach Nordamerika gingen, weil im Reich nicht genug Platz war. Die Amerikaner freuten sich natürlich über die begabten Handwwerker und Techniker die Bismarck nicht halten konnte. Aber können wir uns über jenes Material freuen, was da aus Afrika zu uns hinüberkommt? Ich glaube kaum. Die werden wir doch bis zur Rente alimentieren müssen. Und die Wirtschaft sieht das ja mittlerweile genauso. Nur die Politik hält an ihren antiweißen Kurs fest.

      • Das bestreitet doch niemand (außer einigen Linksextremisten). Aber das hat nichts mit einem „afrikanischen Ausbreitungstypus“ zu tun, wie doch auch Ihr eigener Verweis auf deutsche Auswanderer früher zeigt.

      • Bei uns war das eine Folge der Konzentration der Menschen und der Geburten in den Städten bei zeitgleichen Austerben des ländlichen Raumes, weil es dort nicht genug Arbeit gab um die Massen zu beschäftigen. Und vor allem entsand ja zu dieser Zeit das Proletariat aus der einstigen nun in die Städte strömenden Landarbeiterschaft, welche die Bande zur Landbevölkerung und damit letztendlich auch ländliches Wohneigentum der Altvorderen verlor. Bzw verproletarisierten die Landarbeiter.

        Aber was ist nun mit den Afrikanern?
        Faktisch sind diese Leute in der absoluten Mehrheit ungebildet, hängen dogamtisch religiösen Firlefanz an und sind daher für unsere Belange unbrauchbar. Was sollen wir mit diesen Leuten? Im Übrigen gehören die autochthonen Deutschen wie alle anderen weißen Völker auch zur echten globalen Multikultur. Die Menschen hier sehen eben so aus wie sie aussehen und haben auch sonst spezifische Eigenschaften welche die Natur in unseren Breiten bevorzugt hat. Ich lehne also schon aus Gründen der Vielfalt (global betrachtet) und im Sinne der Natur eine Ansiedlung vonAfrikanern in Europa ab. Und das diesen Leuten da unten mit den dort viel wertvolleren Euro besser geholfen werden kann, versteht doch jeder Grundschüler. Und da ist das Problem. Gesunder Menschenverstand wird als Rassismus deklariert und alle zucken zusammen. Dem Arbeiter und mittelständischen Unternehmer ist es aber egal, ob er sein Kreuz bei „Rassisten“ macht. Die haben genug eigene Sorgen.

      • Der Industriellen Revolution ging eine landwirtschaftliche Revolution voraus. Nur weil Bauern viel produktiver wurden und mehr Städter durchfüttern konnten, war die Industrielle Revolution überhaupt möglich und konnte auch die Bevölkerung so stark zunehmen. In der wirtschaftlichen Entwicklung stehen die meisten afrikanischen Ländern nun an dieser Schwelle, während die meisten asiatischen Länder schon weiter sind.

        Ihre „Argumente“ mit dem Aussehen und der Vielfalt gehen hingegen an der Sache vorbei bzw. sind bereits ohne Not rassistisch.

      • Die Industrielle Revolution basierte vor allem auf der Erfindung von Maschinen, die es so vorher nicht gegeben hat. Die Verelendung der Landbevölkerung hat etwa ein Jahrzehnt vor Beginn der Industriellen Revolution eingesetzt und ist vor allem auf eine seinerzeit ansteigende Lebenserwartung und gleichzeitig zunehmende Geburtenraten sowie den Rückgang der Kindersterblichkeit zurück zu führen, was – so paradox es auf den ersten Blick erscheinen mag – dazu geführt hat, dass bei gleich gebliebenen Ressourcen innerhalb einer Generation die anderthalbfache Menge an Menschen durchgefüttert werden musste. Es entstand so innerhalb weniger Jahre ein in diesem Ausmaß bis dahin nicht gekannter Pauperismus. Die sprunghafte Zunahme der (Land)Bevölkerung wiederum wurde einerseits tatsächlich von einer Zunahme der landwirtschaftlichen Produktivität beflügelt, die insbesondere der Einführung der Kartoffel zu verdanken war, andererseits aber auch von der expansionsorientierten Bevölkerungspolitik des Absolutismus. Beides hat im Ergebnis dazu geführt, dass innerhalb verhältnismäßig kurzer Zeit genügend Humankapital für eine zügige Industriealisierung zur Verfügung stand, was wiederum die Industrielle Revolution erst ermöglicht hat.

      • Die landwirtschaftliche Revolution ging der industriellen voraus. Entscheidend war die Anwendung der wissenschaftlichen Methode oder allgemeiner von funktionierenden Innovationen auf alltagsweltliche Probleme. Sie widersprechen sich selbst, ob die Menschen dadurch reicher oder ärmer wurden. Tatsächlich ist es so, dass mehr Menschen ernährt werden könnten, wodurch es dann auch mehr Menschen gab, aber unterproportional, wodurch alle im Schnitt reicher wurden, aber ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau, was dann augenscheinlicher war (so ähnlich wie in Afrika heute).

      • @Alexander Dilger

        Sie schreiben „Die landwirtschaftliche Revolution ging der industriellen voraus.“
        Natürlich. Etwas anderes habe ich ja gar nicht behauptet. Es deckt sich ja auch mit meinen Ausführungen, nur dass ich den Terminus „landwirtschaftliche Revolution“ nicht verwendet habe und auch nicht gerne verwende, da er nicht eindeutig definiert, welche „landwirtschaftliche Revolution“ genau gemeint ist.

        Die Pauperisierung der Landbevölkerung indes hat schon etwas mit ihrer vorausgegangenen drastischen Vemehrung zu tun, die wiederum ihre Ursache nicht in einer „landwirtschaftlichen Revolution“ alleine hatte, ohne sie aber vermutlich so auch gar nicht stattgefunden hätte.

      • @ Alexander Dilger:

        Die Aussage Höckes vom „afrikanischen Ausbreitungstyp“ ist doch wirklich alt (2015) und bereits in der Vergangengheit richtig gestellt worden. Ganz davon angesehen sollten Sie nicht so den Fokus auf einen! von 16 Landes- und Fraktionsvorsitzenden legen. Dieser hat sich übrigens in der Schweizer Weltwoche zu einer ganzen Reihe an sehr kritischen Fragen zu seinen Äußerungen aus der Vergangenheit geäußert. Es wird klar, vieles an Gezeter und Hysterie relativiert sich schnell:

        https://www.weltwoche.ch/amp/2019-48/titelgeschichte/ich-meine-es-nicht-bose-die-weltwoche-ausgabe-48-2019.html

        Dass ich auch nicht 100%ig begeistert von Höcke bin, habe ich ja andrer Stelle schon einmal begründet.

        Ganz generell ist es schon skurril, welcher hysterische Popanz künstlich von den Kreisen des Satus Quo über Höcke und „den Flügel“ aufgebaut wird. Interessanterweise wird sich nicht in ähnlich hysterischer Art und Weise über den Rassismus und Hass gegenüber Deutschen geäußert. Scheinbar ist dieser weniger schlimm. Ein sehr bezeichnender Vorgang, der sehr viel über das eigene Selbstwertgefühl und die eigene gesunde Interessensvertretung aussagt. In den meisten anderen Ländern der Welt liegt der Fokus auf der eigenen nationalen Interessensvertretung und nicht auf dem Rumreiten von 3 mehrere Jahre alten missglückten Äußerungen und Lagebeschreibungen.

      • Es war nicht nur eine Äußerung, sondern es gab viele. Diese waren auch nicht missverständlich, sondern wurden ganz richtig verstanden, sowohl von den Höcke-Fans wie auch seinen Gegnern.

        Richtig ist, dass sich Linksextremisten ähnlich äußern mit umgekehrtem Vorzeichen. Doch hier diskutieren kaum noch Anhänger von den Grünen und Die Linke mit, die man zu ihrem Verhältnis dazu fragen könnte. Dass die CDU jetzt gerne mit den Grünen koaliert und teilweise auch Die Linke koalitionsfähig findet, halte ich für sehr kritikwürdig.

      • CDU und SPD sind es seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland gewohnt an der Macht zu sein und haben sich noch nicht damit abgefunden, dass sie keine „Volksparteien“ mehr sind. Deutschland ist zur Zeit ein Sechs-Parteien-Staat und nicht mehr ein Staat mit zwei politischen Hauptlagern und einer kleinen liberalen Partei als Zünglein an der Waage. Diese Zeiten liegen mehr als 30 Jahre zurück, was weder die Unionsparteien noch die sieche SPD bis heute erkannt zu haben scheinen. Mit der Wendigkeit eines Supertankers werden diese Parteien nicht mehr lange bestehen.

      • Und wie erklärt man sich dann Debatten im preußischen Landtag bzw später im Reichstag bezüglich der Entblößung des ländlichen Raumes? Ein Phänomen das ja bis heute nachwirkt und sichtbar ist. Es geht um die Kosumgüter dessen Produktion mehr und mehr verurbanisiert wurde. Früher kam ja noch vieles an Gebrauchsgegenständen aus ländlichen Handwerksbetrieben. Im Laufe der Zeit mehr aus städtischen Fabriken wo sich dann die Arbeitlosen des ländlichen Raumes niederließen um Beschäftigung zu finden. Wie heute ja auch. Nur das heute eher noch gependelt wird, weil die Banken einen ja ein Auto gegen Zinsen leihen bis es abbezahl ist und nur noch Schrottwert hat und in den Besitz des Kreditnehmers übergeht.

      • Die Produktivität von Industriebetrieben ist viel höher als von Handwerksbetrieben, so dass jene nur in Nischen überleben können (z. B. am Bau oder bei Reparaturen in Privathaushalten, wozu sie industriell gefertigte Ersatzteile verwenden), das aber auch in Zeiten der Globalisierung. Die Konzentration von Menschen und Betrieben in Ballungsräumen erhöht auch die Produktivität, was durch begrenzten Platz und steigende Mieten begrenzt wird. Letzteres ist ein endogenes Phänomen, welches von den Sozialisten in allen Parteien übersehen wird.

  11. Darf ich die Nicht-Freischaltung meiner Kommentare als einen abschließenden Zustand begreifen? Vor allem von Klaus Wolfgang Berger hätte ich gerne seine Meinung zu den in den Videos aufgeworfenen finanzpolitischen und sozialpolitischen Feststellungen gelesen. Und da Sie selbst die FDP so hochhalten, würde mich brennend ihre Haltung zum doppelten Spiel der FDP um die EU-Ausgaben interessieren. Sollte die Anspielung mit den Perlen als Beleidigung aufgefasst worden sein, so bitte ich um Entschuldigung. Löschen Sie den Satz und schalten Sie doch bitte die Kommentare frei. Es geht mir hier nicht darum, die AfD hochzujubeln. Das können andere besser als ich. Ich lehne diese Partei aus unterschiedlichen Gründen ab. Was mich jedoch stört ist, dass Viele Leute sich in der Hauptsache auf irgendwelche „Fliegenschisse“ stürzen, weil diese leichtes Ziel bieten. Die vielen ausgesprochenen kleinen Wahrheiten, von welchen die Jauchekübel um verbale Entgleisungen ablenken sollen, an die traut man sich nicht heran. Das könnte ja, vor allem auch aus Perspektive der FDP, den potentiellen Koalitionspartner CDU verärgern. Trägt dieser doch für den Raub am deutschen Volk die Hauptverantwortung. Ein Dieb lässt sich nicht gerne als Dieb bezeichnen. Eine solche unaufrichtige weil grundsätzlich ablehnende Kritik an allem was die AfD von sich gibt, ist jedoch doch zudem der eigentliche Grund an der Radikalisierung welche dann unter anderem auch hier bejammert wird. Zugegeben stehe ich dieser Radikalisierung der deutschen Bevölkerung mindestens wohlwollend gegenüber. Aus dialektischer Sicht wirkt Radikalität katalysierend und so hätte man dann beschleunigt wenigstens noch eine Chance die Folgen der gegenwärtigen Politik zu Kompensieren und überhaupt die gegenwärtige Politik zu beenden ehe diese Deutschland beendet.

    • Ihre Kommentare sind nicht so schlimm oder inhaltsleer, dass ich sie zurückhalten würde. Doch unkommentierte Links sind z. B. eher unerwünscht, siehe die ‚Regeln für Kommentare‘, und müssen von mir vorher kurz überprüft werden.

      Die FDP hat ihre eigenen Probleme, insbesondere mit Blick auf die EU, was die AfD 2013 noch zu nutzen verstand, aber seither nicht mehr als un- bis antiliberale Partei. Nun soll es in einer Demokratie unterschiedliche Parteien geben und es müssen nicht alle liberal sein, doch die Verharmlosung des Nationalsozialismus geht dann doch zu weit und die AfD ist auf dem Weg zur NPD 2.0. So eine Radikalisierung ist für sich genommen schädlich, verschafft aber auch den Linksradikalen weiteren Zulauf, was selbst Sie nicht ernsthaft wollen können.

      • @ Alexander Dilger

        „auch Herr Lucke ist nicht liberal, sondern erzkonservativ“

        In gewisser Weise stimmt das sogar. Jedenfalls hat Herr Lucke im verzweifelten Kampf für Wählerstimmen für seine Splitterpartei mehrfach Lobbyismus für die aus Pakistan stammende radikal-islamische Ahmadiyya-Sekte betrieben und sich sogar mit deren oberen „Mufti“ in London getroffen. Diese sind weitaus „erzkonservativer“ und reaktionärer als jeder in der AfD: Radikale Geschlechtertrennung, nicht nur beim Beten, sondern auch bei harmlosen Vereins- und Freizeitaktivitäten. Mädchen und Frauen tragen immer Kopftuch und haben selbstredend nur Ahmadiyya-Islam-Angehörige als Mann. Derlei gibt es bei der AfD nicht. Hier kann sogar eine lesbische Frau Vize-Sprecherin und Fraktionsvorsitzende ohne große Verwerfungen werden.

        „Aber momentan bekommt es die AfD-Bundestagsfraktion doch noch nicht einmal hin, einen halbwegs akzeptablen Bundestagsvizepräsidenten aufzustellen,(…), welches zumindest FDP und Union gar nicht guten Gewissens ablehnen könnten?“

        Sie scheinen etwas naive Vorstellungen davon zu haben, mit welch harten Bandagen ein um Pöstchen, Mandate, Einfluss und letzten Endes Deutungshoheit verzweifelt kämpfendes Altparteiensystem um sein „Überleben“ kämpft. Zu viele 1. „Minderperformer“ (300sel Formulierung) und in meinen Augen 2. Verbrecher wollen unbedingt und ungestört an ihrem Kurs der Abwicklung Multikulturalisierung der Nationalstaaten festhalten. Opposition, zumal kritische und unkorrumpierbare sowie erfolgreiche, stört da nur.

        Alleine schon, wenn man überlegt, welche Position Frau Claudia Roth bekleidet und was sie früher zum Besten gegeben hat, erübrigt sich hier jede weitere Diskussion.

        „Auch Herr Höcke kommt von der NPD(…), bis er die AfD nach ihrem Bild umformte.“

        Also das Höcke Mitglied der NPD war, ist mir neu. Derartiges wurde bisher nicht publik und ich nehme an, dass sich hier auch nichts ändern wird. Das einzige, was Sie hier heranziehen können, ist eine hypothetische Verbindung zu zwei unter Pseudonym veröffentlichten Artikeln in einer NPD-nahen Postille aus den Jahren 2011/2012. Dieses ist aber bis heute nicht bewiesen, da erstens vieles auf Mutmaßungen und Konstruktionen eines linksradikalen wahnhaften Ideologen beruht und zweitens sich bereits Dritte dieser Autorenschaft bezichtigt haben. Selbst wenn Höcke diese zwei Texte selbst geschrieben hätte, wäre die Formulierung „von der NPD kommt“ stark zugespitzt.

        Dass die AfD nicht mit der NPD vergleichbar ist, ist wohl offensichtlich. Reichsflaggen und NS Fans gibt es bei der AfD nicht. Dafür aber jede Menge Migranten und ungleich größere Wählerreservoirs im Vergleich zur NPD, die in den Jahren vor der AfD bundesweit nur bei 1- 1,5% lag. Haben Sie schon einmal Reichsflaggen und Rudolf Hess Gedenkmärsche bei der AfD gesehen? Glauben Sie die vielen Migranten wären in einer Partei, die eine Teilwerdung des Deutschen Volkes bei Migranten von vornherein ausschließt?

        „Natürlich meint er die Höcke-Fans“

        Nein, hier vereinfachen und verallgemeinern Sie. Martin Renner z.B. ist auf die Einzelperson Höcke auch nicht übermäßig gut zu sprechen und trotzdem ein grundsätzlicher Kritiker der herrschenden Zustände und Idealist. Und so gibt es viele sehr gute Funktionäre und Mandatsträger, die Idealisten sind und sowohl über die mannigfaltigen Fehlentwicklungen im Bilde sind, als auch über die Gründe hierüber: Jahrzehntelange Linksverschiebung des Overton-Fensters und daraus resultierend eine links-grüne Diskurshegemonie, die sogar eine grüne CDU möglich macht. Viele gute AfD-Politiker verstehen diese Zusammenhänge. [6 Wörter abgeschnitten, um auf 500 zu kommen, AD.]

      • Das Bundestagsvizepräsidentenamt wurde hier schon ausgiebig diskutiert. Dass Herr Höcke NPD-Mitglied war, habe ich nicht behauptet; dass er zumindest NPD-nah war und ist, können doch auch Sie nicht ernsthaft bestreiten.

    • Deutscher Volksgenosse sagte am 06/12/2019 um 10:56 :…“ Vor allem von Klaus Wolfgang Berger hätte ich gerne seine Meinung zu den in den Videos aufgeworfenen finanzpolitischen und sozialpolitischen Feststellungen gelesen. . . “
      Sie sehen das eigentliche Problem nicht, zu dem wir uns hier schon weitgehend einvernehmlich verständigt hatten: Die Spitzen in etlichen Landesverbänden und im Bundesvorstand der AfD haben sich in der Vergangenheit mit dem Ziel, möglichst viele Unzufriedene in Sachen Migrationspolitik einzusammeln, in anrüchige Formulierungen und Positionen begeben, die letztlich nur noch Defensive (“ permanente Klärung von „Mißverständnissen“) zulassen und die AfD von jeder politischen Gestaltung ausschließen. Es gibt in den Reihen der AfD- Mitglieder viele gute Einsichten – wie z.B. bei LKR oder der MIT und der Werteunion der CDU auch – aber sie werden eben nicht politisch wirksam, im Falle der AfD durch Verschulden von Spitzenfunktionären, die die Partei zum Opfer ihrer eigenen Rattenfängerei gemacht hat.
      Wir hatten die Stigmatisierung politischer Gegner bezogen auf die FDP unter Westerwelle schon früher erlebt- aber noch nie in der Form einer so breiten Ablehnung durch die Gesellschaft. Eine – wenn auch ganz minimale – Chance zu künftiger politischer Mitgestaltung hätte in einer Besetzung des Bundesvorstandes mit Persönlichkeiten bestanden, deren Werdegang sich von dem der bisherigen Mitglieder fundamental unterscheidet. Chance wieder vertan.
      Angesichts der mit Recht kritisierten Uneinheitlichkeit der Willensbildung in der FDP wäre es vielleicht sinnvoll, es nochmal mit LKR ( http://www.LKR.de ) zu versuchen. Nachdem B. Lucke dort völlig abgetaucht ist und in diesem Forum so hohe politische Kompetenz vertreten ist, müssten wir doch jetzt den Durchbruch schaffen.

      • Die AfD beraubt sich tatsächlich selbst jeder Gestaltungschance, aber LKR hat eine solche Chance nie besessen und wird sie auch zukünftig nicht bekommen (wenn überhaupt, hätte ALFA in den ersten Wochen zünden müssen). Zur politischen Kompetenz gehört es, solche einfachen Zusammenhänge zu erkennen.

      • Alexander Dilger sagte am 07/12/2019 um 00:13 :“ . . aber LKR hat eine solche Chance nie besessen und wird sie auch zukünftig nicht bekommen. . .“
        Könnten wir sie nicht in Liberale Neue Familienpartei umbenennen ?

      • „Liberale Familienpartei“ ?

        Was ist denn das für ein verzweifelter Griff nach dem letzten Strohhalm?
        LKR war zu keiner Zeit liberal. Das „L“ im Namen steht für Lucke. Das sollte sich die LKR ehrlicherweise eingestehen.

      • Die AfD sagt im Grunde nichts Anderes, auch in wirtschafts- und sozialpolitischen Belangen, als Jahre zuvor die NPD unter deren radikalsten Protagonisten Udo Pastörs. Sehen Sie sich doch einfach mal den YouTube-Kanal der ehemaligen Landtagsfraktion der NPD von Mecklenburg-Vorpommern an. Beziehungsweise die aufgezeichneten Landtags-Redebeiträge dort. Bis auf die Aggressivität der Vortragsweise und die Wortwahl ist das alles inhaltlich nahezu identisch mit heutigen AfD Redebeiträgen. Da fragt man sich dann aber, wie weit sollen die sich noch den Maulkorb enger schnallen? Aus meiner Sicht ist das Problem mit der AfD-Spitze nicht in deren Äußerungen zu suchen, sondern in Rückgradlosigkeit beim kleinsten Gegenwind. Man weicht sich lieber auf und verrät frühere Positionen, als dem Volk die Notwendigkeit der Standhaftigkeit gegenüber der Nazikeule zu vermitteln. Das Ergebnis sind dann interne Kämpfe. Ausgehend von Leuten die meinen bestimmte andere Parteimitglieder aus der Partei werfen lassen zu müssen, weil der politische Gegner sonst Nasenbluten vor lauter Empörung bekommt. Dabei haben die einfach noch nicht begriffen, dass sie für die politischen Gegner grundsätzlich immer Nazis sind. Selbst wenn sie tatsächlich nur schwerstkriminelle Asylforderer abschieben wollen. Ehe die AfD auf dem Plan stand, galt Merkel für die Linken noch als Nazi, weil sie die Grenzen nicht weit genug aufriss. Die reden auch jetzt noch von einer „unmenschlichen Asylpolitik“. Und von der „Werteunion“ hörte man damals doch kein Wort. Der Posten und damit der Futtertrog war wichtiger als das Land. Aber heute, wo eine CDU-interne Opposition gegen den Asylkurs populär ist (fragen Sie sich mal welche „Rassisten“ dafür sorgten die schon vorher zur AfD übersiedelten!), da begeht man dann schon mal Erbschleicherei gegen die einstmals umschleimte Mutti.

      • Das ist doch genau der Kritikpunkt: Die AfD ist heute zu großen Teilen wie die neonazistische NPD geworden. Unberechtigte Nazivorwürfe könnte man abwehren, aber sie sind leider zunehmend berechtigt (nicht historisch, aber ideologisch).

      • @Alexander Dilger

        Dann ist Ihr Kritikpunkt also die Dinge beim Namen zu nennen. Und welches andere Verhältnis zu den Asylforderern, als die Differenzierung zwischen „Die und Wir“, haben Sie anzubieten? Die sind eben nicht Teil unseres Volkes. Und im Übrigen auch bei weiten ungebildeter und krimineller, bezogen auf die sie umgebende Wohnbevölkerung. Die kommen ja auch aus fales states. Oder behaupten dies zumindest. Wenn Sie das anders sehen Herr Dilger, dann sollten Sie sich mal bei den Linken oder den Grünen nach einen Parteibuch umsehen gehen. Dort herrscht ja der Standpunkt des schrankenlosen Egalismus, dass jeder der seine Larve auf deutschen Boden geschleppt hat, im Grunde gleich einzubürgern sei. Faktisch geschehen im Falle aller „EU-Bürger“, welche mit Anschrift in Deutschland „Anspruch“ auf deutsche Sozialleistungen haben. Hier werden ja nicht mal die hier lebenden EU-Ausländer, vor allem Polen, dazu verpflichtet, ihre Autos in Deutschland anzumelden. Die freuen sich natürlich unsere Straßen für Lau zu verwenden angesichts billigere Steuern in ihren Herkunftsländern. Aber vor ellem freuen die sich über die deutsche soziale Hängematte. Der Deutsche, der solls zahlen. Und faktisch ist das ja mit den Asylforderern exakt dasselbe! Von welchen Rassismus reden Sie also? Ich interpretiere das eher als gesunden Menschenverstand. Im Sinne ethnischen Selbsterhaltes sowie im Sinne sozialer und ökonomischer Vernunft. Das wirkt natürlich auf der politischen Bühne nicht sexy da wir ja angeblich wegen dem Holocaust irgendeine ewige Verantwortung zur Selbstzerstörung hätten. Und das wo Israel doch selber seine Grenzen dicht macht für Leute, die wir angeblich rassistisch ausgrenzen würden, wiel wir nicht unser letztes Hemd mit ihnen teilen wollen. Eben weil wir sie nicht als unsereins betrachten, was ja auch nur logisch ist.

        Vor allem weil das GG ja deren Aufenthalt ohnehin nur als einen temporären Zustand interpretiert. Das wird natürlich von bestimmten Ideologen ausgehölt wo es nur geht. Und schon ist jeder, der die Löcher wieder stopfen will, also das Grundgesetz zum Zuge kommen lassen will, ein Nazi. Vollkommen unabhängig ob er wie einst die NPD mit den Zähnen fletscht oder sich diese selber gezogen hat wie beio der AfD. Und erinnern sie sich doch mal an Asylkritiker aus den Reihen der CDU/CSU und anderer Blockparteien, aus den 1990er. Wie die durch den Dreck getreten wurden, weil sie es wagten, mit demokratisch verbrähmtesten Engelszungen die Wahrheit zu sagen. Es geht um Deutungshoheit. Diese verliert man natürlich, wenn man nicht darum kämpft. Und im Übrigen geht es darum die breite Masse des Volkes, vor allem die Arbeiter und auch den Mittelstand zu gewinnen. Diese tragen den Staat und werden am meisten ausgebeutet für den Multikultie- oder Klimamist oder fürs Kriegspielen und diplomatische7handelpolitische Stänkern im Schlepptau des US-Imperialismus.

      • @“Deutscher Volksgenosse“

        „Und welches andere Verhältnis zu den Asylforderern, als die Differenzierung zwischen „Die und Wir“, haben Sie anzubieten? Die sind eben nicht Teil unseres Volkes.“

        Wissen Sie was, „Volksgenosse“ …
        … als gebürtiger Bürger des Freistaats Bayern kann ich dazu nur sagen, dass ich mich bis heute frage, was uns die innerdeutschen, umverteilungssozialistischen Finanzkraftausgleichsforderer denn so Tolles anzubieten haben? Insbesondere die „Wiedervereinigten“, denen wir verdanken, dass wir seit nunmehr 14 Jahren von einer FDJ-Funktionärin regiert werden und sich die real existierende DDR wie Mehltau über ganz Deutschland gelegt hat. Sind die etwa „Teil unseres Volkes“? Aus originär bayerischer Sicht ganz sicher nicht.

      • Glauben Sie im Ernst, dass die nach 1945 gegen ihren Willen vom Rest des Landes weggezerrten irgendwas für den Kurs in „ihrer“ roten Diktatur konnten, etwas daran hätten ändern können (Niederschlagung des Aufstandes 1953, Stasiterro), geschweige denn für das zur Verantwortung zu ziehen sind, was aus der Wende gemacht worden war? Im Übrigen waren es Deutsche aus West und Ost, die 1990 betrogen wurden als man ihnen hunderte Mrd über den „Altlastenausgleich“ aus der Staatskasse riss. Gewonnen haben 1990 allein die Banken. Und Sie ahnen nicht wer da so alles mit drinhängt der heute den nationalen Sorgemann spielt. Unter anderem ein Sarrazin.

        [Link auf zweifelhaftes Video gelöscht und anderen Kommentar nur mit Link nicht freigeschaltet, AD.]

        Wir wurden überhaupt nur darum wiedervereinigt, weil man die DDR für ausreichend ruiniert hielt, dass dies uns noch Jahrzehnte lähmen würde. Frühere, günstigere Zeitpunkte ließ man genau darum verstreichen. Ich erinnere da an die Strauss-Kredite. Ohne die wäre doch schon weit vorher Schluss im Politbüro gewesen. Der Feind saß nicht nur in Ostberlin, sondern auch in Bonn. Erfüllungsgehilfen der USA bei der Niederhaltung Deutschlands.

      • Das ist eine absurde Verschwörungstheorie. Die Wiedervereinigung gab es vorher einfach deshalb nicht, weil die Sowjetunion sie nicht zugelassen hätte. Ohne Herrn Gorbatschow gäbe es die DDR heute noch, wie marode auch immer.

      • @Alexander Dilger

        Und das widerum ist völliger Quatsch. Es gab nicht nur die Stalinnote, sondern auch immer mal wieder Angeboite die DDR für eine gewisse Ablöse preiszugeben. Adenauer lehnte dies ab. Ganz im Sinne seiner Zuhälter in den USA.

        Der britische Außenminister Sir Ivone Kirkpatrick schrieb zum deutschfeindlichen Verhalten Adenauers in seinen später veröffentlichten Aufzeuichnungen:

        „Dr. Adenauer wollte mich [Kirkpatrick] wissen lassen, daß er eine solche Haltung mißbillige. Der entscheidende Grund sei, daß Dr. Adenauer kein Vertrauen in das deutsche Volk habe. Er sei äußerst besorgt, daß sich eine künftige deutsche Regierung, wenn er von der politischen Bühne abgetreten sei, zu Lasten Deutschlands mit Rußland verständigen könnte. Folglich sei er der Meinung, daß die Integration Westdeutschlands in den Westen wichtiger als die Wiedervereinigung Deutschlands sei.“

        Darüber hinaus teilte Adenauer mit, es würde natürlich katastrophale Folgen für seine politische Position haben, wenn seine Ansichten, die er Kirkpatrick in solcher Offenheit mitgeteilt habe, jemals in Deutschland bekannt würden. Adenauer setzte damit die Forderung seines Schwagers [Adenauers zweite Frau (geb. Zinsser) war eine Cousine von Mrs. McCloy, der Frau des stellvertretenden US-Kriegsministers.] John McCloy um, dessen Auftrag als Hoher Kommissar der USA in der BRD darin bestand, nach dem Motto „lieber das halbe Deutschland ganz als das ganze Deutschland halb“ zumindest einen Teil Deutschlands in ein westliches Militär- und Wirtschaftsbündnis zu führen.

        Adeneauer hatte schllicht opportunistische Angst. Denn ein wie von Stalin gefordertes neutrales blockfreies Deustchland mit einen Minimum an eigenen Streitkräften die zur Selbstverteidigung dienen, hätte ohne sowjetische Drohkulisse (DDR) den Aufrüstungsschreiern und überhaupt den kalten Kriegern der CDU den Boden entzogen. Man wollte die Mehrheits-Macht nicht in einen gesamtdeutschen Wahlprozess, wohlmöglich noch mit der SPD oder wohlmöglich mit völlig west / ost unabhängigen politischen Bewegungen teilen müssen bzw von diesen abgewickelt werden. Zudem war ja Österreich bis 1955 besetzt. Und damals waren die Ostmärker noch nicht derart gehirngewaschen wie heute. Eine Wiedervereinigung mit Österreich, von Österreich ausgehend, wie deren Versuch von 1919 als sie sich ebenfalls zu einem Bestandteil der deutschen Republik bekannten, wäre also durchaus im Bereich des Möglichen gewesen. Eine Rekonsolidierung Mitteleuropas und damit eine kommende Wirtschaftsmacht die ähnlich erfolgreich wie das Kaiserreich oder das 3. Reich in die europäischen Absatzmärkte hineinstrahlt (und dann auch noch den Ostblock als gleichberechtigten Geschäftspartner behandelnd ohne sich von den USA Sanktionstrends diktieren zu lassen) musste natürlich von den westlichen „Freunden“ Deutschlands verhindert werden.

        Vor allem aber ging es aber auch um die hunderten Kilometer, welche die westliche Armeen dann vom Osten getrennt hätten. Ein europäischer Krieg oder zumindest die permanente Kriegshysterie hätte sich ohne das Pulverfass mit unauslöschbarer Lunte in Gestalt einer direkten Grenze der Militärblöcke natürlich weniger leicht bei Bedarf vorm Zaun brechen lassen können. Das hätte der USA geopolitisch jede offensive Möglichkeit in Europa geraubt. Das hätte eine zu starke Befriedung Europas bedeutet. Das wollte man nicht zulassen.

      • Was für ein Paralleluniverisum nehmen Sie denn da an? Es ist noch nicht einmal klar, ob Stalins Angebot eines neutralen wiedervereinigten Deutschlands überhaupt ernst gemeint war. Falls ja, wäre dies immer von der Sowjetunion bedroht gewesen. Selbst ein Präsident Putin, der sicher kein Stalin ist, hat doch vertragswidrig die Krim annektiert und die Ostukraine angegriffen. Konrad Adenauer hat alles richtig gemacht.

      • Von der Sowjetunion bedroht? Es hätte nie einen Warschauer Packt gegeben, da es ja keine Notwendigkeit zum permanenten Aufmarsch in Osteuropa gegeben hätte. Wozu auch, wenn der nächste alliierte Panzer, das nächste alliierte Geschwader 600km entfernt gestanden hätten, anstatt in Spuckweite? Es hätte der Sowjetunion hunderte Mrd an Aufrüstungskosten gespart, welche ja am Ende gar nicht mehr zu stemmen gewesen waren.

      • Stalin war ein brutaler Gewaltherrscher, kein postmoderner Schwätzer. Bei Gelegenheit hätte er ein neutrales Deutschland einkassiert. Zugleich hätte die Gefahr bestanden, dass ein weiterer deutscher Sonderweg wieder in einer Katastrophe geendet hätte. Sie würden doch auch Gebietsansprüche stellen.

      • @Alexander Dilger

        Stalin war sicherlich ein Monster aber hatte auch Interesse das Gewonnene zu halten. Womit er bzw dessen Nachfolger ja so ihre Probleme hatten. Siehe Ungarn, CSSR usw. Um sich fremdvölker gewogen zu halten, sollte man den ungezügelten Griff nach deren Bodenschätzen und Produktionpotentialen eher meiden. Ohne die massive Aufrüstung, wäre der „Wohlstand“ in den Satellitstaaten und in der kriegsverherten Sowjetunion selber wesentlich schneller und umfangreicher gewachsen. Der Unmut gegenüber dem herrschenden Pack wäre eher unter Kontrolle zu halten gewesen. Dafür ein kleines Gebiet preiszugeben, dass ja ohne die wichtigen Rohstoffgebiete und Industriegebiete welche man ja den Polen in den Rachen stopfte (Schlesien, Stettiner Raum usw), ohnehin nur schwer autonom lebensfähig war, wäre ein akzeptabler Preis gewesen.

        Adenauer und auch die SPD sind mit Gebietsansprüchen in den Wahlkampf gezogen. Mehrfach. Sie machten den Vertreibenen doch überhaupt erst jene Hoffnung die Heimat wieder zu bekommen, welche man diesen dann später als Rechtsradikalität auslegte, als man nicht mehr auf deren Stimmen angewiesen war. Dieses parlamentarisch-„demokratische“ Plutokratenregime ist einfach durch und durch verlogen und manipulativ. Wir werden es auch erleben, dass irgendwann die geliebten Klimaaktivisten, also die schulpflichtigen Rotzgören, welche der aktuelle Grüßaugust und die Mutti so lieb hätscheln und tätscheln, nichts mehr Wert sein werden, sobald die ihren Zweck erfüllt haben. D.h. wenn der Bürger, bzw die weltfremden upperclass Hipster unter diesen, sich selber, aber in erster Linie auch den steuerzahlenden Rest des Volkes, maximal zur Kasse gebeten haben werden, für die Klimareligion. Die Asylforderer, und morgenländischen / afrikanischen Ausländer die schon länger hier schmar…. „leben“, wird man deutlich länger an die „liebende Brust“ nehmen. Schlißlich sind deren Sonderwünsche nach möglichst uneingeschränten Familiennachzug, deren Kulturimperialismus, und deren Agender einer Möglichst großer Narrenfreiheit für ihren despotischen und pädophilen/frauenfeindlichen/tierquälerischen/bildungsfeindlichen religiösen Firlefanz durchaus langfristig akkumulierbare Bedürfnisse, welche man mit entsprechender Klientelopolitik (dass sogar Glaubwürdig mit Polit-Daarstellern aus deren Reihen. Googlesuchbegriff: ethnische Wahl) bis zur endgültigen Abschaffung Deutschlands und weit darüber hinaus abgrasen kann. Das verlangen nach wirtschaftlicher Selbstzerstörung wird ja irgendwann unpopulär. Das nach dem gesellschaftlichen Rückfall in die Steinzeit ist hingegen vor allem für Moslems ein Bestseller in Sachen Führungsauswahl seit 1400 Jahren. Und das wird sich wohl auch die nächsten 1400 Jahre nicht ändern.

        Ich persönlich halte Nichts von Gebietsansprüchen gegenüber Polen. Und ich bin froh, dass 1990 keine Gebietsabtretungen an uns vollzogen wurden. Dort leben keine Deutschen mehr. Wohl aber lauter Polen, die dann eine absolut homogene Enklave unter scih gebildet und Warschau ermöglichen hätten, mit einer riesigen 5. Kolonne an der Wahlurne Einfluss auf unsere Politik zu nehmen. Zudem wäre das ein ständiger Unruheherd gewesen, den wir nur schwer hätten verdauen können. Das hätte uns zur Geisel Warschaus gemacht, das jederzeit mit seinen Angenten hätte national-polnische Aufstände provozieren können. Die Polen sind wesentlich nationalistischer als wir. Uns hat man doch ab 1945 den Geist gebrochen. Aber den Polen? Ganz im Gegenteil! Wir hätten Ohnmächtig alles akzeptieren müssen, was uns Warschau an wirtschaftlichen Forderungen diktiert hätte. Die Alternative wäre ja eine Eskalation gewesen. Aber womit? Mit der Bundeswehr? [33 Wörter abgeschnitten, um auf 497 zu kommen bei einem Limit von 500 für Kommentare, AD.]

      • Stalin hatte doch auch die DDR gewonnen, die das reichste Land im Ostblock war und viel abliefern musste. Machtpolitisch noch wichtiger war es für ihn, Deutschland schwach zu halten, also entweder geteilt oder neutral-pazifistisch mit der Option der Eroberung.

        Letzteres galt auch für die Westalliierten. Noch 1989/90 waren nur die USA vorbehaltlos für die deutsche Wiedervereinigung. Die Franzosen verlangten den Euro als Preis der Einheit und sahen erst hinterher, was sie davon hatten. UK will jetzt die EU verlassen und kann dadurch Deutschland nicht länger einhegen.

      • @Volksgenosse
        „Wir wurden überhaupt nur darum wiedervereinigt, weil man die DDR für ausreichend ruiniert hielt, dass dies uns noch Jahrzehnte lähmen würde.“

        Diesen Satz unterschreibe ich.

        Allerdings übersehen Sie in Ihren übrigen Ausführungen, dass „wir“ (ich nehme an, Sie meinen damit die Bürger der ehemaligen BRD?) erst gar nicht gefragt wurden, ob wir „wiedervereinigt“ werden möchten und wie viel wir dafür auszugeben bereit sind. Wo ist denn da der große Unterschied zu einer Zwangsvergemeinschaftung mit den Mitgliedsstaaten der Eurozone oder mit der Zwangsbeglückung durch Merkels Gäste, für die wir Tag für Tag nicht nur monetär teuer bezahlen dürfen?

      • @300sel (der vorherige Kommentar auch)

        Und glauben Sie, das da nicht vor allem einige Stimmen aus dem Westen die Mutti auf den Thron hieften und auch dort hielten? Und wer hat die Alte eigentlich unter seine Fittiche genommen, als „sein Mädchen“.

        Aber Ok Früher redete Merkel ja noch so wie die AfD heute und wurde gewählt. Ich hätte die auch gewählt, wäre ich damals nicht erst 10 Jahre gewesen. Wer konnte denn ahnen, dass daraus mal das glatte Gegenteil werden würde.

      • Es ist genau richtig, die Dinge beim Namen zu nennen, also z. B. echte Rechtsradikale auch als rechtsradikal zu bezeichnen, aber nicht jeden mit anderer Meinung gleich als „Nazi“ zu beleidigen.

        Die richtige Position liegt meist in der Mitte. Natürlich können Ausländer zu Deutschen werden und dabei kommt es nicht auf die Hautfarbe an. Ebenso selbstverständlich ist nicht jeder Ausländer ein Deutscher und auch nicht jeder gleichermaßen dazu geeignet, wobei es auf Verhalten und Grundüberzeugungen ankommt.

      • @Klaus Wolfgang Berger

        „Die Spitzen in etlichen Landesverbänden und im Bundesvorstand der AfD haben sich in der Vergangenheit mit dem Ziel, möglichst viele Unzufriedene in Sachen Migrationspolitik einzusammeln, in anrüchige Formulierungen und Positionen begeben, die letztlich nur noch Defensive (“permanente Klärung von „Mißverständnissen“) zulassen und die AfD von jeder politischen Gestaltung ausschließen.“

        Eine schonungslose aber wohl leider zutreffende Analyse.
        Dennoch sehe ich in Kleinstparteien wie LKR oder einer Neugründung keine Alternative zur AfD. Die Chance auf zunehmenden Erkenntnisgewinn in der AfD (der ja längst eingesetzt hat) ist weit höher als die Wahrscheinlichkeit, Bernd Luckes totem Wählerverein Leben einzuhauchen, mit einer Neugründung erfolgreich zu starten oder gar aus der FDP endlich wieder eine Partei zu machen, die Akzente setzt.

      • @330sel

        Aber hier mal ein Konvolut von einstamls relativ brauchbaren Positionen der Merkel in Oppositionsmodus.

        Sie wissen das, spätestens seit PISA: Bevor wir neue Zuwanderung haben, müssen wir erst einmal die Integration der bei uns lebenden ausländischen Kinder verbessern.“

        Bundestagsrede am 13. Februar 2002

        „Die zentralen Probleme unseres Landes sind offensichtlich: zunehmend instabile soziale Sicherungssysteme, hoch verschuldete öffentliche Haushalte, zu wenig Kinder. 30 Millionen Deutsche weniger in einigen Jahrzehnten, Abwanderung in einigen Bereichen, nicht gesteuerte Zuwanderung in anderen.“

        Auf dem Leipziger Parteitag der CDU 2003

        „Andere Länder investieren konsequent in Forschung und Entwicklung. Wen wundert es, dass wir gegenüber der internationalen Konkurrenz weiter an Boden verlieren? Wer nur mittelmäßig in Forschung investiert, wird auch nur mittelmäßige Ergebnisse bekommen.“

        Ebenda

        „Manche unserer Gegner können es sich nicht verkneifen, uns in der Zuwanderungsdiskussion in die rechtsextreme Ecke zu rücken, nur weil wir im Zusammenhang mit Zuwanderung auf die Gefahr von Parallelgesellschaften aufmerksam machen. Das, liebe Freunde, ist der Gipfel der Verlogenheit! Eine solche Scheinheiligkeit wird vor den Menschen wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen. Deshalb werden wir auch weiter eine geregelte Steuerung und Begrenzung von Zuwanderung fordern.“

        Ebenda

        „Da muss man natürlich darüber sprechen, dass es den Missbrauch des Asylrechts gibt. Da muss man natürlich sagen, die Folge kann nur sein, Steuerung und Begrenzung von Zuwanderung. Alles andere wird keine Akzeptanz in der Bevölkerung finden.“

        Ebenda

        „Weniger Steuern, weniger Staat. Wir werden ein Programm auflegen, mit dem wir den Eingangssteuersatz auf zwölf Prozent und den Spitzensteuersatz auf 39 Prozent senken.“

        Im Bundestagswahlkampf 2005

        „Ich halte es nicht für sinnvoll, dass ausgerechnet das Land mit den sichersten Atomkraftwerken die friedliche Nutzung der Atomenergie einstellt. Deutschland macht sich lächerlich, wenn es sich dadurch ein gutes Gewissen machen will, dass Atom- und Kohlekraftwerke stillgelegt werden und gleichzeitig Strom, der aus denselben Energieträgern erzeugt worden ist, aus den Nachbarländern importiert wird.“

        Auf dem Deutschen Katholikentag am 23. Mail 2008

        “Fachlich sind 10 bis 15 Jahre vernünftig.”

        Begründung der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke über 2022 hinaus im Jahr 2010

        „Der Ansatz für Multikulti ist gescheitert, absolut gescheitert.“

        Auf dem Deutschlandtag der Jungen Union 2010

        „Die EEG-Umlage soll nicht über ihre heutige Größenordnung hinaus steigen; heute liegt sie bei etwa 3,5 Cent pro Kilowattstunde.“

        Regierungserklärung im Bundestag am 9. Juli 2011

        Was soll man zu der absoluten Wendehälsigkeit dieser Frau noch sagen? Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass wird mit der AfD genauso enden, je mehr sich diese entradikalisiert und damit vergleichbaren Opportunisten fruchtbaren Boden liefert.

      • @“Deutscher Volksgenosse“

        Ja und?
        Was genau wollen Sie uns damit sagen?

        Wenn Ihnen die AfD zu „entradikalisiert“ erscheint, gibt es für Genossen wie Sie doch genügend andere Parteien zur Auswahl. Ich habe den Eindruck, dass Sie ohnehin viel besser zur NPD passen als zur AfD.

      • Auch Herr Höcke kommt von der NPD und passte viel besser dorthin, bis er die AfD nach ihrem Bild umformte. Die NPD ist allerdings offen verfassungsfeindlich und wurde nur wegen ihrer Bedeutungslosigkeit (und vorher wegen ihrer völligen Unterwanderung durch den Verfassungsschutz) nicht verboten.

      • Ich stimme völlig mit Ihnen überein, dass das große Problem der AfD Provokateure wie Höcke, Gedeon, Kalbitz und Tillschneider sind, die definitiv nicht in eine Partei passen, die regierungsfähig werden möchte. Aber Sie wissen selbst, wer diesen Figuren das Tor weit geöffnet hat und wie schwer es ist, in Deutschland jemanden aus einer Partei wieder auszuschließen, wenn er erst einmal drin ist.

      • Es geht hier nicht um Parteiausschluss (obwohl er zumindest im Fall von Herrn Gedeon durchaus möglich wäre, wenn nur die Parteigremien wollten), sondern um die Wahl in den Bundesvorstand und die Abwahl von Kritikern, was beides mit absoluter Mehrheit erfolgte. Der Flügel hat noch nicht selbst die Mehrheit, kontrolliert sie aber, womit die AfD definitiv gekippt ist.

      • Der Umstand, dass sich Selbstdenker und mit beiden Füßen im Leben stehende Menschen niccht so leicht steuern und mobilisieren lassen, wie Prekarier und proletarische Dumpfbacken ist nicht neu. Dennoch stellen Letztere nicht die Mehrheit in der AfD.

      • An welchen konkreten Tatsachen machen Sie das denn fest? Haben Sie den letzten AfD-Bundesparteitag eigentlich komplett verschlafen?

      • Das fängt doch schon bei der Aufstellung der Delegierten an. Wenn zur betreffenden Wahlversammlung die abstimmungsberechtigten Flügler vollzählig erscheinen aber nur der übliche Zehnt der Gemäßigten, dann haben die instruierten Flügler natürlich leichtes Spiel.

      • Das ist doch der Punkt. Wie z. B. auch in der CDU kommt es nicht auf die Mehrheit der passiven Mitglieder und deren Ansichten an, sondern wer relevante Abstimmungen und Wahlen gewinnt.

      • Ja, das ist nun einmal einer der Haken parlamentarischer bzw. repräsentativer (Pseudo)“Demokratie“.

        Wer die Hoheit über die (heute v.a. virtuellen) Stammtische hat, der bestimmt, wo es lang geht. Das kommt davon, wenn jeder noch so dumme Vollpfosten wahlberechtigt ist und spiegelt sich in ähnlicher Weise ja auch in der Gesamtzusammensetzung der Parlamente wider.
        Im Falle der AfD kommt noch die vom Flügel ausgelöste zunehmende Plebejisierung der Mitgliedschaft hinzu. Hier muss dringend gegengesteuert werden.

      • Wer soll denn da noch gegensteuern? Der Zug ist schon lange abgefahren. Die einzige Chance für die AfD bestünde darin, dass sie doch noch irgendwie an Regierungsverantwortung käme und ihre Koalitionspartner dann auf halbwegs seriöse Regierungsmitglieder bestünden. Aber momentan bekommt es die AfD-Bundestagsfraktion doch noch nicht einmal hin, einen halbwegs akzeptablen Bundestagsvizepräsidenten aufzustellen, obwohl ihr dieser Posten zusteht. Ja, die anderen Parteien machen es der AfD an dieser Stelle auch wirklich nicht leicht, aber gibt es tatsächlich kein einziges Fraktionsmitglied, welches zumindest FDP und Union gar nicht guten Gewissens ablehnen könnten? 2013 hätte es Dutzende von solchen AfD-Abgeordneten gegeben, wenn nicht drei Promille gefehlt hätten.

      • Unter den bisherigen AfD-Kandidaten für den Posten des Bundestagsvizepräsidenten kann man zumindest Paul V. Podolay (einer der bayerischen Initiatoren der „AM“) und Gerold Otten ganz gewiß nicht vorwerfen, die von ihnen angeführten Kriterien nicht zu erfüllen. Dass die Mehrheit der Abgeordneten im Bundestag gegen sie gestimmt hat, hat rein gar nichts mit der Person dieser Kandidaten zu tun. Wie so oft bei typisch deutschen Hexenjagden, werden hier Unschuldige in Sippenhaft genommen.

      • Deren Kandidatur ging an mir vorüber, vielleicht weil das massenmediale Interesse fehlte. Die AfD-Führung sollte darauf öffentlich herumreiten oder sogar klagen, da ihr der Posten zusteht. Die Abgeordneten der anderen Parteien können nicht verpflichtet werden, für sie inakzeptable Kandidaten zu wählen, aber wenn jeder AfD-Kandidat für sie bereits deshalb inakzeptabel sein sollte, weil er in der AfD ist, wird ihr dieser ihr zustehende Posten systematisch verweigert, an den wiederum weitere demokratische Rechte geknüpft sind.

      • „Die Abgeordneten der anderen Parteien können nicht verpflichtet werden, für sie inakzeptable Kandidaten zu wählen, aber wenn jeder AfD-Kandidat für sie bereits deshalb inakzeptabel sein sollte, weil er in der AfD ist, wird ihr dieser ihr zustehende Posten systematisch verweigert, an den wiederum weitere demokratische Rechte geknüpft sind.“

        Genau das ist die gegebene Situation.

      • Wo bleibt da die Verfassungsklage der AfD? Das hat doch auch gar nichts mit der AfD selbst zu tun. Auch der umbenannten SED steht natürlich so ein Posten zu.

      • Mit der SED haben Merkels Blockflöten natürlich kein Problem, wo sie doch selbst ein waschechtes SED-Gewächs ist.

        Ob eine Verfassungsklage in dieser Sache Aussicht auf Erfolg hätte, vermag ich nicht zu beurteilen. Und falls ja, wäre es wohl nur ein symbolischer Sieg ohne praktische Folgen. Schließlich unterliegen die Bundestagsabgeordneten bei der Abstimmung „nur ihrem Gewissen“ und dieses unterliegt keinem Urteil des Bundesverfassungsgerichts.

        Welchen realen Hebel sehen Sie dafür?

      • § 2 Abs. 1 Satz 2 der Geschäftsordnung des Bundestages lautet: „Jede Fraktion des Deutschen Bundestages ist durch mindestens einen Vizepräsidenten oder eine Vizepräsidentin im Präsidium vertreten.“ Dagegen wird offensichtlich verstoßen. Wenn eine Wahl faktisch nicht möglich ist, könnte doch z. B. der Fraktion ein einseitiges Nominierungsrecht zugesprochen werden wie bei anderen Positionen auch.

        P. S.: Die Abgeordneten der anderen Parteien müssten doch nicht einmal den AfD-Kandidaten wählen, sondern könnten nach der aktuellen Geschäftsordnung einfach der Wahl fernbleiben. Grundsätzlich gegen jeden AfD-Kandidaten zu stimmen, ist zumindest mit dem demokratischen Geist der Geschäftsordnung und der oben zitierten Regelung nicht vereinbar.

      • Ich habe mich mit der Rechtslage dazu ehrlich gesagt noch nie befasst, da die AfD genügend Volljuristen im Bundestag sitzen hat, die so etwas doch auch selbst erkennen und ersinnen können müssten …

      • Ich bin auch kein Jurist, doch letztlich ist es ohnehin eine politische Frage. Hier könnte die AfD einmal wirklich punkten – und macht es nicht. Selbst eine Niederlage vor dem Bundesverfassungsgericht wäre doch interessant, weil dann jede Opposition nur noch von der Gnade der Mehrheit abhängig wäre.

      • Sie meinen Fabian Jacobi?
        Kein Kommentar. (*an_den_kopf_klatsch*)

      • @ Deutscher Volksgenosse

        Noch ist die AfD im Großen und Ganzen eine sehr gute Partei, die ich, wenngleich auch nicht Mitglied, seit 2013 aus voller Überzeugung wähle, was Sie auch tun sollten.

        Wenngleich ich persönlich auch mit einem einen kleinen Tick schärferen Kurs auch noch keine Probleme hätte, so muss ich doch sagen, dass die aktuelle Ausrichtung der AfD aus strategischer und gesamtdeutscher Betrachtung genau richtig ist. Ein Problem ist tatsächlich, und das lässt sich auch nicht wegdiskutieren, dass die vereinigte orchestrierte Medienhetzte der Mainstreammedien ihre Wirkung nicht vollständig verfehlt hat und die AfD seit etea einem Jahr auf einem 15% Plateau verweilt.

        Sehr gut ist es allerdings, dass anders als noch zu Zeiten der Republikaner es bereits ein relativ großes Stammwählerspektrum gibt, dass sich vor den massiven Bemühungen und Kampagnen der vereinigten antideutschen Allianz aus Altparteien samt abhhängiger Institutionen wie VS und Gewerkschaften sowie Altmedien und links-globalistsischen NGOs nicht mehr einschüchtern lässt und sich unabhängig informiert. Dies ist eine große Stütze, von der aus die AfD samt vorpolitischem Umfeld, welches zwingend ausgebaut werden muss, profitiert und darauf aufbauen kann. Die nächsten Rezessionen und Anschläge kommen bestimmt…

        Richtig ist auch Ihre Beobachtung, dass der enorme Druck auf die AfD als einzige Opposition eines Deutschland- und Europaabschaffenden Kurses auch innerhalb der Partei seine Wirkung nicht ganz verfehlt. Wie ich schon einmal an anderer Stelle erwähnte, war die AfD etwa von 2017 bis 2018 einen Tick „radikaler“, die VS-Keule und Medienhetze verfehlen ihre erhoffte Wirkung nicht. Ziel dieser „Übung“ ist folgends: Zum einen erhoffen sich die abgehalfterten und um ihre Pöstchen und Mandate bangenden Altparteien eine Schwächung der AfD bei den nächsten Wahlen. Sie glauben Wähler wieder in relevanter Zahl zurückzuholen, was natürlich ziemlich weltfremd ist. Auch erhoffen Sie sich innerparteiliche Spannungen bei der AfD („Gemäßigte“ und Opportunistische vs „Grundsätzlich orientierte), die zu Parteispaltungen und einem Zerstreuen der Opposition führen sollen.

        Ein weiteres Ziel ist, und das merkt man besonders bei dem Springermedium Welt und der FAZ sowie bei einigen Äußerungen von Unionspolitikern deutlich, dass wenn man schon die AfD nicht unter die 5%-Hürde drücken kann, man zumindest eine „Systemerhaltene“ den „Status Quo“ nicht angreifende rundgelutschte CDU/FDP 2.0 zu bekommen. Eine Partei, die einem von SPDFDPCDUCSU transformiertem Multikulti EU-Superstaat letzten Endes nicht mehr nennenswert in Frage stellt. Eine bundesweite CSU, die ein paar wohlfeile Sprüche klopft, aber gnadenlos der links-grünen Diskurshegemine hinterherläuft. Ihnen wird sicherlich auch nicht entgangen sein, dass gerade die grundsätzlich orientierten und sehr idealistischen Mitglieder der AfD massiv bekämpft und verleumdet werden. Leute wie Gottschalk, die mit einer langen SPD-Biographie vor allem aus monetären Gründen in der Partei sind, werden weitestgehend in Ruhe gelassen. Zumindest von Springer und Union.

        Dennoch ist immer noch eine deutliche Mehrheit der AfD-Funktionärsebene mit Idealisten besetzt. Der willfährige und gerade den demokratischen Wettbewerb verhindernde Altparteien-VS wird zum kommenden Jahr noch einmal weiter seine Kompetenzen überschreiten mit dem Ziel einer weiteren künstlichen Eskalation, um den innerparteilichen Druck zu erhöhen. Die Art und Weise, wie eine harmlose nationalkonservative patriotische Partei von einem ganzen Altparteiensystem, dass sich schon längst den Staat zur Beute gemacht hat, bekämpft wird, ist beispiellose aber vielsagend.

      • @Patriot
        „Ihnen wird sicherlich auch nicht entgangen sein, dass gerade die grundsätzlich orientierten und sehr idealistischen Mitglieder der AfD massiv bekämpft und verleumdet werden.“

        Eine glatte Fehleinschätzung. Es sei denn, Sie meinen mit „grundsätzlich orientierten und sehr idealistischen Mitglieder(n)“ ausschließlich den Narrensaum vom rechten Rand.

      • Herr Gauland war Sprecher (Vorsitzender), als er das sagte, und ist danach mit großer Mehrheit zum Ehrenvorsitzenden gewählt worden. Sie nicht.

      • Ich hatte ja auch gar nicht vor zu kandidieren und habe es folglich auch nicht.

      • Das ist Herrn Gaulands Bild von der AfD.

        Aber wer bitteschön steht denn Ihrer Meinung nach am braunen Rand, wenn Höcke angeblich die „Mitte“ der AfD repräsentiert?

      • Das müssen Sie Herrn Gauland fragen. Es gibt doch schon genug Mitglieder, die offen in verfassungsfeindlichen Organisationen waren oder noch sind, nicht so verdruckst wie Herr Höcke.

      • Meine Frage war jetzt aber nicht an Herrn Gauland gerichtet, dessen diesbezügliche Meinung Sie sich zu eigen gemacht haben, sondern an Sie. Also wer ist denn da nun rechts von Höcke?

      • Das habe ich doch schon beantwortet. Bitte genauer lesen und nicht immer nur einen Teil bzw. in diesem Fall nur den ersten Satz.

      • Da Herr Höcke möglicherweise selbst ein Agent ist, steht er also „verdruckst“ in der Mitte der AfD herum und lediglich nicht nur zum Schein vom Verfassungsschutz beobachtete Personen, „die offen in verfassungsfeindlichen Organisationen waren oder noch sind“ stehen rechts von ihm?
        Steile These …

      • Alles eine Frage der Perspektive … aber dass Sie soweit rechts stehen, um mich zum linken Narrensaum zu zählen, überrascht mich schon ein wenig. 😉

      • Sie haben die AfD verlassen, als die ihrer Selbsteinschätzung nach „liberale“ Frauke Petry gerade das Ruder übernahm. Das hat eher den Eindruck hinterlassen, dass Sie sich zusammen mit Herrn Lucke verdruckst hätten, auch wenn Sie sich seinem komischen Wahlverein zum Glück nicht auch noch angeschlossen haben.

      • Ich bin noch vor Herrn Lucke aus der AfD ausgetreten, nämlich am Tag seiner Abwahl. Sie wissen selbst, dass Frau Petry und ihr Mann alles andere als liberal waren und sind (auch Herr Lucke ist nicht liberal, sondern erzkonservativ). Dass sie später (!) in der AfD so wahrgenommen wurden, zeigt doch nur eindrucksvoll, wie weit sich diese Partei von ihren liberalen und konservativen Anfängen entfernt hat.

      • Immerhin war Herr Pretzell einmal FDP-Mitglied … 😉

      • Aber er war auch schon in der FDP weder liberal noch demokratisch, sondern ein reiner Opportunist. Die eigentlich spannende Frage ist, warum er und seine Frau 2017 ihren doch eigentlich ziemlich erfolgreichen rechtspopulistischen Ausflug abgebrochen haben. Haben sie wirklich an einen Erfolg ihrer blauen Schnapsidee geglaubt?

      • Solcherlei Karrieristen gibt es in allen Parteien, da ist auch die FDP leider keine rühmliche Ausnahme.

        Vom Größenwahn befallen waren vor Bonnie & Clyde auch schon der selbst ernannte Messias und nach Ihnen der Behälter- und Apparatebauer aus dem ehemaligen Arbeiter- und Bauernstaat.

      • Sie verwechseln Radikalismus mit Idealismus. Gerade kluge Opportunisten innerhalb der AfD setzen doch inzwischen auf den Flügel. Wer Herrn Höcke zu kritisieren wagt, bekommt in dieser illiberalen Partei keinen Fuß mehr auf den Boden.

        Inzwischen könnte die AfD Außenstehenden wie mir eigentlich egal sein, weil sie mit dieser Ausrichtung ohnehin keine Chance auf Regierungsbeteiligung hat. Gerade das ist aber ein Problem, weil unser Land so schlecht regiert wird und eine seriöse Alternative weiterhin bitter nötig hat.

      • Zum Thema Geschäftsordnung: Der Punkt ist, dass die Regularien eben in selbiger und nicht in der Verfassung stehen. Sie stehen damit sicherlich unter dem Prinzip des freien Mandates.

      • Das Grundgesetz geht natürlich vor, doch die Geschäftsordnung des Bundestages konkretisiert die Verfassung. Hier gibt es den Widerspruch, dass jeder Fraktion ein Vizepräsident zusteht, der AfD dieser jedoch faktisch verweigert wird. Entweder müssen sich die anderen Parteien ehrlich machen und die Geschäftsordnung ändern oder das sollte gerichtlich entschieden werden.

      • Das mag formal richtig sein, nutzt aber selbst theoretisch nichts, so lange jeder Abgeordnete auch gegen einen Kandidaten stimmen kann und die einfache Stimmenmehrheit benötigt wird, um das Amt zu erhalten.

      • Die Abgeordneten dürfen frei entscheiden und sind nur ihrem Gewissen unterworfen, doch wenn dieses die Mehrheit systematisch gegen bestimmte Regeln stimmen lässt, dann funktioniert die Geschäftsordnung eben nicht länger und muss angepasst werden.

      • @ Alexander Dilger

        .“..(und vorher wegen ihrer völligen Unterwanderung durch den Verfassungsschutz) nicht verboten.“

        Diese richtige Feststellung müsste Ihnen ja selbst über die zumindest partiell zweifelhaften Aktivitäten des VS zu denken geben. Eine Partei, deren Mitgründer und Parteichef

        https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_von_Thadden

        ein „langjähriger V-Mann des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6“ war und dass er dies „auch während seiner gesamten Zeit als Bundesvorsitzender der NPD“ war, wird später massenweise von deutschen V-Leuten unterwandert, die sogar im Bundesvorstand sitzen und am als „verfassungsfeindlich“ eingestuften Parteiprogramm mitwirken.

        Ganz offensichtlich wollte man sich „seine Nazis“ selbst heranzüchten, um diese systemstabilisierend und berechtigte Kritik diskreditierend einzusetzen. Daher hat man Skinheads und „NS-Folklore“ als Bürgertumsschreck über viele Jahrzehnte gezielt gepampert und durch öffentliche Mittel sowie künstliche Radikalisierung unterstützt. Niemand braucht in Deutschland noch Nazis, die Patrioten um die AfD am Allerwenigsten. Die Altparteien samt vorpolitischer Anhängsel, die Angst um Pfründe und Einfluss sowie über Kursveränderungen haben, jedoch schon. Daher müssen sie auch jeden Tag aufs neue mit alten und neuen Nazis um die Ecke kommen und sich diese notfalls sogar selbst heranzüchten.

        Wenn man dann noch die ganzen anderen dubiosen Dinge rund um den deutschen VS betrachtet (NSU, Anis Amri), dann kommt man zu dem Schluss, dass dieser eben auch die Altparteien schützen soll und durch seine künstliche und bespiellose Öffentlichkeits“arbeit“ wie VS-Berichte hier auch durch abhängig beschäftigte Beamte mit Parteibuch auf Geheiß von Innenministern in den öffentlichen demokratischen Wettbewerb eingreift. Die Farce um Maaßen dürfte den Letzten Zweifler hellhörig werden lassen.

        Die grundsätzliche Idee, dass die Freiheitlich demokratische Grundordnung geschützt werden soll, begrüße ich auch.

        Allerdings ist es offensichtlich, dass der VS als Etabliertenschutz zunehmend eine fragwürdige Rolle einnimmt und sich beispielsweise um die die Verfassung gefährdenden Aktivitäten der Altparteien, die bereits viele Menschenleben gekostet haben, natürlich nicht kümmert. Einen Geheimdienst zur Terrorismusbekämpfung braucht ein moderner demokratischer Staat. Aber ohne Etabliertenschutz, Demokratie-Wettbewerbsverzerrung durch öffentliche Pranger, dubiose inflationäre V-Mann-Aktivitäten und eine immer weitere einseitige Aufblähung der Extremismusdefinition nach rechts. Nein, wer für einen demokratischen Wettbewerb eintritt, der muss auch ohne Torwächter auf offener Bühne durch die besseren Argumente und Taten überzeugen. Warum werden Akten für 120 Jahre weggesperrt? Doch wohl weil es etwas zu verbergen gibt. Die AfD muss eine Menge Staub aufwirbeln. Daher wird sie auch so bekämpft.

  12. @Alexander Dilger

    Warum wird ein Kommentar freigeschaltet und ein anderer gelöscht und das vor allem auch ganz ohne Hinweis und Begründung? Da ich grundsätzlich meine „längeren“ Kommentare wegen solcher Vorgänge abspeicher, konnte ich Ihnen ja bereits den Kommentar zum 2. Mal übermitteln. Nur leider ist auch dieser 2. Versuch unbegründet gelöscht worden. Was ist denn der Grund gewesen? Ich befinde mich ja wie Sie sicherlich ahnen gedanklich nicht in den Fesseln liberaler Narrative. Ich stehe viel eher auf den Standpunkt Gemeinnutz vor Eigennutz und will dieses Prinzip auch mit organisatorischen Mechanismen (Gesetze, pädagogisch tradierte Codexe) und psychologischen Mechanismen (Patriotismus, Volksgemeinschaft usw) staatlich durchgesetzt wissen. Darum fällt es mir schwer zu verstehen, was von dem das ich schrieb unangemessen sein sollte. Schließlich ordne ich alles dem Zweck der Erhaltung, der Vermehrung, der Pflege und der Veredelung des deutschen Volkes und der Unterstützung ähnlich bedrängter weißer Brudervölker unter und habe keinerlei Verständnis für den diesem Zweck im Weg stehenden oder zumindest verlangsamenden Hyperdemokratismus, der ja auch immer den erklärten Feinden des Volkes und 5. Kolonnen politische Teilhabe zusprechen will. Ich brauch da also einen Übersetzer da die hier gesprochene ideologische Sprache für mich sehr oft nicht so richtig interpretierbar ist, da ich den Sinn nicht nachvollziehen kann. Das ist bei mir ganz so wie Ernst von Salomon in seinen Werk „Die Geächteten“ die metaphysische Diamentralität der den Schützengräben bzw Barrikaden entsprungenen politischen Kräfte im Waimarer System beschreibt. Die einen verstehen in einem Dialog mit der Gegenseite die Frage nicht und die anderen würden deren Antwort nicht verstehen, weil sie jeweils um unterschiedliche Dinge kämpfen.

    Haben Sie doch die Freundlichkeit mich aufzuklären wo das Problem liegt.

    • Ich lösche hier grundsätzlich keine inhaltlichen Kommentare, sondern nur Spam. In diesen wurde Ihr Kommentar von gestern um 13.56 Uhr vom System automatisch eingeordnet, vielleicht weil Sie ihn um 15.50 Uhr wiederholt haben. Zwischenzeitlich hatte ich gar keinen Kommentar freigeschaltet und den Spam-Ordner erst heute wieder durchgesehen. Wenn Sie unkommentiert verlinken, muss ich mir das auch erst kurz ansehen, bevor ich den Kommentar freischalte.

      Liberale sind grundsätzlich offen für alle Narrative, während sie in Ihrem rechtsradikalen Gedankengut gefangen sind. Das ist wie auch die verwandte linksradikale Ideologie nicht so schwer zu verstehen, wird aber zum Glück von den meisten Menschen einschließlich mir abgelehnt.

      „Gemeinnutz vor Eigennutz“ hört sich z. B. sozial an, ist aber in Wirklichkeit das Einfallstor für völlig willkürliche Freiheitsbeschränkungen oder noch Schlimmeres, weil gar nicht definiert ist, was der Gemeinnutz sein soll, insbesondere losgelöst vom Eigennutz (gegebenenfalls von vielen statt nur einem Einzelnen). Sie setzen z. B. den „Zweck der Erhaltung, der Vermehrung, der Pflege und der Veredelung des deutschen Volkes und der Unterstützung ähnlich bedrängter weißer Brudervölker“ absolut, andere streben die völlige Gleichheit aller Menschen oder das Verhindern jeder Klimaveränderung ebenso unhinterfragt an.

  13. Ist ihnen das Buch von Salomon schon wieder zu rechtsradikal weil es darin um deutsche Soldaten / Freikorpsmänner geht und solche im Video zu sehen sind? Bzw halten Sie ihre Leser für nicht mündig genug, historische Literatur in Augenschein nehmen zu können, ohne gleich zum Skinhead zu werden? Das ist genau die Art von vorauseilenden Gehorsam gegenüber Links, welcher bestimmte Äußerungen überhaupt erst zum Politikum aufbauscht. Sie meinen Ihren Lesern vorentscheiden zu müssen, was diese an Informationen zu konsumieren und was sie letztendlich zu denken haben. Dieses verhalten ist allein in Ihrer Angst begründet, wie andere Leute über Sie denken könnten. Das riche ich doch bis hier her!

      • Rechtsradikaler Propagandalink? Wie kommen Sie zu dieser Vorverurteilung, wenn Sie es sich doch noch gar nicht angesehen / angehört haben? Das da nach dem ersten Weltkrieg durchaus metaphysische oder sagen wir psychologische Vorgänge des Krieges in den Menschen nachhalten und weiterlbten, dürfte doch noch keine rechtsradikale Propaganda sein. Natürlich schuf der Krieg einen anderen Menschen als er dies vor 1914 gewesen war. Dieser Mensch begann dann nun nach dem Krieg die Welt um sich herum aus seinem inneren heraus neu zu gestalten bzw sich die Möglichkeit dazu zu erkämpfen.

      • Zwischenzeitlich hatte ich den Link aufgerufen, wenn auch nicht eine Stunde meines Lebens dafür geopfert.

        Natürlich schuf der Krieg keinen anderen, neuen oder gar besseren Menschen, was ein (national)sozialistischer Wunschtraum war. Dieselben Menschen wurden verändert, oft traumatisiert, so dass auf einen sehr schlimmen Krieg ein noch viel schlimmerer folgte. Ich bin jedenfalls froh, dass es seither keinen Dritten Weltkrieg gegeben hat und auch die DDR-Diktatur friedlich endete.

      • Es kam dabei ein selbstloserer Mensch heraus. Was sonst hat die Millionen dazu bewogen, ihre Knochen hinzuhalten, um das Volk vor genau dem zu bewahren, was in Compiegne und Versailles ausgeheckt worden war? Auf die verlogenen Versprechen Wilsons sind ja nur die hereingefallen, die Zuhause durch die Hungerblockade vorrangig mit ihren eigenen Sorgen beschäftig waren.

      • Ach ja, der Zweite Weltkrieg und Hitlers Völlkermord wurden aus lauter Selbstlosigkeit begangen… Richtig ist allein, dass sie auch den Deutschen massiv geschadet haben, was ebenso heute für rechts- wie linksradikale Ideen gilt.

      • Wir waren doch in der Waimarer Nachkriegszeit und nicht beim Deutsch-Polnischen Krieg von 1939 der dann planmäßig von den zuhältern Polens zum Weltkriegausgeweitet wurde, ohne dass man selber als Aggressor darstand. zu diesen Zweck stärkte man Polen ja auch den Nacken wodurch dieses über Jahre Versuche Hitlers zu einer beiderseitig zufriedenstellenden Verständigung bezüglich des Korridorproblems zuerst ausschlugen und hinterher mit Mobilmachungen, Verhängung des Kriegsrechtes in volksdeutschen Gebieten und letztendlich auch mit geduldeten Terror gegen die Volksdeutschen beantworteten. Das völlig größenwahnsinnige Polen, das britischen Geschwätz von einer angeblich bevorstehenden Revolution in Deutschland glauben schenkte, sowie dass die Wehrmacht mehr Schein als Sein sein sollte, hatte aller größtes Interesse an eine Krieg mit Deutschkland. Unter Rückendeckung der Westmächte versprach man sich eine abermalige Landnahme. Die entsprechende polnische Propaganda spricht Bände.

        [Zwei Links auf Propagandakarten ohne Quellenangaben entfernt, AD.]

      • Jetzt versuchen Sie auch noch, Hitlers Kriegsschuld zu leugnen oder zumindest stark zu relativieren. Wegen solcher Nazi-Verharmlosung sind NPD und NPD 2.0 völlig inakzeptabel. Wenn die Alliierten auch noch die gewaltsame Teilung Polens hingenommen hätten, wäre der Zweite Weltkrieg doch trotzdem bei der nächsten Landnahme gekommen.

      • Wie kann ich eine Schuld leugnen, die zumindest auf unserer Seite gar nicht existiert? Es ging nie darum Polen aufzuteilen. Das war das Resultat der kopflosen polnischen Politik, welche sich England aus nützlichen Idioten bzw als Festlandsdegen zur Verfügung stellte. Deutschland ging es überhaupt nicht darum, die 1918 entgegen aller Versprechungen vom Selbstbestimmungsrecht der Völker geraubten Gebiete die an Polen gingen wiederzubeschaffen. Nebenbei bemerkt waren das Versprechungen (Wilson-Plan) die uns überhaupt erst zur roten Verbrecherrevolte von 1918, dadurch in eine katastrophale Verhandlungsposition und mit dieser Postole auf der Brust zur Annahme des verherenden Waffenstillstandsvertrag und Versailler Diktats verleiteten.

        Es ging Hitler überhaupt nicht um Gebite unter polnischer Gewalt, sondern um den 100% Freistaat Danzig. Dieser Freisaat mit einer ohnehin längst nationalsozialistischen Regierung wollten ebenso wie Deustchland den Anschluss. Polen betrachtete einen Anschluss dieses Gebites als Kriegsgrund. Darum verhandelte Hitler mit Polen. Hitler wollte zudem eine Straßen und Schienenverbindung nach Ostpreußen, die ihnen die Polen nicht so ohne weiteres schikanös stillegen dürfen, so wie sie es ja schon seit Waimarer zeiten machten um Deustchland zu erpressen. Ein exteritorialer Verkehrsstrang also. Im Gegenzug sollte Polen alle ihm von Versailles zugedachten Zoll und Postrechte in Danzig, dass heißt auch alle Einnahmen daraus, behalten. Zudem sollte Polen ein Freihafen in Danzig zugesichert werden. Hitler sprach davon, dass Danzig politisch zu Deutschland, und wirtschaftlich zu Polen kommen soll. Zudem wollte Hitler dafür die polnische Westgrenze als eine unveränderliche anerkenne. Ein vorgang der den Polen zuvor von allen früheren Waimarer Regierungen verweigert wurde. Hitler war also schon 1938/39 zu dem bereit, was Brand, Schmidt und Kohl erst Jahrzehnte später als einen Akt verkauften, der ja angebluich nur von einen besten Deutschland auf deutschen Boden seit aller Zeiten getätigt werden konnte.

        Wenn sie mir das nicht glauben, dann dürfen sie sich gerne die Rede des Hitlers vom 28.04.1939 anhören. Es lohnt sich diese Rede ganz zu hören. In dieser gut zweistündigen Antwortrede an den US-Präsidenten auf dessen bekanntes Telegram, räumt Hitler neben der polnischen Angelegenheit noch mit ganz einigen Dingen auf.

        Ich würde die ja gerne hier verlinken, aber das würde ja nur zu einer unnötigen Überwerfung mit dem Seitenbetreiber führen. Wem die Wahrheit interessiert, der kann bei dem amerikanischen Universitätsarchivprojekt Archive.org ja mal selber nach der Rede suchen. Wenn er dabei ist, dann auch gleich nach den Weißbüchern des Auswertigen Amtes jener zeit. Das sind recht umfangreiche Aktensammlungen in den man entsprechend eDokumente ja mal selber einsehen kann. Vor allem sollte man suchen nach Nr. 1 „Urkunden zur letzten Pharse der deutsch-polnischen Kriese“, nach Nr. 2 „Dokumente zur Vorgeschichte des Krieges“, nach Nr. 3 „polnische Dokumente zur Vorgeschichte des Krieges“, nach Nr 4. „Dokumente zur englisch-franzoesischen Politik der Kriegsausweitung“, nach Nr 5 „Weitere Dokumente zur Kriegsausweitungspolitik der Westmaechte“, Nach Nr 6 „Die Geheimakten des franzoesischen Generalstabes“, nach Nr. 7 „Dokumente zum Konflikt mit Jugoslawien und Griechenland“, und nach Nr 8 „Dokumente über die Alleinschuld Englands am Bombenkrieg gegen die Zivilbevoelkerung“
        [467 von 951 Wörtern abgeschnitten, AD.]

      • Auf meiner Seite existiert tatsächlich keine Schuld, auf Ihrer schon, da Sie sich, warum auch immer, mit Adolf Hitler solidarisieren und ihn verteidigen wollen. Tatsächlich wollte er Polen nicht mit der Sowjetunion teilen, sondern beide ganz erobern. Dass hatte er vorher verkündet und nachher nach seinen Möglichkeiten in die Tat umgesetzt. Sein Friedensgeschwätz zwischendrin diente nur der Ablenkung, da er eigentlich keinen Zweifrontenkrieg wollte, aber genau diesen herbeiführte und dadurch verlor.

      • Wer fehlende Buchstaben und einen richtigeren Satzbau findet, darf den Krempel behalten. Ich habe die obligatorische Verschlimmbesserung vor dem Abschicken vergessen.

      • Und selbstlos blieben diese Männer Zeit ihres Lebens. Was hatten sie denn persönlich davon, vom Wunsch der Aufrichtung eines besseren Deustchlands beseelt, sich auf der Straße umbringen zu lassen oder von den Gewerkschaften um Lohn und Brot bringen zu lassen. Diese Männer waren der letzte Rest, der harte Kern der deutschen Solidargemeinschaft. Sie lebten „Gemeinnutz vor Eigennutz“ und starben auch dafür.

      • „Gemeinnutz vor Eigennutz“ kann eben (selbst)mörderisch sein. Aufgeklärter Egoismus ist viel besser für alle Beteiligten.

      • „Gemeinnutz vor Eigennutz“ ist für Kommunisten und sonstige Lemminge.

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