CDU für Zwang zur „privaten“ Altersvorsorge mit staatlichem Standardvorsorgeprodukt

Zwar waren die ‚Junge Union wie Unionsanhänger mehrheitlich für Urwahl‘ bei der Kanzlerkandidatur, aber die Bundesparteitagsdelegierten sorgten heute mit großer Mehrheit einmal mehr dafür, dass die CDU das D für demokratisch weiterhin zu Unrecht im Namen führt. Dafür knüpften die Delegierten lieber an die sozialistische Vergangenheit der CDU in der ebenfalls trotz zweitem D nicht demokratischen DDR an.

Denn die „CDU will private Altersvorsorge attraktiver machen“ mit der Androhung von Zwang. Der Versicherungswirtschaft wird eine Frist von drei Jahren gesetzt, attraktivere Angebote zu entwickeln und damit die Zahl der Vertragsabschlüsse für unattraktive Riester-Renten um mindestens 30 Prozent zu erhöhen. Dabei gibt es bereits jetzt sehr attraktive Angebote z. B. in Form von ETFs (Exchange Traded Funds), die jedoch meist für die viel zu bürokratische staatliche Förderung nicht anerkannt werden.

Gelingt der Versicherungswirtschaft diese willkürliche Erhöhung nicht, „soll eine vom Staat organisierte verpflichtende Privat-Altersvorsorge eingeführt werden“ mit einem „Standardvorsorgeprodukt“, als wenn der Staat der bessere Anbieter von Kapitalanlageprodukten wäre. Vor allem handelt es sich beim geplanten staatlichem Zwang für die Beitragszahler gar nicht mehr um eine private Altersvorsorge, sondern um eine Erweiterung der gesetzlichen Rentenversicherung bzw. eine Form der Rentenbeitragserhöhung, nur dass die zusätzlichen Beiträge nicht via Umlagesystem an die aktuellen Rentner fließen, sondern auf dem Kapitalmarkt verschleudert werden sollen.

Der Staat bereichert sich daran noch mit dem Solidaritätszuschlag und der geplanten Finanztransaktionssteuer sowie vor allem der kompletten Anrechnung bei seinen sonstigen Transferleistungen, während er Null- und Negativzinsen zum eigenen Vorteil gutheißt und die dadurch entstehende Spekulationsblase noch zusätzlich anheizt. Was ist nur aus der Partei Ludwig Erhards geworden?

15 Gedanken zu „CDU für Zwang zur „privaten“ Altersvorsorge mit staatlichem Standardvorsorgeprodukt

  1. Die Deutschen haben anscheinend immer noch ein Kollektivtrauma von dem Fall der T-Aktie nach 2000. Daher ist nicht zu erwarten, dass sie in größerem Umfang Fonds oder gar einzelne Aktien kaufen.

    Die Idee der CDU wäre am Ende möglicherweise verkraftbar, wenn vernünftige Fonds gekauft werden, also z.B. solche mit einem gewichtigen Anteil an großen amerikanischen Firmen. Wenn man sich auf den DAX beschränken würde, wäre ich enttäuscht.

    • Selbst wenn es ein gutes „Standardvorsorgeprodukt“ wäre, wovon angesichts unserer Politiker und deren Interessen nicht auszugehen ist, ist doch Zwang nicht der richtige Weg. Man müsste die Menschen überzeugen, was aber nicht nur an deren Vorurteilen, sondern auch an anderen staatlichen Regelungen scheitert. Wer am Ende ohnehin Grundsicherung oder demnächst Grundrente bekommt, hat doch z. B. gar nichts von solch einem Zwangssparen außer zusätzliche Abzüge heute.

      • Die Hoffnung ist vielleicht, dass es mehr als die Grundsicherung wird.

      • Auf „Hoffnung“ lässt sich doch keine nachhaltige Alterssicherung aufbauen.

      • Aber warum sollte jemand einen nennenswerten Anteil seines laufenden Einkommens (zwangs)sparen, um Jahrzehnte später drei Euro mehr als die Grundsicherung zu erhalten?

      • Das würde ich so nicht sagen. Wer in Aktien investiert, hat doch in der Regel auch die Hoffnung, dass die Kurse langfristig steigen. Und natürlich dienen Aktien auch der Altersvorsorge (neben anderen Zwecken wie etwa der Vermögensaufbau für eigene Kinder).

      • Ich meinte damt nicht, dass es aussichtslos sei, für die private Altersversorgung selbst in Aktien zu investieren. Aber auf ein staatlich verordnetes Prinzip „Hoffnung“ zu setzen, dürfte nach meiner bescheidenen Einschätzung eher nicht zum Erfolg führen. Und staatliche Zwangsbeglückung war in der deutschen Geschichte ohnehin selten bis nie von Erfolg gekrönt. Warum sollte das ausgerechnet im „Besten Deutschland aller Zeiten“ mit seiner Dilettantenregierung besser sein?

    • Der Betrug mit der „Volks-Aktie“ Telekom hat in der Tat dem Entstehen einer Aktienkultur in Deutschland schweren Schaden zugefügt…!

  2. Die CDU war schon seit ihrer Gründung immer nur ein Kanzler-Wahlverein. Mitglieder brauchte man zum Beitrag zahlen, zum Kleben von Wahlplakaten und Verteilen von Flyern. Ansonsten hatten sie schon immer das Maul zu halten.

    Ich weiß wovon ich rede, denn ich war 20 Jahre Mitglied dieser Gurkentruppe…!

    • Das Schlimmste ist ja noch, dass die CDU als Partei und mit ihr die komplette Führungsriege schon lange nicht mehr ehrlich zu den Menschen ist.

      Hier werden ein paar wohlfeile Sprüche geklopft und in Brüssel wird fleißig mit rot-grün gegen die deutsche Automobilwirtschaft und ganz generell gegen die Interessen der deutschen Bürger gestimmt: Mehr Massenmigration, mehr Kettenmigration, mehr Kompetenzenabtretung zur EU, mehr orwellsche Knebelabkommen und -versprechungen wie UN-Migrationsvertrag und Neuansiedlungsabkommen mit Afrika – an allem waren die Unionsparteien Deutschlands und West-Europas mitbeteiligt. Ein beispielloser Vorgang und vor allem, es wurde nie groß plakatiert und thematisiert. Die vereinigten Mainstremmedien erledigen dann den Rest. Wer heute noch Mitglied er CDU/CSU ist, der muss ja schon sadomasochistisch veranlagt sein.

  3. „Privat“ ist hier ganz klar Etikettenschwindel.

    Und was aus der CDU geworden ist? Vielleicht muss sie wirklich erst auf breiter Front abgewählt und Habeck Bundeskanzler werden, damit die Wähler endlich begreifen, was hier passiert.

    • Es gibt ja einen Spruch der besagt: „Es muss erst schlimmer werden, damit es besser werden kann.“

      Nicht gerade eine frohe Botschaft, aber es entspricht leider oft den Realitäten.

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