Grüne hinterfragen lieber Wissenschaft als Homöopathie

„Mehr als 90 Prozent für Baerbock und Habeck“ als Vorsitzende gab es beim Bundesparteitag der Grünen. Ebenso realsozialistisch sind „Die doppelten Maßstäbe der Grünen im Umgang mit der Wissenschaft“. Hinsichtlich des Klimawandels berufen sich die Grünen gerne auf die Wissenschaft, die sie allerdings wenig wissenschaftlich, sondern eher wie Marxisten-Leninisten sehr einseitig, aktivistisch und unkritisch sehen. Bei anderen Themen wollen die Grünen dementsprechend nichts von der Wissenschaft und ihren Empfehlungen wissen, bei Wirtschaftsfragen und der Atomenergie ohnehin nicht, aber auch nicht bei der Gentechnik, die vielen Millionen Menschen das Leben zu retten vermag.

Am offensichtlichsten ist die Wissenschaftsfeindlichkeit der Grünen allerdings bei der Homöopathie. Der bayerische „Landtag stimmt[e] für umstrittene Homöopathie-Studie“ mit den Stimmen der CSU, Freien Wähler und Grünen, die sich damit alle ein intellektuelles Armutszeugnis ausgestellt haben. Denn sowohl theoretisch als auch empirisch ist Homöopathie, das ständige Verdünnen angeblicher Wirkstoffe, bis sie überhaupt nicht mehr da sind, völlig wirkungslos. In der Medizin ist kaum eine Erkenntnis besser erforscht und abgesichert.

Trotzdem wurde ein sinnvoller Antrag, Homöopathie nicht mehr als Kassenleistung von der Allgemeinheit bezahlen zu lassen, vom Parteitag ferngehalten und zusammen mit zahlreichen Gegenanträgen in eine Kommission verwiesen, die klären soll, „was der Wissenschaftsbegriff und die evidenzbasierte Medizin bedeutet und wie beides im Kontext der Integrativen Medizin einzuordnen ist“. Wissenschaft bedeutet, systematisch die Wahrheit erkennen zu wollen und sich nicht selektiv nur das herauszupicken, was gerade der eigenen Ideologie entspricht, der eigenen Klientel gefällt oder als politisch korrekt gilt.

27 Gedanken zu „Grüne hinterfragen lieber Wissenschaft als Homöopathie

  1. Ich habe von dem Thema keine Ahnung, darf also vielleicht dumm fragen: Kann Unsinn, an dessen Heilwirkung man(cher) glaubt, heilen? Sehr fraglich bleibt aber natürlich auch dann, ob der Gesetzgeber jemanden zwingen kann, heilenden Unsinn zu bezahlen. Wo ist die Grenze? Insofern: Volle (!) Zustimmung! PS: Und das angesichts sowieso horrender Beiträge, die oft miserabel verwaltet werden…

    • Der Placebo-Effekt ist real, es gibt also eine gewisse heilende Wirkung auch ganz ohne Wirkstoff. Dieser lässt sich auch mit Homöopathie erzielen, was kein Zufall ist, weil sie faktisch ohne Wirkstoff auskommt (was oft besser ist als die Alternative eines vetdünnten Schadstoffs).

    • Die immer höheren Kosten der Krankenversicherung haben nicht nur mit der Übernahme von Heilpraktiker-Unfug zu tun, sondern in erster Linie mit dem oft nur noch profitorientierten Geschäftsgebaren von Ärzten (sehr interessant ist in diesem Zusammenhang folgendes Interview: https://www.youtube.com/watch?v=jyemPnEstEw ) und Pharmaindustrie (die beide immer das Maximum aus dem Patienten heraus holen) sowie mit einem völlig ineffizienten Verwaltungsapparat.

      Eine Umstellung auf steuerfinanzierte staatliche Grundversorgung (beschränkt auf elementar Notwendiges und nur für eigene Staatsbürger – wer als Gast einreist, muss sich eben selbst versichern, das ist in den meisten anderen Ländern auch nicht anders) plus der Möglichkeit freiwilliger Zusatzversicherung wäre m.E. dingend geboten, um die derzeit unfreiwillig mitbezahlenden gesetzlich Zwangsversicherten vor den hohen Abgaben für Firlefanz anderer Leute zu bewahren und auch den Steuerzahler zu entlasten.

      • Die steuerfinanzierte Grundversorgung in der KV würde die Patienten noch mehr der Ausbeutung durch IGeL- Leistungen unterwerfen. Die private Zusatzversorgung war noch nie in der Lage, Abrechnungen unterhalb einer Mindesthöhe zu überprüfen und überwälzt die Kosten ungeprüft auf die Mitglieder. Die Verwaltungskosten der GKV sind auch nicht das Kostenproblem- es wird eigentlich sparsam gewirtschaftet. Laut § 12 SGB V dürfen die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung „das Maß des Notwendigen nicht überschreiten“ (Wirtschaftlichkeitsgebot). Was notwendig ist, entscheidet der Gemeinsame Bundesausschuss- also an sich ein brauchbarer Handlungsrahmen, der nur geringe Spielräume lässt.
        Ein Problem u.a. – Reuther hat es benannt – sind fehlende ethische Grundlagen bei etlichen Vertretern des ärztlichen Berufsstandes, bedingt durch Zulassungskriterien zum Studium und den Studieninhalt- hier muss die Politik ansetzen. Weiterhin muss geprüft werden, ob die Atomisierung des „Einheitlichen Bewertungsmassstabes“ Kontroll-Möglichkeiten verringert (die Durchsicht meines Leistungskontos bei der GKV lässt mich die Kreativität mancher (Fach-)Ärzte bewundern).

      • Man sollte reale Dilemmata und Systemfehler nicht den einzelnen Ärzten in die Schuhe schieben. Eine gute Gesundheitsversorgung ist objektiv teuer und wird über die Zeit noch teurer. Im Abrechnungswesen gibt es viele Fehlanreize.

      • @Klaus Wolfgang Berger

        „Die steuerfinanzierte Grundversorgung in der KV würde die Patienten noch mehr der Ausbeutung durch IGeL- Leistungen unterwerfen.“
        Das würde ich nicht als „Ausbeutung“ betrachten. Im Gegenteil: Mehr Eigenverantwortung auf Seiten der Versicherten würde zu einem kostenbewussteren Verhalten der Patienten wie auch der Ärzte führen.

        „Die private Zusatzversorgung war noch nie in der Lage, Abrechnungen unterhalb einer Mindesthöhe zu überprüfen und überwälzt die Kosten ungeprüft auf die Mitglieder.“
        Da haben Sie wohl leider Recht. Aber der Privatpatient sieht zumindest seine Arztrechnung und kann diese überprüfen, was beim Kassenpatienten nicht automatisch der Fall ist. Durch entsprechendes Einschreiten bei Abrechnungsfehlern oder gar Abrechnungsbetrug könnten Ärzte zu mehr Korrektheit angehalten werden.

        „Die Verwaltungskosten der GKV sind auch nicht das Kostenproblem- es wird eigentlich sparsam gewirtschaftet. Laut § 12 SGB V dürfen die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung „das Maß des Notwendigen nicht überschreiten“ (Wirtschaftlichkeitsgebot). Was notwendig ist, entscheidet der Gemeinsame Bundesausschuss- also an sich ein brauchbarer Handlungsrahmen, der nur geringe Spielräume lässt.“
        Soweit der Theorie. Gerade an dieser Stelle wird dem Lobbyismus aber in der Praxis Tür und Tor geöffnet.

        „Ein Problem u.a. – Reuther hat es benannt – sind fehlende ethische Grundlagen bei etlichen Vertretern des ärztlichen Berufsstandes, bedingt durch Zulassungskriterien zum Studium und den Studieninhalt- hier muss die Politik ansetzen. Weiterhin muss geprüft werden, ob die Atomisierung des “Einheitlichen Bewertungsmassstabes” Kontroll-Möglichkeiten verringert (die Durchsicht meines Leistungskontos bei der GKV lässt mich die Kreativität mancher (Fach-)Ärzte bewundern).“
        D´accord.

      • Leider zahlen private Krankenkassen und die Beihilfe auch lieber dubiose Rechnungen, statt begründeten Einwänden der Patienten nachzugehen, z. B. wenn die abgerechnete Leistung gar nicht erbracht wurde, was bestenfalls ein zu korrigierender Irrtum und schlimmstenfalls systematischer Betrug ist.

      • @Alexander Dilger

        Das kann ich auch aus eigener Erfahrung leider nur bestätigen.

        Ein Facharzt hat mir im Rahmen der Behandlung einer Sportverletzung einmal eine Schiene am Bein in Rechnung gestellt, die ich gar nicht bekommen hatte (die Behandlung erfolgte lediglich mit einem Stützverband, den ich mir auch noch selbst im Orthopädiegeschäft holen musste).
        Ich habe das reklamiert, aber der Arzt bestand auf die Bezahlung der Position, um die ich bei der Bezahlung seine Abrechnung „eigenmächtig“ gekürzt habe. Die Angelegenheit endete schließlich in einem Rechtsstreit, den der junge Richter mit der Begründung zu Gunsten des Arztes entschied, dass es doch völlig egal sei, was der Arzt abrechnet, da ich die Rechnung ja ohnehin von meiner (privaten) Krankenversicherung erstattet bekäme. So erzieht einen de facto auch die Justiz dazu, die Regelung von ärztlichen „Abrechnungsfehlern“ selbst als Privatpatient den Krankenversicherungen zu überlassen (die das offenbar ebenfalls nicht weiter schert) und sich als betroffener Patient heraus zu halten. Dies obwohl es für die Entscheidung, ob man am Ende des Jahres lieber die Beitragsrückerstattung in Anspruch nimmt und Selbstzahler bleibt oder seine Kostenbelege einreicht, durchaus ausschlaggebend sein kann (und oft auch ist), ob Ärzte „nur“ Leistungen abrechnen, die sie tatsächlich erbracht haben oder bei der Liquidation ihrer Bemühungen auch ihre kaufmännische Kreativität unter Beweis gestellt haben.

      • Das ist noch viel schlimmer als die mir bislang bekannten Beispiele. Ich dachte, die Kassen scheuen einfach den Aufwand, solche Sachverhalte aufzuklären. Aber wenn sogar die Gerichte offensichtliches Fehlverhalten durchwinken, was sollen dann die Krankenkassen oder gar einzelnen Patienten machen? Auch an diesem Beispiel zeigt sich, wie schwer beschädigt unser Rechtsstaat inzwischen ist.

      • Etwas noch krasseres habe ich vergangenes Jahr erlebt.

        Ich musste an einem Samstagmorgen wegen eines durch physische Überlastung (übermäßiges Leiterklettern beim Plakatieren im Wahlkampf) bedingten Bandscheibenvorfalls, der zu akutem Harnverhalt führte, in die Klinik und habe mich direkt in die Notaufnahme begeben. Diese schickte mich in die vermeintlich zuständige Fachabteilung, die aber (was die Dame an der Rezeption der Notaufnahme offenbar nicht wusste!) geschlossen war. So landete ich versehentlich in der unmittelbar daneben liegenden Notfallpraxis der „Kassenärztlichen Vereinigung Bayern“, die mit ihrem offenen Zugangsbereich nicht als solche erkennbar war und sich – wie sich später herausstellte – im Klinikum als Untermieter eingemietet hat (wohl um ihren diensthabenden Ärzten zeitaufwändige Hausbesuche zu ersparen).

        Da mir weder die Klinik noch das Modell einer „Notfallpraxis“ der Kassenärztlichen Vereinigung (KVB) innerhalb eines Klinikums bekannt waren, unterzog ich mich – in der Annahme es handele sich um den zuständigen Facharzt – also nach einer halben Stunde Wartezeit einer Pseudountersuchung durch den diensthabenden Allgemeinarzt, der mich sodann zurück in die Notaufnahme schickte (Buchbinder Wanninger lässt grüßen!), nicht ohne vorher noch meine lukrativen Privatpatientendaten zu erfassen.

        In der Notaufnahme wurde ich sodann (nachdem endlich eine Krankenschwester die akute Notsituation richtig erfasste) ohne weitere Wartezeit der Blasenentleerung durch einen Facharzt unterzogen. Der Umweg über die getarnte Praxis der KVB hat mir eine gute Stunde unnötige Schmerzen beschert.

        Fünf Monate später (nachdem ich die erhaltene Abrechnung des Klinikums längst vergessen hatte) erhielt ich eine „3. Mahnung“ von einer mir nicht bekannten Arztpraxis, mit der ein „Notarzteinsatz“ am Tag meines vorgenannten Klinikaufenthalts angemahnt wurde. Meine telefonische Nachfrage in der Buchhaltung des Klinikums ergab, dass es sich beim Rechnungssteller wohl um einen Arzt handeln müsse, der am betreffenden Tag Dienst in der „Notfallpraxis“ des KVB hatte und mir – als Privatpatient – anscheinend eine saftige Rechnung für eine gar nicht von ihm selbst durchgeführte Notfallbehandlung in Rechnung gestellt habe. Ich setzte mich darauf hin mit dem Doktor in Verbindung und teilte ihm mit, dass ich a) bereits die Rechnung der Klinik beglichen habe, b) der akute Harverhalt gar nicht von ihm „behandelt“, sondern lediglich „diagnostiziert“ wurde (wobei die Diagnose völlig überflüssig war, da ich ja bei vollem Bewusstsein war und mich längst selbst diagnostiziert hatte) und c) seiner „3. Mahung“ (die zudem unrichtig adressiert war) gar keine Rechnung vorausgegangen ist. Statt einer Antwort erhielt ich darauf hin ein Schreiben von seinem Rechtsanwalt, der mir drohte, dass er Klage erheben werde, wenn ich die (mir bis heute nicht als Rechnung vorliegende) Forderung seines Mandanten zuzüglich seines Anwaltshonorars (mehr als das 1,5 fache der Forderung des Arztes) nicht unverzüglich begleiche. Ich forderte daraufhin sowohl den Arzt als auch den Rechtsanwalt schriftlich auf, mir doch zunächst einmal die Rechnung selbst zukommen zu lassen, damit ich diese ggf. meiner Krankenversicherung zur Erstattung vorlegen kann. Die Arztforderung beglich ich aber höchstvorsorglich, wenn auch unter Vorbehalt, um keine gerichtliche Auseinandersetzung zu provozieren. Der Rechtsanwalt des Arztes erhob zwölf Tage nach seinem Schreiben dennoch Klage. Das Hin und Her in diesem unnötigen Gerichtsverfahren füllt inzwischen einen halben Leitzordner.

      • Das ist eine ziemliche Räuberpistole, die Organisationsversagen belegt. Die Bewertung der ärztlichen Forderung finde ich allerdings schwieriger, weil er doch tatsächlich eine Leistung erbracht hat, auch wenn Sie diese ex post weder brauchten noch wollten.

      • Es hat sich leider so ereignet. Das organisatorische Versagen der Notaufnahme ist eine Sache. Eine andere ist das Verhalten des KVB-Arztes, der m.E. sofort hätte erkennen können und auch müssen, dass ich nicht „sein Partient“ sein kann. Hätte sich dieser Doktor mir gegenüber als das, was er ist zu erkennen gegeben, hätte ich ja sofort gewusst, dass ich bei ihm verkehrt bin. Hat er aber nicht, sondern sich lieber auf unredliche Weise ungerechtfertigt bereichert. Insbesondere wäre mir eine halbe Stunde schmerzgeplagte Wartezeit erspart geblieben, was für mich stärker ins Gewicht fällt als die ärztliche Honorarnote die sich dieser geschäftstüchtige Arzt damit als zusätzlichen Umsatz (in meinen Augen eine ungerechtfertigte Bereicherung) erschlichen hat. Das Wohl des Patienten stand hier wohl hinter den monetären Interessen des Arztes.

        Wie lautet doch das „Genfer Gelöbnis“ (vom Weltärztebund 1948 in Genf beschlossene Neufassung der ärztlichen Berufspflichten, in Anlehnung an den Hippokratischen Eid – vom Deutschen Ärztetag modifiziert ) so schön:
        »Bei meiner Aufnahme in den ärztl. Berufsstand gelobe ich feierlich, mein Leben in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen. Ich werde meinen Beruf mit Gewissenhaftigkeit und Würde ausüben. Die Erhaltung u. Wiederherstellung der Gesundheit meiner Patienten soll oberstes Gebot meines Handelns sein. Ich werde alle mir anvertrauten Geheimnisse auch über den Tod des Patienten hinaus wahren. Ich werde mit allen meinen Kräften die Ehre und die edle Überlieferung des ärztlichen Berufes aufrechterhalten und bei der Ausübung meiner ärztlichen Pflichten keinen Unterschied machen weder nach Religion, Nationalität, Rasse noch nach Parteizugehörigkeit oder sozialer Stellung. Ich werde jedem Menschenleben von der Empfängnis an Ehrfurcht entgegenbringen und selbst unter Bedrohung meine ärztlichen Kunst nicht in Widerspruch zu den Geboten der Menschlichkeit anwenden. Ich werde meinen Lehrern u. Kollegen die schuldige Achtung erweisen. Dies alles verspreche ich feierlich auf meine Ehre.«

        Da sollte man doch annehmen, dass zu „Die Erhaltung u. Wiederherstellung der Gesundheit meiner Patienten soll oberstes Gebot meines Handelns sein.“ auch gehört, einen Patienten nicht unnötig schmerzgeplagt warten zu lassen und einer sinnfreien Pseudountersuchung zu unterziehen, nur um sich ein paar Euro extra in die Taschen zu stopfen. Vom völlig dilettantischen Geschäftsgebaren im weiteren Verlauf der Angelegenheit einmal ganz abgesehen.

      • 300sel
        sagte am 17/11/2019 um 15:16 Bezogen auf die IGeL- Angebote: “ . . .Das würde ich nicht als „Ausbeutung“ betrachten. Im Gegenteil: Mehr Eigenverantwortung auf Seiten der Versicherten würde zu einem kostenbewussteren Verhalten der Patienten wie auch der Ärzte führen. . . .“
        Das Problem besteht darin, dass es nur eine Minderheit „eingelesener“ Patienten gibt und die überwiegende Mehrheit aus individueller Not zu jedem unverstandenen Rettungsanker greift, was mangelnde ärztliche Ethik oftmals befördert. Als langjähriger Begleiter des Lebenswegs meiner Großeltern und Betreuer meiner noch lebenden Mutter (102 J.) habe ich da persönliche Erfahrungen. Und die hier von Ihnen, Herren Meister und Prof. Dilger , genannte Beispiele belegen auch unwirksame Kontrollen der Leistungsträger – und ich muss aus eigener Erfahrung ergänzen- auch der Resistenz der Kassenärztlichen Vereinigungen gegenüber Beschwerden.

      • @Klaus Wolfgang Berger

        Das ist natürlich nicht von der Hand zu weisen.

        Aber warum konnten diese Zustände überhaupt einreissen?
        Etwas mehr kritisches Selbstbewusstsein der Patienten und vor allem mehr Selbstverantwortung könnten dem entgegenwirken. Es müssen mehr Anreize geschaffen werden, wie sie bei Privatpatienten durch die Beitragsrückerstattung zumindest ansatzweise gegeben sind.

        Durch eine steuerfinanzierte Grundversorgung (mit Beschränkung auf das Notwendigste) wären die Ärzte zumindest unter Zugzwang, jede zusätzliche Leistung gut begründet an die Patienten „verkaufen“ zu müssen. Das würde m.E. schon dazu führen, dass sich die meisten Patienten keine unnötigen Sachen mehr aufschwatzen lassen und vor allem bestünde dann eine erheblich bessere Kostentransparenz.

      • Das Problem beim „Verkaufen“ ärztlicher Leistungen ist, dass dieses eher nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten der Verkäufer als zum medizinischen Wohle der Patienten erfolgen dürfte. Das ist in anderen Branchen zwar auch so, aber die Patienten müssen stärker auf die Expertise der Ärzte vertrauen, während zugleich ihre Gesundheit oder sogar ihr Leben davon abhängen.

  2. Die Grünen können überall dort reüssieren, wo Wohlstandsverwarlosung und hypermoralischer Kulturmarxismus eine linken Bourgeoisie herausgebildet haben, die auf den Hinterlassenschaften des von früheren Generationen erbrachten Wohlstandes eine neue post-nationale Zivilreligion zur Aufpolierung des eigenen Egos benötigt.

    Wie schon damals in der Spätphase des Römischen Reiches zeigen sich hier die Auflösungserscheinungen einer Hochkultur. Keine gesunde Nation würde ohne Protest Politiker und Parteien in die eigenen Parlamente wählen, die den Hass auf die eigene Nation zum politischen Programm erklärt haben. Dass eine Person wie Claudia Roth, die bereits hinter Plakaten wie „Nie wieder Deutschland“, „Deutschland verrecke“ und „Deutschland du mieses Stück Scheiße“ herlief zur Vizepräsidentin des höchsten deutschen Parlamentes gewählt wurde keinen handfesten Staatsskandal hervorgebracht hat, zeigt, wie schlimm es um den Selbstbehauptungswillen und die eigene Wertschätzung bestellt ist. Nirgendswo sind die Grünen als Zöglinge der Frankfurter Schule und der Reeducation so erfolgreich, wie in Westeuropa.

    Dass ein Kontinent, der in der Weltgeschichte der Mensschheit bereits vor vielen Jahrhunderten maßgebliche Impulse für die Entwicklung der modernen Menschheit hervorgebracht hat nun künstlich und mit hoher krimineller Energie eine weltweite Speerspitze in Sachen Selbstaufgabe, unwissenschaftlicher und ahistorischer Selbstgeißelung darstellt, ist ein historisch beispielloser Skandal. Auch dass diese schändliche Entwicklung nicht nur in Europa, sondern auch in den USA bereits früh ihren Anfang nahm, macht die Sache nicht besser. Wer die aktuellen Neuansiedlungspläne der EU für Migranten aus Afrika (genannt „Resettlement“) samt orwellscher top-down-Verordnungen liest, dem verschlägt es angesichts dieses beispiellosen Verrates nur noch die Sprache. An diesen ganzen Vorgängen ist vieles ungeheuerlich und skandalös. Am unverfrorensten ist hierbei jedoch zweifelsohne die kriminelle Energie, die angewandt wird, um klandestin die Gutmütigkeit der Europäischen Bevölkerung zu deren eigenem langfristigen Schaden auszunutzen.

  3. Energetik, dafür braucht man natürlich keine Ausbildung, ist im Vormarsch und man kann beim Steuerzahler ordentlich abkassieren.
    „..
    Und dem Wiener Krankenhaus Nord. Dort ist ja vor wenigen Tagen bekannt geworden, dass ein Energetiker das Spital um sage und schreibe 95.000 Euro einer energetischen Reinigung unterzogen hat….“
    https://www.diepresse.com/5391927/schutzring-fur-kh-nord-energetiker-in-heller-aufregung
    Soll doch jeder Mensch mit seinem Geld machen was er will und für jeden Blödsinn ausgeben, aber bitte nicht der Steuerzahler.
    Peinlich ist das mit der Homöopathie ja nicht für die Grünen, da ist man nicht überrascht die sind eh bei jedem Unsinn dabei, sondern für CSU und FW.
    Übrigens in Österreich kommt mit höchster Wahrscheinlichkeit eine ÖVP/Grüne Koalition. Wird aber nicht so tragisch werden, die Grünen sind halt postengeil, ein Wiener Schweinsschnitzel-Verbot wird es nicht geben.

    • „Wiener Schweinsschnitzel-Verbot wird es nicht geben.“

      Haha.
      Ist das Original nicht grundsätzlich vom Kalb?
      Wiener Schnitzel vom Schwein essen doch nur Piefkes, oder?

      • Trotzdem sollte man Schweineschnitzel nicht verbieten, ebensowenig vegane Schnitzel, auch wenn die EU ihre Bezeichnung als Schnitzel untersagen will.

  4. Für Sozialisten (Grüne sind grünlackierte Sozialisten!) ist Wissenschaft nur interessant, wenn sie deren Thesen bestätigt. Zur Wissenschaft gehört aber das intensive Forschen, das kritische Prüfen, das in Frage stellen und eben nicht das Bestätigen von Dogmen. Und genau das mögen Sozialisten nicht, denn dann würde ihr falsches Menschenbild, ihre verkehrte Ökonomielehre und ihr wirklichkeirtsferne Philosophie entlarvt. Davor haben Sozialisten Angst, wie der Teufel vor dem Weihwasser…!

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