Tesla plant Fabrik in Brandenburg

Kaum ist Elon „Musk in Deutschland: Tesla baut Gigafabrik nahe neuem Berliner Großflughafen“. Er ist ein Unternehmer, der handelt. Vielleicht ist er eigentlich schon pleite, doch seine Fabrik wird schneller gebaut werden, als die nächste Bauverzögerung vom Flughafen Berlin Brandenburg dauert. Ob Elektroautos sich wirklich am Markt durchsetzen werden (und die Umwelt schonen), weiß zwar niemand, aber wenigstens riskiert er sein eigenes Geld und das seiner freiwilligen Geldgeber, statt auf Steuergelder und Zwangsmaßnahmen der Bundesregierung zu setzen. Technologisch ist er bei den Batterien der deutschen Konkurrenz weit voraus, die sich aber jetzt vielleicht mehr anstrengt oder auch direkt von ihm lernt. Denn Konkurrenz belebt das Geschäft und die hiesige Autoindustrie kann durchaus ein paar Impulse gebrauchen. Zugleich werden Arbeitsplätze geschaffen und wird eine strukturschwache Region gestärkt.

14 Gedanken zu „Tesla plant Fabrik in Brandenburg

  1. “ . . .statt auf Steuergelder und Zwangsmaßnahmen der Bundesregierung zu setzen. . . “
    Dann kennen Sie ja sicher schon die Höhe der zugesagten Fördermittel ?!

      • Die Regeln sind schon etwas umfassender. Mindestens 10 % Zuschuss sind nach
        dem MWE-Förderprogramms GRW-G Große Richtlinie (z. B. neue Wirtschaftstätigkeit nach Art. 2 Nr. 51 der Verordnung (EU) Nr. 651/2014) schon mal sicher. Mit der Optimierung öffentlicher Finanzierungshilfen habe ich meine Erfahrungen. Auch damit, wo diese mit in den Abgrund gerissen wurden.

  2. Naja Strukturschwach … Die Fabrik soll in der nähe der A10 stehen, der Containerbahnhof ist in der nähe und andere Car-Faktories der deutschen Hersteller sind auch in der nähe. Entscheidend wahr wohl laut dem neuen/alten MP von Brandenburg die grösste beste meiste Stromerzeugung aus Wind/Solar in Brandenburg.
    Ich hatte eigentlich spekuliert das Musk den BER gekauft hat um ihn abzureissen und die Fabrik da zu bauen 😀 /ironie off

  3. So ganz ohne Anreize wird TESLA bzw. Elon Musk diese Entscheidung nicht getroffen haben. Ein Batteriewerk benötigt für seine Produktion vor allem sehr viel Energie und wenig Personal. Aber Strom ist nirgends so teuer wie in Deutschland. Von daher ist diese Standortwahl auf den ersten Blick eigentlich ziemlich irrational.

    • Der Strom ist in Deutschland vor allem für private Haushalte so teuer, nicht für industrielle Großverbraucher (als wenn sie die Umwelt weniger belasten würden bzw. gutes und schlechte CO2 existieren würde).

      • Das ist eben wie beim ICE. Der fährt auch mit 100% Ökostrom. Den „schmutzigen“ Strom ziehen nur die anderen Züge aus der Oberleitung. 😂

      • Da haben sie absolut recht Herr Meister mit dem grünen Strom der Bahn, und es hat mich positiv beeindruckt, dass sie das wissen. Aufkleber betonen, dass ICE-Züge allesamt zu 100 Prozent mit Ökostrom fahren. Wer nun annimmt, dass dieses für die vielen Verspätungen der Bahn verantwortlich ist, weil etwa bei Windstille kein Strom aus Windrädern und bei Dunkelheit kein Solarstrom zur Verfügung steht, hat die raffinierte PR-Strategie der Bahn nicht verstanden. In Wirklichkeit fließt im Bahn-Stromnetz nur 57% Ökostrom, der Rest stammt vor allem aus Kohle-und Kernkraftwerken. Mit diesem Strommix werden sowohl die Regional- und Güterzüge versorgt als auch der Fernverkehr. Wie kann es also sein, dass die ICE Züge zu 100% mit Grünstrom fahren? Ganz einfach. Das Tochterunternehmen DB Energie GmbH schnürt aus dem Strommix einzelne Pakete. Sie verkauft der Sparte Fernverkehr nur den grünen Strom, der Rest geht an die anderen Sparten. Dort liegt der Ökostromanteil nur bei 30%.
        Die ICE werden so für ökologisch sauber erklärt, der schmutzige Kohle-oder gar strahlende Atomstrom werden auf dem Papier stillschweigend den schmutzigen Güterzügen oder Regionalzügen zugeschrieben. Der ICE Passagier kann sich als sauberer Ökostromnutzer fühlen. PR-taktisch ist damit alles im grünen Bereich.

      • Dabei gibt es keinen grünen und z. B. gelben Strom, sondern Strom ist Strom. Nur bei vollständig getrennten Netzen könnte man sagen, dass der eine Strom anders erzeugt wurde als der andere.

      • @Horst Krebs

        Hallo Herr Krebs,
        vielen Dank für die genauen Zahlen zum Strommix der Deutschen Bahn. Es ist schon erstaunlich, wie sich die Verbraucher hier hinter die Fichte führen lassen. Wie Sie es richtig beschreiben, ist die ganze Darstellung nichts weiter als ein leicht durchschaubarer PR-Gag. Würden keine Güterzüge mehr fahren (was bei noch immer zunehmendem Just-in-time-Verkehr, den die Bahn auf der Schiene schlicht und ergreifend nicht erfüllen kann, tendenziell jedenfalls in diese Richtung geht), müssten also auch die angeblich zu 100% „sauberen“ ICEs „schmutzigen“ oder „verstrahlten“ Strom abnehmen.

  4. Was ich hier alles lese geht von der Meta – Ebene gesprochen AM ZIEL VORBEI. Warum? Elektroautos sollten klein, leicht, preiswert & wendig bzw. flexibel in der Handhabung sein. In der Herstellung dann noch Ressourcen – schonend. Meist für den Stadtverkehr (Umland) gedacht. Die Produktpalette von TESLA bedeutet große, schwere Autos, mehr Gewicht, im Kontrast zu den sinnvollen Zielen einer je erfolgreichen Elektromobilität in unserem Land. Bund und TESLA (mit einem kiffenden CEO) setzen somit die falschen Signale. Ein Narr der das NICHT sieht! Beziehe mich auf Greenpeace – Veteran Wolfgang Lohbeck – mehr Fachmann für Elektromobilität als ich es je sein werde! Berlin und Massengräber: Siehe das Vorhaben Museum der Moderne in Berlin… (anderes Thema aber ebenso traurig wie überflüssig).

    • Ein Elektromotor ist doch nur eine alternative Antriebstechnologie. Warum soll es keine großen und schnellen E-Autos geben, wenn die Kunden das wünschen? Wenn man die Menge an CO2 begrenzen will, ist eine einheitliche Zertifikatelösung oder hilfsweise Besteuerung am effizientesten und auch effektivsten, keine Detailvorgaben, als wenn der Staat am besten wüsste, was die Menschen wollen und die Unternehmen können.

  5. Gestern wurde berichtet, dass die Tesla-Ansiedlung rd. 300 Mio. Euro staatliche Fördermittel erhalte. Dürfte das etwa im üblichen Rahmen liegen (?)

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