Unzufriedenheit 30 Jahre nach dem Mauerfall

Am ‚9. November als deutscher Schicksalstag‘ ist vieler wichtiger Ereignisse zu gedenken, heute jedoch vor allem dem Mauerfall vor 30 Jahren. Vor fünf Jahren habe ich schon ausführlich über den 9. November 1989 geschrieben (siehe ‚Mauerfall vor 25 Jahren‘).

Heute möchte ich vor allem auf die Entwicklung seither und ein Paradox eingehen. Denn einerseits ist die deutsche Teilung noch immer nicht wirklich überwunden, fühlen sich viele frühere DDR-Bürger weiterhin vor allem als Ostdeutsche und sind unzufrieden, andererseits haben sich ihre Lebensumstände nicht nur ökonomisch, sondern auch politisch und persönlich dramatisch verbessert (siehe „Thirty years after the Berlin Wall fell: Germans still don’t agree on what reunification meant“). Die meisten Menschen in den alten Bundesländern sehen die deutsche Einheit viel positiver, obwohl ihre Einkommensentwicklung dadurch gehemmt wurde und sie jetzt schon seit 14 Jahren eine FDJ-Funktionärin für Agitation und Propaganda als Kanzlerin ertragen müssen.

Für diese Diskrepanz von Sein und Bewusstsein gibt es aus meiner Sicht vor allem drei Erklärungen: Erstens neigen Menschen dazu, sich stärker mit ihren Mitmenschen zu vergleichen als ihr absolutes Niveau und dessen Verbesserung einzuschätzen. Dabei ist es entscheidend, mit wem man sich vergleicht. Andere Mittel- und Osteuropäer freuen sich mehr über die wiedergewonnene Freiheit, obwohl ihr Wohlstand von einem niedrigeren Niveau aus weniger stark gestiegen ist. Ex-DDR-Bürger vergleichen sich hingegen vor allem mit den Westdeutschen und sehen dabei immer noch bestehende Unterschiede in den Durchschnittseinkommen und Vermögen. Übersehen werden dabei leicht die oft ebenfalls geringeren Lebenshaltungskosten und vor allem die auch in den alten Bundesländern existierenden Unterschiede. So sind Teile des Ruhrgebiets jetzt schlechter dran als die neuen Bundesländer im Schnitt oder gar deren Boomregionen.

Zweitens ist nicht nur die Ungleichheit größer geworden, sondern auch die Unsicherheit. Die meisten ehemaligen DDR-Bürger haben in den 90er Jahren ihren Job verloren, was in der DDR ohne politische Aufmüpfigkeit kaum drohte. In der DDR gab es viel weniger Veränderungen, danach schlagartig sehr viele und große und auch jetzt gibt es mehr als vor dem Mauerfall.

Drittens sind Millionen Menschen bereits vor dem Mauerbau und dann auch wieder nach dem Mauerfall aus der (Ex-)DDR nach Westen abgewandert, oft besonders leistungsbereite und gebildete Menschen. Diese fehlen nun in den neuen Bundesländern, während sie bei statistischen Vergleichen den alten Bundesländern zugeschlagen werden, was den Schnitt verändert. Dabei sollte es vernünftiger Politik mehr um die Menschen gehen als um die Orte an sich, die aber auch erst nach dem Mauerfall saniert wurden.

Schließlich ist zu bedenken, dass die DDR keine Erfolgsgeschichte war, sondern nur durch Gewalt und eine Mauer mit Schießbefehl zusammengehalten wurde. Folglich ging dieser Unrechtsstaat gleich nach dem friedlichen, Gorbatschow sei Dank, Mauerfall unter, was ein echter Grund zur Freude ist.

55 Gedanken zu „Unzufriedenheit 30 Jahre nach dem Mauerfall

  1. Was bei dem ganzen Gedöns um die „Wiedervereinigung“ nie vergessen werden sollte:
    1.) Es ist keineswegs der „Verdienst“ irgendwelcher Montagsdemonstranten, dass die Mauer gefallen ist, sondern das Ergebnis von vier Jahrzehnten sozialistischer Misswirtschaft.
    2.) Kein Westdeutscher wurde gefragt, ob er diese überstürzte Einheit überhaupt möchte und in welchem Ausmaß er bereit wäre, sich dafür zusätzlich kaputt besteuern zu lassen.
    3.) Niemandem fliegen die gebratenen Tauben einfach so in den Mund. Auch uns Wessis nicht.

  2. Hierzu gibt es zwei top Reden aus dem Bundestag von Tino Chrupalla und Leif Erik Holm, die den Altparteien und allen voran Angela Merkel kräftig den Spiegel vorhalten und klarstellen, wie es um deren historischen und aktuellen Schandtaten sowie die Meinungsfreiheit 30 Jahre nach dem Fall der Mauer bestellt ist.

    Zu den ganzen emörten Rufen aus den Reihen der Altparteien kann man nur sagen: Getroffene Hunde Bellen.

    Bei dem ersten Video wird es vor allem ab Minute 2 unterhaltsam: „Die EInheit bescherte uns auch neue Politiker“. Und dann Merkels DDR-SED-FDJ-Biographie

    Jedenfalls wirklich herrlich diese beiden Reden, allein für die Reaktionen der kriminellen Altparteien lohnt es sich schon AfD gewählt zu haben. Wirklich großes Kino.

    Ohne die AfD könnten sich die Altparteien wie eh und je in bräsiger Selbstgerechtigkeit gegenseitig loben und feiern, während sie die Meinungsfreiheit nach DDR-Vorbild sukzessive abschaffen und Deutschland ohne demokratische Legitimation in einen volksfernen EU-Superstaat (Ähnlichkeiten zur Sowjetunion sind natürlich rein zufällig) überführen. Betreutes Denken, gelenkte Demokrtatie, schwindene Meinungsfreiheit, und eine alles kontrollierende und von den gleischgeschalteten Medien nicht kritisierte Blockflöten-Altparteienfront, ja das gibt es alles auch wieder. Aber nun bleiben ihre Lügen und ihre kriminellen und antidemokrtischen deutschlandfeindlichen Handlungen nicht mehr unwidersprochen!

    Wenn heute in Hannover – nach englischem Vorbild – der erste grüne Muslim-OB Deutschlands gewählt werden sollte, weiß man, wie wichtig der patriotische Widerstand ist. Damals wie heute.

    • Sorry, aus der Rede von Herrn Chrupalla höre ich ein Plädoyer für Freiheit und freie Meinungsäußerung, für ein Land mit sicheren Grenzen und eine klare Abrechnung mit Merkel, ihrer Politik und ihren Methoden.
      Was ist daran oder sonst an seiner Rede besonders illiberal? Ist es einzig seine Kritik an der Treuhand?
      Trotz Abneigung gegenüber Kalbitz und Höcke (Wessis!) sollte man nicht die ganze Ost AfD über einen Kamm scheren. Die Reden von Herrn Chrupalla und Herrn Holm sind zumindest vergleichsweise vorzeigbar.
      Frau Teuteberg von der FDP hat (auch) eine gute Rede gehalten, die sich tendenziell nicht grundlegend von denen der AfD Kollegen unterschied.

  3. Heute vor 30 Jahren – Erinnerungen eines BMW-Fahrers

    31.10.1989
    Nagelneuen BMW bekommen:
    318iS E30 – was für ein feines, schnelles kleines Auto!
    Lazublaumetallic mit Sportsitzen (schwarzes Leder), Schiebedach und Sperrdifferential.
    Wunschkennzeichen. Radio BMW Bavaria mit RDS.

    09.11.1989
    BMW ist eingefahren! :-))
    Morgen früh (ein Samstag) fahre ich zu einem Workshop nach Neufahrn bei Freising.
    Kaltes trockenes Winterwetter.
    Freue mich auf die leere Autobahn und gehe ohne „Tagesschau“ (kommerzielles Internet gab es gottlob noch nicht) zeitig zu Bett.

    10.11.1989 7:10 Uhr.
    Biege von der Nürnberger „Südwesttangente“ auf die A9 Richtung München.
    Gleich wird die Sonne aufgehen. Die Nacht war klar.
    Hübsch anzusehende Beifahrerin, die in meinem Radiosender mitarbeitet.
    „Hotel California“ mittellaut von der FeCr-Compact-Cassette und der Motor schnurrt wie ein Kätzchen …
    Lupfe das Gas. 136 Pferdchen scharren mit den Hufen. Ich ahne nichts Böses.
    Das Leben ist schön. 🙂

    10.11.1989 7:11 Uhr.
    Kulturschock meines Lebens:
    Es stinkt nach Zweitaktöl.
    Die Autobahn ist mit Pappschachteln auf vier Rädern verstopft soweit das Auge reicht!
    Die kräftig zupackenden Scheibenbremsen meines neuen BMW machen mir schnell klar, das dies nicht nur ein schlechter Traum ist!
    R.E.M. quäken aus den Lautsprechern. „Losing my Religion“.
    Rien ne va plus. Nichts geht mehr.

    10.11.2019 – 30 Jahre später
    Die „alternativlose“ Kanzlerin im schrillbunten Mao-Kostüm, die wir von unseren neuen Mitbürgern geschenkt bekommen haben, sitzt alles aus. Rien ne va plus. Nichts geht mehr.
    R.E.M. quäken aus den Lautsprechern des Küchenradios. „Losing my Religion“.

    Ach Bundesrepublik Deutschland, was warst Du einmal für ein schönes freies Land …

    • Von Michael Meister – 300sel am 10/11/2019 um 10:39 :
      „Heute vor 30 Jahren – Erinnerungen eines BMW-Fahrers . . .“ ist man ja hier einiges an seltsamen Beiträgen gewöhnt. Aber ein solcher Schwachsinn ist ja kaum noch zu unterbieten. Bleiben Sie noch lange der AfD erhalten !

      • Das sollte nur ein kleiner Denkanstoss für alle, die die teure „Wende“ noch immer verklären, sein. Aber interpretieren Sie es, wie Sie es wollen. Den Shitstorm überstehe ich. 😉

      • Ja, der Kommentar und auch die nachfolgende Diskussion mit dem wenig patriotischen Patrioten sind schon ziemlich absurd, aber wohl eher untypisch für die nationalistische AfD, die inzwischen vor allem auf die ehemalige DDR setzt.

      • @ Alexander Dilger

        Da Sie ja die AfD offenbar als „nationalistisch“ betrachten und man aus Ihren Andeutungen auch mutmaßen kann, dass Sie diese drastische „Totschlag-Vokabel“ auch mir zuordnen, ergibt sich für mich hieraus eine Frage: Was ist für Sie Patriotismus und was Nationalismus

        Ich halte mich jedenfalls an die Aussage von Johannes Rau:

        „Ein Patriot ist jemand, der sein Vaterland liebt. Ein Nationalist ist jemand, der die Vaterländer der anderen verachtet.“

        In diesem Sinne stehe ich für den Erhalt der Vielfalt der Welt. Dieses habe ich schon oft betont und dies ist der krasse Gegensatz zum Nationalismus. Hiermit liege ich mit den wenigen verbliebenen echten Nationalisten über Kreuz und ebenso mit den EU- & Migrationsfanatikern.

        Falls Sie übrigens denken, dass ich mir das etwas unschöne braune Icon als Zeichen meiner „Gesinnung“ ausgesucht hätte, so liegen Sie falsch. Dies hat wordpress gemacht. Lieber wäre mir ein schönes AfD-blau.

      • Das können wir einmal bei anderer Gelegenheit diskutieren, doch an dieser Stelle habe ich unpatriotisch durchaus in die andere, übliche Richtung gemeint. Herr Meister lehnt nicht nur die Ex-DDR-Bürger, sondern ganz Deutschland ab und Sie stimme fröhlich ein. Das passt eigentlich gar nicht zu Ihren sonstigen Kommentaren.

      • Ich lehne doch nicht einzelne DDR-Bürger ad hominem dafür ab, dass sie Ex-DDR-Bürger sind. Es sind ja auch viele darunter, die völlig in Ordnung sind. Was mir aber gehörig gegen den Strich geht, ist die ewige Glorifizierung der ach so großartig vonstatten gegangenen „Deutschen Einheit“ und die chronisch kritiklose Unterwürfigkeit vieler Landsleute West gegenüber angeblich so schlimm benachteiligten Jammerossis. Dieses inzwischen drei Jahrzehnte währende Gejammere auf hohem Niveau ist einfach unerträglich.

      • Sie jammern doch auch nur auf noch viel höherem Niveau. Es geht auch nicht darum, ob Sie einzelne Ex-DDR-Bürger sympathisch oder unsympathisch finden, sondern dass Sie sie gar nicht als Mitbürger begreifen. Es ist ja nicht verboten, Deutschland abzulehnen, aber was machen Sie mit Ihren Ansichten ausgerechnet in der AfD?

      • Auch in der AfD gibt es unterschiedliche Meinungen und Auffassungen. Während die Ostverbände mit Slogans wie „Wende vollenden“ werben, wünschen sich die meisten MItglieder im Westen eher einen schlanken Staat, der sich deutlich weniger in das Leben der Bürger einmischt und mehr Subsidiarität.

        Ich selbst bejammere doch außerdem gar nicht meine individuelle Situation (gleichwohl auch ich schon sehr herbe Verluste wegstecken musste, werden Sie da keine Klagen von mir zu hören bekommen, denn ich bin mir natürlich bewusst, dass ich mich dennoch in einer vergleichsweise komfortablen Situation befinde), sondern kritisiere die leistungshemmende Schlaraffenland-Erwartungshaltung, die sich – vom Osten ausgehend – seit der „Wiedervereinigung“ wie ein zäher, klebriger Schleim über ganz Deutschland gelegt hat. Und unsere Kinder und Kindeskinder sollen es ausbaden, so sie nicht die Flucht aus dieser umverteilungssozialistischen Bananenrepublik mit ihren regierenden Kasperle-Politikern ergreifen, die nicht das geringste Gespür für wirklich relevante Zukunftsfragen haben (siehe z.B. https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/csu-kritisiert-steuerplan-von-olaf-scholz-zu-maennervereinen-16479927.html).

    • @300sel

      Nette kleine Anekdote, die Sie hier schildern. Ich habe ja an die Wendejahre 89/90 als 1984er Jahrgang nur spärliche Erinnerungen.

      Eher schon an meine Grundschulzeit in einer ländlichen Region im Süden NRWs, als ab etwa 91/92 die erste große Welle an Russlanddeutsche Spätaussliedler nach Deutschland kam und viele Kinder dann auch in unsere Schulen kamen (in unserer Region kamen damals viele Russlanddeutsche unter). Einige dieser Kinder konnten bereits deutsch, wenn auch mit hörbarem Akzent. Gut in Erinnerung habe ich noch ein Mädchen, die damals 91/92 bei uns in die 2. Klasse kam und überhaupt kein einziges Wort deutsch konnte. Die wurde während des Unterrichts in unsere Klasse gebracht und konnte nichts sagen. Wie Kinder so sind, wurde sie dann nur von allen Kindern groß angeguckt und es wurde getuschelt. Irgendwann hat sie dann im Unterricht geheult. Wenige Tage später hat man sie dann in die 1. Klasse runtergestuft, was angesichts ihrer Deutschkenntnisse wohl richtig war. Auch wenn es damals auch Vorurteile gegenüber den Russlanddeutschen gab, so haben diese sich doch heute weitestgehend assimiliert und deren Nachkommen sind in der Regel nicht mehr zu unterscheiden. Gegen solche Einwanderung habe ich nichts.

      Zu dem von Ihnen erwähnten E30. Der 318is Motor war damals eine Neuentwicklung, die es dann auch im Nachfolger E36 weiter gab. Ziel war es aus einem relativ kleinen Motor (1,8 Liter Hubraum waren damals im BMW klein) möglichst viel Leistung heraus zu holen. Als Ergebnis hatte der Motor dann fast gleich viel Leistung, wie ein damals kleinerer Sechszylinder. Der Motor kam aber ohne Turbolader aus und gemessen am heutigen Downsizing (1,4L 180ps) war der Motor noch geradezu auf Langlebigkeit entwickelt. Auch wenn ich sehr viele BMW toll finde und auch die alte BMW-Front der 70er und 80er Jahre legendär ist, so gefällt mir persönlich der Nachfolger E36 und auch der daruaf folgende E46 optisch noch etwas besser. Vielleicht liegt es aber auch einfach an meinem Alter. Lazurblau war natürlich eine schöne edle Farbe.

      Eine technische Frage noch zu dem Radio Data System RDS an Sie als Fachmann. Ich hatte das ja später in den 90ern auch in meiner kleinen heimischen Stereoanlage. Aber wie war denn damals zu dem frühen Zeitpunkt schon die Nutzbarkeit des RDS? Konnte es „nur“ die Sendernamen anzeigen, oder konnte man damit auch bereits Infotexte des Programms oder des gerade gespielten Liedes anzeigen lassen? Wurde es bereits von vielen Sendern unterstützt?

      • @Patriot

        Dass sich Russlanddeutsche im Großen und Ganzen gut assimiliert haben, trifft zumindest bezogen auf ihren Umgang mit der einheimischen Bevölkerung zu. Schade finde ich aber, dass der größte Teil der Russlanddeutschen es offenbar nach wie vor bevorzugt, unter sich zu bleiben und in dieser Parallelwelt bis heute überwiegend Russisch die alltägliche Umgangssprache ist, obwohl sie sich durch und durch als Deutsche fühlen. Das ist in meinen Augen schon etwas schräg und führt groteskerweise zu einer deutlichen Abgrenzung von bzw. Ausgrenzung der autochtonen Bevölkerung.

        Der Motor des 318iS („M42 B18“) war ein Meilenstein in der seinerzeitigen Motorenentwicklung. Der BMW E30 wirkt mit diesem Motor trotz der nominal etwas schwächeren Leistung erheblich agiler als der (dafür etwas laufruhigere) 2-Liter Sechszylinder M20 B20 und weckt Erinnerungen an den M3 der Baureihe E30, dessen S14 Motoren ebenfalls Vierzylinder mit Steuerkette waren (die Sechszylinder der Baureihe E30 hatten Zahnriemen). Seine Agilität hat natürlich nicht zuletzt mit dem geringeren Gewicht, wohl aber auch mit der Tatsache, dass zwei Zylinder weniger bewegt werden müssen, zu tun. Das oben erwähnte Fahrzeug befindet sich übrigens noch immer – inzwischen als gepflegter Oldtimer – in meinem (Erst-)Besitz. Ich habe diesen bis heute sehr schönen (und absolut rostfreien!) Wagen die ersten vier Jahre neben einem Mercedes 280E und einem Toyota Landcruiser BJ42 als Alltagsauto gefahren und dann durch einen viertürigen E36, und später zunächst durch einen orientblauen E34 touring, auf den ein mauritiusblauer Alpina B10 V8 (E39 Limousine) folgte, ersetzt. Erst 2005 wechselte ich mit den Geschäftswagen ganz zu Mercedes, da ich am Design der asiatisch anmutenden E60/E61 keinen Gefallen mehr fand. Der erste Motor des 318iS E30 hat etwas mehr als 276.000 km ohne irgendwelche Probleme gehalten. Lediglich bei etwa 210.000 km musste einmal der Kettenspanner der Steuerkette getauscht werden. Für Liebhaber agiler, fahraktiver Young- und Oldtimer kann ich die Baureihe E30, insbesondere die Zweitürer und die Cabriolets nur rundherum empfehlen. Die Preise für gepflegte Exemplare haben die letzten Jahre kräftig angezogen und dieser Trend wird wohl auch nicht so schnell abreißen. Der Kaufpreis ist also gut angelegt. Wartung und Unterhaltskosten sind sehr überschaubar.

        Das Radiodatensystem RDS konnte bis zu acht Buchstaben oder Ziffern gleichzeitig im Display anzeigen. Einige Sender verwendeten es auch, um kurze Texte (z.B. Songtitel und Interpretennamen, teilweise aber auch Schlagzeilen) wie am Laufband über das Display zu schicken. Unterstützt wurde es sehr bald nach seiner Einführung von den meisten über UKW-Sender empfangbaren Radiostationen, da es nicht zu nutzen gerade im Autoradio schon bald ein absoluter Knockout-Faktor im Wettbewerb um Hörer war. Sehr ausführlich und gut erklärt ist es übrigens bei Wikipedia. https://de.wikipedia.org/wiki/Radio_Data_System

      • @ 300sel

        Also in den ersten Jahren (vor allem 90er Jahre) hatte ich auch noch den Eindruck, dass ein gewisses „Untersichbleiben“ bei größeren Teilen der Russlanddeutschen Community vorzufinden ist. Dieses hat sich meiner Meinung nach aber schon in den letzten 15-20 Jahren deutlich entspannt. Bei uns in der Gegend hatten sich in den 90er Jahren viele Russlanddeutsche bereits wenige Jahre nach ihrer ankunft schicke neue und auch recht große Einfamilienhäuser gebaut. Deswegen gab es dann damals auch etwas Unmut. Möglich wurde dies aber nicht nur durch Entschädigungsprämien, sondern auch – und das muss man faiererweise zugestehen – durch gegenseitiges Helfen un Unterstützen beim Bau und durch viele selbstständigen Eigenleistungen beim Bau. Viele Russlanddeutsche waren ja handwerklich geschickt und halfen sich dann jeweils (familiär) untereinander beim Bau. Ich selber würde sagen, dasss ich diese Übergangsphase eines skeptischen Nebeneinanders hin zu einem normalen Miteinander miterlebt selber beobachten konnte und denke, dass nun spätestens bei den in Deutschland geborenen die Grenzen immer mehr verfließen werden. Ich habe selber noch miterlebt, wie anfangs teils abschätzig von „den Russen“ geredet wurde, was dann später, wenn überhaupt noch davon geredet wurde, einen zunehmend ironischen Ton bekam und mittlerweile kaum noch verwendet wird.

        Da hatten/ haben Sie ja wirklich schöne Autos. Schön, dass Sie Ihren alten 3er noch im Besitz haben. Mittlerweile ist der E30, aber auch schon sein Nachfolger E36 und zunehmend auch der E46 recht selten geworden im Straßenbild. Orientblau war auch eine schöne Farbe der 90er Jahre BMW. Der E30 M3 ist ja gerade auch wegen seiner Form ein begehrtes Liebhaberfahrzeug. Der Alpina ist doch wirklich sogar etwas besonderes. Die hatten ja auch, anders als die „Standard“ BMW, keine VMAX Beschränkung. Haben Sie denn den Alpina noch? Diese sind ja auch auf Grund der geringen Stückzahl sehr gefragt. Der E39 ist meiner Meinung nach auch einer der schönsten 5er überhaupt. Mir gefiel dmals auch die brachiale Umstellung des Chris Bangleschen Designs ab dem E60 ebenfalls nicht. Wie vielen anderen. Sie haben recht; zu asiatisch und irgendwie auch zu unharmonisch. Ich habe dann damit ja irgendwann meinen optischen Fireden damit gefunden. Ein großer Fan bin ich nie geworden. Am schlimmsten wurde damals ja noch der 7er E65 optisch vermurkst. Die Vorgänger sahen noch richtig gut aus. Aber mit dem 7er F01 und dem 5er F10 ist das Design ja wieder gut geworden. Das Mercedes Design der 00er Jahre sah auch gut aus, anders als das aktuelle.

        Die Funktionen des RDS sind mir prinzipiell klar. Ich hatte es ja auch im Laufe der 90er Jahre schätzen und lieben gelernt. Gerade als man noch kein vernünftiges Internet hatte und bei einem guten Song hoffte, dass bei dem jeweiligen Sender auch die Song-/ Interpretenangabe funktionierte…Hatte denn Ihr BMW anno 89 bereits den vollen Umfang der RDS Funktionen, oder funktionierte hier „nur“ die namentliche Senderangabe?

      • @Patriot 23:37 Uhr

        Russlanddeutsche (RD) sind meist sehr tüchtige und geradlinige Menschen mit für unser Empfinden oft völlig aus der Zeit gefallenen Wertvorstellungen. Umgekehrt empfinden viele von ihnen uns alte Bundesrepublikaner als degeneriert, was vielleicht erklärt, warum sie bis heute gerne unter sich bleiben. Aber das trifft natürlich nicht ausnahmslos für alle RD zu, gleichwohl es zumindest unter den nicht wenigen mir bekannten RD schon eher auch heute noch der Normalfall ist.

        Den Alpina B10 V8 habe ich etwa acht Jahre lang besessen und wie die meisten meiner damaligen Autos die ersten vier Jahre im Alltag gefahren. Die Verarbeitungsqualität, liegt noch einmal deutlich über dem ohnehin nicht gerade niedrigen BMW-Niveau. Besonders für Langstreckenfahrer ein sehr entspanntes und zugleich extrem schnelles Auto für die Autobahn. Als Sportwagen für kurvige Landtraßen oder Alpenpässe kann man ihn allerdings vergessen. Dafür ist er zu groß und zu schwer. Aber das ist auch gar nicht sein Metier. Einzig die Mischbereifung (hinten breitere Reifen als vorne) und der nicht abstellbare, seinen dreiteiligen Felgen geschuldete Druckverlust haben mich an diesem Auto unendlich genervt. Für echte Vielfahrer ist es völlig inakzeptabel, alle 8.000 bis 10.000 km zum Reifenhändler zu müssen, um die hinteren Pneus auszuwechseln und die ewige Fummelei mit den unter einer absperrbaren Radkappe versteckten Ventilen ist ebenfalls extrem zeitraubend und für ein solches Selbstfahrer-Auto indiskutabel. Lediglich Winterreifen dürfen Sie bei diesem Modell in rundherum gleicher Größe und auf „normalen Felgen“ fahren. Ich war daher immer froh, wenn es endlich Winter wurde …

        Da ich meine älteren Autoradios mit Cassettenteil alle sehr bald durch Modelle mit CD-Schacht oder der Möglichkeit, einen CD-Wechsler anzusteuern, ersetzt habe (ja, ich weiß – das ist eigentlich ein Frevel, aber ich mag CDs im Auto einfach, wenn ich mal keine Lust habe Radio zu hören), kann ich mich an das erste Radio meines 318iS E30 gar nicht so genau erinnern. Ich glaube, da war damals noch nicht mehr als nur der Sendername. Beruflich habe ich mich mit den weiteren Features des RDS auch nicht so sehr befasst. Das gehörte bei uns zum Aufgabenbereich des Programmchefs und/oder des technischen Leiters. Und dann kam ja auch schon das glücklose, vom Markt bis heute nicht angenommene Digitalradio DAB (später auch DMB, heute DAB+) mit noch viel mehr Möglichkeiten zu Spielereien im Display bzw. bei DMB auch mit richtigen Bildschirmen auf.

      • Mein Vater hatte sich damals Ende der 80er Jahre gebraucht einen cosmosblauen (heute seltenes grau-blau-met.) BMW 7er E 23 (erste 7er Serie, aber Facelift) 735iA gekauft. Schon mit G-Kat, was damals noch selten war und gerade in der Umstellung vom U-Kat lief. Der Wagen hatte deshalb technisch eine Drosselung auf ich glaube 185PS. Ohne G-Kat wären es ca. 220PS gewesen. Gut 210km/h lief der Wagen, mit ich glaube 3-Gang Automatik Getriebe. Beschleunigung und der Sechszylinder-Klang kamen mir damals als Kind/ Jugendlichem toll vor. Der Wagen war Baujahr 1985 und einer der letzten überhaupt gebauten E23 (der E32 ging wenige Monate später in Serie). Auch war der Wagen ein ehemaliges Fuhrparkfahrzeug der Stadt Bonn und daher gepflegt. Die Ausstattung war allerdings, im Vergleich zu damaligen 7ern, nur mittelmäßig. Automatik, Schiebedach, Standheizung, Bordcomputer, Nebelscheinwerfer, Zentralverriegelung, Alarmanlage und Armlehne hinten waren vorhanden, aber keine Klimaanlage, Fensterheber und Ledersitze.
        Wir hatten den dann länger und ohne größere Probleme im Besitz und damit den Tachsostand auf über 300.000 Km gebracht, aber irgendwann musste doch einiges gemacht werden (unter anderem Rost an der vorderen Stoßstangenaufnahme). Letztenendes hatte mein Vater den dann Anfang der 00er Jahre für kleines Geld am einen Auto-mechaniker/ -Baster quasi verschenkt. Eigentlich rückblickend schade, aber wir hatten keinen Platz zum Unterstellen und mühevollem Reaprieren/ Restaurieren.

      • @Patriot

        Die ersten drei 7er Baureihen (E23, E32 und E38) sind heute für Liebhaber recht interessante Autos geworden. Mich selbst hat es in der Oberklasse allerdings eher zum Klassiker Mercedes W126 und seinem Nachfolger W140 gezogen. Insbesondere der W126 ist ein insgesamt sehr stimmiges Fahrzeug und sein Design für eine große Limousine – jedenfalls was meinen persönlichen Geschmack angeht – bis heute unübertroffen.

        In den frühen BMW 7er war der Reihensechszylinder M30 in der 3,5 Liter (M30 B35) Ausführung als Saugmotor erste Wahl. Kleineren Ausführungen mit weniger Hubraum fehlt es für das große Auto zumindest subjektiv deutlich an Durchzugskraft. Der Exot 745i der Baureihe E23 mit 3,5 Liter Sechszylinder und Turbolader wurde vom Markt schlecht angenommen und ist heute entsprechend selten. Noch rarer ist aus der Baureihe E23 nur das Behördenmodell 725i, von dem nur 921 Exemplare produziert wurden.

        Im Konkurrenten Mercedes W126 ist der 300 SE/SEL auch die bessere Wahl als die noch kleineren Sechszylinder in 260 SE und 280 SE. Man spürt einfach den Drehmomentunterschied. Wobei der wunderbare alte 2,8 Liter M110 Reihensechszylinder von Mercedes durch seine Bauweise mit zwei obenliegenden Nockenwellen sich ohnehin durch andere Qualitäten auszeichnete als seine laufruhigeren und auch als noch langlebiger geltenden M103 Nachfolger. Der M110 war vom Charakter eher ein Motor für einen Sportwagen wie den SL, gleichwohl er auch in den mittleren und großen Limousinen und Coupes sowie im G-Modell verbaut wurde.

  4. 300sel: Die Wende brachte den Bürgern der DDR sehr viel mehr Freiheiten. Dafür bin ich – bei allem Sonstigem- sehr dankbar.

    • @Ulrich Motte

      Das mag schon sein. Dennoch nehme ich mir die Freiheit, auch einmal einen – wenn auch subjektiven (was sonst?) – Blick aus westlicher Perspektive auf dieses historische Ereignis zurück zu werfen. Es dreht sich eben nicht die ganze Welt nur um die Befindlichkeiten von Ex-DDR-Bürgern, zudem diese noch bis heute überwiegend herummaulen und mit ihren gewonnen Freiheiten offenbar gar nicht so viel anfangen können. Diesen Eindruck kann man jedenfalls leicht gewinnen, wenn man sich mit vor den 1970er Jahren geborenen Ossis unterhält. Es überwiegen ewiges Gejammere und latente Unzufriedenheit. Von Dankbarkeit für die erlangten Verbesserungen ist da leider nur bei sehr, sehr wenigen etwas zu spüren. Ganz im Gegenteil: Der gemeine Jammerossi ist heute häufig der Ansicht, dass es in der DDR besser gewesen sei und wir (Wessis) die ach so tolle DDR ausgeplündert hätten.

      • 300sel: Ein Kanzler versprach „den Brüdern und Schwestern“ blühende Landschaften. Das Grundgesetz, oberste Rechtsnorm, fordert gleiche (oder: gleichartige) Lebensverhältnisse. Ich machte damals in Zeitungen und Zeitschriften Vorschläge, wie man die Angleichung der Einkommen schneller und viel billiger erreichen könnte. Fast alle könnte auch heute noch genauso wirken – und auch manchen Wohlstand im Westen fördern. Damit entschuldige ich nicht alles Wehklagen im Osten.

      • @Ulrich Motte

        Bei der Debatte über angeblich schlechtere Lebensverhältnisse in den NBL wird all zu gerne vergessen, um wie viel höher die Lebenshaltungskosten im Westen sind. Vor allem für Wohnraum. Insbesondere in Süddeutschland, aber auch in den Ballungsräumen nutzt Ihnen da ein marginal höheres Einkommen als in der Provinz nicht wenig, sondern überhaupt nichts. Ossis sehen immer nur die Zahlen auf der Einnahmenseite. Das ist ungefähr so, als ob man den Erfolg eines Unternehmens am Umsatz und nicht am Gewinn bemisst.

  5. Es gibt in Deutschland einen Ministerpräsidenten, der vielleicht in den kommenden Jahren von der CDU unterstützt wird, und der den Begriff „Unrechtsstaat“ für die DDR ablehnt:

    „Ganz anders der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow, der seinen Einwand so begründet: „Die DDR war eindeutig kein Rechtsstaat. Der Begriff ‘Unrechtsstaat’ aber ist für mich persönlich unmittelbar und ausschließlich mit der Zeit der Nazi-Herrschaft und dem mutigen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer und seiner Verwendung des Rechtsbegriffs ‘Unrechtsstaat’ in den Auschwitz-Prozessen verbunden.““

    https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2019/unrechtsstaat-und-antifa-recht/

    • Die Hitler-Diktatur war viel schlimmer als die DDR (wenn überhaupt, dann ist sie mit der Sowjetunion unter Stalin und China unter Mao vergleichbar). Das führt aber nicht dazu, dass die DDR kein Unrechtsstaat und keine Diktatur gewesen wäre. Das Einsperren der eigenen Bevölkerung war besonders schlimm und wird in dieser Form wohl nur noch von Nordkorea praktiziert.

  6. 300sel: Lebenshaltungskosten sind auch im Westen unterschiedlich- für Naila in Bayern wurde vor kurzem eine Durchschnittskaltmiete von 4 Euro 50 genannt- ich lebte 37 Jahre in München in Bayern, wo die Mieten deutlich höher sind. Man kann endlos gegenrechnen- etwa absolut höhere Renten für Ehepaare (wegen der Frauen) im Osten gegen im Westen öfter vorhandene Betriebsrenten und höhere Vermögen und meist weit geringere Arbeitslosigkeit vor Jahren, die aber auch durch geringere Erwerbsüblichkeit bei Frauen zustande kam… Und der Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn ist fast immer unendlich größer als der zwischen den Lebenshaltungskosten zwischen Ost und West…

    • @Ulrich Motte

      Unternehmensgewinn = grob gerechnet Umsatz minus Summe aller Betriebsausgaben und Zinsen.

      Frei verfügbares Einkommen von Rentnern = Rente minus notwendige Lebenshaltungskosten.

      Wenn bei vergleichbarer Rente die Lebenshaltungskosten in Ost und West gleich wären, wäre auch das verbleibende frei verfügbare Einkommen gleich (andere Einkunftsarten, die schließlich selbst erarbeitet oder ererbt wurden, nicht berücksichtigt). Bei gleichen Renten und unterschiedlichen Lebenshaltungskosten verschiebt sich das Ganze entsprechend, ebenso bei unterschiedlich hohen Renten.

      Die tatsächlichen Renten liegen in den NBL aber sogar deutlich höher als im Westen (bei Frauen etwa 400 € p.M. und durchschnittlich bei etwa 200 € p.M.), während die Lebenshaltungskosten im Schnitt insbesondere auf Grund der erheblich niedrigeren Mieten und Immobilienpreise sehr deutlich darunter liegen.

      Worüber jammern Ostrentner (die zudem bis 1990 überhaupt nichts in die Rentenversicherung, von der sie ihre Rente erhalten, einbezahlt haben) also überhaupt? Ist das vielleicht eine Form von Alters-ADHS?

  7. Sel399: Zu Ihren Definitionen will ich mich nicht äußern, aber die üblichen Unterschiede zwischen Umsatz und Gewinn bleiben jedenfalls ganz deutlich größer als die Unterschiede in den Lebenshaltungskosten zwischen Ost- und Westrentnern, die beide auch von unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in ihren jeweiligen Gebieten betroffen sind. Und Ostrentner konnten sich sonstige Einnahmen selten(er) erarbeiten, ihre Vorfahren selten(er) Erbmasse für sie.

    • @Ulrich Motte

      Da man die Berechnung der Differenz von Umsatz und Gewinn nicht mit der unterschiedlicher Lebenshaltungskosten vergleichen kann, gehe ich auf Ihr entsprechend absurdes Ansinnen nicht weiter ein. Ich habe das Beispiel ja gerade gewählt, um aufzuzeigen, dass hier Äpfel mit Birnen verglichen werden. Das ist ungefähr so, wie wenn Kommunisten fordern, dass die Löhne auf der ganzen Welt gleich sein müssten und dabei nonchalant übergehen, dass die Lebensbedingungen und schon alleine die auf Grund unterschiedlicher klimatischer Gegebenheiten entstehenden höheren Lebenskosten in Regionen fern des Äquators eben auch höchst unterschiedlich sind.

      Ebenso sozialistisch ist Ihr Hinweis darauf, dass die ach so armen Ostrentner sich sonstige Einnahmen seltener erarbeiten konnten. So what!
      Nach dieser Logik hätte ja die ganze Welt einen Anspruch auf Angleichung, wie es Frau Merkel und anderen sozialistischen Utopisten im „Besten Deutschland aller Zeiten“ vorschwebt.

      • Sie haben doch den absurden Vergleich angeführt und übersehen außerdem, dass Deutschland willkürlich geteilt wurde. Es war Zufall, wer diesseits oder jenseits der Zonengrenze und später Mauer lebte. Nun überziehen Sie die DDR-Bürger, die Unrecht erlitten haben, auch noch mit Häme.

      • @Alexander Dilger

        Ach Herr Dilger,
        die willkürliche Teilung Deutschlands liegt doch jetzt drei Generationen zurück!
        Und ja, es war Zufall, wo man damals wohnte. Das ist eben Schicksal.
        Es ist aber auch Zufall bzw. Schicksal, wenn man das Pech hat, in Afghanistan, Burkina Faso oder Bangldesch geboren zu sein.

        Das Leben ist eben nicht immer gerecht, auch zu Ihnen und zu mir nicht.
        Bitte erklären Sie mir folglich einmal, warum wir bereits seit einer Generation dafür bluten müssen, dass Deutschland vor drei Generationen geteilt worden ist und warum auch unsere Kinder noch dafür bezahlen sollen?
        Wofür sollen wir bösen, bösen Bundesbürger West denn noch alles blechen?
        Und da wundern sich manche (sofern sie ihn überhaupt schon registriert haben) über den zunehmenden Braindrain?

        Und was bitteschön hat es mit „Häme“ zu tun, wenn ich mich 30 Jahre nach dem Ende der DDR nicht mehr dafür versklaven lassen möchte, was vor bald 75 Jahren passiert ist und auch meine Kinder nicht dafür versklaven lassen möchte?
        Diese ewige „Gleichstellung“ ist genauso ungerecht und leistungsfeindlich wie der „Finanzkraftausgleich“ (vormals Länderfinanzausgleich), die Finanzierung von DRV-Renten durch unbeteiligte Steuerzahler und noch gar nicht Geborene usw., usf.. Ich bin eben für liberale Subsidiarität und Sie offenbar für feudalsozialistische Sklaverei. Das unterscheidet uns.

      • Sie hätten lieber die Mauer behalten, statt an einem Samstag mit Ihrem BMW nicht so schnell rasen zu können. Das haben Sie hier doch mit Ihrem Zynismus ausgebreitet und damit die Chance vertan, ernsthaft abzuwägen, wo die Grenzen zumutbarer Solidarität liegen.

      • Die Mauer nicht. Aber ich hätte weder vom Steuerzahler zu bezahlendes „Begrüßungsgeld“ angeordnet, noch die wertlose Ostmark 1:1 umgetauscht, noch sonstige überzogene Geschenke gemacht, mit denen nur weitere unrealistische Schlaraffenlandträume geschürt und maßlose Begehrlichkeiten geweckt wurden. Es hätte völlig genügt, den DDR-Bürgern zunächst einmal die jederzeitige Einreise ohne Visum sowie eine jederzeitige Arbeitserlaubnis zu gewähren und alles andere freiwilliger Großzügigkeit der Bundesbürger (West) und dem Markt zu überlassen.

        Auch die überstürzte „Wiedervereinigung“ so unterschiedlicher Staaten hätte ich nicht veranlasst. Ein Großteil der ehemaligen DDR-Bürger ist doch heute noch der Auffassung, dass in ihrem geliebten heimeligen Stasi-Staat fast alles bessser gewesen sei! Wozu also diese kopflose Zwangsvereinigung? Cui bono?

      • DDR-Bürger durften immer visafrei in die Bundesrepublik Deutschland einreisen und wurden sofort wie eigene Staatsbürger behandelt. Die Ausreise aus der DDR war das Problem. Der Umtausch 1:1 war natürlich ein schwerer wirtschaftlicher Fehler, der die bestehenden Betriebe fast komplett ruiniert hat. Es gab vor allem politische Gründe dafür und Angst vor einer noch größeren sowie schnelleren Abwanderung. Die schnelle Wiedervereinigung war vor allem außenpolitisch geboten und wurde von übergroßen Mehrheiten in beiden Teilen Deutschlands unterstützt. Mit Ihrem Mäkelkurs ist Oskar Lafontaine grandios gescheitert und konnte dann nur noch in der SED-Nachfolgepartei reüssieren.

      • Wo ist das Problem?

        Millionärsgenosse Oskar hat doch großartig reüssiert!
        Er lebt heute mit seiner hübschen, optisch 50 (in Wahrheit „nur“ 26) Jahre (als er) jüngeren Ostbraut wie Gott in Frankreich (also in Saus und Braus) in einem ehemaligen Zipfel Frankreichs, nur einen Steinwurf von der deutsch-französischen Grenze entfernt.
        Eine typische Genossenkarriere eben. In durch Kriegsverluste arme Verhältnisse geboren, nie etwas außerhalb der Politik und des Öffentlichen Dienstes (bis zu seinem 30. Lebensjahr) gearbeitet und trotzdem ziemlich reich geworden.
        Das müsste doch eine Karriere ganz nach Ihrem Etatisten-Geschmack sein … 😉

      • Gute Beamte sind größere Leistungsträger als Unternehmer, die sich mittels staatlichem Zwang bereichern wollen. Dasselbe gilt für ehrliche Politiker, von denen es auf höherer Ebene aber wohl leider fast keine gibt. Herr Lafontaine gehört jedenfalls nicht dazu.

      • @Alexander Dilger 00:16

        Sicher gibt es vereinzelt UnternehmeR, bei denen das so ist. Zum Beispiel in der Abfallwirtschaft. Aber auf 99% der UnternehmeR (ich meine ausdrücklich UnternehmeR und nicht die von Politik und Staat gehätschelten Großunternehmen, Konzerne und Banken) trifft das ganz sicher nicht zu. Was Sie völlig außer Acht lassen, ist die Tatsache, dass es auch im ach so sauberen Deutschland, das seinen kleinen südlichen Nachbarn Österreich so gerne als „Operettenstaat“ verspottet, auf allen politischen Ebenen käufliche Politiker gibt, die sich von großen Unternehmen oder ihren Lobbyvereinigungen korrumpieren lassen. Ein kleiner Mittelständler hat da kaum eine Möglichkeit „mitzuhalten“. In den Köpfen der „guten Beamten“ und auch der meisten anderen Menschen in diesem „Besten Deutschland aller Zeiten“ wird aber nicht zwischen Großunternehmen/Konzernen und dem Mittelstand differenziert. Da wird alles linksideologisch über einen Kamm geschoren, wozu leider auch Sie gerne neigen.

      • Ich bin für echte Unternehmer, zähle Sie aber zu dem einen Prozent. Sie ärgern sich doch nur, dass Sie am Ende die Beute doch nicht gekriegt haben.

      • Sie haben doch überhaupt keine Ahnung worüber Sie da fabulieren, werfen aber immer wieder mit ein und denselben völlig unsubstantiierten Anschuldigungen um sich. Das Abenteuer „Digitalradio“ hat mir und meinen Mitunternehmern (also nur denen in meinen eigenen Unternehmen) einen mittleren zweistelligen Millionenverlust beschert. Geld, das wir auf anderen Geschäftsfeldern ohne jede staatliche Unterstützung hart erarbeitet / erwirtschaftet haben und nie mehr wiedersehen werden. Von „Beute“ kann da überhaupt keine Rede sein. Wir hätten unser Geld viel lieber weiterhin im analogen UKW-Radio verdient, als es im staatlich verordneten Digitalradio zu versenken.

        Die Umstellung des analogen Rundfunks auf digitale Träger war im Übrigen auch keine Idee, die von den Radiosendern ausging, sondern ein Ergebnis klassischer politischer bzw. staatlicher Fehlplanung. Getrieben von Beamten, die sich ein Denkmal setzen wollten. Dass der gesamte Hörfunk in Deutschland von Gesetz wegen bis spätestens 2004 digitalisiert werden sollte und daher seinerzeit keine analogen Frequenzen mehr ausgeschrieben worden sind, ist ihnen, Herr Dilger, aber vermutlich nicht einmal bekannt. Diese staatlich angeordnete Vergabeweise hat viele Radioprogrammanbieter in die digitale Nische gezwungen und ihnen in toto Milliardenverluste beschert. Da kleine Privatradiounternehmen aber – im Gegensatz zu Enegiekonzernen, Banken oder großen Baukonzernen – keine große Lobby haben, wurde niemand für den Schaden, der ihm vom Staat bzw. den Landesmedienanstalten zugefügt worden ist, entschädigt. Bei Eon, Philipp Holzmann, den Großbanken und Co. sieht so etwas natürlich ganz anders aus. Da wird sogar jeder entschädigt, der sich selbst verschuldet verzockt oder ein geplantes Kraftwerk nicht mehr bauen darf.

      • Die deutsche Energiebranche wurde doch schon fast zerstört, vor Stromausfällen bewahrt uns nur noch ausländischer Atomstrom. Holzmann ist schon lange pleite, die Banken sind nur noch ein Schatten ihrer selbst und nun ist die Autobranche an der Reihe, während mir kein Mangel an privaten sowie öffentlich-rechtlichen Radioprogrammen aufgefallen ist.

      • @Alexander Dilger
        „… während mir kein Mangel an privaten sowie öffentlich-rechtlichen Radioprogrammen aufgefallen ist.“

        Wenn Sie nicht einmal zwischen öffentlich-rechtlich und privat differenzieren, brauchen wir das nicht zu diskutieren. Vielleicht glauben Sie ja auch (wie die „Lügenpresse-Rufer“ in den NBL), dass der private Rundfunk aus Ihrer Rundfunkabgabe finanziert wird?

      • Offenbar differenzieren Sie nur die Bezeichnungen „öffentlich-rechtlich“ und „privat“. Dass es sich bei so gut wie allen Privatradiostationen (und auch den überregionalen privaten TV-Sendern; die zum Teil stark alimentierten lokalen und regionalen privaten TV-Angebote stellen hier eine Ausnahme dar, da sie ohne kräftige Zuschüsse aus den Mitteln der Landesmedienanstalten ihre Kosten nicht ansatzweise decken könnten – die Frage nach dem Sinn dieser Programme halte ich aber für durchaus berechtigt) um Privatunternehmen handelt, die in einem harten Wettbewerb nicht nur mit ihren privaten Mitbewerbern, sondern auch mit dem aus mehr als 8 Mrd. € jährlichen Zwangsabgaben finanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk stehen, ist Ihnen vielleicht gar nicht bekannt oder zumindest nicht richtig bewusst. Anders kann ich mir Ihre sich wiederholenden Sticheleien und Anwürfe nicht erklären.

      • Ganz richtig, es gibt harten Wettbewerb auf dem Radiomarkt. Aber so soll es doch aus sein und von fehlendem Angebot kann keine Rede sein, auch wenn Ihnen das als (ehemaligem) Anbieter nicht gefällt. Eine Abschaffung der Zwangsgebühren könnten das Angebot jedoch fairer und vermutlich sogar inhaltlich besser machen.

      • Das Fatale an der Rundfunkabgabe ist aus der Sicht privater Anbieter vor allem, dass sich Öffentlich-Rechtliche mit dieser üppigen Geldquelle weniger ihren originären Aufgaben widmen, sondern vor allem ihrer Einschaltquote, die sie dann (zusätzlich zu den Einnahmen aus der Rundfunkabgabe) auch noch kommerziell vermarkten (teure Werbezeiten). Das verzerrt den Wettbewerb gewaltig und ist weder fair den privaten Mitbewerbern noch den Zwangsgebührenzahlern gegenüber.

      • Sel300: Menschen aus aller Welt konnten noch nie vom deutschen Staat das fordern, was der (west-)deutsche Staat zum Ausgleich staatlichen (!) Unrechts Deutschen gewährte, etwa die Anrechnung bei der Rente von Arbeit in der DDR bei der Flucht vor 1989 oder den Lastenausgleich für die, die etwa in Breslau alles verloren, zu Lasten derer, die teils etwa in Bochum vieles behielten. „So what“ wäre eine Formel für die einfache Hinnahme groben staatlichen Unrechts im eigenen Land- und im übrigen kann man damit ja auch höhere Renten im Osten rechtfertigen…

        Und der Gewinnanteil vom Umsatz beträgt bei Konzernen oft 3 %- solche Unterschiede etwa um das circa 32-fache gibt es bei den typischen Rentenunterschieden zwischen Ost und West nun ja nicht…

      • Lieber Herr Motte,

        Deutschland hat den Zweiten Weltkrieg verloren. Und den Ersten auch schon.
        Meine schlesischen Vorfahren haben dadurch Grund und Boden sowie ihren gesamten sonstigen Besitz im heutigen Polen verloren, sind dadurch mit Nichts als ihren drei kleinen Kindern nach Bayern gekommen. Ja und?
        Muss ich mir darüber noch Gedanken machen und kann ich vom Deutschen Steuermichel heute einen Ausgleich dafür verlangen?
        Das wäre doch lächerlich. Ich finde, irgendwo muss auch einmal Schluss sein, mit dieser ewigen Umverteilung auf Grund eines lange zurückliegenden Schicksals.
        Wann richtet Deutschland endlich einmal seinen Blick in die Zukunft?

  8. SEL300: Der Lastenausgleich war ja auch einige Jahrzehnte nach der Schadensverursachung abgewickelt. Renten aus Kriegsfolgen- und NS-Verfolgungsanlässen werden aber auch heute noch gezahlt wie ja auch eine Schadensersatzrente für einen Lebenden, dem eine Straßenbahn 1927 ein Bein abfuhr.

    • Ich weiß nicht, wie viele Menschen noch leben, denen vor 92 Jahren eine Straßenbahn ein Bein abfuhr. Aber zum einen dürfte es sich dabei schon 1927 um einen Fall für die Haftpflichtversicherung des Straßenbahnbetreibers gehandelt haben (insofern hinkt der Vergleich) und zum anderen ärgert es mich einfach, dass Selbständige, die sich gegen alles auf eigene Kosten absichern müssen und denen im Ernstfall erst dann geholfen wird, nachdem sie sich völlig entreichert haben (also nichts mehr besitzen), mit ihrem Steueraufkommen die Zuwendungen an Millionen von Menschen mitfinanzieren, die nie in ihrem Leben irgend ein Risiko eingegangen sind, keine Arbeitsplätze geschaffen haben, jetzt aber umso größere Ansprüche stellen. So kann man jungen Menschen natürlich jeden Mut nehmen, ein Unternehmen zu gründen und die Risikobereitschaft und Initiative der allerletzten Mutigen bereits im Keim ersticken. Es lebe der „Sozialstaat“ der ewigen Anspruchsteller. Wer bezahlt den in Zukunft eigentlich?

  9. Es geht bei dem Straßenbahnvergleich um öffentlich-rechtliche Ersatzleistungen (woran eine Versicherung auch nichts ändertet) für staatliche Rechtsbrüche Fehlverhalten, die eben lange wirken können. Und es geht um Grundsätze, die von der Zahl der Betroffenen zunächst unabhängig ist. Und staatliche Ansprüche für Opfer staatlicher Gewalt stehen auch Selbständigen zu. Das man nicht alles Unrecht ausgleichen kann, steht fest. Den Ex-DDR-lern wurde mit unendlich viel Geld weniger gegeben als bei besserer Politik möglich gewesen wäre. Und die Finanzierung des zukünftigen Sozialstaats ist ein gesamtdeutsches Problem, das nicht zu überzogenen Vorwürfen gegen „Ostler“ führen sollte: Deren Massenarbeitslosigkeit war ein schweres Schicksal, das man vielen hätte ersparen können.

    • @Ulrich Motte

      Der Fehler im Rentensystem wird durch die Gratisintegration der DDR-Rentner ja „nur“ verschärft.
      Die deutsche „Wiedervereinigung“ und ebenso die Grenzöffnung im September 2015 sind nur Brandbeschleuniger für den Niedergang dieser größten sozialpolitischen Fehlkonstruktion aller Zeiten.
      Der Super-GAU ist so oder so nicht mehr aufzuhalten. Ohne „Wiedervereinigung“ und irrwitziger Migration aus Afrika würde das deutsche Rentensystem und auch die Finanzierung des Gesundheitssystem eben einige Jahre später zusammenbrechen. Na und?
      Zukunftstauglich ist beides so oder so nicht, da die hiesigen Sozialsysteme auf Geburtenraten und Erwerbsbiographien aus der Mitte des letzten Jahrhunderts setzen.
      In den letzten fünfzig, sechzig Jahren gab es aber nicht nur technischen Fortschritt. Mit ihm ging auch ein gewaltiger Rückgang der Geburtenraten einher. Die Sozialsysteme wurden dieser Anforderung aber nie ernsthaft angepasst.
      Wer nicht einmal das erkennt oder es wie Norbert Blüm noch immer leugnet, der hat in der deutschen Sozial- und Wirtschaftspolitik definitiv nichts verloren.

  10. Sel300:
    Fast wäre ich geneigt zu sagen: Eben – die DDR-Renten sind nicht unser Kernproblem.
    PS: Kohls und Weigels miserabler „Aufbau Ost“ war da besonders schlimm- Phantasielosigkeit stürzte Millionen in unnötige Arbeitslosigkeit- und ich rede bestimmt nicht die DDR-Schrottbetriebe schön…

    • @Ulrich Motte
      „Kohls und Weigels miserabler “Aufbau Ost” war da besonders schlimm- Phantasielosigkeit stürzte Millionen in unnötige Arbeitslosigkeit- und ich rede bestimmt nicht die DDR-Schrottbetriebe schön…“

      Dieser „Aufbau Ost“ dürfte den Steuerzahler inzwischen wenigstens 2 Billionen Euro gekostet haben. Mit diesem Geld hätte man weit Sinnvolleres machen können als es in der maroden Ex-DDR zu versenken. Teurer als die ebenso sinnfreie „Euro-Rettung“. Und als nächste Wohltat rettet das „Beste Deutschland aller Zeiten“ noch schnell den Rest der Welt. Die verbliebenen 14 oder 15 Millionen Netto-Leistungsträger schaffen das schon, oder? 😉

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