Merz stellt die Machtfrage

„Friedrich Merz greift wieder an“. Nun will er auf dem CDU-Bundesparteitag Ende des Monats in Leipzig „mit Vorschlägen zur Erneuerung der Partei“ aufwarten. Zuvor hatte er Frau Merkel kritisiert, da „sich seit Jahren über dieses Land wie ein Nebelteppich die Untätigkeit und die mangelnde Führung durch die Bundeskanzlerin legt“.

Rückenwind geben ihm neben dem schlechten Abschneiden der CDU in Thüringen (siehe ‚Linke und AfD dominieren Thüringen-Wahl‘) vor allem zwei Umfragen. Nicht nur die Wähler allgemein trauen am ehesten ihm den CDU-Vorsitz zu und nicht der aktuellen CDU-Vorsitzenden Kramp-Karrenbauer, die durch Kungelei vor knapp einem Jahr die Delegiertenwahl darum knapp für sich und gegen ihn entscheiden konnte (siehe ‚Mini-Merkel folgt auf Merkel‘), um danach mehr falsch als richtig zu machen. Vor allem sehen auch die Unionswähler Herrn Merz als Kanzlerkandidaten vorn und auf dem zweiten Platz nicht sie, sondern den CSU-Vorsitzenden Markus Söder, der vehement verneint, Kanzler werden zu wollen.

Aktuell muss Friedrich Merz viel Kritik einstecken, weil er die Machtfrage stellt. Aber in diesem Kanzlerwahlverein gewinnt am Ende diejenige Person, die auch die Bundestagswahl am ehesten gewinnen kann. Wenn Frau Merkel tatsächlich nicht wieder antritt, dann ist das nun einmal Herr Merz und nicht Frau Kramp-Karrenbauer. Er wäre auch das beste Mittel gegen die AfD.

55 Gedanken zu „Merz stellt die Machtfrage

  1. Strippenzieherin der CDU ist nach wie vor die Alternativlose. Von ihr hängt es ab, welcher Günstling welchen Job bekommt bzw. behält und wer nicht. Da kann Friedrich Merz die CDU erneuern wollen, wie er lustig ist. Merkels Entourage wird ihr nicht abtrünnig werden. Die Klatschhasen sind über die Futtertröge programmiert. Eine Palastrevolution wird in dieser Partei der profillosen Mitläufer ausbleiben.

    • Der Opportunismus in der CDU funktioniert anders als in der SPD. Wenn Frau Merkel nicht mehr liefert, wofür die vielen verlorenen Wahlen und Stimmen sprechen, aber auch die Abgabe des CDU-Vorsitzes, dann kann ihre Macht ganz schnell ins Rutschen geraten. Jeder will beim Gewinner sein, weshalb Friedrich Merz jetzt sein Momentum nutzen muss. Denken Sie daran, wie und wie schnell Frau Merkel Herrn Kohl abserviert hat, der davor eher noch mächtiger war als sie jetzt.

      • Soweit ich mich erinnere ist Helmut Kohl als CDU-Vorsitzender freiwillig abgetreten bzw. ist erst gar nicht mehr zur Kandidatur angetreten, nachdem er die Bundestagswahl 1998 verloren hat und das Bundeskanzleramt an Gerhard Schröder übergeben musste.

        Auf Helmut Kohl folgte zunächst Wolfgang Schäuble als CDU-Vorsitzender. Merkel wurde erst im April 2000 CDU-Vorsitzende. Den Ehrenvorsitz der CDU musste Helmut Kohl im Jahr 2000 auf Grund seiner „Bimbes“-Affäre ruhen lassen und nicht wegen Merkel.
        https://de.wikipedia.org/wiki/Christlich_Demokratische_Union_Deutschlands#Parteivorsitzende

      • Wolfgang Schäuble war quasi der Kramp-Karrenbauer von Helmut Kohl. Frau Merkel hat beide skrupellos abgeräumt. Erstaunlich fand ich damals weniger, dass ihr der Sockelsturz gelang, sondern dass sie selbst dafür belohnt statt in die Wüste geschickt wurde. Herr Merz muss jetzt auch darauf setzen. Wenn er schon die Machtfrage stellt, dann bitte richtig.

      • Wenn Friedrich Merz die Machtfrage tatsächlich noch einmal stellen sollte, wird er die Mehrheit der Delegierten m.E. nicht hinter sich versammeln können. Aber selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass ihm das doch irgendwie gelingen würde, wen will er dann in einer Task-Force, die die CDU erneuern soll, um sich scharen? Etwa so grandiose abgehalfterte Berufspolitiker wie Günther Oettinger, Volker Bouffier und Elmar Brok? Oder „junge Wilde“ wie Christian Wulff (60) und Roland Koch (61)? Von der Jungen Union mit ihren geistigen Leuchttürmen einmal ganz zu schweigen …

        CDU und SPD sind einfach von vorgestern. Diese Parteien sind auf Grund ihrer hausgemachten politischen Fehler mega out und ihre treuesten Stammwähler, die das nicht zur Kenntnis nehmen wollen, sterben langsam aber sicher aus. Zukunft sieht anders aus. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

        Oder um es einmal mit einem aussterbenden Konsumprodukt zu vergleichen: Wann haben Sie das letzte mal irgendwo eine Flasche „Schinkenhäger“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Steinh%C3%A4ger) gesehen? Dieser einstmals sehr populäre Wacholderschnaps geht denselben Weg wie CDU und SPD. Stirb langsam, Teil X.

      • Welche Alternative ist denn besser? Die AfD ist es offensichtlich nicht (mehr) und innerhalb der CDU ist Friedrich Merz die beste Person mit realistischen Chancen.

      • Eine AfD ohne „Flügel“ wäre die erheblich bessere Option. Allerdings wird dieser ja von den CDU-Agenten in der AfD um jeden Preis in der Partei gehalten. Wenn es nach mir und vielen anderen Parteifreunden in den Alten Bundesländern ginge, kann sich der „Flügel“ gerne abspalten und meinetwegen mit seinen Kameraden vom „völkischen Flügel“ der NPD vereinen.

      • Die AfD wird den Flügel nicht los. Es wäre schon ein großer Erfolg, Herrn Höcke und seine Gefolgsleute aus dem Bundesvorstand herauszuhalten.

  2. Merz ist leider nur ein Schwätzer. Er wird scheitern. Auch 20 Jahre später wird ihm keine Rache mehr gelingen.

    Würde er es ernst meinen, müsste er fast die komplette Führungsmannschaft austauschen und damit auch deren Günstlinge auf Delegiertenebene. Die werden jedoch ihre Privilegien nicht aufgeben wollen. Ein anderer Vorsitzender mit besseren Wahlchancen bringt nämlich gar nichts, wenn man dann nur noch an der Seitenlinie steht.

    • …..ein schlechter Merz ist immer noch besser als eine schlechte KK….Er wird die Wahl gewinnen, so meine Überzeugung.

      • Abwarten und Tee trinken. Wer weiß, welchen Günstling Merkel noch aus dem Hut zieht. Es stehen sicher genügend Karrieristen bereit. Selbst die SPD hat ja zu Beginn ihres aktuellen Bewerberreigens acht Traumpaare vorgestellt. Das sind mehr als bei RTL in den trashigsten Kuppelshows (wenngleich sich das Niveau kaum noch davon unterscheidet).

    • Genau so ist es. Parteien beschäftigen sich primär mit dem Wohl ihrer Karrieristen und verlieren dabei sogar ihre Wähler völlig aus den Augen. Die SPD macht das seit vielen Jahren vor und die CDU wird aus denselben Gründen genau denselben Weg gehen wie ihre roten Genossen.

      • Die CDU hat jetzt die Chance zu einem echten Führungswechsel sogar ohne Erneuerung in der Opposition. Wenn sie diese nicht nutzt, wird sie unter Frau Merkel immer weiter abbauen und nur darauf hoffen können, dass es die anderen Parteien einschließlich Grünen noch härter trifft.

      • Allein ich sehe nicht, wer diesen Klatschhasenverein erneuern sollte.
        Friedrich Merz wird es nicht gelingen und Roland Koch oder anderen Andenpakt-Rentnern sicher auch nicht. Auf wen setzen Sie da? Etwa auf Herrn Laschet? 😂😂😂

      • Ich glaube nicht, dass Merz eine reale Chance hat. Seine Zeit in der Politik ist längst vorbei. Zwei plus vier weitere Jahre „Merkel-Gemurkel“ halte ich da schon für das weitaus wahrscheinlichere Szenario.

      • Herr Merz hat im direkten Vergleich mit Frau Kramp-Karrenbauer inzwischen die besseren Chancen. Darauf würde ich wetten (apropos, die Brexit-Wette habe ich gewonnen). Das schließt nicht aus, dass Frau Merkel weitermacht oder auch z. B. Herr Laschet aus der Kulisse springt.

      • Ja, die Brexit Wette haben Sie tatsächlich gewonnen. Ich kümmere mich baldestmöglich darum, dass Sie Ihren verdienten Tropfen erhalten. War noch irgendeine Wette offen?

      • Zwischen uns ist wohl keine Wette mehr offen. Allerdings schulde ich noch jemandem eine Flasche Champagner wegen einer anderen Wette hinsichtlich der Familien-Partei. Vielleicht können wir es so einrichten, dass Sie die Flasche direkt an ihn schicken (ich erkundige mich nach der Adresse und sende sie Ihnen vertraulich per E-Mail zu). Sollte ich noch bei jemandem Wettschulden haben, bitte melden. Ich möchte niemandem etwas schuldig bleiben, kann mich aber nicht immer an alles erinnern, insbesondere wenn es länger zurückliegt.

      • Ja, wir können das gerne so machen. Meine Emailadresse haben Sie ja.

    • Herr Merz muss den ganzen Mitläufern natürlich Chancen eröffnen, da er ihre Stimmen braucht. Zumindest die JU hat er jetzt hinter sich, die sich letztes Jahr noch mit dem Posten des Generalsekretärs kaufen ließ. Er kann auch mehr Stimmen und Mandate holen. Sein größter Schwachpunkt ist wohl, dass er Optionen für eine zukünftige Regierungskoalition aufzeigen muss, da daran viele weitere Posten hängen. Zu seinem Glück hat es sich Frau Kramp-Karrenbauer schon ziemlich mit SPD und Grünen verscherzt, während Frau Merkel mehr deren Kanzlerin ist als die der Union.

      • Welche Koalitionsoptionen hätte denn ein Kanzlerkandidat Merz außer Schwarz-Grün (wenn es dafür überhaupt reicht) oder Kenia?
        Glauben Sie ernsthaft, dass sich die CDU mit einem Vorsitzenden Friedrich Merz so schnell und so gut in der Gunst der Wähler erholen würde, dass sie außer den vorgenannten Möglichkeiten oder mit der AfD zu regieren überhaupt nur rein rechnerisch andere Optionen hätte?

      • Schwarz-Grün wäre doch für die Union besser als Grün-Schwarz, welches unter Frau Kramp-Karrenbauer droht. Herr Merz bekäme auch eher eine Kenia-Koalition hin. Er würde weder mit der AfD noch Die Linke koalieren, könnte der AfD aber Stimmen abnehmen, die Frau Merkel und auch Frau Kram-Karrenbauer ihr zutreiben.

      • Welchen positiven Effekt versprechen Sie sich denn von Schwarz-Grün?
        Was wäre daran bessser oder anders als mit Schwarz-Rot oder Kenia?
        Das ist doch alles Jacke wie Hose.

        Natürlich kann es auch mit Friedrich Merz zu einem Ausgang der Bundestagswahl 2021 kommen, der für die CDU nur Grün-Schwarz oder die Rolle des Zweiten in einer Kenia-Koalition zulässt. Welche Konsequenzen er selbst daraus zöge, darüber kann man trefflich spekulieren, aber ein Garant dafür, dass die CDU stärkste Partei bleibt, ist Friedrich Merz nicht.

      • Es gibt keine Garantien, doch sowohl nach Umfragen als auch Bauchgefühl hat die CDU mit Friedrich Merz weitaus bessere Chancen als mit Frau Kramp-Karrenbauer. Das werden auch die CDU-Funktionäre berücksichtigen, für die es dabei um ihren Job geht.

      • Selbst wenn es so käme, wäre damit außer der CDU selbst niemandem geholfen. Um die politischen Verhältnisse in Deutschland zu ändern, müssen Etatisten und Sozialisten gestoppt werden. Genau wie die dialektischen Grünen gestoppt werden müssen, um die Umwelt tatsächlich zu schonen.

      • Für die von Ihnen präferierte Politik gibt es definitiv keine Mehrheit und nicht einmal eine relevante Minderheit. Sie halten doch schon mich für einen Etatisten und lehnen die Bundesrepublik Deutschland ab. Trotzdem sollten auch Sie das jeweils kleinere Übel wählen und vor allem Optionen offenhalten statt verschließen. So sind z. B. viele kooperierende, aber souveräne Staaten in Europa ein besserer Schutz von individueller Freiheit als es Vereinigte Staaten von Europa je sein könnten. Auch innerhalb Deutschlands ist der Föderalismus zu erhalten bzw. zurückzugewinnen.

      • Den Föderalismus hat Deutschland doch spätestens mit der „Wiedervereinigung“ aufgegeben. Es herrscht der preußische Zentralstaatsgedanke und der unterscheidet sich nicht von dem der EU. Diese Entwicklung ist – wenn überhaupt – nur noch durch kosequente Regionalisierung umkehrbar.

  3. Es ist illusorisch zu glauben, dass die Union Herrn Merz zum Kanzlerkandidaten macht. Er stand zu lange außerhalb des Spielfelds, saß ja noch nicht einmal auf der Reservebank. Eher wird Laschet Kanzlerkandidat. Denn er ist deutlich besser vernetzt und das ist unverändert das Entscheidende – übrigens in jeder Partei. Was aber auch für berufliche Umfelder gilt: Das wichtigste Kriterium für Beförderungen ist nicht Kompetenz, sondern Vernetzung.

    • Vernetzung ist wichtig, aber nicht alles und auch nicht überall am wichtigsten. In der Wissenschaft sind jetzt z. B. hochrangige Veröffentlichungen wichtiger. Als Kanzlerkandidat der letzten verbliebenen Volkspartei geht es vor allem um die Chancen bei den Wählern und dann noch um die Regierungsoptionen nach der Wahl. In beiden Punkten schlägt Herr Merz Frau Kramp-Karrenbauer.

      Vielleicht muss also Frau Merkel selbst noch einmal ran, wenn sie ihn unbedingt verhindern will. Interessant ist doch auch, dass sie Frau Kramp-Karrenbauer ihre Netzwerke nur geliehen hat, die daraus zumindest bislang noch nicht viel gemacht hat. Im direkten Vergleich verliert die aktuelle CDU-Vorsitzende auch in dieser Hinsicht gegen Herrn Merz, obwohl er so lange weg war.

    • Im Ergebnis liegt @danielsodenkamp leider wohl richtig, wobei objektiv gesehen die Farb- und Profillosigkeit des Laschet diesem unter mehreren Gesichtspunkten Rückenwind verleiht (und die CDU nicht nach vorn bringt):
      Andere Aspekte ergäben sich, wenn die negativen Vorzeichen in unserer Wirtschaft sich schon 2020 auf die Bürger auswirken.

      • Die Schweizer NZZ hat einen deutlich klareren Blick auf die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse in Deutschland als unsere eigenen Leitmedien:
        https://www.nzz.ch/international/deutschland/der-andere-blick-merkels-erbe-faellt-in-stuecke-und-die-deutsche-parteienlandschaft-auch-ld.1519219

        Da kann kommen was wolle. CDU und SPD zehren nur noch von ihren noch nicht verstorbenen Restwählern. Es ist eine reine Frage der Zeit, bis der natürliche Tod ihrer Anhänger diese Dinosaurier dahinrafft.

      • Vernetzung ist ein anderer Punkt als bewusste Profillosigkeit, um bei niemandem anzuecken. Leider hilft auch diese bei der politischen Karriere, nicht aber bei der Lösung realer Probleme.

      • Es ist doch eigentlich nicht logisch, Frau Merkel einerseits eine situationsbezogene Ad-Hoc-Politik vorzuwerfen (zu der sie sich ja selbst schon bekannt hat), ihr andererseits eine langfristige Planung bei der Regelung ihrer Nachfolge zu unterstellen. Nach meiner Einschätzung ist ihr die Nachfolge- Frage relativ gleichgültig. Sie baut derzeit einen präsidialen Status auf, der ihr unabhängig von der Partei internationale wie nationale Perspektiven einräumt.
        Lineare Entwicklungen in der Politik sind gerade heute nicht unbedingt erwartbar. Die Wähler scheinen sich zunehmend auch eher an Führungspersönlichkeiten (Kretschmann,Ramelow) als an Parteien zu orientieren .

  4. Frauke Petry wird nicht mehr Bundeskanzlerin werden. „Die blaue Partei“ löst sich Ende des Jahres auf.
    Eindeutige Rangliste der Anführer der AfD- Abspaltungen: Am klügsten war Poggi. hat noch vor dem ersten Wahlantritt das Handtuch geworfen, dann Petry und der dumme August, der ewig weiterreiten wollte auf einem toten poltischen Pferd, war Lucke.

    • Ich verstehe auch nicht, was Bernd Lucke noch für Illusionen hinsichtlich LKR hat. Allerdings habe ich den Eindruck, dass die verbliebenen Gläubigen auch ganz ohne ihn weitermachen würden.

      • Der IS ist eine Terrororganisation, keine Sekte. Aber die Grenzen sind bei manchen Organisationen natürlich fließend.

      • Ganz anderes Beispiel: Das Christentum beginnt mit der Kreuzigung von Jesus Christus bzw. dem starken Glauben an seine Wiederauferstehung. Er ist aber bis heute nicht zurückgekehrt, um seine Kirche zu leiten, was die ersten Christen noch zu ihren Lebzeiten erwarteten.

      • Und trotzdem oder gerade deswegen ist die römisch katholische Kirche einer der größten (oder sogar der größte?) Mischkonzerne des Planeten …

      • Die katholische Kirche dürfte der älteste, größte und auch reichste Konzern der Welt sein, insbesondere wenn man alle Untereinheiten in die Bilanz einbezieht.

      • Das sehe ich genauso. Vielleicht ist das der Grund, warum ihr so viele Sekten nachzueifern versuchen.

  5. Wie die Zeit vergeht, 2017 hat Strache bei der AfD- Aschermittwochsrede in Bayern Frauke Petry als deutsche Bundeskanzlerin vorgeschlagen.

    Strache spaltet sich mit einer HC-Partei nicht ab von der FPÖ, wie ich schon vorhergesagt habe, aber erfolgreicher als dieser 0,1% Held und diese 0,4 % Heldin, wäre er mit Sicherheit. 3 % oder 4% könnte er bei der Landtagswahl 2010 in Wien schon holen.

    • „Wie die Zeit vergeht“

      Auch wenn die AfD erst 6,5 Jahre alt ist, so merkt man mittlerweile doch schon den Lauf der Zeit:

      Mitglieder der ersten Stunde sind ausgetreten und politisch marginalisiert, einige sind wieder eingetreten. Abspaltungen haben sich gebildet, bei denen nach viel Anfangsenthusiasmus schnell die harte Realität die Grenzen aufzeigte, Abspaltungen benennen sich um oder lösen sich auf, ehemalige Berufspolitiker kehren wieder an ihre alte Arbeitsstätte zurück, überzeugte Einschätzungen und Prognosen der Vergangenheit verblassen immer mehr, Berufspolitker der AfD durchlaufen mehrere Parlamente (z.B. Landtag, EU & Bundestag) und werden erneut in dasselbe Parlament gewählt, Nachwuchspolitiker und Mitarbeiter werden selber zu Politikern und stellen selber Nachwuchspolitiker und Mitarbeiter ein, Mitglieder und Mitstreiter aus der Anfangszeit sterben und erleben den weiteren Aufstieg der AfD nicht mehr, Beziehungen entstehen durch die Partei und Babies werden daraus geboren…

      Auch wenn die AfD immer noch eine junge Partei ist, so merkt man doch, wie schnelllebig die Zeit ist.

      • Und die Erde dreht sich weiter, auch wenn manche Leute sie noch immer für eine Scheibe halten …

      • Anderes ändert sich nicht so schnell, so ist Frau Merkel immer noch Kanzlerin, haben wir immer noch den Euro und ihr fallen neue Billionengräber ein (nach Energiewende und Euro für jeden offene Grenzen mit vollständiger Alimentierung, Vernichtung der deutschen Autoindustrie oder Bankenunion).

      • Ja, „Die Alternativlose“, die schafft alles (i.S.v. bekommt alles klein).

  6. Ja, Fehler von mir. 2010 hat der Stache als Spitzenkandidat bei den Landtagswahlen in Wien 25,77 % geholt.
    Ein Comeback in der FPÖ gibst für den HC nicht, seine Spesenskandale verzeihen ihm die kleinen Funktionäre nicht zum Unterschied zum Ibiza -Video. ( Naja, wer hat noch nicht angeheiterten Zustand eine attraktive Frau angeprahlt)
    Mal was lustiges:
    “ Im November hätte ein Film über Heinz-Christian Strache ins Kino kommen sollen. Hätte – denn mit dem Ibiza-Video kam ganz anderes Filmmaterial ans Licht und die Affäre stoppte nicht nur Straches Karriere, sondern bremste auch das Filmprojekt. Regisseur Gabriel Barylli nennt den Film laut einem Bericht im ORF-„Report“ noch „im Entstehen“, die FPÖ hat jedoch kein Interesse an einer Fertigstellung….“
    https://www.vol.at/fpoe-stoppt-strache-film-und-bleibt-auf-den-kosten-sitzen/6407624

    Den Kinofilm hat die FPÖ bezahlt, der Gabriel Barylli ist ja ein durchaus anerkannter Regisseur, das wird nicht billig gewesen sein.

      • H.C. Strache ist keine Intelligenzbestie, das muss spätestens seit „Ibiza“ auch dem letzten seiner Fans klar geworden sein (außer er ist noch dümmer als H.C. selbst).

        Bernd Lucke nach Ihrer Beschreibung aber auch nicht … 😉

      • Theoretische Intelligenz alleine nutzt eben nichts. Etwas Pragmatismus, Realitätssinn und Empathie, also vor allem praktisch anwendbare Klugheit braucht man schon auch, um in der Wildbahn zu überleben. Alles Eigenschaften, mit denen Bernd Lucke nicht gesegnet zu sein scheint.

  7. Pingback: Kramp-Karrenbauer bietet unnötig Rücktritt an | Alexander Dilger

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