Kramp-Karrenbauer will Krieg in Kurdistan

Es gibt ‚Krieg und Vertreibung durch Erdogan‘ in Nordsyrien, nachdem der amerikanische Präsident Donald Trump die verbündeten Kurden einfach fallen ließ. „Zieht Erdogan Deutschland in den Syrien-Krieg?“ Die Frage hatte ich negativ beantwortet: „Kein Bündnisfall durch türkische Invasion“. Aber ich hatte mich zu früh gefreut. Nicht der türkische Präsident zieht Deutschland in diesen Krieg hinein, sondern es sind einmal mehr unsere eigenen Politiker, die alles falsch machen: „Kramp-Karrenbauer fordert internationale Sicherheitszone in Nordsyrien“, woran sich dann die Bundeswehr an vorderster Front beteiligten müsste.

Ständiges Moralisieren bleibt eben nicht ohne Folgen, insbesondere wenn es durch Regierungsmitglieder erfolgt, die auch noch eine Armee hinter sich haben, selbst wenn diese ziemlich heruntergewirtschaftet wurde. ‚Kampfeinsätze der Bundeswehr in Syrien wären falsch‘. Das gilt jetzt erst recht, wo die Bundeswehr nicht nur IS-Extremisten, das syrische Regime und Russland gegen sich hätte, sondern auch türkische Truppen und deren Verbündete. In der UNO gäbe es kein Mandat für solch einen damit völkerrechtswidrigen Militäreinsatz in einem fremden Land. Aber auch die NATO stünde nicht hinter einem solchen Einsatz, der doch im Wesentlichen gegen das NATO-Mitglied Türkei gerichtet wäre, während die USA gerade abziehen. Selbst die EU ist nicht geschlossen dafür, aber die Bundesregierung prescht einmal mehr vor, um Europa und jetzt auch noch die NATO zu spalten.

Dabei wäre Deutschland weder militärisch noch politisch oder gar moralisch auf das absehbare Blutvergießen vorbereitet, welches sich bis nach Deutschland mit vielen Kurden, Türken und Islamisten vor Ort erstrecken könnte. Deutschland taumelt einmal mehr von einem Extrem, nämlich gar nichts zu tun und EU-Sanktionen auch noch zu verhindern, ins andere, einen unkalkulierbaren Kriegseinsatz ohne klare Strategie und definierte Ziele. Vermutlich geht es Frau Kramp-Karrenbauer dabei nur darum, sich aus ihrem Umfragetief zu befreien und ihre Chancen auf die Kanzlerschaft zu erhöhen. Dagegen kann man nur hoffen, dass diese Frau nie Bundeskanzlerin wird. Bis vor kurzem hätte ich das nicht für möglich gehalten, aber vermutlich wäre sie noch schlimmer als Frau Merkel.

7 Gedanken zu „Kramp-Karrenbauer will Krieg in Kurdistan

  1. „……….Vermutlich geht es Frau Kramp-Karrenbauer dabei nur darum, sich aus ihrem Umfragetief zu befreien und ihre Chancen auf die Kanzlerschaft zu erhöhen. “

    Das war auch unser erster persönlicher Gedanke nach der Meldung bei ARD.

    Man kennt das eigentlich nur aus der Schulklasse , schlechtes Zeugnis, mehrfache Ermahnungen durch Lehrerschaft wegen Auffälligkeit und schon kommt vom betroffenen Schüler/in abstruser Vorschlag zur Verbesserung von Stimmung in der Klasse “ …..mehr Spiele, Reisen nach …. x “ oder ähnliche Wohltaten für alle.

    Unser zweiter Gedanke war weniger amüsant, ging an den aktuellen Zustand der Bundeswehr bzgl. desolater Geräte, Ausbildung etc. Und daß die CDU Kollegin Frau v.d. Leyen die Soldaten in diese unmögliche und nicht kampffähige Situation gebracht hat, dafür aber hoch befördert an die Spitze der EU gekommen ist.

    Vielleicht kommt auch Frau Karrenbauer nach diesem Missgriff doch noch an die Spitze Deutschlands ? Hier in D. ist alles möglich wenn man Ergebnisse vom Wirtschaftsminister Altmaier ansieht. Mann oh man !

  2. AKK macht in der Tat keinen guten Eindruck. Ihr Glück ist bislang, dass sie die Wahlen im Saarland haushoch gewonnen hatte. Dabei ist das Saarland nicht gerade das größte Bundesland…

  3. Pingback: Kramp-Karrenbauer will „Spektrum militärischer Mittel ausschöpfen“ und Macron die NATO aufgeben | Alexander Dilger

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