Wahl-O-Mat Thüringen 2019

Beim Wahl-O-Mat Thüringen 2019 ergeben sich folgende Übereinstimmungen der Parteipositionen mit meinen Antworten:

Die blaue Partei 76,3 %

AfD 73,7 %

Aktion Partei für Tierschutz 73,7 %

CDU 69,7 %

FDP 69,7 %

NPD 64,5 %

Partei für Gesundheitsforschung 50 %

Demokratie DIREKT! 50 %

Graue Panther 47,4 %

ÖDP 46,1 %

Grüne 40,8 %

SPD 40,8 %

Die PARTEI 32,9 %

KPD 31,6 %

Piraten 28,9 %

MLPD 26,3 %

Bündnis Grundeinkommen 23,7 %

Die Linke 22,4 %

Die blaue Partei, die sich auch als „#TeamPetry Thüringen“ bezeichnet, halte ich für unwählbar. Dasselbe gilt für die Höcke-AfD in Thüringen. Am ehesten könnte sie von AfD-Gegner gewählt werden, um so Herrn Höcke in der Bundespartei zu stärken und dieser dadurch zu schaden. Aktion Partei für Tierschutz ist nicht nur zu eng auf Tierschutz fokussiert, sondern vor allem eine Mogelpackung der Freien Wähler Düsseldorf mit einem verurteilten Volksverhetzer in ihren Reihen. Die CDU könnte man höchstens wählen, damit die AfD nicht zweitstärkste Kraft in Thüringen wird, doch es droht ohnehin eine Koalition mit Die Linke, was ich nicht für unterstützenswert halte. Normalerweise bliebe dann nur die FDP, die es jedoch nach jüngsten Umfragen und den Erfahrungen in Brandenburg und Sachsen nicht in den Landtag schaffen wird.

Da es in einem Parlament mit voraussichtlich erstmals absoluter Mehrheit von AfD und Die Linke (warum koalieren diese beiden sozialistischen Ostparteien eigentlich nicht?) ohnehin nur noch darum geht, ein Zeichen zu setzen, würde ich diesmal Demokratie DIREKT! wählen und zur Wahl empfehlen. Zumindest die Idee ist gut (die Partei stelle ich demnächst noch einmal genauer vor), bei der es wegen der nachfolgend geplanten Bürgerbeteiligung auch nicht so sehr auf die inhaltlich eher geringe Übereinstimmung beim Wahl-O-Mat ankommt. Wenn es gelänge, dass Ergebnis von einem Promille bei der EU-Wahl auf ein Prozent zu steigern, so wäre das ein Achtungserfolg, der Mut für mehr direkte Demokratie machen würde.

36 Gedanken zu „Wahl-O-Mat Thüringen 2019

  1. Wie ich schon einmal sagte, sollten Sie nicht die vereinfachte Argumentationsweise der links-grünen Diskurshegemonie übernehmen. Schon die AfD-Thüringen ist nicht ausschließlich Björn Höcke, der „Flügel“ ebenfalls nicht und die AfD im Gesamten erst recht nicht. In Thüringen gibt es z.B. seit 2014 mit Stefan Möller einen Co-Landessprecher, der auch PGF der AfD-Fraktion ist und jetzt wieder auf Listenplatz 2 kandidiert. Bei bestimmten problematischen Aussagen aus der Vergangenheit gab es auch aus den Reihen der AfD-Thüringen (Fraktion/ Landesvorstand) jeweils Kritik und Höcke musste sich rechtfertigen.

    Wie ich schon bereist angeführt habe, sehe ich Höcke aus bestimmten Gründen durchaus auch kritisch. Ich persönlich sehe vor allem seinen gewissen Hang zum Kitsch und Pathetischen als etwas „too much“, auch wenn die Lage des Landes natürlich sehr ernst ist. Gerade in einer führenden Funktion einer Partei, die ohnehin durch das vereinte Bollwerk der Deutschland- und Europa-Abschaffer bereits stark unter Beschuss ist und zusätzlich die schwierige sozio-ökonomische Heterongenität des Landes zu meistern hat, sollte man vor allem innerparteilich auf Ausgleich bemüht sein und nicht selber durch „Ich-Inszenierungen“ Spannungen verschärfen. Auch wenn Idealismus und ein ideologisch-weltanschauliches Grundgerüst richtig und wichtig sind, so sollte man doch gerade in einer etwas gehobeneren Funktion auf Funktionärs- und Mandatsebene zumindest über einen gewissen Mindest-Pragmatismus verfügen.

    Zumindest in seiner Rolle als AfD-Funktionär fällt mir jetzt direkt nur eine Aussage ein, die man in Richtung Rassismus rücken kann. Und das ist eine Aussage von 2015, wo er hinsichtlich der Bevölkerungsexplosion in Afrika einen biologisch falschen Terminus verwendet hat. Ansonsten fällt mir zumindest hinsichtlich des Rassismus-Vorwurfs, den Sie an anderer Stelle tätigten, kein weiteres Beispiel ein. Ob er dennoch ein Rassist ist, kann ich natürlich mangels der Kenntnisse seines Innenlebens nicht beurteilen.

    Dazu sagen kann ich nur Folgendes:

    Im gerade zurückliegenden Wahlkampf in Brandenburg hat er auf einer Wahlkampfrede extra nochmals betont, dass auch Migranten Deutsche werden können, sofern die rechtlichen Vorraussetzungen gegeben sind und der Wille zur Anpassung vorhanden ist.

    Ich glaube schon 2015 hat er auf seinen Erfurt-Demonstrationen gesagt, dass die türkisch-stämmigen Kinder in Erfurt „Erfurterisch“ reden (also den lokalen Dialekt übernommen haben), die türkisch-stämmigen Kinder in westlichen Großstädten aber nicht selten „Slang-Deutsch“. Hier ist meiner Meinung klar eine durchaus bejahende Einstellung vorhanden, dass Migranten durch einen Assimilierungsprozess auch Deutsche werden können. In einem vorherigen Kommentar haben Sie dies hinsichtlich Höcke oder des „Flügels“ abgestritten.

    Auf einer Kyffhäuser-Veranstaltung des „Flügels“ in diesem Jahr moderierte eine junge Frau aus der Jungen Alternative, die selbst väterlicherseits pakistanischen Migrationshintergrund hat. Sie bekam viel Lob und wurde von Höcke gefragt, ob sie beim nächsten Mal wieder moderieren könnte. In der „rechten“ und angeblich einem „völkischen“ Weltbild folgenden Jungen Alternative wurde sie auch in den Bundesvorstand gewählt. Wie passt dies alles mit einem angeblichen politisch anvisierten ethnischen Reinheitsideal seitens „Flügel“ und Junger Alternative zusammen? Im jetzigen Wahlkampf in Thüringen hat erst vor wenigen Tagen eine AfD-Politikerin mit kurdischen Wurzeln, die in Brandenburg Kreisvorsitzende ist, die AfD-Thüringen und Höcke im Wahlkampf unterstützt und eine Rede gehalten. Wie passt das mit einem angeblich rassistischen Weltbild Höckes, des Flügels oder der Ost-AfD zusammen?

    • Die Ablehnung Höckes und ähnlich strukturierter Personen reicht doch weit in die AfD hinein, von den bürgerlichen Kräften außerhalb der AfD ganz zu schweigen.
      Politisch entscheidend ist, dass solche Personen (wie auch Ihr heutiger Beitrag) geeignet sind, die Partei im permanenten Status der Rechtfertigung, der Defensive zu halten, die Bemühungen zur Gestaltung des Gemeinwesens zu überlagern und infolgedessen die Partei nachhaltig von Regierungsverantwortung auszuschließen.

      • Es geht nicht nur darum, dass viele von Herrn Höcke abgeschreckt werden, sondern er wäre mit Regierungsverantwortung eine ernsthafte Gefahr. Wir halten wenig von Frau Merkel, aber Herr Höcke wäre als Kanzler um ein Vielfaches schlimmer. Ich würde dann tatsächlich auswandern und auf meine Beamtenpension verzichten (die ich im Gefängnis oder auf dem Friedhof ohnehin nicht bekäme).

      • Klaus Wolfgang Berger

        „Politisch entscheidend ist, dass solche Personen (wie auch Ihr heutiger Beitrag) geeignet sind, die Partei im permanenten Status der Rechtfertigung, der Defensive zu halten, die Bemühungen zur Gestaltung des Gemeinwesens zu überlagern und infolgedessen die Partei nachhaltig von Regierungsverantwortung auszuschließen.“

        Es ist natürlich offensichtlich, dass der vereinigte politisch-mediale Komplex aus Altparteien und Altmedien Björn Höcke zum „Gottseibeiuns“ und Adolf Hitler Wiedergeburt gemacht hat. Und daran hat er natürlich auch seinen gewissen Anteil sowohl durch eigene Äußerungen und Inszenierungen, als auch durch unverschuldete begünstigende Umstände, wie seine unvorteilhafte hagere Gestalt und seine häufig etwas verbissene Gesichtsmimik.

        Klar ist aber auch, dass es politisch naiv ist, wenn Sie glauben, ohne Höcke und „ähnlich strukturierter Personen“ gäbe es keinen „permanenten Status der Rechtfertigung, der Defensive“. Haben SIe sich noch nie mit Diskurshegemonie, Herrschaft über die Begiffe und Overton-Fenster befasst? Ist Ihnen nicht aufgefallen, dass die AfD bereits 2013/14 von der Bild unsachlich und abschätzig „Eurohasser“ betitelt wurde? Nicht nur Höcke, sondern auch die Aussagen vieler anderer AfD-Politiker werden skandalisiert und verzerrt; es gibt nahezu nichts, dass nicht auch von dem Altmedien-Kartell aus dem Zusammenhang gerissen und skandalisiert werden kann. Dazu braucht es keinen Höcke, denn jeder, der die etablierte Diskursherrschaft und die herrschenden Narrative in Frage stellt, wird über kurz oder lang mies und lächerlich gemacht. Das war schon bei Sarrazin so und auch bei Lucke in der Gründungsphase. Das Establishment hat kein Interesse an kritischen berechtigten Widersprüchen und macht unzweifelhaft klar, dass es mit der Ausgrenzung beginnt, sobald Diskurshegemonie und Pfründe in Frage gestellt werden. Da kann man npch so „bürgerlich“ sein, auch Lucke wurde mit seiner ALFA/ LKR 2016/ 17 aus Gasthäusern verbannt und aus Hochschul-Veranstaltungen ausgeladen. Sobald man dem Establishment die Maske herunterreisst und sagt der Kaiser ist nackt, wird man mit allen lauteren und unlauteren Mitteln permanent in die Verhör- und Rechtfertigungsposition gerückt.

        Ja, auch ich sehe Höcke wie bereits erwähnt aus bestimmten Gründen durchaus kritisch, jedoch geht ihre Argumentationsweise an der harten Realität vorbei. Wir haben es hier mit 70 Jahre alten gewachsenen Strukturen des Altparteien- und Altmedien-Systems zu tun, da haben sehr viele viel zu verlieren.

        Und ja, eine Regierungsvernatowrtung ist erstrebenswert. Aber nicht um jeden Preis, sondern auf Augenhöhe. Denn nicht die AfD muss sich rechtfertigen, sondern die Verursacher der Misere. Außerdem wirkt die AfD wie damals die Grünen auch ohne Regierungsverantwortung, in dem sie mitsamt eines starken metapolitischen Vorfeldes den Diskurs wider in die richtige Richtung verschiebt und idealerweise selber zunehmend den Ton des politischen und gesellschaftlichen Diskurses bestimmt. Der Rest ergibt sich dann von ganz allein. Zunehmende Rezession und Rückgang der deutschen Arbeistplätze wegen des Klimawahns tun dann ihr übriges…

      • „Wir halten wenig von Frau Merkel, aber Herr Höcke wäre als Kanzler um ein Vielfaches schlimmer.“

        Das ist maximal hypothetisch, da schon eine Kanzlerkandidatur innerhalb der AfD ziemlich abwegig ist und eine bundesweite 51%-Mehrheit sowieso. Da muss schon sehr viel passieren, dass dies eintritt. Wahrscheinlicher ist da noch eine Flase Flag Aktion inländischer und ausländischer Eliten zum Nachteil der AfD oder einer hypothetischen AFD-Regierung, ähnlich der zu Beginn des 1.WK . Wie man am Beispiel Österreich sieht, wird sehr viel kriminelle Energie investiert, um eine gute funktionierende Regierung zu sabotieren. Auch ob eine Höcke-Kanzlerschft, die es sowieso schon aus der AfD heraus nicht geben wird, schlimmer als die bereits aktuellen Folgen sind, ist durch nichts belegbar. Bereits jetzt hat uns die Merkel-Regierung einen seit 1945 historisch beispiellosen Schaden beigebracht mit bereits unzähligen Morden, der nicht wieder gutzumachen ist. kriege will in der AfD niemand. Der Pazifismus ist hier weit ausgeprägter, als das aggressive expansive und abhängige „Falken-Gehabe“ unserer Altparteien.

        Ich würde dann tatsächlich auswandern und auf meine Beamtenpension verzichten (die ich im Gefängnis oder auf dem Friedhof ohnehin nicht bekäme).

        Das ist unsachlich.

      • Patriot
        sagte am 27/09/2019 um 20:56 :“ . . .
        Klar ist aber auch, dass es politisch naiv ist, wenn Sie glauben, ohne Höcke und „ähnlich strukturierter Personen“ gäbe es keinen „permanenten Status der Rechtfertigung, der Defensive“ . . .“
        Schade um den Aufwand, den Sie hier in Verkennung des Unterschieds zwischen dem Kampf für politische Ziele und der Rechtfertigung für missdeutbare Werturteile betreiben.

      • Da haben Sie völlig Recht, Herr Berger.

        Auch ich bin es leid, mich als AfD-Mitglied der ersten Stunde inzwischen ständig nur noch für die Provokationsagenten Höcke (vom Verfassungsschutz?) und Gauland (von der CDU) rechtfertigen zu sollen.

        Dennoch sehe ich keine anderte Partei, die den Finger so konsequent in die Wunde legt und Ross und Reiter benennt wie die AfD. Das macht in Deutschland sonst keine andere Partei. Sahra Wagenknecht (im Unterschied zu ihren übrigen Parteifreunden) vielleicht ab und zu, aber ihre marxistische Grundhaltung ist auch weltfremd.

    • @Patriot

      Sie befinden sich gerade, wie viele Parteifreunde in der AfD auch, im Rechtfertigungsmodus.

      Glauben Sie ernsthaft, dass es der AfD und ihren eigentlichen politischen Zielen weiterhilft, wenn sie sich ständig für Herrn Höcke, Herrn Gaulands „Ausrutscher“ usw. rechtfertigen muss? Ich nicht. Denn das ist es doch, was nun einmal die Wahrnehmung der AfD beim größten Teil der Wahlberechtigten nachhhaltig prägt und nicht ihre gute Sacharabeit. So machen eigene Gallionsfiguren der AfD das Leben schwer und verunmöglichen die Beteiligung an einer Regierung.

      • Für Thüringen würde ich das nicht ausschließen. Im Bund hingegen schon.

      • In gewisser Weise ist Höcke eine Witzfigur, die wir aber auch in ein bis zwei Jahren los sein können. Wie gefährlich er wirklich wäre und ob wirklich eine nennenswerte Bewegung hinter ihm steht, die tatsächlich Macht erringen kann, ist doch sehr fraglich.
        Hingegen darf Merkel und vor allem die hinter ihr stehende linksgrüne Mehrheit, weite Teile der Union eingeschlossen, keineswegs unterschätzt werden. Im Gegenteil: Diese linke Klima-Antifatruppe hat definitiv eine Linksdiktatur zum Ziel, für die Massen hat es Grönemeyer bereits herausgebrüllt. Spätestens dann ist die Zeit zum Auswandern gekommen oder man muss sich den neuen Herrschern stark anpassen oder unterwerfen.

      • Richtig erkannt, Herr Walter. „Unterwerfung“ ist angesagt. Rattenfänger wie einst Bernd Lucke und im Osten Bernd Höcke sind nur Ablenkungsmanöver und nach meiner Einschätzung „Part of the Game“.

      • @AndreasWalter

        Die marxistische Ökodiktatur ist das erklärte Ziel und das wird auch immer unverblümter offen ausgesprochen. Es ist an der Zeit aufzustehen, nur werden die Repressalien immer stärker, sodass sich das leider nicht mehr jede Person erlauben kann. Auswandern ist da wesentlich leichter. Doch man muss sich nichts weismachen, im Ausland existieren die gleichen Trends, wenn auch noch nicht so ausgeprägt.

        Vielleicht wird die zunehmend sichere tiefe Rezession (bitte bringen Sie alle ihr Vermögen rechtzeitig raus aus Deutschland) die Menschen aufwecken. Vielleicht ist es dafür aber auch schon zu spät.

        Wir wissen alle, dass es schleunigst zu einer Zusammenkunft aus Werte-Union und AfD kommen muss. Die guten Leute müssen dann übernehmen und die Glücksritter und Unvernünftigen an der Seite zuschauen. Es braucht schleunigst eine liberal-konservative Volkspartei, lieber heute als morgen. Wer das Land den grünen Marxisten, die mittlerweile in fast allen Parteien die Mehrheit stellen, überlässt, der hat es dem Untergang geweiht.

        Wenn selbst Sigmar Gabriel und Andrea Nahles aus einer Partei getrieben werden, weil sie einen allerletzten Funken Restverstand aufweisen, dann ist eigentlich Hopf und Malz verloren.

      • @Peter Burger
        „Wenn selbst Sigmar Gabriel und Andrea Nahles aus einer Partei getrieben werden, weil sie einen allerletzten Funken Restverstand aufweisen, dann ist eigentlich Hopf und Malz verloren.“

        Ich denke nicht, dass es der Restverstand war, der Gabriel und Nahles vom sinkenden Schiff treibt. Schon eher die Tatsache, dass der Genossenschuppen nicht mehr zu retten ist:
        https://www.n-tv.de/politik/SPD-sackt-noch-weiter-ab-article21301370.html

    • Herr Höcke hat sich 2015 eindeutig rassistisch geäußert (siehe ‚Höcke setzt sich und Rassismus in der AfD durch‘) und das bis heute nicht zurückgenommen. Ich verfolge nicht alle seine Äußerungen, dafür finde ich ihn einfach intellektuell nicht interessant genug. „Selbst AfD sieht verfassungsfeindliche Tendenzen bei Höcke“ und im ZDF hat er die Gelegenheit zur Klarstellung nicht genutzt, sondern das Interview nach vielen neuen problematischen Äußerungen lieber abgebrochen (siehe „ZDF-Interview mit Björn Höcke verschriftlicht“). Im Ergebnis ist er für eine bürgerliche Partei als Spitzenfunktionär nicht tragbar, woraus im Umkehrschluss folgt, dass die AfD längst keine bürgerliche Partei mehr ist.

      • @Alexander Dilger wg. Höcke
        „Im Ergebnis ist er für eine bürgerliche Partei als Spitzenfunktionär nicht tragbar, woraus im Umkehrschluss folgt, dass die AfD längst keine bürgerliche Partei mehr ist.“

        Gleichwohl ich mir sicher bin, dass die große Mehrheit der AfD-Mitglieder nach wie vor zutiefst bürgerlich ist, denke ich, dass die meisten Menschen außerhalb der AfD (vor allem in den Alten Bundesländern, wo 85% nun einmal der Deutschen leben und wählen) die AfD so sehen wie Sie. Daher muss die AfD sich von Figuren wie Höcke trennen, um aus der bloßen Oppositionsrolle heraus zu kommen.

      • „„Selbst AfD sieht verfassungsfeindliche Tendenzen bei Höcke““

        Hier ist doch eindeutig von der DPA, der Hüterin des Status Quo, eine unpräzise Überschrift zum Schaden der AfD gemacht worden, übrigens nicht zum ersten Mal. Tendenzen sind noch nicht Beweise, sondern es wurde auf „Mehrdeutigkeiten“ hingewiesen. Außerdem sieht nicht die AfD dies, sondern ein in Auftrag gegebenes Gutachten. Übrigens wurden in dem interenen Gutachten, anders als von den Mainstream-DPA-Artikeln angedeutet, die Mehrzahl der VS-Prüfgutachtenvorfürfe zurückgewiesen. Wie schon so oft muss man die parteiische Schlechtleistung des politsich abhänigigen VS zur Kenntnis nehmen. Nun, da Herr Maaßen beseitigt wurde, sieht man fast überall im Haldenwang-VS nur noch parteiische links-globalistische Zeitgeistauslegung und Altparteienhörigkeit. Von Seriosität und Neutralität nichts mehr zu sehen. Stattdessen werden überall gerichtliche Niederlagen gegen die AfD oder IB kassiert, normalerweise müsste schon längst wider das Personal ausgetauscht werden. Diese Stümperei wäre jedenfalls in der freien Wirtschaft nicht tragbar.

        Die AfD sollte Interviews gerade bei den abhängigen Gez-Medien grundsätzlich abbrechen, sobald unverschämte nicht themenbezogene Fragen aufkommen. Schließlich werden diejenigen, die das Alles zu verantworten haben, ja auch nicht kritisch interviewt. Nicht die AfD oder Höcke haben sich für die Morde und Vergwaltigungen in Deutschland und Europa zu rechtfertigen. Anderherum wird ein Schuh draus. Der Extremismus der Altparteien (Demokratieferne, Zensur, massenhafte Rechtsbeugung, mittelbare Begünstigung von schweren Straftaten wie Mord, Totschlag und Vergewaltigung) ist ja wohl nicht im mindesten mehr bürgerlich.

  2. Ich verfolge am Wochenende die Wahl in Österreich mit mehr Interesse. Ich hoffe auf ein sehr starkes Ergebnis von Kurz, um in Deutschland die Flügel der CDU zu stärken, die noch ein Interesse an einem funktionierenden Rechtsstaat haben.
    Dass in Thüringen 2 extreme Parteien zusammen ein Mehrheit gaben können, haben sich die Medien, Kulturbetrieb und die politische Klasse in Berlin selbst zuzuschreiben. Die permanente Ausgrenzung und Stigmatisierung einer anderen und kritischen Meinung nährt extreme Ränder. Nachrichten, dass der Chef gehen der Hessischen Filmförderung gehen musste, weil er zu einem Mittagessen von Hern Hunzinger und Herrn Meuthen hinzugestoßen ist, ist Wasser auf die Mühlen dieser Kräfte. Höhn ist ist, dass der Vorwurf der Kulturschaffenden, die in einer Unterschriftenliste die Ablöse gefordert haben, dass Herr Meuthen einen liberalen Kulturbetrieb ablehnt. Wenn die Einstellung dieser Leute liberal sein sollte, dann muss man diesen engstirnigen und einseitigen Kulturbetrieb wohl ablehnen.

    • Herr Kurz wird wieder Kanzler werden. Die spannende Frage ist allein, mit wem als Koalitionspartner.

      Grüne und Linke geben sich inzwischen gerne als Liberale aus. Von individueller Freiheit und Rechtsstaatlichkeit halten sie jedoch wenig.

      • Ich denke auch, dass Sebastian Kurz wieder Kanzler wird. In einer Neuauflage der Koalition mit der SPÖ würde er sich aber selbst schädigen. Als sinnvolle Optionen bleiben ihm nur FPÖ oder die NEOS (wenn es für eine entsprechende Koalition reicht).

  3. Frau Petry wird es freuen, dass Sie so eine hohe Übereinstimmung mit ihr haben … *lol*

    „… warum koalieren diese beiden sozialistischen Ostparteien eigentlich nicht?“ (AfD/DieLINKE)
    Spaß beiseite – malen Sie den Teufel nicht an die Wand … den nationalistischen Genossen vom Thüringer Landesverband der AfD würde ich solche Sachen durchaus zutrauen.

    • Ich vertraue darauf, dass Die Linke nicht mit der AfD koalieren wird, und sei es nur, weil sie es momentan gar nicht nötig hat. AfD und CDU sind hingegen zu allem bereit.

      Der Wahl-O-Mat ist nur ein Indiz für inhaltliche Übereinstimmungen. Wenn man es besser weiß wie bei der Petry-Partei oder auch NPD, sollte man nichts auf ihn geben.

      • Eine Koalition der CDU und der AfD halte ich in Thüringen für sehr wahrscheinlich, auch wenn das Frau Merkel und AKK natürlich nicht gefallen würde.

      • Ich halte das für sehr unwahrscheinlich und auch nicht wünschenswert. In anderen Bundesländern könnte Regierungsverantwortung die AfD mäßigen, in Thüringen würde sie nur Herrn Höcke eine zusätzliche Bühne bieten.

      • Dass ich es für nicht unwahrscheinlich halte, bedeutet nicht, dass ich es für gut halte. Meiner Meinung nach würde die AfD dadurch insgesamt eher beschädigt.

  4. Bei Ihnen KPD und MLPD vor den Linken, bei mir die KPD vor der SPD! Die KPD war die letzte Partei der beiden Honeckers und ist besonders nordkoreanah! Zeigt das nicht, wie täuschend Wahlomat sein kann?

    • @Kim Ulrich Motte

      Eben Sozialisten unter sich … 😉

      Aber all zu ernst sollte man den Wahl-O-Mat ohnehin nicht nehmen.

    • Ich bin mittlerweile zur Überzeugung gelangt, dass die AfD-Wähler nicht die AfD, sondern sich selbst wählen. Sie merken, dass sie von den Eliten angegriffen und mehr und mehr ausgegrenzt werden. Ihre Werte sollen ausradiert und ihr Gehirn gewaschen werden. Sie wissen, dass die grün-linken Öko-Veganer nicht nur längst die Diskurshoheit erlangt haben, sondern man es nun auch auf ihre soziale und wirtschaftliche Existenz abgesehen hat. Der jüngste Vorfall der „Kulturschaffenden“ spricht Bände. Was bleibt denn da noch übrig, außer ein Trotz-Kreuz zu setzen, um nach außen zumindest ein kleines Signals des Widerstands zu senden? Ob Pazderski oder Höcke, das ist dann eigentlich auch egal. Ist der Ruf erst ruiniert, dann lebt es sich ganz ungeniert. Unsere Moralisten differenzieren ja sowieso nicht. Und realen Einfluss hat man ja längst keinen mehr und die Perspektive auf Veränderung ist auch eher düster.

      • Deutschland, wie wir es heute kennen, wird zusammenbrechen. Keine Frage. Die Einschläge werden häufiger und kommen näher.

        Am Bau läuft es noch, wegen des vermeintlich billigen Geldes. Manche meiner Freunde freuen sich schon darauf, wenn der Immobilienmarkt zusammenbricht. Dann gibt es neue Kaufgelegenheiten. Sie meinen, vorher zu verkaufen sei keine Lösung. Ich werde dennoch nicht wieder in DEutsche Immobilien einstiegen, da ich nicht sehen kann, woher das LIcht am Ende des Tunnels, in den wir gerade einfahren, kommen soll.

        Niemand weiß heute, wie lange es dauern wird, bis sich Deutschland vom bevorstehenden Crash erholt haben wird. Gleichwoh ich von Grund auf Optimist bin, bezweifle ich, dass wir das noch miterleben werden.

        Meiner Ansicht nach muss jeder selbst sehen, wie er zurecht kommt. Je weniger abhängig vom kaputt gewirtschafteten „Sozialstaat“-Fake, desto besser.

      • Im großen und ganzen stimme ich Ihnen zu. Die Wahlen der letzten Jahre haben gezeigt, dass nicht das Personal der AfD wahlentscheidend ist, sondern die Partei, die von ihr angesprochenen Themen und die ihr zugrunde liegende Idee (die Bewahrung des Eigenen). Das hat Petry auch deutlich spüren müssen, die glaubte, das Direktmandat wäre nur ihr zu verdanken gewesen.

        Ja, auch ich sehe Björn Höcke durchaus kritisch und zwar ebenso Leute wie Pazderski oder Hansel (wenn auch aus anderen Gründen). Am ehesten sagen mir AfD-Politiker zu, die eine feste unkorrumpierbare national-konservativ/ patriotische Weltanschauung haben, gleichzeitig aber sich ihrer Außenwirkung und ausgleichenden innerparteilichen Rolle bewusst sind und ohne Kitsch und Selbstinszenierung auskommen: Marc Jongen, Martin Renner, Jan Nolte, Hansjörg Müller, Enrico Komning, Stephan Protschka oder auch Christoph Berndt sind solche Beispiele. Es gibt aber zum Glück noch so viele mehr.

        Aber, es ist schlichtweg naiv zu glauben, man könnte die existierenden Probleme und Fehlentscheidungen thematisieren und gleichzeitig anständig vom politisch-medialen Establishment, das hierfür ja gerade verantwortlich ist, behandelt werden. „Wasch mich, aber mach mich nicht nass“ funktioniert schlechterdings nicht. Wenn man die herrschende Diskurshoheit in Frage stellt und deren Widersprüche und Fehler aufzeigt, wird man in einen permanenten Rechtfertigungsdruck gezwängt und vom eigentlichen Thema wird abgelenkt.

        Wenn Herr Dilger aus einer klassisch-liberalen Position heraus die Fehler der Eurorettung, Energiewende und Migrationskrise thematisieren würde, wäre er spätestens bei einsetzendem politischem Erfolg einer Kaskade an Vorwürfen und Diffarmierungen à la „Rechtspopulismus“ und „ewiggestrig“ konfrontiert. Der Grund ist: Man will sich nicht auf kritische Diskussionen einlassen, weil man hier von vornherein verlieren würde. Außerem haben viele Macht und Pfründe zu verleiren.

      • Stefan König: Allerdings mahnte Christus zu unternehmerischem Handeln, verurteilte Kritiker von gelegentlichem Luxus als solche, die das Geld für die eigene Tasche unterschlugen, und forderte nie eine Aufhebung des Privateigentums an Produktionsmitteln. „Eigentümlich frei“ (EF- eine libertäre Zeitschrift) druckte vor Jahrzehnten einen Artikel von mir über Christus und den Kapitalismus. EF weiß wohl noch den genauen Titel und kann ihn Ihnen wohl auch besorgen. Wer Jesus für einen Kommunisten hält, versteht ihn noch schlechter als der Geschichtslehrer Höcke und der Autor zumindest eines Buches geschichtlicher Prägung Dr. Gauland deutsche Geschichte… Ja- und der promovierte Ökonom Dr. Mittag schuf mit der DDR die erfolgreichste Wirtschaft der deutschen Geschichte- die Mauer diente dem Zweck, Millionen von Westdeutschen vom Fastparadies DDR fernzuhalten!

    • Man darf den Wahl-O-Mat nicht überinterpretieren, insbesondere im negativen Bereich (unter 50 Prozent bedeutet, dass man mehr abweicht als übereinstimmt) und bei Extremisten (die zentralen Fragen in dieser Hinsicht werden gar nicht gestellt und müssten sonst stark gewichtet werden). Was jedoch die vielen kleinen Schikanen im Alltag angeht, könnte Die Linke wirklich schlimmer sein als die KPD (die uns gleich ins Arbeitslager schicken würde, wenn sie könnte).

  5. KPD ist kein schlechter Parteiname, für die Ost-KPD gilt ja das KPD-Verbot nicht.
    Bin mir nicht sicher, deshalb biete ich keine Wette an, ob die KPD oder die blaue Partei mehr Stimmen holt. In Sachsen lag die Petry-Partei noch eindeutig vor der KPD.
    Netter Abspaltungsname:
    “ …2005 trat ein Teil der KPD-Mitglieder aus der Partei aus und gründete im Mai selben Jahres die Kommunistische Partei Deutschlands (Bolschewiki) (KPD (B))……“
    https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei_Deutschlands_(1990)

    Die beste Wahlparole der KPD war ja bei den Präsidentschaftswahlen 1932 : „Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler, wer Hitler wählt, wählt den Krieg. “ Hat ja gestimmt , nur gesehen haben die halt nicht, dass mehr KPD-Politbüromitglieder unter Stalin umgebracht worden sind als unter Hitler.
    Schubert ist musikalisch ein guter Name, aber nicht der KPD-Schubert für Stalin.
    „… Bis zum August 1935 war Schubert Vertreter der KPD beim Exekutivkomitee der Kommunistischen Internationale. Nach dem VII. Weltkongress schied er aus dem ZK aus und wurde auf eine Stelle bei der Roten Hilfe abgeschoben. Dort wurde er am 15. Mai 1937 im Zuge der Stalinistischen Säuberungen (Tschistka) verhaftet, am 22. März 1938 zum Tod verurteilt und erschossen….“

    https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Schubert_(Politiker)

  6. Pingback: Demokratie DIREKT! in Thüringen | Alexander Dilger

  7. Pingback: Demokratie DIREKT! in Thüringen - Leserbriefe

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.