Österreich stimmt gegen Freihandel mit Mercosur

‚EU und Mercosur bilden größte Freihandelszone‘ der Welt, zumindest war das der Plan und so ausgehandelt worden. Allerdings ist die EU noch kein Superstaat, sondern alle Mitgliedsstaaten müssen einem solchen Vertrag zustimmen. Doch das Parlament von „Österreich blockiert Mercosur-Abkommen“ und auch andere Staaten sind Wackelkandidaten, wobei die Begründungen vorgeschoben sind. Freihandel ist z. B. gut für die Konsumenten, die dadurch nicht in anderen Ländern kaufen müssen, aber dürfen. Umweltstandards waren verhandelt worden und der Regenwald brennt zwar aktuell in Brasilien, aber vor 15 Jahren gab es viel mehr Feuer, nur weniger Medienaufmerksamkeit dafür. Das Abkommen wurde 20 Jahre lang ausgehandelt und steht nun vor dem Scheitern, was ein schwerer Schlag für den Freihandel wie auch die EU ist, die ihren eigenen Binnenmarkt ebenfalls zunehmend schleifen lässt.

15 Gedanken zu „Österreich stimmt gegen Freihandel mit Mercosur

  1. In Österreich sind im Parlament die Zeit der offenen Mehrheiten, die SPÖ und die FPÖ treiben die ÖVP vor sich her. Die Mindestpensionen wurden natürlich auch wieder deutlich erhöht, wie immer vor Wahlen.
    Ö ist wahrscheinlich Weltmeister: Über 70 Fernsehduelle bzw. Elefantenrunden der Spitzenkandidaten ( mit wenigen Ausnahmen nehmen da wirklich immer die Spitzenkandidaten teil, nicht so wie in der BRD mit einem Kanzlerduell). Ich hab mit nur einen Teil angeschaut, ist langweiliger als früher, da der neue FPÖ- Chef Hofer zu brav auftritt, Strache dagegen hat immer ordentlich aufgetrumpft.
    Die FPÖ will ja wieder mit der ÖVP koalieren.
    Lustiger FPÖ-Wahlwerbespot:

  2. Der Wahlverlierer bei den vorgezogenen Neuwahlen in Ö kann die SPÖ sein.
    Obwohl sich die SPD alle 10 Finger abschlecken würde, so eine Parteivorsitzende wie die Pamela Rendi Wagner zu haben.
    Die neue SPÖ-Chefin ist eine Quereinsteigerin, war jahrelang Ärztin, ist hübsch, höflich und bemüht, nur reicht es halt nicht.
    Gegen den Studienabbrecher Kurz, der noch nie in seinem Leben etwas gearbeitet hat, hat die keine Chance, der schaut nur so unschuldig aus, ist aber als Profi-Politiker sehr trickreich.
    Und gegen die FPÖ um Arbeiterstimmen kämpfen hat es die feine Dame auch schwer. Erzählt sie, sie war im Sommerurlaub mit Familie in Jesolo ( an der Adria der sogenannte Wiener Hausmeisterstrand) , nanu sie war aber auch im teuersten Ferienclub in Saint-Tropez auf Urlaub.
    Die als Luxus-Pam vorzuführen, ist dann nicht schwer.
    Die Pam hat die eigenen Genossen nicht im Griff. Pam trumpft auf: Mit der derzeitigen FPÖ wird die SPÖ nicht koalieren.
    Sofort haut ein SPÖ-Landesvorsitzender dagegen, nachdem Motto, so eindeutig kann man das nicht sagen.

    In Ö geht’s halt immer in Wahlkämpfen um persönliche Untergriffe, die Computer der ÖVP wurden gehackt und die linke Wochenzeitung „Falter“ deckt auf, der Kurz verrechnet der Partei 600 € für einen Friseurbesuch.

  3. Freihandel ist gut. ABER wenn die Sozial-, Gesundheits- und Umwelt-Standarts der Marktteilnehmer nicht identisch sind, entsteht eine Wettbewerbsverzerrung.

    Ein Produkt, hergestellt durch Kinderarbeit in Indien, eingefärbt mit hochgiftige Chemikalien in China oder unter katastrophalen Bedingungen in Indonesien, ist natürlich billiger, als ein ähnliches Produkt aus strenger deutscher oder europäischer Qualitätsfertigung.

    Ich bin ein erklärter Gegner von zusätzlicher Bürokratie, ABER man kann nur Äpfel mit Äpfeln, nicht aber mit Birnen vergleichen. Ich will natürlich nicht mehr bezahlen als nötig, aber „cheap chinese shit“, der billig aber von miserabler Qualität ist, brauche ich auch nicht.

    Außer Peking-Ente kommt nichts Gutes aus China…!

    • Die Standards sind nie identisch, auch innerhalb der EU nicht. Man einigt sich in den Freihandelsabkommen jedoch auf Mindeststandards. Zwischen entwickelten Volkswirtschaften sollte man auch viel großzügiger bei der wechselseitigen Anerkennung sein, ggf. mit Kennzeichnungspflicht. Als Kunde müssen Sie dann nicht kaufen, was Sie nicht wollen, aber warum soll Ihnen der Staat das verbieten?

  4. Der Regenwald brennt nicht nur in Brasilien. Bolivien geht noch viel brutaler gegen den Regenwald vor. Der Unterschied? Herr Morales ist links, Herr Bolsonaro rechts. Herr Bolsonaro macht alles falsch. Diktator Morales ist gut.
    Der Regenwald brennt in fast allen betroffenen Ländern.

  5. Habe ich vor Jahren gelesen. Recht unterhaltsam und nicht verkehrt. Aber Fleischhauer war nur das konservative Feigenblatt für den linken Spiegel…!

  6. Pingback: China schließt größtes Freihandelsabkommen mit regionalen Partnern | Alexander Dilger

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