Wahlergebnisse in Brandenburg und Sachsen

Heute fanden die Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen statt. In Brandenburg stieg nach dem vorläufigen Ergebnis die Wahlbeteiligung von 47,9 Prozent (für die Ergebnisse von 2014 siehe auch ‚Zweistellige Ergebnisse in Brandenburg […]‘) auf 61,3 Prozent. Die SPD wurde wieder stärkste Kraft, allerdings nur noch mit 26,9 Prozent der gültigen Zweitstimmen (-5,7 Prozentpunkte). Die AfD wurde zweitstärkste Partei mit 23,5 Prozent (+11,3 Prozentpunkte). Es folgen die CDU mit 15,6 Prozent (-7,4 Prozentpunkte), die Grünen mit 10,8 Prozent (+4,6 Prozentpunkte) und Die Linke mit 10,7 Prozent (-7,9 Prozentpunkte). Die Freien Wähler ziehen erstmals in einen Landtag außerhalb Bayerns ein mit 5,0 Prozent (+2,3 Prozentpunkte). Die FDP schafft es nicht in den Landtag mit 4,1 Prozent (+2,6 Prozentpunkte). Die Tierschutzpartei kommt noch auf 2,6 Prozent (+2,6 Prozentpunkte), alle anderen Parteien liegen jeweils unter einem Prozent.

In Sachsen ist die Wahlbeteiligung von 49,1 Prozent auf 66,6 Prozent gestiegen. Die CDU bleibt nach den vorläufigen Ergebnissen stärkste Partei mit 32,1 Prozent der gültigen Listenstimmen (-7,3 Prozentpunkte). Auch in Sachsen erreicht die AfD den zweiten Platz mit 27,5 Prozent (+17,7 Prozentpunkte), wobei sie wohl nicht alle erzielten Sitze besetzen darf (siehe ‚Sächsischer Verfassungsgerichtshof lässt mehr AfD-Listenplätze zu‘). Es folgen Die Linke mit 10,4 Prozent (-8,5 Prozentpunkte), die Grünen mit 8,6 Prozent (+2,9 Prozentpunkte) und die SPD mit 7,7 Prozent (-4,6 Prozentpunkte). Die FDP schafft es mit 4,5 Prozent nicht in den Landtag (+0,7 Prozentpunkte), ebenso wenig die Freien Wähler mit 3,4 Prozent (+1,8 Prozentpunkte). Die PARTEI und die Tierschutzpartei schaffen jeweils 1,5 Prozent (+0,8 bzw. +0,4 Prozentpunkte). Alle anderen liegen unter einem Prozent (Die blaue Partei bei gerade einmal 4 Promille).

In der Gesamtbetrachtung gilt, dass die ehemaligen Volksparteien stark verlieren, sich aber dort, wo sie den Ministerpräsidenten stellen, als stärkste Kraft jeweils vor der AfD behaupten können und wohl weiter die Regierung anführen werden. Die AfD ist der größte Wahlgewinner, hat aber keinerlei Regierungsoption und verschiebt die Regierungen eher noch nach links, die dann aus drei oder sogar vier Koalitionspartnern gebildet werden dürften. Die Grünen legen auch etwas zu, den Freien Wählern könnte die bundesweite Ausdehnung auch als Partei und auf Landesebene gelingen (und nicht nur den kommunalen Gruppen), während die FDP erneut an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert.

58 Gedanken zu „Wahlergebnisse in Brandenburg und Sachsen

  1. Wir werden sehr bald sehen, dass die Ablehnungsfront gegenüber der AfD bröckelt. Es werden Stimmen aus der CDU laut werden, die fordern werden, eine wie auch immer aussehende Zusammenarbeit mit der AfD zu prüfen. Das wird eher von Brandenburg und Thüringen als von Sachsen ausgehen. Im Prinzip kann sich die CDU wohl auf ähnliche Debatten wie die SPD einrichten, die sich über die Zusammenarbeit mit den Linken und -noch früher- mit den Grünen auch oft uneinig war.

    • Alice Weidel brachte es gestern in diesem Interview auf den Punkt:

      Wenn die CDU meint, besser mit dem linken Lager zusammenarbeiten zu können als mit der AfD, wird sich das auch in künftigen Wahlergebnissen entsprechend niederschlagen.

      Gleichwohl auch ich als frühes AfD-Mitglied die völkisch-nationalistischen Lautsprecher in der AfD von Anfang an sehr, sehr kritisch sehe und mir für die AfD nichts mehr wünsche, als dass sich die Partei vom „Flügel“ trennt, darf man nicht die gesamte AfD mit diesen Leuten über einen Kamm scheren.

      • Dass der Flügel sich in Dunkeldeutschland stärkt, ist doch nichts Neues.

        Was mir unbegreiflich ist, ist die Tatsache, dass die Bedeutung dieser kleinen Bundesländer so hoch aufgehängt wird. So waren gestern gerade einmal 5,3 Mio. von knapp 61 Mio. wahlberechtigten Bundesbürgern zur Wahl aufgerufen. Das sind nicht einmal 8,7% !

        Insgesamt stellen die NBL in Deutschland etwa 1/6 der Wahlberechtigten, auf Grund der überalterten dortigen Bevölkerungsstruktur tendenziell sogar weiter abnehmend.

        Auch die ostdeutschen Landesverbände der AfD sind keineswegs repräsentativ für die AfD als Ganzes.

        Warum wedelt im „wiedervereinigten“ Deutschland denn immerzu der Schwanz (Osten) mit dem Hund (Westen)?

    • In Sachsen hat die CDU das doch (noch?) gar nicht nötig, in Brandenburg ist sie zu schwach dafür. Insgesamt wäre es für die CDU strategisch klüger, dieses Fass nicht aufzumachen, wie man an der SPD sieht.

  2. Mehr oder weniger alles wie erwartet. Beide Ministerpräsidenten bleiben wohl im Amt, wobei der Sachse freier in der Wahl seines bzw. seiner Koalitionspartner ist. Viel wird sich also nicht ändern.

    Was wir jetzt sicher wissen, ist nur, dass die „Blaue Partei“ den Weg von Luckes „ALFA/LKR“ geht und Poggenburgs komischer Patriotenhaufen nicht einmal mehr erwähnt wird. So gierig nach neuen Wahlvereinen sind die Wahlberechtigten also doch nicht. Nicht einmal im ewig herum jammernden und in Selbstmitleid zergehenden Osten der Republik.

    • Auch in Brandenburg wäre Kenia möglich, außerdem eine Koalition aus SPD, CDU und BVB. Es gäbe also mehrere Möglichkeiten jenseits einer linken Regierung.

  3. „Auch in Sachsen erreicht die AfD den zweiten Platz mit 27,5 Prozent (+17,7 Prozentpunkte), wobei sie wohl nicht alle erzielten Sitze besetzen darf (siehe ‚Sächsischer Verfassungsgerichtshof lässt mehr AfD-Listenplätze zu‘).“

    Hier hat die AfD wohl unter den gegebenen Möglichkeiten noch das Beste rausgeholt.

    https://www.zeit.de/news/2019-09/01/afd-erhaelt-38-sitze-im-neuen-saechsischen-landtag

    https://www.tagesschau.de/inland/koalitionsrechner-sachsen-101.html

    Von 39 der AfD zustehenden Mandate können 38 trotz nur 30 Listenplätzen besetzt werden. Möglich macht dies ein starkes Abschneiden bei den Direktmandaten, da 8 der 15 Direktmandate nicht auf der 30er Liste standen. Ich denke, damit kann die AfD leben. Bei nur 30 Mandaten für die AfD wären auch 2er Koalitionen der Altparteien möglich gewesen. Nun sind diese aber zu einer absurden 3er Kenia-Koalition gezwungen. Die CDU muss sich noch mehr verbiegen und lächerlich machen. Die AfD kann sich zurücklehnen und noch mehr Kontra geben. Die nächsten Wahlen werden dann noch besser ausfallen und sich der bisherige Trend weiter fortsetzen.

    „Die sächsische AfD erhält im neuen Landtag 38 Sitze und damit einen weniger als ihr rechnerisch nach dem Wahlergebnis zustehen würde. Das sagte ein Mitarbeiter der Landeswahlleiterin in der Nacht zum Montag.

    Die 38 Sitze der AfD setzen sich demnach aus 23 Listenstimmen und 15 Direktmandaten zusammen. Da sieben der Direktbewerber auch auf der Landesliste stehen, finden diese Stimmen dort keine Berücksichtigung.

    Insgesamt hat der neue Landtag dem vorläufigen amtlichen Ergebnis zufolge 119 Abgeordnete.“

    • Ja, man darf gespannt sein, ob sich in Sachsen SPD und GRÜNE oder aber die SPD mit der SED als Mehrheitsbeschaffer der CDU andienen. Ersteres ist wahrscheinlicher und künftig wohl auch richtungsweisend für den Bund, wenn es dort für Rot-Rot-Grün nicht reicht. Egal wie es ausgeht, der Profiteur bei der nächsten Wahl dürfte wieder die AfD sein.

    • In Sachsen haben 73,2% der Wähler sich gegen die Wahl eine linken Partei entschieden – daß die CDU jetzt ausgerechtet mit zwei linken Parteien koalieren will(?)/soll(?), wäre schon ein Treppenwitz. Ich glaube nicht, daß das mit der CDU-Basis funktioniert. Für die AfD wäre es natürlich eine weitere Chance.

      • Möglicherweise zerbricht die an der Basis konservative und grünfeindliche Sachsen-CDU an einer Regierung mit den Grünen. Wenn sich weiterhin zeigt, daß die Sachsen-AfD viel vernünftiger ist als die mediale Hetzkampagne jetzt noch viele glauben läßt, ist das die große Chance der AfD.
        Eine Beteiligung der AfD an der Regierung (in welcher Form auch immer) würde sie dagegen im Protestwählermilleu unattraktiv machen und ihr somit eher schaden. Eine Beteiligung der AfD müßte die CDU medial und gegenüber der Bundes-CDU aushalten – was ich mir nicht vorstellen kann. M. E. sitzt die Sachsen-CDU richtig in der Klemme.
        Ihr Ausweg wäre, das die AfD mit ihrem kometenhaften Wachstum nicht zurecht kommt, was ich aber derzeit nicht sehe. Eher sollte die Aussicht der AfDler auf Verantwortung (wenn auch erst 2024) die Reihen schließen.

      • Der ewig gestrige ostdeutsche homo protestatur (AfD-Protestwähler und Ostalgiker) ist nicht repräsentativ für die Wähler im Westen (und das sind immerhin mehr als 5/6 der Wahlberechtigten). Auch nicht für die meisten AfD-Wähler in den Alten Bundesländern. Damit, sich an diesem eher sehr einfach strukturierten Wählertypus auszurichten, wäre die AfD folglich nicht gut beraten. Der Erfolg wäre insgesamt äußerst überschaubar (30% von weniger als 1/6 der Wähler genügen bei der Bundestagswahl nicht einmal zum Reissen der 5%-Hürde).

      • Ihre Partei macht aber genau das. Im Grund ist die AfD jetzt die neue Linkspartei (durchaus sozialistisch, nur nicht internationalistisch).

      • Sie würde sehr wahrscheinlich mit offenen Armen empfangen. Außen- und migrationspolitisch sogar von mir.

      • Die CDU hat es in Sachsen doch gar nicht nötig, die AfD an der Regierung zu beteiligen. Die wahre Zerreißprobe kommt erst noch, vielleicht schon in Thüringen, wenn sie sich zwischen AfD und Ex-SED entscheiden muss, weil rein rechnerisch gar keine andere Koalition mehr möglich ist.

      • Keine lustigen Zeiten für CDU und SPD. Aber das haben sich die beiden Ex-„Volksparteien“ mit ihrer Überheblichkeit und ihrem ewig unreflektierten „weiter so“ selbst eingebrockt. Daher kein Mitleid und keine Krokodilstränen, sondern Cola und Popcorn oder Chips und Bier.

  4. Ehrlich gesagt, bin ich über den Mißerfolg der FDP in Sachsen nicht nur traurig: Der dortige FDP-Chef Zastrow verlangte nämlich schon vor Jahren – mit gewissem Erfolg- , daß die CDU die staatliche Diskriminierung von Privatschulen noch verschärfte. In Schleswig-Holstein und in Thüringen machten linke (!) Regierungen Kürzungen für Privatschulen, die CDU-geführte Regierungen beschlossen hatten, rückgängig! Gerade in Sachsen gibt es einen großen Drang zu Privatschulen. Aber auch sonst wäre gleiche staatliche Förderung von Privatschulen ein liberales Wahlkampfziel, das Aushängeschild der FDP sein sollte, Stattdessen haben FDP-Politiker in Bünde und Lage, beides Ostwestfalen-Lippe, sich gegen örtlich geplante Privatschulen engagiert. Gleiches Recht und gleiches staatliches Geld — wie in Belgien und den Niederlanden- für alle Schulen, staatliche wie private, und alle zulassungsfähigen privaten Träger, ob religiös, atheistisch oder rein pädagogisch bestimmt.

    • Gerade in der Bildungspolitik ist die FDP überhaupt nicht mehr liberal, sondern für staatlichen Zentralismus. Das zeigt auch, dass die Konzentration auf Themen statt Parteien vielleicht zielführender wäre. Dafür wären Volksentscheide gut.

    • Ein schwieriges Terrain.
      Dass Linke und Grüne Kürzungen für Privatschulen rückgängig machen, liegt wohl daran, dass sie inzwischen auch ihre eigenen Kinder lieber dort hin schicken als in nicht mehr beschulbare Klassen öffentlicher Schulen.
      Jede Privatschule, sei sie noch so ideologisch, mit staatlichen Schulen gleichzustellen, kann allerdings dazu führen, dass staatliche Schulen auch in Gegenden, in denen sie bislang gute Arbeit leisten, ihre Attraktivität einbüßen und zur sozialen Resterampe verkommen. Zudem fördern Privatschulen Parallelgesellschaften. Beides kann auch aus liberaler Sicht nicht wirklich gewollt sein.

      • 300 sel: Wer Parallelgesellschaften staatlich nicht genauso fördern oder dulden will wie andere gesellschaftliche Modelle, entlarvt sich als antiliberal. Das Recht auf Parallelgesellschaften ist liberales Kernanliegen. Der zweite Gründervater der modernen Niederlande, ein calvinistisch-konservativer Pastor, Gründer einer großen Freikirche, von privaten Schulen und Hochschulen, einer Partei und Ministerpräsident forderte dieses liberale Modell um des Friedens willen und setzte es weitgehend durch, so daß die Niederlande von Parallelgesellschaften geprägt wurden, die Anhänger verschiedener Weltanschauungen von der Wiege bis zur Bahre ihr Leben weitgehend unter sich verbrachten. Wer das nicht wollte oder will, kann sein Leben ja anders organisieren und verbringen. Ob Schulen gute Arbeit leisten, sollte wie bei der Arbeit von Friseuren und Autofirmen weitestgehend Kundenentscheidung sein, also in diesem Fall (Schule) Elternentscheidung. Liberal ist es gerade, Entscheidungen im Regelfall nicht dem Staat zu überlassen. Gegen „soziale Resterampen“ hilft, Privatschulen durch gleiche staatliche Förderung wie Staatsschulen (sollte es solche überhaupt geben) mehr Ärmeren zu ermöglichen zu besuchen. Zudem wäre es denkbar, Schulen für bildungsferne Kinder zusätzlich Geld zu geben.

      • Oh je, oh je, Herr Motte. Türkische Privatschulen an DITIB-Moscheen (nur mal so als Beispiel) gehören dann wohl auch zu Ihrem calvinistischen Programm. Lernen die Kinder dort überhaupt die Sprache des Gastlandes?

      • Nichts.

        Aber gerade Sie als selbsternannter „Ordo-Liberaler“ müssten doch erkennen, dass rechtsfreie Räume eher etwas mit Anarchie als mit Wettbewerb und Pluralität zu tun haben. Oder befürworten Sie etwa beispielsweise die Parallelgesellschaften libanesischer Clans mitten in Berlin und NRW?

      • Natürlich befürworte ich das Verhalten solcher Clans nicht. Aber das liegt nicht daran, dass es Libanesen sind, sondern weil sie sich kriminell verhalten. Liberalismus ist nicht Anarchismus, sondern ist für die Durchsetzung von wenigen, aber guten Gesetzen.

      • Die Nationalität der Clans spielt keine Rolle, da stimme ich Ihnen zu. Allerdings sind auch die Gründer dieser Clans als vermeintliche „Flüchtlinge“ eingewandert, als das Schauschießen für die Weltbühne noch in Beirut stattgefunden hat.

  5. ……es bleibt dabei, ohne einen charismatischen Führungsstil wird die AfD keinen Ministerpräsidenten in den Neuen Bundesländern stellen.

    Auch nicht in einer Demokratie. Wann wird, kann Herr Gauland das kapieren ? Gleich ob in Wirtschaft oder Politik, ob Adenauer , Kohl sie alle hatten im Spiegel nur das Bild aus früheren, besseren Tagen vor dem geistigen Auge.

    Sympathisch und intelligent sollte sie/er gleichwohl auch sein.

    • Auf ihre Weise sind die Herren Höcke und Kalbitz charismatisch, doch aus meiner Sicht im negativen Sinne. Herr Kohl oder Frau Merkel sind hingegen alles andere als charismatisch (gewesen), nur die langjährige Macht selbst führt zu einer gewissen Verklärung.

  6. “ Die blaue Partei bei gerade einmal 4 Promille.“
    Gegen mich ist bei der „mutigen“ Wette die blaue Partei erreicht in Sachsen weniger als 1,5% leider niemand angetreten. Es gibt zu wenig Blödmänner im Dilger-Blog.
    Immerhin lag Petry eindeutig vor der KPD, die haben in Sachsen 0,1% erreicht. Wenn die Lucke -Partei angetreten wäre, wären die mit Sicherheit hinter der KPD gelandet.

      • Stimmt darum tritt Luckes Reste ja auch bei keiner Wahl mehr an. Letzter Versuch wird BW 2021 werden und dann war es das. Es fließt kein Geld mehr.

      • Politsekten können durchaus für Jahrzehnte existieren. Die verbliebenen LKRler haben jedenfalls nichts aus ihren Wahlniederlagen gelernt, sondern glauben immer noch, dass sie das beste Programm der Welt haben und eigentlich weit vor AfD und CDU liegen würden, wenn sie nur etwas bekannter wären.

      • Treffend beschrieben. Genau so verhält es sich mit Sekten.

  7. Poggi-Partei 0,2% aber ein besonders Wahldebakel hat die NPD hingelegt minus 4,3%.

    Schlaukopf Poggi ist natürlich schon vorher aus seiner Partei ausgetreten , ist halt klüger als Lucke, nach dem Motto auf einem toten Pferd kann man nicht erfolgreich reiten.
    Mal ehrlich mit wem würde man lieber Abendessen gehen, Lucke ( der erzähl dir die ganze Zeit, dass er der klügste Menschen der Welt ist) , Pretzell ( Ich lade Sie ein zu einem teuren Abendessen, nanu man speist teuer , der sagt ich geh aufs Klo und ist verschwunden und man zahlt die Rechnung) oder mit dem bodenständigen Poggi.

    • Ich glaube mit keinem. Bei Lucke und Pretzell haben Sie sicher Recht, aber ob Poggi so viel angenehmer wäre? Der würde einem erzählen mit welchen Frauen er angeblich alles geschlafen hätte und würde viele semi witzige rassistische Witze machen. Lustig wäre ein Essen mit allen drei zusammen.

  8. CDU-Kretschmer hat in Sachsen mit anti-Merkel-Politik gepunktet. Das alleine zeigt, dass der Druck der AfD wirkt… 🙂

    • Francomacorisano: Ich stimme Ihnen in erheblichem Maß zu. Aber wir brauchen endlich auch eine liberale Partei, was die Freien Wähler nicht sind. .

      • Die FW sind in der Tat nicht liberal, sondern eher ein Fähnchen im Wind. Eine liberale Partei hat in Deutschland meines Erachtens derzeit aber nur eine Chance zur Teilhabe an parlamentarischer Arbeit in den Ländern, wenn die 5%-Hürde fällt.

      • Die Fünf-Prozent-Hürde wird nicht fallen, lässt sich aber vielleicht umgehen durch eine Plattformpartei o. ä. Das wäre auf jeden Fall pluralistisch, wenngleich es neben liberalen auch viele un- und antiliberale Gruppen anziehen dürfte.

  9. 300sel: Jede verfassungs- und sonst rechtstreue Organisation darf im Liberalismus im Rahmen des staatlichen Rahmenpflichtschulprogramms Schulen eröffnen. Inwieweit dabei das Erlernen der Hauptsprache des Landes Pflicht sein soll, wäre zu erörtern. Es „wimmelt“ in der BRD wie teils schon früher in Deutschland jedenfalls fast schon an Schulen, teils auch staatlichen, teils auch türkischen, an denen die übliche Unterrichtssprache nicht Deutsch ist. Und der sehr liberale Gründervater (führender Theologe) calvinistisch-konservativer Kirchen in den USA hat fremdsprachige katholische wie lutherische Schulen, vor allem deutschsprachige, gegen Verbote in den USA nach dem ersten Weltkrieg verteidigt. Es spricht sehr vieles dagegen, fremdsprachigen Schulen in der BRD Pflichtunterricht in Deutsch aufzuerlegen.

    • @Ulrich Motte

      Eine gemeinsame Sprache ist auch heute noch DIE Grundlage schlechthin, um mit anderen Menschen kommunizieren zu können. Aber wenn Sie ein Befürworter isolierter Prarallellgesellschaften sind, dann sind Sie vielleicht auch ein Befürworter des rechtsfreien Raums und sehen schon von daher keine Notwendigkeit zur Verständigung. So kann man Liberalismus natürlich auch auslegen.

      • 300SEL: Ich habe durch meine Bedingungen für Schulgründungen ja klar gestellt,
        daß ich „rechtsfreie Räume“ ablehne. Ihre unterstellende Frage ist daher abwegig. Im übrigen leben in der BRD Millionen von Menschen, oft ähnlich rechtstreu wie andere und auch oft ähnlich selten Sozialfälle, die erst als Erwachsene Deutsch lernten, gar nicht so wenige zur Mittelschicht oder gar zur „Elite“ gehörend. Ich lehne das Pflichtfach Deutsch nicht rundheraus ab, bin aber skeptisch, ob es wirklich notwendig ist: Die meisten Eltern fremder Muttersprache wünschten es für ihre Kinder ja sowieso. Um Mißverständnise zu vermeiden: Seit Jahrzehnten fordere ich, Zuwanderung auf Ausnahmen zu beschränken.

      • Vielleicht haben wir gerade etwas aneinander vorbei geschrieben. Ich hatte Sie so verstanden, dass Sie es als liberale Errungenschaft empfänden, wenn Kinder in Deutschland nicht mehr Deutsch lernen müssten. Und da bin ich eben anderer Meinung. Zumindest, wenn die betreffenden Kinder dauerhaft hier leben sollen.

    • Liberal wäre es, den Schulen oder auch zu Hause unterrichtenden Eltern sowie Hauslehrern die Unterrichtssprache nicht vorzuschreiben, aber doch staatlicherseits Mindeststandards des zu Lernenden vorzugeben und zu kontrollieren, wozu in Deutschland dann natürlich auch die deutsche Sprache gehört. Es ist ein großer Skandal, dass viele staatliche Schulen diese nicht mehr hinreichend vermitteln können.

      • Das Schlimme ist ja, dass nicht einmal mehr Muttersprachlerkindern die Sprachfähigkeit hinreichend vermittelt wird.

      • Deutsch sprechen können die meisten noch, aber es gibt viel zu viele funktionale Analphabeten. Wozu gibt es eine Schulpflicht über zehn bzw. eigentlich zwölf Jahre, wenn in dieser langen Zeit vielen effektiv gar nichts beigebracht wird?

      • Sie meinen Deutsch sprechen. Aber nicht Deutsch schreiben. Und das Sprechen oft auch nur in reduziertem „Kanakdeutsch“. Großartige pädagogische Leistung nach zwölf Pflichtschuljahren!

  10. Pingback: Linke und AfD dominieren Thüringen-Wahl | Alexander Dilger

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.