Vor 80 Jahren befahl Hitler den Angriff auf Polen

Vor 80 Jahren, am 31. August 1939, befahl Adolf Hitler den Angriff von Polen. Am gleichen Tag wurden angebliche Überfalle und sogar eine Kriegserklärung von Polen gegen Deutschland fingiert. Zwischen 4 und 5 Uhr morgens am 1. September 1939 begann der deutsche Angriff gegen Polen an mehreren Stellen, was offiziell den ‚Beginn des 2. Weltkriegs […]‘ darstellt, auch wenn es schon kriegerische Auseinandersetzungen in Asien gab. Dabei hatte Hitler wohl gehofft, dass die westlichen Garantieversprechen für Polen leer wären, es also nur zu einer Teilung Polens käme (siehe ‚Hitler-Stalin-Pakt vor 80 Jahren geschlossen‘) und (noch) nicht zu einem größeren Krieg oder gar Weltkrieg, den er nur verlieren konnte und auch trotz größerer Anfangserfolge katastrophal verloren hat.

26 Gedanken zu „Vor 80 Jahren befahl Hitler den Angriff auf Polen

  1. Dass aus einem zunächst lokalen Konflikt ein globaler wurde, hat bei nüchterner Betrachtung nicht nur etwas mit dem Größenwahn Hitlers zu tun. Dies hat der Kommentator Gerhard Nadolny vor einer Woche bereits in dem vorangegangenen Blogeintrag sehr ausführlich und faktenbasiert ausgeführt.

    Seit Jahrzehnten wird von Seiten des Establishments, dass seine Macht maßgeblich auf den Narrativen der post-45 BRD Geschichtsschreibung aufbaut, die unverschämte und schmalspurdenkende Behauptung aufgestellt, dass man bei einem Zweifel an der alleinigen Weltkriegsschuld der Deutschen automatisch auch ein Verharmloser und Beschöniger der NS-Verbrechen ist. Denn natürlich kann man die irre Agenda und Verbrechen des NS-Regimes (z.B. den Völkermord an den Juden) anerkennen und trotzdem die Eskalation zu einem globalen Konflikt sachlich differenziert und vor allem faktenbasiert betrachten.

    Tatsache ist nämlich, ohne die Führung in Paris und London mit Hitler (oder auch Stalin) auf ein und dieselbe Stufe zu stellen, Waisenknaben waren diese nicht. Eher das Gegenteil. Wie wir heute wissen, hatte Deutschland eben nicht die alleinige Schuld am Ausbruch des WK1. Der Versailler-Schund-Vertrag hatte erheblichen Anteil an den Millionen Toten des WK2 und natürlich auch an Hitlers Aufstieg. Ab dem Ende des 1. WK wurde von Seiten der Eliten in England und Frankreich über der Zuhilfenahme der Partikularinteressen Polens buchstäblich alles gemacht, um Deutschland zu schädigen, zu provozieren und wieder klein zu kriegen. Polen alleine wäre nie zu diesen dreisten Vorgänge zwischen 1918 und 1939 in der Lage gewesen. Historischer Fakt ist nämlich, dass das von Deutschland erhaltene Gebiet (etwa 1/3 des heutigen Polens) historisch nichts, aber auch gar nichts mit Polen zu tun hatte. Denn Polen lag ursprünglich weiter östlich; vor allem in Teilen des heutigen Weißrusslands und der Ukraine. Zuerst wurde, einfach nur damit Polen einen Ostseezugang bekommt, ein ominöser Korridor konstruiert.: Annektion Teil1. Dieses haben die Polen den Hintermännern der britischen und französischen Altparteien zu verdanken. Dann wurden die Deutschen in den abgekapselten Ostgebieten gegängelt und abgezockt wo es nur ging, z.B. bei der Post. Die Empörung bei den Betroffenen war verständlicherweise riesig. Dies war dann der Grund für Hitlers Angriff auf von Polen Dank britischer und französischer Hilfe annektiertes bis kurz vorher noch deutsches Gebiet. Die nächste maximale Eskalation zum globalen Konflikt sorgten dann abermals die Strategen in London und Paris, in dem diese nur 48h!!! nach Hitlers Angriff auf von Polen annektiertes deutsches Gebiet durch eine gemeinsame Kriegserklärung (ohne selbst zuvor eine erhalten zu haben) unbedingt einen Weltkrieg daraus machen wollten – nur um zu verhindern, dass die Grenzen von 1871 wiederhergestellt werden.

    Ja, ich kenne die typischen Argumente. Das Appeasement mit Hitler wurde bereits zu lange gemacht, die verbrecherische Agenda Hitlers war bereits so offensichtlich, dass dieser so oder so nach einer Wiederherstellung der Grenzen von 1871 nicht Halt gemacht hätte und trotzdem weiter expandiert hätte, zumindest in Richtung Osten (wie in Mein Kampf angedeutet). Ja, an diesen typischen Standardargumenten ist etwas dran – und dennoch: Fakt bleibt, die Errichtung eines dubiosen Korridors war Unrecht, kriegsbegünstigend und das zweifelhafte Verhalten der britischen und französischen Führung nicht unerheblich für den Ausbruch des 2.WK und Millionen Toten.

    • Sie sollten die Kriegsschuld von Hitler-Deutschland nicht relativieren. Am 1. Weltkrieg war Deutschland nicht allein schuld, am 2. schon (zumindest was Europa angeht). Man kann höchstens diskutieren, ob die westlichen Staaten schon früher den Krieg hätten erklären sollen oder rein taktisch etwas später. Aber der Angriffskrieg gegen Polen war in jedem Fall eine hinreichende Rechtfertigung. Kontrafaktisch wäre es interessant, ob Hitler nicht Stalin hätte dazu bringen können, dass er zuerst in Polen einmarschiert, so dass der deutsche Einmarsch als Reaktion hätte ausgegeben werden können, so wie faktisch der sowjetische Einmarsch nicht hinreichend verurteilt wurde.

      • Der ehemalige polnische Staatspräsident Jaruzelski, der 1939t ein junger Mann war, hat sich später zu den Wochen vor Kriegsbeginn geäußert. Er äußerte sich dahingehend, dass die Polen von Deutschland keineswegs „überfallen“ worden waren, sondern den Krieg sogar herbeisehnten in der irrigen Annahme, sie könnten diesen mit England im Rücken gewinnen. Zur Geschichtsschreibung gehört auch, dass Polen gewaltig gezündelt hat und auch Russland den Krieg mit Deutschland vor dem 1.9.39 durch Mobilmachung vorbereitete. Das ändert natürlich nichts an der Tatsache, dass Hitler den Krieg begonnen hat. Aber wer den Begriff „Überfall“ verwendnt, suggeriert, Polen sei völlig überraschend angegriffen worden. Wer sich jedoch die Mühe macht, die ganze Wahrheit zu sehen, der kommt zu folgendem Ergebnis: Polen hat seine Verpflichtungen aus dem Versailler Vertrag gegenüber den deutschen Minderheiten nicht eingehalten, sondern wollte die Minderheit vertreiben. Darüber hinaus haben die Polen weitere Gebietsansprüche an das deutsche Reich gerichtet: Der Generalstabsoffizier Henryk Baginski hatte 1927 in einem Buch radikal formuliert: „Es wird niemals Frieden in Europa geben, bis Preußen ausradiert ist und die deutsche Hauptstadt von Berlin nach Frankfurt am Main verlegt wurde, da Berlin auf slawischem Land steht.“ Die führenden Kreise Polens waren sich natürlich bewusst, dass ihre Gebietsansprüche gegen Deutschland nur mit einem Krieg realisiert werden konnten, deshalb gab es schon 1932 Aufmarschpläne. (Quelle: https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/05/29/zwang-england-hitler-zum-angriff-gegen-polen/)

      • Auch Sie lenken hier von den historischen Tatsachen ab. Meinungen gibt es alle möglichen. Was Herr Höcke so denkt, würde heute doch auch keinen Angriffskrieg gegen Deutschland rechtfertigen. Tatsache ist, dass Deutschland erst Polen und später die Sowjetunion angegriffen hat statt umgekehrt. Polen wurde vollständig aufgeteilt und die Sowjettruppen waren zumindest anfangs auch nicht so ruhmreich.

      • Der Spiegel hat die Kriegsschukd Hitlers bereits 1962 relativiert und schrieb damals : “ Und an die Stelle Hitlers, dem man bisher die Alleinschuld am Kriegsausbruch zusprach, rückt Hoggan zwei Außenminister der Anti-Hitler-Koalition, die er mit der Hauptschuld belastet:- den britischen Außenminister (1938bis 1940) Lord Halifax und den polnischen Außenminister (1932 bis 1939) Joseph Beck. “ und weiter… „Keine Maßnahme war dem polnischen Außenminister gewagt genug, um die Unabhängigkeit der vermeintlichen Großmacht Polen zu demonstrieren:
        – Er ordnete die Teilmobilmachung des polnischen Heeres an, ohne daß bis dahin deutsche Truppen an der Grenze aufmarschiert waren;
        – er verschärfte die Repressalien gegen die Volksdeutschen in Polen, laut Hoggan hilflose Geiseln ihrer polnischen Umgebung;
        – er sperrte sich gegen das von den Briten ohnehin nur zögernd betriebene Bündnisgespräch mit der Sowjet-Union und machte damit den Weg für den Stalin-Hitler-Pakt frei;
        – er konfrontierte Danzig einem Ultimatum, das der Stadt die Sperrung aller Lebensmittellieferungen androhte – eine Aktion, die selbst der damalige polnische Vertreter in Danzig heute für einen schweren taktischen Fehler hält.“

        Sehr geehrter Herr Prof. Dilger, nach meinem Verständnis sind das keine persönliche Meinungen, sondern harte Fakten, die belegen, dass Polen gar nichts anderes wollte als einen Krieg gegen Deutschland. Vor allem die Teilmobilmachung kann man doch nicht als Meinnung interpretieren. Es mag ja sein, dass auch Hitler den Krieg gewollt hat, aber die Polen haben mit Hilfe Englands alles getan, damit er seinen Willen bekam. Meine Erkenntnis aus der Geschichte zu den beiden Weltkriegen lautet: Es liegen zwar inzwischen alle Fakten auf dem Tisch, aber zur Kenntnis nimmt man nur solche, die den Angelsachsen ins Weltbild passen. Mein aktuelles Weltbild lautet: Deutschland soll keine politische Macht mehr bekommen, sondern wird eingebunden in Nato, Uno oder EU und seine Wirtschaftskraft soll durch Energiewende, Migration oder Klimareligion geschwächt werden. Meine Verschwörungstheorie lautet: es gibt eine Machtelite, die sich im Geheimen organisiert und an einer ihr genehmen Weltordnung arbeitet. Meine Vermutung ist, dass Trump dieser Elite nicht angehört und deshalb von ihr bekämpft wird und das Merkel von dieser Elite mittels Kanzlerakte kontrolliert und CIA wird.

      • Polen wollte diesen Krieg nicht, was nicht ausschließt, dass einzelne Polen das anders gesehen haben. Vor allem hat Polen Deutschland nicht angegriffen, welches sich umgekehrt nicht auf die Durchsetzung vielleicht gerechtfertigter Interesse beschränkte, sondern das Land mit der Sowjetunion komplett aufteilte und Millionen Polen ermordete.

        Was Sie für heute äußern, ist eindeutig eine Verschwörungstheorie. Haben Sie irgendwelche Evidenz für eine solche Verschwörung? Es ist doch viel einfacher, von den jeweils offenkundigen Interessen auszugehen. Wo handelt z. B. Frau Merkel gegen ihre eigenen Machtinteressen, so dass eine geheime Erpressung durch die CIA angenommen werden müsste?

    • Ich glaube, man ist eher ein guter Patriot, wenn man sich heute für Deutschland einsetzt und die vielen guten Entwicklungen Deutschlands auch in der Vergangenheit anspricht. Die Jahre 33 bis 45 gehören wahrlich nicht dazu. Die Verantwortung Hitlers für den WW II in irgendeiner Weise relativieren zu wollen, ist keine patriotische Leistung. Jeder, konnte sehen und hören was Hitler und die Nazis wollten. Dazu musste man diesen Verbrechern nur zuhören.

      • Richtig. Bis 1939 wurde das häufig nicht ernst genommen, weil es so absurd war, aber danach hat es sich auf übelste Weise bewahrheitet.

  2. Die JF behauptet, dass Polen durchaus ein Interesse am Krieg mit Deutschland hatte. Ist das plumper Geschichtsrevisionismus oder steckt da Wahres hinter?

    „Jedenfalls schien es die allgemeine Auffassung zu sein, daß Ostpreußen von Polen annektiert werden müsse. Der stellvertretende Leiter der Abteilung Ost im Außenministerium ging tatsächlich so weit, klar zu sagen, daß dieses der polnische Plan sei. Er rechtfertigte ihn mit der Begründung, die Bevölkerung Ostpreußens sei im Abnehmen begriffen; daß vieles von dem Gebiet in Wirklichkeit sowieso polnisch sei, daß man jedenfalls Umsiedlungen vornehmen könne, und daß die Polen als junger und rasch wachsender Staat eine seiner Bedeutung angemessene Küstenlinie haben müsse.“

    https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2019/der-wahrheit-ins-gesicht-sehen/

    • Das ist Geschichtsrevisionismus. Die Pläne Einzelner sind längst nicht Regierungspolitik. Sonst hätte Hitler doch auch nur warten müssen, bis Polen tatsächlich Deutschland angreift, statt das schlecht zu inszenieren.

      • Geschichtsrevisionismus ist ein starkes Wort um unangenehme Diskusionen abzuwürgen. Insbesondere bei kriegerischen Auseinandersetzungen wird die „Wahrheit“ immer von den Siegermächten diktiert. Zweifel an der offiziellen Darstellung sind zumindest angebracht unter Berücksichtigung der Tatsache daß Schriftverkehr und diplomatische Protokolle vor den tatsächlichen Ereignissen noch immer unter Verschluß gehalten werden. Die deutsche Geschichtsschreibung wird wohl nur durch die damaligen Sieger selbst bereinigt. Ob gewollt oder unbeabsichtigt spielt dabei keine Rolle.

      • Geschichtsrevisionismus ist doch genau das, warum es auch Ihnen geht. Man könnte mit Argumenten diskutieren, ob das vorherrschende Geschichtsbild richtig ist, aber dass Sie es revidieren wollen, äußern Sie doch ganz offen. Allerdings sind die wesentlichen Tatsachen alle bekannt und nicht von irgendwelchen noch geheimen Schriftstücken und Protokollen abhängig.

      • Man kann mit Argumenten nur diskutieren wenn man schlüßige Beweise hat. Andernfalls bleibt es bei Fragen die nicht schlüßig beantwortet werden können oder wollen. Zumindest werden Zweifel an der Geschichtsschreibung ausgerechnet von britischen und amerikanischen Historikern gestreut. Aber das sind vermutlich nur Verschwörungsthoretiker.

      • Wenn es schlüssige Beweise gibt, braucht man nicht mehr mit (anderen) Argumenten zu diskutieren. In historischen Fragen gibt es solche Beweise allerdings kaum. Aber wenn es eindeutige Fälle gibt, dann gehört die massive Kriegsschuld von Hitler-Deutschland dazu.

      • „Man kann mit Argumenten nur diskutieren wenn man schlüßige Beweise hat. Andernfalls bleibt es bei Fragen die nicht schlüßig beantwortet werden können oder wollen. Zumindest werden Zweifel an der Geschichtsschreibung ausgerechnet von britischen und amerikanischen Historikern gestreut. Aber das sind vermutlich nur Verschwörungsthoretiker.“

        Vollkommen richtig. Ich habe über mehrere Jahre etwa zwischen 2012 und 2015 halbwegs regelmäßig (etwa jeden 2. bis 3. Tag) die englische Online-Ausgabe der Daily Mail gelesen und auch darin kommentiert. Die Daily Mail Artikel waren natürlich ganz nach der Agenda und Lesart der Churchills und Thatchers, die Kommentare der britischen Leser waren aber zumindest teilweise durchaus wesentlich differenzierter und realistischer. Sehr viele „Likes“ bekamen Kommentare von britischen Lesern, bei denen sinngemäß geschrieben wurde: „The winner writes the history“. Diesen Satz habe ich über viele Jahre in einer ganzen Reihe von WK2 Artikeln gelesen.

        Die Wahrheit ist doch, es gibt oft kein klares schwarz-weiß. Die verbrecherische Politik und im Sinne deutscher Interessen maximal dumme NS-Ideologie bestreitet doch niemand. Gerade als Patriot hätte man sich eine andere deutsche Regierung ab 33 gewünscht (ohne Chauvinismus, ohne Expansionsinteressen über die 1871-Grenzen hinaus, ohne das Minderwertigsprechen und Verfolgen von Menschen mit anderem ethnisch-religiösen Hintergrund, ohne Dikatur, etc).

        Dennoch ist gerade die militärische Eskalation hin zum WK2 nicht so eindeutig schwarz-weiß, wie es uns bestimmte Kreise aus bestimmten Gründen weißmachen wollen. Und ja Sie haben recht, gerade im englischsprachigen Raum habe ich auch während meines zeitweiligen intensiveren Daily-Mail-Lesens grob 2 Lager der Kommentatoren ausgemacht. Zum einen lupenreine bedingungslose Churchill-Anhänger nebst entsprechender Lesart, bei denen zum Teil auch noch der damals medial mitgegebene Deutschenhass eine Rolle spielt (eventuell auch durch eigene familiäre Opfer). Das andere nicht gerade kleine Lager war wie bereits erwähnt sehr differenziert in der Betrachtung der Eskalation vom WK1 zum WK2, das ist in Deutschland vielen (scheinbar auch Herrn Dilger) gar nicht so bekannt. Außerdem haben Sie natürlich auch recht, dass Begriffe „Verschwörungstheoretiker“ oder „Geschichtsrevisionist“ Totschlagargumente sind, die nicht mehr an einer sachlich-kritischen Diskusssion interssiert sind. Mit diesen „Keulen“ kann man buchstäblich alles niederknüppeln. Ich habe mir schon seit Jahren angewöhnt selber zu recherchieren und mir meine eigenen differenzierten Gedanken zu machen. Das vorgefertigte Schubladen-Denken (Ost-West, böse-gut, schuldig-nicht schuldig hat so etwas von der betreuten Demokratiesimulation der nicht-souveränen 80er Jahre West-BRD.

      • Wollen Sie hier wirklich behaupten, dass Hitler nicht eindeutig schwarz war (wie auch Stalin)? Die anderen waren nicht alle weiß, aber doch zumindest in verschiedenen Abstufungen grau. Gerade deutsche Patrioten müssten doch erkennen, dass niemand Deutschland so sehr geschadet hat wie Adolf Hitler.

      • „Wollen Sie hier wirklich behaupten, dass Hitler nicht eindeutig schwarz war (wie auch Stalin)? Die anderen waren nicht alle weiß, aber doch zumindest in verschiedenen Abstufungen grau. Gerade deutsche Patrioten müssten doch erkennen, dass niemand Deutschland so sehr geschadet hat wie Adolf Hitler.“

        Wenn Sie richtig gelesen hätten, hätten Sie auch genau verstanden, worauf ich hinaus wollte. In meinem Kommentar ist es eindeutig ersichtlich, dass ich mich mit der Formulierung „schwarz-weiß“ ausschließlich auf die Eskalation hin zum globalen Konflikt im Zusammenhang mit dem „Angriff auf Polen“ und den entsprechenden Vorlauf (Korridor, Gängelung der Deutschen, etc) beziehe. Von den sonstigen NS-Verbechen und damit natürlich auch von Hitler habe ich mich eindeutig distanziert und diese waren ja hier, wo es ausschließlich um das Zustandekommen und Eskalieren hin zum 2. WK ging, auch gar nicht Gegenstand der Debatte.

        „Gerade deutsche Patrioten müssten doch erkennen, dass niemand Deutschland so sehr geschadet hat wie Adolf Hitler.“

        Dieses habe ich sogar praktisch fast wortwörtlich so geschrieben. Wenn Sie nun hier die Richtung des Kommentars ändern und eine Schwerpunktverlagerung vornehmen (ich hätte das NS-Regime oder Hitler insgesamt als weder schwarz noch grau bezeichnet), so ist dies sehr unredlich. In meinen Kommentaren habe ich mich, wie auch viele andere Kommentatoren die ebenfalls eine andere Position als Sie einnahmen, AUSCHLIEßLICH auf das Zustandekommen und die militärische Eskalation (u.a. Kriegserklärung von GB und FR innerhalb 48h) des 2. WK bezogen und ausschließlich in diesem Zusammenhang gesagt, dass man hier nicht eindeutig von einer schwarz-weiß Schuld an der globalen Eskalation zum 2 WK reden kann.

        Gleich mehrfach habe ich mich eindeutig von der sonstigen verbrecherischen NS-Politik distanziert und auch erwähnt “ Gerade als Patriot hätte man sich eine andere deutsche Regierung ab 33 gewünscht (ohne Chauvinismus, ohne Expansionsinteressen über die 1871-Grenzen hinaus, ohne das Minderwertigsprechen und Verfolgen von Menschen mit anderem ethnisch-religiösen Hintergrund, ohne Dikatur, etc).“

        Schade, dass Sie hierbei unsauber diskutieren und mir Dinge unterstellen, die ich so nicht gesagt habe und um die es so hier in diesem Kommentarstrang auch gar nicht ging.

      • Die Frage der Kriegsverantwortung kann man doch nicht so einfach von den sonstigen Verbrechen und Plänen Hitlers trennen. Dass der 2. Weltkrieg vor genau 80 Jahren begann, hatte mit bestimmten Umständen zu tun, zu denen auch andere beitrugen. Aber dass Adolf Hitler einen Vernichtungskrieg im Osten wollte und sonst eben auf andere Weise herbeigeführt hätte, kann doch nicht ernsthaft bestritten werden. Es kann höchstens spekuliert werden, ob die Westmächte sich dort hätten heraushalten können, so dass daraus kein umfassender Weltkrieg geworden wäre. Das wäre aber nicht nur moralisch höchst zweifelhaft gewesen, sondern hätte sie mittelfristig noch stärker gefährdet. Denn nach einem Sieg im Osten hätte sich Hitler den Westen ohne Zwei-Fronten-Krieg vornehmen können.

  3. Welchen Sinn hat es, dieses Thema heute noch zu diskutieren?
    Es gibt keine Zeitzeugen mehr, die zu Beginn des Zweiten Weltkriegs alt genug waren, um uns Ihre Sicht als Zeitzeuge substantiiert darlegen zu können und Spekulationen auf der Basis irgendwelcher (Verschwörungs?)Theorien bringen weder Licht ins Dunkel, noch können Sie das unermeßliche Leid, das dieser Krieg über die Menschen in Europa gebracht hat, ungeschehen machen.

    Was bleibt, ist eine sinnfreie Debatte zwischen Geschichtsrevisionisten, Verschwörungstheoretikern und Anhängern des offiziellen Geschichtsbildes.

    • Das ist zu relativistisch. Der Zweite Weltkrieg war doch kein Naturereignis, sondern die Hauptschuld liegt eindeutig bei Hitler und seinen Anhängern, sowohl für den Kriegsausbruch als auch die Grausamkeiten darin.

      • Natürlich lag die Schuld eindeutig an Hitler, seinen Mitstreitern und vor allem auch an ihren unzähligen dummen Mitläufern, dem deutschen Wahlvolk.

        Aber die Welt ist heute eine andere, schon alleine was die Schnelligkeit der Verbreitung von Informationen angeht.

        Zeit nach vorne zu schauen, statt sich in der „Aufarbeitung“ oder (vermeintlicher) „Richtigstellung“ der Geschichte zu verheddern.

      • Wer aus der Geschichte nichts lernt, droht, die gleichen Fehler zu wiederholen, siehe z. B. Aufstieg der AfD oder Annexion der Krim.

      • Was ist denn am „Aufstieg der AfD“ so schlimm?
        Die Bürger wählen AfD, weil die anderen Parteien immer schlechter werden und nicht, weil sie aus der Geschichte nichts gelernt haben.

        Und warum sprechen Sie im Falle des Volksentscheids der Bewohner der Krim von einer „Annexion“?
        Ist es nicht vielmehr so, dass diese Entscheidung eine viel demokratischere war, als die „Deutsche Einheit“, die uns Bundesbürgern ungefragt aufs Auge gedrückt wurde?

  4. Wie geht der Wahrheitsschmäh: Bisher gab es 2 Weltkriege und immer haben Österreicher angefangen.
    Beim 1. Weltkrieg war es nicht so, die Preußen haben Österreich in den Krieg gehetzt, die wollten alle den Krieg nicht nur Kaiser Franz Josef und Hötzendorf sondern viele andere auch, nur der ungarische Regierungschef war dagegen. Denen war schon klar, dass man nicht nur gegen Serbien antritt sondern auch gegen Russland.

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