Verbot von und geringe Nachfrage bei Negativzinsen

„Nach Vorstoß von Söder: Regierung prüft Verbot von Negativzinsen“. Das ist zwar vor allem Symbolpolitik, aber trotzdem besser als nichts. ‚Geld als sicheres Anlagegut‘ würde damit nicht nur für Bargeld, sondern auch wieder für Bankguthaben gelten. Besser als ein allgemeines Verbot wäre allerdings wohl ein Gebot für öffentlich-rechtliche Banken, von sich aus darauf zu verzichten, den Sparern ihr Erspartes wegzunehmen, was dann auch für (unangemessene) Gebühren gilt.

Dagegen meint der politikabhängige (siehe ‚Gabriel schustert Fratzscher Auftrag zu‘) Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Marcel „Fratzscher: Söder-Forderung [sei] ‚populistisch und völlig an der Realität vorbei'“. „Das ist ein Eingriff in die Marktwirtschaft, in Unternehmen wie Banken, der der Politik nicht zusteht.“ Da verwechselt er wohl das Verbot von Negativzinsen für einfache Sparer mit den Negativzinsen selbst, die die EZB ohne guten ökonomischen Grund immer weiter verschärfen will. „Wenn Söder sich mit seinen Plänen durchsetze, ‚dürften noch mehr Sparkassen, Volksbanken und Raiffeisen-Banken in die Verlustzone gleiten und abgewickelt werden müssen‘. Und weiter: ‚Im Extremfall könnte das zur Destabilisierung des deutschen Bankensystems führen.'“ Auch das gilt eher für die Politik der EZB, die jetzt (siehe ‚Bankenaufsicht durch EZB beginnt‘) außerdem noch für die Bankenaufsicht zuständig ist.

Interessant ist auch diese Information (im oben zuerst verlinkten Artikel):

Am Mittwoch begab der deutsche Staat erstmals eine Anleihe mit 30 Jahren Laufzeit zu einem Zinskupon von null Prozent. Da die Anleihe zu einem Kurs von 103 Prozent begeben wurde, lag die Emissionsrendite im negativen Bereich. Allerdings lag die Nachfrage mit 869 Millionen Euro deutlich unter dem Angebot von 2 Milliarden Euro. Dieses Emissionsergebnis deutet darauf hin, dass die Bereitschaft der Anleger an Grenzen stößt, dem Bund Kredit zu gewähren und ihm zugleich eine „Gebühr“ in Form eines negativen Zinses zu zahlen.

‚Negative Zinsen selbst für 30-jährige Bundesanleihen‘ hatte der Bund bislang noch gar nicht selbst genossen und gleich beim ersten Versuch, davon zu profitieren, zeigen sich die Grenzen, während Ökonomen wie Herr Fratzscher so tun, als könne der deutsche Staat an einer beliebig großen Neuverschuldung durch negative Zinsen noch verdienen (siehe „Fratzscher fordert Ende der Schuldenbremse“). Tatsächlich ist die EZB der größte Aufkäufer von Staatsanleihen mit negativer Rendite, was sie jedoch nur am Sekundärmarkt darf. Alle Anleihen darf sie aber auch nicht aufkaufen, sondern nur einen gewissen Anteil, so dass ein Risiko bleibt, wenn man solche Papiere primär erwirbt. Denn für sich genommen sind sie mit einem garantierten Verlust verbunden, so dass sie nur zum Weiterverkaufen taugen, was ein typisches Merkmal für eine Blase ist.

21 Gedanken zu „Verbot von und geringe Nachfrage bei Negativzinsen

  1. Wenn D. Trump soviel Druck auf die Fed ausüben kann, dass sie die Zinsen senkt, müssten hiesige Politiker auch Druck auf die EZB ausüben können, um die expansive Geldpolitik nicht noch weiter zu treiben. Im Notfall muss man sich halt doch von der EZB emanzipieren.

    • Das wäre natürlich möglich, insbesondere deutschen Politikern, aber das ist doch gar nicht erwünscht. Die Merkel-Regierung findet alles ganz prima, was die EZB macht, stachelt sie noch dazu an und steht vor dem Bundesverfassungsgericht auf ihrer Seite.

      • Das Tragische an der Sache ist, dass die CDU immer noch ganz prima findet, was ihre ehemalige Vorsitzende so macht und genügend Wähler die CDU, ja sogar noch mehr Deutsche Frau Merkel ganz prima finden.

      • 300sel
        sagte am 23/08/2019 um 07:13 „Das Tragische an der Sache ist, dass die CDU immer noch ganz prima findet . . .“
        Es ist ein Zeichen der „Dienstleistungsorientiertheit“ der Deutschen: Man geht einmal wählen und vermeidet weitere Anstrengungen bei der Beteiligung an Öffentlichen Angelegenheiten – so hat es die CDU schon immer gehalten. Dieser Partei kommen zwei Tendenzen entgegen: Die Verdummung des Bürgers durch die Bildungspolitik und die Po-Kriecherei des Managements vieler börsennotierter Unternehmen, die aus jeder besch*** Lage noch einen Subventionsbescheid herausschlagen. Hätten wir nun in den wichtigen Oppositionsparteien mehr Persönlichkeiten und weniger Bonzen, würde man eine Aufarbeitung dieses Sachverhalts erwarten können. Ich hatte einmal an einer Veranstaltung der Mittelstandsvereinigung der CDU mit Prof. Sinn zum Thema „Währungsunion“ mit 300 Unternehmern teilgenommen. Während zu Beginn allgemeine Ablehnung zu Prof. Sinn deutlich wurde, forderte man ihn zum Schluss der Veranstaltung zu einer Kandidatur für das Kanzleramt auf.

  2. Frage hier in die Runde: Was spricht dagegen, bei Null- oder Minuszinsen das Konto abzuräumen, wenn man eine einbruchsichere Wohnung und einen Tresor hat?

    Klar, wenn das alle machen, bricht das Geldsystem zusammen, aber ich glaube sowieso, dass der Euro nicht ewig bestehen wird. Könnte der Nachteil sein, dass bei einer Währungsumstellung dann vielleicht nur Buchgeld getauscht wird und für Bargeld eine Obergrenze von z. Bsp. 1.000 Euro gilt?

    Niemand kann die Zukunft voraussagen, aber ich traue der EZB und unserer Regierung alles zu, nur nichts Gutes…!

    • Ich traue der Regierung (egal ob Deutschland oder EU) auch alles zu. Vor allem, dass Bargeld über Nacht wertlos gemacht wird und Konten abgeräumt werden. Also lieber in bewegliche Sachwerte oder Immobilien außerhalb der EU investieren.

    • Warum sollte das Geldsystem zusammenbrechen, wenn Sie (bzw. alle) lieber Bargeld als Giralgeld halten? Beim Geld selbst ist auch wie beim allgemeinen Vermögen Diversifikation am besten, da sie Risiken mindert: Also etwas Geld auf dem Konto, etwas im Tresor, außerdem Fremdwährungen auf ausländischen Konten und ebenfalls im Tresor, noch ein paar Goldmünzen dazu, ein Bankschließfach etc. Ich selbst investiere allerdings das meiste Geld in Aktien und habe (fast?) nichts im Tresor (vielleicht sollte ich einmal wieder nachsehen…).

      • Können Sie sich vorstellen, dass der US $ weite an Stärke gewinnt. Ich ärgere mich so sehr, dass ich nicht vor Jahren Dollars gekauft habe.

        Welche Aktien bevorzugen Sie derzeit (deutsch, europäisch, amerikanisch, Schwellenländer)? Haben Sie aktuell Präferenzen für bestimmte Banchen…?

      • Die Entwicklung des Dollars hängt insbesondere von politischen Entscheidungen ab. Grundsätzlich gilt, dass der Dollar stärker wird, wenn die globale Unsicherheit und Krisenstimmung steigt, selbst wenn das von den USA ausgehen sollte. Von daher stehen die Chancen für einen Dollaranstieg leider gar nicht so schlecht.

        Bei Aktien setze ich auf Diversifikation und deshalb momentan auf internationale Top- und deutsche Nebenwerte.

  3. Also, da bin ich doch bass erstaunt, Prof. Dilger, dass ausgerechnet ein Marktwirtschaftler wie Sie die Söder-Intervention befürwortet. Und im Benkenbereich begrüßt, was er im Immoblienbereich (zu Recht) sehr kritisch sieht.
    Kann es sein, dass da persönliche Interessen über die reine Lehre obsiegen? 🙂

    Auch wenn ich selber alles andere als ein Fratzscher-Fan bin (https://beltwild.blogspot.com/2017/03/lug-und-trug-am-deutschen-wahler-i-euro.html) – wenn er sagt
    „Das ist ein Eingriff in die Marktwirtschaft, in Unternehmen wie Banken, der der Politik nicht zusteht“
    hat er völlig Recht.
    Und verwechselt auch keineswegs „das Verbot von Negativzinsen für einfache Sparer mit den Negativzinsen selbst, die die EZB …. immer weiter verschärfen will.“
    Denn auf Letzteres einwirken zu wollen wäre kein Eingriff in die Marktwirtschaft, sondern ein Angriff auf die Unabhängigkeit der Notenbank. (Bei der ich mir keineswegs sicher bin, dass sie die Zinen aus Jux und Dollerei in den negativen Bereich drückt, aber das würde hier zu weit führen.)

    Der – von Ihnen unterstütze – Söder-Vorschlag läuft auf eine Marktverzerrung hinaus: Um die für sie kostenträchtigen Guthaben von Einlegern nicht mit Negativzinsen zu belegen, müssen die Banken entweder
    – Gebühren für ihre sonstigen Dienstleistungen erheben, die dann auch diese Kosten abdecken oder
    – einen Verzicht auf Negativ-Verzinsung aus anderen Einnahmequellen finanzieen („Quersubventi9nierung“).
    Beides sollte man sich als Marktwirtschaftler doch m. E. eher nicht wünschen???

    Und was „angemessene“ Gebühren sind, soll der Staat den Banken ebenfalls vorschreiben?

    • Entgegen Ihrer Unterstellung ad hominem habe ich da keine persönlichen Interessen, da ich vor allem in Aktien investiert bin, deren Kurse von negativen Zinsen zumindest kurzfristig profitieren. Entgegen Ihrer Unterstellung in der Sache handelt es sich auch nicht um Marktzinsen, in die der Staat eingreifen würde, sondern um politische Zinsen, die von der EZB marktwidrig negativ und sogar gegenläufig zum behaupteten Zweck gesetzt werden. Die EZB agiert ohnehin nicht mehr unabhängig von der Politik, sondern unabhängig von ihrem Mandat. Schließlich sind die Bankeinlagen doch gar nicht kostenträchtig für die Geschäftsbanken, sondern sie können sie weiterhin zu einem positiven Zins ausleihen. Negativzinsen fallen für die Banken nur an, wenn sie diese rein passiv bei der EZB parken wollen.

      • 1) Wenn man einen Gegensatz zwischen grundsätzlichen Überzeugungen und der Stellungnahme zu einem konkreten Einzelfall wahrnimmt (oder zu sehen glaubt), ist es völlig normal, nach den Motiven zu fragen.
        Das hat rein gar nichts mit einem „ad hominem“-Angriff zu tun. [Wikipedia: „Scheinargument ….., in dem die Position oder These eines Streitgegners durch Angriff auf dessen persönliche Umstände oder Eigenschaften angefochten wird“.]

        2) Der Vorschlag von Söder zielt auf einen Eingriff in die betriebswirtschaftliche Ebene der Geschäftsbanken. Die Ebene der EZB-Geldpolitik lässt der unberührt. Das heißt, es geht ihm um die (ggf. negativen) MARKTZINSEN der Geschäftsbanken.

        3) Einlagen bei den Banken sind im Prinzip immer Basisgeld. (Dieser Zusammenhang kann durch Interbankenkredite bis zu einem gewissen Grad überlagert werden; aber keine Geschäftsbank wird einer anderen Zinsen zahlen, wenn sie sich das Basisgeld zinsfrei bei der EZB holen kann.)
        Was die Banken verleihen, ist Bankengeld. Um dieses schöpfen zu können, brauchen sie eine gewisse (schwankende und nicht wissenschaftlich bestimmbare) Menge an Basisgeld. Aber deutlich weniger als das ausgeliehene Bankengeld.
        Je nach Marktlage und Marktsentiment kann es durchaus sein, dass die Banken „zuviel“ Basisgeld halten. Dann haben sie natürlich ein Interesse daran, die Kunden von weiteren Einlagen abzuhalten. Dazu können Negativzinsen dienen, Gebühren, oder Begrenzungen.
        Nur dürfte es Banken geben, die mehr auf der Einlagenseite aktiv sind und andere, die mehr auf der Kreditseite arbeiten. So dass die Wettbewerbsbedingungen verzerrt werden, wenn man den Banken verbietet, Negativzinsen (überhaupt oder bis zu bestimmten Summen) zu berechnen.
        Wie man das als Marktwirtschaftler gutheißen kann, ist und bleibt mir schleierhaft.

        4) Selbstverständlich sind Bankeinlagen kostenträchtig: Wenn sie in bar hereinkommen, muss die Bank das Geld unterbringen (Tresore!) und bewachen. Wenn über Banken-Verrechnungskonten bei der EZB (also ursprünglich durch Kundenüberweisung von einer anderen Bank), fallen die Negativzinsen an. Lässt sich die Bank das Geld von der EZB (Buba-Filiale) in bar auszahlen, entstehen Transport- und Lagerkosten (und Gebühren?).

        5) Was die Frage angeht, ob die Niedrigzinsen der EZB rein politisch motiviert sind, bin ich mir nicht so sicher. Das könnte m. E. durchaus (auch) ökonomische Gründe haben. Aber diese Debatte würde hier zu weit führen.

      • Ich beurteile diese Angelegenheit doch nach denselben marktwirtschaftlichen Grundsätzen wie andere auch. Die von der EZB gesetzen Negativzinsen sind keine Marktzinsen. Über Nullzinsen könnte man diskutieren, weshalb es sinnvoll ist, diese zumindest für Bankkunden als Untergrenze festzuschreiben, wenn man das schon nicht für Banken und die EZB machen will. Das ist in anderen Bereichen doch auch so. Ich bin gegen Mindestlöhne, trotzdem wären Negativlöhne, bei denen Beschäftigte zuzahlen müssen, klar rechts- und marktwidrig. Auch ohne Höchstpreise kann es verbotenen Wucher geben etc.

      • Ich würde sagen: Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. 🙂

        Eine ECHTE Analogie zum Söder-Vorschlag wäre es z. B., wenn die Scheichs die Ölpreise erhöhen, den Fluggesellschaften zu verbieten, auskömmliche Preise von den Fluggästen zu verlangen.

        Oder die Festsetzung der Brotpreise durch die Mailänder Behörden im 16. oder 17. Jahrhundert in Manzonis Roman „Die Verlobten“ („Die Brautleute“) bei steigenden Getreidepreisen. 🙂

        Beides würden Sie ganz sicher NICHT befürworten.
        Nicht anders ist aber der Söder-Vorschlag zu beurteilen: Er will Unternehmen verbieten, externe Zusatzkosten an die Kunden durchzureichen.
        Geht für mich gar nicht.

      • Ihr Vergleich ist nicht korrekt. Die Banken haben keine Zusatzkosten durch Einlagen ihrer Kunden, sondern echte Vorteile. Sie haben Kosten durch eigene Einlagen bei der EZB, doch ein direkter Zusammenhang mit den Kundengeldern besteht nicht. Es ist doch sogar juristisch strittig, ob Negativzinsen zwischen Privaten nicht grundsätzlich rechtswidrig sind (laut BGB muss der Schuldner an den Gläubiger einen Zins zahlen und nicht umgekehrt), ganz unabhängig vom Söder-Vorschlag. Vielleicht sollte einfach einmal ein bereits Betroffener klagen.

      • „Es ist doch sogar juristisch strittig, ob Negativzinsen zwischen Privaten nicht grundsätzlich rechtswidrig sind“
        Das ist kein ökonomisches Argment. Und wenn Gerichte wirtschaftliche Zusammenhänge entgegen den Marktgesetzlichkeiten zu regulieren versuchen, bin ich auf der Seite des Marktes.

        „Die Banken haben keine Zusatzkosten durch Einlagen ihrer Kunden“
        Selbstverständlich verursachen Einlagen Kosten. Die Einlagen sind immer Basisgeld, und das bedeutet entweder Bargeld (muss gelagert, gesichert, ab und an gezählt werden …) oder EZB-Einlagen (kosten Negativzinsen).
        Überweisungen von anderen Banken sind (ggf. nach vorheriger Saldierung) EZB-Guthaben; Bareinzahlungen von Kunden sind Kassenbestände.

        „Die Banken haben ….. echte Vorteile [durch Kundeneinlagen].“
        Wenn eine Bank mehr Basisgeld braucht, um Kredite vergeben zu können (und diese Kredite auch nachgefragt werden!), hat sie Vorteile.
        Banken, die genügend oder zu viel Basisgeld haben, haben durch zusätzliche Kundeneinlagen (Kosten-)Nachteile: s. o.

        „Sie haben Kosten durch eigene Einlagen bei der EZB, doch ein direkter Zusammenhang mit den Kundengeldern besteht nicht. “
        Selbstverständlich besteht ein Zusammenhang: Überweisungen von Konten auf anderen Banken sind (bzw. deren Salden sind) EZB-Einlagen. (Es sei denn, die Banken würden Bargeld hin- und her transportieren, was vermutlich noch kostspieliger wäre.)

      • Sie sind doch nicht auf der Seite des Marktes, sondern der EZB. Diese setzt politische Zinsen. Am ehesten könnte man noch argumentieren, dass die geringe Inflation darauf hindeutet, dass auch ein am Markt gebildeter Zins nicht sonderlich hoch wäre. Dieser wäre aber ziemlich sicher nicht nominal negativ.

        Ein schwerer Markteingriff, hier die Negativzinsen der EZB, führt in der Regel zu weiteren Markteingriffen. Wenn diese zur Abwechslung einmal nicht negativ, sondern positiv sind, kann ich das nur begrüßen, zumal die Bankkunden, insbesondere wenn es natürliche Personen sind, schützenwerter als die ohnehin stark regulierten und privilegierten Banken sind. Das heißt nicht, dass es keine Alternativen gäbe. So könnte z. B. die Bundesbank kostenlose Guthabenkonten ohne negativen Zins oder entsprechendes elektronisches Geld anbieten.

      • Nach meinem Verständnis disktutieren wir hier über die Söder-Initiative.
        Und die bezieht sich NICHT auf die Zentralbankenebene, sondern auf diejenige der Geschäftsbanken.
        Und hat zur Prämisse (denn sonst wäre sie total sinnlos), dass die EZB weiterhin Niedrigzinsen erhebt.

        Was die EZB-Ebene angeht, könnte ich mir vorstellen, dass die eine Reaktion auf eine Über-Akkumulation von Geld ist (https://beltwild.blogspot.com/search/label/Unterkonsum-%C3%9Cberakkumulation).
        Aber da sehe ich noch einen gewaltigen Forschungsbedarf einer neu ausgerichteten VWL, die das Geld wirklich als integralen Teil der ökonomischen Zusammenhänge versteht – und nicht als ein Mittel zur Erleichterung von oder einen Schleier über Tauschvorgängen. (https://beltwild.blogspot.com/2013/03/manhattan-project-fur-die_1.html)

      • Der Vorschlag von Herrn Söder macht doch nur Sinn als Antwort auf die Politik der EZB, die übrigens nicht nur die Negatizinsen setzt, sondern auch große Geldmengen in den Markt pumpt, die Sie dann wieder für eine Überakkumulation halten. Doch das ist alles kein reiner Marktprozess, so dass ein Staatseingriff zur Korrektur zumindest eines Fehlers nicht marktwidrig ist, sondern wieder näher zu einer Marktlösung führt. Jeder Mensch kann Bargeld ohne Negativzinsen halten. Warum soll das nicht auch mit Giralgeld gehen?

        Geld hat schließlich mehrere Funktionen. Die Tauschfunktion ist nur eine. Wertaufbewahrung ist eine andere, die die EZB bewusst auszuhebeln versucht entgegen ihrem Mandat, für Geldwertstabilität zu sorgen.

  4. Pingback: Negative Zinsen sind rechtswidrige Abgabe | Alexander Dilger

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.