Trump will Grönland kaufen

Erst schien es ein typischer Scherz von Donald Trump zu sein, doch der „US-Präsident will Grönland angeblich tatsächlich kaufen“. Denn Donald „Trump wisse ‚ein oder zwei Dinge über Immobilienkäufe und will sich einen potenziellen Grönland-Kauf ansehen'“, sagte sein Wirtschaftsberater Larry Kudlow. Von Politik scheint der Immobilienunternehmer (der jedoch nicht durch Immobiliengeschäfte, sondern durch Erbschaft reich wurde) weniger zu verstehen. Denn „Grönland und Dänemark haben die Idee eines Verkaufs zurückgewiesen“. Würde er hingegen die Grönländer davon überzeugen können, dass sie lieber zu den USA gehören wollen, dann bräuchte er die Insel gar nicht für Geld zu kaufen.

Die USA haben übrigens große Gebiete zusammengekauft, z. B. Alaska 1867 von Russland oder die Kolonie Louisiana, die große Teile des Mittleren Westens umfasste, 1803 von Frankreich. Zumindest nachträglich erwiesen sich diese Käufe als Schnäppchen. Verkauft wurde wohl jeweils ohnehin nur, weil die jeweiligen Herrscher akut Geld benötigten und sich nicht sicher sein konnten, ob sie die Gebiete nicht ohnehin verlieren würden, etwa durch Eroberung ohne jede Zahlung eines Kaufpreises.

Beide Verkaufsbedingungen sind im Falle Grönlands nicht erfüllt. Die Grönländer könnten vielleicht auf etwas höhere Subventionen hoffen, wenn sie Teil der USA würden. Dafür würde ihre Autonomie sinken und wohl auch ihr Anteil an zukünftig einmal nutzbaren Bodenschätzen oder auch vom Eis befreiten Landflächen. Außerdem werden sie nicht wirklich von Dänemark verteidigt, sondern von der NATO und damit vor allem von den USA, die Grönland aber nicht angreifen und gewaltsam annektieren werden. Friedliche Zeiten sind normalerweise gut für Geschäfte, aber nicht für den Handel mit ganzen Ländern. Andernfalls könnte Deutschland überlegen, z. B. Mallorca zu kaufen, Königsberg zurückzukaufen oder sich griechische Inseln als Sicherheiten übertragen zu lassen.

7 Gedanken zu „Trump will Grönland kaufen

  1. Grönland hat in Zeiten einer Erderwärmung großes Potential. Da liegt der US-Präsident schon richtig. Dass die Dänen das nicht selbst wissen, glaube ich indes nicht.

  2. Hier sieht man wieder einmal die größenwahnsinnige und geschichtslose Agenda der US-Eliten und ihres identitätslosen auf Zusammenkaufen und Zusammenrauben basierenden US-Vielvölkerstaatengebildes. In jedem deutschen Kuhdorf finden sich ältere Gebäude, als auf dem ganzen amerikanischen Kontinent.

    Erst kürzlich haben es sich diese US-„Eliten“ und ihre Satelliten in Europa angemaßt einen iranischen Öltanker bei Gibraltar 45 Tage festzusetzen. Die USA hätten das Schiff am liebsten gleich ganz beschlagnahmt. Nun ist es wieder frei. Die USA hatten Angst, dass iranisches ÖL, also nicht das Eigentum der USA, nach Syrien geliefert werden könnte. Denn, es wäre ja schlimm, wenn in Syrien der Aufbau wieder weiter voranschreiten könnte. Dann müsstem ja die ganzen Exil-Syrer wieder in ihre Heimat zurück. Und das will man natürlich nicht. Die destruktive, oft unverschämte sowie Islamisten unterstützende US-Außenpolitik ist eines der größten Übel der letzten Jahrzehnte. Es wäre gut, wenn diese in ihrem eigenen Land genug zu tun hätten und nicht weiter anderen Ländern, besonders Deutschland, indirekt schaden würden.

    Die US-Interventionen im Irak, Syrien und Libyen haben nicht nur zu unzähligen Toten geführt (übrigens auch US-Soldaten), sondern haben gerade Deutschland durch die einsetzende Massenmigration, hervorgerufen durch das Destabilisieren zuvor einigermaßen funktionierender Staatem, massiv geschadet. Ich verachte diesen geschichtslosen und von einer kleinen Elite geführten Retortenstaat gerade dafür zutiefst.

    Nie werde ich ein Transatlantiker sein, aber immer ein stolzer Europäer und patriotischer Deutscher. Ich habe nichts gegen die in den USA lebenden Menschen persönlich. Im Prinzip tun mir diese sogar ein Stück weit leid. Auch wenn es natürlich nicht realistisch ist, so müsste man dieses Gebilde aus identitätspolitischer und weltbefriedender Hinsicht eigentlich auflösen und die jeweiligen Bevölkerungsgruppen wieder in ihre ursprünglichen Regionen bringen und der Ur-Bevölkerung zurückgeben. Natürlich ist dies nicht realistisch umsetzbar, allein auf grund der schieren Größenordnungen nicht. Dennoch wäre es aus geschichtlicher, kultureller sowie friedenspolitischer Sicht ein richtiger Gedanke. Die meisten Häuser in den USA sind ja eh leicht abbaubar und wenig windfest. Grönland gehört eigentlich auch nicht zu Dänemark, aber wenn dann natürlich noch eher, als zu den USA.

  3. Der „böse“ Klimawandel ist für die Arktis ein Segen! Im Norden Kanadas, in Norden Sibiriens und in Grönland können nun Bodenschätze geborgen werden, die bisher ganzjährig von dicken Eis- und Schneeschichten gedeckt waren. Die Nordwest-Passage, nach der Seefahrer jahrhundertelang vergeblich gesucht hatten, könnte von Schiffen befahren werden, was Seewege erheblich verkürzt und durch Treibstoffersparniss Emissionen verringern. Grönland (englisch: Greenland) könnte dann wieder sein wie es heißt.

    Dieses große Denken fehlt den provinziellen deutschen Linksgrünen ebenso wie manchen Nationalkonservativen! Wenn es Donald Trump gelingen würde, Grönland von Dänemark zu kaufen, bzw. per Volksentscheid einen Beitritt zu den USA zu erreichen, würde er als einer der größten Präsidenten in die amerikanische Geschichte eingehen. 1917 haben die USA übrigends bereits die Virgin Islands von Dänemark gekauft. Nichts Neues im Westen…! 🙂

    • Ein Volksentscheid wäre sogar noch viel eleganter als ein Einkauf. Die größte Hürde dürfte es sein, Dänemark dazu zu bringen, einer solchen Abstimmung zuzustimmen. Die Grönländer selber müssten dann rational entscheiden, ob es für sie attraktiv sein könnte, zu den USA zu gehören.

  4. Wie 300sel schon andeutete, wird Grönland mal ein privilegiertes Land werden. Ein Land der Milliardäre,wo Butter und Honig fließen. Die Amerikaner müssen noch ein wenig sehnsuchtsvoll warten, bis das Eis abgeschmolzen ist. Besitzer der größten Insel der Welt zu werden ist zudem ein typisch amerikanisches Privileg. Man muss Trump nur noch mal zum Präsidenten wählen.

  5. „… könnte Deutschland überlegen, z. B. Mallorca zu kaufen…“
    Österreich könnte Ibiza kaufen.
    Strache gibt keine Ruhe, obwohl vor kurzem eine Polizeirazzia in seinem Haus war, er will möglicherweise Spitzenkandidat der FPÖ bei den Landtagswahlen in Wien werden.
    Jetzt hat eh seine Ehefrau einen sicheren Listenplatz bekommen für die Parlamentswahlen damit er nicht ins EU-Parlament ( hat er sich durch Vorzugstimmen ja auch verdient) geht, ein Tauschhandel, aber der will halt mehr.
    Die FPÖ dankt sich schon, Ö soll Grönland kaufen und wir machen HC zum Eskimominister.
    Der HC hat es ja nicht so einfach wie Beamten- Lucke mit Rückkehrrecht und jetzt wieder Studenten schulmeistern.

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