Wahl-O-Mat Brandenburg 2019

Beim „Wahl-O-Mat Brandenburg 2019“ habe ich folgende Übereinstimmung mit den elf antretenden Parteien erzielt (die man nun nach einem Rechtsstreit alle zugleich auswählen kann):

FDP 76,3 %

AfD 73,7 %

CDU 68,4 %

BVB/Freie Wähler 65,8 %

SPD 51,3 %

ÖDP 35,5 %

Piraten 31,6 %

Die Linke 26,3 %

Grüne/Bündnis 90 26,3 %

Tierschutzpartei 26,3 %

V-Partei3 23,7 %

Im Vergleich zum ‚Wahl-O-Mat Brandenburg […]‘ 2014 fällt auf, dass meine Übereinstimmung mit aktuell den ersten fünf Parteien gestiegen ist, während die sechs anderen stark abfallen. Nun empfehle ich die FDP zur Wahl, die im Landtag sinnvoller agieren dürfte als im EU-Parlament (siehe ‚Wahl-O-Mat zur EU-Wahl 2019‘), während die AfD in Brandenburg mit Andreas Kalbitz an der Spitze besonders illiberal und unwählbar ist.

64 Gedanken zu „Wahl-O-Mat Brandenburg 2019

  1. Wir brauchen eine öko-konservative Politik. Eine christlich-konservative Haltung ist wichtig. Zudem muss das Christentum theosophisch reformiert werden. Mehr dazu auf meiner Internetseite (bitte auf meinen Nick-Namen klicken).

    • „Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen;
      Und jeder geht zufrieden aus dem Haus“ ( Goethe, Faust. Eine Tragödie. Vorspiel auf dem Theater)

    • Täufer343: Ökologisch-konservativ könnte der rechte Flügel der ÖDP sein. Ideen zur Änderung/Rettung des Christentums erreichen mich etwa alle 3 Stunden. Für alle, bessere wie schlechtere, gilt: Das Christentum (allein in der BRD rund 45 Millionen Mitglieder) läßt nicht sich so umschalten wie eine Lampe. Unendliche Vielfalt, auch innerhalb organisatorisch einheitlicher Großkirchen, ist da und wird wohl noch zunehmen.

      • 45 Millionen Mitglieder. Davon mehr als 40 Millionen Karteileichen. Diese „Lampe“ ist längst erloschen, Herr Motte. Da braucht gar niemand mehr zu versuchen „umzuschalten“.

  2. 1.) Wahlalter 16? Dann aber auch die volle Strafmündigkeit! Nicht nur Rosinen picken!
    7.) Aufnahme Flüchtlinge aus Seenot? Sind das bessere Flüchtlinge?
    13.) Jagdverbot? Wie krank ist das? Menschen jagen seit Urzeiten!
    15.) Ausreisepflichtige abschieben? Ja was denn sonst? Sonst brauchen wir keine Gesetze!
    20.) Landwirte und Landwirtinnen, die klimaschonende Landwirtschaft…? Es schüttelt mich! Das ist eine linksgrüne Verhuntzung der Deutschen Spache!
    21.) Geflüchtete Lehrerinnen und Lehrer? Der Irrsinn geht weiter. Können die Deutsch? Teilen die unsere Werte? Mit Kopftuch?
    26.) Verfassungsschutz auflösen? Wollten Linke schon lange bevor es die AfD gab!
    28.) Massentierhaltung verbieten? Dann kostet die Bratwurst oder das Steak das 3- bis 4-fache. Fleisch nur für Reiche?
    30.) Bundeswehr-Info-Veranstaltungen an Schulen? Gab es immer. Was soll schlecht daran sein?
    36.) Besetzung Wahllisten abwechselnd Männer/Frauen? Wieder Quoten, wieder Vorschriften? Typisch linksgrüne Bevormundung!
    37.) Wölfe jagen? 150 Jahre gab es keine Wölfe in deutschen Wäldern. Sie haben uns nicht gefehlt. Im Gegensatz zu anderen Staaten nutzen wir den Wald als Freizeitoase für Familien, Jogger u.v.m.

    • Die meisten Punkte sollten für alle vernünftigen Menschen eigentlich Konsens sein. Dass Parteien mit dem Gegenteil Wahlkampf führen und dafür auch noch Zuspruch erhalten, gibt doch sehr zu denken.

  3. Die FDP, egal wo, steht nicht für Veränderung und notwendige Kurskorrekturen (z.B. in Migration, EU/ ESM, Ökoterror, EU, Zerstörung der Wirtschaft, Sicherheit und Heimat) sondern für ein „weiter so“ und vor allem Pöstchen und Mandate.

    Selbst in Ur-Liberalen Dingen, die nicht im bösen Verdacht „rechts“ zu sein stehen, hört man von den opportunistischen zeitgeistkuschenden Schönwetterpolitikern keinen Widerstand. Zum Beispiel bei dem grünen Kampf gegen das Auto im Allgmeinen und den Diesel im Speziellen: Wo ist dort der FDP-Widerstand? Man hört nahezu nichts. Ängstlich wird dem grünen Wahnsinn nachgegeben und hinterhergelaufen. Die Einzigen, die hier überhaupt noch Widerstand machen, ist die AfD. Und gerade in Flächenländern wie Brandenburg brauchen die Menschen, die oft pendeln, ein bezahlbares funktionierendes Auto. Die Wirtschaft hängt auch davon ab. Auch in anderen Dingen läuft die FDP dem Mainstream hinterher und macht bei allem Irrsinn mit: Mehr EU, Eurorettung, usw. Alles nicht „rechts“. Hier könnte die FDP doch Kontra geben und sich profilieren, zum Beispiel als Autofahrerpartei und Retterin des deutschen Sparers. Aber nichts. Man kuscht vor dem Zeitgeist und hat Angst davor nicht mehr im linken Medien-Mainstream en vogue zu sein. Die FDP ist vollkomen überflüssig, im Land wie im Bund. Das Fehlen der FDP im Bundestag hat man auch nicht gemerkt. Die Politik hat sich nicht geändert.

    Wenn Sie die AfD nicht öffentlich zumindest als das „kleinere Übel“ bewerben wollen, so wäre es doch im Sinne der notwendigen Kurskorrekturen besser Sie würden auf Nichtwahl oder das Ungültigmachen der Stimmen plädieren. Eine Wahlempfehlung für eine Altpartei, die zumindest partiell mitschuldig an der Misere ist und ansonsten nicht auffällt, hilft überhaupt nicht. Politk ist doch gerade dafür da, Alternativen anzubieten, sich zu unterscheiden und bei Fehlentwicklungen energischen Widerspruch zu leisten. Dies alles war doch auch Ihre ursprüngliche Kritik. Wenn Ihnen die AfD nicht „liberal“ und zu weit „rechts“ ist, bedeutet dies doch noch lange nicht zum „alles schön und gut“ zurückzukehren. Denn klar ist nämlich auch: Stimmen werden als Bestätigung am Wahlabend aufgefasst. Ich wüsste nicht, was es am Altparteien-Mainstram zu bestätigen gäbe. Allein diese Woche gab es doch schon wieder mehrere Morde. Und die FDP koaliert teilweise auch noch mit Grünen.

    Gefährlich ist in der Politk auch das vor allem im Westen das Traditionsdenken bei Parteien. Nostalgische Gefühle für Parteien haben in der Politik nichts verloren. Hier geht es nicht um „einmal Schalke, immer Schalke“. Wenn eine Partei schlechte Politik macht, mit Antideutschen Spnnern wie den Grünen koaliert und dem Ausverkauf der Freiheit, Sicherheit und Wirtschaft zusieht, gehört sie einfach nicht mehr gewählt. Das Parteien überhaupt so alt werden, führt doch erst zu dieser ganzen Selbstbedienungsmentalität und den ganzen Verkrustungen und Verfilzungen. Über Jahrzehnte sind die Deutschen, vor allem im Westen, eingelullt und von der Demomkratie entfernt worden.

    • Die AfD ist doch in Brandenburg längst nicht mehr das kleinere, sondern das größere Übel. Außerdem hat sie keine Chance aufs Mitregieren bzw. Verhindern einer links-grünen Regierung. Die EU- und vor allem Europolitik der FDP ist übel und im Bund macht Herr Lindner manchen Unsinn, doch die Landespolitik ist meist besser, zumindest solange die FDP nicht umfällt und entgegen ihrem Wahlversprechen mit den Grünen koaliert wie in Rheinland-Pfalz.

      • Der Flügel feiert Herrn Kalbitz bereits als „angehenden Ministerpräsidenten“ (auch so ein Fall von Realitätsverweigerung) und die FDP ist noch in jedem Bundesland umgefallen, wenn es irgendwo ein paar Pöstchen zu ergattern gab. Warum also nicht auch in Brandenburg?

        Aber da Sie nicht in Brandenburg wählen dürfen, müssen Sie sich in diesem Falle ja auch gar nicht mit der Wahl quälen.

      • Wer keine Wahlversprechen macht, kann sie auch nicht brechen. Ich kenne keine glaubwürdige empirische Untersuchung dazu, würde jedoch vermuten, dass das Mitregieren der FDP stets einen mäßigenden Einfluss hatte. Das gilt sogar im Bund, wenn Sie die schreckliche Zeit, als die FDP Frau Merkel unterstützte, mit den noch schrecklicheren Großen Koalitionen davor und vor allem danach vergleichen.

      • @Alexander Dilger 00:01

        Der Schrecken seit November 2005 ist durchgängig Angela Merkel, nicht die FDP. Dass Merkel überhaupt so lange regieren kann, ist der CDU zu „verdanken“, die sie „mangels Alternativen“ immer wieder aufstellt. Und natürlich dem gesamten Bundestag, in dem niemand den Mut zu haben scheint, endlich eine längst überfällige Begrenzung auf zwei Amtsperioden zu fordern.

      • Im Nachhinein wäre es im Bund vielleicht strategisch besser gewesen, mit den Grünen zu regieren, obwohl ich Herrn Lindners Entscheidung damals richtig fand. Dann müssten diese jetzt auch regieren und könnten nicht aus der Opposition heraus jedem Unsinn hinterherlaufen. Die Umfrageergebnisse wären dann sicher bei Weitem nicht so gut wie aktuell.

      • Die Entscheidung der FDP war seinerzeit richtig, sie kam nur zu spät. Die SPD hätte sich Frau Merkel ebenfalls verweigern müssen und bekommt jetzt die Quittung.

      • Die SPD ist ein unkoordinierter Haufen, der mit ähnlichen Problemen kämpft wie die AfD. Nämlich damit, dass die Idelogie der Antifa mit den Interessen klassischer Malocher ebensowenig unter einen Hut zu bringen sind, wie in der AfD die ihrem Führer ergebenen nationalen Bolschewisten nicht logisch denken können und den Vertretern des gesunden Menschenverstands geistig ganz einfach nicht zu folgen in der Lage sind. Im Unterschied zur AfD gibt es in der SPD aber unzählige Apparatschicks, denen jetzt nach Jahrzehnte dauerndem Parteibonzenfeudalismus die Felle davon schwimmen. Da diese Leute nie gelernt haben, eigenverantwortlich zu handeln, agieren sie jetzt völlig kopflos und manövrieren die SPD der 5%-Hürde und der Insolvenz entgegen. SPD habe fertig.

      • Ja interessant. Laut aktuellen Umfragen ist die SPD ja nur noch bei 12-12,5%. 2% hinter der AfD. Und das trotz der ganzen Medienrückendeckung. In Ostdeutschland jetzt bei den Wahlen ist die Differenz noch viel eklatanter.

        Dramatisch und tragisch für eine Partei, die sich über Jahrzehnte fast wie ein großes global opperierendes Unternehmen aufgestellt hat mit riesigen laufenden Kosten und unzähligen Posten- und Mandatsträgern sowie deren Angestellten. Alle bangen Sie um ihre hochdotierten Jobs für die beispiellose Schlechtleistung. Es wurde schon vor fast einem Jahr darauf hingewiesen, dass die SPD von ihrer ganzen Aufstellung auf die Einnahmen und parlamentarische Verankerung einer bundesweiten 30-40%-Partei angewiesen ist. Jetzt stehen sie bei 12, 13%. Lange geht das natürlich nicht mehr gut. Der riesige Glas-Protzbau der SPD-Parteizentrale bedeutet auch laufende Kosten. Nach außen ist es sogar noch relativ ruhig, ich wette hinter den Kulissen fliegen die Fetzen. Die Medien treten das nur nicht so genüßlich skandalisierend breit, wie bei der AfD. Mittlerweile geht es ja dort gar nicht mehr um Direktmandate. Da wird heftig um den 7,8 Listenplatz gestritten und gerungen.

        Und natürlich geht es Gabriel und den paar Anderen auch nicht um ernstgemeinte Kritik am Kurs der Vergangenheit. Es ist reiner Opportunismus, der sie treibt. Die wissen genau, wo viele ihrer Wähler hin abgewandert sind: Nämlich zum nicht ganz geringen Teil zur AfD. Man sieht also, dass die Existenz der AfD auch in der Oppsosition bereits einiges in Bewegung setzt. Dennoch denke ich nicht, dass diese sich in der SPD durchsetzten werden, auch wenn jetzt sogar einer von einer Koalition mit der AfD gesprochen hat. Die linksradikalen Antifafreunde haben bei der SPD das Ruder fest in der Hand.

        Natürlich war die SPD nicht immer so wie sie heute ist. Viele Linke aus der Vergangenheit, Ernst Thälmann (KPD), Rudi Dutschke, Altkanzler Schmidt waren erstaunlich positiv und aufgeschlossen gegenüber der Deutschen Nation. Da gibt es Zitate, die würde man heute nicht mehr im linken Spektrum hören.

        Hier ein paar Zitate von Rudi Dutschke, in denen er sich gravierend von Claudia Roth oder einer Jutta Ditfurth (ja ich weiß, beide Grüne), aber auch heutigen SPDlern unterscheidet:

        „Der Faschismus ist weg, warum wird Deutschland nun auch noch gespalten?“[152] Seine Weigerung, Wehrdienst in der Nationalen Volksarmee zu leisten, begründete er 1957 auch damit, dass er nicht auf Landsleute schießen wollte.[153] 1968 erklärte er dazu: „Ich bekannte mich zur Wiedervereinigung, bekannte mich zum Sozialismus, wie er betrieben wurde, und sprach mich gegen den Eintritt in die Nationale Volksarmee aus. Ich war nicht bereit in einer Armee zu dienen, die die Pflicht haben könnte, auf eine andere deutsche Armee zu schießen, in einer Bürgerkriegsarmee, und zwar in zwei deutschen Staaten, ohne wirkliche Selbständigkeit auf beiden Seiten, das lehnte ich ab.“ „Unter solchen Bedingungen fängt der linke Deutsche an, sich mit allem möglichen zu identifizieren, aber einen Grundzug des kommunistischen Manifestes zu ignorieren: Der Klassenkampf ist international, in seiner Form aber national.“

      • Auch ich bin schon sehr gespannt, wann der SPD-Moloch Insolvenz anmelden muss und ob er dann als „systemrelevant“ eingestuft und vom Steuerzahler „gerettet“ werden muss.

      • @Alexander Dilger 00:12

        Ja, wie jede Partei. Und vermutlich konnte sie über die lange Zeit ihres Bestehens auch genügend Rücklagen bilden, um ihren Personalapparat noch einige Zeit mitzuschleppen. Unlukrative Verlagsbeteiligungen mit schwindenden Auflagen kann sie ja ggf. abstoßen. Aber irgendwann gehen auch im Willy-Brandt-Haus die Lichter aus. Und das ist gut so.

      • Gerade wenn man von der Politik lebt oder sogar leben muss, würde man doch klügere Entscheidungen erwarten. Ich vermute aber, dass in der SPD die innerparteilichen Machtkämpfe immer noch für wichtiger genommen werden als der Existenzkampf der ganzen Partei.

      • @Alexander Dilger 00:03
        „Ich vermute aber, dass in der SPD die innerparteilichen Machtkämpfe immer noch für wichtiger genommen werden als der Existenzkampf der ganzen Partei.“

        Das vermute ich auch.

        Außenwahrnehmung?
        Selbstreflektion?
        Totale Fehlanzeige.

        In der ach so sozialen SPD geht es schon lange nur um die eigenen Pfründe.

      • Herrn Tönnies einfache Darstellung eines nur scheinbar komplexen Sachverhalts trifft doch völlig ins Schwarze. Nachweislich schnellen neun Monate nach einem Stromausfall selbst in westlichen Metropolen wie New York die Geburtenraten in die Höhe. Und zwar nicht nur bei Afro-Amerikanern. Seine Anmerkung ist nur der Umkehrschluss.

        Was bitteschön ist daran „rassistisch“ ?

      • @Alexander Dilger 00:30

        Das hat nichts mehr mit „Politischer Korrektheit“ zu tun, sondern ist längst Meinungsgeißelung.

      • Josef Fischer

        „Ist es Zufall, dass Sie ausgerechnet Schalke in Ihrer Redewendung
        verwenden?!“

        Ja das mit Schalke ist Zufall. Ich wollte als Beispiel einfach nur einen traditionsreichen Fußballclub heranführen und habe dann mit „einmal Schalke, immer Schalke“ eine typische Redewendung aufgegriffen, mit der salopp eine generationenübergreifende stoische Anhängerschaft begründet wird. Quasi ohne jegliche richtige Begründung.

        Was in sportlichen oder traditionellen Dingen in Ordnung, oder nicht weiter von Bedeutung ist, ist natürlich im Bereich des Wahlverhaltens in der Politik dumm und sogar gefährlich. Es zeigt auch die Begrenztheit und Naivität der Menschen auf, denn eine Partei sollte eben gerade nicht auf Grund ihrer vermeintlich guten, oder tasächlich guten Vergangenheit gewählt werden, sondern glasklar nach deren aktueller Politik beurteilt werden. Wie ich schon schrieb hat das Jahrzehnte währende Dahinwabern der westdeustchen Altparteienpolitk zu Verfilzung, Selbstbedienungsmentalität, Entdemokratisierung und Einlullung großer teile der westdeutschen Wähler geführt. Den Menschen ist das betreute Denken und der enge Korridor zulässiger Meinungen über einen langen Zeitraum des westdeutschen Blockflötenparteientums regelrecht eingeimpft worden. Das Einstehen für echte direkte Demokratie und tatsächliche Deutsche (nicht ausländische) Interessen ist vielen gar nicht mehr begreiflich, da es in dem schmalen praktisch deckungsgleichen Politikbereich der Altparteien und Altmedien auch gar nicht thematisiert wird – weil eben nicht vorgesehen.

        Die Menschen müssen sich eben frei machen und von den Narrativen, vermeintlichen Autoritäten und daraus resultierend schmalspurigen Denkens des Altparteien/ Altmedienkartells emanzipieren. Nicht das was am meisten beworben wird ist auch automatisch richtig. So habe ich mich auch ab 2010/ 2011 zunehmend von dem betreuten Denken, dem erlaubten schmalen Korridor zulässiger Meinungen sowie dem Urteil der Altmedien über nicht genehme Parteien befreit. Ich habe mir dann fortan selbst meine Meinung zu Politik und Parteien gebildet und selbst recherchiert.

      • Die lebenslangen oder gar generationenübergreifenden Parteibindungen sind doch in Auflösung begriffen. Das geht nicht von heute auf morgen, doch die traditionsreiche SPD könnte bald untergehen und die besonders treuen Wähler der CDU kommen nicht zurück, wenn sie einmal merken, was Frau Merkel da für eine Politik als christdemokratisch verkauft. Am stärksten im Aufwind sind gerade die relativ jungen Grünen und auch die AfD, deren Wähler auch nicht so genau hinschauen. Es ist immer gut, sich eine eigene Meinung zu bilden, doch manchmal ist diese doch nur unbemerkt von anderen übernommen worden. Zu den hiesigen Massenmedien gibt es jetzt viele Alternativen.

      • @Patriot
        „Den Menschen ist das betreute Denken und der enge Korridor zulässiger Meinungen über einen langen Zeitraum des westdeutschen Blockflötenparteientums regelrecht eingeimpft worden.“

        Es ist wohl ihrem jungen Alter geschuldet, dass Sie nicht zu wissen scheinen, dass betreutes Denken eher die Spezialität der DDR war und nicht der BRD bis 1989.

        Und als „Blockflötenparteien“ bezeichnete man die Alibiparteien der Ex-DDR, die der SED als Beiboote in ihrem „Kampf gegen den Faschismus“ zur Seite gestellt wurden, um den Bürgern der DDR eine gewisse Meinungsvielfalt vorzugaukeln (siehe z.B. http://www.zeitklicks.de/ddr/zeitklicks/zeit/das-system/das-politische-system/parteien-in-der-ddr/ oder https://www.radio-utopie.de/2009/09/19/lanfontaine-alte-ddr-blockflotenparteien-und-frau-merkel/). Mit der Parteienlandschaft der BRD bis 1989 hat dieser Begriff nichts zu tun.

      • Völlig richtig. Es ist klar, dass das enorme Bevölkerungswachstum in Afrika eines der größten aktuellen Probleme der Erde ist. CT schlägt ein humanes und innovatives Verfahren vor, dieses Problem zu lösen. Trotzdem ist er in der deutschen Mainstream-Öffentlichkeit nun ein „Outsider“.

      • Der Deutsche Michel braucht eben leider etwas länger, um einfache Zusammenhhänge zu begreifen und lässt sich in der Zeit, bis der Groschen endlich gefallen ist, gerne von sozialistischen Ideologen ein X für ein U vor machen. Würde deutschen Haushalten ganz einfach drei oder vier mal in der Woche ab 19 Uhr Strom, Internet und Mobilfunk abgestellt, wäre das hierzulande bestehende demographische Problem im Übrigen auch ziemlich schnell gelöst.

      • @ 300sel

        „@Patriot
        „Den Menschen ist das betreute Denken und der enge Korridor zulässiger Meinungen über einen langen Zeitraum des westdeutschen Blockflötenparteientums regelrecht eingeimpft worden.“

        Es ist wohl ihrem jungen Alter geschuldet, dass Sie nicht zu wissen scheinen, dass betreutes Denken eher die Spezialität der DDR war und nicht der BRD bis 1989.

        Und als „Blockflötenparteien“ bezeichnete man die Alibiparteien der Ex-DDR, die der SED als Beiboote in ihrem „Kampf gegen den Faschismus“ zur Seite gestellt wurden, um den Bürgern der DDR eine gewisse Meinungsvielfalt vorzugaukeln (siehe z.B. http://www.zeitklicks.de/ddr/zeitklicks/zeit/das-system/das-politische-system/parteien-in-der-ddr/ oder https://www.radio-utopie.de/2009/09/19/lanfontaine-alte-ddr-blockflotenparteien-und-frau-merkel/). Mit der Parteienlandschaft der BRD bis 1989 hat dieser Begriff nichts zu tun.“

        Na ja, also ganz so jung bin ich mit 34 Jahren nun auch nicht mehr. Ich war mit 5 Jahren natürlich noch sehr jung, als die Mauer fiel. Natürlich kann ich mich an die Zeit der Teilung qua meines Alters nicht wirklich selbst erinnern. Mir geht es doch auch gar nicht um eine Beschönigung der DDR. So etwas liegt mir doch völlig fern. Bei meiner grundsätzlichen Kritik geht es doch nur darum, dass es schon in den Zeiten der westdeutschen BRD massive Fehlentwicklungen gab, die damals nur noch nicht so ins Gewicht fielen, die aber heute eine Mitursache für viele Probleme sind (z.B. gescheiterte Integration). Ich sehe also retrospektiv den Zustand der damaligen westdeutschen Parteien- und Medienlandschaft bereits als ein großes Übel, dessen Auswirkungen sich heute (durch Merkel nur noch verschlimmert) negativ zeigen. Mir ist auch klar, dass dies alles mit der Zeit nach 1945 zusammenhängt. Auf die Gründung der DPA und überhaupt unserer Parteien- und Medienlandschaft sowie die Installierung unseres Verfassungsschutzes hatten ja die West-Alliierten (nachvollziehbarerweise) erheblichen Einfluss. Hinzu kommt auch noch, dass wir ja auch noch bis zur Wiedervereinigung de facto erpressbar waren und nie einen richtigen Friedensvertrag bekamen. Die Implementierung unserer Parteien- und Medienlandschaft und das Fehlen der Direkten Demokratie waren also tonangebend für den Verlauf der Politik unseres Landes…Damit ich nicht falsch verstanden werde: Ich bin für die Parteiendemokratie, aber es wurden Fehler gemacht (z.B. zu hohe Machtkonzentration, zu geringe Einflussnahme, keine direkte Demokratie).

        Aber Sie können doch nicht abstreiten, dass es eben auf Grund der einseitigen abhängigen Schulbildung sowie Parteien- und Medienlandschaft eben sehr wohl eine Aberziehung selbstständigen Denkens gab.

        Mir ist schon bewusst, dass der Begriff „Blockflötenparteien“ auf die Alibiparteien der DDR zurückgeht. Ich hatte ihn bewusst etwas zuspitzend auch auf die hiesigen Altparteien in der BRD gemünzt, da auch hier, wenn auch zugegeben nicht im selben Ausmaß, eine richtige Opposition in den wesentlichen relevanten Bereichen (Euroeinführung, Ever closer union, Rückführung der Asylanten, souveränere Außenpolitik, etc) nicht gegeben war.

      • Lieber Patriot,

        wenn Sie hier im Blog nicht schon mehrmals betont hätten, dass Sie in den alten Bundesländern aufgewachsen sind, also „Wessi“ sind, könnte man fast glauben, Sie seien der Propagandaminister der Ex-DDR.

        Alles was Sie über „Westmedien“, westliche „Altparteien“ und die Geschichte der alten BRD schreiben, trifft de facto in etwa auf die DDR zu, nicht auf die alte BRD. Ich glaube, ich bin im falschen Film!

        Es stimmt zwar, dass Genehmigungen zur Herausgabe von Tageszeitungen nach den Zweiten Weltkrieg durch die Alliierten sehr gezielt an unverdächtig bzw. eher links erscheinende Verleger vergeben wurden, aber der Rest Ihrer Ausführen beschreibt die Zustände der seinerzeitigen DDR, nicht der BRD bis 1989.

        Haben Sie sich jemals mit der Medienlandschaft der ehemaligen DDR befasst?
        Oder mit ihren Parteien?

        Das sollten Sie vielleicht erst einmal tun, bevor Sie weiter BRD alt und DDR 1.0 verwechseln.

      • Die Wahrheit liegt wohl auch hier in der Mitte. Auch in der alten Bundesrepublik war nicht alles großartig, aber doch vieles besser als heute, während die DDR noch viel schlimmer war.

      • Ich sehe es nicht als Pflicht der Alt-Bundesbürger an, sich den Verhältnissen der Ex-DDR anzupassen und sich diese ungefragt überstülpen zu lassen. Genau das läuft aber seit knapp dreißig Jahren in Deutschland ab.

  4. Bei mir:
    FDP 77,9
    CDU 66,3
    AfD 60,6

    Kommt die FDP in den Landtag, verringert sich die Chance auf eine rein „linke“ Koalition.
    Im übrigen erneut gesagt: Eine liberaldemokratische Partei mit Aussichten gibt es nicht. Liste Dilger fänd ich gut!

  5. Sie haben sicher in einigen Punkten recht. Aber, Jagen muss erlaubt sein, weil die Menschheit es schon immer gemacht hat? Ernsthaft? Entweder das Jagen erfüllt einen höherrangigen Zweck oder man hat es gefälligst zu unterlassen, Lebewesen zu töten. Dasselbe gilt bei der Massentierhaltung. Man quält Lebewesen nicht grundlos. Da einzuschreiten, ist sehr wohl Aufgabe des Gesetzgebers, das hat nichts mit dem von Ihnen völlig überstrapazierten „links-grün“ zu tun. Und ein ausreichender Grund ist sicher nicht, dass das Fleisch möglichst billig bleiben muss.

    • @Röbi

      Der vermeintliche Zusammenhang zwischen Jagen und billigem Fleisch erschließt sich mir nicht. Billiges Fleisch stammt aus der Massentierhaltung, nicht aus der Jagd.

      Verblendeten Ideologen und „Tierschützern“ oftmals archaisch anmutende Gebräuche wie die Jagd oder der Stierkampf haben nicht das Geringste mit der Tierquälerei durch Massentierhaltung gemein. In beiden vorgenannten Fällen führen die erlegten Tiere – ganz im Gegensatz zur industriellen Massentierhaltung – ein ausgesprochen artgerechtes Leben.

      • Mein Kommentar bezog sich auf die Aufzählung von francomacorisano. Es hat nur technisch nicht geklappt, direkt am Ausgangs-Post zu stehen.

        Es sind 2 verschiedene Punkte. Ich lehne das Argument ab, Jagen müsse erlaubt sein, weil die Menschheit es bereits seit Jahrtausenden praktiziere. M. E. muss es andere Argumente geben, die dafür sprechen. Tiere nur aus Spaß abzuschießen, reicht aus meiner Sicht nicht. Regulierung kann ein Grund sein, das müsste aber substanziiert werden. francomacorisanos „Argument“ kann ich nicht nachvollziehen.

        Der zweite – davon unabhängige – Punkt ist die Massentierhaltung. Nur dass jeder sich Fleisch leisten kann, ist m. E. kein ausreichender Grund, Tiere zusammenzupferchen.

      • Eben. Wer Fleisch essen möchte, der soll es sich erarbeiten. Zum Beispiel, in dem er es vom Jäger bzw. Rinderfarmer direkt kauft oder selbst jagt. Das ist nachhhaltig. Massentierhaltung, damit sich auch jeder staatlich alimentierte Nichtstuer täglich Fleisch leisten kann, ist hingegen nicht nachhhaltig.

      • Dass sich bei uns jeder Fleisch leisten kann, ist eine echte Errungenschaft. Ob es auch noch besonders billig sein muss, ist eine andere Frage.

      • @Alexander Dilger 00:18

        Gesundheitlich gesehen ist das eher keine so große Errungenschaft. Insbesondere, wenn man sich die Qualität von Billigfleisch und Fleischprodukten so ansieht, die durch diese „Errungenschaft“ in den Mägen derer landet, die sich nichts Besseres leisten können oder wollen. Nirgendwo anders auf der Welt, außer in den USA, würde so ein Fraß akzeptiert, wie ihn deutsche Supermärkte ihren Kunden verkaufen. Nicht einmal mehr in Teilen des ehemaligen Ostblocks.

      • @ Röbi
        Warum wollen Sie andere Menschen belehren, bzw. etwas verbieten, nur weil es Ihnen und Ihrer Weltanschauung nicht gefällt???

        Es ist doch jedem ganz persönlich überlassen, ob er auf die Jagd geht (wenn er es sich denn leisten kann), Fleisch aus Massentierhaltung kauft oder freiwillig auf Fleisch verzichtet! Liberal (ich mag das Wort nicht, weil es im Englischen „links“ bedeutet und ich daher lieber von „freiheitlich“ rede) heißt doch, dass jeder das so macht, wie er es richtig findet und eben NICHT, dass der Staat das bestimmt…!

      • Liberal hat im Englischen dieselbe Bedeutung wie bei uns, nur in den USA hat es eine parteipolitische Bedeutungsverschiebung gegeben.

        Mir fällt auf, wie sich jetzt hierzulande alle möglichen Leute zu Linksliberalen erklären, die vor allem links sind, aber keineswegs liberal. Sozialdemokratisch hört sich vielleicht nicht mehr cool an, doch selbst die grüne Verbotspartei will sich als linksliberal verkaufen.

      • @francomacorisano

        Hinsichtlich des Jagens habe ich nur gesagt, dass mir das Argument zu kurz greift, dass etwas richtig ist, nur weil es bereits lange praktiziert wird. Mir persönlich ist Jagd aus reiner Tötungslust in der Tat zuwider und ich halte das auch für unmoralisch.

        Die Freiheit einer Person endet dort, wo die Rechte anderer (dazu zähle ich hier alle fühlenden Lebewesen) ohne ausreichende Rechtfertigung übermäßig beeinträchtigt werden. Massentierhaltung beeinträchtigt das Recht der Tiere auf ein schmerzfreies Leben. Und wenn der einzige Grund ist, dass man billiges Fleisch für alle haben möchte, steht das für mich in keiner Relation. Und ja, an irgendeinem Punkt muss man dann auch mit Verboten arbeiten. Ich bin weit entfernt von den Grünen, die alles und jedes Verhalten, das ihnen nicht gefällt, verbieten wollen. Von mir aus kann sich auch jeder selbst schaden, so viel er möchte (obwohl auch das in einer Solidargemeinschaft Grenzen haben muss). Aber Verhalten, das anderen ohne ausreichende Rechtfertigung schadet, muss irgendwann auch verboten werden. Und m. E. ist das bei Massentierhaltung der Fall.

      • Menschen und Tiere stehen nicht auf der gleichen Stufe und auch zwischen den Tieren gibt es relevante Unterschiede. Tierquälerei ist abzulehnen und manche Formen der Massentierhaltung und Schlachtung fallen darunter, aber nicht alle.

    • Es wird doch nicht nur zum Spass oder gar aus Lust am Quälen und Töten von Tieren gejagt. Früher war es lebenswichtig für die Menschen und auch heute erfüllt es noch wichtige Funktionen zur Regulation von Tierpopulationen.

      Die Massentierhaltung erfolgt doch auch nicht grundlos, sondern zur Versorgung mit Fleisch, Milch, Eiern und anderen tierischen Produkten. Dass diese günstig sein sollen, ist doch nicht verwerflich, wobei es nicht jede Tierquälerei rechtfertigt. Dabei wird doch gerade in Deutschland schon viel reguliert, was aber wie üblich nicht optimal funktioniert. Viele Regeln sind zweifelhaft und es mangelt an geeigneter Überwachung. Auch freiwillige Lösungen müssen übrigens überwacht werden, damit nicht z. B. Eier aus der Käfighaltung teuer als Bioeier verkauft werden.

      • So ist es. Wie gesagt, hinsichtlich des Jagens lehne ich nur das schlichte Arcument ab, es sei schon deshalb zu befürworten, weil die Menschheit ws schon immer macht. Es gibt überzeugendere Gründe.

        Bei der Massentierhaltung ist für mich entscheidend, was „hinten rauskommt“. Tierquälerei für möglichst billiges Fleisch geht gar nicht. Soweit sollten wir heute sein.

      • Dase etwas schon immer so gemacht wurde, ist als alleiniges Argument nicht überzeugend, doch in der Regel gibt es Gründe dafür, wenn viele Menschen etwas schon sehr lange machen, so auch beim Jagen.

      • Die Jagd dient heute in der Tat der Begrenzung von Wildbeständen, damit Wald und Felder nicht unnötig geschädigt werden. Wenn ein paar Multimilionäre aus „Spaß am Töten“ jagen, verteidige ich das nicht.

        Wie Prof. Dilger ganz richtig sagt, ist es völlig falsch, Menschen und Tiere auf eine rechtliche Stufe zu stellen. Das heißt nicht, dass man Tiere unnötig quälen muss, bzw. darf. Aber es ist Illusion zu glauben, man könnte 82 Millionen Deutsche mit Eiern versorgen, die von Hühnern stammen, die im Bauernhof auf dem Misthaufen picken. Auch mit einer Tierhaltung wie vor 50 Jahren können wir den heutigen Markt nicht bedienen, zumal kleine Bauernhöfe sich heute leider nicht mehr rentieren. Hinzu kommt, dass man in unseren Breiten Nutzvieh gar nicht ganzjährig draußen halten kann.

        Ich habe aber nie verstanden, wie es wirtschaftlich Sinn machen kann, z. Bsp. lebende Schweine von Portugal nach Schweden zu transportieren. Hier müsste wahrscheinlich der EU- Subventionsdschungel gelichtet werden, der völlig falsche Anreize gibt…!

  6. Hab das auch mal eben durchgeklickt…ohne die Fragen zu gewichten. Interessant für mich, dass die Parteien mit der höchsten Zustimmung bei mir knapp unter 60 (Piraten, ÖDP, CDU) und die mit der geringsten bei immerhin noch über 46 liegen (V-Partei, AfD, Linke; bei Einbeziehung aller 11 Parteien). Grund ist aber wohl eher nicht die Ähnlichkeit der Parteien untereinander, sondern wohl eher, dass sich meine Überzeugungen in Einzelfragen zunehmend individualisieren und in mancher Hinsicht wohl als links, in anderer Hinsicht als rechts bezeichnen ließen und in einer immer zerklüfteteren politischen Landschaften nicht mehr auf ein oder zwei Dimensionen reduzieren lassen. Wäre spannend zu erfahren, wie viele Leute so „ticken“ wie ich

      • Die aber auch von der AfD nicht gelebt wird. Die Grünen haben viel direktdemokratischer angefangen, wovon nichts geblieben ist.

      • Das stimmt so nicht. Die innerparteiliche Demokratie ist aber dann zum Scheitern verurteilt, wenn sie nur von wenigen genutzt bzw. zur Omnibusdemokratie umgewandelt wird (wie in der AfD leider häufig der Fall).

        Ich bin aber ohnehin der Meinung, dass eine qualifizierte Demokratie zu besseren Ergebnissen führen würde als eine unqualifizierte Demokratie es kann. Jedes System, in dem eine Mehrheit wahlberechtigter Nettoleistungsempfänger (= Steuer- und Abgabenkonsumenten) die zahlende Minderheit der Nettoleistungsträger „demokratisch“ dominiert und nach Belieben ausbeutet, ist nämlich früher oder später zum Scheitern durch Stillstand (siehe DDR 1.0) oder Wegzug (siehe Brain Drain Deutschland heute) verurteilt. Das liegt nun einmal in der Natur der Sache, wird aber von der Mehrheit der tumb Empfangenden schon aus rein egoistischen Gründen nicht einmal der Ursache nach erkannt. Daher halte ich es auch bezüglich des Wahlrechts lieber mit F.A. Hayek.

  7. Ich halte mich für wirtschaftsliberal und wertekonservativ und erhalte für
    CDU und AfD 71,1%
    FDP 68,4 %
    Freie Wähler 60,5 %
    alles andere unter 60 %

    • Martin Reichert/Prof. Dilger : Sie, Martin Reichert, definieren sich ja verständlich. Sie, Prof. Dilger, verweisen auf die absurden Mißbräuche des Begriffs „Linksliberal“ (auch von „Liberal“) hin. Martin Reichert: Religiös und sonst persönlich halte ich mich für „konservativ“, will aber dem Staat keinesfalls das Recht geben, meine Werte durchzusetzen. Das hielte ich für freiheitsfeindliches Unrecht und zudem (auch für mich) für gefährlich: Wer dem Staat das Recht zubilligt, Werte durchzusetzen, riskiert, daß der Staat andere als die eigenen Werte durchsetzt, ja die eigenen Werte unterdrückt. Die Gestaltung der ehelichen Verhältnisse etwa geht (freiheitsvernichtende Extremfälle ausgenommen) nur das Ehepaar Motte etwas an, der Staat darf da weder zugunsten biblisch-konservativer Werte noch zugunsten „emanzipatorischer“ eingreifen. Insofern bin ich nicht „wertekonservativ“, sondern allumfassend liberal.

      • Als Liberale wollen wir schon, dass der Staat liberale Grundwerte durchsetzt und die Freiheit der Individuen verteidigt statt einschränkt. Unsere Werte sind jedoch zweistufig: Wir wollen Freiheit und Rechtsstaatlichkeit, ohne anderen vorzuschreiben, was sie mit ihrer Freiheit und ihren Rechten anfangen.

  8. SEL300: Ich bin überfordert, auch nur halbwegs stimmende Schätzungen über den Glauben und das Engagement von 44 Millionen Großkirchlern zu liefern. Viel Vielfalt gibt es da auch bei denen, die mehr oder eben weniger (Vielfalt eben) Karteileichen sind – ja sogar bei Ausgetretenen. Aber gerade auch unter höchst Engagierten findet sich Vielfalt der religiösen und politischen Meinungen. Eine Woche Lektüre des katholisch-konservativen Internetdienstes Kathnet oder dessen evangelischen Gegenstücks Idea zeigte das überdeutlich. Die Lampe Christentum (Sie haben recht) ist sicher teilweise erloschen oder leuchtet mehr oder weniger schwach. Aber auch da, wo sie leuchtet, leuchtet sie teils in sehr verschiedene Richtungen, ein weiterer Grund zur strikten Trennung von Staat und Religion/Religionslosigkeit/Weltanschauung. Sonst kämpfen wir ständig darum, welche Minderheit der Staat unterdrückt !

    • Bei der Forderung nach strikter Trennung von Staat und Rerligion bin ich bei Ihnen, Herr Motte. Das sollte m.E. auch für die Namensgebung politischer Parteien gelten.

      • 300 sel: Meine Forderung nach Trennung von Kirche und Staat ist eine politische Forderung, das heißt eine, bei der ich fordere, daß der Staat sie mit Gewalt durchsetzt. Meine Forderung, Parteien sollten keine religiösen Namen tragen, ist dagegen eine unpolitische, das heißt eine Forderung, bei der ich fordere, daß der Staat sie gerade nicht gewaltsam durchsetzt, sondern mit Gewalt durchsetzt, daß eine Partei meine Forderung ablehnen darf. Das nur (!) zu meiner Position. Ich unterstelle Ihnen damit in gar keiner Weise irgendeine Position.

  9. Wie falsch Wahlomat orientieren kann, zeigt der aktuelle Wahlomat Sachsen: Bei mir kommen die Grünen auf 16, 7, die Linke auf 17,6, die SPD auf 33,3, die besonders nordkoreatreue KPD (nicht: DKP) auf 38,2. Ich wählte aber die KPD zuallerletzt und die Grünen eher als Die Linke.

    • Interessanterweise kommen bei mir diese Parteien größtenteils (bis auf die SPD) auf höhere Werte bei ähnlicher Reihenfolge (Grüne vor Linke, siehe ‚Wahl-O-Mat Sachsen 2019‘). Alle Werte unter 50 Prozent bedeuten jedoch, dass die Differenzen größer sind als die Übereinstimmung, weshalb man nicht zu viel hineininterpretieren sollte. Auch bei höherer Übereinstimmung, z. B. mit rechtsradikalen Parteien, hat das keine übermäßige Bedeutung, weil die wirklich entscheidenden Grundwerte gar nicht abgefragt werden. Bei dieser konkreten Landtagswahl würde ich übrigens eher die KPD als die Grünen wählen, weil erstere eine bedeutungslose Splitterpartei ist und die Grünen real illiberale Politik betreiben.

  10. Pingback: Wahl-O-Mat Sachsen 2019 | Alexander Dilger

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