Bundesregierung will Verbündeten nicht helfen

Die „USA bitten Deutschland um Unterstützung“, und zwar ganz offiziell zur „Sicherung des Handelsverkehrs durch die Straße von Hormus“, wo der Iran erst kürzlich einen britischen Öltanker kaperte und schon vorher Schiffe beschädigte und eine amerikanische Drohne abschoss (siehe ‚USA ganz dicht vor Iran-Krieg‘).

Bundesaußenminister Heiko „Maas erteilt US-Marinemission eine Absage“. In der Sache halte ich das für richtig, nicht aber in der Form und Begründung. Die USA sorgen für unsere Verteidigung, sowohl hier in Europa als auch weltweit. Also darf man sie nicht ständig vor den Kopf stoßen. Herr Maas spricht sich für Diplomatie aus, die er den USA abspricht, während er die Mullahs hofiert, die ihm näher scheinen als unsere westlichen Freunde und Verbündeten, seien es die USA oder UK.

Die ‚Bundeswehr soll sich wieder der Verteidigung widmen‘, und zwar hier in Deutschland und Europa, nicht weltweit. Dazu muss die Bundesregierung endlich ihre Zusagen an die NATO erfüllen. Wenn man sich nie auf Auslandseinsätze eingelassen hätte, würde sie auch niemand von Deutschland fordern. Jetzt muss man sich entschuldigen und einen eigenen Beitrag anderswo anbieten, nicht aber den eigenen Verbündeten in den Rücken fallen. „London sucht Nähe der USA – statt Europas“ inzwischen, weil insbesondere auf Deutschland kein Verlass ist.

5 Gedanken zu „Bundesregierung will Verbündeten nicht helfen

  1. Maas ist als Außenminister eine totale Fehlbesetzung, allerdings wurd er da von Altmaier als Wirtschaftsminister an Unfähigkeit noch übertroffen.

    Deutschland muss in der Tat endlich seine NATO-Verpflichtungen erfüllen. Aber in Afghanistan hat die Bundeswehr nichts mehr zu suchen, in Mali auch nicht, so lange dort nicht die Routen der Flüchtlings-Mafia gestoppt werden und im Persischen Golf schon gar nichts!!!

  2. Es gab gerade einen Handelsabschluss,der beinhaltet,dass wir jetzt 3500 Tonnen amerikanischer Bullen essen können. Damit steht das Thema „Hormus“ nicht mehr zur Debatte.

    • Es geht um 35.000 Tonnen Rindfleisch, deren jährliche Einfuhr aus den USA die EU jetzt erlauben will. Leider haben wir Verbraucher nur wenig davon, weil das Gesamtkontingent von 45.000 Tonnen nicht geändert werden soll, sondern nur darin eine Umverteilung stattfinden kann. Dabei wird niemand gezwungen, Fleisch aus den USA zu kaufen. Wir bekommen jetzt nur ein etwas größeres Recht dazu, welches uns ohne hinreichenden Grund beschränkt wird.

  3. Die Facts: Die Bundesrepublik bezieht aus dem Arabischen Golf durch die Straße von Hormuz etwa ein Achzigstel ihres Ölbedarfs, etwas mehr, als wir aus Nigeria beziehen. Hauptlieferant unseres Öls mit fast 50% ist Russland, das uns auch absolut zuverlässig mit 80% unseres Erdgases beliefert.
    Deutschland kann daher überhaupt kein Interesse an militärischen Maßnahmen an der Straße von Hormuz haben. Die Fahrrinne für Großtanker ist ohnehin nur 400-600 m breit und lässt sich durch Versenken eines Großtankers sperren.
    China und Indien sowie der gesamte ostasiatische Raum incl. Japan beziehen nahezu 100 % ihres Öls durch die Straße von Hormuz – – – und verhalten sich merkwürdig still.
    Besonders pikant: Deng Xiau Ping hat die Bodenschiffsraketen vom Typ Seidenraupe an Iran geliefert, die nun die Straße von Hormuz bedrohen.

    • Herr Konorza, es ging darum, dass Deutschland die Bitte der USA zur militärischen Hilfe am Hormuz ablehnt. Die Repressalien der USA gegenüber Deutschland sind somit gemildert,da die amerikanischen Farmer durch Trump jetzt 3500 Tonnen Fleisch nach Deutschland exportieren können. Mein Text enthielt auch einen kleinen Teil Sarkasmus.

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