USA ganz dicht vor Iran-Krieg

Erst gestern meinte ich in diesem Kommentar, dass Kriege objektiv viel gefährlicher sind als der menschliche Beitrag zum sich stets wandelnden Klima. Letzte Nacht stand dann die Welt unmittelbar vor einem neuen Krieg, konkret zwischen den USA und dem Iran. Der Iran hatte eine unbemannte US-Drohne abgeschossen, laut eigenen Angaben über seinem eigenem Seegebiet, was erlaubt wäre, doch gemäß den USA illegal über internationalen Gewässern. Ein militärischer Gegenschlag gegen Radar- und Raketenstellungen wurde vorbereitet und von US-Präsident Donald Trump wohl erst zehn Minuten vor der Ausführung abgesagt. Angeblich erschien ihm die Zahl von vermuteten 150 Toten auf iranischer Seite zu hoch als Vergeltung für den Abschuss einer unbemannten Drohne. Das wäre vernünftig und moralisch richtig. „Die Wahrheit hinter Trumps Zögern beim Iran-Angriff“ könnte eine andere sein, nämlich dass er keinen neuen Krieg anfangen will, was ebenfalls vernünftig und moralisch richtig wäre.

Das schließt aber nicht aus, dass es nicht doch noch zum Krieg kommt. US-Präsident ‚Trump st[ieg] aus dem Iran-Atomabkommen aus‘, weil es ihm nicht hinreichend den Bau iranischer Atombomben zu verhindern schien, die durch seinen Ausstieg jedoch noch deutlich eher gebaut werden dürften, zumal sich inzwischen auch der Iran nicht mehr an das Abkommen gebunden fühlt. Der nächste Kriegsanlass kommt bestimmt und Donald Trump könnte dann dämmern, dass der Beginn eines solchen Krieges seine Wiederwahlchancen steigert statt schmälert. Denn anfangs schmiedet ein Krieg ein Volk zusammen und vermindert die dann als unpatriotisch empfundene Kritik an der Regierung. George W. Bush wurde nicht zuletzt wegen des von ihm willkürlich begonnenen Irak-Krieges wiedergewählt. Der große Frust über einen weiteren teuren, verlustreichen und letztlich sinnlosen Krieg kommt erst später.

33 Gedanken zu „USA ganz dicht vor Iran-Krieg

  1. Hoffentlich bleibt Donald Trump bei seiner besonnenen Haltung.
    Mit Hillary Clinton stünde der Nahe Osten längst lichterloh in Flammen:

    • Finden Sie es wirklich so besonnen, das Iran-Atomabkommen aufzukündigen ohne bessere Alternative und dann einen Militärschlag anzuordnen, nur um ihn zehn Minuten vor der Ausführung wieder abzusagen?

      • Sicher hätte Trump das besser und vor allem diplomatischer angehen können und auch müssen. Aber besonnener als sein Vorvorgänger George W. Bush oder als Hillary Clinton ist Donald Trump allemal.

      • Es war klar, dass die Amis keinen Militärschlg machen würden. Im Prinzip war dies einfach Säbelrasseln. Mit einem Militärschlag hätten sie den Iranischen Mullahs doch sogar einen Gefallen getan und es ihnen noch leichter ermöglicht die eigene Bevölkerung hinter sich zu scharen, obwohl diese zu nicht unerheblichen Prozentzahlen gegen die eigenen Machthaber ist.

        Mal ganz davon abgesehen: Ist es überhaupt so sicher, dass die Mullahs überhaupt dabei sind ihre Atomtechnik zu vertiefen? In der Vergangenheit gab es ja schon öfters hysterische Mutmaßungen, dass andere Länder (z.B. Irak) Massenvernichtungswaffen hätten, was sich dann nachher als falsch herausstellte.

        Die wahnsinnige Clinton, die offensichtlich psychopathische Züge aufweist, wäre natürlich eine maximale Marionette des Tiefen Staates gewesen. Wie Merkel weitestgehend apolitisch, nur durchschnittlich intelligent, skrupellos, antidemokratisch und obrigkeitshörig. Darüber hinaus mit Hass und Gleichgültigkeit gegenüber den historisch gewachsenen Kulturnationen. Wie die allermeisten westlichen Polit-Marionetten (Timmermans, Juncker, Schulz, Macron, Merkel) alle mit „verlässlichen“ „Eigenschaften“ perfekt geeignet für die globalistische One World Agenda bestimmter einflussreicher Kreise.

        Trump wirkte zumindest verbal eigenständig und – relativ gesehen – erfrischend unabhängig und politisch inkorrekt. Aber es war natürlich klar, dass es für ihn persönlich eng werden würde, sollte er die wirklich heiligen Kühe (Fed, Rüstungsindustrie, das verkrustete 2 Parteiensytem, die abhängigen Medien, die Thematik Weltpolizei, der ewige kalte Krieg mit Russland & Iran) angehen. Es ist kein Zufall, dass das Establishment in letzter Zeit – verglichen mit der Anfangszeit – einigermaßen wohlwollend mit ihm umgeht. DIe Anti-Establishment-Wahl hatte den westlichen tiefen Staat alarmiert und die Hetze gegen trump sollte diesen 1. weichkochen 2.ihm signalisieren, dass sie ihn genau im Blick haben und 3. ihm auch signalisieren, dass es eine Ausweichmöglichkeit gibt, wenn er sich wie erwartet verhält.

      • Es war keineswegs klar, dass es keinen US-Militärschlag geben würde. Dieser wurde erst zehn Minuten vor der Ausführung gestoppt. Jeden Tag kann es zur Ausführung kommen. Es gab auch einen ‚US-Militärschlag in Syrien‘, obwohl Donald Trump ihn vorher ausgeschlossen hatte. Das war weniger schlimm, weil es keinen Gegenschlag gab, der vom Iran zu erwarten wäre mit Eskalation bis zum richtigen Krieg, vielleicht sogar Atomkrieg.

  2. Meine Meinung zu den ewigen (oft ungefragten) außenpolitischen Aktivitäten der USA hatte ich ja schon vor wenigen Tagen hier
    https://alexanderdilger.wordpress.com/2019/06/17/gedenken-an-aufstand-des-17-juni-und-berliner-luftbruecke/
    kommentiert. Herr Dilger wirft mir dann immer „antiwestliche Propaganda“ vor, dabei wohne ich ja selbst im „Westen“ und bin als Patriot ein Freund der europäischen Kulturnationen. Auch gegen die US-Bevölkerung habe ich überhaupt nichts, warum sollte ich auch? Diese sind ja selbst nur Opfer und seit Jahrhunderten erfolgreich apolitisiert und mittlerweile durch die immer mehr fragmentierte Gesellschaft und die mangelhafte Bildung auch immer chancenloser, überhaupt noch relevante Kurskorrekturen zu nehmen.

    Wenn ich gegen die „westlichen“ Altparteien und deren Einflüsterer und Finanziers sowie deren abhängigen Altmedien bin, bin ich also auch „antiwestlich“. Als wären die Altparteien und Altmedien von England, Frankreich, Deutschland und USA die Hüter der westlichen Welt: Das Gegenteil ist ganz offenkundig der Fall. Es sind die Totengräber der europäischen Kultur.

    In Syrien konnte man die ganze Niedertracht und Heuchelei wie unter einem Brennglas studieren und die entsprechenden Schlüsse daraus ziehen.

    Als der sogennate „Arabische Frühling“ auch in Syrien Einzug hielt, unterstützte man emsig die dortige Anti-Assad-Opposition, die maßgeblich mit der Muslimbruderschaft und Al Quaida verwoben – ultrakonservativ bis islamistisch jeglicher Couleur war. Nicht nur Frankreich, England und die USA machten dies, sondern auch Deutschland unter anderem finanziell, wie die AfD herausgefunden hat. Diese „westlichen“ Länder (bzw deren Regierungen) unterstützten Islamisten beim militanten Kampf (auch gegen Minderheiten wie Christen und Jesiden) zusammen mit radikal-muslimischen Regierungen der Türkei, Saudi-Arbabiens und der Golf-Emirate.

    Aber hierbei nicht genug der „Verteidigung“ „westlicher Werte“. Man mischte sich ungefragt in die Angelegenheiten anderer Länder ein, ohne selbst betroffen und gefragt worden zu sein. Anschließend wurden die nun „erfogreich“ destabilisiereten Länder (Syrien, Libyen, etc), die vorher eine gewisse Mauerfunktion nach Europa hatten, zu gigantischen Startpunkten fremdkultureller und oft radikal-islamischer Massenmigration – nicht in die USA oder nach Saudi-Arabien: Nach Deutschland und Europa.

    Mit Islamisten und Demokratiefeinden (Taliban, Al Quaida, Muslimbruderschaft, Saudi-Arabien, etc) wird „westlich-demokratisch“ kooperiert, aber funktionierende stabile säkukare Dikataturen werden aus ganz eigensüchtigen Eliteninteressen destabilisiert und wir müssen uns auch noch unsere Heimat und Freiheit durch die in der Folge in Gang gesetzte Massenmigration nehmen lassen.

    Ich werde so eine antiwestliche maximal heuchlerische Agenda immer verachten, schon alleine deshalb, weil ich sie als einen Hauptfaktor für die langfristige Zerstörung unserer westlichen Kulturnationen ausgemacht habe. Die USA haben im Iran und überhaupt im Nahen Osten (im übrigen auch in Deutschland mit ihren Atomwaffen) nichts militärisch zu suchen und sollten sich ganz demütig um ihre eigenen Probleme kümmern. In keinem westlichen Land gibt es ein derart ausuferndes Drogen-/ Bildungs- und Kriminalitätsproblem.

    • Patriot sagte am 22/06/2019 um 09:16 :“ . . .Herr Dilger wirft mir dann immer „antiwestliche Propaganda“ vor . . . “
      Vorwerfen muss man Ihnen vielfach ausufernde Rundumschläge mit den dazugehörigen Verallgemeinerungen und insofern fehlende Ansätze für eine Diskussion (Vorbild Lafontaine u.a. , die alle auf ihre Art Recht haben, aber keine Lösungsansätze bieten).

      • Nun ja, ich habe vielleicht einen ein bisschen ausufernden Schreibstil, der möglicherweise hin und wieder etwas redundant wird. Aber meine angebrachte Kritik ist doch nicht aus der Luft gegriffen. Ein Land mit derartigen außenpolitischen Aktivitäten (bereits seit Jahrzehnten & hinsichtlich Quantität und Qualität) muss sich entsprechende Kritik gefallen lassen. Es ist auch nicht „verallgemeinernd“, wenn ich mannigfache Kooperation mit Islamisten und Demokrtiefeinden jeglicher Couleur unter dem Label der „Verteidigung westlicher Werte“ als das bezeichne, was es ist. Ich schaue bei allen Aktivitäten (Russlandsanktionen, Destabilisierung von Libyen & Syrien) nach dem Mehrwert für Deutschland und Europa.

        Die Lösungsansätze sind die, dass man den ewigen Kalten Krieg gegen Russland & Verbündete (Iran, Syrien, China) beenden und sich aus deren Angelegenheiten heraushalten muss. Als Kooperationsangebot müssen diese Länder partnerschaftlich eingebunden werden und bestimmte Gegenleistungen, wie das Zurückhalten und Zurüchnehmen von „Flüchtlingen“ erfüllen. Die USA müssen anzeptieren, dass auch andere Länder gewisse (oft auch historische) Einflusssphären haben und diese respektieren. Man kann auf demokratische Reformen in bestimmten Ländern wie Iran und Syrien hinwirken, sollte hierbei aber nicht heuchlerisch sein und befreundete Regime, wie das in SA, bei der Kritik hinsichtlich Menschenrechtsverletzungen aussparen. Wer mit der radikal-islamischen Regierung von SA zusammenarbeitet, kann dies mit dem Iran auch machen. Ganz generell sollten die Interessen Deutschlands immer zuforderst sein: Wir brauchen keine Russlandsanktionen, keine künstlich in die Höhe getriebenen Öl-Preise( unter anderem wegen Iran-USAKonflikt), keine Destabilisierung von säkularen Dikataturen, wenn wir dann die Massen an vermeintlichen oder tatsächlichen Flüchtlingen aufnehmen müssen, etc. Wir brauchen eine selbstbewusste, möglichst eigenständige und an unseren Interessen orientierte Innen- und Außenpolitik.

      • Auch wenn Ihnen das Völkerrecht und die Menschenrechte nichts bedeuten, sollten Sie doch zumindest die sicherheitspolitischen Interessen von Deutschland nicht so gering veranschlagen. Deutschland ist wirtschaftlich ein Riese, aber militärisch ein Zwerg. Glauben Sie ernsthaft, die Bundeswehr könnte uns verteidigen, selbst wenn sie in einem viel besseren Zustand wäre als unter Frau Merkel? Schließlich denken Sie doch in Einflusssphären. Dann liegen wir eindeutig in der US-amerikanischen und können uns solche Diskussionen nur erlauben, weil diese freiheitlicher ist als andere.

      • @Alexander Dilger
        „Deutschland ist wirtschaftlich ein Riese, aber militärisch ein Zwerg. Glauben Sie ernsthaft, die Bundeswehr könnte uns verteidigen, selbst wenn sie in einem viel besseren Zustand wäre als unter Frau Merkel?“

        Das mag zu den Zeiten vor der so genannten deutschen „Wiedervereinigung“ seine berechtigte Relevanz gehabt haben. Aber welches Land sollte heute noch daran interessiert sein, den Scherbenhaufen DDR 2.0 XXL anzugreifen und zu annektieren? Deutschland hat sich doch längst selbst erledigt.

      • Wenn man sich Probleme wie die „Flüchtlingskrise“ gar nicht erst schafft, muss man sie auch nicht lösen. Zumindest im Falle der afrikanischen Flüchtlingskrise über die zentrale Mittelmeerroute hätte es völlig genügt, Muammar al-Gaddafi nicht zu stürzen. Damit wären zwar die Probleme Schwarzafrikas nicht gelöst gewesen, aber der Ansturm afrikanischer Glücksritter auf Europa wäre weitestgehend ausgeblieben.

        Im Falle der Flüchtlinge, die wegen der Syrienkrise über die Balkanroute kamen, hätte es genügt, der UNHCR einen kleinen Bruchteil der Kosten, die diese Migranten nun Tag für Tag bei uns verursachen, zur Verfügung zu stellen und das Problem hätte in Syriens Nachbarländern vor Ort gelöst werden können.

        Ich würde niemals so weit gehen, mich bezüglich dieser Problematik irgendwelcher kruder Verschwörungstheorien eines von langer Hand geplanten „Bevölkerungsaustauschs“ zu bedienen. Aber die Hilflosigkeit und Ohnmächtigkeit insbesondere unserer deutschen Regierung und auch der diese Art von Zuwanderung noch beklatschenden Teile unserer Pseudoopposition lässt einen schon sprachlos werden. Da kann man nur noch konstatieren, dass wir gestern noch am Abgrund der Dummheit standen, heute aber schon einen großen Schritt weiter sind.

        Dass der Strom der Zuwanderung von Afrika nach Europa nicht abreissen wird, solange nichts ernsthaft dagegen unternommen wird, liegt auf der Hand. Die Reaktionszeiten europäischer Staaten sind diesbezüglich allerdings unglaublich lang.

    • Sie haben nicht verstanden, Herr Patriot. Es geht um „geopolitische Interessen“. Also um die Sicherung der Öl- und Gasvorkommen. Was ist dagegen schon ein bisschen Kultur und Bildung? *Sarcasm off*

  3. Trump hat auch deswegen die Präsidentschaftswahlen gewonnen, weil er im Wahlkampf den „stupid wars“ der Neokonservativen (aber auch Obamas libyschen Abenteuer) eine klare Absage erteilt hat. Sein „America First“ hieß gerade eben auch, daß die wirtschaftliche Kraft der USA in den inneren Ausbau fließen und nicht in nutzlose Stellvertreterkriege für die Sicherheitsinteressen Israels oder Saudi-Arabiens verpulvert werden sollte.

    Und was macht Trump? Er holt den eigentlich schon längst abgemeldeten Kriegstreiber Bolton an Bord und droht denselben Fehler von Bush II zu wiederholen.

    Ein Krieg würde nur Verlierer produzieren und den Westen weiter schwächen.

    Der Iran darf keine Fähigkeit zum Atomwaffenbau erlangen, aber die Lösung sollte im allseitigen Interesse auf dem Verhandlungswege erfolgen.

    • Eurokanadier, es freut mich hier mal wieder einen Kommentar von Ihnen zu lesen, was leider viel zu selten ist. Ich habe Ihre Kommentare hier schon vor Jahren mit Gewinn gelesen und kann sagen, dass ich hinsichtlich meiner politischen Einstellungen mit Ihnen eine hohe Deckungsgleichheit habe. Vereinfacht könnte man sagen, dass es uns nicht nur um das Kurieren und Herumdoktern an Symptomen geht, sondern auch um die verursachenden Gründe dahinter. Dazu gehört natürlich auch, dass man sich von dem engen Sprach- und Denkkorridor des hiesigen deutschen Medienmainstreams befreit. Nur wer einen neuen Betrachtungsblickwinkel einnimmt, ist in der Lage neue Ursachen und Lösungen zu erfahren. Genau wie Sie habe ich schon vor Jahren die Auffassung vertreten, dass die AfD sich von dem enegen Korridor und dem verbissenen und überholten US-Anhänsel einer 80er Jahre CDU befreien muss. Der Blick auf die Welt muss frei und unverstellt und vornehmlich nach Deutschen Interessen priorisiert sein. Die Zeit, in der Deutschland willenloser Statthalter fremder Interessen ist, muss nun endlich mal zu Ende sein. Wir können weder an den Russlandsanktionen, noch an dem Destabilisieren fremder Länder und damit einhergehender Inkaufnahme von „Flüchtlingen“ ein Interesse haben.

      • Sie verstehen einfach die deutschen Interessen nicht richtig, sondern denken ganz naiv, dass man einfach nur fordern muss, was einem gerade so einfällt.

    • Zumindest hinsichtlich Iran ist ein Krieg durch Donald Trump doch viel wahrscheinlicher geworden. Hillary Clinton hätte das von Barack Obama ausgehandelte Atomabkommen nicht aufgekündigt. Dann wäre keineswegs alles gut mit dem Iran, aber eine unmittelbare Kriegsgefahr gäbe es nicht. Es ist auch nicht zu sehen, dass Herr Trump eine bessere Verhandlungssituation geschaffen hätte. Seine spektakulären Verhandlungen mit Nordkorea haben leider auch keine substanziellen Ergebnisse gebracht.

      • @Alexander Dilger
        „Seine spektakulären Verhandlungen mit Nordkorea haben leider auch keine substanziellen Ergebnisse gebracht.“

        Das ist natürlich nur großes Theater. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich irgendjemand in Südkorea oder Japan ernsthaft vor dem dicken kleinen Raketenmann fürchtet. Die eigene Bevölkerung Nordkoreas schon eher.

  4. Spätestens wenn man sich vor Augen führt, dass der anthropogene Klimawandel notwendig Kriege verursachen wird, wird Ihre Aussage, „dass Kriege objektiv viel gefährlicher sind als der menschliche Beitrag zum sich stets wandelnden Klima“, als Unsinn entlarvt, Herr Dilger. Schiefe Vergleiche signalisieren lediglich, dass man sich verrannt hat.

    • Sie haben sich verrannt. Warum soll es Kriege geben, wenn das Klima besser, nämlich wärmer wird? Auch wenn es in der grünen Propaganda gerne unterschlagen wird, leben wir immer noch in einer Eiszeit. Wenn es wärmer wurde, ging es den meisten Menschen besser, und wenn es kälter wurde, entsprechend schlechter. Warum sollte das plötzlich nicht mehr gelten?

      • Krieg ums Klima?
        Ich empfehle „Mad Max III – Jenseits der Donnerkuppel“ aus dem Jahr 1985.
        Danach geht es dem Patienten („AfDsucks“) hoffentlich wieder etwas besser.

      • Es ist naiv zu glauben, dass bspw. das Untergehen von Inselstaaten, die Desertifizierung von Regionen und größerer Wassermangel (den wir im Übrigen schon heute beobachten können) nicht zu bewaffneten Konflikten führen werden. Diese Konflikte und ihre Ursachen werden voraussichtlich hunderte Millionen Geflüchtete aus ihrer Heimat vertreiben, lt. IOM waren es bereits 2010 38 Mio., bis 2050 prognostiziert es eine Zunahme auf 200 Mio. Greenpeace sieht diese Zahl schon 2040 erreicht. Das Spektakel kann man sich ja leicht vorstellen, wenn man sich vor Augen führt, wie sehr man in Deutschland vor ein paar Jahren schon wegen einer Million Geflüchteten herumgeheult hat. Das alles schließt nicht aus, dass es auch Gewinner geben kann, unsere Welt wird aber jedenfalls nicht friedlicher werden.

      • Was Sie beschreiben, hat nicht das Geringste mit anthropogenem CO2 zu tun.
        Die Sonne beeinflusst das Klima, nicht der Mensch.

        Was der Mensch hingegen tatsächlich maßgeblich verursacht, ist die Verschmutzung der Umwelt. Allen voran durch die ungeheuerlichen Plastikabfälle in den Weltmeeren, deren Menge sich Dank des Wohlstandsmülls asiatischer und afrikanischer Schwellenländer in den letzten zwei Jahrzehnten mehr als verzehnfacht hat. Ein Thema das unsere selbst ernannten „Klimaexperten“ (IMO Vollpfosten) nicht einmal erwähnen, obwohl es bereits heute zu sehr empfindlichen Störungen der natürlichen Nahrungskette führt, an deren Spitze der Mensch steht.

      • Gegen wen sollen denn schlimmstenfalls untergehende Südseeinseln Krieg führen? Es wird Anpassungsbedarf geben, doch in diesen wäre ein Bruchteil der Billionen Euro besser investiert, die die absurde deutsche Energie- und Klimaschutzpolitik kostet, um bestenfalls den erwarteten Anstieg des Meeresspiegels um einen Meter um einen Millimeter zu reduzieren und wahrscheinlich überhaupt nicht, wenn einfach andere die hier nicht genutzten fossilen Brennstoffe nutzen, z. B. um Waren und Strom nach Deutschland zu exportieren, oder sogar die deutsche Politik als Rechtfertigung für einen eigenen höheren Verbrauch anführen wie Australien.

      • Die Forderungen der Grünen und der Greta-Bewegung zu Ende gedacht, belasten diese die Umwelt weit mehr, als in Energiefragen alles zu belassen, wie es vor der „Energiewende“ war.

        Nur mal so gefragt:
        Der Tagebau rekultiviert seine Abbaugebiete, zum Beispiel mit Arboreten oder als Baggerseen. Was machen die Betreiber von Windkraftwerken, wenn diese ausgedient haben? Werden die Betonfundamente (ca. 3.500 Tonnen Stahlbeton je großem Windrad) wieder ausgegraben? Und was wird mit den nicht recyclingfähigen Verbundmaterialien der Flügel geschehen? Sollen die etwa auch als Plastikmüll im indischen Ozean entsorgt werden?

    • @AfDsucks

      Die ganze Klimahysterie ist ein riesiges Geschäftsmodell für mit Steuergeldern bezahlte Forscher und Aktivisten, die von Spendengeldern leben. Zudem ein willkommenes Ablenkungsmanöver für unfähige Politiker, die von ihrem Unvermögen, die wirklich wichtigen Probleme der Welt zu lösen, ablenken müssen und sonst nichts:

  5. Viele Europäer verstehen die Strategie von Donald Trump leidet nicht. Er stellt Maximalfonderungen auf oder droht mit besonderer Härte. Wenn er dann die Hälfte seines ursprünglichen Ziels erreicht hat, ist er zufrieden. Zwei Schritte vor, dann einen zurück, heißt immer noch ein Schritt vorwärts. Auch Gewerkschaften müssen 4% mehr Lohn fordern, wenn sie 2% erreichen wollen.

    Hillary Clinton wollte schon als Außenministerin, dass die USA im Nahen Osten wieder militärisch eingreifen, was Präsident Obama zum Glück gebremst hat. Wie gut, dass dieses exzentrische Weib, die viel unbeherrschter ist als Trump, nicht US-Präsident geworden ist!

  6. Das ganze Angriffszenario ist logisch falsch inszeniert worden und damit wieder einer der vielen Trumplügen .zuzuordnen. Plant man eine militärische Aktion geht es in den Planungen zuerst um die Schäden, die man erreichen will. Deshalb hätte die Zahl der möglichen Toten schon lange vorher bekannt sein müssen und nicht erst 10 Minuten vor dem Angriff. Darf ich sagen, bei 80 Toten wäre der Angriff ok gewesen oder hätten es unter 30 sein müssen?
    Ich finde die deutsche Aktion durch Herrn Maas eigentlich ganz gut, obwohl sie den Amerikanern nicht passt.

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