Post-Wahl-Party am Montag

Morgen ist die Wahl zum EU-Parlament (und zur Bremischen Bürgerschaft). Prognosen, Hochrechnungen und erste Ergebnisse für die großen Parteien wird es schon am frühen Abend geben, aber für die kleinen Parteien erst in der Nacht. Deshalb lade ich zu einer Post-Wahl-Party ein am Montag, den 27. Mai, ab 19 Uhr im „Zum Pferdestall“, Oesterstraße 30, 44309 Dortmund, um über das Wahlergebnis, insbesondere auch für die kleinen Parteien, und sich daraus ergebende Optionen zu diskutieren. Seine Rechnung zahlt bitte jeder selbst, wobei ich bei bestimmten erfreulichen Resultaten einen ausgebe. Bis morgen Mittag werden auch noch Wahlwetten angenommen. Bitte gehen Sie wählen.

28 Gedanken zu „Post-Wahl-Party am Montag

  1. Gute Idee!
    Schade, dass Dortmund für mich zu weit weg ist, um so kurzfristig vorbeizuschauen.

    Ich habe bereits in der zurückliegenden Woche per Briefwahl gewählt und wünsche allen hier in Ihrem Blog ein gutes Händchen bei der Wahl sowie denjenigen, die die Möglichkeit haben, viel Spaß und anregende Gespräche auf Ihrer Wahlparty.

    LG
    MM

  2. Ich schwanke noch zwischen LKR (Lucke) und Bündnis C. Mehrere mailten mir, Lucke haben nachgelassen, auch sein Wahlspot sei schlecht gewesen. Und christliche Parteien sind oft eine Mischung aus Intoleranz und Naivität, besonders auch ökonomischer Ignoranz. FW sind mir zu CSU-nah, Bayernpartei zu exotisch und wohl noch chancenloser als andere. Gestern hatten in Dortmunds Innenstadt die Stalin- und Maofans der MLPD einen Stand… Bei Landtags- und Bundestagswahlen dürfen wir dann „dank“ 5 %-Klausel wieder brav unser Kreuz bei der FDP machen. Guten Wahlsonntag (uns) allen und Ihnen, Herr Prof. Dilger, besonderen Dank für Ihre Mühe hier mit dem Blog: ein liberaler Hoffnungsschimmer! Sehr gerne käme ich zu Ihrem Treffen nach der Wahl, schaffe es aber wohl eher nicht.

    • Dann bleiben Sie besser bei Ihrer Absicht, Bündnis C zu wählen. Es hat bessere Chancen als LKR, hat eine klarere programmatische Positionierung und blockiert weniger andere politische Projekte.

    • Es gibt viele feiernswerte Einzelergebnisse, z. B. ein Sitz für die Bayernpartei (übrigens als BP schwer zu finden auf dem Wahlzettel), keiner für Familie Geuking und eine einstellige SPD.

      • Ich wünsche der Liste 19 Aktion Partei für Tierschutz einen Erfolg und das obwohl die Liste von Düsseldorfern dominiert wird. Mein Wunsch Ergebnis: CDU 27 %, SPD 17%, Grüne 17%, AfD 14%, Linke 5%, FDP 5%, Die Partei 2%, Aktion Tierschutz 1%,Bayern Partei 1%,Rest sonstige unter 0,5% davon Lucke und Geuking jeweils 0,3%

      • Wie realistisch müssen denn Wünsche sein? Mein Traumergebnis wäre, dass keine der im Bundestag vertretenen Parteien auch nur noch einen Sitz bekäme.

      • Okay mein „Wunschergebnis“ ist natürlich nach Kenntnis der Prognosen erfolgt. Wenn ich mir ein Ergebnis malen könnte, dann würden Merkel, AKK, Lindner und ANahles morgen früh politisch tot sein. Vielleicht reicht das Ergebnis ja noch, um AKK und Nahles abzuwägen. 27% für die CDU wäre ein kleiner Erdrutsch.

      • Das nehme ich auch an und gehe noch weiter: In zehn Jahren scheitert die SPD an der Fünf-Prozent-Hürde. Sie hat Arbeiter, einfache Arbeitnehmer und Arbeitslose schon lange im Stich gelassen, aber die Lehrer und anderen kleinen Intellektuellen sind inzwischen auch zu den Grünen weitergezogen. Sie wird von Grünen, Linken einerseits, CDU und AfD andererseits in die Zange genommen und hat dem keine eigene Programmatik oder gutes Personal entgegenzusetzen.

      • Wenn die SPD nicht über ihre unzähligen Verlagsbeteiligungen (insbesondere Tageszeitungen) so einen starken mittelbaren Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung hätte, wäre sie trotz ihres stattlichen Vermögens schon längst weg vom Fenster. Ihre „Spitzenleute“ sind aber so dämlich, dass sie sogar das noch hinbekommen. Hier eine kleine Kostprobe: https://www.youtube.com/watch?v=256H99ImP7E

      • Dass sich die Bayernpartei mit „BP“ abkürzt, halte ich auch für wenig zielführend. Schade.

  3. Hatte jemand auf dem Schirm, dass Volksabstimmung womöglich einen Sitz erlangen könnte? Dafür erhalten weder Bündnis C noch die BP einen Sitz.

    • Es handelte sich offensichtlich um einen Fehler seitens des ZDF, das Volt mit Volk verwechselte. Volt hatte ich allerdings genauso wenig im Blick vor der Wahl.

      • Volt will lieber gestern als heute Vereinigte Staaten von Europa und trat in acht EU-Staaten an, hat aber nur bei den verblendeten Deutschen einen Sitz geholt. Genutzt haben könnte die erfolgreiche Klage gegen den Wahl-O-Mat, die den übrigen Kleinstparteien eher geschadet haben dürfte, wobei die Begrenzung der Auswahl auf acht Parteien tatsächlich nicht einzusehen war.

  4. Die wichtigste Schlussfolgerung aus diesen Wahlen: Die Grünen müssen unser Hauptgegner werden! Wir müssen uns inhaltlich voll auf die einschießen, vor allem auf deren ultralinke Gesellschschaftspolitik und auf deren Klimahystrie, die pseudoreligiöse Züge annimmt. Und auf deren heimliche Spitzenkandidatin: Angela Merkel… 😦

    • Das Ergebnis der AfD mit knapp 11 Prozent ist bei genauer Analyse nicht so schlecht. Man hat ggü. der Bundestagswahl von Union, SPD und FDP weitere Wähler hinzugewonnen. Dass man insgesamt etwas verloren hat, liegt daran, dass man viele Wähler an die Nichtwähler und Sonstige Parteien verloren hat, was jetzt nicht so sehr verwundert. Der typische Grünen-Wähler geht eher an die Wahlurne als der typische AfD-Wähler, die deutlich niedrigere Wahlbeteiligung im Vergleich zu Bundestagswahlen macht sich da bemerkbar Dazu gesellt sich dann noch die fehlende 5-Prozenthürde, die auch den einen oder anderen AfD-Wähler dazu bewegt hat, einer kleinen Partei seine Stimme zu geben. Das betrifft vor allem die FW in Bayern, wo das Ergebnis doch ziemlich schlecht war. Um diesen Effekt bereinigt, sehe ich die AfD bei knapp 12 Prozent und damit nicht einmal einen Prozentpunkt unter dem Ergebnis der Bundestagswahl.

      Es zeigt sich also, dass ein harter Kern da ist und keine Wähler zu den etablierten Parteien zurückwandern, sondern lediglich ein Abfluss in die Nichtwahl besteht. Ja, das Ergebnis ist nicht überragend, aber auch bei weitem nicht so schlecht, wie es in den Medien gemacht wird.

      Erschreckend ist vielmehr, dass Union und FDP gnadenlos an die Grünen verlieren. Ein Wählerfluss von der Mitte nach ganz weit linksaußen ist natürlich eine Katastrophe für die Zukunftsaussichten unserer Gesellschaft.

      • Das Ergebnis der AfD ist schlecht, jedenfalls in den alten Bundesländern. Der Euro war einmal das Gründungsthema und die EU gehört immer noch zum Markenkern. SPD und CDU sind die eigentlichen Wahlverlierer, aber auch die FDP kann nicht an alte Erfolge anknüpfen (2014 war besonders schlecht, doch 2009 hatte sie noch 11 Prozent). Nur die Grünen haben gewonnen. Dauerpropaganda in fast allen Massenmedien zahlt sich eben doch aus wie auch eine grüne Kanzlerin.

    • Das sehe ich vom Grundsatz auch so. Allerdings müssen wir es clever anstellen und auf die Bedürfnisse ihrer Wähler intelligent eingehen. Die GRÜNEN haben außer emotionalen Phrasen nichts zu bieten. Attraktiv argumentierte, ernst zu nehmende Nachhhaltigkeitskonzepte könnten dem erfolgreich entgegenstehen.

      Auf alle Fälle muss die AfD sich endlich vom Stigma des Rechtsextremismus befreien und medienwirksam nach außen zeigen, dass sie auch andere Themen drauf hat als Migration und Islam.

      • Die AfD versucht, die Unwissenschaftlichkeit der Grünen mit noch größerem Unsinn zu toppen, was nur ihre Kernklientel überzeugt.

      • Das sehe ich nicht so. Aber weden Sie doch erst einmal etwas genauer.

      • Die Grünen glauben fälschlich, Deutschland könne die Welt retten, wenn es nur genug Atom- und Kohlestrom aus dem Ausland importiert. Viele AfD-Politiker behaupten hingegen wahrheitswidrig, es gäbe überhaupt keinen Treibhauseffekt.

      • Der Treibhauseffekt wird doch von der AfD gar nicht negiert. Es geht den betreffenden AfD-Politikern um etwas anderes. Nämlich darum, dass der Einfluss des Menschen auf das Klima im Vergleich zu anderen Faktoren marginal ist und insbesondere der Einfluss Deutschlands global gesehen so gut wie überhaupt keine Rolle spelt.

      • Warum sagen sie das dann nicht einfach? Der letzte Punkt ist offensichtlich wahr und führt den deutschen Sonderweg der Grünen ad absurdum.

      • Ja, zielführende Kommunikation muss die AfD wirklich noch lernen.

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