Weniger Blogbeiträge meldefähig

Letztes Jahr hatte ich ‚Erstmals auch Blogbeiträge an VG Wort gemeldet‘. Es waren 33 Meldungen nur für 2016, 54 Meldungen nur für 2017, zwei für beide Jahre und eine aus 2015 (mit hinreichend vielen Zugriffen in 2017). Das führte zu einem ganz hübschen Sümmchen, auch wenn der Stundenlohn trotzdem miserabel war.

Heute habe ich erneut Meldungen eingereicht, aber viel weniger. Wahrscheinlich hatte mein Blog weniger Leser bzw. Zugriffe, vielleicht wurde auch die bisherige Mindestzugriffszahl von 1.500 für eine Meldung erhöht.

Aus 2018 konnte ich die folgenden sechs Beiträge melden:
Geukings bilden Doppelspitze auf der Europawahlliste der Familien-Partei
Geuking legt Veto gegen unsere Aufnahme durch ihn selbst ein
Mitteilung über Beendigung meiner Mitgliedschaft
Lucke wird LKR-Spitzenkandidat für die Europawahl
Merkel kündigt sukzessiven Rückzug an
Mini-Merkel folgt auf Merkel

Es fällt auf, dass vor allem parteipolitische Beiträge hinreichend hohe Zugriffszahlen erreichen.

Folgender Beitrag aus 2016 erreichte 2018 erstmals die nötige Zahl an Zugriffen:
Eigene Steuererklärung fertig

Außerdem erreichte dieser Beitrag aus 2016 erneut die nötigen Zugriffe:
Aktuelle Probleme der EU

Dasselbe gilt für diesen Beitrag aus 2015, der wohl der erfolgreichste überhaupt ist:
Was bedeutet Populismus?

21 Gedanken zu „Weniger Blogbeiträge meldefähig

      • Beim Kauf eines neuen Fotokopierers oder Faxgerätes muss vom Händler übrigens auch ein Teil des Kaufpreises an die VG Wort entrichtet werden.

      • Und nun errechnen Sie mal Ihr Zeilenhonorar … 😭😭😭

      • Wenn man nur die reine Zeit für das Schreiben der betreffenden Blogbeiträge betrachtet, wäre es sogar okay. Ohne sonstiges Einkommen könnte man vielleicht sogar davon leben (brutto = netto). Der Blog macht jedoch insgesamt viel mehr Arbeit, sei es für die vielen nicht meldefähigen Beiträge oder auch die ganzen Kommentare hier.

      • Das ist eben die Kunst des Überlebens als freier Journalist oder auch eines unabhängigen Mediums. Wenn Sie nicht genügend Abnehmer finden / Reichweite lukreieren, reicht es nicht zum Leben bzw. um die Kosten zu decken. Ist ein Blog zu sehr „special interest“, findet er nicht genügend Abnehmer für diese Finanzierungsform. In der steuerfinanzierten Wissenschaft sind Sie also sozusagen in Wahrheit „freier“ als auf dem „Freien Markt“. Klingt vielleicht paradox, ist aber so.

      • Das ist mir auch klar. Als Wissenschaftler lebe ich in Deutschland von Steuergeldern, was besondere Freiheit bei zugleich Sicherheit eröffnet und auch Verantwortung, der die meisten nachkommen.

        Trotzdem finde ich die Überlegung interessant, ob ich allein vom Bloggen leben könnte. Die Frage stellt sich nicht mehr ernsthaft, aber als Student hätte ich eine solche Möglichkeit begrüßt. These: Das geht, aber es ist anstrgend und riskant. Andere Wege zum Geldverdienen sind besser geeignet, was übrigens auch für die Politik gilt. Wer sich verbiegt und anderen nach dem Mund redet, kann mehr Leser bzw. Wähler (und sei es nur innerparteilich) gewinnen. Außerdem kann man (legal) mogeln, indem man selbst Zugriffe generiert.

      • So ist es. Mehrheitsfähigkeit versus Wahrheit und Kompetenz.
        Mut zur Wahrheit bedeutet de facto, alle zu verprellen, die die Wahrheit nicht wahr haben wollen.

        Beste Beispiele dafür sind die seit Jahrzehnten gepflegte Rentenlüge, das Märchen vom ach so reichen Deutschland und das von den endlos sprudelnden bzw. ins Unermessliche steigerbaren Steuereinnahmen (https://www.t-online.de/finanzen/id_85725410/steuereinnahmen-deutschland-124-milliarden-euro-weniger-steuern-bis-2023.html).

    • Auch ich lebe vermutlich so hinter dem Mond, dass ich das nicht verstehe. Warum zahlt VG Wort, oder wurden die gemeldeten Blog-Beiträge anderweitig weiterverwertet, ggf. kommerziell? Und wenn es Geld dafür gibt, wenn auch nicht viel, warum haben Sie nicht alle Beiträge gemeldeten. Dann wäre schon mehr herumgekommen. Das Geld kassiert VG Wort beim Kauf von Geräten, mit denen solche Beiträge geschrieben werden??? Vielleich muss auch etwas aufgeschlagen werden, wenn ich mir eine Bratpfanne kaufe. Von den Einnahmen könnte dann die Verpflegung von Merkels „Gästen“ finanziert werden….???

      • Unter ‚Zählmarken von VG Wort‘ habe ich das etwas erklärt. VG Wort arbeitet wie die GEMA (kassiert wird für Endegeräte wie Computer, aber z. B. auch für Kopien). Politisch finde ich das nicht gut, aber das ändert nichts.

        Es sind nicht alle Beiträge meldefähig, sondern nur die mit mindestens 1.800 Zeichen, die in einem Jahr 1.500 Zugriffe von Geräten in Deutschland hatten (oder ab 10.000 Zeichen auch anteilig, aber so lang sind meine Beiträge hier fast nie – vielleicht sollte ich überlange Kommentare nicht mehr kürzen, sondern als Beiträge einstellen…).

      • Die GEMA (Musiker und Autoren) kassiert wie auch GVL („Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten“) und VG Wort auch bei Radio- und Fernsehprogrammanbietern (und zwar sowohl mit einem von der rein technischen Reichweite her errechneten Grundbeitrag, der rein gar nichts mit der tatsächlichen Zuhörer- bzw. Zuschauernutzung zu tun hat als auch über eine umsatzabhängige Abgabe) und zusätzlich auf der Verbraucherseite (Ton- und Bildträger, auch solche die noch gar nicht bespielt sind und u.U. auch nie bespiekt werden) und von Veranstaltern und Lokalen. Groteskerweise wird das eingenommene Geld aber nicht auf alle registrierten Künstler umverteilt (dafür ist der Verwaltungsaufwand dann angeblich zu hoch), sondern nur auf die erfolgreichsten von ihnen, also bei Musikern auf die in den Charts gelisteten. Alles staatlich legitimierte, halbbehördliche Abzockebuden mit äußerst ausgeprägtem Selbsterhaltungstrieb.

      • Die Gema praktiziert modernes Raubrittertum! Ich war einmal Vorsitzender eines kleinen Vereins, der jährlich ein Konzert veranstaltet hat. Die Kosten für die Gema waren gigantisch, rechnerisch über 2 Euro pro Besucher und mit denen ist nicht zu reden. So leicht habe ich mein Geld leider nie verdient… 😦

    • Geld ist nicht alles. Der Popularitätsindex sei zu beachten. Herr Dilgers Wählerstimme für die Bayernpartei schlägt hohe Wellen. Sogar ich bin diesem Phänomen erlegen. Die Tierschutzparteien sind gerade dabei, mich ans Kreuz zu schlagen. Ich bleibe aber dabei, dieses mal die Bayernpartei!

      • Ich schreibe den Blog nicht für Geld. Es ist ein reiner Mitnahmeeffekt. Wenn die Zahl der meldefähigen Beiträge so klein bleibt, decken die Nettozahlungen vielleicht nicht einmal den Zusatzaufwand für das Einfügen und dann Melden der Zählmarken.

  1. Ich sehe das so: Damit hatte die Geuking-Clan-Partei wenigstrens einen, wenn auch geringen, Nutzen. Wenn das so weiter geht, haben Sie irgendwann wenigstens den Mitgliedsbeitrag bei diesem Narrenclub wieder drinnen. ;-))

    • Die wahren Kosten lagen woanders. Vielleicht klage ich meine Beiträge und Spenden auch noch heraus. Immerhin wurde ich doch angeblich nie aufgenommen und wurde zumindest die zweckgebundene Spende für Dortmund nicht zweckentsprechend verwendet, sondern unterschlagen.

  2. Pingback: Sechster Jahrestag dieses Blog | Alexander Dilger

  3. Pingback: Monetärer Anreiz für schnelles Gutachten | Alexander Dilger

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