Insekten sterben nicht aus

Zufällig bin ich heute über folgende Mitteilung gestolpert: „Latest ecological fake news scare: Like the ‚honeybee armageddon‘ narrative, pesticide-driven ‚insect-pocalypse‘ claim is collapsing“. Die Fake News vom globalen Aussterben der Insekten hatten wohl eine besonders dünne wissenschaftliche Grundlage (am besten gefällt mir der Teil, wo für den Literaturüberblick nur Aufsätze ausgewählt wurden, die „declin*“ enthalten). Aber auch das große Bienensterben fand offensichtlich nicht statt. Auch das deutsche Waldsterben ist ausgefallen und das vom Club of Rome längst vorhergesagte Ende aller wichtigen Rohstoffe wird so nicht eintreten. Ich bin auch ziemlich sicher, dass es keine Klimakatastrophe geben wird (im Gegensatz zu einer wirtschaftlichen Katastrophe in Deutschland, wenn die „Klimapolitik“ und Energiewende so fortgesetzt werden ohne jeden Einfluss auf das Weltklima). Das heißt nicht, dass es nicht viele Umweltprobleme gibt. Aber die vielen falschen Alarme lenken von den tatsächlichen Risiken ab (siehe z. B. ‚Klumpenrisiko‘).

18 Gedanken zu „Insekten sterben nicht aus

  1. Wirklich aktuelle Umweltprobleme wie die Vermüllung der Meere durch Plastik, die Luftverschmutzung durch schwerölbetriebene Fracht- und Kreuzfahrtschiffe, den außerhalb der EU nach wie vor bedenkenlos üblichen Einsatz von Cyaniden im Bergbau (vor allem in Gold- und Silberminen) oder die Bedingungen, unter denen die für ihren Elektroautounfug benötigten seltenen Erden für Akkumulatoren gewonnen werden, thematisieren unsere grün angehauchten Gutmenschen eigenartigerweise nie. Diese rückständigen Dumpfbacken orientieren sich ausschließlich am Floriani-Prinzip.

  2. „…………Aber auch das große Bienensterben fand offensichtlich nicht statt. “

    Ich muss leider widersprechen, aus eigener Erfahrung. Wir haben eine sehr großen Garten – um die 4.500 qm – privilegiert und glücklich damit. Aus einer unfruchntbaren Wiese haben wir uns in Eigenleistung einen Dream – Garden erschaffen, mit Bäumen, Sträuchern, Blumen.

    Blühsträucher, Obstbäume von Kirsche bis Apfel ( Pink Lady vor 7 Jahren aus Südtirol mitgebracht, auch wenn Früchte klein und mickerig sind, unsere Annahme weil wir grundsätzlich nicht mit Pflanzenschutzmitteln arbeiten ) , große Wildblumenwiesen etc.

    Garten von Jahr zu Jahr schöner weil er wächst, sich entwickelt, wir ihn pflegen dürfen.

    Art- und klimagerecht angelegt , fast ausschließlich heimische Gehölze wenn man Mammut – Baum – 2 davon – alsheimisches Gehölz rechnen darf, den wachsen zu sehen , unglaublich.

    Fischteich für Vögel und Insekten.

    Zu Ihrem Thema : Wir erkennen seit ca. 5 – 6 Jahren dass immer weniger Bienen , Wildbienen und Honigbienen, unseren Garten anfliegen, analog Schmetterlinge, weniger Singvögel , merkbar auch an Amseln.

    Bemühen uns gegenzusteuern, seit 5 Jahren großes Insektenhotel, seit März ds. Js. ein zweites zugestellt. Von einem Freund erhalten wi dieses Jahr im Sommer 3 Bienenvölker.

    Insgesamt 9 Nistkästen in die Bäume gehangen, alle dieses Jahr angenommen, 95 % Meisen,die wir im milden Winter durchgefüttert, angefüttert haben.

    Gras wird nur 3 – 4 mal im Jahr – abschnittweise – gemäht, Ausnahme vor der Terrasse.

    Wir halten fest : Es gibt wesentlich weniger Bienen, es gibt weniger Insekten.

    Gründe bekannt, rings um uns herum Monokulturen bis wöchentliches spritzen mit Pflanzenschutzmitteln. Hecken in Gegend gerodet , einige Bürger/innen entblöden sich nicht Gräuelgarten anzulegen, besonders erkennbar bei Neubauten.

    Das konnte , geht für Insekten nicht gut.

    Dankbar daß wir – keine Grünen Spinner – winzigen Beitrag zur Erhaltung von Insekten beitragen dürfen, hoffen auf besseren Sommer in 2019 !

    Ihre persönliche Einschätzung zum Insekten – Artensterben in Deutschland teilen wir nicht, wohl aber Schwachsinn vom Baumsterben , mit Ende vom „Saurem Regen “ aus dem Osten Gott sei Dank gestorben, bis auf Trockenschäden in 2018, man wird es dieses Jahr sehen. ( Verfasser dieser Zeilen kommt aus der Holzindustrie ) .

    PS Kommen seit gestern aus Urlaub in Südtirol, Schenna / Meran, größtes Anbaugebiet Europas für Obst – vorwiegend Apfelplantagen.

    Unsere Wirtsleute / Hotel – junge Familie um 40 – berichtete analog , weniger Bienen in 2018. Bienenzucht wird deshalb intensiviert. Aber mit Pflanzenschutzmtteln – biologisch wie er sagt – wird weitergearbeitet.

    • Die Monokulturen sind in der Tat ein Problem für die Artenvielfalt der Fauna (nicht nur für Insekten). Geschuldet „erneuerbaren Energien“ (Biogas, Biodiesel usw.), von GRÜNEN über Jahrzehnte protegiert und gefordert, von anderen Parteien kritiklos übernommen und auch noch steuerlich von den dümmsten Bundesregierungen aller Zeiten gefördert.

      • …………..ja die da „oben“ sind sooo blöd, bestes Ackerland für Monkulturen , Raps und Mais wird verbrannt, „verölt, verdieselt, vergast “ .

        Grüne Ideologen haben CDU / CSU vor sich hergetrieben , dümmlicher Norbert Röttgen hat E 10 Schwachsinn initiiert, dafür werden in Brasilien und Indonesien – nachweislich – Wälder gerodet.

      • Man könnte glauben, diese Zusammenfassung sei zu einfach, um wahr zu sein. Offenkundig ist es aber tatsächlich so. Oh Herr, lass Hirn vom Himmel fallen!

  3. Siedlungsdruck, Art der Energie- und Rohstoffgewinnung, Verbrauchergewohnheiten bedrohen die Arten-Vielfalt. Durch Verharmlosung verhindert man Gegenmaßnahmen. Die Gegenmaßnahmen müssen langfristiger Art sein und schlüssigen, ökonomisch gegengeprüften Konzepten unterliegen.
    Die domestizierten Bienen sind als Leitinsekt für die Artenbedrohung ungeeignet, weil die Bienenzucht vielerlei Einflüssen unterliegt. Ich habe gesehen, wie in den USA Lastenwagen weise Völker in die Gegenden transportiert werden, in denen es Jahreszeiten bezogen (ungiftiges) Futter gibt. Dafür müssen die Farmer Miete entrichten und haften. Wäre doch was fürs Alte Land.
    Große Umweltsünden werden durch unkritischen Einsatz nachwachsender Rohstoffe für Verbrenner-Motoren und dezentrale Kraft- Wärmekoppelungs- Anlagen (hierzulande Mais, Palmöl) begangen, wo sich Umweltschutz ins Gegenteil verkehrt. Das gilt auch für den Einsatz von Windkraft und Solar.
    Für den Individualverkehr wie für die dezentrale Kraft- Wärmekoppelung könnte ich mir als ergänzende Energiegrundlage Wasserstoff, als Mix bezogen aus Afrika und Eigenerzeugung, vorstellen.
    Überdies sehe ich mit Verwunderung die Akzeptanz der Mittellenkung in den Individualverkehr, während doch eigentlich ein Investitionssprung im öffentlichen Verkehr- insbesondere im Güterverkehr- notwendig wäre.

    • Mehr Güterverkehr lässt sich mit der bestehenden Infrastruktur gar nicht auf die Schiene bringen. Viele Güter werden „just in time“ transportiert und Konsumgüter müssen zudem an ihren meist innerstädtischen Bestimmungsort kommen. Die Bahn ist aber nur auf langen Strecken einigermaßen wettbewerbsfähig. Ein Transport-Mix ohne schwere Lkw wäre bei unseren heutigen Ansprüchen an die Logistik gar nicht möglich.

      Was aber jeder für sich überdenken kann, ist das eigene Konsumverhalten. Hiervon hängt ab, was wann wohin transportiert werden muss. Dass ausgerechnet vermeintlich umweltbewusste Gutmenschen diesbezüglich tatsächlich mit gutem Beispiel vorangehen, wäre mir neu.

      • 300sel
        sagte am 14/04/2019 um 14:52 :“Mehr Güterverkehr lässt sich mit der bestehenden Infrastruktur gar nicht auf die Schiene bringen . . .“
        An den Ausbau der Schienenstrecken müssen wir sowieso ran (läuft ja auch zum Teil schon), weil wir auf der Straße auf den Kollaps zusteuern; die Flexibilität der Bahn erreichen wir durch Container-Einsatz in Verbindung mit verteilten Hubs. Industrielle wie private Kunden werden sich schon wieder anpassen.

      • Industrielle und private Kunden passen sich der Bahn nur an, wenn es keine Alternative gibt. Die gibt es aber mit der Straße und zum Teil auch mit anderen Verkehrsmitteln. Meiner Ansicht nach wären zum Beispiel die meisten Inlandsflüge gar nicht notwendig, wenn die Bahn ihre Fernzüge endlich einmal auf zeitgemäße Standards brächte, insbesondere was die Zuverlässigkeit des Ankommens angeht.

        Ich bin schon gespannt, wie lange die Deutsche Bahn braucht, um den Anschluss an den Brenner Basistunnel zu schaffen. Auch hier wird gerade richtig geschlafen.

  4. Der Sozialismus bedient sich verschiedener Strategien, um uns doch noch zu beherrschen. Er hat sich ein grünes Kleidchen übergezogen und seine Protagonisten arbeiten mit den gleichen Tricks wie Versicherungsverkäufer: Sie machen den Menschen Angst(„Waldsterben„, „Ozonloch„, „Rohrstoffe gehen zu Neige„, „Artensterben„, „Atomtod„, „Müllberge„, „Klimawandel„, „Abschmelzen der Pole und Gletscher„, …) und wollen uns dagegen ihre Ideologie verkaufen. Unter dem Motto „Die Welt am Abgrund – Nur wir können sie retten“ lassen sich Linksgrüne immer ein neues Schrecken-Szenario einfallen, um uns ein schlechtes Gewissen zu machen, uns das Geld aus der Tasche zu ziehen, mit neuen Verboten unsere Freiheit einzuschränken und uns umzuerziehen („Der neue Mensch„). Im Moment geht es gezielt um die Deindustrialisierung Deutschlands („Diesel„, „Kohle„, „Flugreisen„, „Plastik„, „Energiewende„,…). Wenn das Wirklichkeit wird, werden wir Massenarmut bekommen.

    • Deutschland wird die Massenarmut so oder so ereilen, da der „Sozialstaat“ seine Zahlmeister von Jahr zu Jahr mehr dazu zwingt auszuwandern, ohne es überhaupt zu realisieren. Zurück bleiben die Dümmsten der Dümmsten und eine Horde krimineller Analphabeten. Aber die schaffen das natürlich.

  5. Mit Rachel Carsons Buch „Silent Spring“ wurde die gegenwärtige Umweltproblematik erst angsterregend. Man missverstehe mich nicht; es war hohe Zeit, dass auf die Umweltproblematik hingewiesen wurde. Es ist jedoch nicht zu einem Aussterben der Singvögel gekommen, Die gegenwärtige Furcht vor Klimaerwärmung ist seriös nicht zu begründen. Es existiert kein valides Klimamodell und es ist fraglich, ob dies je gelingt.
    Die apokalyptischen Vorhersagen beruhen auf dem Zusammenaddieren von 17-35 verschiedenen Modellen, die zusammen völlig implausible Werte ergeben wie eine Erwärmung der Erdoberfläche auf 75°C bis 2100.

    Hinsichtlich Feinstaub verkündet nun der Oberarzt der Nation Lauterbach, der selber nie einen Patienten eigenverantwortlich behandelt hat, der sich für einen Tunnel statt einer Brücke in Leverkusen einsetzt: „Das würde in der Stadt tatsächlich, das habe ich damals mal ausgerechnet, mit einem Lungenfacharzt zusammen, wahrscheinlich bis zu 200 Todesfällen pro Jahr vermeiden, weil der Feinstaub viel gefährlicher ist als wir denken.“ In Leverkusen sterben jährlich etwa 150 Menschen; so hätten durch den Tunnelbau die Leverkusener das „ewige Leben“ mit entsprechendem Zuzug.
    Schon in der Vergangenheit habe ich die Meinung vertreten, dass Herr L. in nervenärztliche Behandlung gehört. Vielleicht können Sie sein mathematisches Modell nachvollziehen?

    Die wesentliche Umweltgefahr besteht für mich in der Freisetzung von 500.000 neuen organischen Kohlenstoffverbindungen in die Umwelt seit 1850, über deren Interaktionen und Folgen wir praktisch nichts wissen.

    Hinzu käme der Bioterrorismus, wobei man aus einer verdorbenen Konservendose (Botulinustoxin) zusammen mit allgegenwärtigen Darmbakterien und der im Internet bezeiehbaren Crisp‘r Genschere eine ultimativ tödliche nicht abwehrbare Biowaffe basteln kann. Kosten wären nach meiner Schätzung vernachlässigbar.

  6. Komme aus Krefeld und ausgerechnet dort befindet sich das Deutsche Institut mit den längsten Zählungsraten der Insektenvielfalt in NRW. Machen die drei Mal im Jahr seid 30 Jahren und die arbeiten wirklich nur wissenschaftlich für Statistiken. Sie messen die Anzahl der gefangenen Insekten immer mit der gleichen Methode auf den selben Wiesen und bestimmen auch Insektenarten, die überhaupt nicht mehr gefunden werden. Leider gehen ihnen in ihre Fallen signifikant über 50% weniger Krabbeltiere und ganze Käfer- und Fliegenarten sind nicht mehr auffindbar. Ich finde es gut, dass in Bayern es jetzt per Gesetz vorgeschrieben ist, erst einmal jede möglichen Erhaltungsweise dieser blöden Krabbeltiere möglichst zu verbessern, denn noch wissen wir nicht, ob wir diese uralten Geschöpfe tatsächlich brauchen. Also Mücken auf keinen Fall, denn keine Tierart verbreitet so viele Krankheiten wie Mücken und vor allem schlaflose Nächte. Die Beobachtung, dass nicht nur Menschen, sondern vor allem in südlichen Ländern lebende Insekten zur Zeit nach Norden auswandern, finde ich ebenfalls bemerkenswert. Schließlich hat es den Klimawandel schon immer gegeben. Wäre dies nicht der Fall gewesen, wären wir alle noch Neandertaler…dabei nichts gegen Wuppertaler!

    • Trifft sich mit unseren – nicht wissenschaftlichen – Beobachtungen von fliegenden und krabbelnden kleinen Biester. Sind echt weniger geworden, und gefühlt mehr als 50 %. Mücken, können wir auch gerne verzichten, nicht aber die Vogelwelt !

      Wenn Prof. Alexander Dilger die interessante Info aus Krefeld liest, wie ordnet er das ein in “ Fake news ? “ übers Insektensterben. Sind gespannt.

      • Die Einordnung ist doch ganz einfach. Insbesondere auf die Beobachtungen aus Krefeld stützte sich die These, dass weltweit alle Insekten aussterben würden. Das ist ein doppelt unzulässiger Schluss. Selbst in Krefeld sterben die Insekten nicht aus, sondern wurden aus vielerlei Gründen weniger, während die Verallgemeinerung auf die ganze Welt unzulässig ist.

    • …………….o.k. Seufz , Prof. Dilger, denke zu lokal, sie aber global. Zu meiner Rechtfertigung : Unsere Scholle interessiert, betrifft uns mehr als Indonesien oder Amazonas. Aber provinziell sind wir garantiert nicht.

      • Es ist doch nichts dagegen zu sagen, dass Sie sich vor allem für Ihre Angelegenheiten interessieren. Nur sollte man diese nicht mit der ganzen Welt verwechseln. Außerdem ist es vielleicht wie mit dem Klimawandel: Was spricht denn dagegen, wenn es hierzulande etwas wärmer wird oder weniger Insekten nerven? Schlimm wären ein exorbitanter globaler Temperaturanstieg oder ein Aussterben aller Insekten, was jedoch beides nicht zu erwarten ist.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.