Illiberaler Gesetzentwurf zur Widerspruchslösung

‚Spahn und Merkel wollen auf Zustimmung zu Organspenden verzichten‘. Dieses Ansinnen ist jetzt einen Schritt weiter, denn Bundesgesundheitsminister Jens „Spahn stellt neues Organspende-Gesetz vor“, welches die Widerspruchslösung in Deutschland vorschreibt. Wer vorher nicht widersprochen hat, wird demnach im Sterben automatisch zum Organspender, wenn die Organe denn verwertbar sind. Das ist völlig illiberal und ein Verstoss gegen die Menschenwürde. Ich habe zwar bislang einen Organspendeausweis (siehe ‚Neuer Organspendeausweis‘), aber wenn das Gesetz wird, werde ich schon aus Prinzip widersprechen. Freiheit statt Sozialismus für Organe, die jedem Einzelnen gehören statt dem Staat.

39 Gedanken zu „Illiberaler Gesetzentwurf zur Widerspruchslösung

  1. Die Widerspruchslösung hilft Leben retten auf Kosten des Druckes, sich zu Lebzeiten für eine Organspende entscheiden zu müssen. Diese Pflicht, ggf. zu widersprechen, ist aus Solidarität todkranken Menschen gegenüber aus meiner Sicht zumutbar. Deshalb dann gleich den aus nachlesbar guten Gründen ausgefüllten Ausweis zu vernichten, ist in der Sachenicht folgerichtig.
    Dr. med. Sabine Hartmann

    • Die Widerspruchslösung zwingt nicht zu einer Entscheidung, sondern nutzt es aus, dass sich die meisten Menschen in einer schwierigen und existenziellen Frage gar nicht entscheiden. Das kann angesichts der geringen Eintrittswahrscheinlichkeit durchaus vernünftig sein, weshalb ich auch den vorgeschlagenen Zwang zu einer Entscheidung ablehne. Warum werden nicht positive Anreize genutzt und Verfügungen über die Verwendung der eigenen Organe zugelassen?

      • Ich kenne so viele positive Anreize und auch Verfügungen, die NICHT genutzt werden… Der Mensch ist halt meist (leider) anderweitig ‚beschäftigt‘. Die Widerspruchslösung ist total sinnvoll, siehe Spanien….

      • Welchen positiven Anreiz gibt es denn? Rein utilitaristisch wäre es ohnehin nützlicher, politisches und reales Kapital (zumindest auch) anderswo einzusetzen. Durch bessere Krankenhaushygiene könnte z. B. ein Vielfaches an Menschenleben gerettet werden. Aber das ist weniger spektakulär und gewinnträchtig.

  2. Wer sich mit diesem Thema intensiv beschäftigt hat weiß, dass Organe von tatsächlich Toten nicht transplantierbar sind. Daher müssen diese Sterbenden entnommen werden. In der Schweiz gilt sogar die Vorschrift, daß Organentnahmen nur unter Vollnarkose erfolgen dürfen. Warum wohl legt man Tote unter Vollnarkose???

    Mein Körper ist kein menschliches Ersatzteillager! Ich trage immer einen Organspendeausweis bei mir, mit dem ich jeglicher Organentnahme widerspreche. Jens Spahn versucht sich als Weltenretter, ABER auf Kosten anderer Leute. Mit mir nicht!

  3. Ein sehr delikates Thema. Einerseits ist die Möglichkeit der Transplantation von Organen natürlich ein Segen für alle Organempfänger. Andererseits wird mit der geplanten Widerspruchslösung sowohl voreiligen Operationen Vorschub geleistet als auch dem vorsätzlichen Missbrauch Tür und Tor geöffnet (Vorbilder gibt es dafür inzwischen genug, z.B. https://de.wikipedia.org/wiki/Organraub_an_Falun-Gong-Praktizierenden_in_China). Eine Herztransplantation ist schließlich ein lukratives Geschäft für die ausführende Klinik und den behandelnden Chriurgen. Wie es um deren Ethos und Moral schon heute teilweise steht, dürfte hinreichend bekannt sein. Da kann einem bei der Vorstellung, was Herrn Spahns Pläne alles ermöglichen, schon grauen.

  4. Auch ich bin einerseits völlig fassungslos und empört über die Herangehensweise der Regierung. Andererseits reiht sich dieser Plan in die Haltung der Regierung gegenüber denen ein, die schon länger hier leben, insbesondere auch vor dem Hintergrund der vorsätzlich rechtswidrigen Politik der offenen Grenzen. Ein Vorschlag wie der von Spahn sieht die Menschen als Ersatzteillager: Es ist in der Tat ein Sozialismus für Organe und zeigt die Verachtung den möglicherweise Betroffenen gegenüber.

    Wenn diese Lösung kommt, werde ich in jedem Fall genauso handeln wie Sie: Widerspruch auf allen Ebenen, möglichst auch mehrfach und juristisch, damit nicht doch mit irgendeinem „Dreh“ gegen den eigenen Willen gehandelt werden kann. Denn so etwas wie Vertrauen in das Regierungshandeln gibt es bei mir schon ganz lange nicht mehr.

  5. Die Gegner der Widerspruchslösung sollten nicht nur ihren Widerspruch zur Organspende erklären, sondern konsequenterweise auch ihren Verzicht auf den Empfang eines Spendeorgans eines Hirntoten im Bedarfsfalle. Ich bin Organempfänger (2002) und werde mich weiterhin für das Überleben der derzeitigen und künftigen Wartepatienten einsetzen, also für die Widerspruchslösung, gegen den Organmangel, gegen den illegalen weltweiten Organhandel. Nach Artikel 2 Absatz 2 des Grundgesetzes hat Jeder das Recht auf Leben! Dagegen ist die uneingeschränkte (Hirn-)Totenruhe das schwächere Rechtsgut.
    Von Dr. jur. Michael Balke

    • Sie hatten eine Lebendspende bekommen, was ein anderer Fall ist. Impliziert das Recht auf Leben nicht auch das Recht auf ein menschenwürdiges Sterben? Das Hirntodkriterium ist nicht absolut sicher, bereits konzeptionell nicht und schon gar nicht im konkreten Einzelfall. Es gibt durchaus Fälle, wo für hirntot erklärte Menschen später wieder aufgewacht sind. In jedem Fall müssen die Körper der Organspender noch leben, da tote Organe nicht gespendet werden können.

      • Lieber Herr Dilger, in der Tat, mein Bruder Dirk Balke hat durch seine Lebendorganspende mein Leben gerettet. Sie wissen auch, dass ich mich lange gegen diese Form der Organspende gewehrt habe, weil ich zunächst nicht zulassen wollte, dass ein gesunder Mensch, mein Bruder, durch die gefährliche Lebendorganspende zum Patienten gemacht worden ist. Die Lebendorganspende ist nicht nur gefährlich, sondern zudem ineffektiv. Es kann so nur ein Mensch, nicht mehrere, wie bei der Hirntoten-Organspende, gerettet werden. Herr Dilger, es kann doch nicht in Ihrem menschlichen Interesse sein, wenn demnächst (bei dem deutschen hausgemachten Organmangel) noch mehr Lebendorganspenden nötig werden, um Organ-Wartepatienten zu retten. Außerdem haben Sie in Ihrem früheren Beitrag „Neuer Organspendeausweis“ viele gute Argumente für die Organspende benannt, die Sie jetzt – durch Ihren Hinweis auf Hirntote, die (in extremen Ausnahmefällen) wieder wach werden können, komplett in Frage stellen. Warum?

      • Ethisch gesehen sind Lebendspenden weniger problematisch, doch sie sind natürlich nicht bei allen Organen möglich oder vertretbar.

        Es gibt Argumente für und gegen Organspenden. Das sollte jeder für sich selbst entscheiden. Die Widerspruchslösung liegt auf einer anderen Ebene und ist ein schwerer Eingriff in die Freiheit, körperliche Unversehrtheit und sogar das Leben. Im Grunde ist es dann auch keine Spende von Organen mehr, sondern eine staatliche Verteilung. Dann ist es auch nur noch ein kleiner Schritt, bis jeder „spenden“ muss und auch der Widerspruch nicht mehr zugelassen bzw. missachtet wird. Sie haben sich doch schon dafür ausgesprochen, Widersprechenden keine Organe mehr zuzuteilen, sie also sterben zu lassen, wenn sie selbst ein Organ brauchen, was nur scheinbar fair ist (ebenso könnte man Gewalttätern, Rasern oder Steuerhinterziehern medizinische Hilfe verweigern wollen).

      • „ebenso könnte man Gewalttätern, Rasern oder Steuerhinterziehern medizinische Hilfe verweigern wollen“

        Kommt alles noch im Land, in dem wir so gut und gerne leben.

      • Genau hier ist das Problem. Mein Kind liegt im Krankenbett, die Hirnströme sind Null. Ihr Kind bleibt warm und sie sehen, wie sein Herz schlägt. Manche kommen hier im Leben nicht mehr zurecht. Ihr Kind wird in diesem Zustand zur Organentfernung gebracht. Das Diktat des Staates ist hier völlig fehl am Platze.

      • Bei Kindern ist doch alles noch viel schlimmer, sowohl beim Organspenden als auch Warten auf Organe. Kinder können darüber nicht selbst vernünftig entscheiden. Doch können Eltern wirklich wollen, dass ihren noch lebenden Kindern das schlagende Herz entnommen wird, selbst wenn diese das Bewusstsein verloren haben? Allerdings könnte dadurch einem leidenden Kind geholfen werden. Hier zweifle ich am Sinn eines medizinischen Fortschritts, der solche Dilemmata überhaupt erst schafft. Organspenden gibt es in der Natur und der bisherigen Menschheitsentwicklung nicht, weshalb wir auch keine gute Intuition dafür haben. Am besten wäre ein anderer medizinischer Fortschritt, der Organspenden überflüssig macht, weil z. B. mehr Krankheiten geheilt oder auch Organe gezüchtet werden können.

      • „Es gibt durchaus Fälle, wo für hirntot erklärte Menschen später wieder aufgewacht sind“
        Das ist jetzt kein prinzipieller Einwand, weil entsprechend Besorgte – zu Lebzeiten – widersprechen könnten. Um Sie, Herr Prof. Dilger, mit einem Vorteilsangebot umzustimmen, habe ich einen Vorschlag an Minister Spahn vorbereitet, in die vorgesehene Datenbank eine individuelle Einschränkung des Empfängerkreises aufzunehmen. Gegenwärtig müssen Sie doch mit Ihrem Spenderausweis damit rechnen, mit Ihrem Tode ausgerechnet Ihren schlimmsten Gegnern aus Politik und Wissenschaft (und vielleicht aus der Verwaltung) zum Weiterleben zu verhelfen. Zwar sehr liberal, aber doch vermutlich jenseits Ihrer Vorstellungen ?

      • Das ist ein prinzipieller Einwand, auch gegen die eigene Zustimmung. Wenn ganz sicher nur noch ein menschlicher Körper, aber kein menschlicher Geist und Bewusstsein (und keine Seele?) mehr vorhanden sind, spricht mehr dafür, die Organe anderen Menschen mit Geist und Bewusstsein zu überlassen. Tote im Grab brauchen ihre Organe weniger dringend. Wenn aber die Möglichkeit besteht, dass das Bewusstsein zurückkehrt oder sogar schlimmstenfalls das Zerstückeln bewusst erlebt wird, ist eine solche Organspende ein Übel, welches besser ganz verboten werden sollte.

        Bei den Verfügungen ging es mir weniger um den Ausschluss ganz bestimmter Einzelpersonen. Aber wie bei den Lebendspenden könnten z. B. konkrete Einzelpersonen als Empfänger vorgesehen werden, zumindest vorrangig. Wer würde nicht lieber für einen nahen Angehörigen oder guten Freund spenden, selbst wenn dieser auf der Warteliste etwas weiter hinten steht?

    • Nun ja, wenn man das schon so sehen will, dann kann man ja Homosexuelle auch generell von der Organspende ausnehmen. Schließlich dürfen sie auch kein Blut spenden. Mithin dürfte Herr Spahn konsequenterweise in der Logik von Dr. Balke auch keine Organe empfangen, weil er sie umgekehrt auch nicht spenden dürfte. Oder darf Herr Spahn zwar seine Organe zur Verfügung stellen, jedoch nicht sein Blut?

      • Homosexuelle dürfen (andere) Organe spenden, aber kein Blut. Ich vermute, dass das wirtschaftliche Gründe hat. Blutspenden sind inzwischen ein Massengeschäft und sehr aufwendige Tests sind zu teuer, so dass bestimmte Risikogruppen grundsätzlich ausgeschlossen werden.

  6. Ich hoffe, ich werde so alt, dass ich für eine Organspende nicht mehr in frage komme. Ich kann meinen inneren Zwiespalt nicht lösen. Kommt der Arzt an mein Bett und sagt, „Herr Krebs, wir haben ein neues Herz für sie“, dann werde ich mich womöglich freuen. Wenn ich dann denke,dass ich selbst nicht spende, habe ich einen argen Konflikt. Ich weiß auch nicht, welche Rolle Gott hier für mich spielt.

  7. Es gäbe eine liberale Lösung… wie so oft: Die vermied die Widerspruchslösung und mit sehr an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch den Spenderorganmangel…. Aber wir Linksliberalen sind ja „out“…

    • Bei bestimmten Organen gibt es wohl einen objektiven Mangel, selbst wenn alle dafür geeigneten Hirntoten spenden würden (solange man die Menschen nicht extra dafür umbringt, was niemand ernsthaft wollen kann, obwohl platt utilitaristisch sogar das gerechtfertigt werden könnte, wenn nur einer für ein Dutzend Organempfänger geopfert werden müsste). Trotzdem spielt das Verteilungsverfahren natürlich eine Rolle.

      • In China herrscht eben doch Sozialismus. Dem Staat bzw. der Partei oder genauer dem Parteiführer gehört alles, auch die Organe und das Leben seiner Untertanen.

      • So ist es. Auch Sozialismus / Kommunismus bringt eben Feudalismus hervor.

  8. Facts first: Die völlig unproblematische Organspende sind Augenhornhäute, die auch mehrere Stunden nach dem endgültigen Tod entnommen werden können. Weil die Entnahme hirntodunabhängig ist, kann Jeder zustimmen.
    Bluttransfusionen sind die älteste Form der Organtransplantation. Die Spende erfolgt stets zu Lebzeiten.
    Problematisch ist die Entnahme lebenswichtiger Organe nach dem sog. Hirntod, der eben nicht mit dem Tod des Gesamtorganismus identisch ist, wie schon der Name sagt.
    Man nimmt an, dass das Gehirn das eigentliche Ichorgan des Menschen ist und dass der Mensch nach dem Hirntod nie wieder das Menschsein erlangen wird. Die Diagnose ist zwar recht sicher aber nicht unfehlbar.

    Die Problematik ist aber eine andere: Beispielhaft nenne ich die Herztransplantation, die in Deutschland etwa 300 Mal jährlich durchgeführt wird. Würde man eine perfekte Organisation mit 100% Spenderausweisträgern organisieren, so würde sich diese Zahl nur auf ca. 600 erhöhen. Der Aufwand wäre gigantisch, mindestens 20 Milliarden Euro im Jahr (Prof. Krämer, Bochum).
    Als Herzspender benötigt man nämlich junge, möglichst sportliche Spender, die durch ein Schädel-Hirn-Trauma zu Tode kommen. Gerade jetzt beginnt ja die Motorradsaison. …
    Man würde also durch noch mehr potentielle Spender eine Unzahl von Hirntoten und endgültig Toten anhäufen, ohne mehr Herzspender zu gewinnen.
    Der größte Chirurg aller Zeiten, Prof. M. E DeBakey, Houston, meinte, zur Behandlung der Herz-Kreislauf-Krankheiten bräuchte man eine Pille für 10 Cent. Er selbst strebte die Entwicklung eines Kunstherzens und die Transplantation von Tierorganen an.
    Wenn wir maximal 600 Herztransplantationen im Jahr in Deutschland erreichen könnten, aber 60Tausend Menschen an einer terminalen Herzschwäche sterben, so erkennen wir, dass die spendergestützte Transplantation keine Lösung darstellt.

    Es muss auch berücksichtigt werden, dass der Transplantatempfänger aufgeklärt werden muss, dass er durch die OP nicht gesund wird, sondern in aller Regel auf dauernde Medikamenteneinnahme, ärztliche Überwachung angewiesen ist. Die psychischen Folgen will ich hier nur andeuten.

    • Ja, auf die hohen Kosten hatte ich bereits hingewiesen (auf den ersten Blick sollte Geld beim Retten von Menschenleben keine Rolle spielen, doch tatsächlich gibt man das Geld nicht für günstigere und damit effizientere Maßnahmen aus). Wichtig sind aber auch Ihre Hinweise, dass selbst dann, wenn jeder einer Spende beim Hirntod zustimmen würde, manche Organe trotzdem überhaupt nicht reichen würden und dass die Spender-Empfänger-Situation asymmetrisch ist. Als Spender werden vor allem junge Menschen gebraucht, die zum Glück nicht so oft sterben, während ältere Menschen meist die Empfänger sind und ganz alte Menschen eher nicht mehr zum Zuge kommen. In einer symmetrischen Situation würde Zustimmung auf Gegenseitigkeit Sinn machen: Wer ein lebenswichtiges Organ braucht, erklärt sich selbst zur Spende seiner anderen Organe bereit, falls er vor dem Empfang stirbt. Dann würden zwar immer noch Menschen sterben, aber nur ein Bruchteil.

  9. Das Herz ist die Seele des Menschen und steht stets im Mittelpunkt eines jeden Lebens. Das Herz freut sich, manche sind herzlos, wir haben Herzstimmung, wir lieben von Herzen, mein Herz ist erschüttert, wir lachen von Herzen usw. Was ist nun, wenn das Herz in ihrem Körper gar nicht ihr eigenes ist? Die meisten Menschen können das nur mit Psychopharmaka ertragen. Gerne wüsste ich auch,ob ein fremdes Herz die genetische Veranlagung beeinflussen kann.

    • Früher wurde eher das Herz als Sitz des Bewusstseins angesehen als das Gehirn. Geist und Körper gehören eigentlich auch zusammen und Organspenden gibt es in der Natur nicht. Die genetische Veranlagung wird jedoch durch ein fremdes Herz nicht beeinflusst, während ich von Hodentransplantationen noch nichts gehört habe.

      • Die Körper von Organspendern müssen noch leben, damit die Organe verwertet werden können. Bei ihrem Geist und Gehirn ist das zumindest noch möglich. Die Messung von Gehirnströmen ist eine viel zu unzuverlässige Methode, um auf dieser Grundlage Menschen zu zerstückeln. Dass das trotzdem gemacht wird und demnächst sogar ohne vorheriges Einverständnis der Betroffenen, ist ein großes Unrecht.

      • Wenn man sich das Procedere der Organentnahme so richtig durch den Kopf gehen lässt, hat das Ganze in der Tat etwas von Kannibalismus. Hinzu kommt der kommerzielle Aspekt, an dem (die nunmehr zudem unfreiwilligen) Organspender und ihre Hinterbliebenen in keiner Weise partizipieren. Das ist weder gerecht und sozial noch mit unseren sonstigen heutigen Wertvorstellungen vereinbar.

      • Es dürfen doch nicht einmal mehr Cookies gesetzt werden, ohne dass man jedes Mal zustimmen muss. Aber die Organe dürfen einem demnächst bei lebendigem Leibe ohne Zustimmung entrissen werden. Auch hier wird das Grundgesetz grob missachtet.

      • Nicht nur das Grundgesetz wird dabei missachtet, sondern eigentlich alles, was eine hochstehende Kultur (also sagen wir mal zumindest weiter entwickelt als die Chimu-Kultur oder die Azteken) ausmacht.

  10. Pingback: Freisprüche bei ärztlich assistierten Selbsttötungen | Alexander Dilger

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