IS ohne Gebiet definitiv kein Staat mehr

Es wurde schon mehrfach behauptet, insbesondere von US-Präsident Donald Trump, nun ist es endlich Wirklichkeit, das „Ende des IS-Kalifats: Die syrischen Kurden verkünden die Einnahme von Baghuz“, der letzten Stellung des selbsterklärten Islamischen Staates, der damit definitiv kein Staat mehr ist, sondern nur noch bzw. wieder eine besonders extremistische und gewalttätige Terrorgruppe. Der Gebietsverlust ist gut, doch es bleiben zahlreiche Risiken. So könnte der IS wieder Gebiete gewinnen, insbesondere falls sich die USA komplett aus Syrien zurückziehen sollten und die nun siegreichen und mit ihnen verbündeten Kurden der Gewalt des türkischen Präsidenten überlassen, der mit dem IS paktiert hatte (so schöne Freunde hat Frau Merkel). Auch und gerade ohne Gebiete könnte der IS wieder mehr Terroranschläge verüben, nicht zuletzt in Deutschland, dessen Regierung weiterhin Hunderttausende unkontrolliert ins Land lässt oder sogar Terroristen aktiv hierher zurückholt. Vor allem sind die Ursachen für den Erfolg des IS nicht beseitigt, was neue Gewaltwellen auslösen dürfte, selbst wenn der IS dabei keine bedeutende Rolle mehr spielen sollte. Dabei ist zu bedenken, dass längst nicht alle Muslime Islamisten, Extremisten oder gar Terroristen sind, sondern sie am meisten unter solchen Verbrechern zu leiden haben.

47 Gedanken zu „IS ohne Gebiet definitiv kein Staat mehr

  1. Nicht nur Sultan Recep Tayyip Erdoğan ist ein Freund Angela Merkels. Auch mit der Dynastie der Saud paktieren die feinen Mitglieder der NATO, allen voran die USA und Deutschland doch schon seit Jahrzehnten. Der Grund dafür ist ganz sicher nicht das gute Verhältnis der Saudis zu Israel oder ihr vorbildlicher Einsatz für westliche Werte und die Menschenrechte. Scheinheiligkeit hat eben eine lange Tradition. Auch in angeblichen Demokratien.

    • Exakt. Stimme Ihnen hier voll zu. Diese Heuchelei und Klientelagenda habe ich in meinem etwas langen Kommentar unter anderem auch thematisiert. Während wir bei der Betrachtungslage und strategischen Ausrichtung der AfD sowie ihres wenig schmeichelhaften Bildes über Ostdeutsche (ich bin übrigens Westdeutscher) oft anderer Meinung sind, so haben wir bei der Beurteilung der außenpolitischen Situation doch ähnliche Ansichten.

      • Ich schrieb ganz bewusst „fast“! Daher haben Sie zu ca. 0,1% Recht, während meine These zu 99,9% zutrifft.

      • Wenn in den USA inzwischen mehr Anschläge und mehr Opfer von Rechtsradikalen als von Jihadisten stammen, dann ist Ihre These wohl eher zu 100 % falsch.

      • Es ist offenkundig, dass die größte Gefahr für die Demokratie vom radikalen Islam ausgeht. Diese Grafik untermauert dies auch:

        Einzeltäter wie Breivik, oder Tarrant, sind isoliert und haben keine Unterstützer, welche ihren Kampf fortführen. Gemessen an dem, was wir hier in Europa an historisch beispiellosen Vorgängen erleben (systematische Politik gegen die eigene Bevölkerung, Masseneinwanderung, Islamisierung, Terroranschläge), würde es anderswo in der Welt täglich Anschläge geben.

        Dass es angesichts dieser Umstände trotz der massiven Repression gegen friedliche Patrioten sowenige Anschläge aus deren Reihen gibt, zeigt deren besonders tiefe demokratische Gesinnung.

        Alles was nun von den üblichen Verdächtigen aus den um ihre Pfründe bangenden Altparteien und ihren medialen Anhängseln zu hören ist, dient nur der Kriminalisierung der berechtigten Kritik und der Manifestierung der Zensur, wie am heutigen Tag auch wieder.

      • Welche Gefahr für die Demokratie geht denn vom radikalen Islam aus? Terroranschläge führen nicht zum Ende der Demokratie und als Wählergruppe sind alle Muslime noch viel zu unbedeutend zumindest in den westlichen Demokratien (während es entgegen anderslautenden Behauptungen auch Demokratien mit muslimischer Mehrheit gibt). Rechtsradikaler Terror nimmt zu und die Mehrheit oder zumindest eine sehr große Minderheit könnte zumindest theoretisch rechtsradikal werden, aber nicht islamistisch.

      • Wo nimmt „Rechtsradikaler Terror“ zu???
        Eine „rechtsradikale Mehrheit“ oder „sehr große Minderheit existiert nur in der Phantasie und Propaganda von Linksradikalen!

        Eine Bedrohung der Demokratie ist neben linksgrüner Autokratie die unkontrollierten Einwanderung von kulturfremden und gewaltaffinen Völkern und deren massenhaften biologischen Vermehrung!

      • Haben Sie den verlinkten Artikel gelesen? Demnach gibt es zumindest in den USA inzwischen mehr Anschläge und Opfer von Rechtsradikalen als von Islamisten. In Europa ist der Anteil stark gestiegen.

        Meine These war nicht, dass es eine rechtsradikale Mehrheit (oder auch nur eine für die AfD) gibt, aber diese wäre eine ernsthafte Gefahr für die Demokratie, während eine islamistische Mehrheit noch für Generationen ausgeschlossen ist, selbst wenn Frau Merkel und ihre Nachfolger so weitermachen sollten. Beim Terror ist es ähnlich. Es gibt z. B. Glück nicht so viele Rechtsradikale, aber deren Zahl könnte stark steigen, während die Zahl der Islamisten stets kleiner ist als die der Muslime.

  2. Ich habe den Konflikt in Syrien schon eine längere Zeit interessiert verfolgt.
    Und mit „interessiert“ meine ich nicht die hiesigen Mainstreammedien, die nicht nur oft mit den Informationen hinterher hinkten und wie besonders die Springer-Presse auch lächerlich tendenziös berichteten, sondern möglichst selbstständig „aus erster Hand“ und ohne zwischengeschaltete Erklärbären.
    Ab etwa 2014/15, also etwa in der Zeit, als der IS seine maximale Ausdehnung im Irak und Syrien hatte, wurde ich durch die Ereignisse (zunächst insbesondere durch die Verfolgung und Ermordung von christlichen und anderen Minderheiten) elektrisiert und ich fing an mich über verschiedene Twitter-Accounts (manche englisch-sprachig, manche nur teilweise) und unter anderem über diese Live-Karte

    https://syria.liveuamap.com/

    über das aktuelle Geschehen vor Ort auf dem Laufenden zu halten.

    Zunächst fiel mir schnell auf, dass es eben nicht nur Assad, die Kurden, Isis und die „Rebellen“ gab. Die sogenannten Rebellen waren teilweise an die hundert unterschiedlicher kleiner und großer Einheiten, die alle mehr oder weniger nah mit der Muslimbruderschaft und Al-Quaida verwoben waren. Auf den Demos gegen Assad sah man nie Frauen!

    Mir war schnell klar, dass alles irgendwie zusammenhängt: Unsere einseitige und unzureichende, teilweise sogar offen falsche Berichterstattung, die fast schon hündische Politik „unserer“ Altparteien, wenn es darum geht deutsche Interessen (aber auch ihnen kulturell nahestehende Menschen im Ausland z.B. Christen und säkulare Muslime in Syrien) zu vertreten. Der zunehmende Flüchtlingsstrom und die achselzuckende illegale Masseneinwanderung, der fanatisch verbissene Regime-Change-Versuch in Syrien durch eine breite Allianz von Saudi-Arabien, Qatar, Türkei, England, Frankreich, USA und Anhängsel wie Deutschland, die offene Unterstützung von radikal-islamischen Terrorgruppen, wie Ahrar al Scham (deren Busse sogar in Dresden und Berlin ausgestellt wurden), Nour al-Din al-Zenki und der FSA (verharmlosend Rebellen genannt werden, tatsächlich aber in Idlib Frauen als Radiomoderatorinnen verboten) durch den sog. „Westen“

    Mir war klar, dass der „Westen“ wie schon in Afghanistan nicht für mehr Demokratie sorgt, sondern in destruktiver, heuchlerischer und menschenverachtender Art islamistische Terror-Einheiten aus rein geostrategischer und selbstverneinender Art unterstützt, die nicht nur die säkularen Minderheiten in ihrer Region verachten, sondern auch unsere Lebensart und Kultur in Europa.

    Dieser Erkenntnisgewinn hat mich sehr betroffen gemacht und mir war klar, wie weit sich unsere Altparteien von dem entfernt haben, was eigentlich ihr Auftrag wäre: Es werden stabile, wenn auch nicht demokratische, so doch Frauen und Minderheiten schützende säkulare Diktaturen in Libyen und Syrien auf Grund geopolitischer Erwägungen bestimmter Kreise ins Chaos gestürzt, die UN-Hilfsmittel in den Flüchtlingscamps reduziert und gigantische Menschenmassen (die kompatibleren Syrer bleiben überwiegend in ihrer Heimat) nach Europa geleitet.

    Die Menschen in Deutschland werden mit der ewigen Nazikeule klein gemacht und passend dazu geht etwa 7 Monate nach Ausbruch des Syrien-Konflikts ein Wohnmobil in der thüringischen Provinz in Brand, obwohl die eigentliche zur Last gelegte Mordserie schon Jahre zurück lag. Im Bundestag werden 2012 die Bezüge auf Harz 4 Niveau angehoben und Werbefilme gedreht…

    Mir war auch klar, dass die AfD nur eine Alternative sein kann, wenn sie die Innen- und Außenpolitik neu denkt: Weg von der alten post-45 Ordnung hin zu einer Identitätspolitischen mit dem Fokus auf deutsche Interessen.

    Insgesamt hat sich so im Laufe der Jahre meine Verachtung für die Politik des „Westens“, allen voran der USA, vertieft und auch den Islam, eine Ideologie, die viele junge Männer für sich begeistern und verheizen lässt, betrachte ich, nach allem was ich im Internet gesehen habe, nur mit Geringschätzung.

      • Es ist nicht liberal, an Rohstoffen reiche aber ansonsten unterentwickelte Länder zu unterjochen. Egal ob das Amerikaner, Europäer, Chinesen oder sonst wer tun.

      • Das tun vor allem die Diktatoren vor Ort, die Sie an der Macht halten wollen. Die arabischen Ölstaaten sind keine normalen Entwicklungsländer. Venezuela hat sich selbst zurückentwickelt, was auch Deutschland droht.

      • Ihre haltlosen Unterstellungen und Stigmatisierungsversuche nerven.

        Natürlich gehören zur Unterjochung ohne Militärgewalt immer auch korrupte Regierungen (durchaus auch ‚demokratisch gewählte‘), die dafür empfänglich sind (Muammar al-Gaddafi war es nicht und mußte dafür mit dem Leben bezahlen). Aber gerade Ihre geliebten USA schrecken doch auch nicht davor zurück, solche Regierungen wegzuputschen und ihnen genehmere Diktatoren einzusetzen, wenn das ihren „geostrategischen Interessen“ dient. Was daran „liberal“ ist, sollten Sie hier einmal erklären, damit man Ihrem verschrobenen Liberalitätsverständnis folgen kann.

      • Sie pöbeln hier doch ständig in meinem Blog herum, ohne sich an die Fakten zu halten. Der letzte Irak-Krieg war ein schwerer Fehler, hatte aber wenig mit Öl zu tun. In Afghanistan wie Syrien geht es gar nicht um Öl und die USA haben zumindest momentan selbst mehr als genug davon.

      • Der Zweite Irak-Krieg hatte nichts mit Öl zu tun?
        Womit dann – mit Gas?
        … oder war es tatsächlich nur die Rache des George W. Bush für die aus dem Ersten Irak-Krieg (der natürlich auch üüüüüüüberhaupt nichts mit Öl zu tun hatte) gebliebene Drohung Saddam Husseins, seinen Papi umzubringen?

        In Syrien und Afghanistan geht es um Pipelines und um Gas.
        Das hat natürlich auch nichts mit Öl zu tun.

        Und ja, durch das äußerst umweltfreundliche Fracking haben die USA gerade mehr als genug Öl.
        Also alles supi.

        Herrliche Zeiten, in denen wir leben.
        Endlich werden keine Kriege um billiges Öl mehr geführt.
        *Sarcasm off*

      • Da ist es ja großartig, dass Ihre AfD so Putin-hörig ist, diesem selbstlosen Befreier der Krim und Unterstützer des Menschenfreundes Assad.

      • Sie glauben eben an den Irak-Befreier Colin Powell mit seinem nachweislich erlogenen Märchen von den Massenvernichtungswaffen des Irak und andere Verschwörungstheoretiker an anderen Unfug, der unbedarften Menschen als Begründung für Kriege aller Art aufgetischt wird. Seltsam nur, dass ausgerechnet die jüngere Geschichte der USA mit weitaus mehr alternativen Fakten gespickt ist als die anderer Großmächte.

      • Auch das behaupten Sie wider besseres Wissen. Bitte entschuldigen Sie sich, bis dahin schalte ich keine Fake News mehr frei von Ihnen.

      • Nur weil das Ihr Blog ist, haben Sie nicht das Recht, mir zu unterstellen, ich würde „Diktatoren an der Macht halten wollen“ (siehe oben). Und Widerspruch gegen solch unsinnige Unterstellungen dulden Sie in Ihrer Hochnäsigkeit natürlich auch nicht. Wo bleibt Ihre Entschuldigung für solch ein – leider schon des Öfteren von Ihnen an den Tag gelegtes – despektierliches Verhalten?

      • Natürlich habe ich das Recht, in meinem Blog und auch anderswo die Wahrheit zu schreiben. Wenn Sie sich darüber aufregen, dass die USA Diktatoren stürzen, folgt daraus logisch, dass Sie diese lieber weiter an der Macht sehen wollen. Man könnte doch sogar sinnvoll darüber diskutieren, ob das nicht vielleicht sogar das kleinere Übel wäre, aber an solchen Abwägungen sind Sie nicht interessiert, weil Sie dann die USA nicht mehr als böse dämonisieren könnten.

        Dagegen haben Sie platt gelogen, dass ich den zweiten Irak-Krieg der USA gutheißen würde. Ich habe schon seinerzeit dagegen argumentiert, was mir als antiamerikanisch vorgeworfen wurde, obwohl es mir damals wie heute nur um die auch und gerade von den USA vertretenen Werte ging. Der erste Irak-Krieg der USA stimmte damit auch vollständig überein, weil Kuwait überfallen und annektiert worden war. Die Annexion der Krim hätte schließlich ebenfalls einen Krieg gerechtfertigt, aber vernünftigerweise eben doch keinen Weltkrieg.

      • „Wenn Sie sich darüber aufregen, dass die USA Diktatoren stürzen, folgt daraus logisch, dass Sie diese lieber weiter an der Macht sehen wollen.“

        Ihre simple Umkehrlogik ist nicht richtig!
        Zum einen kritisiere ich nicht nur, wenn die USA Diktatoren stürzen, sondern, dass die USA und auch andere Militärmächte (z.B. UK, Frankreich und auch die UdSSR bzw. Russland) sich überhaupt in die Angelegenheiten anderer Länder derart einmischen.
        Zum anderen stürzen gerade die USA ja nicht nur Diktatoren, sondern gerne auch demokratisch gewählte Regierungen (siehe z.B. Salvador Allende in Chile), wenn ihnen diese nicht oder nicht mehr genehm sind.

        Was den Zweiten Irakkrieg angeht, ehrt es Sie, wenn Sie sich hier von der Haltung der Regierung George W. Bush distanzieren oder schon seinerzeit distanziert haben (was ich nicht zu beurteilen vermag, da ich Sie damals noch nicht kannte). Das gibt Ihnen aber nicht das Recht, mir zu unterstellen, ich wolle Diktatoren an der Macht halten. Isoferne sind wir quitt.

      • Logik ist wirklich nicht Ihre Stärke. Sie kritisieren „nicht nur“, aber eben auch, „wenn die USA Diktatoren stürzen“, sowie jede Einmischung in die Angelegenheiten von Verbrecherregimen, die also Ihrer Meinung nach schalten und walten können, wie sie wollen.

        In Chile gab es keinen US-Militäreinsatz, sondern einen chilenischen Militärputsch, wenn auch mit Unterstützung der CIA. Salvador Allende wurde demokratisch gewählt, aber er war Sozialist, der Zwangskollektivierungen mit verheerenden Folgen durchführen ließ. Dass ausgerechnet Sie sich dafür einsetzen, verwundert schon.

      • Wie Sie wissen, bin ich alles andere als ein Freund des Sozialismus. Allende mit Hilfe der CIA durch Pinochet zu ersetzen, war aber ganz gewiss kein demokratischer oder gar liberaler Akt.

    • Sie stellen die Geschichte des Bürgerkriegs in Syrien verkürzt dar. Sie beginnt bereits 2011 mit dem Arabischen Frühling und friedlichen Protesten z. T. von Kindern und Jugendlichen. Das Assad-Regime antwortete mit Massenmord und Folter von Zivilisten. Erst in der Folge dachte der Westen über ein Eingreifen nach (direkt erfolgte es erst deutlich später und allein gegen den IS) und formierte sich gewaltsamer Widerstand, der sich zunehmend radikalisierte und auch radikale Ausländer anzog. Dabei sind zumindest die Kurden keine Islamisten und haben auch Kämpferinnen in ihren Reihen, die sie nicht verstecken. Weshalb Sie deshalb pauschal die USA und den Islam verachten, kann ich nicht nachvollziehen.

      • Ich habe ja indirekt darauf hingewiesen, dass der Konflikt 2011 im März begann. Mir ist auch klar, dass dies im Zuge des sogenannten Arabischen Frühlings begann.

        Dass die Proteste zunächst verhältnismäßig friedlich waren, ist richtig. Allerding gab es schon dort unter den Protesten, die überwiegend von jungen sunnitischen Männern dominiert wurden, sektiererisch-islmsitische Äußerungen. Sowohl von Seiten der Demonstranten, als auch von den lokalen Wortführern mit dem Megafon wurden radikale Parolen skandiert, wie etwa Hetzte gegen Alawiten, oder auch Forderungen Frauen in saudischer Tracht (mit Gesichtsschleier) als Lehrerinnen zuzulassen…Davon gibt es heute noch Videoaufzeichnungen. Nicht unwesentliche Teile des Protestes waren bereits am Anfang extremistisch, wenn auch tatsächlich nicht alle. Diejenigen Sunniten mit demokratischen Anliegen, oder auch christliche oder alawitische Minderheiten, merkten recht schnell was das Kernanliegen der oppositionellen Mehrheit war: Mehr Sharia. Auch wenn sie mit Assad nicht sonderlich zufrieden waren, so haben doch die säkularen konfessionsübergreifend ihn fortan als das kleinere Übel angesehen.

        Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen, ich vermute mal, dass ich was den Syrienkonflikt angeht, schon mehr gesehen habe, als Sie. Sowohl grausame Szenen wie das Köpfen eines 14 jährigen Jungen auf der Pickup-Ladefläche eines al-Zenki Terroristen, die lange Zeit als relativ „Gemäßigte“ mit der FSA gegen Assad gekämpft haben, als auch unzählige Videos von Demos. Dort wo die Rebellen waren, sah man nie Frauen im Straßenbild, und wenn nur mit Niqab. Auch unzählige Videos und Bilder des Kampfgeschehens, bei dem teilweise binnen weniger Tage hunderte Kämpfer auf beiden Seiten gefallen sind. Jedenfalls ist mir klar geworden, dass es zwischen den sogenannten Rebellen und dem IS längst nicht so große ideologische Unterschiede gibt, wie uns das medial so verkauft wurde.

        Das die Kurden Islamisten sind, habe ich nie behauptet. Diese sind ja gerade verhasst bei der Mehrheit der radikal-sunnitischen Einheiten von FSA über Ahrar al-Scham, über Al Nusra (Al-Quaida-Ableger) bis hin zum IS. Dass heißt natürlich nicht, dass es nicht auch radikale Muslime unter den Kurden gibt, aber in ihrer Grundkonzeption ist die YPG moderat und hat auch ein paar Frauen in Uniform (wie übrigens Assad auch). Natürlich ist dies auch ein Stück weit eine PR-Aktion, mit der außerdem die unzähligen radikalen Rebellenfraktionen geärgert werden sollen…

        Aktiv öffentlich werden nur die Kurden unterstützt, tatsächlich wurden aber zumindest unter Obama doch auch die FSA und sicherlich auch zumindest mittelbar (durch temporär-lokales Kooperieren) andere mächtige Gruppen wie Ahrar al-Scham oder al-Zenki unterstützt.

        „Die USA haben die FSA mit Waffenlieferungen im Wert von mehreren Millionen Dollar unterstützt und den Sold für Tausende Rebellen gezahlt. Die Hilfe lief über den Geheimdienst CIA.“

        https://www.handelsblatt.com/politik/international/syrien-keine-militaerhilfe-fuer-fsa-rebellen-aus-den-usa/22729292.html?ticket=ST-3430101-uCg4CCjnFfNjRCHngS4M-ap3

        Als sich die Berichte sogar unter den US-Bürgern häuften, mit welchen Leuten man in Syrien paktiert, zog Trump nach und nach die Reißleine. Längst ist auch in den USA unter der einfachen Bevölkerung der Groll über die außländischen Aktivitäten und die nicht vorzeigbaren Partner groß.

      • Ich glaube Ihnen, dass Sie mehr Videos zu Syrien gesehen haben als ich. Allerdings halte ich deren Erkenntnisbeitrag für gering.

      • Was ist denn das für eine unsubstantiierte Behauptung?
        Wo sind diese „Fakten“ zu finden?
        Haben Sie wirklich belastbare Quellen oder quaken Sie einfach nur im Konzert der US-hörigen „Transatlantiker“ mit?

      • Einfach mal googeln. Massenhafte Morde und Folter an friedlichen Zivilisten durch das Assad-Regime sind gut belegt. Allein umstritten ist die Verantwortung für mehrere Giftgasangriffe auf Zivilisten, obgleich es auch dafür deutliche Evidenz gibt.

      • Die angeblichen oder tatsächlichen Giftgasangriffe werden ja gerne von den sogenannten Weißhelmen reklamiert. Interessanterweise halten sich die Weißhelme nur dort auf, wo die der Muslimbruderschaft und Al-Quaida nahestehenden Rebellen die Gebiete kontrollieren. Weder bei der YPG/ SDF, noch bei Assad befinden sich diese. Reichlich komisch das ganze. Und dafür gibt es dann 2016 sogar einen Oscar. Da hat der Showbusiness deine ganz eigene Bedeutung.

        Da ich durch das intensive, zeitweise fast tägliche Verfolgen des Konfliktes einen recht guten Überblick über die Kräfteverhältnisse bekommen habe, weiß ich, dass Assad auch Dank der Russen, Iraner und der libanesischen Hisbollah seit etwa Ende 2015, Anfang 2016 zunehmend die Oberhand über fast alle strategisch wichtigen Gebiete zurück bekam. Als man Ende 2016 auch Aleppo wieder einnahm, war man eigentlich militärisch endgültig in der Oberhand.
        Hier zur Verdeutlichung noch einmal die Live-Karte:

        https://syria.liveuamap.com/

        Wie man der Live-Karte entnehmen kann, befindet sich mit Ausnahme der von der YPG/ SDF kontrollierten Gebiete sowie einem kleinen von Erdogan besetzten Streifen ja eigentlich nur noch die von Landwirtschaft geprägte Provinz Idlib (grüne Fläche im Norden an der Türkei angrenzend) in der Hand der „Rebellen“: Am kämpferisch stärksten ist dies vor allem das Islmistenbündnis Hayat Tahrir al-Sham (HTS), welches unter anderem aus der Nusra Front hervorgegamgen ist und ein direkter Ableger von Al-Quaida ist. Weitere nahmhafte Kräfte sind dort Ahrar al Sham, Turkistan Islamic Party (überwiegend Uiguren) und Reste der FSA. Außerdem noch ein paar IS-Zellen. In diesem Islamisten-Biotop haben die vom „Westen“ unterstützten Weißhelme sich niedergelassen.

        Warum man, wenn man militärisch und strategisch überall auf der Siegerstraße ist, noch mit Giftgasanschlägen in Islamistengebieten drastische Racheaktionen des „Westens“ riskieren soll, erschließt sich mir nicht.

      • Das Assad-Regime hat dank der Russen den Bürgerkrieg gewonnen. Über deren wenig zimperliche Methoden wird hierzulande sehr wenig berichtet. Ich vermute, dass sich auch die Kurden noch mit dem Assad-Regime arrangieren werden, weil dieses für sie das kleinere Übel im Vergleich zur Türkei ist. Die Islamisten kann man dann einfach nach Deutschland durchwinken…

      • „Die Islamisten kann man dann einfach nach Deutschland durchwinken…“

        Ähnliches wird ganz gewiss passieren.

        Da sich Assad nun allem Anschein nach anschickt auch die Provinz Idlib zurückzuerobern, in der die unzähligen von mir bereits erwähnten äußerst gefährlichen Islamistentruppen überwiegen, haben diese – sofern sie nicht im Kampf fallen – nur den einzigen Fluchtweg nach Norden in die Türkei.

        Durch die unzähligen Kapitulationsabsprachen der bei Kämpfen gegen Assad unterlegenen Islamisten sind im Laufe der letzten Jahre unzählige radikale Islamisten samt Familien aus allen möglichen Ecken Syriens mit Bussen nach Idlib zu ihren Gesinnungsgenossen gekarrt worden. Das bedeutet, dass nun, da Isis quasi weg ist, der Großteil der sich in Syrien befindenen islamistischen Extremisten mit ihrern Familien in der Region Idlib konzentriert ist.

        Viele, wie zum Beispiel auch die besonders radikal-islamistischen Uiguren, die sich ja auch illegal in Syrien aufhalten, haben nicht mehr viele Möglichkeiten. Assad macht mit ihnen kurzen Prozess, China will sie auch nicht haben, die haben ja immer noch genug Probleme mit den dortigen Uiguren. Also werden diese sich auf den Weg nach Europa, sprich unter anderem Deutschland aufmachen und dort behaupten, sie kämen frisch aus China und wären die armen Unterdrückten…Gleiches gilt für viele andere Extremisten, die ja in vielen Fällen längst bei Assad aktenkundig sind…Diese werden, wenn sie die Kampfhandlungen überlebt haben, wahrscheinlich in Deutschland aufschlagen…

        Und diese Terroristen in Idlib sind richtig radikal, da werden wir noch viel Freude bekommen…

  3. Die Kritik gegenüber den außenpolitischen Aktivitäten der USA, Saudi-Arabiens und ihrer treuen Regierungen in Europa mag vielleicht teilweise etwas überspitzt sein, aber völlig aus der Luft gegriffen ist dies doch nicht. Wer sich seit nunmehr über 7 Jahrzehnten derart in fremden Ländern einmischt (oft ungefragt), muss sich auch harte Kritik und genaueres Hinsehen gefallen lassen.

    Deswegen ist man noch lange nicht „antiamerikanisch“. Mal ganz davon abgesehen, dass die USA nicht ganz Amerika repräsentieren, so wäre man nur „antiamerikanisch“, wenn man sich über die normale Bevölkerung mit Hass und Verachtung äußert. Da sich hier aber nur abschätzig über das Agieren des US-Amerikanischen Machtapparates (repräsentiert durch die Regierung und einiger einflussreicher Kreise aus Finanz & Rüstung) sowie das diesen stützende Mehrheitswahlrecht und Medienkartell geäußert wird, kann von der Keule „antiamerikanisch“ nicht die Rede sein. Übrigens bedeutet dies auch noch lange nicht, dass man ein „Putinversteher“ ist. Unkritische „Putinversteher“ gibt es sicherlich, auf mich und „300sel“ sowie die meisten in der AfD bezieht sich dies jedoch nicht. Mir ist auch vollkommen klar, dass Assad und Gaddafi keine lupenreine Demokraten sind/ waren. Das gilt aber für viele Länder der Welt, in abgeschwächter Form auch für Deutschland…

    Man muss auch begreifen, dass es de facto nicht möglich ist, in einem mehrheitlich islamischen Land eine Demokratie zu etablieren. Schuld hierbei ist neben mangelnder Bildung und der Unterdrückung von Frauen auch der politische Gestaltungsanspruch, der dem Islam qua Koran und Hadithen innewohnt. Als in Ägypten mit ca 90% islamischer Bevölkerung 2011 die erste Wahl nach Mubarak stattfand, wählten die Menschen zwei islamistische „Parteien“ auf zusammen knapp 66%. Da die 10% Christen diese garantiert nicht gewählt haben, wird der Anteil unter den Muslimen noch höher gewesen sein.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Parlamentswahlen_in_%C3%84gypten_2011/2012

    Das Beispiel zeigt, in mehrheitlich muslimischen Ländern gelten eigene Gesetze und nur säkulare Diktaturen ermöglichen einigermaßen zivilisatorische Standards, Frauen- und Minderheitenschutz. Unter der Herrschaft von Assad und Gaddafi gab es keine offenen Scheunentore nach Europa. Seit dem unter kräftiger Mithilfe von außen angezetteltem Chaos gibt es den riesigen Migrationsstrom nach Europa.

    Wenn es nicht direkt um Öl geht, geht es ganz nach dem „kalten Krieg-Weltbild“ um geostrategische und wirtschaftliche Interessen: Welche Regierung kooperiert und erwirbt Rüstungsgüter, oder lässt Pipelines durch sein Gebiet legen. Dass Russland ähnlich verfährt, macht die Heuchelei nicht besser.

    Dass die USA schon mit vielen Antidemokraten, wie zum Beispiel die Taliban oder islamistische „Rebellen“ in Syrien paktiert hat, ist Tatsache. Eine Anfrage der AfD hat ergeben, dass die SPD und CDU Bundesregierung die außenpolitischen Interessen der USA mit jährlich 35-40 Millionen Euro in Syrien fördert.

    https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2018/bundesregierung-foerdert-syriens-opposition-mit-millionenbetraegen/

    Mit diesen Beträgen, die in Deutschland besser investiert wären, werden die sogenannten Rebellen, die keine Frauen auf Demos und als Radiomoderatorinnen dulden, gepampert. Menschen die den säkularen Staat und die Demokratie verachten, werden gefördert und der Konflikt und das Leiden werden hinausgezogen…Ein Skandal, wie die ganze auslandhörige Bundesregierung selbst. Nein, es müssen weder die Interessen Saudi-Arabiens, der USA oder Russlands vertreten werden. Es müssen deutsche, österreichische, französische, italienische, skandinavische und zivilisatorische Interessen vertreten werden.

    • Natürlich äußern Sie sich antiamerikanisch und islamfeindlich, weil Sie pauschalieren und relativieren. Die USA haben schwere Fehler gemacht und haben gelegentlich auch schlechte Präsidenten (wie ganz aktuell), aber handeln doch ganz anders und aus anderen Motiven als z. B. Russland oder gar das Assad-Regime.

      Im Übrigen ist es im deutschen Interesse, eng mit den USA verbündet zu bleiben. Frau Merkel gefährdet das, doch Sie würden am liebsten mit Herrn Gauland dieses Bündnis ganz aufkündigen, weil Großmachtsträume den Blick auf die harte Realität vernebeln. Tatsächlich ist Deutschland viel zu klein und schwach, um sich noch ernsthaft selbst verteidigen zu können, geschweige denn im Konzert der globalen Groß- und Supermächte eigenständig mitzuspielen. Wer davon träumt, müsste doch für die EU als Imperium sein.

      • Wieso ist man „antiamerikanisch“, wenn man die diversen außenpolitischen Aktivitäten nach dem Schema „Anspruch (kämpfen für Demokratie) und Wirklichkeit (mehrfaches Paktieren und Unterstützen von antidemokratischen Terrorgruppen)“ beleuchtet. Wer die Demokratie stets mit großer Geste wie eine Monstranz vor sich her trägt, der muss sich schon fragen lassen, warum er mit den Taliban, Saudi-Arabien, Ahrar al Scham, Nour al-Din al-Zenki und der in der Realität nicht wirklich demokratischen FSA paktiert (weitere Beispiele nenne ich hier mal nicht…). bekämpft man Antidemokratie mit noch größerer Antidemokratie?

        Ist man etwa auch „antitürkisch“, wenn man die außenpolitischen Aktivitäten Erdogans in Syrien und anderswo kritisiert?

        Auch wenn es bereits viele US-Präsidenten gab, in vorsichtig ausgedrückt ungünstige außenpolitische Aktivitäten waren doch in den letzten Jahrzehnten schon sehr viele verwickelt. Sei es nun der Vietnamkrieg, die diversen Irakkriege inklusive den Brutkastenmärchen für die US-Bevölkerung, die diversen Konflikte in Afghanistan (zuerst mit den Taliban, dann gegen sie, und nun wieder am Verhandlungstisch…), das militärische Eingreifen auf dem gebiet Syriens ohne eine Erlaubnis der syrischen Regierung, das nunmehr 70 Jahre lange Paktieren mit der menschenverachtenden saudischen Führung…

        Ich hege keine „Großmachtsträume“, Gauland auch nicht, der in der AfD sogar vehement für ein Bleiben in der US-dominierten NATO warb. Als Patriot, der die kulturelle Einzigartigkeit der Welt behalten will, sind mir jegliche neumodische Extremismen, egal ob es Nationalismus, Kommunismus oder Multikulturalismus ist, vollkommen fremd. Das Anzetteln und Schüren von Konflikten anderswo in der Welt unter der Vorgabe eines Demokratiemehrwerts lehne ich eindeutig ab.

        Das Deutschland, oder auch die meisten anderen europäischen Länder zu schwach sind sich selbststöndig zu wehren, ist richtig. Mir würde es bereits genügen, sich nicht an fremden fadenschenigen Kriegen zu beteiligen. Zumal dann, wenn man offensichtlich nicht nur Demokraten auf seiner Seite hat.
        Idealerweise würde sich sowieso das US-amerikanische Volk von seinen eigenen uralten Eliten emanzipieren. Das aber ist nicht die Aufgabe der Deutschen und Europäer. Wir müssen bei uns selber anfangen emanzipiert für unsere Interessen einzustehen, ganz ohne utopische „Großmachtsträume“, aber endlich mal mit einem etwas geraderen Rücken. Was die EU angeht: Ich bin, wie es auch AfD Leitmeinung ist, für ein Europa der Vaterländer in friedlicher, partnerschaftlicher Koexistenz. Das kann in einer abgespeckten , reformierten EU sein, muss es aber nicht zwingend.

      • Sie kehren alles über einen Kamm. So stiegen die USA in den Vietnamkrieg ein, um den Süden gegen Angriffe des kommunistischen Nordens zu verteidigen. Die Ausgangslage war ähnlich wie in Korea, nur Verlauf und Ende waren anders. Der erste Irak-Krieg der USA war zur Befreiung Kuwaits vollständig berechtigt. Auch der Afghanistan-Krieg war berechtigt, nachdem die Taliban den Urhebern der Anschläge vom 11. September weiter Unterschlupf gewährten. Der Hauptfehler war wie beim zweiten Irak-Krieg, sich nicht schnell wieder zurückzuziehen, was auch die eigene Glaubwürdigkeit in zukünftigen Konflikten untergräbt.

        Wir stimmen überein, dass zumindest Deutschland sich aus all diesen Konflikten grundsätzlich heraushalten sollte. Dafür müsste die deutsche Regierung aber den USA an anderer Stelle entgegenkommen, nämlich bei den eingegangenen Verpflichtungen, einen angemessenen Beitrag zur eigenen Verteidigung zu leisten. Ebenso bin ich für ein Europa der Vaterländer. Die EU entwickelt sich nicht gut, sollte aber nur im Notfall ganz aufgegeben werden, weil wir nicht wissen, was nach ihr käme.

    • Patriot sagte am 24/03/2019 um 22:30 :
      „Die Kritik gegenüber den außenpolitischen Aktivitäten der USA, Saudi-Arabiens und ihrer treuen Regierungen in Europa mag vielleicht teilweise etwas überspitzt sein, aber völlig aus der Luft gegriffen ist dies doch nicht. . . .“
      Sie ist vom Ansatz her falsch, weil bei diesen Aktivitäten stets langfristige rationale Planung in erwünschter Richtung unterstellt wird und dann zu Rundumschlägen führt, wie wir sie auch von Lafontaine u.a. kennen – Rechthaberei statt Erkenntnisgewinn. Links und Rechts ähneln sich in Methoden und Inhalt der politischen Auseinandersetzung. Die außenpolitischen Ergebnisse deuten eher auf das Gegenteil dieser Unterstellungen hin. Präsident Bush sen. hat auf Grund seiner außenpolitischen Erfahrungen mit seinem gebremsten Desert Storm und seinem Verhalten zu China nach dem Massaker auf dem Tianamen-Platz Entscheidungen getroffen, die im Nachhinein allgemein gebilligt werden.

      • Die USA sind ein Hort der Freiheit. Warum wohl wollen so viele Menschen weltweit dort hin, ABER nicht von dort fort?!?

        Die USA haben oft versucht Freiheit und Demokratie zu exportieren. Im Falle von Deutschland und Japan mit Erfolg. ABER bei Staaten mit vollkommen anderer kultureller Prägung sind sie leider dabei oft gescheitert.

        Die amerikanische Außenpolitik hatte nicht immer eine glückliche Hand und hat oft auf „falsche Freunde“ gesetzt. Die Mehrheit der Amerikaner, gerade die Konservativen, stehen zwar sehr treu zu ihrem Militär, ABER sie sind die Rolle als „Weltpolizist“ leid und lehnen jahrelange Einsätze in fernen Ländern ab, die viel Geld und einen hohen Blutzoll fordern. Durch meine Familie in den USA kenne ich die Verhältnisse von innen.

        Deutschland als Exportnation braucht Freunde in der ganzen Welt! ABER mit den USA teilen wir Werte wie Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Föderalismus und Demokratie. Den USA verdanken wir (West-)Deutschen, dass wir trotz der Vernichtungen im 2. Weltkrieg an der Seite zivilisierter Nationen unseren Platz einnehmen konnten und auch die Wiedervereinigung nach dem Zusammenbruch des Ostblocks. Ich bin sehr dafür, dass wir gute Beziehungen zu Russland pflegen, ABER trotz meiner umfänglichen Unterstützung für die AfD werde ich nicht verstehen und niemals akzeptieren, wenn Nationalisten Deutschland von den USA weg, hin zu den Russen drängen wollen!

      • Die USA sind nicht nur enge Verbündete von Deutschland, sondern auch Freunde. Das schließt andere Partner nicht aus. Ein gutes Verhältnis zu Russland ist auch wichtig, aber etwas anderes und nicht im Tausch dafür zu haben.

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