Trump will Brasilien in der NATO und Deutschland seine Zusagen brechen

„Donald Trump stellt Brasilien Nato-Beitritt in Aussicht“. Das ist hoffentlich nicht ernst gemeint, könnte sonst jedoch zum Ende der NATO beitragen. Brasilien liegt nicht nur nicht am Nordatlantik, sondern hat ganz andere Sicherheitsinteressen als Europa. Warum sollte es die baltischen Staaten verteidigen oder umgekehrt sich die Bundeswehr in lateinamerikanische Konflikte einmischen. Tatsächlich dürfte es dem brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro vor allem um ein gutes Verhältnis zu den USA und leichtere Waffenkäufe gehen, während sich der aktuelle US-Präsident mehr als Verkäufer denn als Militärstratege fühlt.

Tatsächlich droht der NATO eine viel ernsthaftere Gefahr von der deutschen Bundesregierung. Denn Bundesfinanzminister Olaf „Scholz kassiert Deutschlands Nato-Zusagen“ mal ganz nebenbei mit Rückendeckung der schlechtesten Bundeskanzlerin aller Zeiten. Eigentlich hatte sich Deutschland gegenüber seinen NATO-Partnern verpflichtet, mindestens zwei Prozent seines Bruttoinlandsprodukts (BIP) in die Verteidigung zu investieren (ökonomisch betrachtet ist das eigentlich Konsum, doch strategisch gesehen ist es eine günstige Investition, damit unsere NATO-Partner, vorneweg die USA, weiterhin für unsere Sicherheit sorgen). Doch nicht einmal das nicht sehr ehrgeizige Zwischenziel, bis 2024 auf 1,5 Prozent des BIP zu kommen, ist nach den jüngsten Regierungsplänen noch zu halten. Das ist Sparen an der falschen Stelle verbunden mit einem schweren Wort- und Vertrauensbruch.

Zugleich fabuliert die neue CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer unter dem Beifall ihrer Amtsvorgängerin und Kanzlerin Merkel von einem deutsch-französischen Flugzeugträger (siehe „Die gewagte Idee vom EU-Flugzeugträger“). Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen vergeudet hingegen den Wehretat lieber für überteuerte und meist überflüssige Beraterverträge sowie das Segelschulschiff Gorch Fock. Die deutsche Regierung kann eben inzwischen nicht einmal mehr ein Segelschiff bauen lassen, geschweige denn einen Flughafen oder gar einen Flugzeugträger (mit Solarenergie betrieben?).

12 Gedanken zu „Trump will Brasilien in der NATO und Deutschland seine Zusagen brechen

  1. Brasilien liegt nicht am Nord-Atlantik, sondern am Süd-Atlantik.
    Aber die Türkei liegt auch nicht am Nord-Atlantik und nur zu 5% ihres Staatsgebietes in Europa!

    UvdL, schlechtester Verteidigungsminister aller Zeiten (!), hat ja bereits spezielle Uniformen für schwangere Soldatinnen anschaffen lassen. Kommt demnächst Flecktarn im Regenbogen-Look für schwule Soldaten? Mit den Taliban in Afghanistan könnte die Bundeswehr Stuhlkreise bilden und geschossen wird dann nur noch mit Konfettikanonen und Wattebällchen.

    Ein Flugzeugträger wird UvdLs (Alb-)Traumschiff werden. Wenn die Bauzeit ähnlich lange dauert, wie beim Regierungsflughafen in Berlin, könnte der Flugzeugträger posthum „MS Angela Merkel“ heißen… 😦

  2. Da es auf See meistens etwas windiger ist, stelle ich mir den zu bauenden Flugzeugträger als schwimmenden Windpark mit einer großen Windkraftanlage als Mast vor. Etwaige Probleme der Flugzeuge während des Starts oder bei der Landung auf der MS Angela sind dabei nicht zu berücksichtigen, da künftige Flugzeuge aus Klimaschutzgründen nur noch zum Transport von Regierungsmitglieder*Innen eingesetzt werden dürfen.

    • Wer sagt denn, dass auf der „MS Angela“ unbedingt Flugzeuge starten und landen müssen? So eine große asphaltierte Plattform würde sich doch vorzüglich als Fähre für die friedliche Mission der Überfahrt von Fachkräften über das Mittelmeer eignen. Jedenfalls bei schönem Wetter.

  3. Der tägliche politische Blödsinn nimmt nun mal kein Ende. Mittlerweile rege ich mich nicht mehr darüber auf. Allerdings ….. Flugzeugträger? Das setzt der Farce noch einen drauf. Ich dachte, wir sind Verteidigungsland. Dürfen wir jetzt Krieg spielen?

  4. Was den Flugzeugträger betrifft ist doch klar, dass sich Macron seigentlich nur einen weiteren Flugzeugträger für Frankreich wünscht, um seine Kolonialinteressen in Afrika weiter durchsetzen zu können. Wie Öl, Gas, Uran usw.. Es reicht nicht immer die faktische Knechtschaft durch den CFA-Franc, manchmal geht es robuster zu, siehe Mali. DEUTSCHLAND bezahlt und wird benutzt. Ich wußte bisher nur nicht, dass sich der Grundgestz Artikel 120. (1) „Der Bund trägt die Aufwendungen für Besatzungskosten“ so weit dehnen/auslegen läßt. Doch wenn es um seine Interessen geht ist Frankreich (siehe EZB, IWF) sehr erfindungsreich.

    • Es ist wohl tatsächlich der Hintergrund, dass Frankreich einen neuen Flugzeugträger braucht und sich Deutschland gerne an den Kosten beteiligen darf ohne irgendeinen erkennbaren Nutzen. Da das aber auf die meisten Projekte von Frau Merkel zutrifft, sehe ich auch hier tatsächlich die Gefahr der Umsetzung.

      • Nein, als Mittelmeerfähre für Flüchtlingsdarsteller.
        Bei schönem Wetter ist eine sichere Deckpassage von Ceuta nach Algeciras für jeweils bis zu 50.000 Personen sechs mal täglich möglich. Macht im Jahr unter optimalen Bedingungen 100 Mio. Passagiere je universell einsetzbarem Flugzeugträger.
        „Wir“ schaffen das!

  5. Pingback: Bundeshaushalt gegen Bildung und Investitionen | Alexander Dilger

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