Falsche Subventionen fürs Fliegen und eigene Flieger

Dass Flugbenzin nicht adäquat besteuert wird, wusste und kritisiere ich (siehe ‚Billigflug nach Wien‘). Die (nicht zuletzt deshalb) zunehmende Fliegerei mit eigenen Privatflugzeugen profitiert jedoch noch von weiteren Steuervorteilen (siehe „Plane stupid: Private jets receive ludicrous tax breaks that hurt the environment“), die mir so bislang nicht bekannt waren. Donald Trump lässt sich und seine megareichen Freunde in den USA gar die Kosten eines Privatflugzeugs vollständig von den Bundessteuern abziehen, aber auch in der EU kommt man zumindest um die Umsatzsteuer herum. Fliegen sollte nicht besonders besteuert werden, weder mehr noch weniger als vergleichbare Aktivitäten. Der Status quo ist ungerecht, ineffizient und umweltschädlich zugleich.

19 Gedanken zu „Falsche Subventionen fürs Fliegen und eigene Flieger

      • Es gibt vieles, was in Deutschland noch sinnvoll privatisiert werden könnte. Mir fällt da allerdings nicht zuerst der Wetterdienst ein.

      • Ich bin sehr für Privatisierung, ABER auf keinen Fall die Wasserversorgung!

      • Der private Wetterdienst von Jörg Kachelmann ist schon seit Jahrzehnten führend was die Genauigkeit seiner Vorhersagen angeht. Kachelmann macht vor, dass oft mit einfachen Mitteln (er betreibt eine sehr große Anzahl an Wetterstationen, die bei nichtprofessionellen Partnern stehen) mehr erreicht werden kann als mit schwerfälligen staatlichen Apparaten.

  1. Nur Flugbenzin für die kommerziell betriebene Luftfahrt ist steuerbefreit. Als Privatpilot oder Hobbypilot müssen Sie genauso tief in die Tasche greifen wie die Melkkuh Nr. 1 der Nation, der Autofahrer.

      • Genau das sagte ich doch (kommerziell betriebene Luftfahrt = gewerbliche Anbieter).

      • Das ist natürlich richtig. Es ist aber im Grunde nichts anderes, als wenn Sie als Privatperson mit einer größeren Airline von A nach B fliegen. Zum Beispiel an Ihr Urlaubsziel.

      • Es ist schon ein Unterschied wie auch die Fahrt in einer gemieteten Limousine mit Privatchauffeur etwas anderes ist als mit der Bahn, 2. Klasse, in der Ihr reservierter Platz fehlt und die Klimaanlage mal wieder ausgefallen ist.

      • Die Bahn ist ein Schienenfahrzeug, eine Limousine mit Chauffeur nicht.
        Aber vermutlich wollen Sie darauf hinaus, dass Sie sich beim Chartern eines Kleinflugzeuges individueller ans Ziel bringen lassen und dieses auch individueller auswählen können als als Passagier eines Linienfliegers oder Reiseveranstalters.

        Nur wo ziehen Sie da eine angemessene Grenze?
        Ist es zum Beispiel angebracht, dass Ottokraftstoff für Autos in Zeiten des „Dieselskandals“ immer noch mehr als 20 Cent je Liter (inkl. Mwst. auf die Energiesteuer) höher besteuert wird als Diesel?

      • Ich will doch gerade keine Grenze ziehen, sondern Vergleichbares gleich besteuern, z. B. nach dem CO2-Ausstoss. Was spricht dagegen, die Steuern für Diesel und Benziner allgemein anzugleichen, also auch bei der Kraftfahrzeugsteuer (am besten durch deren Abschaffung)?

      • Die Kraftfahrzeugsteuer für das bloße Bereithalten eines Kfz ist vergleichbar mit der Grundsteuer und dient m.E. nur der Steuermaximierung. Eine reine betriebsabhängige Besteuerung wäre gerechter. Aber dieser Monsterstaat nimmt es sich eben überall, wo er noch irgendetwas aus seinen Bürgern herausquetschen kann.

      • Die Kraftfahrzeugsteuer ist vergleichbar mit einer Immobiliensteuer auf die Bauwerke, nicht mit einer Bodensteuer, doch den Unterschied werden Sie vermutlich nie begreifen (wie wohl auch unsere verantwortlichen Politiker).

      • Was soll denn diese unsägliche und hochnäsige Unterstellung?
        Natürlich ist mir der Unterschied zwischen einer Immobiliensteuer auf Gebäude und einer reinen Bodensteuer bewusst. Aber um eine solche Ausdifferenzierung geht es doch gerade gar nicht.

        Wenn ein Auto überhaupt nicht gefahren wird, aber angemeldet ist, stösst es kein CO2 aus und es wird dennoch die Kfz-Steuer erhoben. Bei einer rein verbrauchsabhängigen Besteuerung hingegen, würde tatsächlich der CO2-Ausstoss besteuert.
        Jetzt verstanden?

      • Ich verstehe, dass sie vom entscheidenden Unterschied ablenken wollen. Die Kfz-Steuer ist natürlich Unsinn bzw. dient nur dem Abkassieren.

      • Es geht nicht um Ablenken. Ursprünglich waren wir bei der Besteuerung von Kerosin. Dann haben Sie zuerst chauffierte Limousinen und die Bahn ins Spiel gebracht und dann Immobilien- und Bodensteuern, die es so wie in Ihrem Vergleich in Deutschland gar nicht gibt.

        Aber egal, die meisten Steuern dienen heute nur noch zum Löcher stopfen und der Staat wird immer gefräßiger. Das Ergebnis der Gier des kältesten aller Ungeheuer zeichnet sich von Jahr zu Jahr deutlicher ab: Immer mehr junge Leistungsträger verlassen das Land. Zurück bleiben ein Heer von Rentnern und Umverteilungsempfängern, das in seiner Betriebsblindheit nicht erkennt oder erkennen will, dass schon in ein paar Jahren in Deutschland die Lichter ausgehen werden. Dann ist ganz Deutschland dunkel. *keineIronie*

      • Von den grünen Spinnern werde ich mir das Fliegen niemals verbieten lassen! Wenn Deutschland Restriktionen beginnt, fliege ich von Nachbarländern aus, die nicht so dumm sein werden. Linksgrüne wollen Diktatur. Daher müssen sie schnell vom Verfassungsschutz beobachtet werden!!!

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