Kinderhass ist nicht gesellschaftsfähig

Vorab zwei liberale Selbstverständlichkeiten: Erstens darf jeder und jede selbst entscheiden, ob er oder sie selbst Kinder möchte. Ob sich ein Kinderwunsch immer umsetzen lässt, ist eine andere Frage. Zweitens besteht Meinungsfreiheit, die auch abseitige Meinungen vor Strafverfolgung, nicht aber vor Kritik schützt.

Damit kommen wir zu Frau Verena Brunschweiger. Sie möchte keine Kinder bekommen und haben, was völlig in Ordnung ist (s. o.). Zugleich vertritt sie jedoch die absurde These in einem Buch, worüber sie nun wohl zur Ankurbelung des Verkaufs Interviews gibt, zuerst dem Kurier („Deutsche Autorin: ‚Kein Baby bekommen – der Umwelt zuliebe'“), dann dem Focus („Keine Kinder der Umwelt zuliebe! Jetzt legt die Lehrerin nach – mit drei steilen Thesen“) und der Welt („‚50.000 Euro für jedes ungeborene Kind – gute Idee!'“), dass möglichst niemand mehr Kinder bekommen sollte, um die Umwelt zu schützen.

Auch das darf man äußern, muss sich dann aber auch die Wahrheit gefallen lassen (s. o.): Das ist nicht nur kinder-, sondern menschen- und sogar menschheitsfeindlich. Wenn niemand mehr Kinder bekommt, dann stirbt die Menschheit aus. Kinderkriegen ist eben nicht „ein reaktionäres bürgerliches Projekt“, sondern Teil der Biologie und damit von jeder Gesellschaft. Damit stellt sich auch die Frage, für wen dann eigentlich die Umwelt geschützt werden soll. Wenn man es nur auf eine, die deutsche Gesellschaft bezieht, dann stirbt diese aus, was vielleicht tatsächlich droht.

Frau Brunschweiger scheint es aber gar nicht um so große Themen zu gehen, sondern sie möchte einfach ihren ganz persönlichen Egoismus ausleben, von Kindern nicht gestört werden und die Eltern sowie im Alter deren Kinder noch mehr abkassieren, während sie eine Mutter als „Mombie“ („Mom + Zombie“) beschimpft. Sie selbst ist Lehrerin, hasst aber Kinder. Sie ist auch nicht zur Adoption bereit, die sie potentiellen Eltern statt eigener Kinder empfiehlt, weil es doch schon so viele Kinder gäbe. Wahrscheinlich ist es auch besser für die Kinder, dass sie nicht von einer solchen Frau adoptiert werden, von der aber auch besser kein Kind mehr unterrichtet werden sollte.

51 Gedanken zu „Kinderhass ist nicht gesellschaftsfähig

  1. Diese Zicke könnte genau so gut beim Jugendamt arbeiten, wo es von Kinderhasserinnen nur so wimmelt. Eine wurde darauf angesprochen, ihre Antwort war (sinngemäß): „Ich hatte auch keine schöne Kindheit, warum sollten dann die Kinder eine haben“ und setzte sich dafür ein, dass die Kinder ins Heim kommen und jeder Kontakt zu ihren Eltern abgebrochen wird. Seit 2013 darf man laut höchstrichterlicher Rechtsprechung solche Personen „Kinderschänder“ nennen.

  2. Wenn man die radikal-grüne Ideologie zu Ende denkt, geht es genau darum, dass die Menschen zu Gunsten der Natur aussterben. Dass die Natur auch ohne den Menschen nicht perfekt ist, übersehen diese Grünen. Naturkatastrophen gab es lange vor dem Menschen, durch Eiszeiten, Vulkanausbrüche, Erosionen, Kontinentalverschiebungen und vieles mehr!

    Der linksgrüne Zwischenschritt dazu ist, dass zuerst einmal die Deutschen aussterben, dann die gesamte weiße Rasse, dann die Männer und die Frauen sterben dann automatisch. Grüne sind eine Horrorvision! Sie nicht einfach „politische Gegner“, die sind Feinde jeder Zivilisation!!!

  3. Frau als Erzieherin / Lehrerin die Eltern und Kinder hasst mit – vorgeschobenem – Grund auf “ Umwelt- unverträglichkeit.

    Diesen Typus Mensch gibt es , werden u.a. in der Psychologie Misantrophen genannt.

    Neu – diese Menschen hassenden Typen bekommen eine öffentliche Bühne, im verlag, Medien.

    Muss das sein ?

  4. Ist Deutschland ein Irrenhaus, das sich selbst abzuschaffen versucht?

    Es ist schwer geworden, diesen Eindruck nicht zu gewinnen:
    Jusos, die die Abtreibung bis zum 9. Monat fordern; Frau Brunschweiger, die 50.000 Euro für jedes ungeborene Kind fordert (was für ein Geschäftsmodell für junge Frauen!); Selbstzerstörung der Automobilindustrie; Zweiklassenjustiz zur Nichtbestrafung krimineller Migranten usw., usf. …

    Fazit:
    Rette sich (durch Auswanderung) wer kann!

    • Auch wenn ich mit Ihnen nicht immer einer Meinung bin und sie mich letztens etwas undifferenziert und vereinfacht als „Anhänger von Björn Höcke“ bezeichnet hatten (Anhänger der SPD & CDU Regierung wäre allerdings noch ungleich bedenklicher, weil diese haben mindestens mittelbar bereits unzählige Menschenleben auf dem Gewissen), so kann ich Ihnen dennoch in Ihren beiden Kommentaren uneingeschränkt zustimmen.

      Was sich hier in Deutschland politisch und gesellschaftlich abspielt, kann man mitunter nur noch als Realsatire bezeichnen.

    • „Brinkhaus hatte dem Mediendienst Idea auf die Frage, ob ein Muslim im Jahr 2030 für die CDU Bundeskanzler werden könne, geantwortet: ‚Warum nicht, wenn er ein guter Politiker ist und er unsere Werte und politischen Ansichten vertritt.'“

      Ich teile diese Aussage zu 100 %. Welche Rolle sollte es spielen, welchen Glauben ein Mensch hat, wenn er die entsprechenden Werte vertritt? Würde die CDU nur Christen vertreten und explizit Politik für Christen machen, wäre sie für mich allein deshalb unwählbar. Das Grundgesetz ist übrigens weltanschaulich neutral.

      • Mich stört die Aussage von Herrn Brinkhaus an sich nicht (er kann von mir aus denken, was er will). Ich frage mich nur, wie eine „christliche“ Partei, so etwas ernsthaft in Erwägung ziehen kann. Durch das „C“ im Parteinamen gibt sich die CDU mit Aussagen wie der ihres Fraktionsvorsitzenden jedoch einmal mehr der Lächerlichkeit preis. Aber vielleicht will sie auch nur der SPD in die Versenkung folgen. Die schaffen das!

      • Für korantreue Moslems gibt es „weltanschaulich neutral“ aber nicht! Für die sind wir „Ungläubige“ und für uns sieht der Koran die Tributzahlungen „Dschizya“ und andere Benachteiligungen vor. Ich werde in keinem Land leben, das von einem Moslem regiert wird!

      • Bibeltreue Christen sind auch nicht grundgesetzkompatibel. Das Problem ist jeweils nicht der Glaube, sondern der Fundamentalismus. Richtig ist, dass es momentan viel mehr fundamentalistische Muslime als Christen sowohl in Deutschland als auch Europa und weltweit gibt. Trotzdem ist es falsch, den Islam mit Fundamentalismus und das Christentum mit aufgeklärter Toleranz gleichzusetzen.

      • Es geht hier aber nicht um „korantreue“ Moslems, sondern Moslems allgemein. Und die gibt es – wie auch Christen – auch in gemäßigter Form. Warum sollte ein solcher nicht irgendwann Bundeskanzler sein können?

        Das ‚C‘ im Namen ist historisch bedingt und referiert auf vermeintlich christliche Werte, die vermutlich eher humanistische Werte der Aufklärung sein dürften. Das C bedeutet nicht, dass die CDU sich verpflichtet, rein christliche Politik zu machen. Ein christlicher Fundamentalist ist ebenso wenig ein vertretbarer Bundeskanzler wie ein muslimischer.

      • Keine Panik – ich bin ganz bestimmt nicht von der gemeinen Islamophobie befallen. Das „C“ in ‚CDU‘ mutet dennoch grotesk an, wenn deren Fraktionsvorsitzender sich einen Moslem als Kanzlerkandidaten seiner Partei herbei sehnt (oder auch nur „vorstellen“ kann).
        Da Religion in einem säkularen Staat nichts in der Politik verloren hat, gehört das „C“ nicht in Parteinamen.

      • Wenn es nicht unser sauer verdientes Steuergeld wäre, das hier schon wieder verbuddelt und versenkt werden soll, fände ich es auch amüsant. Aber so?

      • Es gibt Schlimmeres. Stellen Sie sich einmal vor, Frau Merkel hätte tatsächlich einen funktionierenden Flugzeugträger und Atomwaffen zur Verfügung.

      • Das will ich mir gar nicht vorstellen. Die Vorstellung, dass diese Frau überhaupt Kanzlerin werden konnte und dann noch so lange an der Macht bleibt, bis alles an die Wand gefahren ist, was Deutschland besser konnte als andere Länder, ist schon schlimm genug. Andererseits wählen wohl wirklich nur die allerdümmsten Kälber ihren Schlächter selber.

      • Du kannst 50 Jahre friedlich mit einem Moslem zusammen leben. Wenn der Imam sagt, schneide deinem Nachbarn den Kopf ab, dann schneidet er dir den Kopf ab.
        Mahatma Gandhi, indischer Unabhängigkeits- und Friedensaktivist

      • Formal stimme ich zu. Die CDU hat schon jetzt, nicht erst 2030 ein ganz anderes inhaltliches Problem: Welche Werte und politischen Ansichten vertreten denn noch die CDU und ihre Kanzlerin? Prinzipienlose Machtpolitik ist kein Wert, selbst wenn sie erfolgreich ist. Ein moderater Moslem könnte nicht schlimmer sein als Frau Merkel (ein fundamentalistischer Islamist vielleicht schon).

      • Um das Christliche Menschenbild mit seiner Naturrechtsphilosophie, die Katholische Soziallehre und das daraus abgeleitete Subsidiaritätsprinzip gut zu finden, muss man kein Christ sein!

        Ich habe noch nie von bibeltreuen Christen gehört, die im Namen ihrer Religion Bombenanschläge verüben, Flugzeuge entführen, Ehrenmorde begehen oder Genitalverstümmelung von Frauen praktizieren…!

      • Es gibt schon auch „christliche“ Terroristen. Nordirland sag ich nur.

      • Das war eher ein Bürgerkrieg, allerdings durchaus auch mit „christlichen“ Motiven. In den USA gibt es „echte“ christlich-fundamentalistische Terroristen und in Afrika Terrorgruppen wie die Lord’s Resistance Army. Im Mittelalter und insbesondere in der Reformationszeit war das Christentum sehr blutig. Die Nationalsozialisten waren nicht sehr christlich, aber die meisten ihrer Soldaten.

      • „Keine Panik – ich bin ganz bestimmt nicht von der gemeinen Islamophobie befallen.“

        Sie vielleicht nicht, wohl aber der Mitdiskutant 🙂

        „Das „C“ in ‚CDU‘ mutet dennoch grotesk an, wenn deren Fraktionsvorsitzender sich einen Moslem als Kanzlerkandidaten seiner Partei herbei sehnt (oder auch nur „vorstellen“ kann).“

        Das Interview gibt m. E. nicht her, dass Herr Brinkhaus sich das herbeisehnt.

        „Da Religion in einem säkularen Staat nichts in der Politik verloren hat, gehört das „C“ nicht in Parteinamen.“

        Da kann ich zustimmen. Wobei es eher unwahrscheinlich ist (und vielleicht auch nicht unbedingt ratsam), wenn eine Partei mit einer gewissen Tradition sich umbenennt. Unstrittig ist auch, dass die CDU unter Frau Merkel eine völlige Beliebigkeit an den Tag legt. Frau Merkel ist auch keine Christdemokratin oder gar konservativ. Sie ist eine plumpe Populistin, der alles recht ist, wenn es um den Machterhalt geht. Und due CDU hat das zu lange mitgemacht und wohl auch gut gefunden. Immerhin regt sich inzwischen ein gewisser Widerstand.

      • Der Widerstand in der CDU ist doch ein laues Lüftchen, das schnell wieder veweht sein wird, wenn AKK erst einmal Kanzlerin ist. Sie macht ja bereits fleißig pseudokonservative Zugeständnisse in ihren bunten Putzfraukostümchen.

        Was mich aber viel ernsthafter sorgt, ist das närrische Niveau auf dem die Politik inzwischen angekommen ist. Es geht kaum noch um die sachliche Befassung mit wirklich wichtigen Themen. Stattdessen wird über europäische Flugzeugträger zur „Verteidigung“ Europas schwadroniert (als ob ein Flugzeugträger eine Verteidigungswaffe ist) und über unrealistische Szenarien, dass (zu über 95% männliche!) „Flüchtlinge“ eine demographische Wende herbeiführen und die bankrotten Rentensysteme retten könnten. Das ist alles so bizzar, dass man sich kaum vorzustellen vermag, dass unsere Politiker diesen Unfug selbst glauben.

      • Manchmal frage ich mich schon, ob Frau Merkel vielleicht verrückt geworden ist oder ihre Wähler einfach für bescheuert hält (ich tippe auf Letzteres).

      • Ihrer Physiognomie nach wäre durchaus auch Ersteres denkbar.

      • „Die Nationalsozialisten waren nicht sehr christlich,…“

        Zumindest die NS-Führungskader waren kein bisschen christlich und hatten sich sogar abschätzig gegenüber dem Christentum geäußert und es als Religion der Schwäche abgekanzelt. Denn auch wenn die meisten NS-Führungskader allenfalls durchschnittlich intelligent waren, so wussten sie doch sehr genau, wie eng das Christentum aus seiner Entstehungsgeschichte heraus mit dem Judentum verwoben ist (anders übrigens als der Islam, bei dem Mohammed und seine Anhänger keine Juden/ Christen waren). In ihrem Wahn gegen das Judentum konnten sie folgerichtig auch dem Christentum nur reserviert gegenüber stehen. Skurrile Versuche das Christentum ohne das Judentum zu entwerfen konnten von vornherein nur zum Scheitern verurteilt sein. Das wäre so ähnlich, als wenn man den Islam von der historischen Figur Mohammed lösen wollte: Es bleibt nicht mehr allzu viel übrig.

        Natürlich war auch Hitler klar, dass man den damals noch sehr vielen christlich-gläubigen Menschen nicht einfach so in Kriegszeiten das Christentum wegnehmen kann. Deswegen gibt es auch Bilder von Hitler unterm Weihnachtsbaum.

        Allerdings waren die Nationalsozialistzen zumindest in der Führungsebene dem Islam sehr wohlwollend aufgeschlossen. Hitler traf sich mit dem Großmufti von Jerusalem, es wurden eigene muslimische SS-Divisionen aufgebaut und auch in der heutigen Zeit gibt es nirgendwo noch so viele NS-Fans, wie in der islamischen Welt (übrigens über alle islamischen Konfessionen hinweg).

        Himmler 1944 zum Islam:
        „Ich muss sagen, ich habe gegen den Islam gar nichts, denn er erzieht mir in dieser Division seine Menschen und verspricht ihnen den Himmel, wenn sie gekämpft haben und im Kampf gefallen sind. Eine für Soldaten praktische und sympathische Religion!“

        Das Christentum wurde bei der gewaltsamen Eroberung des amerikanischen Kontinentes zwar instrumentalisiert, tatsächlich aber waren Handelswege und vermeintliche Goldschätze die eigentliche Triebfeder.

        Die „Lord Resistance Army“ ist nach meiner Kenntnis weltweit in den letzten Jahrzehnten die einzige Miliz gewesen, die versucht hat Gewalt mit dem Christentum zu rechtfertigen. Diese Idee geht vor allem auf deren Führer zurück, außerdem ist sie meines Wissens nach in den letzten Jahren ziemlich inaktiv. Mit dem Islam verhält es sich vollkommen anders.

        Dessen Ideologie mit „Haus des Islam“ und „Haus des Krieges“ im Koran und der dort offen postulierten Feindschaft zu Juden und Christen „..macht diese euch nicht zum Freund…“ ist von vornherein auf maximalen Konfrontationskurs und Expansion angelegt. Gerade in den ersten Jahrzehnten während und nach Mohammed konnten gigantische Gebiete erschlossen und islamisiert werden. Durch liebes Zureden geschah dies meistens wohl nicht. Es wird geschätzt, dass in 548 Schlachten in Afrika, Orient, Asien und Europa bis zu 278 Millionen Tote zusammen gekommen sind. Ein in der Geschichte beispielloser Vorgang. Dagegen sind die Verbrechen im Mittelalter unter dem Deckmantel des Christentums noch sehr überschaubar.

        Noch heute tragen auch hier in Deutschland Moscheen die Namen dieser „religiösen“ Feldherren, viele Menschen wissen davon noch nicht einmal…

      • Die meisten Deutschen waren und sind Christen. Der Flirt mit Muslimen war vermutlich dem gemeinsamen Antisemitismus geschuldet. Ideologisch könnte es allerdings tatsächlich sein, dass der Nationalsozialismus dem Islam näher stand und der linke Sozialismus dem Christentum. Erstere setzen offen auf das Recht das Stärkeren, Letztere tatsächlich auch, aber rhetorisch werden die Schwächeren hofiert. Vermutlich ist diese Dialektik langfristig erfolgreicher.

      • Die Zeiten ändern sich. Vielleicht erleben wir noch den Wandel der Kanzler(in)partei CDU zur MDU und Deutschland nimmt eine Entwicklung, wie sie Michel Houellebecq in seinem 2015 erschienenen Roman „Unterwerfung“ für Frankreich prognostiziert hat. Herr Brinkhaus hat ja bereits mit der Weichenstellung begonnen …

      • …Hätte bei Poitiers nicht Karl Martell gesiegt: Haben wir schon die jüdische Welt auf uns genommen – das Christentum ist so etwas Fades –, so hätten wir viel eher noch den Mohammedanismus übernommen, diese Lehre der Belohnung des Heldentums: Der Kämpfer allein hat den siebenten Himmel! Die Germanen hätten die Welt damit erobert, nur durch das Christentum sind wir davon abgehalten worden.
        Adolf Hitler

      • „Wie passt das zu rechtsextremer Gewalt gegen Muslime?“

        Naja grundsätzlich ist ja der sogenannte „Rechtsextremismus“ (beim Nationalsozialismus gibt es ja eine Verschmelzung aus Links- und Rechtsextremismus) sehr heterogen und nicht so stereotyp, wie er im polit-medialen Establishment dargestellt wird. Breivik, und bei diesem Attentäter (der evtl. einen serbisch-slavischen Background haben könnte) scheint es auch so zu sein, haben sich ja selbst in erster Linie nicht als Nationalsozialisten und NS-Fans gesehen, also mit dem altrechten Lager nichts, oder fast nichts zu tun.

        Beide scheinen sich als moderne militante Widerstandskämpfer gegen die Islamisierung (und Multikulturalisierung) an den historisch-abendländischen Widerstand gegen die islamischen Expansions- Eroberungszüge anlehnen zu wollen. Bei Breivik kam ja noch hinzu, dass sich sein Vernichtungsfeldzug vor allem gegen den linken norwegischen Mainstream richtete (verkörpert durch das Jugendcamp der Sozialdemokratie). Also als Neo-Nazis kann man diese beiden Terroristen wohl eher nicht bezeichnen.

        Beide haben wohl einen narzisstischen Ich-Bezug, in dem sie sich in der historischen Rolle der abendländischen Widerstandskämpfer sehen (mal ganz abgesehen davon, dass Neuseeland geographisch nie das Abendland war). Es geht in beiden Fällen ganz offiziell auch um eine gehörige Portion der Selbstinzenierung. Beide sind Einzelkämpfer und hoffen durch eine Welle aus Repression und Gegenrepression eine revolutionäre Stimmung und Eskalation der Gewalt anzuheizen.

        Was beide nicht begriffen haben: Wir haben nicht dieselbe Situation, wie unter Karl Martell und der gewaltsamen osmanisch- islamischen Expansion. Die ganze Islamisierung und Multikulturalisierung der Welt geht überwiegend auf das (absichtliche) Versagen der eigenen „Eliten“ (politisch, medial, zivilgesellschaftlich, juristisch und teils auch ökonomisch) zurück.

        Ein hoffentlich erfolgreiches Reüssieren der patriotischen Opposition in der westlichen Welt muss sich diesen riesigen Problemen mit den demokratisch-friedlichen Mitteln des 21. Jahrhunderts annehmen. Durch Einhaltung und Ausführung der bestehenden Gesetze, durch Ausweisung aller nicht dauerhaft Bleibeberechtigter und durch konsequenten Assimilierungsdruck. Aber ohne Gewalt. Mit ihren Gewaltakten helfen sie nicht, sondern sie schaden vielmehr und diskreditieren die berechtigte zunehmende Kritik. Außerdem kann es sogar zu Solidarisierungseffekten gegenüber dem radikalen Islam (der als Ideologie überhaupt nicht unschuldig ist) kommen. Anders als beim Linksextremismus, oder beim radikalen Islam, sind diese beiden und die paar anderen tatsächlich rechtsextremen Terroristen politisch, ideologisch und strukturell isoliert. Vom politischen Mainstream wird natürlich versucht ein anderes Bild zu zeichnen.

      • Alle politischen und religiösen Richtungen, auch die extremistischen, sind sehr ausdifferenziert und heterogen. Bei solchen Attentätern handelt es sich wohl auch um Verrückte, die irgendwelche ideologischen Versatzstücke äußern, die aber nicht konsistent sind und auch durch irgendwelche anderen ersetzt werden könnten. Die Frage ist, welche Mitverantwortung dann anderen Vertretern solcher Ausrichtungen zugeschrieben werden kann. Ich würde diese Mitverantwortung allgemein als gering ansehen, aber würden Sie dem z. B. auch für islamistische Anschläge zustimmen? Was können friedliche Muslime dafür?

      • Ich muss meinen letzten Kommentar über den Neuseeland-Terroristen noch etwas präzisieren.

        Er scheint sich unter anderem auch als „Öko-Faschisten“ selbst bezeichnet zu haben. Außerdem will er sich weder als links, noch als rechts positionieren. Er meinte in seinem „Manifest“, je nachdem wie man die Definition auslege, sei er sowohl links als auch rechts. Angeblich soll er sich früher im linken Milieu aufgehalten haben und sich auch als Klimaretter zu sehen. Dann hatte er aber auch die sogenannte „schwarze Sonne“ aus dem NS-nahen Milieu als Emblem, neben den ganzen anderen nicht auf den NS bezugnehmenden Schriften auf seiner Ausrüstung. Auch hat er noch die ethnische Komponente (weiß) mit ins Spiel gebracht (Erhalt der Weißen Ethnie). Andererseits hatte er sich wiederum positiv auf eine 29-jährige schwarze konservative Polit-Aktivistin bezogen. Viel beschäftigt hatte er sich mit serbischen Patrioten/ Nationalisten.

        Insgesamt alles eine sehr schräge Mischung von jemandem, der offensichtlich noch gar kein festes Weltbild hatte. Dieser Irre ist ganz offensichtlich nicht so einfach einzuordnen, wie es der politisch-mediale Mainstream gerne hätte.

  5. Diese Frau symbolisiert als extremes Beispiel den pervertierten Machbarkeitswahn , der vom überall in der westlichen Welt vorherrschenden Linksliberalismus ausgeht und sich stets wohlfeile vor Hypermoralismus strotzende Etiketten aufsetzt. Eine gehörige Portion anerzogener und unnatürlicher Selbsthass, ausgehend von der Frankfurter Schule und den Alt-68ern, sowie ein verqueres Verständnis von weiblicher Selbstbestimmung kombiniert mit Aufmerksamkeitshascherei führen zu so einem traurigen Ergebnis.

    Alle ursprünglich ehrenwerte und berechtigte Themen werden bis zur Karikatur hin verzerrt, so dass sie am Ende ins Gegenteil verkehrt werden.

    So ist dies auch mit dem Feminismus. Während viele Errungenschaften ihre Berechtigung hatten, so wird heute von vielen Vertretern und Anhängern des Establishments an dem Ast gesägt, auf dem man selber sitzt. Ganz exemplarisch war dies beim Fall Maria L. aus Freiburg, deren Vater ein hochrangiger EU-Schulz-Juncker-Apparatschik war und somit zumindest mittelbar Anteil an dem Schicksal seiner Tochter hatte. Oder die SPD-Jung-Politikerin, Antifa-Sympathisantin und „Refugee“-Aktivistin auf Lesbos Sophia Lösche, welche es für völlig unproblematisch hielt in fremden marokkanischen LKWs mitzufahren…

    Während Frauen im Iran für ihre Rechte kämpfen, werden hierzulande teils menschenverachtende Forderungen von Jung-SPDlern beschlossen, wie die Abtreibung bis unmittelbar vor der Geburt. Wo ist hier eigentlich der Verfassungsschutz? Und dann werden Millionen von jungen Männern mit archaischen patriarchalen Frauenbildern von eben diesem Lager nach Europa geholt und immer wieder kommt es dann zu den angekündigten „Verwerfungen“:

    https://www.journalistenwatch.com/2019/03/07/kandel-tunesier-freundin/

    Der abgelehnte Asylbewerber soll angeblich sogar 28 sein, drei Identitäten besitzen und zwei Tage vor dem Mord sollte die Abschiebung stattfinden…
    Immer wieder die gleiche Nummer, aber hier schweigen die selbsternannten Feministen.

  6. Vorneweg: Für meine drei Kinder bin ich froh und dankbar. Sank nicht bei steigendem Wohlstand lange vor der modernen Empfängnisverhütung die Geburtenzahl ab? Clark weist in „Farewell to Alms“ für GB nach, dass ab 1780 praktisch keine adelige Frau über 30 noch ein Kind bkam. Er sieht hierin sogar einen Mitauslöser der Industriellen Revolution. Im Gegensatz zu Malthus meint er. dass bei deutlich ansteigendem Wohlstand die Menschen eher weniger Kinder bekommen, da Kinderkriegen mit neuen Arten des Konsums konkurriert.
    Also genießen die Menschen offenbar die Möglichkeiten des Konsums, z.B. Reisen, Bildung eher, als eine große Kinderschar großzuziehen.

    Der Übergang in Kinderhass ist überzogen, aber als Liberale müssen wir denen ihre Freiheit lassen, die auf Fortpflanzung als irdische Form der Unsterblichkeit verzichten. Eine immer größere Bevölkerungsexplosion ist ja auch nicht erstrebenswert, auch wenn man kein Linksgrüner oder Anhänger des Club of Rome ist, so sind die Ressoucen des Planeten doch begrenzt.

    • Ja, die Geburtenzahlen sinken bei zunehmendem Wohlstand, und zwar (fast) überall so stark, dass die Bevölkerung schrumpft. Das liegt nicht nur am Konsum, sondern allgemein daran, dass die Kosten einschließlich Opportunitätskosten von Kindern steigen, während die Eltern kaum noch an den gesamtgesellschaftlich natürlich immer noch vorhandenen Erträgen partizipieren.

  7. Ganz einfach: sie kann ja auf Kinder verzichten, sollte dann aber auch verpflichtet werden, selber für ihre Rente zu sorgen

    • Nicht mal ein Eintrag im linken wiki? Die Radikalgrünin ist wohl nicht so wichtig. Wahrscheinlich braucht sie Aufmerksamkeit, um ihr Buch zu verkaufen. Links reden, rechts leben, typisch für linksgrüne Moralprediger…!

  8. Die Folgen der Überbevölkerung für die Erde werden längst diskutiert und damit im Zusammenhang, dass viele Länder den Geburtenüberschuss in das Wirtschaftsleben in bedrohlicher Weise nicht mehr integrieren können. Die Entwicklungshilfepolitik stellt zum Teil auf finanzielle Hilfen ab, die Entscheidungen zur Reproduktion beeinflussen sollen. Wenn die Autorin eigene Biografie zu diesem Thema vorstellt, ist das legitim (und hat weder mit Kinderfeindlichkeit noch mit Kinderhass zu tun). Die Verengung von Demografie auf nationale Grenzen ist doch absurd.

    • In Deutschland gibt es keinen Geburtenüberschuss, im Gegenteil. Das gilt für die meisten entwickelten Ländern und selbst Schwellenländer wie China.

      Frau Brunschweiger hat ja nicht zwei Kinder lieb und hätte wahnsinnig gerne noch ein drittes, auf das sie aus moralischem Pflichtgefühl verzichtet, sondern sie mag keinen Kinderlärm, sei es im Café, im Flugzeug, in der Nachbarwohnung oder gar in der Schule, wo sie arbeitet und lieber viel weniger Kinder und nur solche wie kleine Erwachsene hätte.

      • Die „meisten entwickelten Länder“ geben gar nicht den Takt vor, vielmehr Indien, Pakistan, afrikanische Länder, Indonesien. Auch China verzeichnet noch Bevölkerungswachstum. Und so nähert sich die Erdbevölkerung angeblich 11 Mrd.
        Der Zusammenhang zwischen Bevölkerungswachstum und Umweltschäden ist doch eigentlich unstrittig- wenn auch gern tabuisiert.
        Selbst die „meisten entwickelten Länder“ können auch bei stagnierender Bevölkerungszahl ihre jungen Menschen nicht mit Arbeit versorgen. Mit Frau Brunschweiger habe ich mich jetzt nicht so intensiv wie Sie befasst, meine aber , die ihr von Ihnen zugeschriebenen Verhaltensweisen in den Verlinkungen so nicht gesehen zu haben. In Deutschland wird zurückgehende Reproduktion durch Zuwanderung überkompensiert- und das wird sich wegen des Außendrucks auch nicht mehr ändern, so lange das Gesellschafts- und Wirtschaftssystem intakt bleibt. Reproduktionsüberschüsse müssen auch nicht zwangsläufig zur Alterssicherung beitragen, wie in Teilen der USA (und in Berlin) derzeit demonstriert wird.

      • In China liegt die Geburtenrate nur noch bei 1,6 Kinder pro Frau. Die Bevölkerungszahl steigt nur noch (neben der steigenden Lebenserwartung) wegen der früher viel höheren Rate, so dass es viele gebärfähige Frauen gibt, doch das Bevölkerungsmaximum ist bereits absehbar. Auch in Indien ist die Geburtenrate drastisch gefallen (auf momentan 2,4 mit weiter fallenden Tendenz). Nur noch Schwarzafrika und einige krisengeplagte asiatische Länder haben wirklich hohe Geburtenraten, eben weil der Wohlstand dort noch zu gering ist. Die aktuellen Umweltprobleme resultieren eher aus dem Anstieg des Wohlstands, den man anderen Völkern jedoch kaum verwehren kann, als aus Bevölkerungswachstum.

        Frau Brunschweiger hat sich in den verlinkten Interviews entsprechend geäußert. Das Welt-Interview war vielleicht hinter einer Bezahlschranke, deshalb hier eine offene Version. Wenn Zuwanderung jeden Geburtenrückgang in Deutschland kompensiert, wird für die Umwelt doch gar nichts gewonnen, während Wirtschaft und Gesellschaft unter der fehlenden Kontrolle der Zuwanderer leiden, die viel weniger produktiv sind als die auswandernden (oder gar nicht geborenen) Deutschen.

  9. Diese Dame behauptet, der Mensch würde 50 Tonnen CO2 pro Jahr produzieren. Dr. Matthias Heil (Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung) ist da anderer Ansicht. Er hat errechnet, dass der Mensch pro Jahr etwa 168 KG CO2 produziert. Fakenews also.

  10. Pingback: Lauterbach will persönliche Freiheit dauerhaft massiv einschränken | Alexander Dilger

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