Geschlechterdiskriminierung ausgerechnet bei der Gleichstellungsbeauftragten

Passend zum heutigen Frauentag macht die FAZ auf ein Paradox aufmerksam bei der Stellenausschreibung in Münster für die „Gleichstellungsbeauftragte: Einstellungsvoraussetzung: Frau“. Die gesuchte „Leiterin für das Amt für Gleichstellung (w)“ muss eine Frau sein. Auch wer divers ist (siehe ‚Bundesverfassungsgericht erfindet drittes Geschlecht‘), darf sich gar nicht erst bewerben.

Aus liberaler Sicht ist das ein dreifacher Verstoß gegen Artikel 3 Grundgesetz. Denn Abs. 1 bestimmt: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.“ Abs. 2 Satz 1 lautet: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ Abs. 3 Satz 1 fordert: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes […] benachteiligt oder bevorzugt werden.“ Genau das passiert hier, was Juristen mit dem 1994 eingefügten Satz 2 zu Abs. 2 zu rechtfertigen versuchen: „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“ Deshalb gibt es überhaupt Gleichstellungsbeauftragte, obwohl Gleichstellung nicht dasselbe wie Gleichberechtigung ist, sondern ebenfalls zur Diskriminierung nach dem Geschlecht genutzt wird. Doch Gleichberechtigung ist keine Einbahnstraße, sondern beide Geschlechter können benachteiligt werden und sonstige Personen erst recht.

Doch selbst wenn es vor allem oder sogar allein darum gehen sollte, Frauen zu fördern (wofür der ältere Begriff Frauenbeauftragte passender wäre), so ist nicht klar, warum das unbedingt eine Frau machen muss. Es handelt sich gerade nicht um eine reine Repräsentationsaufgabe, sondern die professionelle Vertretung von Interessen. Wenn ein Mann das besser kann, was bei gleicher Verteilung der Fähigkeiten (und Bewerberzahlen) in der Hälfte der Fälle zu erwarten wäre, warum wird die bestmögliche Interessenvertretung den Frauen dann verweigert? Zugleich werden Frauen in zweifelhafte Studiengänge wie „Gender Studies“ gelockt, mit denen man bestenfalls Gleichstellungsbeauftragte werden kann, obwohl für eine erfolgreiche Gleichstellungsarbeit z. B. ein Jurastudium aussichtsreicher sein dürfte, von anderen Arten der Arbeit gar nicht zu reden.

5 Gedanken zu „Geschlechterdiskriminierung ausgerechnet bei der Gleichstellungsbeauftragten

  1. Das Thema ist schon älter, siehe etwa https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/klage-abgewiesen-mann-darf-nicht-gleichstellungsbeauftragter-werden-15239958.html .

    Ich wiederhole meine früher bereits aufgeworfene Frage, warum die Männer das alles mit sich machen ließen bzw. lassen. Würden sie sich besser organisieren und Widerstand leisten, wäre der ganze Spuk mit Gleichstellungsbeauftragten oder Gendersprache schnell vorbei.

  2. Feminismus„, „Gleichstellung„, „Geschlechtergerechtigkeit“ und „Gender Mainstreaming“ sind nichts anderes als ideologische, linksgrüne Kampfbegriffe, zurückgehend auf die „Frankfurter Schule„, die Vorväter der 68er, der Baader-Meinhof-Bande und der Grünen. Sie sind Teil eines getarnten „Klassenkampfes„, der nach Karl Marx zu einer sozialistischen Revolution und zur „Herrschaft des Proletariats“ (Kommunismus) führen soll. Da sich die meisten Menschen leider nicht mit diesen Hintergründen beschäftigen, sind die Zusammenhänge schwer zu verstehen. Aber nichts passiert in der Politik zufällig…!

  3. Pingback: Fußballerinnen fordern gleiche Bezahlung für andere Leistung | Alexander Dilger

  4. Pingback: Ramelow will eigenes Paritätsgesetz aussetzen | Alexander Dilger

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.