Poggenburg gründet Aufbruch deutscher Patrioten

André „Poggenburg verlässt die AfD“, nachdem er gerade erst eine Ämtersperre von zwei Jahren kassierte und vor zehn Monaten als Landes- und Fraktionsvorsitzender in Sachsen-Anhalt zurücktreten musste, weil er jeweils selbst für die AfD zu extrem formuliert hatte. Jetzt hat er mit seinem Austritt auch schon gleich eine eigene neue Partei angekündigt mit Namen „Aufbruch deutscher Patrioten“ (erste Inhalte finden sich bei Facebook).

Das ist dann die dritte Abspaltung von der AfD nach der Allianz für Fortschritt und Aufbruch (ALFA, nun LKR) von Bernd Lucke und Die blaue Partei von Frauke Petry, die beide bedeutungslos sind. „Warum Poggenburg Erfolg haben könnte“, liegt an der entgegengesetzten Ausrichtung, obwohl er auch den Aufbruch im Namen hat. Er wirft der AfD keinen Rechts-, sondern absurderweise einen Linksruck vor (dabei könnte man ihr höchstens National-Sozialismus im wörtlichen Sinne unterstellen), stellt sich also noch weiter rechts auf. Da ist zwar schon die NPD zusammen mit ähnlichen Splitterparteien, aber eine neue rechtsradikale Partei könnte die AfD tatsächlich mehr unter Druck setzen als eine (vorgeblich) gemäßigtere Alternative zur Alternative, die sich immer zugleich von den etablierten Parteien absetzen müsste.

Ein Wahlantritt ist von den aufbrechenden Patrioten im Herbst bei den Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen geplant (aber wohl nicht mehr zur Europawahl, was zeitlich noch ginge, aber recht knapp würde). Das Hauptproblem der neuen Gruppierung dürfte dort nicht ihre Positionierung noch rechts von der AfD sein, sondern dass der rechte Flügel der AfD und insbesondere Björn Höcke nicht mitziehen. Dementsprechend ist auch nicht zu erwarten, dass die AfD jetzt insgesamt gemäßigter würde. Dafür sind weitere Abspaltungen nicht ausgeschlossen (satirisch zugespitzt: „AfD aufgelöst, weil alle Mitglieder eigene Partei gründen“).

45 Gedanken zu „Poggenburg gründet Aufbruch deutscher Patrioten

  1. Es gab noch nie eine erfolgreiche Parteienabspaltung in der BRD, hat man der FDP schon öfters versucht.
    „Neue Liberale – Die Sozialliberalen (Kurzbezeichnung: Liberale) ist eine deutsche Kleinpartei, die im September 2014 gegründet wurde.[3]

    Die Gründung der Partei wurde von prominenten, vorwiegend ehemaligen Hamburger FDP-Politikern initiiert. Die Anmeldung der Partei wurde vom Bundeswahlleiter am 16. September 2014 bestätigt….“
    https://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Liberale

    Früher die USPD, die Abspaltung der SPD im1.Weltkrieg wurde zur Massenpartei
    , aber dann gab es halt die Spaltungsparteitag viele gingen zur KPD andere zur SPD zurück und ein kleiner Teil hat die USPD erhalten wollen, was nicht erfolgreich war.

    Wenn der Höcke da nicht mitgeht, der wohl der einzige von der AfD ist der harte Brandreden auf Marktplätzen halten kann, obwohl der manchmal so irre Augen hat, ist das extrem
    chancenlos.
    Dieser Poggi mag ja eine ehrliche Haut sein und kein Glücksritter wie dieser Pretzell, aber der Erfolg wird bescheiden sein.

  2. Ein besonders helles Licht ist Poggenburg nicht! In der AfD ging es ihm hauptsächlich um seinen persönlichen Vorteil. Kein Wunder, denn er ist ein Bankrotteur, ähnlich wie Petry und Pretzell. Diese Typen haben die AfD nur gebraucht, um sich finanziell zu sanieren. Davon gibt es leider noch einige und die sollte man genau unter die Lupe nehmen!

    Poggenburg ist mehrfach mit radikalen Äußerungen aufgefallen, die unseren Gegnern immer wieder Steilvorlagen liefern. Wer aus der AfD eine NPD-light machen will, wem es vor allem um Nationalismus geht, passt nicht zur AfD und geht besser von selbst, bevor er rausgeworfen wird. Das ist ein schmerzlicher, aber notwendiger Selbst-Reinigungsprozess der AfD.

    Schauen wir uns das erfolgreiche Beispiel der FPÖ in Österreich an! Nur mit sachlicher Rhetorik und Seriosität erreicht man das Bürgertum, wird regierungsfähig und kann politische Ziele auch in die Tat umsetzen. Alles andere sorgt nur dafür, dass Merkel & Genossen uns weiter beherrschen.

  3. Der Rheinland-Pfälzische AfD-Landesvorsitzende Uwe Junge hat es treffend kommentiert: „Endlich – ich hoffe, er nimmt den ganzen Narrensaum und die selbst ernannten Patrioten mit!“

      • Man muss Uwe Junge ja nicht um jeden Preis mögen. Aber ihn mit Poggenburg auf eine Stufe zu stellen, ist völlig unpassend.

      • Uwe Junge macht als Vorsitzender der AfD Rheinland-Pfalz eine sehr gute Arbeit. In seinem Landesverband gibt es keine großen Querelen wie anderswo, keine nennenswerte radikalen Kräfte, aber eine starke Basisarbeit und eine sachorientierte Politik der AfD-Landtagsfraktionen. Wären andere AfD-Landesverbände so gut aufgestellt, wie Rheinland-Pfalz mit Uwe Junge, würde es der AfD deutlich besser gehen!!! 🙂

  4. Nun haben die ganzen Pleitiers mit P (prominent: Pretzell, Petry, Poggenburg) die AfD verlassen. Damit bleibt die Hessen-Connection um Gauland zurück, die auch jetzt schon den Ton angibt. Somit ist es unwahrscheinlich, dass sich etwas ändert.

    Mir ist nur nicht ganz klar, wie sich die Demontage des Poggenburg abgespielt hat. Warum kam es zum Zerwürfnis mit Höcke?

  5. Warum sollte Herr Höcke auch die Partei verlassen, er weiß, dass er durchaus dort beachtlichen Einfluss hat. Dies traf auf Herrn Poggenburg zuletzt nicht mehr zu.

    • Im Unterschied zum geistigen Tiefflieger Poggenburg weiß „Bernd“ Höcke ganz genau was er tut. Fragt sich nur, warum das seinen Gefolgsleuten immer noch nicht klar ist. Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass die meisten von ihnen in der geistigen Liga Poggenburgs spielen. Bleibt zu hoffen, dass Letzterem jetzt möglichst viele folgen und Höckes Gefolgschaft sich dadurch etwas reduziert.

  6. „Narrensaum“ den Ausdruck hat aber der Franz Schönhuber vor über 25 Jahren gebracht.
    Jörg Haider hat mal gesagt “ Rechts von mir ist die Wand“

    • Haiders Abspalterpartei BZÖ ist inzwischen auch in die Bedeutungslosigkeit abgetaucht.

      Eines haben diese ganzen selbst ernannten „Patrioten“ gemeinsam: Sie begreifen nicht, dass man am äußerst rechten Rand weder Wahlen noch auch nur ansatzweise die Sympathie des Wahlvolks gewinnt.

      • Die Aussage im letzten Absatz stimmt, solange es keine gemäßigte Rechte gibt.

        In Dortmund gibt es das interessante Phänomen, dass der ehemalige AfD-Vorsitzende Bernd Schreyner nun bei der extrem rechten und (zumindest in Teilen sehr klar neonazistischen) Partei „Die Rechte“ ist, weil ihm die AfD anscheinend zu moderat ist. Die Frage ist, ob der ein oder andere AfD-Wähler auch überläuft, wobei ich mir das aktuell nicht vorstellen kann. Würde „Die Rechte“ weniger radikal auftreten, könnte das aber passieren.

        Übrigens wurde doch Herr Poggenburg auch schon einmal öffentlich mit Mitgliedern von „Die Rechte“ gesehen (genau wie Petr Bystron); hier schließt sich also der Kreis.

      • Petr Bystron, den ich ganz gut kenne, würde ich trotz aller Tollpatschigkeiten, die ihm in seinen latenten Bemühungen, Everybody’s Darling zu sein, unterlaufen sind, nicht in diese Schublade stecken.

        Aber nicht nur Poggenburg wurde bereits mit Rechtsextremisten gesehen. Auch Höcke und so manch andere „Patrioten“ und „nationale Sozialisten“, die dem Ruf der AfD nicht nur damit nachhaltig schaden.

  7. Als bürgerliches Mitglied begrüße ich es, wenn Rechtsaußen, die mit extremen Äußerungen oder Gossensprache unterwegs sind, die Partei verlassen. Die jüngsten Austritte Rechter bedeuten derzeit zwar keinen echten Richtungswechsel, sind aber ein gutes Zeichen, dass die AfD nicht beliebig weit rechts abdriftet. Umso mehr sind vernünftige Bürgerliche innerhalb und außerhalb der Partei aufgerufen, sich zu engagieren. Wem die AfD dennoch nicht passt, möge einen Blick auf die Freien Wähler werfen. Nach guten Ergebnissen in Bayern mit 11% und in Hessen mit 3%, engagiert sich in Sachsen zur LTW am 1.9. Frau Hermenau (eine der wenigen prominenten nicht-linken Ex-Grünen) für die FW, die dort bereits über 20% der Stadt- und Gemeinderäte stellen. Frau Hermenau und Claus Strunz haben im Dezember ein sehr gutes Bild bei Plasberg abgegeben und gezeigt, dass fundierte Kritik an und Einsatz gegen die Politik von Merkel AKK (und anderen Linksgrünen) nicht automatisch AfD oder Rechtsaußen sein muss.

    • Poggenburg hat sich mit seiner unsäglichen Karnevalsrede selbst ins Abseits geschossen. Aber sie glauben doch nicht ernsthaft, daß die herrschende politisch-mediale Klasse diese FW-Vertreter nicht mit denselben Kampfausdrücken diffamieren würde, wenn es die AfD nicht gäbe? Frau Hermenau und Claus Strunz können ihre Kritik so „fundiert“ und wohlverpackt äußern, wie sie wollen, aber der Hauptgrund, warum sie Schonzeit und Sendezeit genießen, ist, weil die AfD als einzige ernstzunehmende Gefahr für das Altparteiensystem alles Feuer auf sich zieht. Schauen Sie sich doch nur an, wie stark die linke Meinungsmaschine sogar die Merkel-CDU radikalpinselt, wenn man sie gewähren läßt (Bsp.: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-amadeu-antonio-stiftung-und-die-neue-rechte-14389306-p2.html).

      In der jetzigen Situation werden nur zwei Arten von Kritikern geduldet:
      1. Ungefährliche Randfiguren wie diese FW-Politiker
      2. Ehemalige AfDler wie Lucke, Petry und auch Herr Dilger, die als Feindzeugen nützlich sein können. Gäbe es die AfD nicht, hätten Herr Dilger und sein Blog ihren Eintrag im – damals gelöschten – Antonio-Amadeu-Wiki als „Scharnierelement zur Neuen Rechten“ schon ziemlich sicher. So aber dürfen er und andere liberale Kritiker im Windschatten der AfD eine heute selten gewordene Meinungsfreiheit genießen.

      • Wenn es die AfD nicht gäbe, würden die bürgerlichen Eurokritiker wie ich nur als Exzentriker belächelt, weil wir machtpolitisch irrelevant wären (und sind). Der Umgang mit der AfD bereits 2013 zeigt allerdings, dass die Diskreditierung sofort einsetzt, wenn eine Gefahr gewittert wird. Interessant finde ich, dass sich die AfD dann tatsächlich in die Richtung entwickelt hat, in die die Vorwürfe von Anfang an gingen. Ob die Vorwürfe selbst dazu beigetragen haben und sich die AfD sonst anders entwickelt hätte, wissen wir nicht.

      • Die von Ihnen treffend beschriebene Stigmatisierung hat sehr stark zu diesem Effekt beigetragen, da sich viele vernünftige EU- und Euro-Kritiker dadurch sehr früh veranlasst sahen, die AfD schnell wieder zu veranlassen. Sie selbst sind dafür ja das beste Beispiel.

      • Dafür bin ich kein Beispiel. Bei der Europawahlversammlung 2014 habe ich verloren und auch danach fehlte mit der Rückhalt von Herrn Lucke (und von seinen Gegner natürlich sowieso). Als er 2015 abgewählt wurde, bin ich sofort, noch vor ihm, ausgetreten, da das Kind in den Brunnen gefallen war. Außerdem ging ich davon aus, dass sich die AfD davon nicht mehr erholt, was ohne die große Hilfe durch Frau Merkel im Rahmen ihrer katastrophalen Flüchtlingspolitik wohl auch passiert wäre.

      • Kann man so sehen, muss man aber nicht. Die AfD wäre auch bei anderen Problemlagen als nur Merkels Willkommenspolitik das wichtigste politische Korrektiv. Von der FDP kommt ja nichts und alle anderen im Bundestag vertretenen Parteien machen doch im Grunde inzwischen ein und dieselbe sozialistische Unsinnspolitik.

  8. Ich frage mich schon, was für eine völlig absurde Selbstwahrnehmung diese Leute haben, zu glauben, dass gerade ihre Absplitterung erfolgreich sein wird. Als ob die ganze Welt nur darauf gewartet hat, dass Herr Lucke, Frau Petry oder Herr Poggenburg sich endlich seiner bzw. ihrer Fesseln entledigt und die einzig wahre Partei gründet. Herr Lucke hatte noch am ehesten Grund dazu, weil zumindest er schon einmal erfolgreich war. Ihm ist aber offenbar auch nicht ganz klar, warum.

    • Eines eint die drei Aufgezählten auf jeden Fall. Nämlich das totale Unvermögen, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen. Der Personenkult durch die eigene Gefolgschaft blendet Leute wie Lucke, Petry oder Poggenburg offenbar so sehr, dass sie gar nicht mehr wahrnehmen, dass Parteien bzw. deren Mandatsträger von Wählern in die Parlamente befördert werden (oder eben auch nicht) und nicht von der eigenen Mitgliedschaft oder gar von einem noch kleineren Zirkel unterwürfiger Gefolgsleute.

      • Jeder Problembär, der die AfD verlässt, hilft der AfD, da es das Gewicht zugunsten der Vernunftorientierten verschiebt.

        Auch wenn Poggenburg größeres Potenzial als Petry haben dürfte, wenn er sich auf das frühere NPD-Wählerklientel konzentriert, so wird auch seine Bewegung im Sande verlaufen. Ich sehe nicht, wir er sich gegen Höcke durchsetzen möchte.

      • Wenn „nationale Sozialisten“ wie Poggenburg und Höcke wirklich konsequent wären und Höcke das was er so tagaus, tagein von sich gibt, wirklich ernst meint, dann müsste er zur NPD wechseln und versuchen, diese populärer zu machen. Dass ausgerechnet Höcke (den die NPD ja mit offenen Armen empfangen würde) dies nicht tut, hat seine Gründe. Seine Mission ist eine andere als er vorgibt.

      • Die NPD ist halt komplett verbrannt in der Öffentlichkeit, dort würde Herr Höcke nichts erreichen.

      • Innerhalb der NPD wäre er sicher in kürzester Zeit Vorsitzender. Aber er weiß natürlich, dass die NPD bereits verbrannt ist und es dort für ihn nichts mehr zu tun gibt. Deshalb ist seine Mission ja eine andere.

  9. Was der „Narrensaum“ ist, ist halt eine schwierige Frage.

    Der Gottfried Küssel ist im Jänner freigekommen.
    „… Er wurde vor allem für seine Führerschaft der „Volkstreuen außerparlamentarischen Opposition“ (VAPO) bekannt und unter anderem auch deshalb zu elf Jahren Freiheitsstrafe wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung verurteilt.[3] Küssel wurde am 11. April 2011 im Zusammenhang mit den Ermittlungen um die rechtsextreme Homepage Alpen-Donau.info erneut unter dem Verdacht von Verbrechen nach §§ 3a ff. Verbotsgesetz und des Vergehens der Verhetzung festgenommen. Der anschließende Prozess endete mit einem Schuldspruch und einer Haftstrafe von sieben Jahren und neun Monaten. …..“
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_K%C3%BCssel

    So zusammen gerechnet 18 Jahre im Gefängnis ist schon etwas viel für so einen Typen.
    Wenn man eine Frau vergewaltigt oder ein paar Kilo Heroin schmuggelt bekommt man nicht 18 Jahre Haft.

    • Selbst bei Mord kommt in Deutschland oft nach 15 Jahren wieder aus dem Gefängnis. Trotzdem ist es schwierig, wie eine liberale Gesellschaft mit solchen politischen Delikten umgehen soll. Wie wäre es mit einem kompletten öffentlichen Auftrittsverbot einschließlich Internet und Gefängnis nur bei dessen Missachtung?

      • Es ist schon wirklich schräg, wie hart die Strafen für das Absondern kruder Meinungen oder für die Verweigerung der Zahlung von Zwangsabgaben wie der Rundfunkabgabe in Relation zu echten Kapitalverbrechen in Deutschland sind. Ganz besonders, wenn man sich ansieht, wie viele bestens gerichtsbekannte Wiederholungstäter (meist solche, die „noch nicht so lange hier leben“) frei herum laufen und selbst beim Begehen neuer Straftaten nicht eingesperrt werden. Das führt den ganzen Rechtsstaat ad absurdum.

      • Allgemein gilt, dass Angriffe auf Leib und Leben in Deutschland nicht mehr adäquat bestraft werden, während gewaltlose Straftäter wegen reinen Propagandadelikten, aber auch Steuerhinterziehung, Verweigerung der Zwangsbeiträge für den Staatsfunk, Schwarzfahren, Ladendiebstahl, Drogenbesitz etc. viel härter rangekommen werden können, aber auch nicht müssen, was auf zunehmende Willkür hindeutet.

      • Ja ist in Ö bei Mord teilweise auch so, nicht immer natürlich.
        Wenn der Küssel ein Asylantenheim anzündet und da sterben Menschen, kriegt er lebenslänglich und nach 18 Jahren ist er frei.

        Was es da für Urteile manchmal gab wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung, da fragt man sich als Halbliberaler schon ob man im falschen Film ist.

        „…Wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung gemäß § 3a II des Verbotsgesetzes 1947 wurde Schimanek 1995 vom Geschworenengericht beim Landesgericht für Strafsachen Wien[37] zu einer Freiheitsstrafe von fünfzehn Jahren verurteilt[38]. Er legte Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung ein. Der Oberste Gerichtshof (OGH) bestätigte 1995 das Urteil, nahm aber eine ausserordentliche Strafmilderung (§ 41 Abs 1 StGB) auf acht Jahre[12] vor…..“

        https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_J%C3%B6rg_Schimanek_jun.

        Na super, da war man aber sehr milde aus 15 Jahre werden 8 Jahre.

      • Andererseits ist die rechte FPÖ mittlerweile Teil der Regierung, obwohl sie noch bis vor Kurzem mit Kornblumen auftrat. Wie passt das zusammen?

      • Zum einen ist die FPÖ ganz schön flexibel, wenn es ums Mitregieren geht. Das merkt man insbesondere an ihrer Haltung zur EU. Und zum anderen ist Österreich eben nicht Deutschland. 16 Jahre Merkel-Kanzlerschaft wären in Österreich unvorstellbar.

      • 300sel: Ich meinte das Faktum, dass in Österreich eine rechte Partei stark ist, obwohl die verhängten Strafen gegen NS-Aktivitäten höher sind als in Deutschland.

        Die Kornblume ist ein Symbol für vieles, aber unter anderem war sie eben auch das Erkennungszeichen der österreichischen Nationalsozialisten.

      • Das Kokettieren mit Nazisymbolen missfällt mir an der FPÖ genauso wie ihr offenkundiger Hang zum (National)Sozialismus. Auch wenn Letzteres vielleicht ein Ergebnis des dem proletarischen Teil der SPÖ-Klientel Gefallenwollens sein mag, ist beides für Liberale oder wirklich „Freiheitliche“ völlig inakzeptabel.

        Dass geistige Tiefflieger wie Poggenburg dem nacheifern, muss man nicht auch noch irgendwie zu bewerten versuchen.

      • Deutsche Gerichte geben Ausländern ja so gar Strafrabatt, wenn sie aus einem völlig anderen Kulturkreis kommen, kaum Deutsch sprechen und „Haftempfindlich“ sind. Das ist die Umkehr des Prinzips von Justicia, dass vor Gericht alle gleich sein sollen und das ist ein Grund, warum ich in Deutschland nicht mehr an den Rechtsstaat glaube…!

  10. Poggenburg kommt bei gewissen Gruppen gut an und das unterscheidet ihn von Petry und Lucke. Bei mittelalten Männern in Ostdeutschland, die eher den unteren sozialen Schichten angehören, kann er sicherlich punkten. Da kommen seine unterirdischen Reden gut an. Möglich sind im Osten 3%. Fraglich ist nur auf welche Kosten diese Prozente gehen. Die der AfD oder der NPD. Langfristig sehe ich keine erfolgsaussichten

    • 3% im Osten sind etwa 0,4% im Bund. Das reicht weder für das EP noch für einen Sitz in irgendeinem Landtag im Osten. Höchstens für das eine oder andere Kommunalmandat.

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