Englischsprachige Facebook-Seite

Das ‚Niveau bei Facebook sinkt‘ und ich teste jetzt eine neue Untiefe aus. (Der Grünen-Vorsitzende Robert „Habeck verabschiedet sich von Twitter und Facebook“ hingegen, weil er selbst ein peinliches Video produzierte, auf dem er [nach letztem Jahr Bayern jetzt auch] Thüringen indirekt als undemokratisch bezeichnete, obwohl die Grünen dort sogar an der Regierung beteiligt sind.) Ich habe heute eine neue Facebook-Seite (Page) auf Englisch angelegt unter dem Namen Alexander L. Dilger. Die Zahl meiner Facebook-Freunde auf meiner alten deutschsprachigen Seite war zuletzt stark angestiegen (siehe ‚Neues Twitter-Ökonomen-Ranking‘, wobei es inzwischen schon über 2.400 „Freunde“ sind). Das Limit von 5.000 ist zwar noch nicht zur Hälfte erreicht, aber ich möchte trotzdem zwischen deutsch- und englisch- oder anderssprachigen Kontakten differenzieren.

Daraufhin ist etwas Unerwartetes passiert. Ich habe ohne eigenes Zutun ganz viele Freundschaftsanfragen auf der neuen Seite bekommen und an nur einem Tag über 400 neue „Freunde“ gewonnen. Dabei muss ich zugeben, dass ich die Accounts mit hübschen Bildern und zweifelhaften Angeboten (seien es Pornos, Kredite oder Bettelanfragen) noch nicht ausgemistet habe, sondern quasi (Ausnahme s. u.) jede Anfrage akzeptiere. Das führt zu mehr Quantität als Qualität. Vielleicht ist kein einziger wirklich sinnvoller Kontakt darunter. Aber vielleicht kann ich so zumindest noch ein paar Likes für meine anderen Seiten (Sites) gewinnen, ohne Geld dafür auszugeben (kürzlich habe ich eine Promotion für sonst kostenpflichtige Facebook-Werbung genutzt, die auch zu eher zweifelhaften Fans einer Seite von mir führte).

Jedenfalls bleibe ich vorerst dabei, meine Kontakte nach der Sprache zu differenzieren. Nicht beabsichtigt ist einfach eine Doppelung, weshalb ich einige Anfragen nach einer Zweitfreundschaft abgelehnt und einige Erstanfragen an meine alte Seite auf die neue umgeleitet habe. Es verbleiben Zweifelsfälle, da es z. B. zweisprachige Seiten gibt. Außerdem weiß ich noch nicht, was ich auf meiner neuen Seite dauerhaft posten soll. Die tägliche Verlinkung meiner deutschen Blogbeiträge macht da wenig Sinn. Schließlich habe ich auch schon darüber nachgedacht, auch für meinen Blog einen englischsprachigen Ableger zu schaffen.

13 Gedanken zu „Englischsprachige Facebook-Seite

  1. Wie vieles im Leben hat facebook Chancen und Risiken zugleich! Es ist schön und bequem, mit Freunden, Familienmitgliedern und Gleichgesinnten Erlebnisse in Worten und Bildern zu teilen, ohne dass man jeden Einzelnen anrufen, anmailen oder persönlich treffen muss. Man kann auf diese Weise auch mit Leuten im Kontakt bleiben, bei denen man sonst in Vergessenheit geraten würde. facebook bietet vielfältige Möglichkeiten, ganz genau vorzugeben, welche Personen „manches“ und welche Personen „alles“ einsehen dürfen, bzw. allen anderen jeglichen Zugang zu verwehren. Auch früher hatte man es doch schon selbst in der Hand, wer das Poesie-Album, die Foto-Galerie oder gar das Tagebuch in die Hände bekam. Das ist auch bei facebook nicht anders.

    Es ist allerdings richtig, dass viele Menschen, insbesondere junge Leute, allzu oft unvorsichtig mit Informationen über ihr Privatleben umgehen. Das gilt auch für facebook, ganz gleich ob aus Unwissenheit oder einem leider weit verbreiteten voyeuristischen Lebensstil der „Big Brother“ – Generation. Diesen Leuten ist scheinbar nicht bewusst, dass die Verbreitung persönlicher, ja intimer, auch ggf. strafrechtlich relevanter Details sehr gefährlich sein kann. Es ist heutzutage üblich, dass Personalabteilungen vor Einstellungen den Bewerber über facebook oder Google „abchecken“. Das gilt längst nicht mehr nur für gehobene Positionen, sondern inzwischen für ganz normale Jobs. Auch die Polizei und das Finanzamt nutzen facebook gerne für ihre Ermittlungen und umgekehrt haben Verbrecherbanden die gleichen Chancen. Wenn Diebe über facebook erfahren, dass ich mich im Urlaub befinde, haben sie für ihren Einbruch freie Bahn. Sachliche Aufklärung ist also gefragt!

    Ist eine Pistole „gut“ oder ist sie „böse“? Weder noch! Sie ist nur ein „Werkzeug“. Es kommt darauf an, in welchen Händen sie sich befindet und welchem Zweck sie dient. Und nicht anders ist das mit facebook.

    • Mir war Facebook schon bei sei einer Einführung suspekt und das ist es bis heute geblieben. Viele Nutzer „sozialer (eigentlich asozialer) Medien“ haben weder einen Hauch von Vorstellung von den Folgen ihres virtuellen sich Präsentierens, noch die Größe, mit den Reaktionen auf ihre eigenen Postings richtig umzugehen.

      • Ein Ossi mit SED-Vergangenheit hat einmal gesagt, dass man die Stasi nicht gebraucht hätte, wenn es damals facebook schon gegeben hätte…

  2. Facebook ist mir irgendwie zu kindisch, obwohl ich ja selber gerne halblustige Schmähs mache.
    Problematisch ist, wenn man im öffentlich Telefonbuch mit seiner Festnetznummer steht. Seit Monaten rufen mich so Microsoft- Betrüger auf englisch ca. 2 -mal in der Woche am Abend an und wenn ich die auf englisch beschimpfe nutzt es auch nichts, die geben keine Ruhe.
    https://news.microsoft.com/de-de/microsoft-anrufe-scam/

  3. Zu dem selbstverliebten Robert gibt es einige treffende Kommentare in den Medien. Besonders gut hat mir gefallen: https://www.n-tv.de/politik/politik_person_der_woche/Der-fliegende-Robert-article20801018.html Vielleicht sollte man dem Robert empfehlen, auch nur in der englischen Sprache zu twittern, so dass er möglicher Weise nachdenkt, bevor er etwas von sich gibt. Dazu kann es ja nützlich sein, wenn man sich außerhalb der Komfortzone seiner Muttersprache bewegt. Seine larmoyante Art nach diesem Lapsus ist übrigens ziemlich peinlich. Sah gestern ein ZDF-Interview mit ihm, wo er erneut mit weinerlicher Stimme die sozialen Medien dafür verantwortlich machte, dass er mal wieder dummes Zeug erzählt hat.

    • Ein Liebling der Massenmedien hat einfach ein Problem damit, dass es in den sozialen Medien mehr Gegenwind gibt, insbesondere wenn er offensichtlichen Quatsch erzählt oder, schlimmer noch, seine undemokratische Gesinnung offenbart.

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