15-jähriges Dienstjubiläum in Münster

Vor genau 15 Jahren, am 1. Oktober 2003, wurde meine Ernennung zum Universitätsprofessor an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und zum Beamten auf Lebenszeit wirksam. Ich bin immer noch jeden Tag dankbar dafür. Damit hatte ich mein Karriereziel bereits in relativ jungen Jahren erreicht und bin ich mit meiner Familie finanziell bestens abgesichert. In gewisser Weise geht es gar nicht besser und habe ich meinen Traumjob.

In den 15 Jahren ist natürlich auch viel passiert. Viel mehr hätte ich nicht machen können, höchstens anderes, sei es in der Forschung oder z. B. auch in der Politik. Aber ich will nicht klagen und habe noch mehr als 15 Jahre vor mir, wobei mein Arbeitsleben inklusive der Zeit vor Münster (in Greifswald und Wien, während ich in Berlin nur kleinere Jobs hatte) bis zur Pensionierung bereits mehr als zur Hälfte vorbei ist (wenn das Pensionsalter nicht noch deutlich stärker angehoben wird als geplant). Doch als Wissenschaftler und politisch interessierter Mensch hört mal wohl nie so ganz auf. Die bisherige Zeit hat mir gefallen und ich freue mich auf die Zukunft.

11 Gedanken zu „15-jähriges Dienstjubiläum in Münster

  1. Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für die Zukunft vorweg!

    Nichtsdestotrotz möchte ich auf Folgendes hinweisen: Wenn in Chemnitz jemand (ein Deutscher) bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung (mit Ausländern) getötet wird, werden Sie nicht müde, in Ihrem Blog den Vorfall als „Mord“ vorzuverurteilen, sehen die innere Sicherheit in Gefahr und schlagen eine Selbstbewaffnung vor. Wenn ein rechtsextremes Terrornetzwerk („Revolution Chemnitz“, aus Deutschen) – wie in diesen Tagen – hochgenommen wird, berichten Sie von Ihrem Dienstjubiläum, dem hessischen Wahl-O-Mat und der Familienpartei. Bei Kriminalität von Ausländern wird sich empört, bei Kriminalität an Ausländern wird weggeschaut. Honi soit qui mal y pense …

    • Wenn es echte Terroristen gewesen wären, hätte ich wahrscheinlich etwas darüber geschrieben. Aber es sind doch einfache Schläger mit Schlagstöcken (finde ich auch nicht in Ordnung, aber das ist leider Alltag geworden in Merkelland). Sie verbreiten wieder Hysterie wie bei den angeblichen Hetzjagden.

      • Die „unechten Terroristen“ vom Chemnitzer Netzwerk haben sich mit Schusswaffen eingedeckt, so viel zu Ihrer Hypothese (oder eher Falschbehauptung) der „einfachen Schläger mit Schlagstöcken“. Im Übrigen war der Totschlag in Chemnitz kein Terrorismus, wieso haben Sie dazu berichtet, wenn Sie nur über „echte Terroristen“ schreiben?

        Mein Beitrag ist übrigens keine Hysterie; Hysterie wäre es, wenn ich zur Selbstbewaffnung aufrufen würde – das haben aber Sie getan, nicht ich.

      • Wer lesen kann, ist im Vorteil: „Bei der Durchsuchung ihrer Wohnungen wurden demnach Schlagstöcke, aber keine Schusswaffen gefunden“ (Quelle: „Rechte Terrorzelle in Chemnitz enttarnt: Sie wollten am Tag der Deutschen Einheit zur Tat schreiten“). Ich habe auch nicht einfach über den Mord in Chemnitz als solchen berichtet, da solche Verbrechen leider inzwischen ebenfalls fast täglich in Merkelland vorkommen, sondern über die verfehlten politischen und medialen Reaktionen (siehe ‚Mord und Randale in Chemnitz‘, ‚Bundesregierung und -präsident kündigen antitotalitären Konsens‘ und ‚Maaßen wird befördert und bislang Verdächtiger kommt frei‘). Schließlich habe ich nicht zur Selbstbewaffnung aufgerufen, sondern in einem Kommentar geschrieben:

        Unser Staat will und kann seine Bürger offensichtlich nicht mehr vor Verbrechen schützen, ist aber selbst im Nachgang zur angemessenen Bestrafung der Täter nicht mehr bereit. Wahrscheinlich werden wir uns leider alle in naher Zukunft selbst schützen und bewaffnen müssen.

      • Richtig! Das Gewaltmonopol des Staates muss gelten! ABER wenn der Staat dieses Gewaltmonopol mangelhaft nutzt, werden Bürger ihre Verteidigung (!) selbst in die Hand nehmen, was vom Grundgesetz ausdrücklich gedeckt ist!!!

      • Selbstverteidigung ist legal und legitim. Trotzdem wäre es besser, wenn sie gar nicht nötig wäre in einer überwiegend friedlichen Gesellschaft mit guter Polizei und Politik.

  2. Ich weiß nicht, was ein Universitätsprofessor verdient, aber ich schätze, dass es deutlich mehr ist als wenn Sie Bundestagsabgeordneter wären. Wahrscheinlich kommen zu Ihrem Gehalt noch Honorare aus Beraterverträgen u.ä.

    Gratulation! Sie haben beruflich sehr viel erreicht. Aus den Biografien von Freunden und meiner eigenen habe ich gelernt, dass man im Alter von etwa 40 dort angekommen sein muss, wo man hin will. Ab 50 geht es für viele leider schon bergab. Schlimm findet ich, dass erfolgreiche Leute gerade in Deutschland viel Neid erleben. Mir hingegen ist Neid vollkommen fremd. Wenn jemand erfolgreicher ist als man selbst, sollte man mal einen Kaffee mit ihm trinken. Vielleicht kann man ja etwas von ihm lernen…!

    • Als Bundestags- oder Europaabgeordneter würde ich etwas mehr verdienen. Doch zusätzliches Geld motiviert mich wenig, sonst würde ich mich stärker um Nebeneinkünfte bemühen. Als Ökonom finde ich Geld nicht unwichtig, aber es hat einen abnehmenden Grenznutzen und es sind auch noch andere Dinge knapp, vor allem Zeit. Ich hoffe, dass es bei mir demnächst noch nicht bergab geht, zumindest nicht in allen Bereichen (beim Laufen schon, aber nicht zwingend beim Denken). Neid liegt mir fern und ich möchte mit niemandem tauschen.

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