Wahl-O-Mat Bayern 2018

Beim „Wahl-O-Mat Landtagswahl 2018 in Bayern“ habe ich folgende Übereinstimmungen mit den 18 (nicht unbedingt in ganz Bayern) antretenden Parteien erzielt:

FDP 67,1 %

LKR 63,2 %

Bayernpartei 57,9 %

CSU 57,9 %

AfD 55,3 %

Gesundheitsforschung 53,9 %

Die Humanisten 52,6 %

Piraten 47,4 %

Die PARTEI 46,1 %

Die Franken 44,7 %

Freie Wähler 40,8 %

Tierschutzpartei 40,8 %

V-Partei³ 40,8 %

ÖDP 39,5 %

Grüne 36,8 %

Die Linke 34,2 %

SPD 32,9 %

mut 31,6 %

Wie 2013 steht die FDP bei mir wieder an erster Stelle (siehe ‚Frankfurt und Wahl-O-Mat Bayern‘), wenn auch mit geringerer Übereinstimmung. Es folgen LKR auf dem zweiten Platz und die Bayernpartei sowie die CSU gemeinsam auf dem dritten Platz. Die AfD trat 2013 nicht in Bayern an, bei den meisten zwischenzeitlichen Wahlen stand sie bei mir weiter oben, wobei ich meine liberale Art der Beantwortung nicht geändert habe, aber die AfD sich davon wohl immer weiter entfernt. Interessant finde ich noch den schwachen Wert der Freien Wähler in ihrem Stammland, die damit doch keine ernsthafte Option für mich darstellen. Dementsprechend würde ich, wenn ich in Bayern wählen dürfte, wo die Familien-Partei gar nicht antritt und sowohl LKR als auch Bayernpartei keine realistische Chance haben, diesmal die FDP wählen, die vielleicht das liberale Element in einer Regierung mit der CSU stärken könnte.

 

27 Gedanken zu „Wahl-O-Mat Bayern 2018

  1. Und genau so wird man rein gar nichts erreichen. „…sowohl LKR als auch Bayernpartei keine realistische Chance haben, diesmal die FDP wählen…“

    Wer in der jetzigen Situation eine FDP stärkt, die sich für die Ablösung Maaßens stark macht (der die Bundeskanzlerin auf ihre offensichtliche Verleumdung hinwies, als er feststellte, dass in seiner Behörde keine Hinweise auf Pogrome in Chemnitz vorliegen und dafür von seinem Amt entfernt wird), der würde nicht nur keine Verbesserung bewirken, sondern m.E. der Erosion des Vertrauens in unsere demokratischen Strukturen weiter Vorschub leisten.

    • Es handelt sich nicht um eine Bundestagswahl. Herr Lindner und seine Politik gegenüber Herrn Maaßen stehen nicht zur Wahl, indirekt höchstens die auch nicht konsequente Politik von Herrn Seehofer bei Wahl der CSU. LKR hat gar keine Chance und außerdem oft illiberal geantwortet, z. B. beim Ladenschluss oder dem Verhältnis zwischen Kirchen und Staat.

      • Natürlich handelt es sich bei einer Landtagswahl de facto regelmäßig um eine Abstimnung über die Bundespolitik. Jedenfalls würden sich Lindner & Co. bei einer großen Zustimmung in Bayern bestärkt fühlen und weiter mutige und kompetente Beamte mobben oder Merkels Migrationpolitik stützen („Humanität kennt keine Obergrenze“ – falsch: kein Gemeinwesen hat die Verpflichtung zur Selbstaufgabe, auch wenn die FDP das meint. Bevor 500 Mio. migrationswillige Afrikaner hier sind, muss irgendwann Schluss sein. Wenn jemand wie Lindner das populistisch negiert, kann man seine Partei nicht unterstützen, ohne sich selbst mitschuldig zu machen, auch nicht in Bayern).

        P.S.: Bei meinem WahlOmat kam fast das Gleiche heraus. Ich würde aber meinem Gewissen folgen und LKR wählen.

      • Stimmen für LKR sind vergeudet und auch Stimmen für die AfD nutzen faktisch den Grünen. Stimmen für die CSU würden Herrn Seehofer stärken, aber es ist nicht klar, ob dies eher seine Merkel-Kritik oder sein Umfallen betrifft.

      • Heinsberger sagte am 22/09/2018 um 13:08 „. . . kein Gemeinwesen hat die Verpflichtung zur Selbstaufgabe, auch wenn die FDP das meint. . . .“
        Sehen Sie sich mal das Konzept der FDP „Humanitärer Schutz und Einwanderungsgesetz “ (auch als Schaubild verfügbar) an. Zu LKR sollte man sich nicht unter Ausblendung der Realität bekennen.

  2. Können Sie noch inhaltlich ein paar Punkte nennen, die einerseits zu der hohen Übereinstimmung mit der FDP geführt haben und andererseits so auffällig wenig mit den Freien Wählern?

  3. …diesmal die FDP wählen, die vielleicht das liberale Element in einer Regierung mit der CSU stärken könnte.

    Von was träumen Sie nachts…??? 😦

    • Was erwarten Sie denn für einen Wahlausgang? Eine CSU-AfD-Regierung ist doch extrem unwahrscheinlich, eine AfD-Alleinregierung noch viel unwahrscheinlicher (eher tritt Frau Merkel morgen freiwillig zurück). CSU-FDP-Freie Wähler erscheint mir noch als das kleinste Übel. CSU-Grüne wäre sicherlich schlimmer, nicht nur für Bayern.

      • Vermutlich wird es CSU-FDP-FW oder alternativ CSU-FW werden (wenn es die FDP nicht schafft). CSU-Grüne wäre eine Katastrophe für Deutschland, die sich kein normal denkender Patriot wünschen kann. Die paar Stimmen, die die AfD dadurch gewinnt, sind der Schaden für Bayern und Deutschland definitiv nicht wert.

        Ich schneide ohne Gewichtung folgendermaßen ab:

        Afd 72,4
        LKR 72,4
        CSU 69,7
        FDP 60,5
        FW 47,4
        Grüne 27,6
        Linke 25,0
        SPD 21,1

        Wenn ich mir das Ergebnis so anschaue, dann befürchte ich, dass es sich bei den FW um verkappte Grüne handelt. Ob das den Wählern, die an Stelle der AfD die FW wählen, weil die irgendwie appetitlicher erscheinen, bewusst ist? Der Hauptgegner der AfD darf nicht mehr die CSU, sondern müssen die FW sein.

      • Die Freien Wähler im Bayern sind keine freiheitliche Option! Mit ihrem dauerschlechtgelaunten Vorsitzenden Aiwanger kam schon Bernd Lucke zu Zeiten der Wahlalternative nicht zurecht.

        Wenn Söder gehen muss, könnte Merkel-Fan Ilse Aigner ihn beerben. Die Situation in Bayern ist in der Tat sehr schwierig, aber die Zeit für eine Koalition von CSU und AfD ist noch nicht reif. Eine Koalition der CSU mit den Grünen wäre politischer Selbstmord!

  4. Die LKR in Bayern zu wählen macht ja wenig Sinn. Von den 7 Wahlkreisen sind sie nur in 2 Wahlkreisen vertreten. Als „wahrer“ LKR Kenner könnte ich ja eine Wette anbieten die besagt, dass vor dem Komma eine Null kommt. Aber wer wettet schon mit mir.
    Zur Zeit warte ich auf eine erneute Spaltung der Partei.

    • Da wettet niemand dagegen, selbst wenn Sie Ihre Wettschulden immer erfüllen würden. Interessanter ist doch die Null hinter dem Komma, gegebenenfalls sogar in den beiden Wahlbezirken und nicht nur bayernweit.

      • Ist Kölmel denn nun zurückgetreten? Was ist mit H.O.Henkel und Joachim Starbatty?

      • Eine besonders „mutige“ Wette. Die LKR ist bei den LTW in Niedersachen bekanntlich landesweit angetreten und hat 0,02% erreicht. Welche Parteien in der Geschichte der BRD haben eigentlich bei Landtagswahlen ( bei landesweiten Antritt) schlechter abgeschnitten?
        Eine interessante Wette wäre, welche Partei bekommt mehr Stimmen bei den EU-Wahlen: LKR oder Die blaue Partei

      • Lieber Herr Dilger, ich würde eher davon ausgehen, dass die LKR Die Eurokritiker weit mehr Stimmen als die Pertypartei bekommen würde. Das liegt alleine schon am Namenszusatz „Die Eurokritiker“. Dieser wurde hinzu gefügt, weil man beobachtete, dass Parteien wie „Tierschutz“ und „Familie“ ohne eigenes Zutun kraft ihres Namens etwa einen % holen. Offenbar entscheiden viele Leute in der Wahlurne, irgendwie ihre Oppositionsstimme scheinbar sinnvoll einzusetzen. Mit „blau“ verbindet man nichts. „Eurokritiker“ ist an Deutlichkeit kaum zu überbieten.

      • Stefan König: Das schwache Wahlergebnis der LKR in Nds liegt auch daran, dass der sehr dynamische und mitreißende Spitzenkandidat unmittelbar vor Beginn des Wahlkampfs mit seinem Flugzeug bei einer Alpenüberquerung tödlich verunglückt war. Sehr tragisch. Dank seines Flugzeugs war er zuvor immer überall präsent gewesen, fast doppelt zur gleichen Zeit. Außerdem handelte es sich um eine Persönlichkeit, die Parteifreunde mobilisieren und begeistern konnte. Nach seinem Tod fiel die LKR Nds in eine Starre.

        Die Nr. 2 war leider eher blass und unvorbereitet und setzte zudem voll auf die elektronischen Medien.

        Lessons learned: mit Facebookposts kann man, selbst wenn sie gut laufen, keine Wahl gewinnen.

      • Herr Hecker: Kölmel ist nicht zurückgetreten, HOH und JS schon. Die beiden wollten eh nicht mehr – was sehr schade ist, dem Alter geschuldet aber wiederum auch verständlich.

    • Herr Krebs, niemand wird da mit ihnen wetten, da es mathematisch schon kaum anders sein kann – das liegt am Wahlgesetz in Bayern, welches keine Landeslisten kennt, sondern Bezirke. Interessant ist trotzdem, dass man im WahlOmat prüfen kann, was man eigentlich wählen würde – und feststellen muss, dass es die LKR ist, Taktik hin oder her. Zeigt doch: immerhin gibt es noch Leute, die die Fahne der Vernunft hochhalten.

      • Soeben im Internet gefunden:
        Die Europaabgeordneten Hans-Olaf Henkel, Bernd Kölmel, Ulrike Trebesius und Joachim Starbatty haben ihren Austritt aus der Partei der Liberal-Konservativen Reformer (LKR) erklärt. Grund ist ein Zerwürfnis mit Parteigründer Bernd Lucke. Kölmel war bis zu seinem Austritt auch LKR-Parteivorsitzender.

        Dieser hatte bei einer Kampfkandidatur um den Spitzenplatz auf der Liste der Partei für die Europawahl im kommenden Jahr Hans-Olaf Henkel mit 78 zu 62 Stimmen geschlagen. „Wir sind mit Begeisterung in die Partei der Liberal-Konservativen Reformer eingetreten“, heißt es in einer E-Mail der vier Politiker, die der JUNGEN FREIHEIT vorliegt. „Wir wollten aber nie Mitglieder einer Lucke-Partei sein. Wir treten deshalb aus der LKR aus und geben unsere Ämter im Bundesvorstand ab.“ (Quelle: Junge Freiheit)

        Lucke ist ein schwacher Typ, aber arrogant und selbstverliebt.
        Er kann es einfach nicht!

  5. Bezüglich EU-Wahlen, der österreichische sozialdemokratische Ex-Kanzler Kern ( der von Kurz ausgetrickst worden ist) ist diese Woche als SPÖ-Chef überraschend zurückgetreten und will gesamteuropäischer Spitzenkandidat der Sozialdemokraten bei den EU-Wahlen werden. Da hat er durchaus gute Chancen, bisher hat nur ein Slowake seinen Hut in den Ring geworfen. Den Slowaken wird die SPD wohl kaum unterstützen, weil dessen Partei koaliert mit der SNS. Wäre ja so wie wenn die SPD mit der AfD eine Koalition bildet.
    Neue Parteichefin der SPÖ wird eine sympathische Dame, die erst seit eineinhalb Jahren SPÖ-Mitglied ist, Pamela Rendi-Wagner. In der SPD denkt man sich tausche Parteisoldatin Nahels gegen eine Pamela ein.
    Nur so Quereinsteiger ( was Kern ja auch war) haben es in der hinterhältigen und teilweise schmutzigen österreichischen Politik schwer gegen so trickreiche Profipolitiker wie Kurz oder Strache.

  6. Die geringe Übereinstimmung mit den Freien Wählern oder der ÖDP zeigt, wie schwer (bis unmöglich) ein Bündnis oder Zusammenschluss von Kleinparteien wäre. Und von einer liberal-konservativen und eurokritischen Prägung kann bei diesen Parteien wie auch bei der Familien-Partei nur sehr eingeschränkt die Rede sein. Hinzu kommt bei den wenigen Aktiven solcher Kleinparteien häufig eine ideologische Verbohrtheit oder Schrulligkeit, von Schlimmerem ganz zu schweigen. – Ich meine, selbst bei größeren Kleinparteien (Tierschutz, Rentner) gab oder gibt es mindestens je zwei Varianten. Eine mögliche Spaltung einer 0,2 oder 0,02% LKR passt ins Bild.

    • Eigentlich wäre eine Spaltung der LKR zum jetzigen Zeitpunkt optimal, weil alle Parteien bei den Wählern offene Platzwunden haben. Der jetzige Nachteil der LKR ist, dass sie in der wahllosen Zeit inaktiv geblieben ist und weil man weiß, wenn Lucke wieder ins EU Parlament einzieht, werden die Glocken wieder verstummen. Es gibt noch eine Menge „Nur Sympathisanten“ in der LKR. Der eurokritische Teil dieser Partei ist mittlerweile imaginär, weil der Wähler spürt, dass die Eurokritik nur Mittel zum Zweck ist. Bei Henkel ist es etwas anderes, der könnte, trotz seines politischen Alters, die Eurokritik wahr machen. Dazu benötigt man 2 Elemente. Einmal eine Handvoll Professoren aus Wirtschaft und Ökonomie für die Sacharbeit, zum anderen eine Menge Profis, die Parteiaufbau mit Sachverstand können. Von solchen Enthusiasten hat LKR vor der Spaltung schon viel profitiert.

  7. Mein Ergebnis spiegelt eine eher konservative und weniger liberale Einstellung wieder. Vorne stehen BP und AfD mit 69,7%, dann kommt die CSU mit 64,5%. FDP (52,6%) und LKR (51,3%) nur knapp über 50%. Die Bayernpartei ist eigentlich eine interessante Partei, wobei ich nicht glaube, dass aktuell viele Bayern Deutschland verlassen würden. Aber natürlich ist der Austrit ein gutes Druckmittel, wenn die Probleme in der Berliner Politik irgendwann Überhand nehmen.

  8. Pingback: Wahl-O-Mat Hessen | Alexander Dilger

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