Lucke wird LKR-Spitzenkandidat für die Europawahl

Gestern fand nicht nur ein recht belangloser CSU-Parteitag statt (siehe z. B. „‚Die CSU hat den Blick auf reale gesellschaftliche Entwicklungen verloren'“), sondern auch die Europawahlversammlung der Liberal-Konservativen Reformer (LKR). Insgesamt ist die CSU natürlich viel wichtiger als LKR, aber für viele Leser hier ist LKR trotzdem nicht unspannend, zumal es bislang kaum öffentliche Berichte von der Versammlung gab. Zuerst die gute Nachricht: Bernd Lucke wurde zum Spitzenkandidaten für die Europawahl gewählt. Nun die schlechten Nachrichten: Er hat gegen Hans-Olaf Henkel gewonnen, der sich im Gegensatz zu Herrn Lucke klar gegen den Euro positionierte. Herr Henkel und die weiteren drei aktuellen Europaabgeordneten traten danach nicht mehr an. LKR steht also vor der nächsten Spaltung und selbst der eine Sitz für Herrn Lucke erscheint kaum noch erreichbar. Die Liste hinter ihm sieht übrigens so aus: 2. Dr. Peter Reich (die Herren Henkel und Lucke sind natürlich jeweils Prof. Dr., was ich jedoch hier als bekannt voraussetze), 3. Ulrike Schütt, 4. Dr. Stephan Schlitz, 5. Roland Leffler, 6. Hans Werner Schoutz, 7. Prof. Dr. Holger Schiele und 8. Bernd Vogel.

Im Vorfeld dachte ich, dass es zu einer Kampfkandidatur zwischen Bernd Lucke und Bernd Kölmel, dem derzeitigen Bundesvorsitzenden, kommen würde. In dem Fall hätte ich Herrn Lucke die Daumen gedrückt, weil er der bekanntere und profiliertere Mann ist. Im direkten Vergleich mit Herrn Henkel hätte ich jedoch diesen bevorzugt, weil er noch bekannter und vor allem viel klarer gegen den Euro ist. Dialektisch war es jedoch so, dass Herr Henkel wohl vor allem als Platzhalter für Herrn Kölmel kandidierte, um diesem dann kurz nach der Wahl das Mandat zu überlassen. Das zeigt wiederum, dass es große Konflikte zwischen den derzeitigen Abgeordneten gibt. Sie treten nicht als ein Team an, sondern Herr Lucke will und muss wieder einmal alles alleine machen.

Was heißt das für Eurokritiker wie mich? Es wird noch wichtiger, in zwei Wochen beim Bundesparteitag der Familien-Partei das Ruder herumzureißen. Insbesondere das Europawahlprogramm geht gar nicht. Vielleicht wollen enttäuschte LKR-Mitglieder noch dabei helfen, zumal die Wahlchancen der Familien-Partei ohnehin besser sind, zumindest wenn dort noch Änderungen gelingen. Wenn nicht, gibt es kaum noch wählbare Optionen. Vielleicht wähle ich dann sogar wieder Bernd Lucke als das kleinste Übel.

54 Gedanken zu „Lucke wird LKR-Spitzenkandidat für die Europawahl

  1. Kleine Korrektur: Lucke ist bekannter als Henkel, lt. Meinungsumfrage 40% vs. 26%. Die Plausibilität dieses Verhältnisses läßt sich auch durch einen Internetnennungsvergleich leicht prüfen.

    Und: Lucke ist das Original der Eurokritik. Wenn die unweigerlichen Probleme mit dem Euro virulent werden, kann niemand glaubhafter behaupten, er habe immer schon darauf hingewiesen. Deshalb ist es auch keine zielführende Idee mit der Familienpartei eine „me too“ Nummer zu fahren. Stattdessen sollten alle, die den Euro kritisch sehen die einzige Partei unterstützen, die das im Namen trägt: die LKR Die Eurokritiker.

    • Herr Lucke ist nur durch die AfD bekannt und wird meist noch im Zusammenhang mit ihr genannt, nicht mit der LKR, während Herr Henkel unabhängig von der AfD bekannt ist.

      Herr Lucke hat schon immer hinsichtlich des Euro herumgeeiert, wie hier im Blog dokumentiert ist. Etwas Kritik an der Eurorettungspolitik findet man jedoch auch in der CDU und FDP. Die Familien-Partei darf sich natürlich nicht auf das Thema beschränken, aber es ist gerade auch für Familien wichtig, die Kaufkraft und Vermögen verlieren. Wenn LKR das Thema ordentlich abdecken würde, sollte sich die Familien-Partei auf andere Themen konzentrieren. Da dies nicht der Fall ist, müssen die inkonsistenten Ausführungen im jetzigen Wahlprogramm korrigiert werden.

  2. Meines. Erachtens kommt die differenzierte Haltung von Bernd Lucke zum Euro in der Öffentlichkeit besser an als die radikale Ablehnung. In den mir bekannten Fernsehauftritten schien er zu überzeugen. Hans-Olaf Henkel hat wahrscheinlich einen noch höheren Bekanntheitsgrad; dieser ist aber stark negativ besetzt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihm dies nicht bewusst ist (deshalb stimme ich der These bezüglich der Platzhalterschaft zu). Starbatty ist ja eigentlich nur in Fachkreisen bekannt und ist in den letzten Jahren wenig in Erscheinung getreten. Die übrigen hier benannten Personen sind doch der Öffentlichkeit ganz unbekannt. Wenn LKR in der Europa-Wahl eine Chance haben sollte, dann nur durch Bernd Lucke. In dem Kandidatur-Verzicht kann ich Spaltungstendenzen nicht erkennen. Das wäre ja nun der komplette Realitätsverlust.

    • Ich gehe von einer weiteren (!) Spaltung von LKR aus. Wir werden sehen. Die breite Öffentlichkeit ist doch gar nicht eurokritisch, da kommt ein an Frau Merkel erinnernder Kurs entsprechend gut an. Dann kann man aber auch gleich das Original wählen. Eine Kleinstpartei muss sich klarer positionieren.

  3. Meines Erachtens zeigt dies vor Allem dies:

    Alle derzeitigen EU-Abgeordnete der AfD-Abspaltung gehen davon aus, dass auf gar keinen Fall 2 Vertreter ihrer Partei es ins EU-Parlament schaffen werden. Sie gestehen demnach öffentlich ein, dass es sich um ein Etwas zwischen 0% und vielleicht etwas darüber erzielen wird, dass also der Versuch kläglich gescheitert ist. Für die beiden Oldies Henkel und Starbatty fürwahr sehr bedauerlich, so von der politischen Bühne abzutreten – weswegen sie wohl auch die Versammlung vorzeitig verlassen haben – Lucke hat nach der AfD, die sich langsam in Alternative für driehbm umbenennen könnte, die 2. Partei an die Wand gefahren. Und Kölmel hat gemerkt, wie hoch sein Rückhalt bei den noch verbliebenen Parteimitgliedern ist. Alles in Allem ein Scherbenhaufen für alle Beteiligten.

    • Es ist doch auch richtig, dass LKR keine Chance auf einen zweiten Abgeordenten hatte und hat. (Rein theoretisch ist alles möglich, doch praktisch ist Lottospielen gewinnträchtiger.) Die letzten Wahlergebnisse lagen bei 0,0 Prozent. Trotzdem hätte eine geschlossen auftretende Partei, die z. B. die fünf aktuellen Abgeordneten in der bisherigen Reihenfolge aufgestellt hätte, einen Sitz bei der Europawahl bekommen können. Ich denke, dass diese Chance am Samstag vertan oder zumindest massiv geschmälert wurde, weil es an Kompromissfähigkeit fehlte (wie auch in der Familien-Partei, wo Herr Geuking lieber seinen Sohn auf Platz 2 hatte als Frau König oder mich). Das ist nicht zuletzt deshalb bedauerlich, weil es das seinerzeit auch von mir vertretene Narrativ zerstört, die LKR-Abgeordneten wäre um ihrer selbst und ihrer Politik willen gewählt worden statt nur wegen der AfD.

  4. Danke für den Beitrag. Erschreckend, dass fast alle ehemals führenden Köpfe nun in der politischen Versenkung verschwinden mit einer einzigen Außenseiterchance für Lucke. Auch ohne Spaltung soll LKR kaum mehr als 1000 Mitglieder haben, also selbst vom Weckruf ist kaum was übrig geblieben. Ich empfehle, und das ist ernst gemeint, dass die verbliebenen Aktiven und Interessierten von außerhalb sich in politischen Salons zusammen finden und auf intellektuell ansprechendem Niveau Themen diskutieren, Vorschläge erarbeiten und damit an Politik und Parlamente andocken über Bürgeranträge, Petitionen und das Hineinwirken in die Parlamentsparteien. Solche Salons, in denen sowohl Tagespolitik als auch weit darüber hinaus reichende Themen diskutiert würden, wären ein echtes Differenzierungsmerkmal zu den Stammtischen der größeren Parteien.

    • Ich bin nicht sicher, ob LKR dafür noch die kritische Masse hat. Bei der Wahlversammlung waren rund 140 Aktive, die jedoch bundesweit verstreut wohnen und nicht für einen Salon durch die ganze Republik fahren werden. Hinzu kommt, dass Herr Lucke lieber allein neue Ideen ausbrütet und vertritt, wobei ihn Bürgeranträge und Petitionen eher stören.

      • Regionale Salons in Metropolregionen, gerne angereichert mit guten Parteilosen und punktuell auch offenen Köpfen aus anderen Parteien, die nicht missionarisch unterwegs sind, das wäre mein Vorschlag. Sie könnten so etwas in Ihrer Region Ruhrgebiet/Münsterland schaffen, Frau Konorza evtl im Raum Köln/Bonn.

      • Warum sollte ich einen Salon ausgerechnet für LKR schaffen? Ich war immerhin bereit, für LKR einen Vortrag zu halten, wurde dann jedoch wieder ausgeladen. Zu den Stammtischen der Familien-Partei kommen immerhin jedes Mal ein paar Gäste, allerdings hält sich der Andrang auch noch in Grenzen. Ich sollte einmal wieder einen Vortragsveranstaltung für den Hayek-Club organisieren.

      • LKR wäre nur ein Spieler unter mehreren, ein Familienpartei-Vertreter könnte zB den Lead für Bezirke Arnsberg und Münster haben, ein Parteiloser woanders etc., um so die Vernetzung und Reichweite zu vergrößern.

      • Eine Wahlwerbung mit Spitzenkandidat Lucke konnte ja mangels Listenaufstellung erst jetzt starten; ich freue mich, dass hier ernsthaft über die LKR, Alternative für die eurokritischen Anständigen, diskutiert wird.
        Im Köln-Bonner Raum ist unser monatlicher Politikplausch schon gut angelaufen, zuletzt mit Bernd Kölmel und fast zur Hälfte mit interessierten Nicht-Mitgliedern.

        Nein – Prof. Dilger laden wir als LKR nicht aus, im Gegenteil, bei einem der nächsten Termine sind Sie sehr willkommen. Wenn ich es übernehme, gibt es auch nicht mehr diese Verzögerungen, falls Ihrerseits noch Interesse besteht.
        Was ich über die kritische Masse lese, ist leider allzu wahr. Dennoch lohnt es sich, sich für die guten Ideen innerhalb einer Parteistruktur und nicht nur als freischwebender Salon einzusetzen, Auch Förderer und Parteilose sind bei LKR gerne gesehen. Gerade Lucke hat schon seine Fühler weit ausgestreckt – über Parteigrenzen hinaus. Eurokritik ist in allen Schattierungen erwünscht. Denn die Patentlösung steht noch nicht zur Verfügung.

      • Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen einmal die Patentlösung näher erklären: Die nationalen Währungen werden wieder eingeführt. Der Euro bleibt eine Weile als Parallelwährung bestehen, wird jedoch schnell an Bedeutung verlieren. Sollte er sich wider Erwarten im Wettbewerb behaupten, ist das auch nicht schlimm. Als Liberaler bin ich für Wettbewerb und freiwillige Lösungen statt erzwungene Pauschalkonzepte für alle.

  5. Ein jeder möge sich, so gut es geht, in seinem Umfeld gegen Merkel positionieren, egal, wo er gerade parteipolitisch „gebunden“ sein sollte. Der Wahnsinn geht weiter, Maaßen soll gehen, kein Widerstand in Sicht, von der Union inkl. CSU kommt zum wiederholten Male nichts.

    • Die CSU müsste die Reißleine ziehen, wenn Frau Merkel tatsächlich Herrn Maaßen gegen das Votum des zuständigen Innenministers entlässt. Die Kombination von großer Rhetorik ohne relevante Taten ist übrigens die ungünstigste, die die meisten Wählerstimmen kostet. Ein klares Bekenntnis zu Frau Merkel fände ich nicht gut, doch es wäre trotzdem besser als diese Inkonsequenz.

      • Der Sturz von Maaßen ist der nächste Sargnagel in der Groko und damit zu begrüßen. Das treibt einen weiteren Keil zwischen Seehofer und Merkel und schwächt Seehofer. Wenn Seehofer stürzt, bricht hoffentlich auch endlich die Groko.

      • Herr Seehofer wird ziemlich sicher nach der Bayernwahl abgesägt. Aber das müsste erstens durch die CSU selbst erfolgen und zweitens erst nach der Wahl, weil er dann als Sündenbock gebraucht wird. Wenn er vorher durch Frau Merkel entlassen wird, ist es eine ganz andere Situation. Da er nichts mehr zu verlieren hat, sollte er auch nicht von sich aus zurücktreten, sondern seine Entlassung provozieren, z. B. indem er endlich das geltende Recht an den Grenzen wieder in Kraft setzt. Er würde als Held in die Geschichte eingehen und nicht als Bettvorleger.

      • Frau Merkel kann Herrn Maaßen nicht entlassen; dies kann nur durch Herr Seehofer oder den Bundespräsidenten erfolgen. Ich vermute, dass Herr Seehofer morgen Abend die Entlassung in die Wege leiten wird.

  6. Herr Kölmel hat einen Trauerfall in der Familie, ich vermute,dass er aus diesem Grund nicht kandidiert hat. Die LKR ist ja tot, das Auto fährt ohne Boden, ohne Lenker, das meiste wurde selbstherrlich zerstört. Die Themen sind durch die 6 Parteien im Bundestag abgedeckt. Eurokritische Bemerkungen haben in den letzten 5 Jahren nichts gebracht. Es geht jetzt darum aus den einst 7 Abgeordneten, dann 5 jetzt wieder einen ins Europaparlament zu bringen. Dabei wird die LKR als Partei nicht mehr nach vorne gestellt, weil das Spiel dann zu durchsichtig erscheint. Deshalb nimmt man Lucke als imaginäres Zugpferd. Wir Wähler wollen aber etwas anderes, als ein personifiziertes Etwas. Wenigstens geht es mir so.

    • Bernd Lucke zieht bei seinen öffentlichen Auftritten die LKR immer mit, und das ist das Beste, was dieser Partei im Augenblick passieren kann. Die Bedeutung einer solchen Persönlichkeit wird deutlich, wenn man sich die Rolle der Oppositionsparteien, speziell der AfD, bei der Haushaltsdebatte im Bundestag ansieht: Man hätte aus dem Kreislauf wechselseitiger Beschimpfungen ausbrechen und sich dem eigentlichen Thema etwa mit dem Angriff auf die Regierungspolitik in Sachen Griechenland und EURO-Rettung oder auf die Sozialpolitik nähern können. Damit hätten man neben den Protestwählern orientierungsbedürftige Normalbürger ansprechen können- Chance verpasst. Die AfD hat an der Spitze keine geeigneten Führungskräfte- Durchschnitt eben wie derzeit bei der SPD. Was sollen da für Erwartungen erwachsen ?

  7. Sollte Frau Merkel tatsächlich morgen Herrn Maaßen über den Kopf von Seehofer entlassen, so bleibt Seehofer nur der Rücktritt und der Koalitionsbruch. So könnte er auch die CSU in letzter Minute vor einer Wahlkatastrophe bewahren.
    CAVE: Frau Merkel bliebe trotzdem Kanzlerin, mehr will sie auch nicht. Gegebenenfalls stimmen die Grünen oder andere mit ihr; man bräuchte keine Koalition. Beispielsweise reichten zwei Staatssekretariate für Herrn Hofreiter und Frau Baerbock.

    Der Stil des Bundestages ist auf den Austausch von Beleidigungen herabgesunken; Schulz „Misthaufen der Geschichte“ erinnert an Aussprüche Freislers, rot-grün gemischt gibt eben braun. So geht die zweite deutsche Demokratie zugrunde.
    LKR und andere Alternativen kommen zu spät.

    • Die Frage ist, ob Herr Seehofer noch die Macht hat, die CSU aus der Merkel-Koalition zu führen. Beim letzten Mal war das unklar, weshalb er vom Rücktritt zurücktrat. Wenn die CSU aus der Regierung austritt, wird es zu sehr spannenden Neuwahlen kommen. Konsequenterweise sollte sich die CSU dann bundesweit ausdehnen. Bei der Bayernwahl könnte die CDU nicht mehr antreten, aber die CSU würde viel Zuspruch gewinnen.

      LKR kommt nicht zu spät, sondern ist einfach nicht stark genug. Nach der Europawahl sollten alle halbwegs vernünftigen Kleinparteien versuchen zu kooperieren. Alle zusammen könnten fünf Prozent bekommen und damit in Bund und Ländern den Unterschied machen. Allein schafft das keine.

      • Strategisch also ein selten guter Zeitpunkt für die CSU für einen Koalitionsbruch und das Ende der Fraktionsgemeinschaft bis hin zu einer bundesweiten Ausdehnung. Unwahrscheinlich, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

      • Ja, aber. Das scheitert alleine daran, dass sich jeder dieser Kleinparteifürsten für allwissend und allein glückselig machend hält, sich weder ein- noch unterordnen will und wird. Als die AfD-Abspaltung noch ALFA hieß, gab es auch derartige Überlegungen, Bestrebungen und sogar Gespräche. Eines lief so ab: Wir, die Partei Soundso mit rund 2.500 Mitgliedern bieten Euch, Partei Dies-und-Das mit rund 10.000 Mitgliedern an, bei uns unter unserem Namen mitzumachen. Die Sitzung war nach rund 10 Minuten beendet.

      • Das ist natürlich nicht sinnvoll. Ich würde einen ‚Wahlverband‘ empfehlen, wobei eine Gewichtung nach Wählerstimmen z. B. bei der Europawahl sinnvoller ist als nach Mitgliedern, von denen viele Karteileichen oder völlig erfunden sind. Selbst viele aktive Mitglieder nützen wenig, wenn sie keine Wähler gewinnen.

  8. China kauft den halben afrikanischen Kontinent auf, ebenso alle Firmen und Immobilien in Europa und Südamerika, die irgendwie verkäuflich sind. Die Welt sortiert sich ganz neu. Und was machen wir? Wir beschäftigen uns mit einer LKR, von der 99,9% der Deutschen noch nie was gehört haben (was auch so bleiben wird)

    • Wahrscheinlich halten sich einige bei LKR auch für diese globalen Themen berufen. Aber China und die globale Wirtschaftspolitik kann ja ggf. demnächst hier diskutiert werden vor dem Hintergrund der Strategien der wesentlichen Player und wie die deutsche und europäische Politik sich dazu aufstellt. – Dieser Blog ist halt eine kleine Nische für Liberal-Konservative mit besonderem Bezug zu Eurokritik, Merkel-Kritik, zu FDP, AfD und ein paar kleineren Parteien. Schön, dass es diese Diskussions-Nische gibt.

  9. In Wirklichkeit hat es eine Parteiabspaltung ja schwerer als eine völlig neue Partei.
    ALFA erreicht 1% bei B-W Landtagswahlen, damit war es eigentlich schon vorbei, weil man mit dem Erfolg der Mutterpartei verglichen wird.
    Wenn eine neue Partei bei ihrem ersten Wahlantritt 1% holt ist dies natürlich kein riesiger Erfolg, aber man hat immerhin Parteienförderung geschafft und in einem bevölkerungsreichen Land einen winzig kleinen Anfangserfolg erreicht, darauf kann man aufbauen.

    • Das ist ein wichtiger Gedanke. In der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland hat es auch noch nie eine erfolgreiche Parteiabspaltung gegeben. Zumindest kurzfristig erfolgreiche Neugründung gab es schon häufiger. Nachhaltig erfolgreich waren allerdings bislang nur die Grünen und vielleicht (so ganz entschieden ist das noch nicht) die AfD.

  10. Unglaublich welche Phatastereien hier geäussert werden. Lucke ist politisch tot, die LKR-Missgeburt sowieso. Leute, spielt lieber Golf, fährt in Urlaub oder geht in die AfD, da könnt Ihr weigstens was bewirken.

    • „Unglaublich welche Phatastereien hier geäussert werden. Lucke ist politisch tot, die LKR-Missgeburt sowieso. Leute, spielt lieber Golf, fährt in Urlaub oder geht in die AfD, da könnt Ihr weigstens was bewirken. „

      Dieser Meinung bin ich auch. Bei Youtube ist zu sehen, wie Bernd Lucke im europäischen Parlament von Mario Draghi abgekanzelt wurde, wie ein Schuljunge, der vom Lehrer beim Nasebohren erwischt wurde. Und was ist mit Jens Weidmann? Er macht schön „Sitz“ und „Platz“ wenn Mutti pfeift. Prof Schiele kandidiert auf Platz 7 bei einer Partei, die im Promillebereich umhergeistert, ich bin fassungslos. Liebe Hochkompetenten, wir haben mal an Euren eisernen Willen zur Beendigung des Euro-Dramas geglaubt und müssen nun zur Kenntnis nehmen, wie Ihr Euch in dieses völlig unverständliche und ebenso wirkungslose Sektierertum versteigt. So wird das nichts, da ist es wahrscheinlicher, dass unsere Nachbarn die Eurozone verlassen. Ihr braucht eine Bewegung hinter Euch, sonst habt ihr gegen die Phalanx aus EZB, BVerfG , EuGH und Altparteien-Kartell keine Chance.

      • Die Fragestunde mit Draghi im Europäischen Parlament war keine Diskussionsrunde; Draghi konnte hier seine mehr oder weniger bekannten Positionen unwidersprochen vortragen. Wenn Sie die Antworten von Draghi befriedigen, den Fragesteller Lucke hier sogar abwerten, trifft das auf mein fassungsloses Unverständnis. Die AfD möge dafür sorgen, dass der „Bewegung“ ein kompetenter Kopf installiert wird, dann wird sie auch die „Sektierer“ überzeugen. Die „Bewegung“ hat derzeit keine Machtoption.

  11. Hat LKR noch Geld für Wahlkampf, irgendwelche nennenswerten Spender? Ob Herr Henkel was spendet oder verleiht?

    • Herr Henkel wird sicher keinen Cent mehr geben. Herr Lucke ist ohnehin zu geizig. Ich gehe von einem sehr sparsamen Wahlkampf aus, zumal es an Aktiven fehlt. Ein paar Berichte in den Massenmedien oder gar Auftritte in Talkshows bringen allerdings ohnehin mehr. Herr Lucke kann es also schaffen, doch ein Selbstläufer wird es nicht.

  12. Es wird hier immer über Wahlchancen diskutiert, als ob die Diskutanten prüften, ob sie über die LKR Die Eurokritiker ins Parlament kämen. Viel wichtiger ist es zu prüfen, wie wir am effizientesten den EUROwahnsinn beenden können. Wenn man die Realität der BRD anschaut, so kommt man zum Ergebnis, dass das ermangels Volksentscheiden nur durch Parteien geht. Debattiersalon hört sich zwar cool an, bringt aber unmittelbar nichts. Also braucht man eine Partei. Die Altparteien sind hoffnungslos, die AfD verbrannt. Es bleibt also nur die LKR. Mit 2000 Mitgliedern und bundesweiten Präsenz ist es die beste Basis, die vorliegt. Deshalb sollten wir diese nutzen und entwickeln.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Euro die nächste Legislaturperiode unbeschadet übersteht. Und dann muss jemand da sein, der eine Richtung fundiert vorgibt. Das kann in der ggw. Konstellation nur die LKR mit Lucke sein – in dieser Zusammenstellung. Dazu hat sie mit der Aufstellung von Lucke einen wesentlichen Baustein gelegt. Noch ist Polen nicht verloren.

    • LKR für sich genommen schafft 0,0 Prozent. Bei der Europawahl hat Herr Lucke als Person eine Chance. Er bringt im Europaparlament auch mehr als die meisten anderen Abgeordneten dort, obwohl er auch nicht klar gegen den Euro Position bezieht. Ohnehin darf man den Einfluss eines Einzelabgeordneten nicht überschätzen. Selbst zu fünft konnte LKR dort wenig bewirken.

  13. Für das leidige Thema LKR fehlt die Einsicht. Jetzt stellt man Lucke wieder auf ein Podest, dort soll er stehen, bis die Europawahl vorbei ist. Was hat das mit einer Partei zu tun. Eine Partei geht vom Volke aus, die AfD hatte uns das ja 2013 vorgemacht. Herr Dilger wird ein Lied davon singen können. Es wurden auf die Schnelle funktionierende Landesverbände gegründet, die resultierenden Bezirksverbände gründeten die Kreisverbände und plötzlich lagen wir bei den Bundestagswahlen auf 4.7%.
    Bei LKR fehlte der Enthusiasmus und ein weit verbreiteter Wille. Der Kreis blieb weit offen, es vegetiert die Hoffnung. Nach der Spaltung hat Lucke sich abgewandt. Das Szenario für die kommende Europawahl ist nur in seinem Interesse, es hat mit dem Wähler nichts zu tun.
    Wenn die LKR sich nochmal spaltet, bin ich wieder dabei, auf der Seite von Hans Olaf.

  14. Pingback: LKR wird reine Lucke-Partei | Alexander Dilger

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