ADAC will Europas auflagenstärkste Zeitschrift einstellen

Der „ADAC stellt ‚Motorwelt‘ in bisheriger Form ein“. Die Vereinszeitschrift ist vielleicht nicht von höchster Qualität, aber mit über 13 Millionen Exemplaren die auflagenstärkste Zeitschrift Europas. Trotz vieler Anzeigen und einer relativ klaren Zielgruppe schafft sie es nicht, schwarze Zahlen zu schreiben. Das verheißt nichts Gutes für die Zukunft gedruckter Zeitschriften. Trotzdem hätte ich als Verantwortlicher erst einmal anders reagiert, z. B. mit einer parallelen Onlineausgabe ohne Druck- und Versandkosten, die bestimmt Millionen Mitglieder freiwillig gewählt hätten.

Ich überlege übrigens, meine ADAC-Mitgliedschaft wieder zu beenden. Die Pannenhilfe brauche ich eigentlich nicht. Mein Volvo wird eher durch Fahrverbote ausgebremst, gegen die diese angebliche Autofahrerlobby viel zu wenig unternimmt. Vermutlich ist der ADAC doch mehr Lobby für die Autokonzerne und vor allem die eigenen Funktionäre, wie bereits mehrere Skandale in der Vergangenheit gezeigt haben.

8 Gedanken zu „ADAC will Europas auflagenstärkste Zeitschrift einstellen

  1. Vielleicht wird die Printausgabe eingestellt, damit der Verein (e.V.) seine Steuern nachzahlen kann. Wenn ich schon einem Autoclub beiträte, dann sicher einem der kleineren – das hat aber was mit meiner Überzeugung zu tun, dass Wettbewerb gestärkt werden muss. Mit wenig Aufwand findet man übrigens auch günstigere Autoclubs bei mind. gleich guten Leistungen. Auch wenn immer „ADAC“ dran steht, sind es ja unabhängige Unternehmer, die im Auftrag aller Autoclubs das Abschleppen übernehmen. Diese Unternehmer berichten recht einhellig, dass sie vom ADAC in weit stärkerem Maße als von anderen Autoclubs geknebelt werden.

  2. Hier gibt es Alternativen, die einfach zu wählen und umzusetzen sind. Ein Schutzbrief zur Kfz-Haftpflicht kostet kaum mehr als 10 Euro im Monat und hat mir schon sehr gute Dienste geleistet, auch im europäischen Ausland (Pannenhilfe bzw. alternative Rückreise mit der Bahn) !

  3. -.-.-.-es ist wie bei einer Versicherung, ich bin froh wenn ich nie einen Schaden habe und sie nicht in Anspruch nehmen muss, aber es gibt mir ein sicheres Gefühl wenn ich weis es wird mir geholfen und bei der Pannenhilfe des ADAC an 24 Stunden täglich, ohne Zusatzkosten-.-
    Sicherlich sehen das auch die ca. 20 Millionen Mitglieder nicht viel anders.-.-.-.

    Meine Erfahrung ist durchaus positiv in fast 50 Jahren Mitgliedschaft. Die ersten Jahre fuhr ich alte Autos, die oft anfällig waren, dann kam eine lange Zeit wo es so gut wie nie Pannen an meinen Neufahrzeugen gab. Seit einigen Jahren, fast schäme ich mich, brauche ich die Pannenhilfe des ADAC wieder häufiger, für meine Oldtimer-.-.-.-Mit anderen kleineren Autoclubs ist die flächendeckende Versorgung nicht so unproblematisch gegeben, so hört man zumindest-.-.–.Die Zeitschrift an sich, hatte für mich keinen so hohen Stellenwert, ich werde sie wohl zukünftig nicht sehr vermisssen-.-.-.die Skandale sind ärgerlich und sollten sich nicht wiederholen.-.-.–.

  4. Vor ca. 30 Jahren war ich viel mit einem Ford Scorpio- Fliesheck wegen der großen Zuladungsfäche unterwegs. Im Raum Köln brach der Auspuff am Katalysator ab. Meine Lebensgefährtin war ADAC Mitglied. Der gelbe Engel ließ uns das Röhrchen zur Notreparatur mit 18,00 DM bezahlen – da ADAC Mitglied.
    Nach der Reparatur in einer Fachwerkstatt- neue Schalldämpferanlage- brach der Auspuff nach ca. 6 Monaten an der gleichen Stelle (Sollbruchstelle)in Malberg BW. Der Gelbe Engel war zur Stelle. Ich war kein ADAC Mitglied. Die gleiche Notreparatur kostete nichts , da ich kein ADAC Mitglied war.
    Meine Lebensgefährtin trat daraufhin aus.

  5. Autofahrerpartei
    https://www.autofahrerpartei.de
    Die Autofahrer- und Bürgerinteressenpartei Deutschlands (Kurzbezeichnung: APD) war eine deutsche Kleinpartei.
    Aufgrund von Mitgliedermangel und finanziellen Schwierigkeiten stellte sie im Jahr 2000 ihre Arbeit ein und löste
    sich 2002 auf. Geschichte. Sie wurde am 10. Oktober 1988 als Autofahrer Partei (AFP) gegründet.
    Viele Grüße
    H-J Hecker

  6. Das Geld für eine Mitgliedschaft beim ADAC habe ich mir immer eingespart. Wenn ich die Pannenhilfe mal brauchen sollte, kann ich immer noch beitreten. Eine echte Autofahrer-Lobby war der ADAC nie. Wäre er das jemals gewesen, hätte ich das Geld für den Beitrag gerne ausgegeben!

    Ich bin für „Freunde am Fahren“ (dieser Slogan lässt Grüne rot anlaufen, daher gefällt er mir so gut!!!! Natürlich ist er nicht gegen Fußgänger oder Radfahrer gerichtet ist, denn in diese Rolle befinde ich mich auch manchmal, aber in Merkels grünbunten Republik sind Autofahrer die dummen Melkkühe und „bösen Umweltsünder“ schlechthin (solange man nicht im Dienstwagen gefahren wird)…

  7. Wir fahren einen 28 Jahre alten BMW 730i systematisch zum Oldtimerstatus. Und wir fahren nie los ohne unsere Mitgliedskarte, denn es kann immer mal etwas sein (geplatzter Hinterreifen, gerissene Gummihalterung zwischen Mitteltopf und Endschalldämpfer natürlich im prasselndem Regen auf der Autobahn, leerem Tank wegen hängender Benzinanzeigenadel, …). Und die Pannenhilfe hat uns immer großzügig, flott und kreativ auch an den abgelegendsten Orten in Deutschland gerettet. Solange wir eigene Fahrzeuge haben, werden wir im ADAC bleiben, das ist schon mal sicher. Die Zeitschrift lese ich ganz gerne, aber sie ist für mich nur nett. Der Newsletter gibt mir auch die Möglichkeit die Artikel vorab auf den Websites des ADAC’s zu lesen. Also online gibt es die Artikel schon. Für mich ist der Pannendienst das entscheidende. Der Rest ist doch nur unwichtiges Beiwerk – nett aber entbehrlich.

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