Achter Stammtisch der Familien-Partei Dortmund

Auf den ‚Siebte[n] Stammtisch der Familien-Partei Dortmund‘ folgt der achte. Es hat bisher jeden Monat einen gegeben und es kamen stets Gäste über den Vorstand und die Mitgliedschaft in Dortmund hinaus. Im September findet der Stammtisch am 12. statt, also nächsten Mittwoch, wieder ab 19 Uhr im Restaurant „Zum Pferdestall“, Oesterstraße 30, 44309 Dortmund. Wieder ist jeder politisch Interessierte eingeladen und können beliebige Themen besprochen werden, seien diese lokal, regional, national, europäisch oder global. Innerparteilich sind wohl die laufenden Schiedsgerichtsverfahren und die Vorbereitung des Bundesparteitags am spannendsten. Damit wird sich auch der vorher tagende Vorstand beschäftigen.

Es ist außerdem noch möglich, kurzfristig Mitglied zu werden und damit die Geschicke der Familien-Partei sowie ein wenig auch des Landes und Europas zu beeinflussen. Natürlich sind die größeren Parteien mächtiger, aber darin kann ein Einzelner viel weniger bewegen. Das Produkt aus potentiellem Einfluss der Partei und innerhalb der Partei dürfte momentan in der Familien-Partei tatsächlich am größten sein. Dabei geht es nicht nur um die Europawahl, sondern z. B. auch die Kommunalwahlen 2020 in NRW.

12 Gedanken zu „Achter Stammtisch der Familien-Partei Dortmund

  1. Lieber Herr Dilger,

    es ist schon traurig zu sehen, wie sich die „Vernünftigen“ selbst zerlegen. Als ehemaliges AfD-Mitglied (in den Landesverband NRW eingetreten zu der Zeit, als Sie Sprecher waren) und jetziges Mitglied bei LKR finde ich es bedauerlich, daß es mit LKR, den Blauen, der Familienpartei und weiteren bürgerlich-liberalen Initiativen chancenlose Splittergruppen gibt, die es dem Links-Grün-Kartell ermöglichen, Divide et Impera zu spielen.

    Als Lucke die LKR gründete, war ich der festen Überzeugung, daß diese vernünftige Alternative zur Alternative kein Problem haben sollte, über die 5%-Hürde zu springen. Inzwischen halte ich diese Abspaltung für einen Fehler, weil zum einen die Radikalen in der AfD etwas stärker hätten eingehegt bleiben können, und zum anderen die AfD wohl auch langfristig die einzige aussichtsreiche Alternative gegen das Kartell darstellt.

    Natürlich sind wir damals alle nicht grundlos aus der AfD ausgetreten, aber die damaligen Befürchtungen der Radikalisierung haben sich im Wesentlichen nicht bewahrheitet. Zudem führen mit Meuthen, Gauland und Weidel (und z.B. Seifen in NRW) Leute die Partei, die gut und gern der bürgerlichen Mitte zuzuordnen sind.

    ich werde vorerst in der LKR bleiben, weil ich mich dort unter Vernünftigen wohlfühle, werde aber die AfD bei Wahlen unterstützen.

    • Die Argumente Pro und Contra sind hier ja schon ausgiebig diskutiert worden. Die von Ihnen zitierten Personen wirken als „Vordenker“ nicht so überzeugend, dass sie zu dem durch Höcke geprägten Trend als Alternative gelten könnten. Es gibt eigentlich keine „Vordenker“. Bei der AfD wie auch bei LKR sehe ich das grundsätzliche Problem, dass dann – sobald das Flüchtlingsthema verlassen wird – erhebliche Schnittmengen mit den anderen konservativen Parteien (insbesondere mit der FDP) deutlich werden. Bei LKR wollten sich daher viele Mitglieder nach der Erfolgsstory der AfD verstärkt mit dem Flüchtlingsthema profilieren, weil die Partei die Frage nach der Marktdifferenz nicht klären konnte oder jedenfalls die graduellen Unterschiede nicht vermarktungsfähig zu sein schienen. Dies hat dann zu einer Verzwergung von LKR geführt. Ich würde gern die derzeitigen MdEP-Mitglieder von LKR im neuen Europa-Parlament sehen.

    • Tja, wenn schon die eigenen Mitglider LKR nicht wählen wollen, kann das doch nichts werden. Zumindest bei der Europawahl und Kommunalwahlen ohne Prozenthürde sollten Sie doch an Ihre eigene Partei denken. Aber wer wie Sie kein Problem damit hat, die heutige AfD zu wählen, braucht doch gar keine Partei wie LKR, die dann einfach nur weniger konsequent ist.

      Die von Ihnen genannten Personen kamen vielleicht einmal aus der bürgerlichen Mitte, gehören ihr jedoch längst nicht mehr an. Das liegt nicht einfach an ihrer AfD-Mitgliedschaft, sondern an der dort vollzogenen Selbstradikalisierung (zumindest nach außen, um in der heutigen AfD erfolgreich zu sein).

    • Herr Prof. Müller, ich hoffe doch, dass sich eine Wahlentscheidung gegen die LKR nicht auf die Europawahl bezieht, in der es keine 5%-Klausel gibt, aber die Aussicht, mindestens zwei unserer bewährten eurokritischen Zugpferde wiederum ins Europaparlament zu wählen. Außer den in ökonomischen Fragen unangefochtenen Bernd Lucke nämlich Hans-Olaf-Henkel, der gute Aussichten hat, europaweit zum Spitzenkandidaten der Acre (EKR) gewählt zu werden, was uns als LKR wiederum Auftrieb geben wird.
      Die Wahlversammlung am folgenden Samstag ist deshalb nicht ganz unwichtig, zumal die AfD das Thema Europa doch gar nicht besetzt und damit den übrigen eurofreundlichen Parteien in die Hände spielt.

      • LKR sollte nicht immer falsche Erwartungen wecken. Mindestens zwei Europaabgeordnete wird LKR mit zuletzt 0,0 Prozent der Stimmen nicht gewinnen, sondern maximal einen, aber auch nicht als Selbstläufer, sondern nur unter bestimmten Voraussetzungen. Herr Lucke als Spitzenkandidat hätte Chancen, Herr Henkel auch, Herr Kölmel aber nicht. Insbesondere Herr Lucke müsste einen klaren und möglichst einfachen Kurs verfolgen, statt ständig seine Ansichten zu ändern. Die eigene Position muss positiv beworben werden, während das Schimpfen auf die AfD keine Stimmen bringt.

  2. Lieber Prof. Müller,

    gut, dass Sie in der LKR Die Eurokritiker sind. Besser noch: Sie wählen auch LKR.

    Z.Z. geht es darum, dass Lucke weitere 5 Jahre im EU Parlament sitzt, damit beim Eintritt von „EUROshima“ jemand da ist, der aus erster Hand informiert ist und reagieren kann. Jemand, der nicht auf die gefilterten Infos der Medien angewiesen ist, die ja gerade in Chemnitz wieder ein Glanzstück tief recherchierten und objektiven Journalismus präsentiert haben…

  3. Die nächsten Wahlen sind die Landtagswahlen in Bayern in 5 Wochen. LKR steht nur in einigen Kreisen auf dem Stimmzettel. Eine Null vor dem Komma ist sicher, ob es auch eine Null direkt hinter dem Komma kommt ist wahrscheinlich. Wie sieht es mit Hessen aus?
    Es geht aber hier um die Familienpartei, siehe Prolog Dilger.
    Wie steht es denn mit der Familienpartei bei den Landtagswahlen in Bayern? Immerhin ist Bayern Gründungsland der Familienpartei. Wurden Unterstützungsunterschriften gesammelt?

    • Herr Geuking hat sich mit dem zumindest bis dahin sehr aktiven Landesverband Bayern überworfen. In Bayern werden allerdings auch besonders viele Unterschriften verlangt. Auch in Hessen tritt die Familien-Partei leider nicht an. Sollte ich in den Bundesvorstand gewählt werden, werde ich mich dafür einsetzen, dass die Familien-Partei nächstes Jahr nicht nur bei der Europawahl antritt.

      • Herr Dilger, ich kann ihnen leider meine Stimme für den Bundesvorstand nicht geben, da mein Mitgliedsantrag ignoriert wurde. Ich hätte sie sicherlich gewählt.

      • Sie sollten noch einmal nachfassen, was mit ihrem Mitgliedsantrag ist. Er dürfte abgelehnt, aber nicht ignoriert werden. Ansonsten nehmen Sie bitte einen neuen Anlauf, falls sich der Bundes- oder auch Landesvorstand verändern oder wie beantragt ein Bezirksverband gegründet wird. Der Antrag wird übrigens auch rechtswidrig ignoriert.

  4. Liebe Frau Konorza, lieber Herr Heinsberg,

    sollte ich die leiseste Chance sehen, daß LKR bei der Europawahl bei mindestens einem halben Prozent landet, werde ich sie wählen.

    Ansonsten geht es ja nicht darum, in Nibelungentreue zu einer Partei zu stehen, sondern mitzuhelfen, die desaströse Politik der aktuellen Bundesregierung zu beenden. Wenn das nur über die AfD geht, dann ist das eben so – wenn LKR mitspielen kann, umso besser.

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