Prager Frühling vor 50 Jahren blutig niedergeschlagen

Vor genau 50 Jahren, am 21. August 1968, schlugen Truppen des Warschauer Pakts den Prager Frühling blutig nieder, wobei der Widerstand ganz überwiegend gewaltfrei, aber erfolglos blieb. So endete der „Sozialismus mit menschlichem Anlitz“, den Alexander Dubček mit (relativer) Liberalisierung und Demokratisierung versucht hatte. Der reale Sozialismus war und ist leider weder liberal noch demokratisch, sondern basiert trotz aller Propaganda und Ideologie auf Unterdrückung und Gewalt. Die beste menschliche Gesellschaftsform sind trotz aller Probleme liberale und demokratische Rechtsstaaten mit sozialer Marktwirtschaft.

46 Gedanken zu „Prager Frühling vor 50 Jahren blutig niedergeschlagen

  1. Heute sind die Grenzen zwischen „sozialer Marktwirtschaft“ und feudalistischem Umverteilungssozialismus so fließend, dass man zwischen so genanntem „Sozialstaat“ und „real existierenden Sozialismus“ keine klare Grenze mehr ziehen kann.

    • Leider existiert die Soziale Marktwirtschaft in der erfolgreichen Form nicht mehr:

      1) Früher hieß es, wenn es dem Betrieb gut geht, geht es den Mitarbeitern auch gut. Das ist heute nicht mehr zwangsläufig so!

      2) Echte Marktwirtschaft heißt, dass es viele verschiedene Wettbewerber, kleine, mittlere und große gibt. Auch das hat sich leider verändert. Kleine und mittlere Unternehmen haben, angesehen von Marktnischen, gegen Global Player keine Chance. In vielen Branchen gibt es nur noch eine Handvoll Multis, die knallhart mit dem Personal umgehen und teilweise monopolähnliche Strukturen gebildet haben.

      3) Die Globalisierung, die EU, ein Wirrwarr aus Vorschriften und Bürokratie und ein völlig falsches Steuersystem in Deutschland höhlen die Soziale Marktwirtschaft weiter aus.

      Ludwig Erhard würde heute nicht mehr CDU wählen!

      • Die Grenze muss dort gezogen werden, wo Steuergelder missbraucht werden, um konkursreife „Versicherungen“ oder Unternehmen zu sanieren. Der Dauerzustand der DRV-Sanierung durch die Steuerzahler (insbesondere durch solche, die selbst gar keine Rente von der DRV erhalten werden) ist ein riesengroßer solcher Fall und nicht „sozial“ sondern zutiefst asozial.

      • Sie verstehen einfach das System nicht. Eine rein steuerfinanzierte Rente käme die Steuerzahler noch viel teurer. Seien Sie froh, dass Sie nicht in die gesetzliche Rente einzahlen müssen.

      • Ich bezahle jede Woche mehrmals an deutschen Tankstellen in die gesetzliche Rente ein. Sie vielleicht nicht so oft und so viel wie ich, aber auch. Die DRV ist definitiv steuerfinanziert, denn sonst wäre sie entweder längst bankrott oder die Renten nicht einmal mehr halb so hoch. Offenbar sind Sie auf diesem Gebiet sehr schlecht informiert.

      • Sie haben keine Ahnung von der Funktionslogik des deutschen Rentensystems und auch den realistischen Alternativen dazu. Nur deshalb glauben Sie, dass ich als Wirtschaftswissenschaftler schlecht informiert sei. Ja, die Steuerzahler zahlen offensichtlich zu, doch bei einer direkten Staatsrente oder auch nur Grundsicherung für alle wäre das noch viel mehr.

      • Es schlicht und ergreifend asozial, dass Steuerzahler, die selbst nicht anspruchsberechtigt sind, anderen Leuten (von denen viele noch nicht einmal selbst in das kranke Rentensystem einbezahlt haben) die Rente bezahlen müssen.

      • Immer die gleiche Leier nervt. Sie dürfen doch freiwillig ins gesetzliche Rentensystem einzahlen, wenn Sie einen so großen Vorteil darin sehen. Vor 40 Jahren hätte sich das vielleicht sogar gelohnt, doch jetzt ist kluge private Vorsorge besser trotz der Mickerzinsen. Sie sind also tatsächlich privilegiert gegenüber den Pflichtversicherten, jammern aber typisch deutsch auf hohem Niveau herum.

      • Wozu dann überhaupt eine Pflichtversicherung?
        Ich meine, dass es entweder eine steuerfinanzierte, einheitliche Grundrente für alle geben sollte oder überhaupt keine Rentnenversicherungspflicht. Aber diese Privilegien für Wenige auf Kosten anderer, sind typisch umverteilungssozialistischer Beamtenstaat und genau das Gegenteil von liberal.

      • Sie übersehen, dass es das Rentensystem bereits gibt mit riesigen Ansprüchen für viele Jahrzehnte. Andernfalls würde ich als Ökonom ein solches System natürlich nie einführen wollen (aber unsere Politiker hätten trotzdem einen Anreiz dazu). Das bestehende System muss über Jahrzehnte umgebaut werden. Damit hätte man allerdings auch schon vor Jahrzehnten anfangen sollen. Aktuell fordert Finanzminister Scholz sogar noch einen Ausbau in die falsche Richtung.

      • Hätte, hätte, Fahrradkette. Etwas erst gar nicht anfassen, weil es bereits vor Jahrzehnten hätte getan werden müssen (worin ich Ihnen hundertprozentig zustimme) ist bestimmt die allerbeste Lösung. Augen zu und durch: Mit Vollgas gegen die Wand – wir schaffen das! *Sarcasm off*
        Genau die Politik von CDU/CSU/SPD/FDP/LINKE/GRÜNE. Nur nichts angehen, was irgendeiner gepuderten Wählergruppe missfallen könnte. Auch wenn es noch so bitter nötig ist. Genau daran geht Deutschland gerade zu Grunde.

      • In einer Demokratie ist es nicht möglich, gegen die größte Bevölkerungsgruppe anzuregieren, was auch gut so ist. Gute Politik besteht nicht darin, den eigenen Leuten zu schaden, sei es explizit, wie Sie das wollen, oder durch falsche Versprechungen, wozu die meisten Politiker neigen. Reformen sind nötig, aber vernünftig und im Sinne der Bürger.

      • Auch wenn die größte Bevölkerungsgruppe in diesem Falle „nur“ passiv in ihre Rolle hinein gerutscht ist und die Verantwortlichen tatsächlich in der Politik sitzen, ist es doch völlig verantwortungslos, einfach so weiter zu machen.

        Woher bezieht diese größte Bevölkerungsgruppe denn Ihrer Ansicht nach die Legitimation, die kleinere Bevölkerungsgruppe der jungen Leistungsträger und künftigen Leistungsträger derart massiv auszubeuten? Das ist in meinen Augen nichts anderes als faktische Versklavung und hat mit „Demokratie“ absolut nichts zu tun.

      • Sie dokumentieren einmal mehr Ihr völlig fehlendes Verständnis eines Umlagesystems. Es hat Mängel, aber nicht die von Ihnen behaupteten.

      • Ein solches Umlagesystem funktioniert nur, so lange genügend Nachkommen da sind, die es finanzieren können und auch zu finanzieren bereit sind. Das ist in Deutschland aber bereits seit beinahe 50 Jahren zunehmend nicht mehr der Fall. Wer daran dennoch immer noch festhält, ist entweder ein naiver Utopist oder ein skrupelloser Ausbeuter nachfolgender Generationen.

      • Die mittlere Generation muss immer auch für die ältere und jüngere arbeiten. Individuell kann man sich vor den Kosten der jüngeren Generation drücken, indem man keine Kinder bekommt und dann noch über die Staatsausgaben für Schulen und Kitas jammert. Bei direkter Rentenzahlung aus dem Staatshaushalt müssten Sie mehr, nicht weniger Steuern zahlen, jammern aber trotzdem nur rum und fühlen sich ausgebeutet, statt Ihren Vorteil zu sehen.

      • Bei einer direkten Rente aus dem Steuersystem hätte ich aber zumindest auch selbst einen Rentenanspruch hieraus. So aber versenke ich Jahr für Jahr hohe fünfstellige Beträge (in manchen Jahren auch sechsstellige) in ein Rentensystem anderer Leute, ohne jemals selbst jemals einen Cent dafür zurück zu bekommen. Was daran ist in Ihren Augen der „Vorteil“ ?

      • Der Vorteil ist, dass Sie nicht ins Rentensystem einzahlen müssen, das aber dürften. Dass Sie diese Option nicht nutzen, zeigt doch, dass Sie selbst auch nicht an Ihre eigene Propaganda glauben.

      • Mittelbar bezahle ich über meine Steuerzahlungen sehr viel Geld in das Rentensystem ein. Wahrscheinlich viel mehr als 99% aller DRV-Anspruchsberchtigten im Laufe Ihres Lebens einbezahlen. Zurück bekomme ich dafür aber gar nichts. Und das soll ein „Vorteil“ sein? Was sind Sie denn für ein verkappter Umverteilungssozialist?

      • Wenn Sie wollten, könnten Sie auch in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen und dann daraus eine Rente beziehen, wenn das tatsächlich so ein tolles Geschäft wäre. Tatsächlich profitieren Sie von der Rentenversicherungspflicht anderer, weil Sie sonst noch mehr statt weniger Steuern zahlen müssten. Wenn Sie nicht für Ihr eigenes Alter vorsorgen, werden die Steuerzahler einspringen.

      • Das ist so nicht richtig.

        1. Habe ich nie behauptet, dass die DRV ein „tolles Geschäft“ sei. Im Gegenteil.

        2. Bin ich auch gegen die Zwangsbeiträge für abhängig Beschäftigte. Jeder Bürger sollte die Freiheit besitzen dürfen, selbst zu entscheiden, ob und ggf. wie er über eine gesetzliche (steuerfinanzierte) Grundsicherung hinaus für das Alter vorsorgen möchte.

        3. Springen die Steuerzahler für nicht DRV-Anspruchsberechtigte doch erst nach völliger Entreicherung ein, wohingegen DRV-Rentner beispielsweise auch dann eine Rente bekommen (die die Steuerzahler mitfinanzieren), wenn sie als Ex-DDR-Bürger nie in die DRV einbezahlt haben.

        Noch unsozialer als das System der DRV-Rente schon ist, geht es doch gar nicht!

      • Das gesetzliche Rentensystem ist nicht gut und muss dringend reformiert werden. Die Hauptleidtragenden sind aber nicht allgemeine Steuerzahler wie Sie, sondern diejenigen, die gezwungen werden, Rentenbeiträge zu entrichten, insbesondere wenn sie noch jünger sind, da sie mit keiner adäquaten Gegenleistung mehr rechnen können. Für sie (und ihre Arbeitgeber) sind die Beiträge einfach nur eine Sondersteuer.

      • Da stimme ich mit Ihnen überein. Und genau aus den von ihnen genannten Gründen muss dieser Spuk schnellstmöglich beendet werden. Vermeintlich erworbene ‚Ansprüche‘ hin oder her. Die DRV ist seit Adenauers Rentenreform nur noch ein Schneeballsystem, bei dem die Letzten die Hunde beißen. Dieses System wurde aber weder der demographischen Entwicklung noch den großzügigen Wiedervereinigungs-Geschenken von CDU/CSU/FDP/SPD/GRÜNEN angepasst und unsere Kinder und Kindeskinder sollen es nun richten? Noch verantwortungsloser geht es doch gar nicht!

      • Ja, die Letzten beißen die Hunde bei einem Umlagesystem, während die erste Generation in der Vegangenheit gewonnen hat. Aber spricht das wirklich dafür, die Hunde sofort zubeißen zu lassen? Ich bin dafür, das immer weiter in die Zukunft zu verschieben und zugleich abzufedern. Ein langsamer Ausstieg ist besser als ein überstürzter (interessant finde ich die Frage, ob das auch für den Euro gilt), wobei unsere regierenden Politiker überhaupt nicht aussteigen, sondern immer noch mehr davon wollen, wodurch ein chaotischer Zusammenbruch sowohl wahrscheinlicher als auch schlimmer wird (das gilt auf jeden Fall für den Euro).

      • Sie bringen es genau auf den Punkt: Je länger noch gezögert wird, wirksame Einschnitte oder eine längst überfällige Umstellung des Systems überhaupt nur einzuleiten, desto härter wird das Erwachen. Ein „weicher Übergang“, den niemand spürt, ist längst nicht mehr möglich. Regenten wie Merkel, Schäuble und Scholz legen es aber ganz offensichtlich (ob aus Unwissenheit oder purem Kalkül kann dabei dahin gestellt bleiben, da die Folgen dieselben sind) auf einen harten Zusammenbruch des unseligen Rentensystems an. „Schuld daran“ sind dann aber mit Sicherheit andere, so viel steht heute schon fest.

      • Ich würde es bewusste Ignoranz nennen. Frau Merkel fährt explizit auf Sicht, die maximal bis zur nächsten Wahl reicht. Da ist die Rente natürlich sicher und kann noch großzügig ausgebaut werden.

      • Das ist so. Und Olaf Scholz tut dasselbe. Wie alle ihre mitverantwortlichen Vorgänger (bis zurück zu Konrad Adenauer und Ludwig Erhard) auch. Eine hausgemachte Katastrophe also, die weder auf Asyl begehrende Sozialschmarotzer noch auf die AfD zurück zu führen ist, sondern einzig und allein auf verantwortungslose Wahlgeschenke durch und durch unfähiger CDU/CSU/SPD/FDP/GRÜNE – Regierungen der letzten Jahrzehnte. Mit faktischer Zukunftslosigkeit erkaufte Wählerstimmen.

      • Na ja, vor Jahrzehnten haben die Rentner tatsächlich davon profitiert und sie müssen die Folgen nicht mehr spüren. Auch die aktuellen Renter profitieren, zumindest relativ zu den aktuellen Alternativen. Das wird auch immer so bleiben, weshalb grundlegende Änderungen politisch so schwer durchzusetzen sind.

      • Das ist aber doch genau das Fatale!
        Es wird immer nur relativiert und relativiert. Nur so konnte es dazu kommen, wie es heute ist. Eine echte „Versicherung“ wäre seit Jahrzehnten insolvent und diese bankrotte DRV länger mit dem Geld der Steuerzahler am Leben zu erhalten, ist objektiv gesehen durch nichts mehr zu rechtfertigen. Anders sieht es natürlich aus, wenn sich Parteien damit die Stimmen der heutigen DRV-Rentner und naiver künftiger DRV-‚Anspruchsberechtigter‘ kaufen.

      • Die extrem unterschiedliche Behandlung von Beamten, Arbeitnehmern und Selbstständigen, ob in der Rentenversicherung, der Krankenversicherung und bei der Steuer, ist nicht mehr zeitgemäß. Ein Systemwechsel wäre allerdings nur für Menschen möglich, die noch recht jung sind und genügend Berufsjahre vor sich haben, um sich auf die neuen Verhältnisse einzustellen.

      • Noch wäre ein einigermaßen „weicher“ Übergang mit entsprechenden Abstrichen gestaltbar. Allerdings nicht mehr in fünf Jahren, wenn die Verrentung der geburtenstarken Jahrgänge so richtig beginnt.

      • Wenn junge Menschen nicht mehr in die Rentenkasse einzahlen müssten, wäre das System doch sofort zu Ende. Die Politik strebt allerdings in die umgekehrte Richtung, dass alle einzahlen müssen, auch Beamte und Selbständige. Wenn die gesetzliche Rentenversicherung super funktionieren würde, wäre das sogar in Ordnung (für Beamte könnte der Staat dann gegebenenfalls eine Zusatzversorgung einrichten wie andere Arbeitgeber auch), aber es ist doch leider das Gegenteil der Fall. Die zusätzlichen Beiträge würden nur eine kurzzeitige Entlastung bringen und danach durch die zusätzlichen Ansprüche die Probleme noch größer machen.

      • @Alexander Dilger:
        „Die zusätzlichen Beiträge würden nur eine kurzzeitige Entlastung bringen und danach durch die zusätzlichen Ansprüche die Probleme noch größer machen.“

        Und genau weil das so ist (Selbständige und Beamte zahlen im Übrigen schon seit Jahrzehnten über alle möglichen Steuerarten in die DRV ein, jedoch ohne hierfür eine Gegenleistung zu erhalten), sollte dieser verlogene Spuk besser sofort beendet werden, als ihn noch weiter künstlich am Leben zu erhalten, nur damit sich CDU/CSU/SPD ihre Restwählerschaft damit noch für ein oder zwei Bundestagswahlen erkaufen kann.

      • Die künstliche Beatmung der gesetzlichen Rente ist nichts weiter als ein durch nchts zu rechtfertigendes Privileg für das CDU/CSU/SPD-Stimmvieh zu Lasten aller Steuerzahler. So etwas ist über Jahrzehnte fortgesetzter Steuermissbrauch. Diese soziale Ungerechtigkeit an allen Nicht-DRV-Versicherten gehört umgehend beendet. Jedes normale Unternehmen, jede normale Versicherung wäre längst bankrott und die Bilanzbetrüger, die dem Steuermichel erzählen, das sei „sozial“ oder „die Renten sind sicher“ gehören hinter Schloss und Riegel.

      • Es ist politisch nicht klug und auch sachlich nicht gerechtfertigt, hier die gesetzlich Rentenversicherten gegen den Rest der Bevölkerung auszuspielen. Es sind doch fast alle negativ betroffen. Am ehesten gibt es tatsächlich einen Generationenkonflikt: Wer bereits in Rente ist oder kurz davor steht, mag darauf hoffen, dass das System selbst mit erhöhten Zahlungen, Beiträgen und Steuern noch lange genug hält, bis man es nicht mehr benötigt.

      • Der Fehler liegt im System. Jedenfalls seit Adenauers Rentenreform von 1957. Dass es überhaupt dazu kommen konnte, dass mehrere Generationen von Politikern und Verantwortlichen in den zuständigen Ministerien so verantwortungslos handeln, zeigt doch nur, wie wenig sinnvoll es ist, die Frage der Altersversorgung dem Staat anzuvertrauen und die Menschen in ein System zu zwingen, das die Jungen zwangsenteignet, damit sich durch und durch verlogene und korrupte Parteien ihre von den Älteren mit der Rentenlüge erkaufte Stimmenmehrheit noch ein paar Jährchen sichern können.

  2. Wer heute für soziale Marktwirtschaft im Sinne des Ordoliberalismus plädiert steht links von der SPD. In unserer real existierenden Demokratie sind die Wähler die Schafe und die Politiker die Hütehunde, welche von den Lobbyisten gefüttert werden. Die Arbeitgeber der Lobbyisten sind die faktischen Inhaber der Macht. Die Schafe werden geschoren und die Eliten vermeiden Steuern wo es nur geht und lassen ihr Kapital arbeiten. Google, Amazon oder Facebook stehen schon längst über dem Nationalstaat und sind mächtiger als jedes Parlament. Für den sogenannten Mittelstand lohnt sich Leistung immer weniger denn die Marktwirtschaft ist nicht sozial und der Wettbewerb nicht frei. Und wer in dem Rechtsstaat sein Recht durchsetzen will braucht viel Zeit und noch mehr Geld.

    • Auch die größten Konzerne sind schwächer als wirtschaftsstarke Staaten wie Deutschland oder gar die USA. Sie müssen auch die EU fürchten und betreiben genau deswegen so viel Lobbyismus, der leider ziemlich erfolgreich ist. Besser Politik wäre möglich, man muss sie nur wollen.

      • Ich empfehle Ihnen die Lektüre des neuen Buches von Thilo Bode: Die Diktatur der Konzerne. Zitat: „Internationale Konzerne zahlen keine Steuern, schädigen die Umwelt, verstoßen gegen Menschenrechte und diktieren den Politikern die Gesetzesvorlagen“. Die Macht der Konzerne ist das Kernproblem, wenn es um unsere Demokratie und unsere Souveränität geht. Dieselgate ist ein Beispiel dafür, dass Konzerne betrügen können ohne zu haften und dass man als betroffener Verbraucher ohne Rechtsschutz besser keinen Prozess gegen VW führen sollte. VW iist auch ein Beispiel dafür, dass die Ministerpräsidenten von Niedersachsen aus Wolfsburg ferngesteuert werden. Natürlich lässt sich die Macht der Konzerne brechen, aber dazu müssten zunächst mal alle korrupten Politiker in die Wüste geschickt werden.

  3. Ein „Sozialismus mit menschlichem Anlitz“ ist Theorie!
    In der Praxis mündet der Sozialismus IMMER in eine Diktatur, denn er geht von einem falschen Menschenbild aus und blendet Teile der Wirklichkeit aus.

  4. Spätestens nach der Niederschlagung des Prager Frühlings 1968 konnte kein intelligenter und ehrlicher Mensch mehr glauben und behaupten, dass Sozialismus ohne Diktatur machbar ist.

    • Heute wird der Umverteilungssozialismus als „Demokratie“ und „Sozial-“ oder Wohlfahrtsstaat“ verkauft und die meisten Menschlein fallen wie die Lemminge darauf herein.

  5. Tschechien ist das einzige Ostblockland neben Russland, wo eine kommunistische Partei eine gewisse Rolle spielt, die KSCM

    „… Zufall oder nicht? Ausgerecht am Gedenktag für die Opfer des Kommunismus vereidigte Präsident Milos Zeman in der Prager Burg die neue Minderheitsregierung unter den Populisten und Chef der populistischen Partei ANO, Andrej Babis. Das Regierungsbündnis zwischen ANO und der sozialdemokratischen Partei CSSD kann aber nur mit der Duldung der kommunistischen Partei KSCM regieren. ….“
    https://www.handelsblatt.com/politik/international/minderheitsregierung-vereidigt-kommunisten-kehren-in-tschechien-indirekt-an-die-macht-zurueck/22742792.html?ticket=ST-1974104-zl4Jpw6ucgDffejfcRgf-ap2

    Die KPP ( Kommunistische Partei Polen) hat , habe ich mal gelesen, 150 Mitglieder . Nicht besonders viel, für so ein bevölkerungsreiches Land wie Polen. Da hat wahrscheinlich die kommunistische Partei Andorra mehr Mitglieder.

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