Wie gesund leben die Deutschen im Schnitt und ich?

„Der DKV-Report 2018: Wie gesund lebt Deutschland?“ wurde heute von Ingo Froböse et al. von der Deutschen Sporthochschule veröffentlicht. „61 Prozent der befragten Menschen in Deutschland stufen ihren Gesundheitszustand als gut oder sogar sehr gut ein.“ Das tue ich auch. Doch „nur 9 Prozent der Befragten leben tatsächlich rundum gesund und erreichen die Anforderung in den fünf Bereichen körperliche Aktivität, Ernährung, Rauchen, Alkohol und Stressempfinden.“ Dazu gehöre ich wohl nicht.

Mindestens 150 Minuten moderater oder 75 Minuten intensiver körperlicher Aktivität pro Woche schaffe ich locker, obwohl ich inzwischen weniger Sport treibe als früher ohne Kinder. Dafür sitze ich vermutlich mehr als den Durchschnittswert von 7,5 Stunden am Tag. Meine Ernährung ist wahrscheinlich zu schlecht (zu süß, zu viel, zu oft nebenher), wobei die konkreten Fragen fehlen. Immerhin bin ich Nichtraucher und trinke recht mäßig Alkohol. Lärm machen vor allem meine Kinder, doch einsam oder auch nur allein bin ich nur noch selten. Ich fühle mich einigermaßen regeneriert, schlafe aber eindeutig zu wenig (oft nur noch fünf Stunden oder sogar weniger). Gute Nacht!

22 Gedanken zu „Wie gesund leben die Deutschen im Schnitt und ich?

  1. Die regelmäßigen Umfragen über Gesundheitszustand der Deutschen, Europäischen, USA Bürger machen mir zwar keinen Spaß aber spornen mich total an.

    Mit sehr bewusstem gesundheitlichen Leben, fühle mich sauwohl dabei , entbehrt nicht Eitelkeit wenn meine Umgebung Komplimente gibt, nicht eingefordert !

    Alkohol und rauchen – absolut Null – , Frühsport / Gymnastik um 5:00 ca. 30 Minuten, Wochenend auf dem Rad etc., Gewicht auf der Waage unter Kontrolle, ausgewogene Ernährung.

    Jährliche Kontrolle / Ergebnis aller relevanten med. Werte : Spitze, macht unglaublich stolz.

    Motto : Leben ist schön mit Mobilität , das ist es, und etwas Stress gehört dazu.

    Wer einmal auf diesem Trip ist kann nicht mehr anders !

    Alexander Dilger fehlt nur noch die “ richtige “ Einstellung zur Ernährung dann ist auch er – fast – perfekt und 9 % könnten auf 61 % steigen.

  2. Sehr empfehlenswert: Ein Stehpult fürs Büro. Dann kann man zwischen Schreibtisch und Stehpult mal wechseln. Enorme Wirkung! Und ein Ottomane oder normales Sofa für das Nickerchen zwischendurch. Wobei ich zugebe, dass letzteres für Spott sorgen würde. Leider sind wir im deutschen Büroalltag noch lange nicht so weit, den Wert des kurzen, erholsamen Schlafs von 20 minütiger Dauer anzuerkennen. In meinem home Office lege ich mich einfach mal kurz hin und kann danach umso mehr schaffen. Besonders mittags gegen 14 Uhr, wenn mich so eine leichte Müdigkeit überkommt

    • Stimmt! Schreibtisch plus Stehpult im Büro sind perfekt. Ich wurde anfangs dafür ausgelacht, nach wenigen Monaten haben es mir mehrere Abteilungsleiter-Kollegen nachgemacht. Der Mittagsschlaf, egal ob als 20 minütiges Chillen oder eine Stunde hinlegen ist auch so wohltuend! Leider ist der deutsche Büroalltag in den 70ern stehengeblieben, obwohl das Homeoffice stark im Kommen ist.

      Noch ein Tipp: Genug trinken im Büro, am Besten stilles Wasser.

  3. Familienmänner im Mittelalter sind doch im Besonderen gefährdet. Wenn man diese Jahre der Anstrengung addiert mit den Jahren des Ruhestandes und dann halbiert, ist man doch wieder bei Null. Ich könnte noch jede Menge darüber schreiben, muss aber jetzt Kartoffeln schälen, da meine Frau bald von der Arbeit kommt. Habe ich den Abwasch gemacht, darf ich Boule spielen gehen, als Vorbereitung für die Stadtmeisterschaft.

  4. Fünf Stunden insgesamt am Tag inklusive Mittagsruhe? Das ist erstaunlich wenig, aber im Endeffekt sendet der Körper Signale aus, wenn er zu wenig (oder auch zuviel) Schlaf bekommt. Diese sollte man ernst nehmen, was natürlich nicht bedeutet, dass sie in Ihrem Falle auftreten.

    • ……..stimme zu, 5 bis 6 Stunden absolut n i c h t ausreichend, auch nicht bei vorwiegend Kopfarbeit. 6,5 bis 7 Stunden Ruhezeit – an 1 Stück und möglichst regelmäßig – müssen sein. In der Ruhe liegt die Kraft.

      Selbsterfahrung beim Krafttraining gemacht, gesammelt , 7 Stunden regelmäßiger Schlaf sind optimal. Bei 5 Stunden Schlaf ist der Leistungsabfall sehr groß. Intellektuellen Leistungsabfall kann man selbst nicht messen.

      • Am Stück muss es nicht sein, Stichwort polyphasischer Schlaf.

      • Ein Schachkollege, der im gleichen Schachverein spielt wie ich, aber öfters auf „Urlaub“ ist, also Gefängnis, hat mir erzählt.
        Ich schlafe 5 Stunden am Tag normalerweise, aber im Gefängnis schlafe ich 15 Stunden pro Tag und dadurch habe ich zwei Drittel weniger Haft.

      • Bei unter fünf Stunden Schlaf merke ich, wie meine geistige Leistungsfähigkeit stark abnimmt. Durch noch weniger Schlaf lässt sich also keine effektive Arbeitszeit gewinnen. Für den Verzicht auf Sport gilt wohl langfristig dasselbe. Tatsächlich gehe ich nicht später ins Bett als früher, stehe oder zumindest wache jedoch viel früher auf durch die Kinder.

  5. Besonders gefährdet sind deutsche Männer, wenn sie fünfmal am Tag ihr Lieblingsessen essen: Bratwurst
    Käserkrainer dagegen schaden der Gesundheit gar nicht, esse ich nämlich gerne.
    „……..In Wien, wo die Käsekrainer sehr beliebt ist, bestellt man als Würstelstand-Stammgast der Legende nach[3] bei alteingesessenem, Wienerisch sprechendem Personal „a Eitrige mit an Schoafn, an Bugel[4] und an 16er-Blech“ (für: „eine Käsekrainer mit scharfem Senf, einem Brotanschnitt und eine Dose Ottakringer Bier“), …….“
    https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4sekrainer

  6. “ . . .Mindestens 150 Minuten moderater oder 75 Minuten intensiver körperlicher Aktivität pro Woche schaffe ich locker . . .“
    Für einen Hausbesitzer verdächtig wenig. Sie delegieren sehr viel ? Ich werde mich mal als Gasthörer bei Organisationsökonomik einschreiben.

  7. Leben wir Deutschen wirklich so ungesund???
    Komisch, dass wir heute so alt werden, wie noch nie in unserer Geschichte!
    Schlechte Ernährung?
    Böse Pharmaindustrie?
    Umweltgifte und Hormonskandale überall?
    Bullshit!

    Ich esse kein Müsli, trage keine Birkenstocks und kaufe kein Bio. Fleisch und Fisch esse ich täglich, Alkohol trinke ich in Masen und gehe zwei- bis drei Mal wöchentlich schwimmen, mache große Fahrrad-Touren und ausgedehnte Waldläufe. Zwei mal jährlich spende ich Blut und es werden mir stets hervorragende Werte bescheinigt. An meiner Lebensweise werde ich also gar nichts ändern!
    Und die (Links-)Grünen können zur Hölle fahren!!!

    • “ . . .Komisch, dass wir heute so alt werden, wie noch nie in unserer Geschichte! . . “ Ja- aber mit immer mehr gemeinschaftlich finanziertem Erhaltungs- und Sanierungsaufwand ! Derzeit sehe ich beim Einkaufen viele unfassbar fettleibige Personen (die sich vermutlich nicht an die Strände trauen)- das kann doch nicht gut gehen.

  8. Wer sein Fleisch nicht in den Supermärkten kauft, lebt bewusster. Gestern gab es bei mir Kartoffeln aus meinem Hochbeet. Ok, reicht für insgesamt 4 Mahlzeiten im Jahr, aber die Grundlage meiner Tendenz stimmt. Ahh, die Karotten aus meinem Frühbeet waren klein und krüppelig, die habe ich gleich mal fotografiert.

    • „Wer sein Fleisch nicht in den Supermärkten kauft, lebt bewusster.“ Das klingt allerdings sehr nach den Grünen. Wobei: Öko heißt nicht zwangsläufig „links“, es gibt ja auch Umweltschützer im eher rechten Spektrum, Stichwort „völkische Siedler“, was NICHT heißt, dass ich Sie als völkisch bezeichnen möchte.

      • Jeder kann doch einkaufen und essen, wo und was er will. Die Grünen zeichnet aus, dass sie das anderen vorschreiben wollen. Denselben Fehler sollte man nicht mit umgekehrtem Vorzeichen wiederholen.

  9. … es muss nicht immer alles grün sein, wenn es ums Fleisch geht. Ich esse gerne Fleisch, aber meist vom Hofladen. Da werden beim Braten aus 1000g nicht 450g,weil sie wassergespritzt sind. Man muss auch nicht grün sein, wenn man etwas bewusster seine Nahrung zusammenstellt. Die Zeiten, wo man sich bedenkenlos alles zwischen die Zähne geschoben hat, sind nicht mehr so gegeben.. Gut finde ich, dass heute jeder Nahrungsnehmer selber entscheiden kann, wie er sich ernährt. Vor den Profiten der Nahrungsgeber kann man sich nur selber schützen. Vor 6 Monaten habe ich meine erste Tasse Andorntee getrunken, ich musste mich erbrechen. Heute trinke ich regelmäßig 2 Tassen Andorntee am Tag. Ganz gewiss bin ich politisch kein Grüner,also das dürft ihr mir nicht antun.

  10. Unsere Lebensspanne ist genetisch vorgegeben. Durch Wohlverhalten (Sport und Ernährung) können wir diese Spanne leider nur wenig nach oben verlängern, durch z.B. Rauchen aber erheblich verkürzen.
    Konkret: Jede Menge Sport und korrekte Ernährung können die Folgen von ungesundem Lebenswandel NICHT wett machen.
    Übrige Statistik: Die Heilung aller Krebsarten mit einer „Wunderspritze“ würde die durchschnittliche Lebenserwartung nur um 10 Monate verlängern. Die Heilung aller Herz-Kreislauf-Krankheiten würde dagegen 12 Jahre bringen!

    Die Beseitigung aller biologischen Todesursachen, inkl. Altern, würde eine Lebenserwartung von durchschnittlich 250 Jahren zur Folge haben, wobei die Unfälle zu einer sehr starken Spreizung führen.
    Der eine fiele vom Wickeltisch, der andere fiele mit 300 der Eifersucht zum Opfer.

    • Kann man nicht durch Fehlverhalten (kaum Bewegung, zu viel ungesunde Ernährung) seine Lebenserwartung erheblich senken?

      Haben Sie Quellen für die statistischen Zahlen? The Economist nennt jedenfalls andere Zahlen (für die USA): 5,5 Jahre höhere Lebenserwartung ohne Herz-Kreislauf-Probleme, 3,2 Jahre mehr ohne Krebs, vielleicht 7-15 Jahre durch optimierte Ernährung. Tödliche Unfälle und Gewalttaten sind doch auch seltener. Nach einem anderen Artikel läge die durchschnittliche Lebenserwartung ohne medizinische Todesfälle bei 6.000 Jahren.

  11. Eben das sage ich. Dass man durch Rauchen seine Lebenserwartung deutlich senkt. Wobei das Rauchen eine Todsünde darstellt.
    Bewegungsmangel und Fehlernährung spielen keine so erhebliche Rolle, verkürzen aber die genetisch mögliche Lebenserwartung.

    Meine Zahlen stammen von Petersen, Kopenhagen und sind auf die REINEN Todesursachen berechnet, während die Zahlen des Economist sich wohl auf Mischerkrankungen beziehen. Wer herzkrank ist, stirbt eher an seinem Krebs und umgekehrt. Ob man durch Medikamentenbehandlung – z.B. ASS-Dauergabe und Cholesterinsenker (Statine) seine Lebensdauer verlängern kann, ist eine interessante Frage. Dies erscheint möglich, ist aber für über 70-Jährige nicht bewiesen. Nebenwirkungen noch nicht ausgeschlossen.
    Der sicherste Prädiktor der Lebenserwartung ist immer noch das Durchschnittsalter der vier Großeltern; mit erheblicher Irrtumsbreite.

  12. Am vernünftigsten erscheint mir die Idee der hypokalorischen Ernährung, ca. 1.200 statt 1.800 Kcal pro Tag. Bei Labormäusen ist es mit derartiger Diät gelungen, die Lebenserwartung um 50% zu verlängern, wobei natürlich deren natürliche Lebensdauer keiner weiß; vielleicht waren die Mäuse ansonsten nur überernährt.

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