USA verlegen am 70. Jahrestag der Unabhängigkeit Israels ihre Botschaft nach Jerusalem

Heute vor 70 Jahren, am 14. Mai 1948, verkündete David Ben-Gurion die Unabhängigkeit Israels. Gleich darauf wurde Israel von den USA als Staat anerkannt, noch in der Nacht wurde es von arabischen Ländern angegriffen. Es gewann den Krieg und zusätzliche Gebiete, was sich beim Sechstagekrieg im Mai 1967 wiederholte. Heute verlegten die USA auf Weisung von Präsident Trump ihre Botschaft nach Jerusalem, die Hauptstadt Israels. Alle anderen Botschaften befinden sich in Überstimmung mit einer UN-Resolution von 1980 in Tel Aviv, was bis zum Ende der israelischen Annexion von Ost-Jerusalem so bleiben sollte. Aus beiden Anlässen gibt es blutige Proteste von Palästinensern, die sich und ihrer Sache damit einmal mehr schaden. Sie müssten endlich zum Frieden bereit sein und dem Terror abschwören, um einen eigenen Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt bekommen zu können. Davon würden sie selbst, die Israelis, der Rest der Region und die ganze Welt profitieren.

28 Gedanken zu „USA verlegen am 70. Jahrestag der Unabhängigkeit Israels ihre Botschaft nach Jerusalem

  1. Wenn Israel seine Grenzen ebenso schützen würde wie Frau Merkel die deutschen, wäre Israel bereits Geschichte.

  2. Alle Achtung vor dem furchtbaren Unrecht, das wir Deutschen den Juden angetan haben. Dies verleiht aber Niemandem das Recht, anderen Menschen Unrecht anzutun.

    Historisch: Vor der Gründung Israels waren die Juden absolut ins osmanische Reich integriert. Die größte jüdische Stadt war Bagdhad, die zweitgrößte Damaskus. Dessen Stadtrat war ausschließlich jüdisch – Lord Allenby. Die Gründung Israels hat alles umgeworfen. (Fromkin,‘ Peace to end all peace‘.)

    Mit der Freigabe von Scharfschützen und Jagdbombern gegen Steine werfende Jugendliche – zum Teil Kinder mit an die 60 Toten und tausenden Verletzten hat die israelische Armee eindeutig ein Notwehrübermaß begangen (siehe Storch/Pretzell/Petry „auf Kinder schießen“)
    Der Schweizer UNO-Botschafter betont, dass der Besatzer eines eroberten Gebietes „eine besondere Fürsorgepflicht für die Zivilbevölkerung hat“; diese kann nicht darin bestehen, Hellfire-Raketen auf selbige loszulassen.
    Man kann den Scharfschützen und Jagdbomberpiloten nur einen fairen Prozess vor dem Internationalen Strafgerichtshof wünschen. Ich empfehle, die Nürnberger Kommentare zum rechtswidrigen Befehl zu lesen.

    • Das Osmanische Reich zerfiel bereits 1922, Israel wurde erst 1948 auf Grundlage von Beschlüssen des Völkerbundes und der UNO gegründet.

      Nicht jede Aktion der israelischen Regierung ist gut, doch gerade wir Deutschen sollten uns mit Kritik zurückhalten, sowohl aus historischen Gründen als auch wegen des gegenwärtigen Versagens im Umgang mit Flüchtlingen und Islamisten.

    • Man muß ja nicht alles für Gut befinden was die israelische Regierung beschließt. Aber glaubt irgend jemand das jüdische Volk könnte lediglich als Volksgruppe unter den anderen (vergleichbar Katholiken/Protestanten in Deutschland) friedlich leben? Die Anhänger des Mohammed fühlen sich doch überall als Herrenmenschen gegenüber den „Ungläubigen“ und setzen dies auch mit brutaler Gewalt durch, sobald sie sich in einer erfolgversprechenden Überzahl fühlen.
      Ich warte seit Jahren vergeblich auf den Tag an dem unsere „Hamas-Versteher“ deren Opfer anderer Glaubensbekenntnissen beklagen.

  3. Ob eine Handlung objektiv richtig oder falsch, strafbar ist oder nicht, hängt nicht von der Nationalität des Beurteilers ab.
    Als Brite füge ich hinzu: England hat sich bei der Abstimmung in Flushing Meadows enthalten. Churchill hat damals prophezeit, die Gründung Israels im Nahen Osten (statt auf Madagaskar) bedeute 200 Jahre Krieg. Stalin hat für Israel stimmen lassen in der sicheren Absicht, dem Westen damit einen Unruheherd einzuimpfen.
    Der Liberale Möllemann meinte, der Versuch, in Deutschland den Staat eines anderen Volkes zu gründen, würde auf heftigen Widerstand stoßen. Es kann gerade ein Zeichen von Freundschaft sein, seinen Freunden auf Abwegen Gutes zu raten. Sich einzumauern und zum Kreuzfahrerstaat zu mutieren, ist ein sicherer Weg in den Untergang. Im Nahen Osten muss man sich integrieren!

    • Wer befangen ist, eignet sich nicht als neutraler Richter, selbst wenn das einzelne Urteil richtig sein mag. Wir haben genug eigene Probleme und könnten eher von Israel lernen. Die Aggression geht regelmäßig von den Arabern aus, die weder sich noch die Israelis integrieren wollen.

      • Prof. Dilger . . .“Wir haben genug eigene Probleme und könnten eher von Israel lernen“ . . .
        Ihre Position zu diesem Thema ist erstaunlich undifferenziert und widersprüchlich. In Gaza nimmt die Hamas die Bevölkerung in Geiselhaft und in Israel ist es die Siedler-Partei und andere ultraorthodoxe Parteien (wie Schas). Die Hamas versucht derzeit, den Status Quo mit schierer Menschenmasse zu verändern; Israel befürchtet genau das und geht mit exzessiver Gewalt gegen diesen Versuch vor. Aber es ist ja nur eine Momentaufnahme des Palästina-Problems, und ein angeschlagener Ministerpräsident, der sich mit Hilfe der Ultraorthodoxie an der Macht hält, wird den Gordischen Knoten nicht zerhauen- und eine beflissene Parteinahme schon gar nicht.

      • Meine Position ist differenzierter, als Sie sie verstehen, und widerspruchsfrei. Deutschen Politikern steht es nicht zu, Israel öffentlich zu verurteilen. Israel hat existenzielle Probleme, doch es ist im Gegensatz zu seinen arabischen Gegnern eine Demokratie, die sogar besser funktioniert als die deutsche. Die Merkel-Politik ist doch schon hier dysfunktional, dort würde sie zum totalen Zusammenbruch führen.

  4. Merkwürdig: Israel ist nach eigenem Selbstverständnis eine Theokratie, Staatsoberhaupt ist Jahwe. Insofern ist Israel Vorbild für die Islamische Republik Iran und für den Islamischen Staat. Die israelische „Verfassung“ besteht aus der Unabhängigkeitserklärung und einem Sammelsurium aus Parlamentsbeschlüssen sowie Urteilen des Obersten Gerichts; somit ist sie nicht operationalisierbar.
    Vom Stimmrecht ausgeschlossen sind die arabischen Bewohner der Westbank, obwohl sie de facto seit 50 Jahren annektiert sind.
    Wie mir palästinensische Kollegen zuverlässig berichten, werden z.B. Entbindende so lange ohne jeden Grund an Checkpoints festgehalten, dass es zu Todesfällen für Mutter und Kind kommt. Ähnliches gilt für kardiologische Notfälle.
    Wenn das ein demokratischer Rechtsstaat sein soll, möchte ich keinen undemokratischen kennen.

    • Was ist denn das für antiisraelische Propaganda? Das heutige Israel ist natürlich keine Theokratie und das Staatsoberhaupt ein demokratisch gewählter Präsident. Israel hat keine geschriebene Verfassung, aber immerhin beschlossene Grundgesetze und damit mehr als Großbritannien, welches eine Musterdemokratie ist. Es gibt durchaus Araber und Muslime, die israelische Staatsbürger sind und Wahlrecht haben. Die meisten arabischen Nachbarländer sind weder demokratisch noch Rechtsstaaten. Dort geschieht auch viel größeres Unrecht, welches aber weniger im Fokus unserer Medien und Ihres Zorns steht.

  5. Ihre Bewertung, dass es Deutschen Politikern nicht zusteht, Israel öffentlich nicht zu verurteilen, kann ich nicht nachvollziehen. Gilt das bis ins Jahr 2018? 2050? 2525? Gilt es unabhängig davon, was Israel jetzt und in aller Zukunft tut oder auch nur tun könnte?

    • Es gilt zumindest solange, wie hierzulande antiisraelische Hetze und Antisemitismus verbreitet sind (momentan mit zunehmender Tendenz von Linken, Rechten und Islamisten) und die Verhältnismäßigkeit bei der Kritik nicht gewahrt wird. Normalerweise entschuldigt ein Unrecht ein anderes nicht. Aber was legitimiert ausgerechnet Deutsche dazu, nur das Fehlverhalten von Israel und Juden anzuprangern, nicht aber das ihrer arabischen Gegner? Die deutsche Geschichte und Politik sind auch nicht so großartig, dass wir ausgerechnet Israelis über Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Humanität belehren sollten.

      • Stimmt das wirklich? Neurechte betonen doch im Gegenteil häufig, wie sehr sie an der Seite Israels stehen. Die Frage ist eher, wie ernst sie das meinen bzw. ob sie Israel vielleicht eher als Bollwerk gegen den Islam betrachten und innerlich jubeln, wenn Palästinenser an den Grenzen erschossen werden.

      • Wenn man AfD-Foren folgt, sind die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Diskutanten interessant. Gegen Muslime sind inzwischen (fast) alle, hinsichtlich Juden und Israel sind die Meinungen geteilt. Die einen sehen sie als die besten Verbündeten gegen Muslime, für die anderen sind sie auch nicht besser und sollen sich am besten alle gegenseitig umbringen.

      • Dass arabische Politik von Deutschen und deutschen Politikern nicht auch angeprangert würde, sehe ich so nicht. Wir waren gemeinsam über Pretzell empört, der an der Grenze auch gegen Kinder von Schusswaffen Gebrauch machen wollte. Die Bilder, wie Israel in den letzten Tagen ebenso tat, haben mir nicht gefallen. Ist das nun antiisraelische Hetze, bin ich nun Antisemit? Wie immer in solchen Konflikten, gibt es nicht nur eine Wahrheit.

      • Habe ich behauptet, dass ich das gegenwärtige Verhalten der israelischen Regierung gut finde? Man kann sich trotzdem mit Kritik zurückhalten, insbesondere wenn die eine Seite alle Juden ins Meer treiben will, während diese sich nur verteidigen, wenn auch nicht ganz verhältnismäßig (mit tatsächlich tödlichen Waffen gegen nur potentiell tödliche, aber tatsächlich hoffnungslos unterlegene Waffen).

      • Die AfD muss die Israelfeinde (oder sogar Judenfeinde) in den eigenen Reihen zähmen. Ich sehe sie bisher auch in der klaren Minderheit. Israel verfolgt exakt jene Politik, die Deutschland zünftig verfolgen wird müssen, um sein geschichtliches Erbe zu bewahren. Israel ist außerdem nicht islamfeindlich. Es bietet arabischen Israelis sehr wohl eine Heimat. Muslime, die das erkennen, können in Israel ohne Diskriminierung in Frieden und Wohlstand leben. Israel verzichtet lediglich auf die politische Korrektheit, um diesen Frieden und Wohlstand auch zukünftig sicherzustellen. Problematisch sind allerdings die ultraorthodoxen Juden, die allerdings noch stärker würden, wenn die Regierung nachgiebiger würde. Das große Problem im Israel der Zukunft ist die demographische Entwicklung. Der relative Anteil der säkularen Juden sinkt, der Anteil der Ultraorthodoxen und Muslimen steigt. Wie damit umgegangen werden wird, wird noch für viele Diskussionen sorgen.

  6. Israel handelt richtig und müsste noch deutlicher reagieren. Unsere Propagandamedien zeigen Bilder von toten Kindern, in Wahrheit sind Terroristen mit Kalaschnikow darunter. Die Hamas möchte Israel vernichten und einen diesmal abgeschlossen Völkermord erreichen. Israel muss jeden Schritt dort hin mit aller Macht verhindern und darf keinerlei Nachsicht und Toleranz kennen. Eine Grenze, die notfalls nicht mit Waffengewalt geschützt werden darf, ist keine Grenze. Israel hat sich einen beispielhaften und gesunden Selbsterhaltungstrieb bewahrt.

    Wir sollten endlich mit unserer weltfremden Terroristenförderung aufhören. Erst wenn die Zivilbevölkerung in selbstverschuldeter bitterer Armut endlich ihren fatalen Irrtum bemerkt und die Terroristen der Hamas aus ihren goldenen Löchern davonjagt, ist eine friedliche Zukunft denkbar.

    • Trump hat erkannt, wie man mit Terroristen und Mördern umgeht. Kein entgegenkommender Schritt, kein Gespräch, keine Unterwerfung. Sie verstehen nur maximale Härte. Der widerwärtige Schulhofschläger versteht auch keine netten Worte, er wertet es als Schwäche. Er versteht nur eine Sprache, seine Sprache. Gibt man ihm eine aufs Maul, schaut er dich danach anders und zwar mit Achtung an. Unsere zivilisierte Welt hat solche simplen Banalitäten leider verlernt. Es ist Zeit, sie wieder aus der Mottenkiste zu ziehen.

      • Wie passt das Treffen mit Kim Jong-un in diese Erzählung? Hier wird doch einer der brutalsten Diktatoren für sein Fehlverhalten noch belohnt.

      • Kim Jong-Un musste vor dem Treffen offensiv auf Südkorea und die USA zugehen. Dies tat er übrigens erst, nachdem Trump den Druck erhöht und von Sonntagsreden Abstand genommen hat. Wie dauerhaft sein Gesinnungswandel ist, das wird sich zeigen. Sollte er davon Abstand nehmen, muss eine Politik der gnadenlosen Härte folgen. Dass Trumps Politik erfolgreich ist, zeigt der neue Handelsdeal mit China (Agrarzölle können so verhindert werden).

  7. Um auf die Themenvorgabe zurückzukommen:
    Gibt es maßgebliche politische Kräfte in Israel, die heute noch für ein palästinensisches Ost-Jerusalem eintreten ?
    Wie soll die fortgesetzte Landnahme in palästinensischen Siedlungsgebieten ( einschließlich Ost-Jerusalems) mit den dazugehörigen Einfriedungen zu einem friedlichen Miteinander führen ? Was die Landnahme anbetrifft- da müssen wir von Israel nichts lernen- das ist urdeutsches Know-How. Bezieht sich der Vorbild-Charakter von Israel auf die robuste Grenzsicherung ? Dann müssen wir Petry/Storch vielleicht Abbitte leisten ? Gegen Netanjahu ist Frau Merkel doch eher positiv zu werten.

    • Nein, auch gegen Herrn Netanjahu fällt Frau Merkel weit zurück. Ihre konkrete Politik würde in Israel zu einem gigantischen Blutbad führen. (Interessanter ist, ob ihr Politikstil dort zu einem anderen Verhalten führen würde.) Er ist kein großartiger Politiker, aber die Lage ist auch schlecht und ein besserer Kurs schwierig. Die israelische Landnahme ist eine Folge der Gewalt der Palästinenser. Frau von Storch wollte friedlichen Kindern und dann Müttern in den Rücken schießen, wenn sie eine grüne Grenze überschreiten. An der gesicherten israelischen Grenze tobt der Mob mit tödlichen Waffen, da ist eine robustere Gegenwehr durchaus erlaubt. Ob sie vielleicht zu robust ist, lässt sich aus der Ferne nur schwer beurteilen.

      • Ist das Bild des friedlichen Flüchtlings, das Todesangst leidend die deutsche Grenze überschreitet und nur Gutes im Sinn hat, eigentlich realistisch? Inwiefern handelt es sich um eine Erfindung der Medien?

  8. Der eine Gegner benutzt seine Kinder zum Schutz, der andere Gegner knall die Kinder ab. So geht das schon seit Jahren. Sind wir eigentlich in der Lage das nachzuvollziehen? Einseitige Schuldzuweisung ist in jedem Fall falsch.

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