Geukings bilden Doppelspitze auf der Europawahlliste der Familien-Partei

Der Bundesparteitag der Familien-Partei begann heute recht ausgeglichen. Keine Seite konnte sich beim Tagungspräsidium, der Protokollführung und der Wahlkommission allein durchsetzen. Das änderte sich bei der Wahl der Vertrauenspersonen, die im Prinzip die Wahl der Kandidaten vorwegnahm. Von den ‚Vier Bewerber um Platz 1 der Europawahlliste der Familien-Partei‘ traten nur der kommissarische Bundesvorsitzende Helmut Geuking und ich tatsächlich an. Er hat nach einer kurzen Vorstellungs- und langen Befragungsrunde mit 37 zu 28 Stimmen klar gewonnen. Meinen Glückwunsch! Diese Wahl finde ich völlig in Ordnung, denn so funktioniert Demokratie. Ich bin auch einfach noch nicht lange genug dabei und für die meisten noch zu neu und unbekannt, um gleich auf Platz 1 gewählt zu werden.

Bei der Wahl von Platz 2 bekam dann allerdings der Name Familien-Partei eine ganz andere Bedeutung, denn es trat mit Nils Geuking der Sohn des Spitzenkandidaten an. Das ist nicht verboten, hat aber durchaus ein Geschmäckle, weshalb ich selbst nicht mehr kandidierte. Von insgesamt fünf Kandidaten bekam Dorita König aus Arnsberg als einzige Frau die meisten Stimmen und wurde schon als Wahlsiegerin ausgerufen. Ich selbst musste dann jedoch darauf hinweisen, dass sie nur eine relative und nicht die absolute Mehrheit gewonnen hatte, so dass es zu einer Stichwahl kam, die Herr Geuking junior mit 31 zu 27 Stimmen für sich entschied. Dahinter wurden noch acht Herren und keine einzige Frau auf die Europawahlliste der Familien-Partei gewählt.

Morgen soll dann noch der zweifelhafte Entwurf des Europawahlprogramms verabschiedet werden, den ich inhaltlich wie sprachlich sehr schwach und lückenhaft finde. Ohnehin wurden alle Anträge vom Kreisverband Dortmund (siehe ‚Dritter Stammtisch und zweite Einladung zum Bundesparteitag‘) abgelehnt bzw. der dritte zur alternativen Programmerstellung gar nicht erst behandelt. Auch alle anderen Anträge zur Tagesordnung fielen durch und die Mehrheiten dürften morgen noch viel klarer sein als heute, weshalb ich mich diesen Sonntag lieber meiner Familie als der Familien-Partei widmen werde. Danach engagiere ich mich weiter in der Familien-Partei, aber wie genau, muss ich noch überlegen und besprechen.

231 Gedanken zu „Geukings bilden Doppelspitze auf der Europawahlliste der Familien-Partei

  1. Eigentlich ja wirklich ein passender Parteiname “ Familienpartei“ . Ist ja nix negatives, wenn eine Familie zusammenhält .

  2. Wer traut sich wetten mit mir, um 1000 Euro?

    Welche Partei wird mehr Stimmen holen, bei der nächsten EU-Wahlen in Deutschland.

    Die „Familienpartei“ oder „Die blaue Partei. Ich wette auf Familienpartei, wer traut sich gegenhalten.
    Das ist ein faire Wette. Kann ja sein, dass einige deutsche Trunkenbolde oder Anhänger einer Jux-Partei auch „Die blaue Partei“ wählen, weiß ich das.

      • Die EU plant eine Prozenthürde (wohl 2 oder 3 %) für die Europawahlen. Sie scheiterte bisher nur an einer belgischen Partei, deren Zustimmung Belgien wohl braucht, um auch zuzustimmen. Ob „Karlsruhe“ das durchgehen ließe?

      • Soll die Prozenthürde europaweit gelten oder pro Land? Das Bundesverfassungsgericht lässt leider jeden Unsinn passieren bzw. überlässt dann die vorhersehbare Entscheidung dem EuGH.

      • Hier stehts:
        http://data.consilium.europa.eu/doc/document/ST-7597-2018-INIT/en/pdf
        Und zwar sollen in allen Wahlkreisen (constituencies), die 35 oder mehr Sitze stellen, Sperrklauseln eingeführt werden, die mindestens 2% betragen müssen und maximal 5% betragen dürfen. Deutschland ist ein einziger Wahlkreis, einige andere Länder sind in mehrere Wahlkreise aufgeteilt (was dann allerdings bedeutet, dass die natürliche Sperrklausel in jedem Einzelwahlkreis höher ist, als sie es wäre, wenn das Land nur einen Wahlkreis bilden würde)

      • Danke für den Hinweis! Der Vorschlag ist ziemlich undemokratisch und übel. Zum Glück soll er frühestens zur Europawahl 2024 umgesetzt werden. Das macht es umso wichtiger, dass sich die Familien-Partei jetzt gut aufstellt, um dann auch mit einer Prozenthürde noch Chancen zu haben.

  3. Keine Seite konnte sich beim Tagungspräsidium, der Protokollführung und der Wahlkommission allein durchsetzen.
    Also Flügelkämpfe, wie in fast allen Parteien!
    Ich bin auch einfach noch nicht lange genug dabei und für die meisten noch zu neu…
    Sie sind lange genug in der Politik und sollten wissen, dass ohne Netzwerke gar nichts funktioniert!
    Bei der Wahl von Platz 2 bekam dann allerdings der Name Familien-Partei eine ganz andere Bedeutung…
    Das ist Real-Satire! Familie Geuking leistet sich eine eigene Partei…!
    Dahinter wurden noch acht Herren und keine einzige Frau auf die Europawahlliste der Familien-Partei gewählt…
    Eine tolle „Familien“-Partei?!?
    Morgen soll dann noch der zweifelhafte Entwurf des Europawahlprogramms verabschiedet werden…
    Beim Personal stimmt’s nicht und Inhaltlich auch nicht!
    …ich mich diesen Sonntag lieber meiner Familie als der Familien-Partei widmen werde.
    Gute Entscheidung!

    Lieber Herr Dilger, Sie sind ein gescheiter Mann, auch ehrgeizig und zielgerichtet. Warum verschwenden Sie Ihre wertvolle Lebenszeit mit so einem Scheiß??? Politik heißt, gestalten zu wollen! Ich habe das hier schon einmal geschrieben: Sie hätten die AfD NICHT verlassen dürfen und stattdessen als Pendant zur „Patriotischen Plattform“ das „Liberale Forum“ gründen sollen! Sie sind ja noch kein alter Mann. Es ist niemals zu spät, einen Fehler zu korrigieren! Über die nächsten 10 Jahre wird es keine neue Partei geben mit den Chancen wie die AfD! Kommen Sie zurück, mit einer klaren Strategie und Sie werden Verbündete finden!!!

    • Genau fünf Jahre zuvor war der öffentliche „Gründungsparteitag“ der AfD und am 12. April 2013 war die AfD NRW gegründet worden. Wir waren voller Hoffnung, doch leider hat sich die AfD in eine ganz andere Richtung entwickelt.

      • Sie haben recht mit „ganz andere Richtung“. Mir war schon Prof. Lucke zu rechts- aber heute von Gereon bis Höcke !

      • Ja, Herr Lucke war und ist viel konservativer als wir. Es ist schon ein Witz bzw. zeigt die starke Verschiebung nach rechts, dass er am Ende in der AfD als Liberaler bezeichnet bzw. beschimpft wurde. Herr Höcke ist eigentlich ein NPDler und Rassist, Herr Gedeon ist ein offener Antisemit, gegen den die AfD nicht weiter vorgeht.

      • Danke für Frage. Ich bin parteilos, wähle aber fast immer FDP. Mein Vater saß für die FDP im Rat der Stadt Dortmund. Er hat mir berichtet, daß er und sein Vater (also mein Großvater) vor 1933 die nationalliberale DVP und die weniger rechte (angeblich linksliberale) DDP/DStP gewählt hätten. Die waren aber nach 1930 nur noch Splitterparteien und inhaltlich noch mehr als die FDP eher „halbliberal“- Aber was soll(te) man (Liberaler) sonst wählen? Die Dortmunder FDP nähme mich nicht auf- aber vielleicht (!) Sie?

      • Warum sollte die Dortmunder FDP Sie nicht aufnehmen? Ich kenne kaum jemanden, der liberaler ist als Sie. Ich vermute, dass die FDP mich wieder aufnehmen würde (wobei ich früher in Münster, nicht Dortmund Mitglied war), wenn ich mich persönlich vorstelle und meinen Abstecher zur AfD erkläre.

      • Meinen Antrag vor Jahren auf Aufnahme beantwortete die Dortmunder FDP wie folgt: Es gäbe Bedenken gegen meine Mitgliedschaft und man würde mich in wenigen Wochen anrufen, um ein Gespräch zu vereinbaren, um diese (Bedenken) zu erläutern. Seit Jahren unterblieb der Anruf. Man lädt mich aber immer zum Jahresempfang der Fraktion FDP/Bürgerliste ein, zu dem ich morgen abend wieder gehen werde. Ich habe also keinen Groll.

      • Sie sollten morgen das Gespräch suchen. Offensichtlich wollte man Sie nicht direkt ablehnen, sondern die Sache lieber verschleppen und dann vergessen.

      • War aber auch nicht die „schlauste“ Vereinigung in der deutschen Parteiengeschichte.
        DDP vereinigt sich mit Jungdeutschen Orden und dann heißt man Deutsche Staatspartei.

      • Sie sind sogar noch liebenswürdig. Die Vereinigung von DDP mit dem Jungdeutschen Orden kann man auch einordnen zwischen „unsinnig“ und widernatürlich“. Die Deutsche Demokratische Partei (und ihr Nachfolger Deutsche Staatspartei) sackte nach dem ersten Weltkrieg von einst 20 % auf 1 %. Sie umfasste von Anfang an viel zu viele, die „irgendwie“ (zwischen) Nationalismus, Beamtenstaat und Sozialdemokratie verbinden wollten und viel zu wenige liberale Gegner von viel Staat. Schon vor der Fusion kamen auf Parteitagen klar antiliberale Töne auf, etwa von Gertraud Bäumer. Und Hitlers (!) Finanzminister schreibt in seinen Memoiren, der letzte DDP-Chef (einst sein Chef in Finanzministerium) habe ähnliche Gedanken gehabt wie die Nationalsozialisten (mit deren Schwerverbrechen man ihn aber nicht verbinden sollte, Anmerkung Ulrich Motte). Es hat in Deutschland wohl kaum je eine parlamentsfähige, wirklich strikt liberale, strikt demokratische Partei gegeben. Es fehlt hier mehr noch als anderswo an Menschen mit einer mentalen (etwa auch religiösen) oder materiellen „vorpolitischen“ Identität, die vor der Versuchung von hierarchischer Staatsgewalt schützt.

      • Das liberale Lager ist in Deutschland aber größer als beispielsweise in Österreich, wo die linksliberale NEOS als relevanteste Partei in diesem Segment nicht annährend so viel EInfluss wie die deutsche FDP hat.

      • Früher war die FPÖ das Gegenstück zur FDP. NEOS halte ich für liberaler als die FDP, nur die Begeisterung für den Euro und Vereinigte Staaten von Europa stört mich.

      • In Österreich gibt es seit dem späten 19. Jahrhundert das sogenannte Dritte Lager (weder katholisch noch sozialistisch), das als betont rechtsliberal bis nationalistisch bis nahe am Nationalsozialismus gilt.

  4. Es haben Ihnen 10 Stimmen und Frau König 5 Stimmen gefehlt. Ich kenne nicht Ihre vollständigen Ambitionen, aber ich denke, dass es machbar ist, mittelfristig den Block um die Geukings zu schwächen. Es wurden jetzt in kurzer Zeit drei neue Kreisverbände gegründet. Aufgrund Ihrer früheren Ämter sollten es Ihnen möglich sein, weitere Leute für die Familien-Partei zu begeistern und somit durch Verbreiterung der Basis den Einfluss der tonangebenden Famlilie Geuking zu vermindern.

    • Wahrscheinlich, doch die nächsten sechs Jahre wird es höchstens noch kommunale Mandate geben. Damit lässt sich wenig gegen Frau Merkel und den Euro ausrichten. Auch im Programm findet sich nichts dazu.

  5. Wenn ich Ihren Optimismus vor wenigen Wochen noch richtig im Ohr habe, dann müßten Sie mit Gewißheit jetzt ziemlich enttäuscht sein: Auch die Familiepartei ist eben eine Partei wie die anderen auch, mit allen Unsäglichkeiten, Profilierungssüchtigen (selbst in einer solchen Splitterpartei!) und Gschaftelhuberei. Warum sollte es dort anders sein?

    Vielleicht wird angesichts dieser Ihrer Erfahrungen jetzt auch Ihre Dauerkritik an der AfD etwas „abgeklärter“.

  6. Prof. Dilger, Sie verschwenden Energie und Zeit um sonst! Schlacht um Deutschland wird in Deutschland entschlieden und keinesfalls durch Ersatzparteien. Schon mehrere Funktionäre aus einer Familie sind ein Witz und Grund auszutretten.

  7. Das ist bedauerlich und zeigt einmal mehr, dass selbst in kleinen und kleinsten Parteien ein Erfolg gar nicht so einfach ist. Auch dort ist erhebliches Klinkenputzen und Netzwerken erforderlich, sich bekannt machen in allen wichtigen Gliederungen und bei allen relevanten Mitstreitern. Im übrigen stellt man spätestens mit etwas Abstand fest, dass die kleine Partei nicht ohne Grund so klein und erfolglos ist.

  8. LKR haben ein liberales Herz und offen Arme. Und vor Allem ein passendes Europaprogramm, (wenn sie auch den Titel Eurokritiker nun im Namen tragen, den Sie, Herr Prof. Dilger, geprägt haben.)
    Beim gestrigen souveränen Vortrag von Herrn Kölmel konnten wir auf der Godesburg in zugegeben kleinem Kreis auf konstruktive Weise zeigen, dass wir es können. LKR haben erkannt, dass es nicht zweckmäßig ist, den Bürgern mit Eurocrash etc. Angst einzujagen, weil man damit gerade Frau Merkel Wähler zutreibt.
    Es kommt auf positive Alternativen für Europa an. Ihre spezifische Stärke ist die hervorragende Analyse. An der Synthese müssen wir alle noch arbeiten!

    • Hat LKR denn überhaupt schon ein Europawahlprogramm? Falls ja, wo kann ich dieses finden? Es nützt auch nichts, sich „Eurokritiker“ zu nennen, dann aber nicht wirklich kritisch zum Euro zu sein. Die Wiedereinführung nationaler Währungen, mehr Subsidiarität, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sind eine positive Alternative zum derzeitigen EU-Kurs der Merkel-Regierung.

      • Da Herr Dilger keinesfalls aus Postengründen zur Familienpartei gegangen ist, obschon die LKR inhaltlich praktisch identisch mit seinen Auffassungen ist, liegt nun einige Aufbauarbeit vor ihm. Wenig konsequent ist es, dass er damit nicht am heutigen Sonntag beginnt, um das merkeleske Europaprogramm der Familienpartei zu reformieren.

      • Da gibt es heute leider nichts zu reformieren und nicht einmal einen Blumentopf zu gewinnen. Zum nächsten Parteitag nehmen wir einen neuen Anlauf.

      • Ohne Prozenthürde bietet das Europaparlament viele Chancen. In Bund und Land haben die vielen Kleinparteien keine Chance, jedenfalls nicht jede für sich alleine.

      • Zum Beispiel eine „Biertrinkerpartei“ hätte Chancen.

  9. Unsere Website mit vielen Artikeln und Unterseiten sei hier allen Eurokritikern empfohlen! Alle fünf EU-Abgeordnete der LKR haben sich positioniert und treten auch weiterhin für uns an. Sie haben alle ihre spezifischen Themen innerhalb der Eurokritik.
    Stöbern Sie doch einmal in lkr.de! https://lkr.de/

    • Ein Europawahlprogramm kann ich dort nicht finden. Die Europawahlliste wurde doch auch noch nicht aufgestellt. Die aktuellen Abgeordneten sind uneins hinsichtlich des Euro. Herr Lucke ist mal wieder dafür, die beiden anderen Professoren sind löblicherweise dagegen. Wie positioniert sich Herr Kölmel in dieser Frage?

      • Kölmel sieht keine Möglichkeit für den Euro in seiner jetzigen Form. Wir haben dringenden Handlungsbedarf gegenüber einer dräuenden Transferunion. Der Schaden wird täglich größer. Auf die Dauer müssen die Schwachen raus; wenn das nicht gelingt, dann muss im Endeffekt Deutschland raus.
        Von Uneins kann doch keine Rede sein, wenn es keine glaskar-eindeutige Lösung gibt.

      • Wenn man Gegensätzliches will, nenne ich das uneins. Es ist ein Gegensatz, den Euro erhalten oder ihn abschaffen zu wollen. Ich will ihn wie die Herren Henkel und Starbatty abschaffen, Herr Kölmel scheint ihn nach Ihren Ausführungen hingegen wie Herr Lucke retten zu wollen, zumindest als eine Art Nordeuro.

    • Ich bin erschrocken als Mitglied (noch) feststellen zu müßen, dass Prof. Lucke nichts wichtigeres zu tun hat als den Nationalisten Puigdemont in Geföngnis zu besuchen und sich instrumentalisieren zu lassen. So wird nichts aus LKR.

      • In der Tat: Ganz ohne Sympathien bin auch nicht für diese „Kataloniennationalisten“. Und ob Bayern unbedingt mit solchen Milliardensummen jährlich das solch schrecklich mißregierte Berlin unterstützen müßte? Wie gesagt: Viel mehr Förderalismus wäre ein (guter) Kompromiß.

      • Die meisten Katalanen wollen doch gar nicht wirklich einen eigenen Staat, aber mehr Autonomie innerhalb Spaniens. Die spanische Regierung hat ihnen zugesagte Autonomierechte wieder genommen und damit die aktuelle Separatistenbewegung überhaupt erst befeuert. Auch in Deutschland sollte der grundgesetzlich garantierte Föderalismus wieder gestärkt statt noch weiter abgebaut werden.

      • Und verbindlich und durchsetzbar müßte in Katalonien – wie in der Ukraine die Russischsprachigen- die „Minderheit“ (tatsächlich wohl die Mehrheit) der Spanischsprachigen geschützt werden. Förderalismus ist in Vielvölkerstaaten mit gemischt zusammen wohnenden Ethnien (Volks- und Sprachgruppen) höchst kompliziert, manchmal sogar nicht Minderheitenschutz, sondern das Gegenteil… Es gibt liberale Alternativen (!) zu solchem Förderalismus…

      • Hier läge der Kompromiß in sehr viel mehr Förderalismus. Andererseits kommen wir in keiner Partei weiter, wenn wir Spitzenpolitikern nicht manches durchgehen lassen… Es ist bei Parteien wie mit Ehepartnern- backen kann man sich keinen….

  10. Von dem Ergebnis in Coesfeld war ich schockiert. Ich wollte morgen in die Familienpartei eintreten. Den Antrag hatte ich schon ausgefüllt,die Briefmarke war drauf, Adresse war Postfach Dortmund. Ich muss jetzt irgendwie sehen, dass ich die Briefmarke schadlos vom Kuvert bekomme. Für mich ist heute ein trauriger Tag.

    • Bitte lassen Sie sich nicht abschrecken. Wir machen weiter und benötigen neue, vor allem aktive Mitglieder. In Dortmund haben wir allerdings gar kein Postfach und mussten uns belehren lassen, dass wir keine ´Personen außerhalb Dortmunds aufnehmen dürfen. Am besten schicken Sie Ihren Aufnahmeantrag direkt an Herrn Geuking senior.

      • Familienpartei Kreisverband Dortmund
        Postfach 500442
        44204 Dortmund
        Diese Adresse habe ich von der Webseite.

      • Okay, das Postfach kannte ich noch nicht, aber man kann es tatsächlich verwenden, um etwas an die Familien-Partei Dortmund zu schicken.

  11. Als langjährig gemobbter und unter Geuking zum 2. mal unwirksam und offensichtlich nichtig aus der Partei ausgeschlossener langjähriger und aktiver Landesvorsitzender des politisch aktiven LV Bayern kann ich nur bestätigen:
    Es geht hier offensichtlich nicht um die Interessen von Familien, sondern vornehmlich, wie schon unter MdEP A. Gericke und R. Körner, um die (wirtschaftlichen) Interessen bestimmter Funktionärsfamilien. Dies zeigt u.a. auch die Besetzung der Liste.
    Dem LV Bayern wurden die Zuschüsse aus der Parteienfinanzierung einbehalten und anderweitig verprasst mit der vorsätzlichen Falschbehauptung, der LV hätte statt dem Rechenschaftsbericht nur Papier (Schnipsel, Prospekte oder Zeitungen, ja was denn nun?) abgegeben. Auch der aktive LV BaWü wurde um Geld betrogen.
    Der Link auf die Homepage des LV Bayern ( https://sites.google.com/site/familienpartei/Home ) wurde unter Geuking von der Bundes-HP gelöscht, denn dort sind Infos zu finden. Geuking behauptet wahrheitswidrig, es existiere kein LV Bayern. So geht man dort mit unliebsamen, weil politisch aktiven Landesverbänden und mit aktiven Mitgliedern um, die u.a. mehrmals ihren Jahresurlaub geopfert haben um für andere Landesverbände die Mehrzahl der erforderlichen Unterstützungs-Unterschriften zu sammeln.
    Keine Sorge, dieser Parteitag incl. Aufstellungsversammlung und die Beschlüsse dieses Parteitags sind nichtig, da u.a. nachweislich mehrere (u.a. auch angeblich „ausgeschlossene“) Mitglieder keine Ladung bekamen und für die Teilnahme Kosten erhoben wurden. Fechten auch Sie diesen Parteitag an.
    Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, dass es nur ein Schiedsgericht gibt und dessen Mitglieder nicht einmal namentlich benannt sind? Warum wohl? Was halten Sie von der angeblichen „Satzungsänderung“ vom „harmonischen“ Parteitag im Nov.2017, die dem Parteiengesetz gröblichst widerspricht?
    Was will man denn mit so einer Partei für die Familien in diesem Land erreichen ausser den Staat durch Parteienfinanzierung abzuzocken? Dafür braucht man keine Familien-Partei, denn von der Sorte hatten wir, weiß Gott, wahrlich schon weit mehr als genug.

    • Herr Enders, Sie haben in Ihren Ausführungen vergessen, dass Sie dadurch Ihrer ehemaligen Funktion als Landesvorsitzender in den vergangenen Jahren der Familien-Partei mit nicht Abgabe des Rechenschaftsbericht Bayern und weitere Unterlagen einen erheblichen Schaden (finanziellen) angerichtet haben. Das sie nicht mal Protokoll und Mitgliederlisten an die Bundesgeschäftsführerin weiter geleitet haben. Das viele Mitglieder in ihrer damaligen Amtszeit ausgetreten sind (Bayern früher einer der aktivsten und größten Verbände).

      Herr Dilger da können Sie gerne auch im Saarland anfragen was sie von diesem Herrn halten und die gehören wahrlich nicht zum Geuking Lager.

      • hallo jochi-winki, Sie vorlauter Grünschnabel,
        diese Ihre Behauptungen sind grundlegend falsch, Sie haben entweder keine Ahnung (dann halten Sie besser die Klappe) oder wollen keine Ahnung von der Wahrheit haben. Muss ich mir solche herabwürdigenden Denunzierungen von Ihnen gefallen lassen?
        Alle wissen, dass der gegenständliche Rechenschaftsbericht (RB) angeblich im Saarland nicht ankam, weil er von Betrügern aus dem Paket entfernt wurde um dem LV Bayern die Anteile aus der Parteienfinanzierung zu verweigern und damit z.B. von den aufgeflogenen Abrechnungsbetrügereien und den daraus resultierenden Strafzahlungen abzulenken bzw. das Geld in die marode Bundeskasse umzuleiten statt Rückstellungen zu bilden. Diese tolle Idee zeugt von dem mangelnden Unrechtbewußtsein und dem Demokratieverständnis, das in der Familien-Partei offensichtlich vorherrscht.
        Der RB BaWü wurde sogar per Gerichtsvollzieher eingereicht und soll laut den Betrügern Körner und Hauck, Vollbracht etc. ebenfalls nicht angekommen sein in dieser politisch unbedeutenden Kasperles-Partei mit den orangen Narrenkappen.
        Im übrigen hat das LG München dem LV Bayern in dieser Angelegenheit Recht gegeben, das Urteil ist rechtskräftig, erstritten von RA Warken (Saarland), dem Körner- und Prutz-Freund. Fragen Sie am besten mal bei Ihren saarländischen Freunden, bei Geuking oder Vollbracht nach. Wer eine Kopie haben will, weil er sie dort nicht bekommt, kann sie bei mir anfordern, es gibt da nichts zu verbergen.
        Das[s] viele Mitglieder in Bayern ausgetreten sind, liegt mehrheitlich nicht an meiner Person sondern an den Betrügereien zahlreicher Familien-Partei-Funktionäre. Die Erkenntnis lautete: Mit Lügnern und Betrügern wird man die Interessen der Familien in diesem Lande nicht vertreten können, die finanziellen Interessen bestimmter Funktionärs-Familien ausgenommen.
        Erst durch meine Aktivitäten im Landesvorstand Bayern, meine UU-Sammlungen und Mitgliederwerbung ist der Landesverband By von rund 2o hauptsächlich untätigen Mitgliedern auf über 1oo Mitglieder, überdurchschnittlich viel Aktive, angewachsen, was insbesondere den Saarländern ein Dorn im Auge war weil der LV dadurch zu einem der stärksten und aktivsten Landesverbände mit zahlreichen Themenarbeitskreisen anwuchs und u.a. die Unkorrektheiten in der Familien-Partei (z.B. mehrfachen Abrechnungsbetrug, Unterschlagung, Bilanzbetrug etc.) zur Sprache brachte. Es ist auch bekannt, dass eine bestimmte Person die Mitgliederliste zweckentfremdet hat um Bay. Mitglieder zu „Beschwerden“ über mich als Landesvorsitzenden zu animieren, der Landesvorstand hat daraufhin einstimmig beschlossen, dass die Mitgliederliste bis zur vollständigen Aufklärung des Sachverhalts nicht mehr an die Vollbracht-Geschäftsstelle herausgegeben wird. Im Gegensatz zum Bundesvorstand halte ich mich an solche Beschlüsse.
        Wer die Wahrheit wissen will, kann sich unter https://sites.google.com/site/familienpartei/Home auf der Bay. Landes-Homepage informieren. Kein Wunder, dass der Link nach dorthin unter Geuking von der Bundes-Homepage gelöscht wurde und Geuking und Andere die Lüge verbreiten, es gebe keinen LV Bayern mehr. Der LV By. scheint, auch ohne Parteienfinanzierung, noch immer der politisch aktivste LV der Partei gewesen zu sein, wird aber wohl nun durch die Neumitglieder um Prof. Dr. Dilger übertroffen, der (im Gegensatz zu den meisten Alt-Mitgliedern des Bundesverbands) Ahnung von Politik und Wirtschaft hat.
        Dort auf der Bay. HP kann man übrigens auch Infos über den sogenannten Pleite-Prutz finden, wenn man danach sucht. Als glänzendes BuVo-Mitglied und neuerdings wieder als Europa-Listen-Muster-Kandidat sollte der erst mal seine Gerichts- und Anwaltskosten aus dem von ihm angezettelten und verlorenen Scientology-Prozess zahlen statt die Pleite-Pfote zu heben. Solche Gestalten, seit Jahren im Bundesvorstand, da weiß man was man hat.

      • Eine tolle Partei! Es erinnert mich irgendwie a AfD?😛

      • Die AfD ist viel politischer, ideologischer und radikaler. Die blaue Partei ist die passende Analogie, doch das wollen wir ändern.

  12. Ich habe mal den Entwurf zum Wahlprogramm durchgelesen und bin zu dem Entschluß gekommen diese Partei nicht zu unterstützen.
    Bei allen Programmpunkten sehe ich Diskusionsbedarf, könnte aber mit einigen Bauchschmerzen zustimmen. Das absolute NoGo bildet allerdings der Programmpunkt „V. Energie, Umwelt und Klima“
    Wer diesen ideologischen Schwachsinn unterstützt, beweist daß er nicht bereit ist sich mit der zugrundeliegenden Materie näher zu befassen.

    • Gestern habe ich mich gegen die Energiewende ausgesprochen, weil sie unglaubliche Kosten verursacht, ohne der Umwelt etwas zu bringen. Dem hat sich Herr Geuking sen. immerhin angeschlossen.

      Leider muss ich zustimmen, dass dieses Wahlprogramm nicht unterstützenswert ist. Trotzdem braucht die Familien-Partei einen Europaabgeordneten. Ein Ausweg aus dem Dilemma könnte der Beschluss eines neuen Programms beim nächsten Parteitag sein. Ich werde mir einmal die Mühe machen und einen Entwurf ausarbeiten.

      • Kein Wunder, Geuking hat sich schon immer dem angeschlossen, wo er im Augenblick eine Mehrheit für sich zu finden glaubte. Geuking ist m.M. egal ob Energiewende oder nicht, Hauptsache er kann im EU-Parlament absahnen wie sein Vorgänger Gericke.

  13. Auf der laufenden Internetseite von „Junge Freiheit“ erhebt der Mitgründer der Partei Dr. Konrad Adam schier unglaubliche Vorwürfe (einschließlich Prostitution…) gegen Spitzenfunktionäre der AfD. Mir (der ich diese Vorwürfe nicht beurteilen kann) genügen (zur strikten Distanz) politische Äußerungen von und (geduldet) in der AfD.

      • Ich meine den konkreten Vorwurf, dass sich eine AfD-Politikerin in der Partei hochgeschlafen habe.

      • Artikel in der Jungen Freiheit ermöglicht die Überprüfung.

      • Zitat: „Im Landtag von Düsseldorf sitzt eine Volksvertreterin, die sich die Gunst mancher Parteifreunde im Bett erworben hatte – gegen Bezahlung, wie sie wissen ließ, also so, wie es die Gesetze der Marktwirtschaft von ihr verlangten.“

      • Herr Adam kann eigentlich klarer formulieren, wenn er möchte. Jedenfalls wurde die Dame bezahlt und nicht umgekehrt, so dass von Hochschlafen eigentlich nicht die Rede sein kann. Es handelte sich eher um intimes Kennenlernen.

  14. Don’t Look Back in Anger. Reißleine ziehen, Eurokritiker und LKR unterstützen. Auch in Bayern tritt LKR mit Vernunft an. Das Europaprogramm verdient aktive Mitgestalter. Dafür ist bis Mitte Sptember Zeit (bundesweiter Programmparteitag) Das gilt für alle Interessenten an einer Alternative zur A…

  15. Ich war der festen Überzeugung, dass die Familienpartei mit der Dilgerhandschrift alles ändern würde, was man auf den Familienwebseiten liest. Im Besonderen die Webseite des Bundesverbandes. Form, Inhalt und Bewerbungsschreiben,wo die Anzahl der Kinder mit Kugelschreiber reduziert wurden. Ich bin gerne Pionier, ich liebe diese Rolle, aber jetzt sind meine Anstrengungen im Keime erstickt. Ich bin zutiefst überzeugt, dass die Familienpartei jetzt, in Anbetracht der politischen Lage und Unzufriedenheit der Wähler, gute Aufstiegschancen gehabt hätte. Mit so einer prekären Situation, wie sie jetzt entstanden ist, kann man nicht mehr arbeiten. Gut, das die Tür mal kurz geöffnet wurde und man Einblick erhalten konnte.

  16. Die Familienpartei lädt ein und macht ja Werbung für „Pulse of Europe Europa- Solidaritäts- Veranstaltungen“. Da helfen nun auch keine Entwürfe für einen nächsten Familien-Parteitag!

    • Nun ist es ja beileibe nicht so, dass bei PoE alle nur dem Europafähnchen zujubeln würde. Es gibt da durchaus aktive Kritik an Mißständen und konstruktive Forderungen, was an dem jetztigen EU-Konstrukt zum ändern wäre um zu einem Europa zu gelangen, das demokratisch und in Frieden geeint ist. Ich habe dort noch keinen einzigen Fall erlebt, wo jemandem das Micro abgedreht worden wäre, der dort kritische Anmerkungen über Europa vorgetragen hat.
      Selbst auf einem BPT der Familien-Partei wurden unliebsame Redebeiträge auf stumm geschaltet, sogar einem Bundesschiedsrichter, und das noch vor Geuking. Auch da hieß es anschließend, wie „harmonisch“ das doch war.

  17. War es nicht vorher schon klar, dass die eher rechte Ausrichtung von Ihnen, lieber Herr Dilger, nicht zu der eher linken Ausrichtung der Familienpartei passt?

      • Eine unpolitische Partei? Macht aus meiner Sicht nicht wirklich viel Sinn. Herr Dilger, sie können ja das LKR Programm zudammen fassen und bei der Familienpartei zur Wahl stellen, um was Vernünftiges daraus zu machen. Nur: gegen einen Europaabgeordneten mit Mitarbeitern und Budget können sie kaum was ausrichten. Das Projekt “ Familienpartei“ ist gescheitert. Machen Die also, was die Verantwortung für unser Labd ihnen sagt und kommen zur LKR. Da werden sie nicht Europakandida und also nicht in das EP einziehen, aber sie tun das Richtige, wie Sie ganz genau wissen.

      • LKR wird nach der Wahl keinen Europaabgeordneten mehr haben. Außerdem reichen mir drei Parteien in einem Leben. Die Niederlage gestern hat das Potential der Familien-Partei noch nicht zerstört.

      • Gar keinen Europaabgeordneten der LKR (Lucke-Bewegung) nach der nächsten Wahl würde ich nicht unbedingt vermuten.

      • Verehrte Frau Müller: Auch ich halte Herrn Prof. Dilger nun wahrlich nicht für rechts. Nie habe ich bei ihm, den ich seit Jahren kenne, etwas in rechter Richtung gehört.

      • Dann zeigen Sie doch einmal diesen Blog Menschen, die sich z.B. für die SPD engagieren und fragen Sie, ob die generelle Tonlage eher rechts oder eher links ist.

      • Mein Blog, dessen Tonlage und ich sind weder rechts noch links. Von links betrachtet (z. B. für SPD-Mitglieder, aber auch Anhänger der Merkel-CDU) ist er natürlich relativ rechts und von rechts betrachtet (z. B. für heutige AfDler) relativ links.

        Außerdem wird gelegentlich die Auffassung vertreten, dass das Eintreten für Freiheit, insbesondere wirtschaftliche Freiheit, rechts sei. In diesem, aber auch nur in diesem Sinne bin ich rechts. Nach meinem Begriffsverständnis liegt jedoch der Liberalismus in der Mitte, der Sozialismus links und der Konservatismus rechts davon.

      • Schlußsatz definiert gut. Freiheit als politisches Prinzip trennt (uns) Liberale von Rechts wie Links.

      • Die SPD-übliche Definition von „rechts“ muß nun wahrlich nicht Maßstab sein… Die halten ja auch Gerhard Schröder (SPD) für „neoliberal… Und fragen Sie diese Sozialdemokraten einmal, ob sie Herrn Prof. Dilger mit wahren Rechten wie solchen von AfD/NPD gleichsetzten… Heiner Geißler (ATTAC-Mitglied in der CDU) sagte einmal (etwa so), manche hielten einen schon für „rechts“, wenn man morgens ordentlich zur Arbeit ginge…. Wer Prof. Dilger für rechts hält, verharmlost Rechte und ihr Wirken in der deutschen Geschichte (lange bevor es Hitler gab)…

      • „manche hielten einen schon für „rechts“, wenn man morgens ordentlich zur Arbeit ginge….“
        kann ich nur bestätigen. Das Totschlagargument „rechts“ wird gerne angewandt, wenn gegen sachliche Kritik echte Argumente nicht zur Verfügung stehen.

      • Und absurde Definitionen von „rechts“ hindern die dringend notwendige Bekämpfung wirklicher Rechter!

      • Auch wirklich Rechte können zum demokratischen Spektrum gehören. Problematisch sind Rechtsradikale, Rechtsextremisten oder gar Nationalsozialisten, zwischen denen es jeweils auch noch Unterschiede gibt.

      • Man kann Rechts so definieren, daß auch Demokraten darunter fallen, die ich aber wie andere Demokraten, etwa Sozialdemokraten, dringend fordere zu bekämpfen.

      • Ja, als Liberaler soll man Konservative und Sozialdemokraten politisch bekämpfen, aber innerhalb des demokratischen Rahmens, mit Kompromissbereitschaft und der Akzeptanz von Niederlagen (wie bei mir wieder am Samstag). Rechte und linke Extremisten hingegen bewegen sich außerhalb des demokratischen Spektrums, so dass der Kampf anders geführt werden muss, zumal sie auch uns anders bekämpfen. Wir benötigen außerdem wieder eine Grundsolidarität der Demokraten untereinander. Politische Gewalt ist grundsätzlich abzulehnen, auch wenn sie politische Gegner trifft.

      • Solange „eher rechts“ semantisch in die Nähe von Hitler gestellt wird, sind wir leider auf dem völlig falschen Weg. Dieses Verteufeln von rechten Positionen ist doch ein Grund für die Probleme des heutigen Deutschlands.

        Die AfD war von Anfang an eine rechte Partei, bis 2015 vielleicht im Wesentlichen rechtsliberal.

      • Als Linksliberaler (was in Deutschland, falls überhaupt je, noch am ehesten Eugen Richter und seine Anhänger waren, siehe Wikipedia zu Linksliberal) sehe ich das natürlich völlig anders. Mir war die AfD von Anfang an zu rechts, wenn auch meilenweit entfernt vom heutigen Zustand.

      • Die AfD war anfangs keine rechte Partei, sondern konservativ-liberal. Herr Renner erklärte die AfD bei Gründung des Landesverbandes NRW zur rechten Partei, was damals nicht gut ankam und zu seiner Wahlniederlage beitrug. Inzwischen ist die AfD tatsächlich eine rechte Partei mit rechtsradikalen Anteilen. Man sollte da hinreichend differenzieren. Rechts ist nicht schlimmer als links und auch nicht identisch mit rechtsradikal und -extremistisch.

      • Ich schätze Ihre Ausrichtung, zu der ich mir aufgrund diverser hiesiger Blogeinträge eine Einschätzung erlaube, nach wie vor für konservativ-liberal und damit für „eher rechts“. Ein Beleg für die „eher rechte“ Ausrichtung ist

        https://www.welt.de/regionales/duesseldorf/article121334049/Wenn-jemand-islamkritisch-ist-findet-er-Platz.html

        Zum Zeitpunkt des Interviews wurde ein Islamkritiker in der deutschen Öffentlichkeit sicherlich generell als noch rechter als heute wahrgenommen. Islamkritik kann zwar prinzipiell auch links sein, aber das ist (nach wie vor) nicht die übliche Wahrnehmung in Deutschland.

      • Meine eindeutig liberale (und für die heutige AfD leider nicht mehr zutreffende) Aussage lautete im Zusammenhang:

        Wenn jemand islamkritisch ist, findet er Platz bei uns. Aber nicht, wenn jemand islamfeindlich ist. Man muss unterscheiden, worum es geht. Wenn man beispielsweise keine Scharia oder keine extremistischen islamischen Gruppen haben will, finde ich das völlig in Ordnung, das möchte ich auch nicht. Wenn es aber heißt, der Islam als Weltreligion ist böse und muss bekämpft werden, ist dies nicht mit dem Grundgesetz und dem Recht auf Religionsfreiheit zu vereinbaren.

  18. Das Rechts- / Links- Schema war schon immer grober Unfug. Das Denk- und Verhaltensschema dient(e) den Extremisten als moralische Grundlage für Missetaten. Stalin oder Mao waren keine guten Massenmörder, weil sie Linke gewesen wären. Sie waren wie Hitler, Mussolino, Franko, pp. Massenmörder und letztlich wesensgleich. Ein grüner Steinewerfer oder ein Auto-Anzünder ist kein guter Mensch, genauso wenig einer, der Asylantenheime ansteckt oder Ausländer verprügelt. Es ist auch egal, ob jemand Hass schürt, weil er Linker oder Rechter sei. Ein solcher ist stets ein Demokratie-Schädling.

    In der Familien-Partei ist das Ziel klar, nämlich dass Grundlagen geschaffen werden müssen, damit Familien und Gesellschaft auch morgen noch und möglichst auch noch besser funktionieren. Die Mittel sind auch klar, nämlich demokratische und rechtsstaatliche Mittel. Auf der Grundlage lässt sich alles aushandeln. Natürlich müssen Fehlentwicklungen und Rechtsverstöße hinterfragt, Streitereien und Diskussionen ausgehalten werden. Das ist nun einmal auch Demokratie.

    • Die Einteilung „eher rechts“ bzw. „eher links“ war völlig wertfrei gemeint. Ich verstehe nicht, warum hier mehrfach Assoziationen zu Massenmördern hergestellt werden.

      • A) Politische Einstellungen sind nicht wertfrei
        B) Die (!) rechte Partei der Weimarer Republik koalierte mit dem Massenmörder Hitler, brachte ihn zusammen mit Herrn von Papen an die Macht

      • Sie meinen die DNVP, aber nicht alle rechten Parteien sind so aufgestellt wie die DNVP.

        Die (moderat linke?) SPD vereinigte sich mit der KPD zur SED, die wiederum in eine Diktatur errichtete, als deren Konsequenz unter anderem Menschen an der innerdeutschen Grenze erschossen wurden. Deswegen verteufele ich aber nicht die SPD.

      • Das kann man doch nicht ernsthaft vergleichen. Die SPD wurde in die SED gezwungen, das war kein freiwilliger Zusammenschluss.

      • SPD und DNVP sind nun wirklich 2 verschiedene Fälle. Und der rechte Flügel des Zentrums und der der Nationalliberalen bzw. DVP waren kaum demokratisch zu nennen.

      • Wir kommen kaum weiter mit Ihrem Argument, ohne daß Sie „Rechts“ definieren.

      • Sie wissen doch schon längst, wie ich irgendetwas angeblich gemeint habe.

        Zur SPD/KPD: Ob das wirklich eine „Zwangs“vereinigung war, ist meines Erachtens unter Historikern umstritten.

      • Es gibt immer abweichende Meinungen, aber es handelte sich durchaus um eine Zwangsvereinigung. Auch die Mauer war doch kein antifaschistischer Schutzwall, sondern diente zum Einsperren der eigenen Bevölkerung.

    • Das Rechts-Links-Schema ist nicht perfekt und auch nicht sehr differenziert, aber bis heute brauchbar. Die Extremisten beider Seiten ähneln sich in ihren Ansichten und vor allem Methoden.

    • Erlaubt heutige pol. Konstellation noch etwas zu hinterfragen und sogar auszuhandeln. Stehen wir nicht vor einem unbeweglichem diktatorischem Block? Wer arbeitet daran Fehlentwicklungen zu erkennen und korrigieren! Politik spaltet statt Zusammenhalt zu fordern!

      • A) Der Block ist nicht diktatorisch , sondern bei jeder Wahl ablösbar
        B) Der Block lebt von der falschen Idee vom Zusammenhalt
        C) Ohne Spaltung keine bessere Politik. Daraus kann dann irgendwann wieder mehr Zusammenhalt werden
        D) Die FDP muß sich vom antiliberalem Block lösen.

      • Es gibt keinen diktatorischen Block, aber leider immer noch eine Mehrheit für Frau Merkel. Das müssen wir ändern. Dazu muss man abweichende Ansichten formulieren, ohne seine politischen Gegner zu hassen.

  19. Pingback: FDP-Männer wollen illiberale Frauenquote | Alexander Dilger

  20. War wieder herrlichste Unterhaltung und sehr kurzweilig. Wenn es nicht um unser Land gingen würde, dann könnte man ja lachen. Halten wir fest, was ich als unbeteiligter hier heute so erfahren habe.
    1. Es gibt in der Famiienpartei einen Flügel, der sich inhaltlich kaum von den Altparteien unterscheidet. Die Wahlerfolge beruhen nur auf dem sehr guten Namen der Partei. Auch werden Posten nachdem Motto Family&Friends vergeben. Vlt reicht es ja für ein Mandat und 5 Familien können für 5 Jahre über die Runden gebracht werden. Plus die Verbindung zu gewissen neuen „Kirchen“ aus den USA. Eine Familienpartei und keine Frau auf den ersten Listenplätzen? Ganz großes Kino. Dazu diese Doppelspitze. Listenplatz 1 hat mMn eine 50% bis 75% Chance auf einen Platz im EP. Listenplatz 2 hat eine Chance zwischen 5% und 7,5%. Alles dahinter hat irgendwas unter 1 Promill und ist damit nur Zaungast auf der Party.

    2. Dann gibt es einen LV Bayern. Die Internetseite sieht von der Aufmachung aus wie aus dem Jahr 2005. Komplett durcheinander, die Seite hat keine Struktur. Auch scheint die Seite ja nicht mehr richtig online zu sein. Über das normale google finde ich sie nciht. Die Themenauswahl ist wirr. Mal bisschen was gegen einen „Militarismus“, etwas gegen die USA, dann mal wieder was für Familien. Dann gegen Freihandel und für den Atomausstieg. Eine gerade Linie sehe ich da nicht.
    Aber die Krönung ist ja der Vorsitzende. Ob seine Vorwürfe gegen den Bundesverband stimme kann ich nicht bewerten, aber ich lehne mich weit aus dem Fenster und behaupte, dass die Vorwürfe nicht ganz falsch sind.
    Aber zum Vorsitzenden. Menschen die ihren Titel „Dipl.- Ing“ vor ihren Namen schreiben, werden bei mir direkt etwas kritischer bewertet. Ich will den Titel nicht abwerten, aber muss man das Fett schreiben. So eine einmaligkeit ist das nun mal nicht.
    Betriebsratsmitglied war er mehrfach und wurde mehrfach entlassen. Ohne auch hier die näheren Einzelheiten zu kennen, deutet auch das auf ein gewisses Querulantentum hin.
    Dann kommt eine Selbstbeweihräucherung was man alles kann, Jobs, Qualifikationen und ein Familienmensch. Aber trotz der vielen Qualifikation „nur“ freiberuflich tätig? Auch hier deutet vieles auf Querulantentum hin. Dann geht es Seitenweise um die Konfikte mit dem Vorstand. Vermutlich stimmt ja vieles, aber muss das sein? In der Vorstellung fehlt auch komplett für was der gute Herr steht. Was will er denn im Land und im Bund ändern und verbessern? Nichts steht dazu

    3. Trotz dieser Umstände, Spannungen, Konflikte ist die Medienresonanz null. Es gibt laut der googlenews suche nicht einen Partei Bericht zum Europaparteitag. War nicht ein Journalist da? Wie will man denn so auffallen. Will man sich echt nur auf den Namen verlassen? Will man einen Wahlkampf wie die LKR führen?

    4. Selbst wenn es zu einem Mandat reicht. Ändern wird sich nichts, außer für die 5 Familien. Für die wird es sich lohnen und das nicht zu knapp. In 4 Jahren Familienpartei im EP habe ich nichts von denen gehört, selbst der Austritt vom MdEP wurde vlt von 5 Zeitungen publiziert. Wie soll sich daran was ändern?

    5. Lieber Herr Dilger. Was machen Sie in einer Partei, die politisch nicht zu ihnen passt und deren Funktionäre ganz andere (wirtschaftliche) Ziele verfolgen? In Deutschland ändern werden sie so nichts. Das ist rausgeworfens Geld und Zeit

    • Es war kein Journalist beim Bundesparteitag. Wahrscheinlich gab es bis jetzt nicht einmal eine Presseerklärung, jedenfalls findet sich keine auf der Bundeshomepage. Mit diesem und für dieses Wahlprogramm würde ich auch nicht werben wollen.

      Wenn sich nichts ändert, wird die Familien-Partei weiter vor sich hindümpeln oder sogar den Wiedereinzug ins Europaparlament verpassen und demnächst insolvent sein. Doch von einer Niederlage lasse ich mich nicht abschrecken. Irgendwann wird sich die Vernunft durchsetzen.

      • Das wäre dann die Chance für einen völligen Neuanfang: Den guten Namen nehmen, alles andere wird ausgewechselt und geändert, Personal wie Programm. Und dann bei der Europawahl 2024 mit 1% und zwei Mandaten ins Parlament einziehen. Spannender aber die Frage, wieweit Deutschland sich bis dahin verändert hat.

      • Die Familien-Partei benötigt tatsächlich ein neues Programm und vor allem Wahlprogramm. Mit den an politischen Inhalten interessierten Mitglieder ist zu diskutieren, doch es sind auch viele neue Mitglieder zu gewinnen. Ein Prozent reicht nicht für zwei Mandate und es sind Vorbereitungen für eine drohende Prozenthürde zu treffen. Deutschland und Europa bräuchten schnelle Verbesserungen, aber vermutlich sind Leidensdruck und Einsicht der Bevölkerung noch nicht groß genug.

  21. Sehr geehrter Kartoffelbrei, schön dass Sie sich mit der Seite beschäftigt haben.
    Richtig, GoogleSites stammt ungefähr aus dem Jahre 2oo5 und hat einen völlig veralteten, umständlichen und teilweise fehlerhaften Editor, der von Google nicht mehr gepflegt wird. Die Seite existiert noch, weil der LV sich nicht durch einen „Parteifreund“ aus SH abzocken lassen wollte, während andere LVe gar keine HP hatten oder nun keine mehr haben weil sie kein Geld mehr haben.
    Bei genauerer Betrachtung kann man über den Vorsitzenden lesen:
    Betriebsrat in einem Zeitarbeitsunternehmen, nicht in mehreren. Kündigungen wegen Betriebsratstätigkeit während der Arbeitszeit (oder wegen Verweigerung der Zustimmung zu Kündigungen durch den Betriebsrat bei gleichzeitig neuer Einstellung von Zeitarbeitern ohne Beteiligung des Betriebsrats). Wer sich als Unternehmer einer zwielichtigen Zeitarbeitsfirma durch eine Betriebsrat in seiner Entscheidungsfreiheit eingeengt fühlt, empfindet jeden Betriebsrat als Querulanten. Ebenso, wer als Parteifunktionär mit diversen aufgedeckten Gesetzwidrigkeiten konfrontiert wird. Damit kann ich leben.
    Im Vergleich zu umgeschulten DDR-Suppenköchen, Legasthenikern, die Das und dass nicht unterscheiden können oder Absolventen des Hartz-4-Studiums im Bundesvorstand (und auf der EU-Liste) scheint mir meine schulische und berufliche Qualifikation nicht direkt haushoch unterlegen, auch mit Ihrer generellen Skepsis gegen Freiberufler kann ich leben.

    Vielleicht bräuchte man mal wieder einen Skandal wie den Brandenburg-Spenden-Skandal, diesmal vielleicht den Körner/Hauck-Skandal oder den Oldenburg/Lahann-Skandal um die Presse zu bewegen, denn es gilt wohl: Egal, ob gute Presse oder schlechte Presse, Hauptsache überhaupt mal eine Presse.
    Eine Partei am Rande der Bedeutungslosigkeit (vgl. Abschaffung der Windelsäcke in St Inkbert), die das Hauptziel hat Funktionärsfamilien finanziell zu versorgen, erscheint auch für die Presse verständlicherweise nicht sonderlich erwähnenswert.

  22. Deutschland hat vielleich 4 Problemfelder die das Land zerstören! Ganz oben, illegane Migration durch offene Grenzen, massive Islamisierung, Rechtsstaatlichkeit im Rückzug. Bildlich gesagt, Firma ist im Konkurs aber Führung debattiert über einen Fahrradständer!
    Keiner stellt die Frage woher die Paar Tausend Milliarden Euro für Zukunft der illegalen Migranten in Deutschland nehmen! Man ist zufrieden Sprüche auf niedrigsten pol. Ebene loszulassen, heisse Themen fasst man nicht an. Schon die Frau Lengsfelds Initiative 2018 und Widerstand werden vorsichtig umschifft. Wiederstand müße ein Thema hier sein!

    Prof . Dilger , auch Sie haben politisch nicht mehr viel Zeit. Vielleicht noch ein Versuch nach Familiien Partei? Aber dann nur irgendwo wo es wirklich zählt, wo Sie etwas bewegen und frei agieren.

    • Nach der Familien-Partei war es das für mich parteipolitisch, zumindest in Deutschland. Dagegen bleibt es sinnvoll, dass sich Kleinparteien zusammenschließen, insbesondere wenn sie politisch Ähnliches oder überhaupt nur etwas wollen. Warum hält z. B. LKR an dem schlechten Namen und der Eigenständigkeit ohne Relevanz fest?

      • Zuerst hieß LKR ja AfD, dann hießen sie Alfa, dann LKR und jetzt soll wieder ein neuer Name her? Damit basteln sie sich auf Null. Bemerkenswert ist, dass sich viele LKR Mitglieder oder ehemalige, eine leichte Affinität zur Familienpartei haben. Das sollte man vielleicht nutzen können.
        Es gibt aber ein großes Problem. Der Einsatz all dieser Leute könnte für die Familienpartei etwas werden. Je mehr wir uns aber anstrengen, je mehr unterstützen wir die Vater/Sohn Konfiguration, die wohl fast alle ablehnen außer den 31 Leuten, die dafür gestimmt hatten. Zur Motivation brauchen wir ein anderes Fundament. Das könnte gelingen durch Mitgliederwerbung und die daraus sich zu entwickelten Änderungen, wenn man denn wüsste, ob noch etwas zu ändern ist.

      • LKR hieß nie AfD, sondern das war und ist eine andere Partei. Auch die Familien-Partei ist eine andere Partei, die aber trotz des letzten Wochenendes viel mehr Potential bietet. Helmut Geuking hat ehrlich gewonnen und sollte nun unterstützt werden, weil ein Sitz im Europaparlament für die Familien-Partei sehr wichtig ist. Vielleicht lässt sich sein Sohn noch zu einem Verzicht bewegen, weil er ohnehin keinen zweiten Sitz erreichen kann und die Chancen auf den Sitz für seinen Vater reduziert statt steigert. Außerdem muss unbedingt das Wahlprogramm geändert werden. Für Eurobonds kann ich keinen Wahlkampf machen.

      • Nr. 1: damit sich LKR ein Alleinstellungsmerkmal als Eurokritiker erhalten kann.
        Nicht unerheblich auch die mangelnde Solidität und Programmkonformität mit anderen kleinen Parteien in Deutschland. Relevanz muss sich entwickeln, diese kann man nicht erzwingen.

        An genehmen Fachleuten, Spezialisten ist LKR hingegen stets interessiert. Es geht schließlich weniger um die sprichwörtlichen „Hundehaufen in Dortmund“, die den Familien Sorgen bereiten. Vielmehr macht uns als LKR der Erhalt unserer Souveränität in Deutschland Sorgen. – gegenüber den Phantasien einer postulierten „neuen europäischen Souveränität“. Lasst uns lieber darüber disputieren!

      • Ich kann mir nicht vorstellen, daß eine Partei, die jetzt nicht dort sitzt, oder eine Fusion von solchen in den Bundestag oder mehrere Landtage kommt. Rechnet man CDU/CSU als Einheit, haben wir jetzt 6 Parteien im Bundestag. Ich empfehle vom Programm, das sicher nicht fehlerlos ist, her die FDP. Da kann man dann wohl in Bezug auf Parteiengagement am ehesten etwas bewirken im Sinne des Liberalismus.

      • Allein aus eigener Kraft wird es sehr schwer, doch ich gehe von tiefgreifenden Veränderungen im Parteiensystem aus. Die Zukunft der SPD ist zumindest unsicher, auch die Union hat unter Frau Merkel viele Wähler verloren, was sich auch nach ihrem Abgang, wann immer dieser sein mag, fortsetzen dürfte. Die AfD wird immer radikaler und verliert spätestens dann an Rückhalt, wenn die von ihr adressierten Themen nicht mehr so akut sind. Die FDP präsentiert sich momentan tatsächlich etwas besser als 2013, als ich sie verlassen habe. Aber sie ist jetzt auch in der Opposition und kann alles versprechen. Wenn sie irgendwann wieder Regierungsverantwortung übernimmt, wird sie voraussichtlich nicht nur notwendige Kompromisse eingehen, sondern wieder komplett umfallen. Ich darf daran erinnern, dass es 2011 beim Mitgliederentscheid gar nicht um den Ausstieg aus dem Euro ging, sondern um die Einhaltung der geltenden Verträge. Fast die komplette Parteispitze einschließlich Herrn Lindner und die verkündete Mehrheit der abstimmenden Mitglieder hat sich dagegen entschieden.

      • Aus meiner liberalen (nähere Definition lasse ich jetzt hier) Sicht gebe ich Ihrer FDP-Kritik recht. Aber immerhin halte ich die FDP für das geringste Übel alle Bundestagsparteien und sehe größere Chancen auf Wirkung beim Beitritt dort als in ganz kleinen Parteien. Größere Wandlungen im Parteiensystem halte auch ich für denkbar, kann sie aber nicht vorhersagen. .

      • Für die Bundestagsparteien stimme ich zu. Die FDP ist momentan das kleinste Übel dort. Die CSU sagt manchmal vernünftige Sachen, ist aber Teil und Stütze der Merkel-Regierung. Aber wollte Herr Lindner das nicht eigentlich auch wieder werden? Er hat lange verhandelt und sich erst in letzter Minute ohne überzeugende Erklärung in die Büsche geschlagen (wie schon 2011 als FDP-Generalsekretär).

      • Die FDP hatte Verantwortung gezeigt, als sie Schwarz-Gelb-Grün eine Absage erteilte. So eine Politik gegen Wirtschaft und Gesellschaft ist gegen jede Vernunft. Ich war mit der FDP halbwegs wieder versöhnt. Herr Lindner hat aufgrund seiner rhetorischen Fähigkeiten das Zeug zum Oppositionsführer. Aber man muss dann auch Opposition machen. Im Moment beteiligt man sich eher an der Opposition gegen die Opposition durch die AFD. Das Gold liegt auf der Straße. Untersuchungsausschuss wegen der Grenzöffnung, Klage gegen das Zensurgesetz NetzDG von Herrn Maas. Aber der Goldklumpen ist dreckig durch Die Linke und AFD und wird daher liegen gelassen. Die FDP muss voranschreiten gegen die Regierung und nicht die AFD als einzige wirkliche Opposition erscheinen lassen.

      • Die FDP stagniert in der Tat bei dem Umfragen. Sie braucht mehr Liberalismus und mehr Liberale für ein besseres Programm und für mehr Stimmen. Die FDP sollte sich um liberale Vordenker bemühen, denn „Denker“ hat sie -bestenfalls- sehr wenige.

      • Das stimmt leider, doch ich fühlte mich seit dem Mitgliederentscheid Ende 2011 in der FDP nicht mehr willkommen. Auch jetzt will Herr Lindner doch keine früheren AfD-Mitglieder zurück, selbst wenn diese 2013 liberalere Politik gemacht haben als er.

        Haben Sie eigentlich Montag ein konstruktives Gespräch führen können?

      • Die Dortmunder FDP und ich sind nett zueinander – Konstruktives ergibt sich nicht.

      • Haben Sie ganz direkt gefragt, wie es um Ihren Aufnahmeantrag steht? Sie sind natürlich auch in der Familien-Partei willkommen, in der Sie viel mehr für den Liberalismus tun könnten.

      • Dass die FDP unter Lindner keine zur AfD „verirrten“ Mitglieder zurück haben will, liegt wohl eher daran, dass man „in diesem unseren Lande“ nur noch nach Pauschal-Vorurteil schwarz oder weiß, rot oder grün, links oder rechts einteilt (siehe oben) und nicht mehr in der Lage ist zu differenzieren – wohl eine Folge des Bildungsnotstands, denn das scheint immer schlimmer zu werden.
        Es gab auch in der Familien-Partei saarländische Strömungen, sogar einen Landtagsabgeordneten – den einzigen den sie je kriegen konnten – nicht haben zu wollen, weil er zuvorletzt mal bei der AfD war, während man seine Spenden sehr wohl haben wollte.
        Sprach ich daher nicht von den kleinkarierten Narrenkappen?
        Wenn man in der Politik gegen Diktatoren etwas erreichen will, wird man nicht umhin kommen Kompromisse zu schließen um an den Tisch zu bringen was (vektoriell gesehen) einigermaßen gleichgerichtete Interessen vertritt. Ich gehöre auch nicht unbedingt zu der Gruppe von Liberalen, die Liberalismus über alles vertreten, dem man zB Deregulierung in der Arbeitnehmerüberlassung verdankt, was letztlich zur bestehenden Situation der Familien geführt hat: Beide Eltern müssen rund um die Uhr arbeiten um den Lebensunterhalt herbeizuschaffen und werden dafür denunziert, sie würden ihre Kinder vernachlässigen, während sich ein von dieser Art Liberalismus Profitierender eine goldene Nase mit silbernem SLK-Stern „verdient“.
        Letztendlich ist, ein seriöser Liberaler zu sein, auch eine Frage des Charakters und des Anstands, was eine Wertegesellschaft voraussetzt, die leider immer mehr demontiert wird. Mit schon frühkindlich einsetzender Fremderziehung in Massen(tier)haltung durch PrakikantInnen oder jugendamtlich veranlasster Heimunterbringung wird man sicher der nachfolgenden Generation keine Werte vermitteln können – womit wir wieder bei der Familienpolitik und der Familienförderung (nicht nur durch saarländische Bänker für saarländische Hausrenovierer) angekommen sind.
        Sieht jemand (möglichst die Mehrheit) eine Chance, Liberalismus, Wertevermittlung und die dazu erforderliche Familienpolitik unter eine Hut zu bringen? Dann wäre der Name Familien-Partei vielleicht doch der richtige. Aber bitte ohne Sekten

      • A) Im Liberalismus würden die staatlichen Abzüge von normalen Einkommen eines Arbeiters so reduziert, daß ein kleiner Alleinverdiener davon eine größere Familie ernähren könnte. Es ist falsch, irgendwelche Politik der letzten Jahrzehnte auch nur in die Nähe von Liberalismus zu rücken (mehr darzulegen, erforderte einen Roman)
        B) Werte, die über Minima hinausgehen, überlässt der liberale Staat der gewaltlosen Definition und Durchsetzung durch Private
        C) Was eine abzulehnende Sekte ist, überlässt der liberale Staat in Bezug auf gewaltlose freiheitlich- rechtstreue Vereinigungen von Atheisten und Religiösen erst recht der privaten Entscheidung. Christliche Splitterparteien in der BRD, denen ich nicht nahestehe, umfassen meist Mitglieder der katholischen bzw. der der evangelischen Kirche, von Freikirchen aller Art, bibelkritischen wie pfingstlerischen wie verschiedenen evangelikalen. Was davon eine Sekte ist, diskutiere ich hier nicht. Ich arbeite nämlich sehr gerne mit Menschen aller friedlichen Weltanschauungen, atheistischen wie religiösen, zusammen.

      • aus dem dicken Roman des Herrn Motte würde ich gerne vorab schon mal den Absatz lesen, wie es sich durch echten Liberalismus ganz von selbst reguliert, dass die Abzüge und Steuerbelastung für eine Familienmutter oder einen Familienvater (im Verhältnis zu hedonistischen „Kinderlosen“) automatisch so niedrig werden, dass man davon wieder als Alleinverdiener eine mehrköpfige Familie ernähren kann? Dazu bräuchte man wohl zuerst mal die Anerkennung der (einigermaßen qualifizierten) elterlichen häuslichen Erziehungsleistung als Beruf, und als Voraussetzung dafür eine Verbesserung der Erziehungskompetenz z.B. durch entsprechende Bildung.

      • Mit Verlaub: Lesen Sie mein Buch dazu bei Erscheinung.

      • Keine Leseprobe vorab möglich? Wann wird das Werk denn erscheinen? noch vor der Wiederholung der Aufstellungsversammlung einer Doppelspitze mit Pleitegeier auf neutralem Boden?

      • Ich beende gerade ein anderes Buch, bin daher in Zeitdruck. Ein Buch über Wirtschafts-und Sozialpolitik könnte 2019 erscheinen- ist bisher nicht geschrieben. Zu der Parteisitzung kann ich gar nichts sagen.

      • Ja- ich will auch ein Buch schreiben, das (auch? ) die soziale Frager aus liberaler Sicht angeht. Unsozial zu sein, ist ja der Hauptvorwurf gegen den Liberalismus.

      • Allein schon die Streichung nicht erforderlicher Staatsausgaben ermöglichten erhebliche Erleichterungen bei Steuern und Abgaben von Eltern. Sonstige staatlich verursachte Kosten könnten auch im erheblichen Maß gestrichen werden. Aber ich bitte um Verständnis, das ich das erst in einem Buch genau genug darlegen kann.

      • Der Staat sollte nicht in die Familien hineinregieren und darüber urteilen, welche Eltern nach Ansicht der Regierung gut erziehen und dafür Geld bekommen sollen und welche nicht. Richtig sind Entlastungen bei den Steuern und Sozialabgaben insbesondere für Familien mit geringem Einkommen. Die Steuerfreiheit des Existenzminimums von Kindern musste vor dem Bundesverfassungsgericht erstritten werden, weil Regierung und Parlament bzw. die etablierten Parteien sie nicht von sich aus gewährten. Das reicht aber nicht. Ein Familiensplitting ist nötig und eine Berücksichtigung von Kindern bei den Rentenbeiträgen.

      • Das sind sehr erfreulich viel liberalere Ansätze- danke!

      • Ich bin für soziale Marktwirtschaft. Das ist keine milde Form des Sozialismus, sondern echter Liberalismus, der den wirklich Bedürftigen hilft und allen anderen genug lässt ohne gigantische Umverteilung von der linken in die rechte Tasche. Wertevermittlung ist vor allem eine Aufgabe für Familien. Diese dürfen nicht übermäßig mit Steuern, Abgaben und Regelungen belastet werden.

      • Ich fand es gut, dass Herr Lindner am Ende nicht wieder in eine Merkel-Regierung eingetreten ist. Aber warum hat er überhaupt so lange verhandelt und keine klaren Forderungen aufgestellt, z. B. eine Regierung ohne Frau Merkel? Außerdem müsste die FDP jetzt tatsächlich Oppositionsarbeit gegen die Regierung betreiben, nicht gegen andere Oppositionsparteien.

      • Liberales zu vereinbaren, wäre wichtiger gewesen als die Frage, ob Frau Merkel Kanzler bleibt. Der ist das Programm doch wohl weniger wichtig als ihre Kanzlerschaft….

      • Auch inhaltlich hätte man nicht Hunderte von Punkten verhandeln, sondern ein paar Kernforderungen erheben sollen. Wären diese erfüllt worden, dann gut, sonst wäre der Verhandlungsabbruch für jeden erkennbar gerechtfertigt gewesen. Tatsächlich gab es nur eine einzige, nicht wirklich überragend wichtige Kernforderung, wobei die ‚„Ehe für alle“ als Merkels jüngste Volte‘ bereits im Vorfeld zugestanden wurde.

  23. Zitat: Die AfD wird immer radikaler und verliert spätestens dann an Rückhalt, wenn die von ihr adressierten Themen nicht mehr so akut sind

    Das sehe ich nicht so pesimistisch. Im Moment kann die AfD nur mit „radikalen“ Statements gegen das weichgespülte und politisch korrekte Estaplishment punkten. Und ob die Themen der AfD nun tatsächlich so radikal sind, kann man schon stark in Zweifel ziehen wenn man die minimalen Richtungswechsel bei CDU/CSU und SPD betrachtet. Was vor 1-2 Jahren noch unaussprechlich und abgrundböse war, wird heute gemächlich aus der Tabuzone gehoben.
    Sollte die AfD tatsächlich einmal Regierungspartei werden, braucht sie sich nur an ihr Parteiprogramm und insbesondere an das Grundgesetz halten. Mit den dann erforderlichen „Reparaturarbeiten“ der Vorgängerregierungen haben sie für die nächsten 50 Jahre mehr als genug zu tun.

      • Ob nicht eine „vernünftige“ AfD sogar erfolgreicher wäre? Niemand kann eine Partei erwarten, die ganz seinen Wünschen entspricht. Aber soll ich eine Partei wählen, die noch nicht einmal jemanden los wird, der an „die Protokolle der Weisen von Zion“ glaubt (nur ein Beispiel) ?

      • Eine vernünftige, das Grundgesetz verteidigende statt angreifende AfD wäre natürlich viel erfolgreicher, nicht nur bei den Wählern, sondern auch in den Parlamenten. Frau Merkel könnte bereits Geschichte sein, wenn Herr Lucke klüger agiert und das Pleitepärchen ihn nicht verdrängt hätte, nur um dann selbst hinzuschmeißen. Was Herr Gauland da veranstaltet, verstehe ich nicht.

      • Wenn ich mir die etablierten Parteien so betrachte scheren die sich um das Grundgesetz keinen Deut besser als einzelne Mitglieder der AfD. Zumindest hat das Altparteienkartell die letzten Jahrzehnte ausreichend Beweise geliefert wo es nach deren Vorstellung lang gehen soll.
        Mal eine Frage an die Runde hier: War CDU/CSU vor 40 Jahren rechtsradikal? Wenn ja, welche Gruppierungen hatten darunter besonders zu leiden? Wenn nein, warum soll dies dann für die heutige AfD gelten?

      • Auch vor 40 Jahren gab es keinen Herrn Gereon in CDU/CSU. Und Fans russischer Diktatoren gab es auch nicht einmal im Umfeld.

      • Die einen greifen das Grundgesetz von links an, die anderen von rechts. Ist das besser? Die Union hat das Grundgesetz vor 40 Jahren stärker vertreten und verteidigt als alle heute im Bundestag sitzenden Parteien.

      • Sind die ehemaligen NSDAP-Mitglieder also alle zur SPD gegangen oder warum gab es Ihrer Meinung nach keine Antisemiten in der CDU? Oder meinen Sie etwas anderes, wenn Sie Herrn Gedeon ansprechen?

      • Mir ist kein höherer Funktionär von CDU/CSU bekannt, der wie Herr Gereon die „Protokolle der Weisen von Zion“ verteidigte.

      • Und heute erst! Da wäre Herr Gereon längst aus der CDU verschwunden. Ich kannte wirklich gut einen Richter am Bundesgericht der CDU, der leider vor 5 Jahren mit 91 starb. Der hätte das sicher bestätigt. Und auch von anderen in der AfD (nicht nur Herren Höcke, Dr. Gauland) kommen Äußerungen zur Vergangenheit , die mich jedenfalls erschrecken, durch das, was gesagt wird, oder das, was nicht gesagt wird.

      • Die Frage ist sicher nicht ernst gemeint. Schauen Sie sich die Liste auf
        https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_ehemaliger_NSDAP-Mitglieder,_die_nach_Mai_1945_politisch_t%C3%A4tig_waren
        an und gehen Sie die CDU-Mitglieder durch. Wer sich wann antisemitisch geäußert hat, weiß ich nicht im Detail. Aber wer jahrelang Mitglied der NSDAP (teilweise in führenden Funktionen) war, bei dem ist vorsichtig formuliert eine „Neigung zum Antisemitismus“ naheliegend.

      • Wer erst in der NSDAP und dann CDU war, bewies damit weniger seinen Antisemitismus als Opportunismus. Gerade solche Leute haben sich öffentlich nicht mehr oder überhaupt nie antisemitisch oder rechtsradikal geäußert.

      • A) Niemand kann in das Gehirn anderer blicken
        B) Es geht heute nicht um mögliche Fehler der Vergangenheit, bei welcher Partei auch immer. Daß alle großen Parteien und fast alle sonstigen Institutionen voller Altnazis waren, war eben Folge der NS-Herrschaft, nicht zuletzt in den Köpfen. Das kann doch nicht rechtfertigendes Vorbild für heute sein. Man kann sogar sagen, die anderen Parteien haben gelernt, die AfD hofiert dagegen Menschen, die nicht genug aus der Vergangenheit gelernt haben…
        C) Es geht heute um den so abscheulichen Antisemitismus und den Nationalismus/Rechsaußendenken in der AfD von heute . Die dienen übrigens nicht zuletzt der Mobilisierung von Links gegen Alles, was nicht links ist… So wird dann auch höchst Vernünftiges, Liberales, Soziales „braun befleckt“…Schon Übereinstimmung in Einzelfragen mit der AfD oder wie gerade in Dortmund eine Abstimmung im Rat einer Dame von der CDU zusammen mit der AfD führt zur Ausgrenzung. Die mangelnde Abgrenzung der AfD von Rechtsaußen erschwert zusätzlich (!) jede auch nur denkbare Kooperation mit ihr. Wer gerne mit dem Feuer spielt, darf sich nicht wundern, wenn man ihn nicht so gerne als Mitbewohner hat.

      • Fanden Sie die Hexenjagd in Dortmund ernsthaft gut? Es ging in dem Antrag um parteipolitische Neutralität der Verwaltung und es stellt sich doch eher die Frage, wie demokratisch die Ratsmitglieder denken, wenn sie einen solchen Antrag ablehnen.

        Wer Antisemitismus bekämpfen will, sollte sich erst einmal vorher Gedanken machen, wen er sich alles ins Land holt, wenn er die „Refugee Welcome“ Ideologie aktiv unterstützt.

      • Meine Meinung:
        A) Die „Hexenjagd“ auf die CDU-Ratsfrau in Dortmund war (ist) Unrecht und Unsinn.
        B) Ich bin nachweislich seit Jahrzehnten einwanderungskritisch, besonders was Nichteuropäer angeht. Auch (!) deshalb, weil mir die einheimischen Antisemiten schon weit mehr als genug sind!

      • Ok, ich verstehe jetzt das Argument mit der AfD. Die Frage ist, wie groß der Abwehrreflex und die Ausgrenzung ohne Personen wie Höcke wäre. Ich behaupte, dass das alles nicht viel anders wäre. Mike Mohring (CDU) hatte in Thüringen 2014 überlegt, mit der AfD zusammenzuarbeiten und die Folge ist, dass er nun nicht mehr Mitglied des Bundesvorstandes ist. 2014 aber galt die AfD allgemein noch als liberale Professorenpartei, aber es war halt auch schon damals schon klar, dass ihr Kurs weit entfernt vom Mainstream in Union, SPD, etc. liegt.

      • Jedenfalls meine Abwehrreflexe und die vieler anderer wären aber viel geringer. Sie waren es jedenfalls bei den Professoren Lucke (etwas liberal) Henkel und Starbatty (deutlich liberaler), Frau Trebesius, usw….

      • Vorwürfe können jedem gemacht werden. Entscheidend ist, ob diese berechtigt sind. Bei der AfD ist das leider zunehmend der Fall. Gerade wenn man mit Vorwürfen überhäuft wird, sollte man diese besser Lügen strafen als durch das eigene Verhalten bestätigen.

      • A) Schon Lucke war (mir) zu rechts. Übrigens kanzelt er Liberale wie mich ab als „freikirchliche, amerikanischem verrückte“ Liberale- dabei bin ich alles andere als extrem – fordere etwa staatliche Sicherungen gegen Not, Kartelle, Monopole, schlechte Eltern, Kinderbildungsunterlassung, usw.
        Ich wurde schon als Sozialist und sogar Marxist beschimpft…
        B) Im übrigen ist es gerade die Gefahr, daß überzogene Vorwürfe gegen Rechts unglaubwürdig sind, und dann „die“ Menschen berechtigte nicht mehr glauben….

      • Die Warnung vor Unterwanderung war doch berechtigt. Herr Lucke hat selbst dazu beigetragen, wie auch vergleichbare Probleme in der LKR zeigen.

      • Vor der Bundestagswahl 2013 war ich Gast einer Veranstaltung der FDP von Süddortmund mit Frank Schaeffler vom Liberalen Aufbruch in der FDP. Schaeffler äußerte sich durchaus freundlich und gelassen zur AfD- und sagte voraus, die würden ein „Rechtenproblem“ bekommen…

      • Was haben Sie denn sozusagen als Lösung für die Probleme der Welt anzubieten, wenn Sie Herrn Lucke für zu rechts halten, aber andererseits einwanderungskritisch sind? Also was Ihre konkreten Vorstellungen für eine gute Politik auf der Ebene Migration/Integration/Islam?

      • Herr Lucke hat dazu beigetragen, Sie allerdings durch Ihre Einladung an Islamkritiker auch. Im Endeffekt war man doch froh, dass die Partei so schnell wuchs. Ohne dieses rasante Wachstum wären die Wahlerfolge nicht möglich gewesen.

      • Ihr Vorwurf ist völlig unfundiert. Bitte lesen Sie das Interview genau. Der heutige Islamhass in der AfD wird darin gerade abgelehnt wie auch Islamismus.

      • Sie haben recht: Ja – es gibt einen Zusammenhang bei neu gegründeten Parteien zwischen Wachstum und Wahlerfolg.

      • Eine Partei, die für Wähler interessant ist, ist eben auch für Mitglieder interessant und umgekehrt. Trotzdem hätte Herr Lucke ganz am Anfang nicht jeden ungefiltert aufnehmen dürfen. Als der Landesverband NRW im April 2013 gegründet wurde, waren die ganzen Problemfälle schon da. Ich sehe da eine interessante Parallele zur Einladung an alle Welt durch Frau Merkel.

      • Sie, Herr Prof. Dilger, haben recht: Herr Prof. Lucke war diesbezüglich und auch sonst naiv…
        Frau Müller hat aber auch recht: Der Zusammenhang zwischen Zuwachs, vor allen an Wählerstimmen, und Wahlerfolgen wird meines Wissens auch von der Wahlforschung bestätigt.

      • Dass ein Zuwachs an Wählerstimmen mit Wahlerfolgen korreliert, ist tautologisch. Auch eine Korrelation zwischen Wähler- und Mitgliederentwicklung ist nicht überraschend. Interessanter ist die Kausalität dahinter. Ich gehe von einer gemeinsamen Ursache aus, nicht von großem Wählerzuwachs durch Problemmitglieder.

      • Ja- den tautologischen Zusammenhang entdeckte wie Frau Müller auch Herr Prof. Dr. Schlaustein von der berühmten amerikanischen Princyalvard Universität…
        Manche AfD-Führer behaupten übrigens, daß Problemmitglieder von Gereon bis Höcke ihnen Wähler gebracht hätten. Ich weiß das nicht. Jedenfalls hindern sie zumindest auch manchen Wählerzuwachs. Der unselige AfD-Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten behauptete jedenfalls angeblich, für das Bürgertum sei die AfD tot. Er dementierte das. Und was ist Bürgertum? Jedenfalls gibt es wohl bürgerliche Menschen – wie etwa mich- die weder Hitler- noch Hugenberg-Verharmloser in einer von ihnen gewählten Partei sehen wollen.

      • Man sollte auch da differenzieren. Herr Gedeon (schreiben Sie seinen Namen eigentlich absichtlich stets falsch?) hat der AfD massiv geschadet, nicht zuletzt durch die lächerliche Spaltung der Landtagsfraktion in Baden-Württemberg, wobei er da vor allem von Frau Petry und ihrem Mann instrumentalisiert wurde. Herr Höcke bringt hingegen der AfD Stimmen, kostet aber auch welche. Welcher Effekt überwiegt, lässt sich empirisch nur schwer ermitteln. Ich vermute, dass er langfristig mehr Stimmen und vor allem reale Gestaltungsoptionen kostet. Das hängt aber auch mit den Herren Gauland und Meuthen zusammen, die mit ihm paktieren.

        Für mich selbst kann ich sagen, dass ich natürlich nichts von dem Höcke-Kurs halte, aber nicht seinetwegen ausgetreten bin. Für so wichtig halte ich den Vorsitzenden eines kleinen Landesverbandes nicht. Frau Petry und ihr Mann haben mich aus der Partei getrieben und ihre blaue Partei würde ich nie wählen, während ich die AfD zumindest früher einmal gewählt habe.

      • Mein Fehler: Ich wußte bisher nicht, daß Herr Gedeon nicht Gereon heißt- danke für Korrektur!

      • Es war kein Vorwurf und es geht auch nicht um Islamhass. Allein das Wort „Islamkritiker“ hatte in dieser Zeit das Potential, Mitstreiter, die sich rechts von der Union verorten, anzuziehen.

      • Die Überschriften machen die Zeitungen. In dem Interview nach der Bundestagswahl ging es um ein offenes Problem. Insbesondere Frau Petry hat die Aufnahme von islamfeindlichen Mitgliedern und Funktionären von Die Freiheit gefördert. Herr Lucke stellte seine Thesen zum Islam auf, während ich damals wie heute für eine wichtige Differenzierung plädierte, die aber selbst Sie nicht verstehen wollen oder können.

      • Nun ja, die Tautologie hat der geschätzte Herr Motte hier hereingebracht.

        Zum Thema Islam: Die Chronologie war doch ganz anders. Herr Lucke hat davon gesprochen, dass er „dumpfe Islamfeinde“ nicht in der Partei haben möchte. Damit fühlten sich Islamkritiker jeglicher Couleur abgeschreckt. Sie haben durch Ihr später erfolgtes Interview die Tür für Islamkritiker erst wieder aufgemacht. Also ist (zumindest bezogen auf diesen Vorgang) nicht Herr Lucke für den Rechtskurs verantwortlich, sondern sind Sie es. In dem Zusammenhang verweise ich auch auf
        http://archiv.metropolico.org/2013/10/30/islam-kritiker-in-der-afd-willkommen/ .

        Wenn doch die AfD immer nur gegen die Eurorettung war, warum ist man überhaupt auf das Thema Islam gegangen?

      • Die Islam-Thesen von Herrn Lucke erfolgten am Reformationstag, also nach meinem Interview. Die Stossrichtung war dieselbe, also eine vernünftige Differenzierung, zu der Sie nicht in der Lage scheinen. Das Thema ist nicht von uns in die Partei gebracht worden, sondern wurde bereits vor der Bundestagswahl immer stärker diskutiert. Insbesondere Frau Petry hat gegen die Beschlusslage ihres eigenen Bundesvorstands Islamfeinde in die Partei aufgenommen. Inzwischen ist die AfD in diesem Punkt komplett umgefallen.

      • Es ist sehr schade, dass Sie mit Beleidigungen um sich werfen, nur um von Ihrem eigenen Beitrag zum Rechtskurs der AfD abzulenken.

        Herr Höcke ist übrigens nicht einfach nur der Vorsitzende eines kleinen Landesverbandes, sondern eine zentrale Inspirationsquelle für viele AfD-Mitglieder, insbesondere auch im Westen. Er hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die AfD ab 2015 bundesweit als Gegenpol zu den migrationsfreundlichen etablierten Parteien wahrgenommen wurde.

      • Ich möchte Sie nicht beleidigen, sondern weise einfach Ihre haltlosen Vorwürfe zurück. Offensichtlich kannten Sie weder die AfD 2013 noch kennen Sie den Unterschied zwischen Islamkritik und -hass. Zur Religionsfreiheit gehört auch das Recht, eine oder sogar alle Religionen abzulehnen.

      • Herr Prof. Dilger ist selbstverständlich im Wesentlichen „am Zuge“. / Sehr Schlimme von Rechts und Links geben öfter Richtiges von sich. Das gilt schon für die gegenseitige Ablehnung…. Aber Herr Höcke hat wie Herr Prof. Meuthen und Herr Dr. Gauland eine so unmoralische Gesinnung offenbart, daß sie (also ihre Partei) für mich absolut unwählbar sind. Wer sich als Partei von solchen Mitmenschen und natürlich Herrn Gedeon nicht trennt, kann durchaus selbst auch Liberales vertreten, bekommt aber trotzdem meine Stimme nicht. Dafür habe ich doch (bei all meinen Mängeln auch diesbezüglich) genug über deutsche Geschichte gelesen und gesehen.

      • Sie verstehen anscheinend nicht, dass es hier nicht um Vorwürfe geht. Es war doch völlig richtig, Islamkritikern ein Forum zu geben und es ist mehr als positiv, dass es endlich eine relevante bundesweite Partei gibt, die offen Kritik am Islam übt.

        Sie positionieren sich allerdings gerne so, dass Sie nur der liberale Eurokritiker seien und das halte ich für kontraproduktiv.

      • Ich weiß nicht, worum es Ihnen hier geht. Wenn Sie mir einen „eigenen Beitrag zum Rechtskurs der AfD“ unterstellen, betrachte ich das jedenfalls als Vorwurf, den ich so nicht im Raum stehen lasse. Jeder, der 2013 aktiv dabei war, weiß, dass das nicht stimmt. Man kann mir höchstens vorwerfen, dass ich nicht erfolgreich war, aber das lag nicht allein in meiner Hand. Ich habe versucht, was mir möglich war, auch wenn ich dabei ex post wohl einige Fehler gemacht habe, aus denen ich zu lernen versuche.

        Ich positioniere mich hier (und auch sonst) als liberal, egal bei welchem Thema, also auch beim Islam. Es ist liberal, sowohl den Islam als auch Islamkritik zuzulassen. Rein privat halte ich selbst Islamhass für vertretbar, wenn er nicht öffentlich ausgelebt wird. Es ist wie bei der Meinungsfreiheit. Es sind viel mehr Meinungen erlaubt, als eine politische Partei oder verantwortliche Politiker äußern sollten. Man darf z. B. gegen die Meinungsfreiheit und das Grundgesetz insgesamt sein. Das ist nicht strafbar, aber trotzdem keine akzeptable Position für eine Partei auf dem Boden des Grundgesetzes.

      • Um welche Kritik an welchem Islam geht es? Religionskritik darf (rechtlich wie moralisch) jeder üben- in der Politik sollte es aber nur um Kritik an direkt politischen Äußerungen von oder aus Religionen gehen. Bei den beiden großen Kirchen können (moralisch gesehen, rechtlich sowieso ) auch Parteien Kritik an ihren politischen Äußerungen üben. Unsinn wäre es aber, achtete nicht jeder diese Kirchen als grundgesetztreu. Im Islam gibt es aber das Gegenteil, bis hin zu Terrorbanden und ihren Förderern in Wort oder gar Tat. Und dringend notwendige Kritik an denen üben meines Wissens auch alle anderen großen Parteien, keinesfalls nur die AfD. Vor allem, aber nicht nur aus der AfD, doch besonders aus der AfD, kommen Forderungen nach grundgesetzwidriger (oder daran zumindest stoßend) Freiheitseinschränkung für Moslems, die nicht freiheitsfeindlich sind. Das finde ich sehr abstoßend, es verstößt gegen die Grundsätze meiner Konfession seit deren Gründung 1611/12. Und das ist ein weiterer Grund, daß ich die AfD meide, aber auch die CDU/CSU, und auch schon Kritik deswegen an der FDP übte.

      • Islamkritik ist liberal. Wenn aber Herr Lucke ein Abwehrsignal an Islamkritiker sendet und Sie das kurze Zeit später partiell wieder einkassieren, dann steckt mehr dahinter.

      • Es steckt nicht mehr dahinter. Lesen Sie die Thesen von Herrn Lucke und meine Aussagen im Interview statt nur die Überschrift. Ich hatte manche Differenzen mit Herrn Lucke, aber nicht in dieser Sache.

      • Es geht aber auch darum, wie Aussagen interpretiert werden. Man hätte theoretisch auch einfach betonen können, dass die AfD in erster Linie eine Euro-kritische Partei ist und alles versuchen können, um das Thema Islam kleinzuhalten. Das haben weder Herr Lucke noch Sie gemacht. Jeder von Ihnen trägt seinen Anteil daran, dass die AfD zu der Partei wurde, die sie heute ist. Man sollte dazu stehen und im Idealfall eintreten und z.B. die Alternative Mitte unterstützen.

        Es ist ja gerade nicht so, dass die anderen Parteien ausreichend Kritik am Islam üben, sonst gäbe es nicht immer Probleme mit dieser Religion im heutigen Deutschland. Man denke nur an den jüngsten Vorfall in Berlin oder die Echo-Verleihung.

      • Vor der Bundestagswahl 2013 habe ich das Thema kleingehalten und z. B. Anträge gegen Knabenbeschneidung zurückstellen lassen, die Juden stärker als Muslime getroffen hätten. Nach der Wahl war das nicht mehr möglich und ging es darum, die Diskussion sinnvoll zu gestalten. Das ist am Ende auch gescheitert, aber da war ich schon lange nicht mehr im Amt und verantwortlich. Pauschale Islamkritik bringt gar nichts zur Lösung der vielen realen Probleme.

    • A) Die ÖDP ist eine sehr antiliberale Partei
      B) Einer Fusion von ÖDP, Familienpartei, Christlichen Kleinparteien (In Niedersachsen ist das Zentrum etwa in der Pfingstlerhochburg um Cloppenburg relativ stark) gäbe ich sogar noch am ehesten Chancen, 5 % zu überwinden. Aber die Fusion wird kaum kommen.
      Ich selber bin aus biblischen Gründen allerdings Liberaler wie weltweit unzählige „konservative Evangelikale“ (wir sind keine Pfingsler) vor mir und in den USA vor allem auch heute noch.

      • A) Wie lautete meiner Erinnerung nach das Plakat der ÖDP in München für eine Veranstaltung mit Carl Amery: Wollt ihr den totalen Kapitalismus?
        B) Wer weder die Fusion mit der Familienpartei noch mit christlichen Kleinparteien will, wird zu meiner Freude die ÖDP wohl unter 5 % sehen…

      • Die ÖDP war einmal konservativ, allerdings gab es dann einen Linksruck. De facto gibt es im heutigen Deutschland keine echte konservative umweltorientierte Partei mehr, was zu bedauern ist. Jemand wie Björn Höcke scheint dem Vegetarismus zwar nicht gänzlich abgeneigt zu sein, aber insgesamt kann man die AfD nicht als umweltorientierte Partei bezeichnen.

      • Liberal war die ÖDP jedenfalls nicht. Da scheinen wir uns einig zu sein.

      • Warum nicht? Unsere Kleinparteien sind leider nur halbwegs erfolgreich. Um wirklich etwas zu bewegen, muss man etwas verändern. Gemeinsam wären wir stärker.

      • Alternativvorschläge? Oder meinen Sie, die christlichen Öko-Sozialisten von der ÖDP brächten viel oder auch nur sich selber über 5 % ?

  24. In strikt konservativen evangelischen Freikirchen gibt es in übrigen ganze Gemeinden, in denen 6- 14 Kinder in einer Familie oft üblich sind. Und diese Familien sind als Familien meist alleinverdienender Arbeiter oder Handwerker nicht arm, haben oft sogar ein eigenes Haus. Sie sind ordentlich, sie und ihre Kinder fallen sehr viel seltener als im deutschen Durchschnitt negativ auf, weder Hartz IV noch Kriminalität sind mehr als Ausnahmen. Sie leben halt anders, auch beim Konsum, als andere. Weder fordere ich solche Familien von Mitmenschen, noch mindert es die in der BRD staatlich organisierte Ausbeutung von Familien, die dringend abzustellen ist. (Vorschläge dazu von ÖDP, Familienpartei und christlichen Kleinparteien lehne ich aber rigide ab- mehr dazu im Buch) Diese gerade erwähnten Familien beweisen aber, daß auch heute eine große Familie möglich ist – bei bestimmtem Verhalten auch ohne Armut. Ohne Probleme und ohne Sünde geht es aber nirgendwo- leider!

    • Ich kenne ein paar solcher Familien und einiger deren Internas. In einer solchen Großfamilie war ich zB als Tagesvater zur Aushilfe anstelle einer Sozialarbeiterin, die sich dort bewirten lassen wollte statt zu helfen. Das das 1oo % wohlerzogene, brave und hilfsbereite Kinder waren, kann ich bestätigen, aber das Kind-sein-dürfen kam bei allen leider zu kurz. Ohne dass ich ihnen pro bono einen alten 9-Sitzer zusammengeflickt und gelegentlich vollgetankt hätte, hätten sie sich kein Auto leisten können, von einem Haus ganz zu schweigen. Wer glaubt, das könne locker auch eine Doppelverdiener-Familie sein, der träumt vermutlich vom familienparteifarbigen Luftballon. Wie das ohne Stütze gehn sollte, wäre interessant zu demnächst hier oder anderswo zu lesen.
      Familien mit 6 und mehr Kindern ist regelmäßig das Jugendamt drin (weil das ja nicht normal ist) und überlegt heftig, ob man nicht sie aus diesen für Kaffeepäds (kinder- und ahnungslose Soz-Päds mit Kaffetasse) „schrecklichen Familienkonstellationen“ rausholen kann um damit satt Kasse zu machen. Das wären zwischen 6 x 6…8 = 36…48 bzw. 14 x 6…8 = 84…112 k€ pro Monat, also ein ganzer Wohngruppenumsatz eines schwindligen Trägers und bei einer Provision von 2 % ein Zusatzgehalt unterm Tisch, Hauptsache man kann den Eltern irgendwas unterstellen, da findet sich schon was wenn man lange genug richtig sucht.
      Und schon wieder muss ich um eine Leseprobe aus dem spannenden Roman bitten, der also sicher nicht vor der neuen Aufstellungsversammlung erscheinen wird.
      Denn es wird sicher spannend, wie eine wie oben beschriebene Familie die Kosten nach Motte’s liberalem Vorschlag aufbringen soll, denn von einer lachhaften Kindergelöderhöhung kann man die Kinder sicher nicht ernähren, mit Betrug sicher auch nicht dauerhaft, falls das mit „Sünde“ gemeint sein sollte.
      Das Kapitel wird sicher auch spannend, hoffentlich kein blanker Horror-Krimi.
      Thilo Sarrazin hat auch mal ein Buch geschrieben, das sich auch gut zum verschüren eignet. Ist es vielleicht sowas, was Sie als Liberalismus erträumen?
      Wir haben an unseren Infoständen Probeverköstigung nach dessen schwachsinnigen Ideen angeboten: 1/3 Billig-Würstchen, etwas Kraut und 1 Löffel Kartoffelpampe, wovon man locker für den ganzen Tag satt werden soll, 7 mal die Woche. Seine Heizkosten-Sparvorschläge waren genauso schwachsinnig, geeignet um Schimmel in der Wohnung zu züchten, der eine Kündigung durch den liberalen Vermieter rechtfertigt.
      Hoffentlich steht in Ihrem angekündigten Buch nicht eines Tages auch so ein bodenloser Dummschwätzer-Quatsch.

      • Nachtrag:
        Vielleicht lag es zum Teil auch an diesem Buch, dass vielen ehemaligen SPD-Wählern nach und nach dämmerte, das solche Dummschwätzer nicht wählbar sind.

        Nun müssen wir uns aber zügig überlegen, wen wir in der Politik einer Familien-Partei brauchen können und wen nicht, wen wir überhaupt dabei haben wollen und wer dann die Unterschriften sammeln wird.
        Die zur ÖdP geflüchteten haben sich das Trauerspiel unter Arne Gericke, den schrägen Saarländern, Pleite-Prutz und Konsorten angeschaut und sind geflüchtet, die kommen freiwillig garantiert nicht zurück.
        Und was ich hier teilweise als Beiträge lese, macht mir für diese Partei nicht minder große Sorgen.

      • Jeder sollte sich überlegen, welche Politik er will, doch in einer demokratischen Partei entscheidet dann die Mehrheit. Man kann versuchen, die Mehrheit zu ändern oder zu beeinflussen. Eine kluge Parteiführung versucht außerdem, relevante Minderheiten einzubinden und deren gute Ideen aufzunehmen.

      • Liberalismus bedeutet nicht, dass der Staat jeden selbst in größter Not seinem Schicksal überlässt. In schlimmen Fällen soll der Staat helfen oder auch eingreifen, um z. B. völlig verwahrlosten oder missbrauchten Kindern zu helfen. Aber in den meisten Fällen sind Kinder in ihren Familien viel besser aufgehoben. Heimplätze sind sehr teuer und nicht wirklich gut für die Kinder. Etwas finanzielle Unterstützung für kinderreiche, aber einkommensschwache Familien ist dann die effizientere Lösung. Das rechtfertigt aber keine gigantische Umverteilung für alle oder ein Hineinregieren in alle Familien. Wenn der Staat sich auf die echten Probleme konzentriert, kann er diese besser lösen als bei angemaßter Allzuständigkeit.

      • So ist es: Und der Staat sollte das Geld erst einmal bei den üblichen Familien lassen- dann wäre sehr vielen schon sehr viel geholfen. Und dann kann sich der Staat um Problemfälle kümmern, die häufig psychisch bedingt sind. Mein bester Freund und seine Frau haben zur Zeit 4 Kinder zur Pflege vom Jugendamt bekommen (und machen das seit Jahrzehnten) – ich rede also nicht ganz als Blinder von der Farbe.

      • Ein Beispiel belegt rein gar nichts. Es ist etwa völliger Unsinn, in evangelikal-konservativen Großfamilien sei regelmäßig das Jugendamt drin. Ihre sonstigen grundlosen Vermutungen bis Unterstellungen über das, was ich meinen könnte, zeigt nur, wie wichtig es ist, ein genau ausformuliertes Buch vorzulegen. Sie spekulieren etwa über Kindergelderhöhungen, obwohl ich das Kindergeld streichen will. Und ich schreibe jetzt erst einmal mein Buch über Wahlrecht zuende. Im übrigen können Sie selbst die staatlichen Ausgaben ansehen und mögliche Streichungen in Besserstellungen für Familien umrechnen.

  25. Manche Äußerungen hier scheinen für mich nicht so ganz einfach zuzuordnen- wohl mein Fehler. Deshalb hier kurz Antworten, die ich wohl (?) noch nicht gab. Zur verehrten Frau Müller: Zuwanderung unterbände ich – sehr vereinfacht gesagt- aus liberalen wie sozialen (besonders wegen armen Einwanderern hier und Armen in Auswandererländern) Gründen sehr.
    Alle Religionen (und der Atheismus), ihre Organisationen wie ihre Anhänger sind frei, solange sie die Gesetze einhalten- ansonsten die üblichen Sanktionen.
    Ich dachte, Sie hätten Zuwachs und Wahlerfolg verbunden. Falls nicht oder anders gemeint, als ich es verstand, bitte ich um Verzeihung. Zum verehrten Prof. Dilger: Falls die Dortmunder FDP etwas von mir will, kann sie sich an mich wenden. Ich bin nicht wichtig und ich hielt meine Mitgliedschaft in einer Partei noch nie für wichtig (dafür bin ich viel zu wenig anpassungsfähig) und bin jetzt alt und krank. Ich halte es nur für meine Pflicht, mich um Mitgliedschaft zu bemühen. Der Pflicht bin ich nachgekommen.

  26. Ich sprach auch nicht von evangelikal-konservativen (was immer das sein mag, wir werden’s in Ihrem Buch lesen können) Großfamilien, in denen das Jugendamt drin ist, sondern von Großfamilien allgemein, wo regelmäßig Jugendämter lukratives Geschäft wittern. Es dürfte auch kein Geheimnis sein, dass sich Jugendämter häufigst nicht an Gesetze und Vorschriften halten.
    Natürlich sagt ein Beispiel allein nichts, wir haben hier aber nicht Einzelfälle, sondern eine ausgeprägte trendige Entwicklung, vergleichbar mit der Senioren-Entsorgungsindustrie, wo auch nur gelegentlich über schockierende Einzelfälle berichtet wird. Ich bitte um Verzeihung, dass ich ein Beispiel gebracht habe, das besonders markant zu Ihrer Beschreibung (nur ohne evangelikal-konservativ) passte. Sie aber konnten oder wollten mir das Geheimnis nicht verraten, wie die finanziell einigermaßen über die Runden kommen könnten. Der Tip wäre wichtig und hilfreich, würde den Kindern und den Eltern weiterhelfen.
    Nun, wo Sie schreiben, sie seien alt und krank, arbeiten erst noch an dem einen Buch und würden dann (ggf nach schöpferischer Pause) sich an das nächste machen, muss ich befürchten, wir könnten evtl. das Geheimnis nie lesen können. Ich wünsche Ihnen daher Beste Gesundheit und mir ein paar aussagekräftige Tipps aus den Entwürfen oder dem Manuskript. Vielen Dank.

    • Mein Buch über Sozialpolitik geht nicht über Konfessionen. Fragen Sie aber etwa (!) in Ostwestfalen-Lippe, wie gut dort meist (Ausnahmen gibt es immer) rußlanddeutsche Mennoniten- Brüder oder Evangeliums-Christen-Baptisten eingegliedert sind. Regelmäßig trinken die aber auch nicht, rauchen nicht, sind fleißig und korrekt im Betrieb, kennen keinen Luxus, helfen sich gegenseitig aus, sind geschickte Handwerker, schauen nicht fern, schicken ihre Kinder auf evangelikal-konservative Privatschulen mit Ordnung und Disziplin. Mein Eindruck ist, daß Sie diese Welt vielleicht doch nicht so ganz gut kennen…. Vielleicht könnten Sie sich deshalb mit Äußerungen darüber (und nur über die sprach ich, nicht über Kinderreiche an sich) etwas zurückhalten….

      • Wen wählen denn eigentlich diese Menschen, die Sie nennen? Das Profil klingt nach AfD…

      • Es gibt Anlaß zu folgenden Vermutungen, Sicheres weiß man nicht. Manche wählen leider nicht. Andere tendieren wohl mehr als der Durchschnitt der Bevölkerung zu christlichen Splitterparteien, zur AfD, zur CDU.

    • Zitat: “ wo regelmäßig Jugendämter lukratives Geschäft wittern“

      Jugendämter gehören ja auch zur „Sozialindustrie“ die sich in den vergangenen Dekaden ein blühendes Geschäftsmodell aufgebaut hat. Etwa 2 km von meinem Wohnort ist ein Heim für bis zu 100 schwererziehbare Jungs. Wobei die meisten von denen aus meiner Sicht einen ganz vernünftigen Eindruck machen. Monatliche Kosten für so einen Heimplatz incl. Schule und Berufsausbildung 3.600 Euro.
      Nun hat man in diesem Heim ein noch lukrativeres Feld in Beschlag genommen. Junge Flüchtlinge generieren Einnahmen von 6.200 Euro Person/Monat. Deutschkurse werden von ehrenamtlichen Helfern geboten.

  27. Um Mißverständnisse zu vermeiden: Evangelikal-Konservative (= Konservative Protestanten) sind in Einzelheiten durchaus verschieden. Ich habe etwa einen Fernseher, leiste mir gern etwas (mehr), und trinke Alkohol (wie viele andere)- und es gäbe viel mehr zu sagen. Anders als Herr Enders meint, ist manches eben nicht so kurz darzustellen. Ich habe ihm ja schon Hinweise auf Grundzüge liberaler Sozialpolitik gegeben: Durch Liberalismus eingesparte Staatsausgaben und staatlich veranlasste Ausgaben Familien zu überlassen (schon dieses Wort „Überlassen“ erforderte Darlegungen) – mehr darzulegen, erforderte Romane, auch weil jede These Gegenthesen auslöste, die zu beantworten wären. Und nochmals: Toleranz ist oberstes Gebot (aber auch „Oberstes“ erforderte Darlegung – jedenfalls gilt Toleranz uneingeschränkt)

  28. Verehrte Frau Müller: Ich selber habe einen erhöhten AfD-Anteil in Siedlungszentren rußlanddeutscher Mennoniten-Brüder und Evangeliumschristen- Baptisten nachgewiesen. Da es in Nachbarorten ohne viele solcher Christen das so nicht gab, dürfte der Zusammenhang geradezu beweisbar sein. Für mich ist Privatleben von Politkern nur in extremen Ausnahmefällen Wahlmaßstab. Das Privatleben sehr, sehr vieler AfD-Spitzen ist aber weitgehend das „versiffter 68-er“ und alles andere als auch nur annähernd neutestamentlich…. Wer im Glashaus sitzt…

    • Zitat: „Das Privatleben sehr, sehr vieler AfD-Spitzen ist aber weitgehend das „versiffter 68-er“ und alles andere als auch nur annähernd neutestamentlich“

      Welcher Typ von Mensch begibt sich von je her hauptberuflich in den politischen Sumpf? Es sind wohl wenige Idealisten die sich dann früher oder später anpassen oder genervt wieder aussteigen.

      • Wir alle sind Sünder- und sollten das dann aber auch bitte nicht nur beim anderen sehen….

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