Vier Bewerber um Platz 1 der Europawahlliste der Familien-Partei

Es gibt insgesamt vier Bewerber um Platz 1 auf der Europawahlliste der Familien-Partei (siehe hier). Meine ‚Bewerbung bei der Familien-Partei für [die] Europawahlliste‘ hatte ich schon vorgestellt. Neben mir bewerben sich der kommissarische Bundesvorsitzende Helmut Geuking, Michael Gerszewski, Kreisvorsitzender in Mannheim und Landesvorsitzender Baden-Württemberg, sowie Manfred Klich, Basismitglied aus Norderstedt. Ich finde alle Bewerbungen interessant. Außerdem belebt Wettbewerb das Geschäft, insbesondere in einer demokratischen Partei. Schließlich sieht ein Parteitagsbeschluss eine solche vorherige Vorstellung der Kandidaten vor, doch laut Europawahlgesetz kann jeder kandidieren, der auf der Wahlversammlung am 14. und 15. April in Coesfeld von einem Parteimitglied vorgeschlagen wird und nicht Mitglied in einer anderen Partei ist. Für die hinteren Plätze gilt das ohnehin, wobei zumindest Platz 2 auch noch Chancen hat. Es wird also spannend und man kann noch Mitglied werden, um sich an der Entscheidung zu beteiligen.

25 Gedanken zu „Vier Bewerber um Platz 1 der Europawahlliste der Familien-Partei

  1. Na, da sind Sie ja in bester Gesellschaft. Ehemalige Partei WASG? Was hat das denn mit einer wirtschaftsfreundlichen, eurokritischen Partei zu tun, in der Sie sich eigentlch tummeln wollten?

    • Das zeigt doch, dass die Familien-Partei tatsächlich breit aufgestellt ist, was andere nur behaupten, und echte Wahlmöglichkeiten bietet, nicht nur in personeller, sondern auch programmatischer Hinsicht.

      • Immerhin ist ein ehemaliger WASGler kommissarischer Bundesvorsitzender, was einiges über die Partei aussagt.

      • Es sagt etwas anderes aus, als Sie meinen. Die Familien-Partei ist nicht ideologisch aufgestellt und die Personaldecke extrem dünn.

      • Und der Zweck heiligt die Mittel? Dann dürfte also die AfD zur nächsten Bürgermeisterwahl auf dem Dorf ein ehemaliges NPD-Mitglied aufstellen, wenn sich sonst kein Bewerber findet?

      • Das macht die AfD doch, die Familien-Partei aber nicht. Außerdem hat Herr Geuking gerade nicht bei der Vereinigung der WASG mit der Ex-SED mitgemacht. Was werfen Sie ihm und der Familien-Partei also eigentlich vor?

      • Auch ich vermute, dass ein Liberaler wie sie und ein Sozialromantiker (ich drücke mich vorsichtig aus!) wie Helmut Geuking auf Dauer keine gemeinsame Basis haben werden….

      • Die WASG ist der Vorläufer des westdeutschen Teils der gesamtdeutschen Partei Die Linke. Innerhalb der Linkspartei wird etwas vereinfacht zwischen den staatstragenden Realos (im Osten) und den Fundis (im Westen) unterschieden. Muss ich noch mehr schreiben?

  2. In einer echten Demokratie sollten wir immer die Auswahl zwischen mehreren Kandidaten haben.

    Während meiner 20-jährigen CDU-Mitgliedschaft habe ich belebt, dass parteiinterne Wahlen und die Nominierung von Kandidaten auf allen Ebenen nur eine Farce war. Die Posten waren zuvor bereits in Hinterzimmern ausgekungelt worden. Gegenkandidaturen gab es nur selten und wurden dann vom Vorstand derart niedergebügelt, dass sie chancenlos waren.

    Ich bin ein großer Fan von Vorwahlen und Amtszeitbegrenzungen nach amerikanischem System. Dann wären uns 16 Jahre Kohl, bzw. Merkel erspart geblieben!

  3. Erfreulich, dass Sie als Ökonom und Eurokritiker gute Chancen haben, ein Stück weit die „Nachfolge“ von Herrn Lucke&Co anzutreten. Es erinnert aber auch schmerzlich daran, dass sich die anderen Eurokritiker durch LKR selbst ins absolute Abseits gestellt haben und kaum Chancen haben, auch nur 1 Mandat, also etwa 0,5% zu erzielen. – Wenigstens erwarte ich auch bei Freien Wählern und der AfD in Teilen ebenfalls kompetentes eurokritisches Potenzial, bei der FDP dürfte es dünner aussehen.

    • Es ist nicht ersichtlich, dass Familien Pertei bei EU Wahlen einen Vorteil gegenüber LKR hat! Ist es nicht irreführend Familienpartei als Eurokritisch zu definieren, dann eher Grün.

      • Natürlich hat die Familien-Partei einen Vorteil bei der Europawahl, einfach weil sie mindestens einen Sitz gewinnen wird und LKR keinen mehr. Wie eurokritisch die Familien-Partei sein wird, wird sich noch herausstellen und hängt vor allem auch von der Listenaufstellung ab.

      • Woher kommt der Optimismus, dass es mindestens ein Sitz wird?

      • Erfahrung. Die Familien-Partei hat beim letzten Mal einen Sitz gewonnen und hätte es auch davor, wenn da bereits die Prozenthürde gefallen wäre.

  4. Bitte legen Sie doch mal Strategie und Taktik offen, mit denen Sie die „Wirkmächtigkeit“ von Lucke, Henkel, Starbatty in Brüssel wenigstens ersetzen wollen ! Ihrer Bewerbung kann ich nur die gute Absicht entnehmen.
    Einstweilen hoffe ich eher, dass Sie mit Ihrer persönlichen Zielsetzung auf die Nase fallen, damit ein hoffnungsvolles Talent in Brüssel nicht begraben wird.

    • Lucke hatte nach meiner Erinnerung seine EU-Kandidatur gegenüber der Partei so erklärt, dass er – insbesondere nach seiner Beurlaubung von der Hochschultätigkeit – hierin eine bessere wirtschaftliche Grundlage für den Dienst an der Partei sehe. Positiv war in der Folge der Mitteleinsatz aus der EU- Fraktion von EKR / ECR für die öffentliche Bildungsarbeit (im Sinne von LKR). Aber auch solche Veranstaltungen bedürfen starker örtlicher Hilfskräfte zur Publizierung (die die Familienpartei nicht hat). Das Europa-Journal ist informativ. Das war es dann aber auch schon. LKR hat es nicht mehr genutzt.

      • Herr Lucke hat sich zwar viel, aber nicht genug um die AfD gekümmert, so dass sie ihm entglitten ist. Sein Mandat im Europaparlament hatte ich im Vorfeld befürwortet, doch am Ende war es mehr Ablenkung und damit schädlich.

    • In der inhaltlichen Arbeit in Brüssel sind insbesondere die Herren Henkel und Starbatty kaum zu toppen. Zwei Dinge würde ich versuchen besser zu machen: Mehr Vernetzung mit Parteien in anderen EU-Ländern und mehr Engagement für die eigene Partei in Deutschland.

      • Für diese Zielsetzung ist von Vorteil, dass Sie kommunikativ und noch nicht verschlissen sind. Mit dem Alter nehmen zwar die Erfahrungen und Erkenntnisse zu, aber Déjà-vu- Vorstellungen lähmen dann doch häufig die Bewältigung der Kleinarbeit in einer Partei. So sehe ich die Rolle der Vorgenannten.

      • Ich vermute, dass sie sich noch nie wirklich für Parteipolitik interessiert haben. Auch Herr Lucke hatte vor der AfD kaum aktive Parteierfahrung (eine langjährige passive CDU-Mitgliedschaft führt nicht dazu) und doch eher naive Vorstellungen, wie eine demokratische Partei funktioniert.

  5. Pingback: Parteitage der Familien-Partei | Alexander Dilger

  6. Pingback: Geukings bilden Doppelspitze auf der Europawahlliste der Familien-Partei | Alexander Dilger

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