Bewerbung bei der Familien-Partei für Europawahlliste

Es gibt ein „Bewerberverfahren der Familien-Partei Deutschlands zum Listenplatz 1 Europawahl 2019“ (siehe Homepage) mit Bewerbungsschluss heute um Mitternacht. Ich habe meinen Hut in den Ring geworfen mit folgenden Antworten:

Vorname: Alexander

Name: Dilger, Prof. Dr.

Geburtsname:

Geburtsort: Bochum

Geburtsdatum: 1968

Straße: nicht zur Veröffentlichung bestimmt

PLZ:

Ort: Dortmund

Staatsangehörigkeit: deutsch

Familienstand: verheiratet

Ich habe zwei Kinder. Davon ist das Jüngste zwei Jahre alt.

Ausgeübter Beruf: Universitätsprofessor in Münster

Ich war in folgender Partei: FDP (1990-2013) und AfD (2013-2015).

Ich habe die Partei verlassen, weil die FDP in ihrer letzten Regierungszeit (2009-2013) nichts durchgesetzt und z. B. der Eurorettungspolitik zugestimmt hat. Die AfD wird immer extremer.

Ich bin seit November 2017 in der Familien-Partei.

Ich habe kein Mandat ausgeübt.

Ich habe folgende Ämter von/bis ausgeübt: Stellvertretender Vorsitzender des Stadtverbandes Arnsberg (11/2017 bis 2/2018 zur Unterstützung des Bürgermeisterkandidaten Reinhard Wilhelm), Vorsitzender des Kreisverbandes Dortmund (seit 2/2018).

Ich kandidiere für den Listenplatz 1 zur Europawahl, weil ich die Politik in Deutschland und Europa mit der Familien-Partei und für Familien positiv beeinflussen will.

Eine zentrale Zukunftsfrage und Herausforderung für die EU wird sein, dass Freiheit, Frieden, Demokratie, Wohlstand und Familienwohl bewahrt und gemehrt werden.

Als Europaabgeordneter würde ich mich für ein demokratisches und rechtsstaatliches Europa der Vaterländer einsetzen, in dem das Subsidiaritätsprinzip wieder gilt mit Familien als kleinster, ältester und wichtigster Form der Gesellschaft.

Das Europaparlament ist für mich bislang zu wenig demokratisch.

Unsere Parteimitglieder sollten mich an Listenplatz 1 wählen, weil ich die Familien-Partei im Europaparlament und bereits im Wahlkampf am besten vertreten kann, so dass auch zwei oder sogar drei Mandate erreichbar sind.

Meine Hobbys sind: Bloggen, Laufen, Politik und Schach.

Meine persönlichen Stärken sehe ich: in theoretischer und praktischer Vernunft.

Meine größte Schwäche ist: Anstand selbst in der Politik.

Mir ist besonders wichtig: unseren Kindern eine bessere Welt zu hinterlassen.

Meine größter Wunsch ist: Frieden in Freiheit mit einer glücklichen Familie.

Meine Lieblings Zitat / Spruch lautet: In Vielfalt geeint.

Für weitere Rückfragen können Sie mich erreichen unter:

E-Mail : alexander.dilger@familienpartei-dortmund.de

Telefon: nicht zur Veröffentlichung bestimmt

30 Gedanken zu „Bewerbung bei der Familien-Partei für Europawahlliste

  1. Sehr geehrter Prof. Dilger,

    ich wünsche Ihnen viel Erfolg für Ihre Bewerbung. Was meine eigene Wahlentscheidung betrifft, werde ich mir im Vorfeld der Wahl in Ruhe die Kandidaten der zur Wahl stehenden Parteien sowie deren Wahlprogramm anschauen und auf dieser Basis entscheiden. Ich halte nichts von einer Stammwahl. Ich möchte mich stets bestmöglich entscheiden.

    Die Grundlage meiner Entscheidung wird sein, welche Partei für den normalen Menschen oder einfachen Bürger Europas und Deutschlands den größten Nutzen generiert.

    Da ich denke, dass andere Bürger ähnliche Kriterien für ihre Wahl anwenden werden, wünsche ich mir, dass wir die Qual der Wahl haben werden und nicht einmal mehr nach dem geringsten Übel entscheiden müssen. Sie und Ihre Partei haben die Möglichkeit, uns unsere Wahlentscheidung zu erleichtern.

    • Danke. Vor allem kennen viele Wähler die Familien-Partei gar nicht. Wer sie kennt, sollte sie deshalb zumindest in Betracht ziehen und nicht gleich verwerfen, nur weil sie noch so klein ist. Gerade bei der Europawahl hat sie echte Chancen. Wenn ein Achtungserfolg gelingt, lässt sich daran auch bei anderen Wahlen anknüpfen. Wird hingegen nicht einmal ein Mandat erzielt, steigt die Familien-Partei von einer Klein- zur Kleinstpartei ab mit negativen Konsequenzen für die Zukunft.

  2. Mit wenigen Worten alles gesagt: Eine sehr gute Bewerbung!

    Besonders gefallen hat mir Ihre ausdrückliche Erwähnung des Subsidiaritätsprinzips. Es wird zwar von allen politischen Lagern gebetsmühlenartig proklamiert, aber sträflich missachtet, ja in der EU sogar uminterpretiert. Für mich ist das Subsidiaritätsprinzip eines der wichtigsten Elemente eines Staates wie ich ihn mir vorstelle.

  3. Sollten Sie tatsächlich auf Platz 1 stehen, ist diese Liste für mich prinzipiell wählbar. Ich wünsche viel Erfolg für die Bewerbung.

      • Es käme auf Platz 1 an. Stellen Sie sich vor, da stünde jemand, der eine Affinität zu den Grünen hätte…

      • Wir werden sehen. Platz 1 hat aber ohnehin sehr gute Chancen. Mit Ihrer Stimme könnten Sie am ehesten Einfluss auf Platz 2 haben.

  4. Ihre Bewerbung verfolge ich durchaus mit einiger Sympathie. Gespannt bin ich, ob sich bei der Familien-Partei oder den Freien Wählern noch weitere interessante (Semi-)Promis bewerben werden.
    Eine andere Frage: Herr Lucke und seine LKR-Kollegen waren nun bald 4 Jahre im EP, mit überdurchschnittlicher Kompetenz, aber zu hören war sehr wenig. Angenommen, Sie kommen nun ins EP, was meinen Sie, könnten Sie besser als Herr Lucke und Co. machen?

    • Wahrscheinlich kann man im Europaparlament gar nicht so besonders viel machen. Das hängt natürlich davon ab, wie die Wahl insgesamt ausgeht. Doch wenn wieder eine übergroße Koalition geschlossen wird, ist der Spielraum für die übrigen Fraktionen oder gar einzelne Abgeordnete gering. Es wird also wichtig sein, nach Deutschland (und mit Verbündeten auch in andere Länder) zurück zu wirken. Hätte sich Herr Lucke z. B. stärker um die AfD gekümmert, wäre die Entwicklung vermutlich anders verlaufen.

  5. Ich bin noch dabei, mich mit der Familienpartei auseinanderzusetzen. Ich bin nicht in allen Punkten einverstanden (was aber im Grunde auch für jede Partei gilt), wenn Sie aber tatsächlich auf den oberen Plätzen dabei sind, sage ich Ihnen meine Stimme zu.

    • Danke. Ich bin auch nicht von allen Punkten begeistert, doch es geht um die Richtung. Außerdem wird das Europawahlprogramm erst noch beschlossen. Ich hoffe, dass ich auf den bislang von anderen erarbeiteten Entwurf noch Einfluss nehmen kann.

  6. Ich gebe Ihnen meine Stimme bei der Europawahl, weil Sie ein junger Familienvater sind. Ich bin der Auffassung, dass eine Familienpartei für die Kinder noch wichtiger ist, als für einen selbst.

    • So jung bin ich auch nicht mehr, aber meine Kinder sind es. Es geht vor allem auch um sie bzw. Kinder allgemein und ihre Zukunft. Viele Spitzenpolitiker haben leider gar keine Kinder mehr, was ihren Zeithorizont einschränken mag.

  7. Meine an anderer Stelle schon geschriebenen Vermutungen zum Motiv Ihres Parteieintritts scheinen sich zu bestätigen. Objektiv werden die Anliegen der Familienpartei partiell von allen größeren Parteien zumindest partiell abgedeckt. Dass sich das eine oder andere Wünschenswerte nicht durchsetzen lässt, liegt an innerparteilichen Mehrheitsverhältnissen, die durch eine Minipartei auch nicht kompensiert werden. Die „Familienpartei“ ist eine Schöpfung für Wähler ohne Reflexion. Politisch hat Ihr Schritt mindestens zwei Nachteile: Das bürgerliche Lager wird immer weiter zersplittert, wobei bisher auch keine Ansätze für Kooperationen (z.B. durch LKR- Van Suntum) gefruchtet haben und Gutgläubige dann auch noch mitgezogen werden, und die Kräfte der Persönlichkeiten, die in Deutschland etwas ändern könnten, werden vergeudet. Mit Ihren Schritten werden Sie den Kreis Ihrer Sympathisanten vermutlich nicht vergrößern.

    • Ihre Vermutung ist nicht richtig (gewesen). Ich arbeite lieber in Münster als in Brüssel. Doch politisch ist das momentan der beste Ansatzpunkt. Dabei ist die Familien-Partei durchaus kooperationswillig und -fähig. Hätte sie mich sonst aufgenommen? Es gab auch schon kleinere Zusammenschlüsse, weitere sind geplant. LKR will jedoch eigenständig zur Europawahl antreten. Vielleicht wird es ja danach etwas.

      So viele andere bürgerliche Parteien gibt es nicht. Die AfD zähle ich nicht mehr dazu, die Merkel-CDU auch nicht. Die CSU dehnt sich nicht aus und die FDP hängt zu sehr an Herrn Lindner, den ich für zu unverzulässig halte, sei es als Generalsekretär, Koalitionsverhandler oder Oppositionsführer, der dann doch wieder Frau Merkel unterstützen will.

      • Die Führungskräfte schwanken zwischen Erkenntnis und Anpassungszwängen an Partei und deren Wählern hin und her (Bernd Lucke, Sigmar Gabriel). Es gibt z.B. in wirtschaftsnahen Schichten verbreitet keine Neigung, an der Konstruktion des EURO entscheidend etwas zu ändern. Man will Ruhe haben. Deshalb turnt Frank Schäffler am Rande der FDP vor sich hin. Es ist abgebrühten Anwälten wie Kubicki vorbehalten, tragfähige Kompromisse zwischen Erkenntnis und Anpassung zu finden. Lindner ist auf dem Wege dazu und erntet persönlich angeblich auch die Früchte aus ausgebuchtem Vortragskalender mit hochdotierten Auftritten (also doch ein guter Unternehmer) .

      • Hohe Honorare für Politiker oder auch gut dotierte Anschlussjobs sind doch eher eine Form von Korruption als von echtem Unternehmertum. Die deutsche Exportindustrie und vor allem Großkonzerne profitieren vom Euro, doch volkswirtschaftlich ist er ein riesiges Verlustgeschäft, welches vor allem die Arbeitnehmer, Steuerzahler und Sparer bezahlen müssen, oft ohne es zu merken.

    • Die wahren Probleme Deutschlands kann man nur mit viel Mut ansprechen und auf eine Makroebene versuchen zu lösen. So etwas kann eine Partei die auf Microebene agiert (Familien Partei) nicht unternehmen! Auf kommunaler Ebene reichen schon Bürgerinitiativen oder Parteilose.

      Sie haben, nach meinen Beobachtungen, Ihre Kritik in neuere Zeit entschärft und pol. Inhalte in Ihrem Blog, gegenüber früheren Jahren, marginalisiert. Es gibt zu viele pol. wichtige Themen die Sie heute umgehen was natürlich Ihre freie Entscheidung ist. Natürlich als FamilienPartei Mitglied wird man noch nicht von Antifa besucht oder als Beamter von linken Kollegen oder Studenten gemobbt!

  8. Sie wären besser in der AfD geblieben. In allen Parteien gibt es Spinner. Aber die AfD ist die Sammlungsbewegung des demokratischen Widerstandes. Die Weisse Rose des 21. Jahrhunderts. Nur die AfD ist von den Merkel- kritischen Parteien im Parlament und im Osten stärkste Partei.

      • Ja. Jetzt hat LKR eine neue, vermutlich wieder etwas bessere Parteiführung. Trotzdem wird diese Partei bei der Europawahl von fünf auf null Sitze fallen. Wer dann noch dabei bleibt, dem ist wirklich nicht zu helfen.

    • Eine Prozenthürde bei Europa- und Kommunalwahlen hat und hätte vor den jeweiligen Verfassungsgerichten keinen Bestand.
      Bei LKR bin ich extra nicht Mitglied geworden und die Probleme waren ähnlich wie bei der AfD, nur ohne den Wahlerfolg. Bei der Bundestagswahl ist diese Kleinstpartei deshalb gar nicht erst angetreten.

  9. Pingback: Vier Bewerber um Platz 1 der Europawahlliste der Familienpartei | Alexander Dilger

  10. Einen Euro-Kritiker und Familienpolitiker mehr kann das EU-Parlament meines Erachtens ganz gut vertragen. Vielleicht ist auch ein zweites Mandat möglich, wenn auch derzeit unwahrscheinlich.

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