Israels Umgang mit Flüchtlingen als Vorbild

„Israel will 40.000 afrikanische Flüchtlinge in Drittländer abschieben“, wo diese sicher sind und wofür Israel im Gegenzug etwas bezahlt. Ich halte das grundsätzlich für den richtigen Ansatz, der echten Flüchtlingen hilft, reine Wirtschaftsmigranten abhält, das eigene Land nicht überfordert und den Drittländern nutzt.

Wer tatsächlich verfolgt wird, braucht für sich und gegebenenfalls auch seine Familie ein sicheres Land zum Leben, kein reiches Land zur Mehrung des eigenen Wohlstands. Es ist völlig legitim, seine Lebensverhältnisse verbessern zu wollen. Doch es sollten keine Anreize gesetzt werden, dass sich deshalb Menschen als Flüchtlinge ausgeben oder sogar ihr Leben riskieren, um in reichere Länder zu gelangen und dort bleiben zu dürfen. Wenn jeder in ein vergleichbar armes Land geschickt wird, entfällt der Anreiz dazu, während echten Flüchtlingen dadurch geholfen wird.

Die reicheren Ländern sind dann nicht mehr mit sehr vielen echten oder vorgeblichen Flüchtlingen konfrontiert, deren Versorgung oder gar Integration viel teurer ist als Hilfe vor Ort oder eben Zahlungen an Drittländer, zumal bald viel weniger Wirtschaftsmigranten auf diese Weise kämen. Wie viele und welche Migranten aus wirtschaftlichen Gründen ins Land gelassen werden sollen, kann dann völlig unabhängig von möglichen Fluchtursachen entschieden werden. Schließlich können sich auch die Drittländer etwas hinzuverdienen und zugleich vom Zuzug stärker profitieren, wenn die Kultur nicht zu verschieden ist und das durchschnittliche Bildungsniveau der Flüchtlinge vielleicht sogar höher ist als im eigenen Land.

Israel oder auch Australien machen also alles richtig und dienen hoffentlich irgendwann als Vorbild auch für Deutschland und andere europäische Länder. Die Drittländer muss man sich natürlich genau anschauen und deren Umgang mit den betroffenen Menschen überwachen. Im Übrigen kann man das weltweit ausschreiben und die Länder sowohl  nach Preis als auch Qualität auswählen.

16 Gedanken zu „Israels Umgang mit Flüchtlingen als Vorbild

    • Die Zeiten des sich Verbiegens und der alternativlosen Kanzlerin sind nun vorbei. Herr Lindner hat mit seinem geradlinigen Denken neue Maßstäbe gesetzt. Ich hätte es ihm nicht zugetraut, für einen Wechsel im Kanzleramt zu sorgen.

      • Sie sprechen bereits von einem Wechsel im Kanzleramt. Aber warten wir doch erst einmal ab, was CDU und SPD jetzt machen. Ich traue mich jedenfalls wetten, dass die SPD als Kanzlerinnenmacherin für Angela Merkel bereit steht.

      • Das ist möglich, aber keineswegs sicher. Worum wollen wir wetten, dass es jetzt nicht ohne Neuwahlen eine Fortsetzung der Großen Koalition mit Frau Merkel als Kanzlerin gibt?

      • Es mag schon sein, dass der Bundespräsident pro forma Neuwahlen ausruft. Doch der Parteienproporz würde sich dadurch sicher nicht so radikal verschieben, wie Sie es vielleicht erwarten. Die Notbremse wurde ja rechtzeitig vom neuen Helden für einen Tag (Christian Lindner) gezogen.

        Ein Erdrutschsieg der AfD würde bei Neuwahlen ebenso ausbleiben wie der endgültige Niedergang der einstigen „Volksparteien“ oder der Einzug der Familienpartei in den Bundestag.

        Nach Neuwahlen würde es also trotzdem mit Merkel als ewiger Kanzlerin weitergehen und diese ginge sogar noch gestärkt aus dem Debakel hervor. Genügend mögliche Konstellationen sind schließlich vorstellbar.

        Für die beiden wahrscheinlichsten Koalitionsoptionen zum Machterhalt der AKaZ (Alternativloseste Kanzlerin aller Zeiten) – egal ob mit oder ohne Neuwahlen – halte ich „GroKo“ oder Schwarz-Rot-Grün ohne CSU. Die CSU hätte dann die Wahl, entweder ihre Vormachtstellung in Bayern oder das Mitregieren in Berlin aufzugeben. Keinesfalls kann und wird die Duracell-Klatschhäschen-CDU (mangels Alternativen) aber ihre große Führerin als Kanzlerkandidatin fallen lassen. Das wird dann doch wohl auch die pseudounbeugsame SPD mangels eigener Alternativvorschläge ‚einsehen‘ …

        Folglich könnte unsere neue Wette lauten, ob es Merkel gelingt mit der SPD als Koalitionspartner noch einmal Kanzlerin zu bleiben oder nicht. Ich sage dazu „ja, so wird es kommen. Die AKaz bleibt mit Hilfe der SPD“.

  1. Vielleicht hätten Sie mit Ihrem Beitritt zur familienpartei noch zwei Wochen warten sollen. Ich jedenfalls bin beeindruckt davon, dass die FDP Jamaika hat platzen lassen. Das ist ein sehr guter Tag.

      • Sie sehen die Familienpartei schon im Bundestag?
        Wovon träumen Sie nachts?

      • Unsinn, die Familien-Partei würde gar nicht antreten, falls es jetzt kurzfristig zu Neuwahlen kommt. Langfristig kann sie jedoch sehr wohl vom Niedergang der Volksparteien profitieren.

      • Ich glaube schon auch, dass die einstigen Volksparteien weiter an Gewicht verlieren werden und zumindest die mittelkleinen Parteien AfD, FDP, Bündnis90/Grüne und LINKE das Potential haben, zuerst die SPD und dann die Union auf deutlich unter 20% zu schrumpfen und sogar zu überholen. Aber die Familienpartei sehe ich da ehrlich gesagt lange noch nicht im Bundestag. Jedenfalls nicht, so lange die 5%-Hürde besteht.

  2. Merkel hätte die Macht gehabt, die ungebremste Invasion von „Flüchtlingen“ nach Deutschland rechtsstaatlich zu bremsen. Österreich konnte das auch! ABER Merkel wollte das nicht. Warum? Weil sie tief drinnen noch immer eine Sozialistin ist und ihre eigentliche politische Heimat bei den Grünen hat!!!

    • Ich denke nicht, dass so viel SED in den Grünen steckt, wie in Merkel. Aber in vielen anderen Dingen passt Merkel schon besser zu den Grünen als zu irgendwelchen Konservativen.

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