EZB will 2018 weniger Anleihen kaufen

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat heute „Geldpolitische Beschlüsse“ gefasst. Die wichtigste Neuerung zuerst:

Ab Januar 2018 soll der Nettoerwerb von Vermögenswerten bis Ende September 2018 oder erforderlichenfalls darüber hinaus in einem monatlichen Umfang von 30 Mrd € erfolgen und in jedem Fall so lange, bis der EZB-Rat eine nachhaltige Korrektur der Inflationsentwicklung erkennt, die mit seinem Inflationsziel im Einklang steht.

Bis Ende des Jahres bleibt es noch bei Anleihenkäufen in Höhe von 60 Milliarden Euro. Auch danach ist eine Ausweitung und Verlängerung stets möglich:

Sollte sich der Ausblick eintrüben oder sollten die Finanzierungsbedingungen nicht mehr mit einem weiteren Fortschritt hin zu einer nachhaltigen Korrektur der Inflationsentwicklung im Einklang stehen, so ist der EZB-Rat bereit, das APP [Asset Purchase Programme] im Hinblick auf Umfang und/oder Dauer auszuweiten.

Ohnehin soll der hohe Bestand an Anleihen nicht mehr reduziert werden:

Das Eurosystem wird die Tilgungsbeträge der im Rahmen des APP erworbenen Wertpapiere nach Abschluss des Nettoerwerbs von Vermögenswerten für längere Zeit und in jedem Fall so lange wie erforderlich bei Fälligkeit wieder anlegen. Dies wird sowohl zu günstigen Liquiditätsbedingungen als auch zu einem angemessenen geldpolitischen Kurs beitragen.

Null- und Negativzinsen sollen ebenfalls länger anhalten:

Der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte sowie die Zinssätze für die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagefazilität werden unverändert bei 0,00 %, 0,25 % bzw. -0,40 % belassen. Der EZB-Rat geht weiterhin davon aus, dass die EZB-Leitzinsen für längere Zeit und weit über den Zeithorizont des Nettoerwerbs von Vermögenswerten hinaus auf ihrem aktuellen Niveau bleiben werden.

Faktisch ändert sich also wenig an der verfehlten EZB-Politik. Dabei ist die konjunkturelle Lage vergleichsweise gut. Wenn die Konjunktur irgendwann einbricht und sich die Eurokrise wieder bzw. weiter verschärft, dann stehen der EZB kaum noch Instrumente zur Verfügung. Viel tiefer können die Zinsen jedenfalls nicht sinken. Mario Draghi könnte dann allerdings wieder mehr und noch schlechtere Anleihen aufkaufen, bis die EZB eine reine Bad Bank mit lauter faulen Krediten ist.

32 Gedanken zu „EZB will 2018 weniger Anleihen kaufen

  1. Die EZB handelt nicht im Interesse ihres Auftrages entsprechend den Verträgen von Lissabon u.a.
    Wir deutschen Sparer, bzw. Bürger werden über den Tisch gezogen und zahlen, bzw. haften für andere EU-Länder.

    Ich will für die Schulden und Risiken anderer nicht haften, auch wenn ich diesen Bruder-Völkern nichts Schlechtes wünsche! ABER jeder muss SELBST für seine Finanzen gerade sehen. Almosen-Politik ist SCHLECHTE Politik!

    • Wenn es sich wenigstens um Almosen bzw. offene Transfers handeln würde, deren Höhe dann jeder kennt… Tatsächlich findet hier eine gigantische Umverteilung verdeckt statt. Die Rechnung wird später präsentiert und z. T. schon jetzt als Argument dafür verwendet, warum man mit dem Wahnsinn nicht aufhören dürfe.

  2. Ben Bernanke, ehemaliger Chef der FED und Nachfolger Greenspans, hat prophezeit, dass unsere Generation zu Lebzeiten keine normalen Zinsen sehen wird.
    Der Nikkei bricht gerade trotzt „Nordkorea“ aus.
    Mit Draghi werden wir erst recht keine normalen Zinsen sehen. Die reduzierten Anleihekäufe bedeuten letzthin nichts. Sie sind schlicht damit zu erklären, dass es keine größere Menge von Anleihen (investment grade) im Euro-Raum gibt.
    Die Niedrigzinspolitik entspricht dem Ritt auf einem Tiger; man kann schlecht absteigen, ohne gefressen zu werden.

  3. Ich bin mir nicht sicher, ob Draghi wirklich so blöd ist wie es auf dem ersten Blick erscheint.

    Ich stelle mir das umgekehrte Szenario vor:

    Wir hätten im arbeitsmarktpolitischen Bereich im weitesten Sinne keinen oder zumindest wenig Staat: also kein ALG II, keine ABM, keine künstlich erzeugten Dienstleistungssektoren durch unnütze staatliche Vorgaben, keine subventionierten Gewerbesektoren, sehr wenig Verwaltung.

    Vorteil: Schulden und Steuerbelastungen würden sinken
    Vorteil für Arbeitnehmer: weniger Steuerlasten
    kein Vorteil für Arbeitnehmer: Soziallasten, für Niedrigverdiener die Hauptlast bleibt erhalten, vielleicht sinken die Krankenkassenbeiträge; zumindest wenn man auch den Bereich endlich vernünftig entkorruptionieren würde

    Nachteil: Die Erwerbsquote würde bei ca. 25 Prozent liegen.
    Die Löhne im mittleren Bereich würden durch Überangebote an Arbeitskräften unter Druck geraten, vermutlich sinken. ( Der Vorteil durch Steuervorteile ist für die Betroffenen erledigt. )

    ALG-IIer und Niedriglöhner fahren keine Firmenautos, kaufen keine Neuwagen, bauen nicht, kaufen Feinripp Made in China, Glotze made in China, Playstation Made in China, und zuletzt Vodka made in Russia oder H made in Afghanistan. OK, das ist jetzt sehr überspitzt formuliert und politisch vermutlich nicht sehr korrekt; zumal ich mit der Darstellung sogar die AfDler hier verprellen würde, wenn ich den Vortrag dahingehend ergänzen würde, dass sie eben nicht nur beim Vodka sondern auch bei der AfD landen, wenn sie es überhaupt bis zur Wahlurne schaffen.

    Sie sind ja von dem prognostischen Schema überzeugt, dass mit jedem Technologie-Fortschritt neue Arbeitsplätze entstehen würden. Ich eher nicht. Sie sehen sich durch die Statistik belegt, ich eher nicht, aus zwei Gründen nicht, erstens weil der unmittelbare und mittelbare Staatssektor immer weiter aufgebläht worden ist, was letztlich die Negativentwicklung aufhielt. Zudem sind unnütze und schädliche Wirtschaftsbereiche wie der Finanzsektor oder Betrugssektoren stark gewachsen, die zwar Arbeitsplätze schaffen, aber letztlich Kosten für die Allgemeinheit verursachen.

    Aber gerade die neue digitale Gesellschaftsordnung wird für die Personen im Produktions- und Dienstleistungssektor Folgen nach sich ziehen wie die Industriealisierung im Agrarsektor. In Deutschland bemerken wir die Entwicklung nicht so drastisch, weil sich Deutschland jetzt erst unter den Grünen ( Ich erspare mir hier die Mühe, alle möglichen Parteien zu benennen, die in der Hinsicht konsequente Grünen-Politik betreiben, sind ja sowieso alle. ) deindustriealisiert. Aber auch hier schrumpft der klassische Mittelbau. Und würde man die Staat als mittelbaren oder unmittelbaren Arbeitgeber streichen, dann wäre er fast komplett weg.

    Dass sich die Staaten eine derartige Beschäftigungspolitik nicht leisten kann, das sieht man an den steigenden staatlichen Schuldenbergen und den skurillen Entschuldungsmaßnahmen.

    Nur, wie soll es ohne Schuldenberge funktionieren ? Ich stelle einfach mal die These auf, dass ohne diese eigenwillige staatliche Intervention, sämtliche bedeutende Staaten dieser Welt in einen unkontrollierten Abwärtsstrudel von mehr Arbeitslosigkeit in Richtung Wirtschaftskrise in Richtung mehr Arbeitslosigkeit, pp. geraten würde.

    Irgendwo haben die Linken mit dem Denkansatz, dass ohne einem
    liquiden Nachfragemarkt auch kein Anbietermarkt bestehen kann. Liquidität wird für 90 Prozent der Bürger durch Arbeitseinkommen begründet, das zunehmend ohne staatliche Hilfe nicht zu erwirtschaften ist.

    Irgendwann wird aber aufgrund der Digitalisierung auch diese Art von staatlicher Eingriff nicht mehr funktionieren.

    [284 von 779 Wörtern abgeschnitten, AD.]

    • Was ist denn das für eine absurde antimarktwirtschaftliche Argumentation? Die Grenzbelastung mit Steuern und Abgaben beträgt für viele Arbeitnehmer 70 Prozent. Wenn man dieser Belastung etwas absenkt, z. B. auf 65 Prozent oder besser 50 Prozent, dann entstehen viele produktive Arbeitsplätze, während Sie mit anderen Linken wohl eher noch eine Erhöhung der Belastung fordern, um staatliche Arbeitsplätze zu 100 Prozent zu subventionieren. Die Arbeit wird uns schon nicht ausgehen, sondern wir haben trotz dieser extrem hohen Belastung fast Vollbeschäftigung in Deutschland.

      • „Die Grenzbelastung mit Steuern und Abgaben beträgt für viele Arbeitnehmer 70 Prozent. Wenn man dieser Belastung etwas absenkt, z. B. auf 65 Prozent oder besser 50 Prozent, dann entstehen viele produktive Arbeitsplätze, “

        Unabhängig davon, dass ich nichts von Forderungen zur Steuererhöhung zu lesen vermag, sondern vielmehr die Frage die Frage lese, ob Draghi vielleicht doch weniger blöd ist als es den Anschein hat, wenn er Staatsschulden durch Nullzinsen und Inflation beseitigt [ und eben nicht durch Steuererhöhungen { Es handelt sich eher um eine mittelbare Vermögenssteuer }.

        Ich stellte in dem Zusammenhang die Frage, ob hohe Staatsschulden und mittelbare oder unmittelbare hohe Beschäftigungsquoten durch den Staat nicht im Zusammenhang stehen und das ganze nicht doch Sinn haben kann; zumal nach meiner ( selbstverständlich ) antikapitalistischen, antimarktwirtschaftlichen, ja kommunistischen und sozialistischen ( Asche auf mein böses Haupt ), vielleicht sogar noch stalinistischen Auffassung und Prognose die Arbeitsplätze mit den Weiterungen der Digitalisierung noch weiter dahinschmelzen, was eben zu mehr ALG-II oder und unmittelbarer / mittelbarer staatlichen Beschäftigung führt.

        Die Frage ist mit dem obigen Zitat nur unzureichend beantwortet; zumal sie meine letzten Ausführungen abschnibbelten, denn darin stand ganz zutreffend, dass kein verantwortungsvoller Politiker oder Gesellschaftswissenschaftlicher umhin kommt, sich mit der Frage einer sehr geringen Beschäftigung durch Digitalisierung zu beschäftigen, wenn der worst case eintreten sollte, weil der Dienstleistungssektor entgegen Ihrer ( unzutreffenden [ 😉 ] ) Annahme und Prognose eben doch nicht beliebig ausdehnbar ist .

        Ich hatte exemplarisch darauf hingewiesen, dass ich weder einen Butler, Gärtner oder Tankwart einstellen würde. Es müssten gravierende finanzielle Aspekte dafür sprechen. Das ist aber eher unwahrscheinlich.

        So, das war meine zweite Portion Erdnüsse. Jetzt warte ich auf Ihre Peanuts. Ihr Balsa-Knüppelchen „Antimarktwirtschaftlich“ kann meinen Erdnüsschen nichts antun. Sie müssen dem Marktplatz der Argumente schon Kund tun, warum Ihre Erdnüsse besser als meine sind, aber dazu müssen Sie auch erst einmal welche anbieten.

      • Okay, ab sofort werde ich Ihre häufig zu langen Kommentare nicht mehr kürzen, sondern gar nicht mehr freischalten. Es steht Ihnen frei, dann selbst eine kürzere Version zu erstellen.

        Herr Draghi beseitigt doch keine Staatsschulden, sondern bunkert sie in der EZB, was monetäre Staatsfinanzierung ist. Hohe Staatsschulden führen nicht zu mehr Beschäftigung, eher im Gegenteil, wenngleich in einer Krise durch schuldenfinanzierte Ausgaben der Beschäftigungseinbruch abgefedert werden kann.

        Die Digitalisierung ist doch schon in vollem Gange, doch es waren noch nie so viele Menschen in Deutschland beschäftigt wie jetzt. Es wurden schon immer Arbeitsplätze vernichtet, aber dafür entstehen neue. Das ist auch kein Zufall, der seit Jahrhunderten anhält, sondern dafür gibt es einfache ökonomische Gründe, die Sie als Jurist jedoch nicht verstehen. Sie führen quasi eine Partialbetrachtung durch, bei der Arbeitsplätze vernichtet werden (sei es durch Maschinen oder Chinesen), während alles andere gleich bleibt. Tja, dann sind die Arbeitsplätze weg und entstehen keine neuen, weil ja annahmegemäß alles gleich bleibt, solange nicht der Staat als Retter auftritt. Tatsächlich gibt es jedoch eine Reihe von Reaktionen wie Lohn- und Preisanpassungen, die zu neuen Arbeitsplätzen und insgesamt steigendem Wohlstand führen. Sie müssen dafür auch niemanden selbst anstellen, doch irgendetwas müssen Sie mit Ihrem Geld machen wie jeder andere auch.

      • I. Wenn die staatlichen Körperschaften dank der EZB verbilligte, kostenlose, teilweise sogar bezahlte Kredite bekommen, dann dürften wohl die Schuldenberge dahin schmelzen. Meines Wissens sinkt ein Schuldenberg, wenn der zu zahlende Zins unterhalb der Inflationsrate liegt.

        Wenn die EZB die eigene Währung durch Ankäufe von maroden Anleihen inflationiert, dürfte dieser Umstand Wasser auf die Mühlen darstellen.

        Wenn die EZB die Zinsen nicht erhöhen kann, weil sonst die hinzugekauften Anleihen platzen, dann stellt der Anleihenankauf letztlich sogar eine Garantie auf ein langfristig niedriges Zinsniveau bei relativ hoher Inflationsrate dar.

        Mir erscheint Ihre Aussage

        „Herr Draghi beseitigt doch keine Staatsschulden, sondern bunkert sie in der EZB, was monetäre Staatsfinanzierung ist. “

        vor diesem Hintergrund erklärungsbedürftig.

        II. „Es wurden schon immer Arbeitsplätze vernichtet, aber dafür entstehen neue.[…] “

        1. Erst einmal ist klar zu stellen, dass die EZB einen europäischen Auftrag hat, faktsich einen südeuropäischen Auftrag durchführt.

        Die Erwerbstätigenquote in der EU ist nach offiziellen Angaben in den letzten 10 Jahren gleich geblieben.

        https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Arbeitsmarkt/Erwerbstaetige/BroeschuereArbeitsmarktBlick0010022169004.pdf?__blob=publicationFile

        Die Linken werden jetzt sagen, dass es an den staatlichen Interventionen, einschl. EZB, lag, dass die Beschäftigungsquote nicht sank. Immerhin korrelieren die stabile Beschäftigungsquote, Banken- und Wirtschaftskrise in Südeuropa und die EZB-Maßnahmen unter Draghi zeitlich.

        Allerdings hinkt die Statistik, weil die dramatische Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit unberücksichtigt bleibt und weil starke Nicht-EUR-Länder wie GB oder DK aufgeführt sind. Würde man die Nicht-EUR-Länder rausnehmen, dann wäre die Beschäftigungsquote rückläufig.

        Da Sie ja die EZB-Maßnahmen kritisieren, haben Sie – das ist nun einmal stets von Seiten eines Angreifers geschuldet – eine besondere Darlegungs- und Beweislast, dass es ohne die EZB-Maßnahmen besser ausgegangen wäre und ausgehen wird.

        Wenn man berücksichtigt, dass die Beschäftigungsquote in Deutschland und in den ehemaligen D-Raum-Länder um 10 Prozentpunkte stieg, dann wird man Arbeitsplatzverlagerungen wohl rechnerisch annehmen müssen.

        Der zu schwache EUR wäre zwar eine Erklärung für die rechnerischen Arbeitsplatzverlagerungen, erklären aber nicht den Gesamtrückgang im EUR-Gebiet.

        Grds. spricht die Beschäftigungsentwicklung im EUR-Raum, dass die Digitalisierung eben doch starke Auswirkungen entfaltet und sich der EUR in Südeuropa sogar verheerend auswirkt.

        2. Dass Geld derzeit nicht angelegt wird, das ist bekannt. Zur Zeit gammeln sechsstellige Beträge auf Giro- oder Tagesgeldkonten herum. Gerade die ältere Bevölkerung ist recht vermögend, weiß aber das Geld nicht auszugeben. Es ist aber gerade auch der Bevölkerungsteil, der ohnehin schon viel Geld für Dienstleistungen und Reisen ausgibt. Was wollen Sie dieser Bevölkerung an weiteren Dienstleistungen anempfehlen, die nicht nutzlos sind ?

        Sollen sie das Geld in angebliche sichere Anleihen stecken, so in Volkswagen, Air Berlin oder Solarword, griechische Staatsanleihen, um einmal ein paar dieser Peitegeier, die vor ein paar Jahren von FAZ, Sparkasse, pp. als sichere Häfen „verkauft“ worden waren, zu nennen ?

        3. Wenn Sie einen Optimisten vom Wolkenkratzer werfen, dann wird er sich bei jedem Stockwerk beglückwünschen, das alle gut geht. Ein Skeptiker wird sich hingegen fragen, wie es weiter geht, ob er den Ausgang verändern kann, welche Parameter er ggf. ändern muss …

      • „Meines Wissens sinkt ein Schuldenberg, wenn der zu zahlende Zins unterhalb der Inflationsrate liegt.“ Das mag Juristenlogik sein, ist aber gleich mehrfach falsch. Ein Schuldenberg steigt, wenn neue Schulden aufgenommen werden, sei es zur Zinszahlung oder für zusätzliche Ausgaben. Ein Schuldenberg wird kleiner, wenn die Zinsen gezahlt und zusätzlich bestehende Schulden getilgt werden. Ein nominal steigender Schuldenberg kann jedoch real kleiner werden, wenn er weniger als die Inflationsrate steigt. Wenn der Nominalzins unter der Inflationsrate liegt, der Realzins also negativ ist, dann sinkt der reale Schuldenstand selbst dann, wenn die Zinsen nicht bezahlt, sondern den Schulden hinzugefügt werden. Wenn angesichts niedriger Zinsen jedoch zusätzliche Schulden aufgenommen werden, kann der Schuldenberg durchaus auch real wachsen, wie das in zahlreichen Euroländern der Fall ist.

        Die Zentralbank gehört selbst zum öffentlichen Sektor. Das gilt auch für die EZB, selbst wenn ihr nicht ein einzelner Staat, sondern eine Staatengemeinschaft gegenübersteht, was doch gerade zu den Problemen führt. Wenn nun die EZB im großen Stil Staatsanleihen der Euro-Staaten kauft, dann ist das monetäre Staatsfinanzierung. Der öffentliche Sektor finanziert sich damit selbst und bringt zusätzliches Geld in Umlauf.

        Die EZB hat gar nicht das Mandat, die Wirtschaft anzukurbeln oder die Arbeitslosigkeit zu verringern. Sie hat auch nicht das von Herrn Draghi angemaßte Mandat, den Euro zu retten. Ihr Mandat ist allein die Preisniveaustabilität, die sie sehr größzügig als knapp unter zwei Prozent Konsumgüterpreisinflation auslegt. Die letzten Jahre war die Inflationsrate in der gesamten Eurozone wegen der Krise deutlich niedriger. Inzwischen nähert sie sich jedoch diesem Wert an. Eine Weile wird man wohl damit tricksen, welches Inflationsmaß man gerade verwendet (fallende Ölpreise sah man als Deflationsgefahr, steigende Ölpreise wird man herausrechnen wollen etc.). Doch dann kommt die Stunde der Wahrheit und wird offensichtlich, dass die EZB sich nicht an ihr Mandat hält. Das wird man dann entweder ignorieren oder das Mandat ändern, aber wohl eher nicht die Eurorettungspolitik.

        „Grds. spricht die Beschäftigungsentwicklung im EUR-Raum, dass die Digitalisierung eben doch starke Auswirkungen entfaltet und sich der EUR in Südeuropa sogar verheerend auswirkt.“ Dafür spricht nichts. In den Krisenländern hat man doch ganz andere Sorgen als die Digitalisierung, nämlich vor allem die Eurokrise selbst und dann Wettbewerbsdruck aus Niedriglohnländern. Die Digitalisierung sollte vor allem in Hochlohnländern wie Deutschland und den USA Arbeitsplätze vernichten, wo jedoch umgekehrt mehr neue Arbeitsplätze entstehen. Nun mögen Sie wieder auf die ungewisse Zukunft verweisen, die ganz anders sein könne als Vergangenheit und Gegenwart. Allerdings gibt es die Digitalisierung doch nicht erst seit gestern, sondern schon seit Jahrzehnten. Tatsächlich wurden und werden Millionen Jobs vernichtet, dafür entstanden und entstehen aber noch mehr neue, nicht nur, aber auch durch die Digitalisierung selbst. Die tatsächlichen Probleme sind andere, nämlich dass die Anforderungen und die Ungleichheit steigen. Von daher ist es eine Schnappsidee, die Rettung des Sozialstaats ausgerechnet davon zu erwarten, dass die Regierung Millionen Un- und Geringqualifizierte ins Land lässt.

        Individuelles und volkswirtschaftliches Anlageverhalten sind zu unterscheiden. Individuell hatte ich schon empfohlen, viel Geld in Aktien zu stecken, wenn man langfristig noch mehr Geld daraus machen will. Sie tun aber so, als wenn die Leute ohnehin mehr als genug hätten und mit dem Geld weder heute noch morgen etwas anzufangen wüssten. Volkswirtschaftlich steht jeder Ersparnis eine entsprechende Investition gegenüber. Diese muss nicht unbedingt durch dieselbe Person oder überhaupt freiwillig erfolgen. Den Keynesianismus halte ich für eine bedenkenswerte Krisentheorie, die jedoch nicht als langfristige Wachstumstheorie taugt.

  4. Vor dem Hintergrund der sehr niedrigen Vermögen deutscher Privathaushalte ist die Niedrigzinspolitik nicht wirklich ein Beinbruch für die meisten Menschen in Deutschland.
    Im Gegenteil: Die deutlich steigenden Kosten für Immobilienfinanzierungen würden die Deutschen bei wieder steigenden Zinsen sehr viel mehr Geld kosten als ihnen durch die schlechte Verzinsung von Bankguthaben entgeht.

    Von den Problemen die durch höhere Kreditkosten für den Mittelstand (dem Banken ohnehin nur einen Teil seines an die Bank verpfändeten Vermögens beleihen) entstünden, einmal ganz abgesehen. Die Rückkehr zur Hochzinspolitik würde sehr wahrscheinlich eine gewaltige Insolvenzwelle mit entsprechenden Auswirkungen auch auf den Arbeitsmarkt nach sich ziehen.

    Aus diesen Gründen kann ich das ganze Gejaule um die Niedrigzinspolitik der letzten Jahre nicht wirklich nachvollziehen. Weder „Otto Normalverbraucher“ noch der Mittelstand, bei dem die meisten Deutschen beschäftigt sind, hätte einen Vorteil von höheren Zinsen.

    • Deutschland insgesamt ist Nettogläubiger, verliert also eher durch Null- und Negativzinsen. Die Privathaushalte sind u. a. deswegen nicht so reich wie in anderen europäischen Ländern, weil die Steuern hier so hoch und die Staatsschulden vergleichsweise niedrig sind. Würde der Staat mehr über Schulden finanzieren, wären die Privatvermögen größer, die Volkswirtschaft aber nicht reicher. Etwas komplizierter ist es bei den Renten und Immobilien. Die Immobilienpreise steigen jedenfalls durch die Niedrigzinsen, was neuen Erwerbern mehr schadet als nutzt. Der Übergang zu höheren Zinsen wird Probleme bereiten, aber die dauerhaft niedrigen Zinsen tun das auch, insbesondere weil sie in der nächsten Krise kaum noch gesenkt werden können.

      • Statt mehr über Schulden zu finanzieren könnte der Staat doch ganz einfach weniger Geld ausgeben und so auch ohne exorbitant hohe Abgabenlast dazu beitragen, dass Privathaushalten und Mittelstand mehr bleibt. Das ist in einem sich längst verselbständigten Selbstbedienungssystem mit dem scheinheiligen Etikett „Sozialstaat“ allerdings nicht erwünscht und wohl auch nur noch durch den unvermeidlichen Totalcrash umkehrbar.

      • Schon klar. Ich bin aber nicht Harald Toepfer und vertrete diese Meinung nicht.

        Massenverelendung wird in Deutschland schon in sehr naher Zukunft durch Kaputtbesteuerung (die u.a. schon seit langem zur Abwanderung von immer mehr Unternehmen und High Potentials führt) sowie durch massive staatliche Fehlleistungen, zum Beispiel die Daueralimentierung von Millionen importierter Analphabeten und latente, aberwitzig als „Eurorettung“ bezeichnete, mittelbare Milliardengeschenke an Großbanken, eintreten.

      • Deutschland ist ein reiches Land und kann sich viel Unsinn leisten, allerdings nicht unendlich viel. Ob es noch vier Jahre Merkel-Regierung verkraftet, werden wir sehen.

      • Naja MM, Sie können ruhig zugeben, dass Sie auch mit dem Fake arbeiten. Schwamm drüber.

        Falsch ist natürlich die Aussage von Herrn Dilger. Meine Prognose ist, dass es zu einer Massenarbeitslosigkeit kommt und dass wir jetzt schon eine deutlich niedrigere Beschäftigungsquote hätten, wenn der Politik und Staat nicht für die hohe Beschäftigungsquote sorgen würde.

        Für brauchbare Alternativen bin ich völlig offen. Aber dazu fällt Herrn Dilger halt nur ein: Gibt`s nicht. Wo freie Märkte sind, da gibt es auch Saus und Braus ( und wo freier Handel ist, da kommt auch die Demokratie [ das war auch mal so ein Dogma der Wirtschaftsliberalen, sogar eines vom höchsten US-amerikanischen Rang, woran sich natürlich heute keiner mehr erinnern will ] ).

        Als kleiner Jurist und übergroßer Kommunist, quasi der Stalin unter den Sozialisten, frage ich mich natürlich, ob sich der Staat nicht auch vom freien Markt bedient, wenn er Arbeitskräfte einstellt, und ob er nicht durch unnütze Gesetze nicht sogar noch neue unnütze Märkte schafft.

        Umgekehrt frage ich mich, warum wir eine soziale Marktwirtschaft, Kartellrecht, pp. haben, wenn die freie Marktwirtschaft ohne Regulierung für die beste Versorgung sorgen würde.

        Nicht besonders frei, das ist die Kehrseite der Medaille, nämlich ist das Abgabenrecht, was aber beim besten Willen gar nichts mit dem Markt, sondern mit Grabscherei des Staates in die Kassen der Bürger zu tun hat. Natürlich ist es auch nicht besonders erfreulich, wenn der Staat über Billigzinsen die Vermögen abschöpft, wenn auch letztlich nur mit Hilfe der EZB.

        Die Frage ist nur, gibt es bessere Wege. Irgendwelche dogmatisch-ideologischen Prognosen / Wunschkonzerte will ich dazu nicht als Antwort hören.

        Selbst wenn es kein worst-case Szenario gemäß dem Wunschkonzert geben sollte, so gehört der Vollständigkeit wegen auch die worst-case- Variante durchdacht, weil sie nunmal im denkbaren Bereich liegt.

      • Sie glauben halt, dass der Staat besser Wohlstand schaffen könne als seine Bürger und Unternehmen. Das ist jedoch theoretisch und empirisch nicht so. Es gibt Staatsaufgaben, die der Staat erfüllen sollte und auch tatsächlich besser erfüllen kann, wenn er sich nicht mit vielen anderen Dingen belastet, die andere besser können. Auch die staatliche Regulierung funktioniert besser, wenn der Staat nicht alles reguliert, sondern nur das Nötige, außerdem andere, private Akteure statt sich selbst.

      • @Harald Toepfer

        Was ist denn an meiner Annahme „Fake“ ?
        Man muss weder ein Prophet sein, noch über sonstige hellseherische Fähigkeiten verfügen, um Eins und Eins zusammen zu zählen.
        Die Auswüchse des „Sozialstaats“ haben eine Dimension erreicht, die schlicht und ergreifend nicht mehr leistbar ist. Wer das nicht sieht, ist entweder ein sozialromantischer Realitätsverweigerer, hat sich noch nie damit befasst, ist zu dumm, die Zusammenhänge zu verstehen oder blind.

    • Der Zins hat in der Freien Marktwirtschaft eine wichtige Steuerungsfunktion. Er bewirkt, dass wirtschaftlich nicht tragfähige Unternehmen vom Markt verschwinden. Eine Nullzinspolitik oder Niedrigzinspolitik ist de facto eine Subventionierung nicht lebensfähiger Betriebe, die zur Abfederung sozialer Härten in Zeiten des Strukturwandels temporär mögich ist, aber keinesfalls dauerhaft funktioniert.

      Dass eine Volkswirtschaft nicht überleben kann, wenn sie einen immer größer werden Anteil an unproduktiven Unternehmen subventioniert ist unmittelbar einsichtig. Der Schutz einer solchen Volkswirtschaft vor den Härten des freien internationalen Wettbewerbs mag den Zusammenbruch hinauszögern, verhindern kann er sie nicht.

      Im real existiert habenden Sozialismus wurde das bis zum Zusammenbruch der gesamten Volkswirtchaft durch dekliniert.

      • Ursprünglich sollte der Zins Angebot und Nachfrage auf dem Kapitalmarkt zum Ausgleich bringen. Heute ist das etwas komplizierter durch die Zentralbanken, die das Angebot steuern. Ein größeres Angebot und ein niedrigerer (positiver) Zins sind grundsätzlich besser, wenn es dadurch nicht zu Inflation kommt und sie nicht nur Anzeichen einer Krise sind.

  5. Das Grundproblem sind die völlig überschuldeten Staaten (vor allem unter Berücksichtigung der impliziten Staatsschuld) und marode Banken. Das System ist kaputt und eine Zinswende würde die Banken kurzfristig ruinieren und die Schuldenlast der Staaten untragbar machen. Solange zu radikalen Schritten der Umstrukturierung niemand bereit ist, ist die Lösung Draghi vermutlich die sinnvollste. Sie zögert das Leiden zwar ins Unendliche hinaus, aber kurzfristige Turbulenzen ohne Ertrag (langsam ansteigende Zinsen, die zwar für Probleme sorgen, aber weder das Grundübel beseitigen noch den großen reinigenden Knall verursachen) bieten keinen Mehrwert.

    • Herr Draghi bietet keine Lösung und sein Handeln ist auch nicht sinnvoll. Vielleicht kann man noch die Nullzinsen so rechtfertigen. Doch schon die Negativzinsen gefährden die Banken mehr, als sie ihnen nutzen. Der immer weitere Aufkauf maroder Anleihen verlagert immer mehr Risiken in die EZB, was einer gigantischen Umverteilung ohne demokratische Legitimation entspricht.

      • Natürlich bietet Draghi keine langfristige Lösung. Kurzfristig bringt seine Vorgehensweise aber immerhin steigende Aktienkurse mit sich, was der schlaue und finanzkräftige Anleger für sich nutzen kann.

        Natürlich ist das alles undemokratisch und illegitim. Solange aber niemand zu radikalen Umstrukturierungen bereit ist, kann man aber zumindest kurzfristig noch die Party mitmachen.

        Langfristig, aber bereits auch mittelfristig sind die Wirkungen natürlich fatal. Hätte man bereits 2009 anders reagiert, ginge es vor allem Südeuropa jetzt deutlich besser. Zombiebanken sind jedenfalls mittelfristig kein Segen

      • Wie profitiere ich denn als langfristiger Aktienanleger von der gegenwärtigen EZB-Politik? Die hiesigen Aktienkurse steigen gerade, dürfte aber bei einem Kurswechsel entsprechend einbrechen. Die Diversifikation in Aktien außerhalb der Eurozone ist dagegen momentan teurer.

  6. Gestern schaute ich mal wieder Tagesschau!

    Die EZB hat Anleihen für 3 Biilionen Euro in den Bilanzen. Das sagte die Tagesschau und dann muss es ja stimmen.

    Wenn die Zinsen steigen fallen die Anleihen. Das sagte zwar nicht die Tagesschau, aber der informierte Bürger weiß es,

    Erhöht nun die EZB den Leitzins dann fallen also die Anleihen. Die Anleihen der EZB sind dann vielleicht 500 Milliarden weniger wert – die EZB macht Verluste und zwar richtig viel. Und irgendwann muss die EZB die Zinsen erhöhen mussen, wegen Trump, dem Brexit, der AfD und Pegida und so. Die EZB macht also Verluste, wenn die EZB die Zinsen erhöhen muss.
    Richtig?

    Verluste der EZB müssen vom Steuerzahler ausgeglichen werden. Das sagte die Tagesschau und dann muss es ja stimmen. Hmm. Soll das das Volk auf die nächste alternativelose Entscheidung vorbereitet werden?

    • Das ist nicht wirklich das Problem. Gewinnmaximierung ist nicht das Ziel der EZB und beim Halten der Anleihen bis zum Ende der Laufzeit entstehen zumindest buchmäßig auch keine Verluste. Verluste entstehen jedoch, wenn Schuldner insolvent werden sollten, was bei steigenden Zinsen wahrscheinlicher wird. In jedem Fall handelt es sich um Staatsfinanzierung, die der EZB verboten ist, weshalb sie diese in inkonventionelle Geldpolitik umbenennt.

      • Ich habe auch Anleihen im Depot. Die besten sind 40-jährige Schweizer (Coupon 4%), die ich um das Jahr 2000 zu 100% kaufte. Zur Zeit liegen sie um die 200%. Halte ich sie, bzw. meine Erben, bis zum Ende der Laufzeit, wird sich der aktuelle Kurs allmählich bis dahin halbieren, selbst wenn die Zinsen so bleiben wie sind. Hätte ich sie aber zu 150% gekauft, ständen am Ende der Laufzeit Kursverluste.

        Der EZB wird auch so ergehen. Die Anleihen,die sie über dem nominellen Kurs von 100% (es gibt auch andere) gekauft hat, werden ihr beim Halten der Anleihen bis zum Ende der Laufzeit Verluste einbringen.

        Die Frage, ob der Steuerzahler Verluste der Zentralbanken ausgleichen muss, hatten wir schon. Ihre Position, die ich für richtig halte, war, denke ich:

        Direkt Ausgleichen muss er sie nicht, weil Zentralbanken nicht insolvent gehen können, aber die Verluste schmälern den sonst üblichen Zentralbankgewinn oder reduzieren ihn auf Jahre oder Jahrzehnte hinaus auf Null, was indirekt zu Lasten des Steuerzahlers geht, weil die Zentralbankgewinne im Staatshaushalt fehlen.

      • Am Ende der Laufzeit steht kein Kursverlust. Der Kurs am Ende nähert sich immer genau 100 % der Rückzahlungsbetrages an. Die Kursausschläge davor liegen einfach daran, dass 4 % Zinzahlung bei einem Zinsniveau von allgemein 4 % einen anderen Wert haben als bei 0 % oder 8 % Zinsniveau. Wer Anleihen immer bis zum Ende hält, weiß stets vorher, was er bekommt (solange es nicht zur Insolvenz des Schuldners kommt).

        Rein formal kann die EZB übrigens durch bilanzielle Überschuldung insolvent gehen. Sie würde aber vermutlich durch die Euro-Staaten gerettet, was sogar durch Kredite der EZB selbst an diese möglich wäre. Die sinkenden oder fehlenden Zentralbankgewinne sind übrigens nur eine Folge davon, dass diese ganz direkt Vermögen verlieren kann, wenn ihre Forderungen ausfallen. Es ist eine Illusion, dass das niemanden etwas kosten würde, nur weil es in der EZB-Bilanz versteckt wird.

  7. Zum Thema deutsche Finanzpolitik im europäischen Kontext: Die FDP wollte das Finanzministerium, um selber Deutschland in der Eurogruppe vertreten und mittelbar über weitere Hilfspakete entscheiden zu können. Sie hat aber die Rechnung ohne die CDU, die viel eher zu Hilfspaketen bereit ist, gemacht. Kurzerhand wird das Finanzministerium entmachtet, sodass die Zügel wieder in CDU-Hand liegen:
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article170129778/Union-denkt-ueber-Teilentmachtung-des-Finanzministeriums-nach.html
    Ob die FDP das mitmacht? Na, sicher, man will doch an die Fleischtöpfe… Wen interessiert schon der Wählerwille…

  8. Pingback: Britischer Leitzins steigt und Jerome Powell soll Präsident der Fed werden | Alexander Dilger

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