Steuererklärung 2016 erstellt

Eigentlich war unsere Steuererklärung für letztes Jahr schon Ende Mai fällig, doch beim ‚Kurzurlaub auf dem Campingplatz‘ handelte ich eine Verlängerung bis Ende Juli heraus. Ich hätte besser Ende August gesagt. So habe ich mich gestern, nachdem ich erst das neue Diskussionspapier meines Instituts „Theoretische Erklärungsansätze für die Entsprechenserklärungen zu Abfindungen für Vorstandsmitglieder“ von Frau Schottmüller-Einwag abschließend korrigiert und fertiggestellt und dann eine überarbeitete Version vom Diskussionspapier „Willingness to Pay and Accept for Hosting Olympic Games in Germany“ bei einer wissenschaftlichen Zeitschrift eingereicht hatte, vier weitere Stunden an meinen Rechner gesetzt und die erste Version der Steuererklärung erstellt, wofür ich das „ElsterFormular“ neu installieren musste, weil das Update nicht funktionierte. Zum Glück konnte ich trotzdem die alten Daten übernehmen. Heute habe ich noch einmal gut vier Stunden darauf verwendet, die erste Version zu überarbeiten, noch fehlende Belege zusammenzusuchen und alles fertigzustellen. Nicht eingerechnet ist der Gang mit meiner Tochter zu MEDIMAX, um für viel Geld eine neue Druckerpatrone zu kaufen. Morgen werde ich auch noch beim Finanzamt vorbeifahren, um die ausgedruckte komprimierte Version mit dem Teil der verlangten Belege abzugeben.

Grundsätzlich war es so ähnlich wie in den Vorjahren (siehe ‚Eigene Steuererklärung fertig‘ und ‚Steuererklärung gemacht‘). Es hat zwar etwas länger gedauert, aber dafür schaffte meine Mutter ihre Steuererklärung wieder alleine (für letztes Jahr siehe ‚Fremde Steuererklärung und ihre Vereinfachung‘). Außerdem können wir mit einem eigenen Haus jetzt mehr Sachen absetzen. Auch wenn es nur ein Bruchteil der Handwerkerkosten ist, leben wir jetzt trotzdem günstiger als zuvor zur Miete. Der größte Teil der zu erwartenden Steuerrückzahlung ergibt sich allerdings wieder daraus, dass meine Frau in Elternzeit viel weniger verdient hat und deshalb die Steuerprogression bei mir zu hoch angesetzt war.

Gespart habe ich es mir (zu Lasten Dritter, nämlich meiner Kinder), einen weiteren Nachteil des erzwungenen Wechsels zur Consorsbank (siehe ‚Consorsbank verbietet vernünftige Geldanlage‘) auszugleichen: Die Freistellungsaufträge sind nicht übertragen worden, so dass meinen Kindern am Jahresende Kapitalertragsteuer plus Solidaritätszuschlag berechnet wurden. Diese würden ihnen grundsätzlich erstattet, was aber vermutlich eigenständige Steuererklärungen für sie erfordert hätte, was für einen einstelligen Eurobetrag nicht lohnt.

2 Gedanken zu „Steuererklärung 2016 erstellt

  1. Auch ich spare mir seit vielen Jahren den Steuerberater und mache meine Steuererklärung selbst. Wer sich intensiv mit der Thematik beschäftigt, kann Geld sparen. Ich kämpfe um jeden Euro, denn diesem ungerechten Staat schenke ich NICHTS!

    • Ich kämpfe nicht um jeden Euro, zumal ich mein Einkommen ohnehin größtenteils selbst vom Staat beziehe. Vor allem bin ich jedoch Ökonom und wäge auch bei der Steuererklärung Kosten und Nutzen gegeneinander ab. Ich übersehe bestimmt ein paar Absetzungsmöglichkeiten. Allerdings weiß ich aus Erzählungen, dass Leute mit Steuerberater oft mehr Steuern zahlen (und gar nicht mehr absetzbare Steuerberaterhonorare sowieso), als wenn sie auf ihn verzichten.

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