Auffahrunfall

Heute war ich in Münster unterwegs. Am Schlossplatz, früher Hindenburgplatz, bremsten die Autos vor mir stark, so dass ich anhalten musste. Während ich mich etwas ärgerte, nicht in die andere Spur (von zwei Spuren in dieselbe Richtung) gewechselt zu haben, fuhr mir jemand hinten auf. Wegen der zeitlichen Verzögerung gehe ich davon aus, dass es nicht an schlechteren Bremsen oder der nassen Fahrbahn lag, sondern an Unachtsamkeit. Die Fahrerin gestand auch sofort ihre Schuld ein. Wir haben trotzdem die Polizei gerufen und dann gleich die Straße geräumt. Die Polizei kam später und erstellte ein Protokoll. Danach vertauschte sie unsere Fahrzeugscheine, was die Frau zum Glück noch bemerkte.

Der auffahrende Smart ist vorne viel mehr zerstört als mein Volvo hinten. Die hintere Verkleidung wurde wieder (siehe ‚(Keine) Fahrerflucht‘) etwas verkratzt und diesmal auch verschoben, weshalb im Rückwärtsgang jetzt immer der Abstandswarner piept. Ob auch die Karosserie in Mitleidenschaft gezogen wurde, muss Montag die Werkstatt klären. Die fremde Versicherung wird alle Kosten übernehmen, doch trotzdem habe ich jetzt schon zum dritten Mal die Rennerei.

Viel wichtiger ist natürlich, dass niemand verletzt wurde. Ich habe auch nichts falsch gemacht und muss deshalb mein Fahrverhalten nicht überdenken. Die Kinder, die nicht dabei waren, und mich selbst schnalle ich ohnehin immer an. Der Kauf eines Volvo mit viel Masse und passiver Sicherheit war auch eine gute Idee.

Allerdings werden wir uns wohl demnächst nach einer anderen Marke umsehen müssen, da Volvo zukünftig nur noch Elektrofahrzeuge an eingefleischte Grüne verkaufen will (siehe „Volvo lässt den Verbrenner sterben“ in Verbindung mit ‚Grüne wollen Deutschland bzw. sich selbst abschaffen‘). Dieselfahrzeuge sind nun ebenfalls gefährlich, weniger direkt wegen des Abgasskandals, sondern wegen drohender Fahrverbote, weil unser Staat eben lieber seine Bürger schikaniert, als vernünftige Gesetze zu machen und dann gegenüber Großkonzernen auch durchzusetzen.

8 Gedanken zu „Auffahrunfall

  1. Herr Prof. Dilger! Als Diplom-Ingenieur der alten Schule im Bereich Fahrzeugtechnik verstehe ich davon natürlicherweise sehr viel mehr, als von Politik. Masse ist immer ein Argument. Aber der SMART ist hart im Nehmen. Er nutzt letztendlich die Knautschzonen seiner Unfallkontrahenten. Insofern sollten Sie Ihren wagen gut untersuchen lassen! Was das Sicherheitsimage von VOLVO betrifft: Das ist so wie mit dem Sex von Marilyn Monroe: Dicke Stossfänger ersetzen keine nach der Methoden der Finite Elemente berechneten Knautschzonen. Ihre Einschätzung des Irrweges von Volvo hinsichtlich der Abkehr vom Verbrenner teile ich. Wer nicht mehr entwickelt (Verbrenner) , wird einst zukaufen müssen. Darin hat VOLVO Erfahrung.

    • Die Geschwindigkeit war hoffentlich so gering, dass die eigentlichen Knautschzonen gar nicht zum Einsatz kamen. Sonst könnte es sehr teuer für die Versicherung werden. Bei dem Smart fiel vor allem viel Plastik einschließlich Nummernschild ab.

  2. Eine „Energiewende“, auch eine Automobil-Zukunft kann nur dann funktionieren, wenn sie marktwirtschaftlich organisiert wird!

    Leider befürchte ich, dass mit der Ex-FDJ-Funktionärin und Sozialistin Merkel und ihren Genossen eine planwirtschaftliche „Lösung“ gefunden wird. Dann bluten wir Steuerzahler wieder, genau wie bei den jahrzehntelangen Kohlesubventionierungen und ähnlichem Mist!!!

    Für Großkonzerne ist es egal, wer regiert. Die arrangieren sich auch mit dem Teufel, wenn es sein muss. Daher schlägt mein wirtschaftspolitisches Herz für den Mittelstand!

    • Apropos Energiewende. Bei meinem letzten Unfall vor fünf Jahren schlug sie sich sogar auf die Schadensabwicklung durch. Die gegnerische Versicherung behauptete, ich wäre vorsteuerabzugsberechtigt und zahlte dem Schätzer nur die Gutachterkosten für mein beschädigtes Auto, nicht die Mehrwertsteuer. Ich überwies dem Gutachter dann die Steuer, um ihn bei Laune zu halten, da ich nicht wusste, wie lange sich das Geplänkel mit der Versicherung hinziehen würde. Nachdem ich ihr mitgeteilt hatte, dass ich nicht vorsteuerabzugsberechtigt bin, zahlte sie dem Gutachter dann doch die Steuer (ein zweites Mal), der diese dann wieder an mich zurückgab.
      Ich kann mir das Verhalten der gegnerischen Versicherung nur mit der Energiewende erklären. Mit einigen Photovoltaik-Panels auf dem Dach wird so mancher Hausbesitzer Unternehmer.

    • Die viel gescholtene EU hat doch ein recht marktwirtschaftliches Verfahren zur Reduktion von Treibhausgasen, wenn man diese denn anstrebt, nämlich Zertifikate. Deshalb kann die deutsche Energiewende auch nur Hunderte Milliarden kosten, ohne auch nur ein Gramm Kohlendioxid zusätzlich einzusparen. Deutschland für sich genommen emittiert sogar mehr wegen der Abschaltung von Atomkraftwerken.

  3. Die Ankündigung Volvos, das jedes neue Fahrzeug einen Elektromotor haben wird, bedeutet ja erstmal nur das es mindestens ein Hybride ist, der also auch noch einen Verbrennungsmotor hat. Reine Elektroautos vom Schlage eines XC90 stell ich mir jetzt schwierig vor. Lt. diesem Artikel https://www.automobil-produktion.de/hersteller/wirtschaft/volvo-xc90-und-v90-modelle-befluegeln-absatz-in-2016-287.html sind gerade die Absatzzahlen der großen Modelle gestiegen und die werfen sicher auch eine höhere Marge ab als kleineren Modelle.

    Bei Heise hat ein Forumsteilnehmer auch plausibel erklärt warum Volvo das vielleicht macht:
    https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Volvo-Abschied-vom-Verbrennungsmotor/Ab-2019-gelten-95-g-CO2-km-Flottenverbrauch/posting-30649512/show/
    An dem Beitrag sieht man dann allerdings wie hirnrissig gerade hier die Politik agiert und wie gut das Marketing von Volvo ist.

    • Hybridautos sind nicht so ökologisch, wie oft getan wird. Die zwei Motoren haben ordentlich Gewicht. Vor 10 Jahren hatte ich einmal einen Toyota Prius gemietet, der mehr verbrauchte als mein damaliger BMW Diesel mit viel mehr PS. Der größte Vorteil war, beim Anfahren mit Zusatzmotor schneller beschleunigen zu können.

  4. Mir ist mal ein 200 Daimler Taxi hinten in meinen Suzuki Jeep gefahren.
    Das Taxi mußte abgeschleppt werden.
    Der Jeep hatte nur die hintere Unterbodenplatte verbeult.

    Heißt der Jeep ist knallhart und der Mercedes darauf hin konstruiert sich sich maximal zu verformen um die Energie maximal aufzunehmen.

    Davor hatte meine Schwester noch zwei Autos mit dem Rammschutz des Suzuki platt gemacht und ich später mal einen Renault mit der Radnabe des Jeeps,als dieser ausbrauch und in den Gegenverkehr rutschte.

    Bei Regen muß Alllrad rein wegen dem kurzen Radstand,was ich nicht hatte und prompt ausbrach in den Gegenverkehr.Blattfedern hatt er auch noch und das Fahrerlebnis glich einer Postkutsche.

    Autos sind aber nicht so mein Ding,außer Polo C86 seit 19 Jahren eher Motorräder.
    Mir würde diese hier noch gefallen,neben der Continental GT die mir ja gerade erst gekauft habe und die bislang von den angegebenen 137 Km/h bei Windstille schon einmal 120 erreicht hat – immerhin.

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