Kurzurlaub auf dem Campingplatz

Dieses verlängerte Wochenende waren wir auf einem Campingplatz im Sauerland, wo wir einen stationären Wohnwagen gemietet hatten, um auch diese Art des Urlaubs einmal auszuprobieren. Das hat erstaunlich gut geklappt. Als Ökonom muss ich allerdings bemängeln, dass es nicht wirklich billiger ist, in beengten Verhältnissen mit getrennten Duschräumen zu campieren, als wenn man sich in einem Mittelklassehotel einmietet (wobei es zu Hause noch viel günstiger und bequemer ist). Zwei Vorteile sind die vielen weiteren Familien mit Kindern drumherum und die Möglichkeit, direkt vor dem Wohnwagen im Vorzelt oder ganz draußen zu sitzen. Gefehlt hat mir WLAN oder auch nur eine gute mobile Verbindung, worunter auch dieser Blog gelitten hat, mein Nachtschlaf aber nicht. Mit den Kindern haben wir viel unternommen, wobei sie für viele Sachen noch etwas klein sind und in einigen Jahren vielleicht zu groß sein werden. Der nächste Urlaub wird jedenfalls wieder ganz anders.

8 Gedanken zu „Kurzurlaub auf dem Campingplatz

  1. Hallo Herr Dilger,

    bevor Sie endgütig den Stab über der Camping Idee brechen, möchte ich Ihnen gern die Wohnmobil Idee ans Herz legen. Die Familie muss nicht immer auf einen Campingplatz, sondern kann irgendwo sein. Wenn das Wetter oder der Ort Ihnen nicht gefallen, fahren Sie einfach etwas weiter – auf einem Stellplatz an einem Fluss oder See, wenn Sie Glück haben auch einfach irgendwo hin.

    Sie haben Ihre eigenen Sachen immer am gleichen Platz im Auto dabei, jeder weiß um seine Handgriffe in seinem Anteil an einem schönen gemeinsamen Urlaub im Womo. Die Kinder profitieren vom nicht Hotel Urlaub, sie sind immer draußen oder an ihrem gewohnten Platz im Auto, lernen Neues kennen und tauchen nicht unnötig in die wirklichkeitsferne Kunstwelt eines Hotels ein. Mit den Fahrrädern erobern Sie gemeinsam die immer neue Umgebung. Sie bummeln gemeinsam ohne jeden Buchungszwang durch Ihre Umgebung, die Sie beständig erweitern werden: Ruhrpott, Deutschland, Europa und später auch mehr.
    Woher ich diese positive Grundeinstellung auch in Sachen Wohnmobil habe? Ich bin Überzeugungstäter: Höxter an der Weser, am Nord-Ostsee-Kanal, Garda See, Kreta, Rund um die Ostsee, Marokko, USA, Kanada, das Beste zum Schluss ist Alaska – es ist so vieles gemeinsam im eigenen Wohnmobil möglich. Wenn Sie dann so alt sind wie ich, prüfen Sie die Ideen Mongolei, Afrika usw.

    Sie brauchen nur etwas Zeit – ich habe diese jetzt ja wieder gefunden, nachdem wir uns als LKR in NRW wie erlebt mit großem Ruhm bekleckert haben. Die neuen Allwissenden im Landesvorstand NRW haben ja erfolgreich mit den Erleuchteten im LKR Bundesvorstand dafür gesorgt, die m.E. sinnvolle LKR Idee erfolgreich final vor die Wand zu fahren.

    Für die Familie lohnt es sich auf jeden Fall, Zeit zu haben und diese zum Beispiel im gemeinsamen Projekt „Freiheit im Wohnmobil“ sinnvoll zu gestalten.

    • Wir lehnen Camping oder auch ein Wohnmobil doch gar nicht grundsätzlich ab. Es hätte durchaus schlechter laufen können, z. B. wenn auf engem Raum niemand richtig geschlafen hätte. Als nächste Übung werde ich wohl demnächst mit unserem Sohn in einem Zelt im eigenen Garten übernachten.

      • Ein Wohnmobil rentiert sich für Familien meistens nicht. Die Anschaffungskosten sind sehr hoch. Will man ein alltagstaugliches Wohnmobil, so sind die Einschränkungen sowohl im Alltag als auch im Urlaub zu groß. Mein damaliger VW T4 mit Hochdach eignete sich für Tiefgaragen nicht und war langsam. Die Dieselproblematik betrifft die Wohnmobile heute besonders.

        Im Urlaub war das Wohnmobile nur mit Vorzelt für die Familie nutzbar, so dass die Flexibilität doch nicht gegeben war.

        Campingplätze sind annähernd so teuer wie der Aufenthalt in einer Hütte des Deutschen Alpen Vereins.

        Ich habe vor 10 Tagen mit meinen drei Kindern auf einem Campingplatz in Monschau-Rosenthal übernachtet. Der Preis betrug 23 EUR pro Übernachtung. Die Gegenleistung war jedoch gering. Es gab einen Platz, Waschgelegenheiten in Baracken, eine Toilette war unsauber, einen kleinen Spielplatz.

        In einer DAV-Hütte liegt der Preis bei ca. 30 EUR für eine fünfköpfige Familie. Einige Hütten sind sogar per PKW, Sessellift, Gondel oder Bus erreichbar. Das Bildungsniveau ist deutlich höher als auf den Camping-Plätzen. Es gibt vernünftige Schlaf-, Koch- und Waschmöglichkeiten. Es herrscht im Allgemeinen ziemlich viel Disziplin, weil die Gäste sich zur Sauberkeit verpflichten. Kinder können sich frei bewegen und sich austoben. Es gibt Möglichkeiten, Lagerfeuer zu machen. Es gibt Gesellschaftsspiele. Eltern entlasten sich gegenseitig, indem sie gemeinsam Kinderprogramm gestalten.

        Nachteilig ist, dass die Hütten teilweise schon recht früh ausgebucht sind.

        Wir wollen daher das DAV-Angebot mit Trekking ergänzen. Ihre Kinder sind dazu aber noch zu jung.

  2. Da muss ich Herrn Knaup recht geben. Camping mit Kindern ist besser als jedes Hotel oder Hotelbungalowanlage. Die Erziehung zur Selbstständigkeit der Kinder geht hier ganz unbewusst von statten. Ich bin Camper seit Geburt, am Lagerfeuer aufgewachsen. Nungut, die Zeiten haben sich etwas geändert, aber die Kinder merken das nicht. Herr Knaup, dass sie das jetzt in irgendeiner Weise mit dem LKR Vorstand verbinden ist ein Zeichen, dass der Stachel noch tief sitzen muss, und ihre Aufzählung, wo sie schon überall waren und werden wollen interessiert doch niemanden.

    • Ich finde es schon interessant, wo man überall mit einem Wohnmobil (dem eigenen oder jeweils einem gemieteten?) reisen kann. Interessant wäre es auch zu wissen, wo man es besser lässt. Für unsere geplante USA-Reise wollten wir übrigens ein Wohnmobil mieten, doch es war keines mehr frei (bestimmt gibt es auch da Alternativen, die zu suchen jedoch zu umständlich wäre).

  3. Wohnmobil USA und Kanada machen sie am besten mit Unternehmen in Amerika. Vorab über Internet, geht immer. Se sollten den Zielflughafen wissen. Das ist übrigens preiswerter als eine Buchung in Deutschland. Fast alle mobile dort haben „Cruise control“, d.h. auf den motorways fährt das Mobil immer die vorher eingestellte Geschwindigkeit. Und wenn es nach Kanada geht, bitte mit den Kindern Gold waschen. Über gold panning USA Kanada gibt es viele Bücher, man lernt es schnell.

    • Eine weitere Möglichkeit für USA Wohnmobil Buchungen bietet der ADAC mit seinen US Partnern, die Mobile auf aktueller Sprinter Basis anbieten. Es ist schon ein Unterschied im Dieselverbrauch.

  4. Pingback: Steuererklärung 2016 erstellt | Alexander Dilger

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s