Dopingvortrag in Berlin

Heute haben zwei meiner Mitarbeiter und ich jeweils einen Vortrag bei der „2nd ​​​​​​​​​International Conference Sport Economics & Sport Management (SESM)“ in Berlin gehalten. Thema meines Vortrags war „Doping in Teams“, wozu es bislang noch nicht viele wissenschaftliche Untersuchungen gibt. Das Hauptergebnis meines theoretischen Modells ist, dass auch Doping ein Kollektivgut in Teams darstellt, also das Team und andere Teammitglieder eher stärker davon profitieren als der jeweils dopende Sportler selbst. In den meisten Fällen wird deshalb entweder gar nicht gedopt oder umgekehrt maximal, wenn die Strafe dafür oder die Entdeckungswahrscheinlichkeit zu gering sind. Ein mittleres Dopingniveau ist eher unwahrscheinlich. Empirisch werden echte Mannschaftssportler kaum beim Doping erwischt (im Gegensatz zu Radsportlern, die als Individualisten in unechten Teams unterwegs sind), was daran liegen könnte, dass entweder die meisten wirklich nicht dopen oder die Entdeckungswahrscheinlichkeit so klein ist, vielleicht sogar endogen aus politischen Gründen. Die Ergebnisse lassen sich übrigens leicht aus dem Sportkontext auf andere Bereiche übertragen, in denen Teams schummeln können, wie z. B. Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

2 Gedanken zu „Dopingvortrag in Berlin

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